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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #346
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    21. April 1705: Das Khanat der Kanarischen Inseln wirbt 1500 LI-Söldner in Genua an, die für Barbados bestimmt sind. Um die militärische Schlagkraft zu erhöhen, werden 1000 Mann in Italien belassen, das dafür das kostenfreie SI-Regiment aus Genua unter kanarischen Befehl stellt. Auch der Transport soll durch italienische Schiffe (2*250 III) erfolgen, welche westlich der Straße von Cádiz durch kanarische Fahrzeuge geschützt werden können. So dürfte die Verlegung verhältnismäßig schnell durchgeführt werden.


    22.-24. April 1705: Ein Eilbote des Großkhans von Shikawo überbringt den Nordmännern, die in Stadacona auf ihre Weiterfahrt warten, die gute Nachricht, dass sie den St.-Xystus-Strom auf ihrem Wikingerboot hinabfahren dürfen. Als man es aber am Tag darauf zu Wasser lässt, scheint es zu lecken. Daher nehmen Timotheus von Wiesenstein und seine Gefolgsleute es wieder an Land, um es zu reparieren. Dies würde aber nach einer ersten Einschätzung sehr lange dauern, so dass die Diplomaten entscheiden, vor Ort einige mongolische Handwerker zu diesem Zweck anzuwerben und zunächst ohne das Boot auf einem Schiff des Großkhans nach Shikawo zu fahren. Vermutlich fällt ihnen das sogar leicht, denn das Rudern gegen den Strom wäre sicherlich sehr anstrengend geworden.


    23.-30. April 1705: Der kanarische Kuriltai tritt in Santa Cruz de Tenerife zusammen, um über aktuelle Themen zu sprechen. Da der Khan sich weitgehend aus dem Tagesgeschäft seines Landes zurückgezogen hat, eröffnet (wie zuletzt üblich) Kronprinz Schinab die Versammlung. Hauptthema ist die finanzielle Situation, da das Land mittlerweile einen Kredit von fast schon astronomischen fünf Millionen Silberdinaren in der Eidgenossenschaft aufgenommen hat. Im Lauf der Beratungen wird außerdem von einigen Adligen darauf hingewiesen, dass man von einem Teil der Flotte nichts mehr gehört habe. Über die Plünderungen auf Barbados ist noch keine Nachricht auf den Kanaren eingetroffen, dies sollte aber Anfang Mai der Fall sein. Man könnte die Versammlung dann durchaus verlängern.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:39 Uhr)

  2. #347
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    25. April 1705: Ein merinidisches Schiff trifft im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria ein, um ein Gegengeschenk für die Präsente zu überbringen, die man im Vorjahr in Genua von kanarischen Seeleuten erhalten hatte. Anders als dort haben die Gaben keinen ironischen Beigeschmack, sondern scheinen wirklich als Zeichen der Versöhnung gedacht zu sein, auch wenn die Kanarier sich eher ein wenig darüber amüsieren.


    27. April 1705: In Kalmar trifft eine außergewöhnlich große und von besonders kräftigen und wild aussehenden berberischen Wachleuten begleitete Delegation des Kalifats von Cordoba ein. Sie war auf zwei Schiffen (1*100 III, 1*50 III) unterwegs und besteht neben erfahrenen merinidischen Diplomaten aus einigen Vertretern der Stadt Setúbal und dem Kommandeur der Stadtgarde von Lissabon. Man fordert von König Erik Ersatz für alle Schäden, die in der Stadt von seinen Söhnen Erik und Björn angerichtet wurden, die Rückgabe aller aus dem Archiv geraubten Dokumente sowie die Deckung der Militärkosten. Die Gesandtschaft beziffert die Forderungen zunächst auf 6000 S.


    29. April 1705: Auf Barbados lässt sich ein nachgeborener Zheng-Adliger namens Kurur Khan zum neuen Herrscher der Insel ausrufen. Es scheint, als seien die LI- und SI-Kämpfer von ihm und anderen nicht erbberechtigten Mitgliedern der Zheng-Oberschicht angeworben worden. Gegenwärtig steht aber nur der äußerste Südwesten der Insel um die Hafenstadt Khansbruck unter ihrer Kontrolle, während im Norden und im Landesinneren rebellierende Leibeigene eigene Anführer gewählt haben. Der Südosten wird hingegen noch von Adeligen und ihren Milizen gehalten, die treu zum Khanat der Kanarischen Inseln stehen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:40 Uhr)

  3. #348
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    30. April 1705: Die Kalmarer Union entsendet erneut eine Nordlandexpedition, um bessere Informationen über Seegebiete und Inseln der Polargebiete zu erhalten. Diesmal verwendet man ein kleineres, aber moderneres Schiff (1*50 III).


