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Thema: [Manor Lords 0.80.050] - Wolfgangs Aufstieg

  1. #31
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Ich finde es etwas ... kurios, das man als Lord nicht die Ressourcen zwischen zwei Siedlungen (mit Transportmitteln) beliebig hin und her schieben kann. Das ist sicher, damit es nicht ab der zweiten Gründung zu einfach wird, logisch finde ich das aber nicht.

  2. #32
    Registrierter Benutzer Avatar von Herbert Steiner
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    Das dürfte die am häufigsten und intensivsten kritisierte Spielmechanik sein.
    Mir macht auch noch maximal die zweite Siedlung aufzubauen wirklich Spaß, die dritte, vierte, fünfte, ... artet dann in Arbeti aus.

    Ansonsten fühle ich mich gut unterhalten

  3. #33
    Avatar von Asmodan
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    Zitat Zitat von zerialienguru Beitrag anzeigen
    Ich finde es etwas ... kurios, das man als Lord nicht die Ressourcen zwischen zwei Siedlungen (mit Transportmitteln) beliebig hin und her schieben kann. Das ist sicher, damit es nicht ab der zweiten Gründung zu einfach wird, logisch finde ich das aber nicht.
    Das fände ich eigentlich gut, wenn es denn eine gute Handelsmöglichkeit zwischen lokalen Regionen gäbe. So wie das System mit der hier vorgestellten Version funktioniert ist es mir zu eingeschränkt. Ich mag aber Grundsätzlich die Idee das man jede Region für sich entwickeln muss und nicht einfach Ressourcen reinpumpen kann.

  4. #34
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    @Alle
    Erst einmal Danke für die Rückmeldungen. Fundamentale Kritik an Stil und Inhalt lässt sich nicht erkennen, besondere Wünsche auch nicht, also würde ich so weitermachen, wie bisher

    @falcon
    Es gibt keine Schwere Kavallerie. Auch keine leichte. Es gibt nur die Händlerkavallerie, die zieht Wagen duch die Gegend.
    Sonst sind bloß noch nen paar Fußhampel möglich, mit unterschiedlichen Nahkampfwaffen und nen paar Bogies.
    Und wie auch schon geschrieben, mit den Gefolgsknechten und ab und zu ein paar Söldnern kommt man mit allen Ungelegenheiten zurecht, solange man nicht gegen eine dumme AI oder den gescripteten Lord spielt.
    Es gibt überhaupt keinen Grund, eigene Truppen aufzubauen und die zum Schaden der eigenen Wirtschaft irgendwo in der Gegend rummarodieren zu lassen.

    @zeri
    Wie Fontane schon schrub und Herbert meinte: Das ist ein weites Feld. Es gibt dazu keine Kompromisse, jede Seite verteidigt ihre Position. Der Entwickler hat sich für eine dieser Seiten entschieden, damit wars das.

    Wenns wirklich interessiert, hier noch ein Zitat von mir selbst vor wenigen Wochen dazu:

    Zitat Zitat von Glorfindel Beitrag anzeigen
    Es gibt zu dem Thema endlose und immer wiederkehrende Diskussionen auf Steam. In dem Link findest Du einen (kurzen) Thread, wo insbesondere in den letzten Postings die ML-Implementierung aus historischer Sicht beleuchtet und begründet wird.

    Kann man annehmen oder sein eigenes Spiel proggen
    Der Link aus dem Zitat ist leider irgendwie verlorengegangen und ich finde den betreffenden Thread auch nicht wieder, ist schon zu lange her.

    Hier in der Story wird jedenfalls gezeigt, wie man es schafft, mehrere Regionen zu spielen, ohne sich dabei die Finger und die Seele kaputt zu machen Es ist ja jetzt schon erkennbar, dass zu dem Zeitpunkt, wo die Story jetzt steht, die erste Region höchstens noch zweimal im Jahr angeschaut und eventuell geringfügig angefasst wird. Das kann man, wenn man Zeit und Lust hat, mit jeder weiteren Region genauso machen: einfach streng nacheinander aufbauen, immer erst eine Region fertigmachen, dass sie selbstständig läuft, dann die nächste anpacken.

  5. #35
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    Zitat Zitat von zerialienguru Beitrag anzeigen
    Ich finde es etwas ... kurios, das man als Lord nicht die Ressourcen zwischen zwei Siedlungen (mit Transportmitteln) beliebig hin und her schieben kann. Das ist sicher, damit es nicht ab der zweiten Gründung zu einfach wird, logisch finde ich das aber nicht.
    Das ist in der Tat (auch von mir) der größte Kritikpunkt!
    Es macht Riesenspaß, die erste Siedlung mit allen Feinheiten hochzuziehen. Wenn man mit Feinden und Barbaren spielt, ist da auch schon etwas Pfeffer drin... Dann ne zweite Region anschließen und da die Grundsiedlung aufbauen, macht auch noch Spaß...

    Will nicht rumheulen, deshalb der Rest im Spoiler
    Achtung Spoiler:
    Ohne freien Transfer von eigenen Ressourcen zwischen den Regionen artet es halt in extreme Arbeit aus! So wie es hier gezeigt wird, muss man sich den Arsch abdenken, um den Ressourcenaustausch auch nur so halbwegs zu organisieren.

    Warum kann ich nicht eine neue Region als reinen Getreideproduzent für die Hauptstadt haben? Oder wenn ich zu Hause Getreide habe, in der Nachbarregion ein reiches Eisenvorkommen ist. Warum kann ich da nicht ein kleines Dorf bauen, was ausschließlich die Eisenmine betreibt, um es zur Hauptstadt zu exportieren? Usw. usf...

