Die normannische Eroberung Englands im Jahr 1066 durch Wilhelm den Eroberer, Herzog der Normandie, führte zu einer heiklen Situation, in der die Könige von England zwar über einen Teil ihres Territoriums souverän herrschten, für andere reiche und dicht besiedelte Gebiete auf dem Kontinent jedoch durch Lehnstreue an die Könige von Frankreich gebunden waren. Wilhelm versuchte, die beiden Gebiete unter seinen Erben aufzuteilen, doch nachfolgende Kämpfe und Erbfolgen führten nicht nur zur Wiedervereinigung von England und der Normandie, sondern auch zu einer erheblichen Ausdehnung des englischen Territoriums innerhalb Frankreichs. König Johns Weigerung, sich gegenüber Philipp II. von Frankreich für den offensichtlichen Mord an seinem jugendlichen Neffen Arthur zu verantworten, lieferte Philipp 1204 einen Vorwand für die Rückeroberung der Normandie. Die Engländer eroberten jedoch die Kanalinseln zurück und behielten die Kontrolle über Aquitanien.
Der Vertrag von Paris läutete eine Ära des Friedens zwischen England und Frankreich ein, nachdem es seit dem Jahr 1202 jahrzehntelang zu Konflikten gekommen war. Der Vertrag selbst bestand letztlich aus einer Reihe von Garantien zwischen den beiden Königreichen, von denen die wichtigste die gegenseitige Vergebung aller Handlungen war, die die beiden Königreiche gegeneinander begangen hatten. Sowohl Heinrich als auch Ludwig versprachen, den Vertrag einzuhalten und etwa alle zehn Jahre sicherzustellen, dass diese Versprechen eingehalten wurden.[2](Wiki)