    1.-9. Mai 1705: Die Satrapie Narwa antwortet den freien Ostseeanrainern brieflich (und sehr freundlich) auf ihre Anfragen bezüglich der Flottenstärke. Man habe in den letzten Jahren Kaufleute und Fischer aller Nationen geschützt und wolle dies auch weiterhin tun. Es sei allerdings eher unwahrscheinlich, dass in nächster Zeit noch einmal so viele Schiffe des Großkhanats Dagomys an der baltischen Küste stationiert würden.


    2.-31. Mai 1705: Im Frühjahr legen zahlreiche japanische Kämpfer die Waffen nieder, worauf sie die von Großkhan Kabul I. versprochene Amnestie erhalten. Es scheint, als würde die im eigenen Lager sehr umstrittene Taktik Go-Murakami-Tennos, auf eine Schlacht gegen das zahlenmäßig überlegene mongolische Heer zu verzichten, viele seiner Krieger demoralisieren.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:40 Uhr)

  4. #349
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    3. Mai 1705: Erste Nachrichten über die Bauernrevolte auf Barbados treffen in Santa Cruz de Tenerife ein. Der Khan hat aber offenbar bereits im Vorhinein zusätzliche Söldner in Italien angeworben und losgeschickt, so dass man schneller als erwartet reagieren könnte.


    3.-27. Mai 1705: Die tibetisch-chinesischen Kämpfe haben sich an den Erhai-See und in das Gebiet westlich von Panzhihua verlagert. Die Plünderungen der Tibeter setzen der Region stark zu, doch Kaiser Lizong II. ist mittlerweile persönlich in Kunmimg eingetroffen und hat ausreichend Verstärkungen mitgebracht, um den Tibetern den Vormarsch zu erschweren. Anfang Juni flauen die Gefechte dann schließlich ein wenig ab.


    4. Mai 1705: Das Khanat der Kanarischen Inseln wirbt private Schiffseigner an, um die von Italien zur Verfügung gestellte Feldartillerie nach Barbados zu bringen. Dabei gelingt es immerhin, für 40000 S den sofortigen Transport von 0,5 Regimentern FA sicherzustellen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:41 Uhr)

  5. #350
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    5.-9. Mai 1705: In Dublin tagt der Landtag des kleinen Herzogtums, das von einer Seitenlinie der Londoner Stuart-Dynastie regiert wird. Dabei geht es vorwiegend um den Versuch des Herzogs, als beobachtendes Mitglied in den Irischen Föderationsrat aufgenommen zu werden. Zugleich wird eine Forderung der Krone diskutiert, die Lehnspflichten Dublins verbindlich und schriftlich festzuhalten.


    6.-27. Mai 1705: In mehreren Kommunen des römisch-deutschen Reiches treffen Beamte der Pfalzgrafschaft bei Rhein ein, um Forderungen an den Balduinsbund zu begleichen, aber auch die Vorwürfe gegen Mitglieder des fahrenden Volkes selbst zu prüfen. Zwar besteht kein Anspruch auf solche Untersuchungen, die meisten Bürgermeister und Räte sind aber bereit, die Männer des Reichserztruchsesses bei ihren Ermittlungen zu unterstützen und geben ihnen Einblick in die Verhörprotokolle. Dies zeigt auch, dass Balduin I. über hohes Ansehen im Heiligen Römischen Reich verfügt.