    Fazit: Damit geht für mich strategische Tiefe verloren. Wie ich die Gesamtkarte mit ihren Regionen angehen will... Man muss es halt auf nur eine Art machen! JEDE Region der Reihe nach richtig groß aufbauen
    Die Hauptstadt profitiert nicht von einer neuen Region, sondern wird voll behindert

  6. #36
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    Zitat Zitat von brettschmitt Beitrag anzeigen
    Das ist in der Tat (auch von mir) der größte Kritikpunkt!
    Es macht Riesenspaß, die erste Siedlung mit allen Feinheiten hochzuziehen. Wenn man mit Feinden und Barbaren spielt, ist da auch schon etwas Pfeffer drin... Dann ne zweite Region anschließen und da die Grundsiedlung aufbauen, macht auch noch Spaß...

    Will nicht rumheulen, deshalb der Rest im Spoiler
    Geschätzter Inspirator, endlich habe ich Dich aus Deiner Schmollecke herauslocken können, auf dass Du hier mal einen Nagel einschlägst
    Ich will das auch garnicht abwürgen, vielleicht gieße ich die nächsten Tage hier noch ein bisschen Öl ins Feuer, so dass hier jeder mal die Abgründe seiner schwarzen Seele öffnet und erkennen lässt.

    So viel sei schon einmal gesagt:
    Es ist möglich, reine Zulieferer zu bauen. Wir können hier zusammen ein paar Strategien dafür entwickeln, wenn es denn Interesse findet. Das ist zwar nicht mein Fokus, aber gerne kann ich dazu mit meinen Ideen beitragen.

    Lasst die Spiele beginnen!

    Dennoch werde ich hier meine Story weiterschreiben, da diese nun schon so viele gespielte Jahre beinhaltet und ich gern versuchen würde, durchzuhalten.

    Dennoch können wir genau hier auch die Alternativen betrachten, jedes belebende Element ist willkommen

  7. #37
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    Jahr 10 – der erste Winter ist überstanden

    Es ist der erste März. Wolfgang ist im Winter kaum aus den Klamotten herausgekommen:
    Viele Bauvorhaben wurden vorangetrieben, die neuen Siedler wurden vergattert und haben bereits viel geleistet, und so stehen trotz reichlichem Zuzug schon wieder 7 neue Häuser bereit.

    Allerdings wird sich der Zuzug ab jetzt in Grenzen halten, da die Zufriedenheit erkennbar weit von den nötigen 81 % entfernt ist.

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    Wie man sieht, sind oberhalb der Kirche (1 Uhr) weitere Häuser entstanden, darunter ein Doppelhaus, das in späteren Zeiten eine Schneiderei wird.
    Auch auf 3 Uhr der Kirche sind zwei Doppelhäuser sowie ein Lagerhaus gebaut worden. In diesen Doppelhäusern sollen ebenfalls mittelfristig Bäcker und Schneider wirken, so dass also zwei von beiden Betrieben in der Region die reichlich zu erwartenden Vorprodukte verarbeiten können.
    Weizen/Roggen und Flachs sind damit schon eingehegt, das wichtigste des Feldergolds, die Gerste, musste jedoch auch bedacht werden.
    So ist also dicht neben der Kirche die Große Taverne entstanden. Zum Betreib einer Kneipe ist derzeit ein Speicher erforderlich, in dem Bier gelagert werden kann, sonst arbeiten die Brauer nicht. Deshalb steht da also auch ein Speicher neben der Kneipe. Und die weiteren 4 Häuser dort werden ebenfalls den Gewerbe angehören: Ein Doppelhaus (derzeit nur einfach ausgebaut) als Brauerei, ein weiteres Einfachhaus ist ebenfalls als Brauerei vorgesehen, sonst wird es am Ende knapp mit der Bierherstellung, und die zwei weiteren leeren Häuser dort sollen einmal die Tavernenwirte beherbergen. Damit haben wir die Enden der Produktionsketten schonmal untergebracht.

    Außerdem wurden vom reichlich einkommenden Geld bereits die unglaublich teueren Samen für Kohl, Karotten und rote Beete gekauft und den drei Gemüsehäusern links zugeteilt. Damit dürften für lange Zeit die Sorgen vor Hunger erledigt sein, für eine hohe Zufriedenheit wird allerdings mehr gebraucht. Normalerweise müssten jetzt die Gemüsefamilien in die Leichengruben, aber der freie Arbeiterstamm ist derzeit etwas knapp, und da nichts dringendes zu bauen ist, sind sie vielleicht doch darum herumgekommen?

    Ein Blick in das Nahrungslager zeigt, das gerade mal noch 48 Quitten rumliegen. Da nun aber bald die Pilzsaison beginnt und in ein paar Monaten auch Gemüse auf die Teller kommt, ist das absolut in Ordnung.

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    Mit Bauholz können wir wuchern und es sind noch unendlich viele Bäume umzulegen, bis alle künftigen Felder freigelegt sind.
    Darüber hinaus hat ein zweiter Händler, auch bepferdet, dabei geholfen, die zahllosen Holzteile zu versilbern, die Leidenfeld mangels Quitten nicht abnehmen konnte, und so ist ein erkleckliches Sümmchen eingenommen worden, um es, wie oben beschrieben, in die Zukunft zu investieren.

    In der Dachziegel-Produktion wird unter Hochdruck gearbeitet, denn die Abbaugrube für Lehm liegt auf einem schon weitestgehend freigeräumten Felder-Spot. Die Förderung von Lehm und die Produktion von Dachziegeln ist ein unglaublich langsamer Prozess, aber die noch verbliebenen 17 Lehmklumpen sollten noch im März verschwinden und dann wird die Grube abgerissen. Dort sollen dann sehr schnell die ersten Felder entstehen, auf denen Getreide angebaut werden kann.

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    Allerdings müssen wohl noch ein oder zwei Ochsen angeschafft werden, um die Felder zu pflügen.

