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Thema: [Manor Lords 0.80.050] - Wolfgangs Aufstieg

  1. #121
    Moderator Avatar von Kathy
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    Irgendwie brauchst du eine richtig, richtig gut Malzregion, wenn ich höre, was hier das Hauptproblem bei der Versorgung ist.
    That's why I am here: Mein Mod
    Mehr Technologien, mehr Einheiten, mehr Zivilisationen, mehr Gebäude

    Die aktuelle Story zum Mod:
    Die Vereinigten Staaten von Amerika

    Alte Stories zu alten Versionen:
    Alte Storys

  2. #122
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    Ja, ohne Zweifel ist Malz, vorläufig, der absolute Spaßkiller im Spiel. Man hätte in Eichenhau noch einige weitere Felder, geschätzt 10-12, in Betrieb nehmen können, aber das wären dann schon wieder rund 20 Familien mehr geworden und hätte die Region wahrscheinlich in ein unansehnliches Brandenburg verwandelt Außerdem hatte ich Sorge, dass mir das Spiel auseinanderfliegt, ehe die dritte Region voll ausgebaut ist und der regionale Handel, der der eigentliche Sinn dieses Spiels war, in alle Richtungen funktioniert.

    Nochmal zum Malz: Irgendwann wird es mindestens noch ein weiteres alkoholisches Getränk geben, mit dem man das Bierthema vielleicht entschärfen kann. Allerdings ist so natürlich eine hohe Motivation gegeben, die Regionen zu spezialisieren und wirtschaftlich dahin zu bringen, dass sie sich das Malz leisten können. Wie gesagt, könnte man auch Gerste oder gleich Bier importieren, das läuft aber aufs gleiche hinaus, da jeder Importpreis mindestens bei 11 liegt. Vielleicht würde beim Import von Gerste der Preis nicht so schnell steigen, aber das sind eh nur Peanuts, wenn man sich anschaut, wie viel Vermögen die Regionen und Wolfgang in seiner Schatzkammer angesammelt haben. Und hier wurde keinesfalls maximiert, da wäre noch weitaus mehr drin, wenn man denn wollte.
    Viel interessanter wird in der Zukunft also werden, wofür man das viele Geld so ausgeben kann, immerhin gibt es noch keine Ferraris, Learjets und RAM-Chips

    Nun, die Messen sind eh gesungen, vor 15 Minuten wurde das letzte Bild geknipst und die Story wird somit (hoffentlich) morgen, also vor Ostern, ihr Ende finden. Die letzten Texte warten darauf geschrieben zu werden und dann wird Wolfgang die Burgchronik beenden.

  3. #123
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  4. #124
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    Jahr 25 – Finale grandioso

    Es ist Ende Februar und Wolfgang wartet immer noch auf die Rückkehr von Justus, und vor allem dem damit einhergehenden Bescheid des Königs, der über Wohl oder Wehe seiner Zukunft entscheiden würde.

    In seiner Rastlosigkeit hat Wolfgang, nicht allein wegen der Ästhetik, sondern auch ob des mangelnden Überflusses an Kohl, welch Luxusproblem, an der Nordost-Ecke von Alt-Schenfurt nochmal ein Doppelhaus bauen lassen, auf dass dort Kohl gedeihe, bis auch davon die zufriedenen Bürger der Region übergenug hätten.

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    Und der nun sprießende Zwischenwald gibt Wolfgang wieder Hoffnung auf weitere Stelldicheins, vielleicht sogar Techtel, zur Not auch ohne Mechtel.

    Mitte April ist der Traum von der Big City tatsächlich erreicht, Schenfurt wird zur großen Stadt, der ersten in seinen Regionen. Für Mirabel sollen Wunder Wirklichkeit werden, so hatte es Wolfgang in den langen einsamen Winternächten seinem besten Freund geschworen, dem Single Malt, der ihn auch niemals auslacht.

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    Und so lässt er im Herrenhaus, das erstmals zur vollen Pracht ausgebaut wurde, ein wunderbares Panorama-Bild an die Wand des Rittersaales malen, dass zwar nur Schenfurt und Leidenfeld zeigt, dennoch aber einen Eindruck von der Schönheit der wohlhabenden Regionen wiedergibt.

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    Das großartige neue Herrenhaus ist Ende April erbaut und die Bürger stürmen über die Wiesen, um dieses zu bestaunen. So mancher ahnt, welcher Wind hier die Dinge antreibt, aber noch ist alles Spekulation.

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    Doch gleichzeitig schlägt das Schicksal wiederum in einer der Salzminen zu. Wolfgang steht unter Dampf, keine Nachricht von Justus, ein schönes neues Herren-(und vielleicht bald auch Frauen-)haus und wieder diese vermaledeiten Minen.

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    Anfang Mai kehrt endlich Justus zurück. Er weiß, dass er spät dran ist und so kommt er direkt nach Schenfurt, wo sein Vater, zwischen Hoffnung und Angst hin- und hergerissen, seine Miene zu lesen versucht. Doch Justus will nur hinter verschlossenen Türen die Nachrichten enthüllen. Und so finden sich die Beiden im Turmzimmer zusammen, auch Wolfgangs bester Freund ist dabei, denn ihn wird er in jedem Fall brauchen und auch Justus ist von der langen Reise recht ausgedörrt.