    7. Mai 1705: Papst Siricius III. trifft sich am Rande des Konzils mit den (wenigen) Bischöfen und Äbten aus Skandinavien, die sich in Jerusalem aufhalten. Dem Vernehmen nach soll es nicht zuletzt um die Herausforderung des Glaubens durch das zunehmende Heidentum in der Kalmarer Union gehen, das dort angeblich vom Hof gefördert wird. Der Papst hat mit dem Konzil zusätzlichen Einfluss auf die Weltkirche gewonnen, so dass sein Wort auch im hohen Norden mehr Gewicht haben dürfte.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:41 Uhr)

  6. #351
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    8. Mai 1705: Der französische König Heinrich VIII. ruft den Botschafter Quitos zu sich, um mit ihm einige aktuelle Themen zu besprechen. Es wird vermutet, dass es unter anderem auch um die Situation in der Karibik gehen wird.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Der Botschafter versteht, dass Frankreich den Kanaren nicht wohlgesonnen ist, weiß aber im Augenblick selbst nur wenig über die Situation. Offizielle Informationen aus Quito seien noch nicht eingegangen, er vermute aber, dass einige der Zheng-Könige auf eigene Faust agiert hätten. Vielleicht seien sogar nur nachgeborene Söhne beteiligt, auch wenn sie dann wohl auf informelle Unterstützung ihrer Familien zurückgegriffen hätten. Er könne auf Wunsch Heinrichs VIII. in Quito anfragen und gehe sogar davon aus, dass ohnehin bald ein Brief Kabuls I. eintreffen dürfte, mit welchem er seine Botschaft informieren werde.



    9. Mai 1705: Eine schottische Gesandtschaft trifft in Narwa ein, um über die Situation in der Ostsee zu beraten. Einen Tag später erreicht zudem eine weitere Delegation König Roberts Stockholm, wo man mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens sprechen möchte. In beiden Städten wird man recht freundlich empfangen.


    11.-19. Mai 1705: Der böhmische Kuriltai findet in diesem Jahr vor den Toren Prags auf dem Hügel Bílá hora statt, wobei die Adligen in Jurten residieren. Für das ostmitteleuropäische Khanat ist diese Form eher ungewöhnlich, aber der mächtige und reiche Hochadel scheint durchaus Gefallen an dieser Idee zu finden. Einige jüdische Edelleute fühlen sich sogar ein wenig an das Laubhüttenfest erinnert.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:42 Uhr)

  7. #352
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    12. Mai 1705: Kronprinz Schinab von Kanarien lädt die Delegation aus dem Kalifat ein, einige Tage im Badepalast auf La Palma zu verbringen. Da man Gran Canaria dann verlassen und in den Westen segeln müsste, sind die merinidischen Diplomaten zwar zunächst skeptisch, doch auf Wunsch ihrer Begleitmannschaften nehmen sie die Einladung schließlich an.


    14. Mai 1705: An einem wunderschönen Frühlingstag ruft der hessische Landtag Shibani I. offiziell zum neuen Landgrafen aus. Dabei kommt die Zeremonie zum Einsatz, die man nach dem Tod Kebeks II. und dem Verlust der Kaiserwürde entwickelt hatte, als die Stände und der Monarch das Khanat abschafften und einen vormongolischen Titel einführten. Die Feier ist nicht besonders prachtvoll, verläuft aber sehr schön und harmonisch.


    15.-30. Mai 1705: Die Streitmacht Kurur Khans auf Barbados erweitert das besetzte Gebiet mit Hilfe kleinerer, von See her unterstützter Feldzüge im Süden und Südosten. Ende Mai steht schließlich das südliche Inseldrittel ganz unter seiner Kontrolle. Im Landesinneren und im Norden verfestigt sich hingegen die kleinteilige Herrschaft der aufständischen Bauern und Plantagenarbeiter. Die kanarischen Loyalisten geben ihre Sache rasch verloren und stecken die Waffen oder laufen sogar zu den Siegern über, so dass das europäische Inselreich den Zugriff auf sein Vasallengebiet zunächst vollständig einbüßt. Allerdings haben auch die Zheng-Adligen kaum eine Aussicht, den Norden rasch zu erobern, da sie offenkundig mit Teilen der einheimischen Oberschicht kooperieren.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:42 Uhr)

  8. #353
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    17. Mai 1705: Ein merinidischer Diplomat trifft in Cádiz ein, um mit dem Gouverneur über die Nachrichten aus der Karibik zu sprechen. Wie üblich wird der Gesandte des Kalifen mit großer Freundlichkeit empfangen.


    19.-24. Mai 1705: Zum Abschluss des böhmischen Kuriltai lädt der junge Khan Bohuslav I. zu einer mehrtätigen Jagd in einem seiner schönsten Reviere ein. Der Adel nimmt begeistert an diesem Vergnügen teil, so dass die Loyalität zum neuen Monarchen weiter wächst.