    Nun schaut Wolfgang nochmal, wie knapp hier Eichenhau dem Hungertod entronnen ist:

    In Leidenfeld wurden im letzten September 140 Quitten geerntet. Davon sind wohl 17 vergammelt (Lebensmittel verderben hier nach irgendwelchen Regeln) oder vom Karren gefallen, jedenfalls wurden 123 Quitten an Eichenhau geschickt. Angesichts der 48 noch vorhandenen war Wolfgang mit seiner Daumen mal Fensterkreuz-Rechnung, die rund 100 fehlende Nahrung ergeben hatte, recht genau rausgekommen und die Leidenfelder hatten ein paar ganz tolle Holzteile dafür bekommen (31 Stück wurden von Leidenfeld für 93 Silberlinge verkauft). Wolfgang ist zufrieden und notiert diesen kleinen Trick in der Chronik unter „Verbrauchertipps“.

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    Auch der zweite Felderspot wird bereits heftig abgeholzt, so dass Wolfgang Hoffnung hat, auch diesen in diesem Jahr noch bewirtschaften zu können. Damit wäre bereits in Jahr 3 (Eichenhau-Kalender) eine große Ernte einzufahren, wenn es denn gelingt, bis dahin genügend Bauern zum Zuzug zu bewegen.

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    Erschöpft von den Mühen der Wintertage im Dorf und den Nächten in leeren Häusern wird Wolfgang für ein paar Wochen ins üppige Leidenfeld zurückkehren, dessen Name sich ihm erst jetzt bei den Gedanken an den heimatlichen Herd erschließt. Nun, es würde nur für kurz sein, bald würde er wieder hier sein, an der Grenze, dort wo das Leben noch neu und aufregend war.
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  8. #38
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    Jahr 10 – Sommer

    Pünktlich zum 1. Juni, mit Beginn des Sommers, prüft Wolfgang den Fortschritt.

    Tatsächlich sind die ersten 6 Felder angelegt und ihre erste Aussaat innerhalb der Dreifelder-Fruchtfolge festgelegt worden. Hinsichtlich des Brotgetreides hat sich Wolfgang für Weizen entschieden. Aus dem Flachs soll in Webereien Leinen entstehen, das dann vielleicht zu Gambesons verarbeitet werden kann, einem sehr teuer verkaufbaren Rüstungsgut (Exportwert 10). Wolfgang hofft, den Baron von Entenhausen damit ein wenig gewogener zu stimmen, da dieser für seine Kriege fern von unseren idyllischen Auen stets Kriegsgüter braucht.
    Die Abbaugrube für Lehm und die Töpferei wurden abgerissen, die über 100 Dachziegel lagern nun im Lagerhaus und warten darauf, dass auch hier einmal Prachtbauten entstehen, die Heriette Ottilies Herz schneller schlagen lassen

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    Da inzwischen auch zwei weitere Ochsen angeschafft wurden (im nächsten Jahr müssen es viel mehr sein, es kann aber nur jeden Monat einer geordert werden), sind diese direkt dem Farmhaus zugeordnet worden und werden nun das Pflügen erledigen.Die langen schmalen Feldern kommen der Effizienz dabei sehr entgegen, da das Wenden der Ochsen im Vergleich zum Geradeaus-Laufen recht aufwändig ist – Wolfgang kennt das von manchem Weg von der Kneipe in Leidenfeld nach Hause.

    Wer mehr darüber wissen will, kann hier reinschauen: https://www.civforum.de/showthread.p...=1#post9569727

    Außerdem nehmen aufgrund der permanenten Rodung der Wälder die Vorräte an Bauholz Ausmaße an, die den ständigen Bau neuer Holzfällerlager zur Lagerung der Stämme ermöglichen.

    Achtung Spoiler:
    Man muss diese Lager nicht bauen. Wenn kein Lagerplatz mehr da ist, bleiben die Stämme einfach da liegen, wo sie umgefallen sind. Allerdings würde in einem Fall wie hier, wo die Flächen für Felder genutzt werden sollen, das Holz durch das Anlegen von Feldern einfach verschwinden, was angesichts des künftig sehr hohen Bedarfes äußerst schade wäre.
    Also baut man Holzlager, zieht diese immer mal wieder um, wenn sie beim weiteren Ausbau stören, und sammelt Bauholz für schlechte Zeiten.
    So lange Holzlager nicht aktiv bespielt werden durch Holzfäller, kosten sie keinen Unterhalt.


    Noch liegt die Sägemühle mittig und stellt so einen brauchbaren Kompromiss für die Entfernungen der Holzlager und der Tischlerei dar. Aber irgendwann muss hier eine strategische Entscheidung her, Wolfgang muss bald beginnen, ein Bauerndorf für die Familien zu bauen, welche die Felder der Spots 1 (siehe aktive Felder) und Spot 2 (oben rechts) bewirtschaften sollen.

    Im Norden wurde inzwischen eine Brennholzhütte in Betrieb genommen, der Köhler wird dort bald nachfolgen, wenn er das Brennholz unten am alten Sammelplatz verarbeitet hat.
    Und wir sehen genau die Holzplätze, die gebaut, genutzt, und dann wieder verlegt werden. Das Spiel wird noch ewig so gehen, Wolfgang plant hier nicht messerscharf voraus, sondern lässt sich vom Geschehen treiben, wenn man genug Ochsen hat, ist das kein Problem.

    Bild

    Was man auch sieht:
    In den Häusern rund um die Kirche wurden, auch in den Doppelhäusern, die später Produktionsstätten werden sollen, Hinterhof-Schweine angeschafft. Es ist einfach noch viel zu wenig Nahrung da, das Gemüse wird erst in einigen Wochen zu ernten sein.