    Was Justus verkündet, bringt Wolfgang an den Rand eines Veitstanzes. Der König hatte Justus, auch aufgrund der Reputation seines Vaters, huldvoll begrüßt und ihm angeboten, seinen Geburtstag am Hof zu feiern, er würde ein Fest für ihn ausrichten lassen. Nun, der König und Justus waren beide Generation Alpha, Nachkommen der Post-Kreuzzugsboomer. Und so vertrieben sie sich die Abende mit allerlei albernen Spielen, deren Schilderungen Wolfgangs Nerven aufs Äußerste strapazieren.
    Schließlich richtet also der König Justus' Geburtstagsparty aus. Nicht, dass er dafür das Sondervermögen vergeuden würde, nein, er bezahlt die Party mit Wolfgangs Steuern, die pünktlich eintreffen, was er seinem Günstling natürlich verheimlicht.
    Und des Mitternachts, als Justus sich verplappert und beginnt, von seiner Anika zu schwärmen, kommt die ganze Mission ans Licht, also ans Mondlicht. Der bereits reichlich tiefgetauchte König reagiert erstaunlich entspannt. Auch er habe die Bürgerlichen zu schätzen gelernt, so vertraut er Justus an, denn die „Hofzicken stellen sich doch ganz schön an“, so des jungen Mannes Urteil.
    Erfreulicherweise erinnert sich der König auch am nächsten Morgen noch an seine weinselige Zusicherung, Justus und sein Vater dürften tun, was sich glücklich macht, wenn denn Waffen und Geld weiterhin zuverlässig fließen würden.

    Warum Justus angesichts dessen noch fast drei weitere Wochen am Hof verweilt hat, vermag er ncht schlüssig zu erklären, doch Wolfgang ist eh in anderen Sphären unterwegs.

    Am Abend des nächsten Tages wieder halbwegs klar, beschließt er, nun aufs Ganze zu gehen und auch den Turm des Manors, der derzeit etwas schäbig neben dem Herrenhaus dahockt, zu sanieren, ja Luxus-sanieren gar.

    Also gibt er die Bauarbeiten in Auftrag, übersieht in seinem Wahn jedoch, dass es ihm an Mörtel mangelt, der dafür benötigt wird. (EIn Bug im Burgplaner, einer von vielen, der es ermöglicht, den Bau in Auftrag zu geben, obwohl dafür benötigtes Material fehlt.)

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    Die Arbeiter der Region reißen sich einen Arm und ein Bein aus, um den neuen Turm zu errichten, doch irgendwann werden alle Beteiligten gewahr, dass der Mörtel fehlt. Kein Problem, denkt Wolfgang, in Leidenfeld lagert Mörtel, der muss nur hierher geholt werden. Doch die Händler, Reisende zwischen den Welten, setzen ihre eigenen Prioritäten.

    Obwohl Wolfgang inzwischen täglich in den Handelsposten vorstellig wird, hört er immer nur wieder dieselbe Leier: „Ham wa nich, wissen wa nich, kriejen wa ooch nich rin.“ Nach Wochen des Wartens entschließt sich Wolfgang sogar, nun ausländische Händler zu beauftragen, die Kosten von 70 Silberlingen für die Handelsstraße sind lächerlich ob des Drucks, den er verspürt.

    Denn, das bleibt anzumerken, zwar ist die Verlobung nun offziell, dennoch ist Mirabel lediglich zu Techteln bereit, das Mechteln gibt es erst nach der Hochzeit, so die gnadenlosen Bescheide der begehrenswertesten Weiblichkeit seit Wolfgangs Tagen in den Armen der Amme. Und deshalb ist auch keine kleine Mirabelle unterwegs, die hier eine gewisse Dringlichkeit bei der Ansetzung der Hochzeit erzwingen könnte.

    Und so dauert es bis Mitte September, bis das Herrenhaus in seiner vollen Pracht ausgebaut und der neuen Herrin würdig ist.

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    Bis die Hochzeit vorbereitet und alle mit der Ernte Beschäftigten Kopf und Arme frei haben, wird es Oktober. Nun jedoch kann nichts mehr das Ersehnte aufhalten und Wolfgang steht mit seiner Mirabel vor den Altar. Als auf dem dem grandiosen Fest die ehemaligen Wandergesellen das Handwerkerlied anstimmen (die Erwachsenenversion), führt er die Braut in die Mansarde des Herrenhauses, wo sich Wolfgangs Streben nach dem Glück endlich erfüllt. Als die letzte Strophe durch die Nacht schallt:

    „Und wer dies alles hat gesehn,
    der kann getrost nach Hause gehn
    und nehme sich ein junges Weib.“

    schützt nur das Röhren der Hirsche in den nahen Wäldern die Ohren der Bürger vor Wolfgangs Brunftgeräuschen.