    22. Mai 1705: Die Mannschaft des neuen hellenischen Kriegsschiffes „Atalante“ gewinnt bei einem Ballspiel mehrerer Schiffsbesatzungen überraschend den Titel, als sie mit 3:0 gegen eine deutlich stärker eingeschätzte Spielgemeinschaft aus dem Rheinland die Oberhand behält.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:42 Uhr)

  9. #354
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    24. Mai 1705: Einige Wochen nach der Ankunft der britischen Gesandten und der nur etwas später eingetroffenen Delegation der Kalmarer Union bittet Großkhan Tohtu V. die beiden Gruppen nacheinander zu einer Audienz. Man merkt ihm zwar sein Misstrauen deutlich an, er bleibt aber bei der Begrüßung dennoch sehr höflich. Danach übernehmen seine Minister das Gespräch, während er selbst nur noch aufmerksam zuhört.


    31. Mai 1705: Am Pfingsttag endet die erste Tagungsperiode des Konzils von Jerusalem. Am symbolträchtigen Ort des Pfingstwunders feiert Papst Siricius III. zusammen mit allen acht Patriarchen, zahlreichen Erzbischöfen, Bischöfen und Äbten und dem Volk der Stadt ein wunderschönes Hochamt, das von der Schola des Benediktinerkonvents zu Nazareth begleitet wird. Der Heilige Vater ruft in seiner Predigt dazu auf, die Frohe Botschaft nun ähnlich wie einst das Apostelkollegium einmütig in die Welt hinauszutragen, damit durch dieses Zeugnis der Liebe alle Menschen zum Glauben an die Wahrheit gelangen können.


    2. Juni 1705: An einem heißen Frühsommertag heiratet der merinidische Kronprinz Ahmed zwei Frauen aus berberischem Adel: Die als außergewöhnlich schön geltende Sumeija und ihre Familie stammen aus der nordwestafrikanischen Küstenregion, die selbstbewusste und kluge Subh wurde hingegen im Nordosten Marokkos geboren, wo ihre Sippe begütert ist. Als Zeichen besonderer Wertschätzung gilt, dass die Prinzen Fernando und Roberto von Galicien zur (immerhin muslimischen!) Trauzeremonie erschienen sind. Beide amüsierten sich dem Vernehmen nach köstlich und vermissten allenfalls den Wein, der in Nordspanien bei einer solchen Gelegenheit normalerweise in reichen Mengen gereicht wird.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:43 Uhr)

  10. #355
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    3. Juni 1705: Ein französischer Kunsthandwerker beginnt im Auftrag der Krone mit der Arbeit an einer Büste von Großkhan Kabul I., für die er aus der Botschaft Quitos in Paris eine gute, geeignete Vorlage erhält. Offiziell geht es darum, den absehbaren Sieg in Japan und die Wiederherstellung der weltweiten Friedensordnung zu würdigen.


    4. Juni 1705: Die Jagd nach dem Schatz des Henry Morgan ist entschieden: Einige kanarische Abenteurer um den jungen Edelmann Escere von Adulo sichern sich an der ostafrikanischen Küste noch auf dem Gebiet der Satrapie Sansibar den Hort, der immerhin 10000 S wert sein dürfte und neben Silber und Gold auch aus einigen kostbaren Trinkbechern, Schmuckstücken und anderen Gegenständen besteht, die man landläufig mit Piraten in Verbindung bringt. Da die nordischen Prinzen mit ihren Kriegsschiffen nicht an der Küste anlegen konnten, verloren sie ihren Vorsprung leider auf den letzten Etappen der weltweiten Fahrt, hatten dabei aber angeblich trotzdem viel Freude. Die Mannschaft Esceres von Adulo bringt den Hort rasch auf das Gebiet eines kleinen afrikanischen Stadtstaates, um dem Schatzregal des Großkhans von Melaka zu entgehen. Von dort aus dürfte er dann wohl auf die Kanaren weitertransportiert werden.