    Und so kehrt Wolfgang wieder einmal heim nach Leidenfeld und schaut dort, was in den langen Monaten ohne sein Zutun gediehen ist:

    • Die Obstgärten stehen in voller Blüte, da die Obstgärten am Manor (rechts) erst vor wenigen Jahren angelegt wurden, werden hier insbesondere die Apfelerträge in Kathedralenhöhe schnellen.
    • Auf den Feldern wiegt sich das Getreide im Sommerwind (Tribut an jabberwocky von den Rauchern), dennoch werden die Erträge aufgrund der geringen Fruchtbarkeit und des Vogtland-Malus eher in Grenzen halten. Trotz dessen ist es gelungen, aus den Erträgen des letzten Jahres erkleckliches Exportgut herauszuholen (Weizenbrot, Roggenbrot und Gambesons (aus Flachs) haben zusammen fast 2.000 Silberlinge eingebracht).
    • Die Zufriedenheit steht auch kurz vor der Erntezeit noch stabil bei 84 %, da sowohl Schuhe als Kleidung ob der Überschussproduktion sogar exportiert werden müssen. Eigentlich würde diese Zufriedenheit nicht mehr benötigt, da derzeit kein weiterer Zuzug geplant ist, dennoch ist es natürlich gut, hier auf der sicheren Seite zu sein, falls mal wieder ein paar Leute gebraucht werden.
    • Einzig das Malz schiebt eine kleine Wolke vor die Sonne, die in Wolfgang aufgeht, als er diese Bilanzen sieht. Mehr als ein Sechstel der Exporteinkünfte müssen geopfert werden, um die Bevölkerung bei Laune und angemessen alkoholisiert zu halten. Die Ernten in Eichenhau werden gebraucht, auch wenn Wolfgang ob dieser Einnahmen keine Sorgen um seine und des Königs Steuereinnahmen haben muss.


    Bild

    Die Icons der Handlesgüter im

    Achtung Spoiler:
    Reihe oben, von links:
    Eier – Schuhe – Bruchstein – Kleidung – Beeren – rohe Steine – Malz – Pelze
    Reihe Mitte, von links:
    Wachs – Schweinefleisch – Honig – Kräuter – Karotten – rote Beete – Weizenbrot – Kohl – Gambesons
    Reihe unten, von links:
    Holzteile – Roggenbrot


    Wolfgang notiert für sich, dass Leidenfeld nun hervorragend ohne seine ständige Kontrolle funktioniert. Vielleicht sollte er einen seiner Brüder fragen, ob er jemand kennen würde, der sich um die Verwaltung einer solchen autonom funktionierenden Region kümmern könnte? Natürlich, ohne Schaden anzurichten.

    Nun, zum Erntefest taucht bestimmt wieder einer von beiden auf, Wolfgang würde mal vorfühlen. Ein paar Hintergedanken traten schon mit den Füßen gegen die Tür, aber noch wollte Wolfgang diese nicht auf die Bühne lassen.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Es ist Ende Oktober im zweiten Jahr des Bestehens der Siedlung in Eichenhau, wieder einmal steht der Winter vor der Tür. Doch statt zu darben, wie beim letzten Schnee, würden die Siedler nun weitaus besser versorgt sein, denn Wolfgang hatte mit viel Geld aus dem Regionsvermögen in die Nahrungsproduktion investiert, Gemüsegärten waren bepflanzt worden, in den Hinterhöfen eines jeden Gehöfts grunzte, meckerte oder gackerte es und Pilze und ein paar Hasenbraten gab es obendrauf.

    Wolfgang ist in Feierlaune. Also so richtig

    Nichts gibt es mehr, was seine Stimmung trüben könnte, endlich ist er in der Mitte des Lebens angekommen, er hat jetzt alles, was ein erwachsener gesunder Mann in den Dreißigern und der kleine Junge in diesem Mann, der immer da sein wird, braucht, um das Leben zu genießen. Und außerdem hat er einiges nicht mehr, was ihn daran hindern könnte, aber dazu später.

    Und Eichenhau brummt. Wolfgang muss sich immer wieder an der SM-Flasche festhalten, wenn er die Erfolge bedenkt, die nahe und die ferne Zukunft, damit ihm sich nicht der Polsterstuhl unterm Hintern wegdreht Emoticon: rotate

    Bild

    • Die Felder des ersten Spots werden gerade bestellt, bereits die ersten Prognosen zeigen nie geahnte Dimensionen für die Erträge von Flachs und vor allem Gerste auf. Weizen bleibt unter den Erwartungen, wird jedoch in Summe dennoch unvorstellbare Mengen an Broten erzeugen (die Weizenerträge wurden offenbar in einer Single Malt-Nacht des Balancers drastisch generft, sind aber völlig ausreichend).
    • Auch die Felder des zweiten Spots sind nun auf den gerodeten Flächen bereits angelegt, diese werden allerdings in diesem Jahr nicht mehr bestellt, dafür fehlen sowohl Ochsen zum Pflügen als auch Bauernhände. Nach dem Winter wird jedoch auch hier Hand angelegt.
    • Neben dem Kneipenviertel werden in den nächsten Wochen bereits Weber und Mälzer gebaut – das angesparte Bauholz muss in Ausbauten investiert werden, so lange noch genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
    • Dank der Gemüsebauern ist eine reichhaltige Palette an Nahrungsmitteln vorhanden, mit der die Siedler einen gesunden vegetarischen Winter vor sich haben. Für die Abweichler wird es auch Hasen-, Schweine- und Hühnerfleisch geben, mögen sie daran ersticken!
    • Und es stehen die ersten Häuser des künftigen Bauerndorfs und sogar schon eine eigene Kirche, nur für sie! (plus Speicher, Lagerhaus, Brunnen und Marktplatz) Bisher war hier nur eine Familie eingezogen, aber die kommenden Monate würden hier ein wenig mehr Leben hineinbringen.


    Doch das eigentliche Hochgefühl begründet sich darauf, dass der seit Jahr und Tag auf ihm lastende Druck, endlich das Eisen anzugehen, gewichen ist. Im Norden ist bereits vor Wochen eine Eisenmine gebaut worden, die derzeit von Teilzeitkräften aus der zentralen Siedlung bespielt wird.

