Simato's Protestnote soll an dieser Stelle notiert werden. Minderheitenmeinungen werden hier schließlich nicht unterdrückt.![]()
Simato's Protestnote soll an dieser Stelle notiert werden. Minderheitenmeinungen werden hier schließlich nicht unterdrückt.![]()
Das Khanat Hellas schickte einen Gesandten nach Paris, um die dortige Botschaft des Großkhanats Quito zu kontaktieren. In Frankreich hoffte man darauf, dass dies ein weiterer Schritt wäre, damit Paris den Ruf der wichtigsten Metropole Europas erlangt.
Als Folge der Kriegsschäden wurde die Tradition der französischen Käse- und Warenmesse in diesem Jahr nicht mehr von den Handelsgilden fortgeführt. Es wurde daher darüber nachgedacht, durch eine erneutes staatliches Engagement die Tradition der Käsemesse neu zu beleben anstatt auf die Eigeninitiative der Kaufleute zu hoffen. Inoffiziell würde man dazu das Handwerkerwettbewerb im verfeindeten Italien als Vorbild nehmen.
In Italien hingegen spottete man über den Ausfall der Käsemesse, um von ihrer eigenen Niederlage im Krieg abzulenken.
Durch die Wiederaufbauhilfe erhöhte sich der Einfluss des Königs und der Kirche in den kriegsgeschädigten südfranzösischen Gebieten deutlich.
Französische Diplomaten konnten erneut keinen Erfolg bei den Verhandlungen mit Dagomys erzielen, obwohl sie anstelle einer Kontrolle aller Schiffen durch die Straße von Cádiz (auch bekannt als Meerenge von Gibraltar) ihre Forderungen abschwächten, um nur kanarischen Schiffen die Durchfahrt zu verbieten.
Dagomys weigerte sich jegliche Art von Kontrollen durchzuführen, da sonst Schiffe anderer europäischer Reiche in Mitleidenschaft gezogen werden würden.
Frankreich sowie Hessen und Schwaben gaben bekannt, dass sie ihren Bildungsplan für alle Schulen nach englischem und burgundischem Vorbild gestalten wollen. Die Kooperation zwischen diesen drei Staaten galt als ambitioniert. Man einigte sich sogar darauf, der französischen Sprache eine wichtige Rolle zuzuerkennen.
Edit: An dieser Stelle wollte ich eine Einführung zur Geschichte von Barbados schreiben, da Frankreich seit 1705 dort involviert war. Aber da ich selber kaum durchblicken konnte, musste ich zunächst bei den anderen um Rat frage. Dadurch entstand die Diskussion weiter unten.
Geändert von Tiramisu (02. Juli 2026 um 14:55 Uhr)
Aber die gibt es doch noch nicht? Meines Wissens ist das auch keine Kolonie, die nur Zucker herstellt oder was haben die Kanaren da gemacht?
Die Aufständischen waren Plantagenarbeiter, oder? Könnte mir vorstellen, dass mittlerweile mehr Nahrungsmittel produziert werden.![]()
Quellenangaben wären höchstinteressant.
Aber wenn das alles stimmt, dann wäre der Barbados Zucker eine seltene (Luxus)Ressource, die man teuer verkaufen könnte, sobald da die Plantagen stehen. Die Frage ist nur, warum so ein Riesenreich wie Quito diese Ressi nicht hat. Ich vermute mal, es ist eine Besonderheit in DMS.
Ich persönlich hatte gemutmaßt, dass Barbados so eine Art Handelslager oder sogar Piratennest sein könnte, das sich an den fetten Handelsrouten im Karibik bereichert. Das würde ja zu den Kanaren passen. Aber wenn es nur um den Abbau lokaler Ressis auf Barbados geht, ist das widerum was anderes.
Die Ursprünge der Barbados-Krise sind bis heute noch ungeklärt.
Manche Historiker raten gänzlich davon ab in diese Richtung Nachforschungen zu betreiben, da die Staatsgeheimnisse der beteiligten Reiche eine objektive Recherche erschweren oder sogar gefährlich Konsequenzen haben könnten. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Barbados-Krise das Ergebnis von Intrigen verschiedener Mächte gewesen sein soll.
Widerum andere Historiker behaupten, dass es auf Barbados eine unerschlossene Ressourcenquelle an Zuckerrüben gäbe, die dem Besitzer ein ungemein wertvolles Quasimonopol bescheren würde. Allerdings wurde für diese Behauptung noch kein eindeutiger Beweis erbracht.