    6.-17. Juni 1705: Das Khanat Böhmen richtet zwei Botschaften in Induru und Debul ein, wo man in den letzten Jahren bereits ein wenig präsent gewesen ist. Bereits zum Monatesende hin erhalten die Mitteleuropäer Audienzen bei Großkhan Ashoka I. und Maharadja Rama I., wo man freundlich begrüßt wird.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:43 Uhr)

  11. #356
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    8. Juni 1705: Die nordischen Prinzen Harald und Björn entscheiden sich, ihre aufregende und in den Häfen bereits mit Liedern und Geschichten gefeierte Weltreise abzuschließen und in ihre Heimat zurückzukehren. Da die beiden Kriegsschiffe unbedingt Wasser und Proviant aufnehmen müssen und auch ein wenig reparaturbedürftig sind, entscheidet sich Satrap Hasan Khan von Sansibar, den Zorn seines Herrn Batu V. zu riskieren und erlaubt ihnen, einige Zeit auf der Insel zu verweilen, bis sie gefahrlos weitersegeln können.


    9. Juni 1705: Nach einigen schönen Tagen im Badepalast auf La Palma kehren die Gesandten des Kalifats wieder nach Gran Canaria zurück, um sich nochmals mit Kronprinz Schinab zu treffen. Dabei schenkt ihnen dieser zum Abschied noch maßgeschneiderte Kostüme, die zwar ein wenig karikaturenhaft, aber sehr schön gearbeitet sind und vermutlich auf die kanarische Tradition der Maskenbälle verweisen sollen.


    14.-17. Juni 1705: Nach einer schnellen Atlantiküberquerung und einer äußerst vorsichtigen Annäherung an die Insel ankert eine mächtige italienisch-kanarische Flotte, die angeblich SI und LI an Bord hat, vor der Nordostküste der rebellischen Insel Barbados. Dort kontrollieren die aufständischen Bauern das Land und konnten auch die wenigen, kleinen Häfen sichern. Vor dem Beginn möglicher Kampfhandlungen entsenden die Kanarier einige Offiziere auf einem Beiboot, um mit den Anführern der Bauern, Fischer und Handwerker zu sprechen.

    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln

    Achtung Spoiler:

    Einige der Offiziere, die man in die Fischerhäfen geschickt hat, kehren nach drei Tagen immer noch nicht zurück, könnten also gefangen genommen worden sein. In zwei Häfen bekommt man aber schnell Rückmeldungen: Im an der nordwestlichen Küste gelegenen St. Lucia ist der von den Rebellen gegründete Rat zwar zu Verhandlungen bereit, lehnt aber eine Anlandung von Truppen bis dahin ab. Im vor etwa 400 Jahren von englischen Einwanderern besiedelten Rockfield wäre man hingegen bereit, 200 Mann LI aufzunehmen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:44 Uhr)

  12. #357
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    16.-25. Juni 1705: Die nordische Sonnenwendfeier in Kalmar wird wieder mit einem bunten, vielfältigen Programm verbunden. König Erik stellt dem Adel und den eigens eingeladenen isländischen Vasallen außerdem die neu gegründete Handelsgesellschaft vor, mit der man einen höheren Anteil am Nordamerikageschäft in die eigenen Kassen lenken möchte. Als besonderer Ehrengast ist Prinzessin Zizy von Ungarn erschienen, die vom König freundlich und äußerst ehrenvoll begrüßt wird.


    17. Juni 1705:
    Eine kleine französische Flottille (4*25 III) trifft im Hafen von Khansbruck ein, wo einige Diplomaten um ein Gespräch mit dem frischgebackenen Khan Kurur von Barbados suchen, das ihnen auch gewährt wird. Offenbar wissen die Zheng-Adligen um den Krieg, den die Länder der französischen Krone mit den Kanaren (und Italien) ausgefochten hatten.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Kurur Khan ist regelrecht begeistert, dass das mächtige und angesehene europäische Reich in dem Konflikt Stellung beziehen könnte. Die 2*250 III und 5*100 III würde er gern annehmen und einen fairen Mietpreis bezahlen, für den er allerdings um eine Stundung bitten müsste, da man gegenwärtig den Großteil der verfügbaren Mittel fest verplant hat. Außerdem bietet Kurur an, die Insel von der französischen Krone zu Lehen zu nehmen.