    Hier macht Wolfgang aber Nägel mit Köpfen. Er plant eine autonome Eisen-Produktion, aus der am Ende viele Rüstungsgüter für den Baron in Entenhausen entstehen sollen:
    • ein Doppelhaus Rüstungsschmied für Plattenrüstungen (Handelswert mit Nürnberg-Bonus 19)
    • ein Doppelhaus Rüstungsschmied für Kettenrüstungen (Handelswert mit Nürnberg-Bonus 10)
    • ein Doppelhaus Rüstungsschmied für Helme (Handelswert mit Nürnberg-Bonus 7)


    Dafür muss allerdings eine leistungsfähige Werkzeugindustrie aufgebaut werden, wenn man die Eisenmine(n) und die nachfolgenden Produktionsstätten wirklich effizient betreiben will (200 % Effizienz mit viel Wartung), werden Unmengen an Werkzeugen gebraucht, um das am Laufen zu halten. Also wird auch hierfür ein Doppelhaus geplant.

    So hat er nun schon einmal einen Stadtplan gezeichnet, mit den Doppelhäusern für die Schmieden sowie ein paar Einzelhäusern für die Bergarbeiter, Eisengießer und Logistiker. Wolfgang ist bewusst, dass hier ein gewaltiges Außendings entstehen wird, deshalb wurden auf der linken Seite auch schon die benötigten Stellflächen für den dritten Landwirtschaftsspot abgesteckt, damit niemand die aus Versehen verplant.

    Bild

    Kritisch ist hier die Nähe der Grenze zu den Barbarenreichen. Das wird Wolfgang in der Zukunft noch ein wenig beschäftigen, aber aufgrund der Unabänderlichkeit nimmt er dieses Risiko in Kauf und treibt über den kommenden Winter die Entwicklung voran.

    Und nun lässt Wolfgang doch noch ein paar ungedachte Gedanken heraus, die sein Gemüt erhellen. Anfang des Monats ist sein Bruder Fridolin mit seiner lieblichen Gesine in Leidenfeld angekommen. Laut seinen Aussagen war er selbst tatsächlich die einzige vertrauenswürdige Person, die er während der intensiven Suche finden konnte, um die Region Leidenfeld in Wolfgangs Namen und zu dessen Nutzen zu verwalten.

    Was Wolfgang in den ersten drei Tagen der Anwesenheit der neuen Bewohner im Leidenfelder Herrenhaus erlebt hatte, gab berechtigten Anlass zu der Befürchtung, dass sich dieses, bis dahin schon ehe nicht besonders traute, Heim bald in einen Drachenhort verwandeln würde, mit Gold im Keller und Feuer auf dem Dach.
    Wolfgang beginnt daher demnächst mit der Evakuierung der wertvollen Burgchroniken und der Inhalte gewisser Schränke, für die nur er Schlüssel hat, um „Platz zu schaffen für die Familie“. Und er wird so, durch einen hoffentlich weitgehend unbemerkt bleibenden stetigen Prozess, seine Lebensmitte nach Eichenhau verlegen, dort, wo das Leben noch jung und aufregend ist, also anders aufregend

    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #39
    Registrierter Benutzer Avatar von L. de Medici
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  10. #40
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    Zwischendrin mal ein paar Worte zur Thematik der unabhängigen Regionen:

    Die Leute, die da tief drin stecken in der Historie, sagen, dass der Lord kein absoluter Herrscher mit Leibeigenen oder Sklaven ist.

    Er hälte ein Region und gibt das Land an freie Familien, auf dass sie es bewirtschaften und Mehrwert erzeugen. Dafür behält er sich das Recht vor, Steuern zu erheben, hat aber außerdem auch die Pflicht, für den Schutz zu sorgen.

    Das, was die Bewohner erzeugen, gehört ihnen, nicht dem Lord. Er kann nicht einfach Güter, Nahrung oder Geld beschlagnahmen und das nach seinem Gutdünken irgendwo verfeuern. Er kann organisieren und für den Handel zwischen den Regionen entweder die Handelsposten mit Händlern oder die Packstationen mit Bartern? nutzen (keine Ahnung, wie das auf Deutsch heißt). Aber auch hier geht es immer nur um Ressourcen und ggf. Geld des Regionsvermögens. Mehr zum Handel zwischen Regionen hier: https://www.civforum.de/showthread.p...=1#post9569683

    So sieht das offenbar auch der Entwickler und langfristig soll sich offenbar aus der Anzahl der den Lord gehörenden Regionen und deren Status das Ranking des Lords ergeben. Damit könnten dann Privilegien verbunden sein, z. B. die Aufstellung eines größeren Militärkorps oder die Erlaubnis zum Bau von Befestigungen, oder die Erlaubnis zum Bau bestimmter Waffengattungen, hier konkret Belagerungswaffen, und so weiter.

    Und ich sage nochmal, es ist möglich, ohne viel Aufwand Zulieferer um eine zentrale Region zu bauen. Die Rahmenbedingungen sind lediglich, dass man es dort schafft, auf eine Größe und Leistungsfähigkeit zu kommen, die dem Zweck angemessen ist.

    Wie man eine anfänglich schwache Region über den ersten Winter bringt, ohne Kompromisse beim Zuzug zu machen, habe ich hier gezeigt. Ab dem zweiten Jahr ist in jedem Fall immer genug Nahrung da und es ist Sache des Spielers, die Region so zu entwicklen und zu spezialisieren, dass sie seiner Zielvorstellung entspricht.