Der kontroverse französische Historiker Alexandre Jonès beschrieb in seinem Werk La guerre de l'information jedoch eine gänzliche andere Theorie.
Demnach soll Barbados ein Piratennest unter der Kontrolle der kanarischen Inseln gewesen sein, die dem Großkhanat Quito ein Dorn im Auge war. Daher gab es unterschiedliche Seiten, die entweder Quito oder die Piraten unterstützten.
Frankreich spielte dabei traditionell die Antipiratenfraktion und hatte aufgrund seiner guten Beziehungen mit Quito noch mehr Anreize in diesem Konflikt einzutreten.
Die Kanaren und Italien hingegen waren die Gegenspieler, die sich nach ihrer Niederlage im Französisch-Italienischen Krieg sicherlich nach Rache sehnten.
Um die Theorie von Alexandre Jonès besser verstehen zu können, muss allerdings weiter ausgeholt werden. Zunächst muss man die Geschichte von zwei dänisch-schwedisch-norwegischen Prinzen Harald und Björn verstehen, die sich auf eine sehr gewagte Abenteuerreise aufmachten und dabei nicht auf nur ihre reizenden Gefährtinnen Beatrix von Eglis und Helene Fischer äh... Helena von Fischhausen () stießen, sondern auch auf eine ominöse Schatzkarte.
Diese Schatzkarte konnten Harald und Björn auf den kanarischen Inseln ersteigern, der ihnen den Weg zum Schatz des berüchtigten karibischen Seeräubers Henry Morganzeigen sollte. Morgan hatte nämlich versucht den Schatz vor seinen Verfolgern zu verstecken und dabei mehrere Standorte aufgesucht.
Die Suche von Harald und Björn führte sie von Westafrika nach Barbados, dann auf eine pazifischen Insel Batam und schließlich nach Ostafrika, wo sich zwar der Schatz verbarg, aber ein anderer Schatzjäger den nordischen Prinzen zuvorkam.
Alexandre Jonès weißt nun daraufhin, dass ein derart berüchtigter Pirat wie Henry Morgan sich vermutlich nur entlang von wichtigen Piraten-Routen bewegt haben könne. Dies sei der erste wichtige Hinweis darauf, dass Barbados in Wahrheit ein wichtiger Knotenpunkt für Piraten war.
Ein weiterer Hinweis auf die Piratenaktivitäten aus Barbados war eine kanarische Flotte unter der Flagge von Barbados, denen man im Nildelta die Einfahrt verweigerte, um Gebiete im Indischen Ozean nicht zu gefährden, die von Seeräubern geplagt waren.
(Dazu sollte man wissen, dass der sogenannte Großkhankanal in Ägypten dem Suezkanal ähnelt, aber mit dem Unterschied dass er das Rote Meer über den Nil Fluss verbindet. Um die Piraterie einzudämmen wurden solche Kanäle in Krisenzeiten gesperrt.
Ein weiterer Kanal ist übrigens der Kronprinzenkanal, der ähnlich wie beim Panamakanal den Atlantischen Ozean mit dem Pazifik verbindet.)
Und so kam es, dass wenige Monate später der Großkhankanal und den Kronprinzenkanal aufgrund der unsicheren Handelsrouten der Weltmeere von den Großkhanaten für nichtmongolische Kriegsschiffe gesperrt wurden, da man vermehrt Piratenaktivitäten aus Europa verzeichnete.
Zudem schlossen die Großkhanate Melaka, Negübeihafen und Quito ihre Häfen für nichtmongolische Kriegsschiffe.
Interessant ist hierbei, dass Quito zudem die Insel Barbados großflächig meidete. Der Historiker Alexandre Jonès sieht darin ein klares Zeichen, dass es rund um Barbados eine ernst zunehmende Piratenplage gegeben haben muss, dem nicht einmal ein Großkhanat wie Quito gewachsen war.
Dies mag zwar für einige Leser überraschend klingen, aber tatsächlich befanden sich die Großkhanate in einem langsamen Niedergang (so ähnlich wie man es vom Spanischen Weltreich kannte, dessen Schatzflotten zunehmend von Piraterie bedroht wurden).
Wenige Monate später kam es dann zu einem schockierenden Überfall auf Barbados, das von einer mächtigen Flotte unter englischer, schottischer und kanarischer Flagge rücksichtslos geplündert wurde. Viele Historiker sind sich sicher, dass dies ein False-Flag Angriff gewesen sein muss, da ein echter Angriff aus England und Schottland nicht plausibel wäre. Zudem wäre es absurd, dass die Kanaren ihre eigenen Vasallen auf Barbados angreifen würden.