    17. Juni 1705: Nach längeren Beratungen mit den Hofbeamten und dem hohen Adel werden die beiden europäischen Gesandtschaften in Shikawo erneut vor Tohtu V. geführt. Diesmal beginnt man mit der nordischen Delegation, um sie nicht dadurch zu beschämen, dass sie zweimal hinter den britischen Diplomaten zurückstehen müssen.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Großkhan Tohtu V. eröffnet die Audienz selbst, lässt dann aber wieder seine hohen Minister und Adligen sprechen. Diese geben ihrer Freude Ausdruck, dass die drei nordischen Reiche ihren Handel mit Nordamerika ausbauen möchten. Man werde ihre Schiffe und die ihrer neuen Handelsgesellschaft gern willkommen heißen.


    Nur für die Königreiche Schottland und England

    Achtung Spoiler:
    Der Bezug auf die mongolische Vergangenheit der Stuarts verfängt diesmal zwar nicht mehr, aber Tohtu V. – der erneut die Begrüßung spricht und danach seinen Ministern und hohen Adligen das Feld überlässt – scheint die Entschuldigung im Prinzip zu akzeptieren. Nach übereinstimmender Ansicht der Diplomaten möchte er den Handel ohnehin gern wieder aufnehmen, ohne als schwach dazustehen, wofür man ihm nun eine Brücke gebaut hat. Allerdings gibt er noch keine klaren Zusagen in Bezug auf Botschaften oder ein Ende des Embargos, was wohl auch nicht zu erwarten stand. Die Delegation ist dennoch recht zufrieden mit ihrem Erfolg und erhält die Erlaubnis, zunächst vor Ort zu bleiben.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:45 Uhr)

  13. #358
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    18. Juni 1705: Die beiden britischen Mächte und das Großkhanat Negübeihafen einigen sich dem Vernehmen nach auf einen Subsidienvertrag, der dem kleinsten mongolischen Teilreich in den nächsten 30 Jahren (1706-1735) eine Annuität von 180 000 S einbringen soll. Damit gelten alle Schäden, die das verdeckte englisch-schottische Eingreifen in den Aufruhr einer wichtigen Insel verursacht hat, als abgegolten. Großkhan Berke I. verpflichtet sich deshalb, die übrigen fünf mongolischen Herrscher für eine Aufhebung des Embargos zu gewinnen. Zudem wird vereinbart, dass im Jahr 1715 Verhandlungen über einen Ausgleich geführt werden sollen, mit dem die Briten gegebenenfalls eine Gegenleistung erhalten könnten.


    18. Juni 1705: Die verschiedenen ungarischen Adelsgruppen vereinbaren mit Khan Arpad V. eine bessere Kontrolle der östlichen Landesteile. Zu diesem Zweck werden zusätzlich 1000 Reiter aufgeboten, deren adlige Kommandeure das Recht haben, als Berufungsinstanzen lokaler Grundherrengerichte zu fungieren. Anscheinend ist es dem jungen Monarchen gelungen, den Widerstand der Oberschicht gegen diese Idee zu überwinden.


    19.-22. Juni 1705: Das Khanat der Kanarischen Inseln vereinbart mit den rebellischen Bauern in Rockfield die sofortige Abschaffung der Leibeigenschaft und die vollständige Verteilung des Adelslandes auf der Insel an die ehemaligen Leibeigenen. Dafür versprechen diese, sich umgehend unter die direkte Oberhoheit des Khans zu begeben sowie 200 Mann SI oder LI in ihrem Gebiet anlanden zu lassen und zu versorgen. Die Abmachung ist offen gestaltet, so dass weitere lokale Gruppen rebellierender Leibeigener sich ihr anschließen können, was den Kanaren wieder eine gewisse Machtposition auf der Insel sichern könnte. Bereits drei Tage später sind die 200 Söldner wie vereinbart im Fischerhafen angelandet.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:45 Uhr)

  14. #359
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    22. Juni 1705: Die Delegation der CTC II unter Leitung des italienischen Kronprinzen Urus und eines Geschäftsführers der Gesellschaft trifft in Nouakchott an der westafrikanischen Küste ein. Der dortige Gouverneur empfängt die Europäer recht vorsichtig, aber mit ihrem Rang angemessener Freundlichkeit. Die Stadt gehört zur Satrapie Gorée, deren Sitz etwa 550 mongolische Meilen weiter südlich liegt, so dass man vor Ort auch über eine gewisse Eigenständigkeit verfügt.