    Einziges Problem, dass sich hierbei stellt, ist, dass es derzeit nicht möglich ist, einen Handelshub zu bauen, also eine Region, die von allen anderen Regionen ein bestimmtes Handels- oder Nahrungsgut empfängt und dieses dann exportiert. Aber genau trifft auch die Goals bei einer Haupt-Region: Die Satelliten sollen spezialsierte Güter produzieren und diese sowohl für den Bedarf der Hauptregion produzieren, als auch Überschüsse (selbst) exportieren, um sich im Gegenzug bei der Hauptregion oder anderen Zulieferern entsprechende Einkäufe leisten kann.
    Es ist lediglich eine Frage der Einwohnerzahlen und der Produktionsketten. In der gegenwärtigen Version sind noch alle Produktionsbetriebe auf Level II möglich, damit hat man keine Probleme, wenn man die geplante Bevölkerungsgrenze erreicht hat, außer 3-4 Nahrungsmitteln und der Kirche wird nichts weiter gebraucht.
    In der Beta wurden jetzt allerdings Bäcker und Schuster auf Level III gehoben, und de zwei Brotsorten sowie die Schuhe als Voraussetzungen für Level IV definiert. Aber auch hier: Wer nur einen kleinen Satelliten bauen will, braucht kein Level IV, eigentlich nicht mal Level III, außer für Obst und Gemüse.

    Werkstätten in Level III oder höher sind sowieso (derzeit) sinnlos, da diese nur zwei Produktionsplätze haben und die Bevorratung von zu verarbeitenden Materialien lächerlich gering ist (üblicherweise für eine Familie 2 Stück, bei zwei Familien 4 Stück) – siehe Brauerei.

    Aber das ist noch ein ganz anderes Thema.

    Widerspruch oder Feedback sind gern willkommen, aber am Ende werden wir eh fressen müssen, was der Entwickler macht.

  11. #41
    Moderator Avatar von Kathy
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    Barter ist so etwas wie ein Tauschhändler oder eine Clearingstelle (also auch kein deutsches Wort).

    Das mit dem "es gehört den Bewohnern" hatte ich mir auch so gedacht. Das wird ja bei solchen Spielen gerne etwas ignoriert, Colonization z.B., wo eigentlich freie Bürger die Güter produzieren und alles auf dem Spielerkonto liegt, als habe der das selbst erwirtschaftet. Insofern ist das Konzept interessant und auch nachvollziehbar, wobei im Mittelalter natürlich der Landlord einen gewissen (nicht unerheblichen) Anteil aller Produkte eben für sich beanspruchen konnte, als Naturalabgabe. Eigentlich müsste man, um es perfekt zu machen, einen Unterschied machen zwischen dem Vermögen der Dorfgemeinschaft (wie die das untereinander verteilen ist deren Sache, das würde eine Simulation sprengen) und dem des Lords. Aber das ginge vermutlich zu weit.
    That's why I am here: Mein Mod
    Mehr Technologien, mehr Einheiten, mehr Zivilisationen, mehr Gebäude

    Die aktuelle Story zum Mod:
    Die Vereinigten Staaten von Amerika

    Alte Stories zu alten Versionen:
    Alte Storys

  12. #42
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    Zitat Zitat von Kathy Beitrag anzeigen
    Eigentlich müsste man, um es perfekt zu machen, einen Unterschied machen zwischen dem Vermögen der Dorfgemeinschaft (wie die das untereinander verteilen ist deren Sache, das würde eine Simulation sprengen) und dem des Lords. Aber das ginge vermutlich zu weit.
    Du sprichst da ein paar wesentliche Punkte der Möglichkeiten an, so eine Situation innerhalb eines Spiels abzubilden, ohne gleich in eine Paradox-Dimension zu kommen.
    Immerhin wird hier ja schon zwischen Regionsvermögen, auf das man nur indirekt, z.B. durch Handel und Investitionen, Einfluss nehmen kann und der Schatzkammer des Lords unterschieden, der sich halt "um seinen Kram kümmern muss" und dabei für Einnahmen nur die Möglichkeiten zur Plünderung von Banditenlagern und Steuern hat (die sollen in Zukunft viel mehr Dimensionen beinhalten).

    Ich finde es so, wie es gerade da ist, durchaus nachvollziehbar. Später sollen weitere Möglichkeiten dazukommen, das sich in der aktuellen Version über die Zeit anhäufende Vermögen in der Schatzkammer im Rahmen herausfordernder Entscheidungen auszugeben, z.B. für teure Truppen wie Kavallerie ( @Falcon), wahnsinnig teure Burgausbauten und auch Spendierhosen mit tiefen Taschen, um das Volk zu bespaßen (z.B. Festivals).

  13. #43
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    Jahr 11 – das Jahr der blühenden Felder

    Wolfgang nutzt die pralle Frühlingssonne des 30. März, um sein geliebtes Eichenhau nach den grauen Wintertagen zu besichtigen.

    • Wie erwartet, und leider nicht zu beschleunigen, haben 5 neue Familien Eichenhau als attraktives neues Zuhause gewählt und dabei sowohl freie Wohnstätten als auch ausreichend Nahrung und einen überaus freundlichen Lord vorgefunden. Sie sind in die Häuser des neuen Bauerndorfes eingezogen. Obwohl es dort derzeit nicht viel zu tun gibt, nehmen sie wohlwollend zur Kenntnis, dass beständig neue Ochsen in der Region eintreffen und zur Erntesaison bereitstehen werden.
    • Auch der Handel, der dieses und andere Aktivitäten finanzieren soll, ist prächtig gediehen, nach wie vor bilden die Holzteile die ökonomische Basis dieses mittelalterlichen Paradieses. Der Kohl gedeiht indessen so prächtig, dass größere Mengen davon ebenfalls in Silberlinge verwandelt werden können.
    • Eine Mälzerei und eine Weberei sind fertig gebaut worden (Mitte des Bildes) und werden, zusammen mit den Windmühlen am Bauerndorf, im Herbst damit beginnen, die zahlreich erwarteten Felderträge in Malz, Leinen und Korn zu verwandeln.
    • Und schließlich hat Wolfgang in Leidenfeld ein paar Eimer mit Mörtel und behauene Steine geordert. Somit konnte die Holzkirche im alten Ortskern bereits durch eine neue Steinkirche ersetzt werden, das Material für einen weiteren Neubau im Bauerndorf ist auch vorhanden, da die Händler lieber große Tranchen als Sparkäufe bedienen.