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    So findet diese Geschichte hier ihr Ende wie ein guter Pornofilm: Am Ende wird geheiratet und es gibt ein aufregendes, wildes, nie enden sollendes Emoticon: hibbeln

    Und wenn sie nicht gestorben sind ...

    Abspann:

    Die Statistik des Spiels:

    Tage: ok
    Gebäude: ?, nicht zählbar
    Gesamtbevölkerung am Spielende: Ich komme hier auf 66 weniger?
    Feinde getötet: mag stimmen
    Soldaten verloren: eher falsch, hier dürften nicht mehr als 50 stehen
    Tote Bewohner: Wut?
    Das ist aber interessant. Ich kann nur vermuten, dass hier ein verdeckter Zähler mitläuft, der Todesfälle in der Bevölkerung aufgrund Alters berechnet, obwohl bisher im Spiel die Pixies unsterblich sind, ausgenommen Unglücksfälle u.ä. Hat hier Greg doch schon früh im Spiel Alterstode eingeplant, das aber nie durchgezogen?
    Mal sehen, ob es an der Stelle weitergeht, eigentlich ist es kaum glaubhaft, dass er hier noch Generationen einführt, wäre auch dem Spielprinzip, soweit aktuell erkennbar, nicht zuträglich. Aber wer weiß?

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    Und nun das, was eigentlich das hauptsächliche Anliegen dieses Spiels war: Zu zeigen, dass man mehrere, wirtschaftlich solide Regionen aufbauen kann, wenn man entsprechende Spezialisierungen und den Handel, auch den zwischen den Regionen, nutzt, um ein solides „Imperium“ aufzubauen.

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    Zum Schluss nimmt Wolfgang hier monatlich rund 1.700 Silberlinge an Steuern ein, also mehr als 20.000 im Jahr. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: In Schenfurt dürfte sich das Regionalvermögen noch gut auf oberhalb der 20.000 akkumulieren, bevor die Steuerfalle greift:

    Die Steuern werden monatlich auf das gesamte Vermögen einer Region erhoben. Das läuft darauf hinaus, dass irgendwann aufgrund der nicht mehr wachsenden Exportgewinne die Steuer den gesamten (monatlichen) Ertrag auffrisst und somit die Region finanziell stagniert.

    Was lernen wir daraus? Jede Steuer, auch die geringste (hier immer 1 % ), frisst irgendwann die Gewinne auf.

    Und mit dieser allgemeingültigen Erkenntnis verabschiede ich mich. Die Leser, die es geschafft haben, sich durch die ewig langen Texte zu wühlen, seien gesegnet Emoticon: weihrauch

    Diejenigen, die durch Kommentare, Ergänzungen und Tipps die Story bereichert haben, seien bedankt, es hilft schon ein bisschen, wenn man auch aktives Feedback bekommt, dass es interessiert und vielleicht sogar gefällt Emoticon: hut

    Für die finsteren Kriegerseelen im Civ-Forum war es sicher kein Quell reinen Vergnügens, aber, es sei nochmal gesagt, das war auch nicht die Intention der Story.

    Allen Lesern Emoticon: ostern und morgen eine schöne Kreuzigung

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  5. #125
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    Sehr schön geschrieben alles!

    Achtung Spoiler:
    So, jetzt dann ein neues Spiel mit neuem Patch... und Live Berichterstattung!

  6. #126
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    Die Story ist toll! Danke.

    Bin gespannt, ob es demnächst SdM wird.

  7. #127
    Registrierter Benutzer Avatar von Herbert Steiner
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    Danke für die schöne Story!

  8. #128
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    Ich bin gut unterhalten worden. Vielen dank für die Geschichte.

  9. #129
    Avatar von Asmodan
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  10. #130
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    Zitat Zitat von brettschmitt Beitrag anzeigen
    So, jetzt dann ein neues Spiel mit neuem Patch... und Live Berichterstattung!
    Nein!

    Ich weiß ja nicht, wie Ihr Profis das macht, aber für mich war das Schwerstarbeit.
    Jede Nacht habe ich von Werkstätten, neuen Häusern und Försterinnen geträumt Die letzten drei Wochen waren nur noch Schreiben, Bilder auswählen und im strunzdummen Paint 3D bei jedem abgespeicherten Bild wieder "jpeg" einstellen.
    Jetzt will ich erstmal wieder spielen, rausfinden, ob die Bauern wirklich dümmer geworden sind und eine neue Strategie ausprobieren, so was wie Zuliefererregionen zu einer Premium Region. Bin da viel am Grübeln und entwickle das von Stunde zu Stunde fort. Sowas live zu dokumentieren würde neben einem ewig langen Run, mit dem ich wiederum von einer neuen Version überholt werden würde, auch voraussetzen, dass ein Liveprotokoll möglich wäre.
    Leider ist die neue Version (065) noch viel ressourcenhungriger als die vorherige. Das Herabsetzen auf 30 fps hat etwas geholfen (GPU-Last von 99 % auf im Schnitt 60 %), aber den Browser nebenher laufen lassen, geht garnicht.

    Also: Es wird so bald keine neue Story geben

    Dennoch vielen Dank an die treuen Leser für die netten Kommentare

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