    23.-27. Juni 1705: Gesandte des Pfalzgrafen bei Rhein überbringen allen freien europäischen Ländern eine Einladung zum Heidelberger Bartmannballturnier. Es soll erneut im Herbst nach dem Abschluss der Ernte durchgeführt werden. Jedes Land und jede Gruppe von Bürgern darf kostenlos eine Mannschaft anmelden.


    24. Juni 1705: Am Johannestag predigen mehrere Geistliche der Petrusbruderschaft in den drei nordischen Königreichen über die entschiedene Abkehr vom Heidentum und die Kraft Gottes, die schon dem Volk Israel Wohlstand und Erfolg gebracht habe, wenn es nur treu zum einzigen Herrn gehalten habe. Einige Hofadlige nutzen die Sommersonnenwende hingegen dafür, offen ihre Hinwendung zum altnordischen Glauben zu bekennen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:46 Uhr)

  15. #360
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    25.-29. Juni 1705: Als in Ungarn Gerüchte aufkommen, das römisch-deutsche Reich werde das Kriegsgesetz ohne den Ungarnvertrag verabschieden, ruft Arpad V. nochmals einige der wichtigsten Hochadligen des Kernlandes und der Vasallen zusammen, um über die neue Situation zu beraten.


    26. Juni 1705: Die Botschafter der mongolischen Teilreiche in Dagomys beginnen mit einer Reihe von Besprechungen, um über die Zukunft der Handelsbeziehungen zu Schottland und England zu beraten. Hintergrund dürfte die Mitteilung eines Gesandten aus Debul sein, der zu Beginn des Monats von einer bevorstehenden Einigung des Großkhanats Negübeihafen mit den zwei britischen Mächten berichtet hatte (welche mittlerweile auch abgeschlossen wurde). Neben dem Vertreter Shikawos scheint sich auch Dagomys für ein baldiges Endes des Embargos auszusprechen.


    27. Juni 1705: In Khansbruck treffen weitere französische Schiffe ein, unter welchen auch die größeren Fahrzeuge des Landes sein sollen. Eine genaue Zahl wird zunächst nicht öffentlich bekannt.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Man hat jetzt 2*250 III, 5*100 III und 8*25 III vor Ort, wobei die kleinen Fahrzeuge nicht an die Einheimischen ausgeliehen werden, sondern die Präsenz der französischen Krone sichern und als Transportmittel für Briefe und Diplomaten dienen sollen. Möglicherweise könne man einige der 25er aus dem Mittelmeer im Kalifat oder in den englischen Lehen stationieren, um einen noch schnelleren Kontakt nach Barbados zu sichern. Agenten des Khans von Barbados berichten, dass die italienisch-kanarische Flotte fast 70 Schiffe umfassen, aber mit einigen Versorgungsproblemen zu kämpfen haben soll. Die Flotte der rebellischen Vasallen wurde übrigens ebenfalls durch weitere Schiffe der Zheng-Könige verstärkt und umfasst (mit den französischen Hilfskräften) jetzt 49 Fahrzeuge.


    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln und das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Man versucht gegenwärtig, die Flotte über Rockfield zu versorgen, aber das erweist sich als schwierig. Es gilt auch als riskant, mehr als 200 Mann in den Fischerhafen zu schicken, da man dann wohl mit starken Nachschubproblemen zu kämpfen hätte. Mit 3*250 III, 15*100 III, 18*50 III und 33*25 III hat man immerhin fast 70 Schiffe vor Ort, ohne dabei auf einen Handelshafen zurückgreifen zu können. Man müsste also wohl bald einen Teil der Flotte zurück nach Europa schicken oder direkt den Kampf mit den Franzosen und rebellischen Vasallen suchen. Diese sollen nach übereinstimmenden Berichten von Agenten etwa 40-50 Schiffe vor Ort haben. Die Verhandlungen mit weiteren Gruppen von Leibeigenen sind aber offenbar recht vielversprechend. Der Fischerhafen St. Lucia an der Nordwestküste hat bereits zugesagt, die Abmachung mit dem Khanat ebenfalls zu unterzeichnen und (zusammen mit den von dort aus kontrollierten Inselgebieten) Anfang Juli bis zu 400 Mann aufzunehmen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:47 Uhr)

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