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    Ein näherer Blick auf das Bauerndorf zeigt die neuen Familien, die bereits über Hühnerhöfe verfügen und somit als Selbstversorger gelten können (1 Ei pro Monat reicht für eine ganze Familie ), hinzu kommt alle paar Monate mal Hühnerfleisch, das ist allerdings nur Zubrot, ähnlich wie die Hasen aus dem Wald. Weitere Bauernhäuser sind bereits im Bau.

    Im Südspot gedeiht nun schon das Getreide, das im Herbst geerntet werden soll. Der Ostspot wird gerade gepflügt und wird wohl dieses Jahr keine Erträge mehr liefern können, aber Wolfgang muss zufrieden sein, zum Zeitpunkt der Ernte genügend freie Familien zu haben, die den Südspot bewirtschaften können.

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    Denn Wolfgang ist immer noch unschlüssig, wie er priorisieren soll: mehr neue Familien in das Bauerndorf, um Ernte und Aussaat für das nächste Jahr zu sichern, oder mehr Fokus auf das Eisen, das in unerschöpflichen Mengen in der Erde schlummert?

    Gemäß der Baureihenfolge der Häuser werden in den nächsten Monaten neue Siedler in die Eisensiedlung ziehen, bevor die bereits angebauten neuen Bauernhäuser im Bauerndorf bezogen werden. Bisher werkelt hier nur ein Schmied, der die Eisenbarren, die aus dem Erz der Mine in der Gießerei entstehen, in Werkzeuge umwandelt, denn ein reichliches Polster von denen ist erforderlich, bevor hier die geplanten Rüstungsschmieden in Betrieb genommen werden können.

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    Wie man sieht, benötigen sowohl die Schmiede selbst als auch die vorgelagerten Produktionen Werkzeuge als Material zur regelmäßigen Wartung. Daher muss man Werkzeuge produzieren, so lange noch welche von den Startvorräten vorhanden sind, bis sich das ganze hier selbst tragen und dann Überschüsse produzieren kann.

    Die Wartungsregler stehen noch mittig. Sobald hier der Laden läuft und Wolfgang rausbekommen hat, wie viele Minenarbeiter und Eisengießer pro Schmied erforderlich sind, um hier eine ungebremste Produktion hinzubekommen, werden die Regler hochgedreht. Das lässt zwar die Wartungsgbedarfe auf kathredalenhohe Werte schießen, erhöht jedoch die Effizienz von 100 % auf 200 %, also hier die Arbeitsgeschwindigkeit. So können dann mit mehreren Minen und weiteren Gießereien (siehe die vorgezeichneten Baufelder) sowie mit einem Lagerhaus als Schwankungsreserve hoffentlich die geplanten Rüstungsschmiede versorgt werden, auf dass der Baron von Entenhausen, wohlversorgt von den netten Eichenhauern, ferne Kriege führen kann und nicht allzu genau hinschaut, welche Mengen an Silber diese dafür aus seiner Baronie herausschleppen.

    Außerdem hat Wolfgang sich nun entschlossen, angesichts der sich dem Ende neigenden Bäume auf künftigen Felderspots eine nachhaltige Holzwirtschaft einzurichten. Dafür hat er die oberste linke Ecke der Region gewählt.

    Dort wurden zwei Holzfällerlager, ein Stall sowie ein Anbindebalken für die Ochsen gebaut, die das geschlagene Holz aus den Wäldern ziehen. In einem der Holzfäller toben sich bereits zwei Familien aus.
    Das wichtigste Element sind jedoch die zwei Forsthäuser, von denen aus 4 Förster (und 4 Försterfrauen) emsig neue Bäume pflanzen, auf dass auch im nächsten Jahr die Holzfäller noch genügend Bäume zum Schlagen vorfinden.
    Diese Forsthäuser werden von den Obstbauern bewirtschaftet. Wolfgang hatte ínzwischen teure Samen für Quitten und Birnen erworben und die Bewohner der betreffenden Häuser haben diese in Windeseile gesetzt, so dass sie nun bis zum September, dem Monat der (in diesem Jahr noch sehr bescheidenen) Ernte, Zeit haben, in den Wäldern herumzulaufen.

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    Später wird hier eine Sägemühle das Stadtbild ergänzen, noch fehlen jedoch die Arbeitskräfte, diese werden, wie schon berichtet, woanders benötigt.
    Die Straßen durch den Wirtschaftswald sind grundsätzlich hilfreich, um die Ochsen beim Holztransport zu beschleunigen. Hier herrscht allerdings ein Chaos vor, wie es keine grüne Bürgermeisterin von Friedrichshain besser organisieren könnte, daher wird das mittelfristig aufgeräumt, so dass mehr Bäume wachsen können.

    Mancher mag es schon im ersten Bild bemerkt haben, es sind mal wieder Gerüchte von Räuberbanden im Umlauf, die Händler berichten von schlimmen Massakern in fernen Regionen. Also hat Wolfgang, der sprudelnden Steuereinnahmen aus Leidenfeld gewiss, wieder ein paar der bewährten Söldnergruppen angeheuert, die seine Regionen schützen sollen (siehe die Flaggen oben rechts). Zwar ist die Königssteuer heftig angestiegen („Die Pferde der königlichen Jagdgesellschaft benötigen neue Goldzähne.“), aber in Leidenfeld ist es Fridolin gelungen, keinen wirklichen Schaden anzurichten. Und selbst wenn, solange er dort als Zielscheibe der emotionalen Ausbrüche der Baronin aushält, fiele eine Nutzwertbetrachtung in fast jedem Fall positiv aus.