Es ist daher immer noch ungeklärt, welche Mächte hinter diesem Überfall standen.
Eines der gewagtesten Thesen von Alexandre Jonès ist es, dass dieser Überfall aus den nordischen Reichen gekommen sei, da ein Jahr zuvor die nordischen Prinzen Harald und Björn die Gelegenheit hatten bei ihrer Schatzsuche die Insel auszukundschaften.
Da das mutmaßliche Piratennest Barbados viel größere Schätze als die von Henry Morgan beherbergt haben könnte, müsste das laut Jonès ein sehr lohnenswertes Ziel für Plünderungen gewesen sein.
Wenn Barbados nur ein von Bauern bewohntes Örtchen gewesen wäre, hätte sich eine solche Expedition vermutlich nicht gelohnt - so Jonès.
Allerdings gibt es für diesen Vorfall auch Erklärungsversuche anderer Historiker. Falls beispielsweise französische Plünderer die Pirateninsel lahm legten, wäre das ein Schlag gegen die kanarische Piraterie und ein Vorteil für das Großkhanat Quito, das aufgrund seines Friedensvertrages mit europäischen Mächten wie den Kanaren nicht selber eingreifen konnte.
Als Folge dieser katastrophalen Entwicklung auf Barbados rebellierten die Bauern auf der kanarischen Vasalleninsel Barbados. Die Rebellion begann im Norden, konnte sich allerdings nicht auf die südlichen und westliche Distrikte ausbreiten, wo sich die wichtigsten Häfen befanden.
Eine unbekannte Streitmacht landete kurz nach dem Beginn der Rebellion auf Barbados und nahm die wichtige Hafenstadt Khansbruck im Süden ein. Es wird vermutet, dass sie dabei von adligen Rebellen unterstützt wurden, die nicht zu der ursprünglichen Bauernrevolte gehörten.
Die Kanaren rüsteten kurze Zeit später mithilfe einer gigantischen Kreditsumme von fünf Millionen Silberdinaren auf, um Barbados zurückzuerobern. Bei der militärischen Umsetzung bekamen sie Hilfe aus Italien.
Alexandre Jonès sah in der Aufnahme dieses 5 Mio. Kredits den besten Beweis dafür, dass Barbados wahrscheinlich einen enormen Schatz beherbergt haben muss, da die Kanaren vermutlich gehofft hatten, ihren Barbados Schatz rechtzeitig evakuieren zu können. Allerdings war den Kanaren zu diesem Zeitpunkt nicht klar, dass die Plünderer den Schatz bereits gefunden hatten.
Mehrere Fraktionen kontrollierten mittlerweile Barbados. Während nur im Südosten Loyalisten auf der Seite der Kanaren standen, behielten die ursprünglichen Bauernrebellen im Norden und Landesinneren der Insel die Kontrolle. Die dritte Fraktion, bildete sich in der Hafenstadt Khansbruck unter der Leitung eines Adligen namens Kurur Khan, der offenbar mithilfe der unbekannten Invasionstruppen an die Macht kam.
In den Kanaren wurde das Ausmaß der Zerstörung auf Barbados erst allmählich klar, da man zunächst nur von der Bauernrevolte erfuhr. Die Verschiffung der den Kanaren unterstehenden Truppen war noch im Gange.
Erste Gespräche zwischen Frankreich und Quito fanden nach dem Beginn der Barbados-Krise statt.
Kurur Khan gelang es das südliche Inseldrittel im Süden unter seine Kontrolle zu bringen. Im Landesinneren und im Norden hingegen blieben die ursprünglichen Bauernrebellen. Die kanarischen Loyalisten verloren ihre gesamte verbliebene Kontrolle über Barbados.
Die französische Krone gab eine Büste des Herrschers von Quito in Auftrag. Der offizielle Anlass hierzu soll Quitos absehbarer Sieg in Japan gewesen sein. Alexandre Jonés hingegen vermutet dahinter eine Loyalitätsbekundung Frankreichs mit Quito im Barbados-Konflikt.
Geändert von Tiramisu (03. Juli 2026 um 03:13 Uhr)
Helene Fischer wurde übrigens in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Somit müsste Helena von Fischhausen eigentlich aus Dagomys stammen!