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    Des Weiteren hat sich Wolfgang Gedanken über den Brennmaterialverbrauch seiner Eisensiedlung gemacht. Zwar war längst die Zwangsumstellung von Brennholz auf die weitaus nachhaltiger zu produzierende Holzkohle (aus Brennholz ) erfolgt, dennoch war sich Wolfgang bewusst, dass die Unmengen an Brennmaterial für die Rüstungsproduktion am besten regional und unter Vermeidung von die Energiebilanz beeinträchtigender Ferntransporte erfolgen sollte. Und so hatte er ein separates kleines Gebiet an der Grenze vorgesehen, in dem neben einer Brennholzhütte und einem Köhler auch ein Forsthaus gebaut wurde, um hier eine dauerhafte Quelle für Brennmaterial zu haben.

    Was für ein Frühling! Wolfgang fühlt förmlich die Säfte der erblühenden Natur in sich quellen und macht sich auf, die vielen neuen Forsthäuser zu besuchen, um den Bäumen beim Wachsen zuzusehen.

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  14. #44
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    Der König will Gold sehen und der arme Fürst muss seine Bauen schröpfen ohne dadurch eine Revolte auszulösen

    Kann man eigentlich auch Bilder aus der Perspektive der Bewohner machen? Da müsste es doch ähnlich aussehen wie Kingdom-Come

  15. #45
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    Besuch in Jahr 11 - sommerliches Leidenfeld

    Bei seinem Besuch im Mittsommer hat Wolfgang wieder einen Fremden erwischt, der im Dorf rumlungert und sich selbst als "Durchreisenden" bezeichnet. Sowas sieht Wolfgang nicht gern, immer wieder kommen ihm nach solchen Besuchen Klagen über verschwundene Hühner oder Wäschestücke zu Ohren.

    Also beschließt Wolfgang, dem Burschen den Tag zu verderben und vielleicht auch den Aufenthalt in seinem prächtigen Dorf. "Ich ernenne Dich hiermit zu meinem persönlichen Maler." spricht Wolfgang und gibt dem Hallodri 2 Silbergroschen, um sofort SOFORT einen Malkasten und eine Staffelei zu besorgen. In 10 Minuten solle er wieder hier sein und Wolfgang bei seinem Spaziergang durchs Dorf malen., sonst würde er ihn von den Hunden aus dem Dorf jagen lassen.

    Als der frisch gebackene erste Maler des Lords mit hechelnder Zunge wieder vor ihm steht, beladen mit Staffelei, ein paar Farbtuben samt Palette und 2 Pinseln zwischen den Zähnen, beginnt Wolfgang seinen Spaziergang durchs Dorf.

    Nach einem recht flotten Marsch erreicht er den mittleren Markt in Leidenfeld und verharrt nun mit Blickrichtung Norden für genau 12 Minuten, um ein paar Häuser sowie die Mälzerei, ein zentrales Gebäude für Wolfgangs Seelenfrieden, malen zu lassen, einschließlich sich selbst.
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    Ein paar weitere Schritte nach Norden führen ihn zu einem weiteren Quell eitler Freude, der Taverne. Beim Anblick Wolfgangs eilt die Wirtin los, um einen vollen Krug zu holen, aber Wolfgang muss seine Lektion noch etwas fortsetzen. Also verweilt er für einen kurzen Smalltalk, bis der Maler seine Impressionen in Windeseile auf eine neue Leinwand gebannt hat.

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    Als er nach den nächsten Schritten ein gar grausiges Hecheln hinter sich vernimmt, kommt ihn doch etwas Mitleid an und er wirft noch einen kurzen Blick auf den wohlgefüllten Bierspeicher sowie die Wirtsleute, die von hier die Fässer ins eben gesehene Wirtshaus rollen. Im Hintergrund stehen diese prächtigen großen Gemüsehäuser, die Henriette Ottilie stets vor der Sonne stehen.

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    Als Wolfgang den nördlichen Markt der Siedlung erreicht, legt er erneut eine Pause ein, um dem Pinselheinrich Gelegenheit zu geben, die wohlgefüllten Marktstände und die wohlgefüllten Kleider der Marktfrauen für die Nachwelt festzuhalten.

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    Nach einem weiteren Marsch nach Norden ist Wolfgang nun bei den Köhlern und Brennholzsammlern im Norden angelangt. Auch seine zweitliebsten Försterfrauen wohnen hier in den beiden Gebäuden rechts im Bild, sie haben Wolfgang in der Vergangenheit gar erstaunliche Dinge über den Wald und das was sich da regt und krabbelt gelehrt.

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    Nach einem großen Scheppern, dass sich auf einen intensiven Bodenkontakt der Staffelei und aller weiteren Malerutensilien begründet, beschließt Wolfgang, den Spaziergang ab nun allein noch ein wenig auszudehnen, die hier gelegenen jungen Wälder versprechen neue Erkenntnisse über die Kräfte der Natur.

    So entlässt er den Hofmaler für heute mit den Worten:
    "Du hast mir wohl gedient, Bursche. Du wirst Dich ab morgen stets um 10:00 Uhr am Manor einfinden, mit voller Ausrüstung, und mich ab jetzt bei meinen Gängen begleiten, auf dass ich der Nachwelt ein beredtes Zeugnis meines Strebens und Wirkens hinterlassen kann. Du erhälst 5 Silberlinge im Monat, die Materialkosten übernehme ich."

    Als Wolfgang des Abends in der Taverne einkehrte, hörte er, dass der "Durchreisende" bei der Abreise gesehen wurde, kurz vor der Grenze und in großer Eile. Wolfgang würde dieses Erlebnis ebenfalls in der Burgchronik unter "Verbrauchertipps" festhalten.
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