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Thema: Fragen zur Geschichte

  1. #4006
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    Zitat Zitat von Rob Anybody Beitrag anzeigen
    In einer Volkswirtschaft braucht es einen gesunden Anteil von "rostenden Gütern". Dinge die produziert werden, ohne nachhaltig zu sein. Auch zB eine Luxusyacht für einen Multimilliardär haben ihre Berechtigung. Es darf nur nicht überhand nehmen.
    Naja. Japan erzielte zu einer Zeit, als es Luxusgüter deprioriserte, fantastische Wachstumsraten. Insofern ist es ein Übel, aber kein strikt notwendiges Übel.

    Zitat Zitat von Rob Anybody Beitrag anzeigen
    Frage: Ist die Situation von damals mit der aktuellen Rüstung in Russland vergleichbar? Ist Putin bereits in dem selben Ausmaß gezwungen, Krieg zu führen?
    Der aktuelle Krieg verschlechtert die Situation bei Außenhandel und Devisen. Die (mMn etwa lückenhafte) Argumentation bei Nazi-Deutschland war, dass es auf die Erbeutung von Devisenreserven und Rohstoffen angewiesen war. Also nicht auf Krieg, sondern auf Erfolge im Krieg war es angewisen. Die fehlen Putin im Wesentlichen. Die Außenhandelseinnahmen leiden unter dem Krieg. Die Situation ist also grob unterschiedlich.

    Eher vergleichbar ist es mit der Sowjetunion, die mit ihrer Rüstungspriorisierung sehr langsam ihr Grab schaufelte.
    Zitat Zitat von d73070d0 Beitrag anzeigen
    Ach, das darfst Du nicht so eng sehen. Aus justanick kriegt man nur eine konkrete Antwort raus, wenn man Müll erzählt und dann zurechtgewiesen wird. Wenn Du also was von ihm willst, frag' nich, sondern stell' falsche Behauptungen in den Raum - die werden dann umgehend korrigiert. ;)

  2. #4007
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Zitat Zitat von Rob Anybody Beitrag anzeigen
    In einer Volkswirtschaft braucht es einen gesunden Anteil von "rostenden Gütern". Dinge die produziert werden, ohne nachhaltig zu sein. Auch zB eine Luxusyacht für einen Multimilliardär haben ihre Berechtigung. Es darf nur nicht überhand nehmen.
    Also naja zum einen ist ein Problem, dass Milliardäre im Gegensatz zu Geringverdienern nicht jeden extra verdienten Euro wieder sofort ausgeben, sondern eher horten oder an der Börse investieren, und zum anderen ist das ja nicht vergleichbar, weil ja nicht der Staat (hoffentlich) Hauptabnehmer für Luxusyachten ist.
    Mir ging es ganz explizit um Rüstungsgüter. Kriegswaffen!
    Die kauft halt im Gegensatz zu Autos etc. nur der Staat (hoffentlich), aber bringen meistens nur den Rüstungsunternehmen und ihren Beschäftigten was.

    Russland ist zwar ein anderes Fallbeispiel, aber auch da ist der Fokus auf die Kriegswirtschaft jetzt nicht unbedingt gesund und nachhaltig. Außerdem ernährt der Krieg da den Krieg noch weniger als beim Dritten Reich, wo man, mal ganz kaltherzig ausgedrückt, zumindest schnell genug erobert hat, um das System eine ganze Weile am Laufen zu halten trotz Blockaden, Embargos, Personal- und Rohstoffmangel. Es wurden da ja zwischendurch auch immer wieder Länder wie Jugoslawien platt gemacht, um Zugriff auf ihre Ressourcen zu erhalten. Über ein paar neutrale Staaten wie die Schweiz oder Schweden konnten noch Geschäfte abgewickelt werden, aber man wurde schon zunehmend kreativ in manchen Bereichen. Siehe zum Beispiel die Fanta.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  3. #4008
    Blue Heeler Genießer Avatar von Baldri
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    Macht ist relativ. Imho waren Deutschland und Japan auf schnelle Eroberungen ausgelegt. Die Panzertaktik war doch auch nur ein Unfall, weil man die Panzer im Verbund fahren lassen musste, weil die Kanonenlaffetten des IVers so unzuverlässig waren, oder?

    Die SU war rückständig, Frankreich hatte großes Pech, meiner Meinung nach.

    Wenn man berücksichtigt, dass die SU nur durch massive Amihilfe bestand war das kaum ein Gegner.

    Und wirft die Frage auf: Hat Deutschland wirklich gerissen? Würde es nicht stärker als England ansehen. Frankreich wollte WK I weitermachen. Taktiken und Waffen waren vergleichbar, so weit ich weis. Die Panzer sogar überlegen in ihrer Rolle als Infanteriebegleitung.
    Geändert von Baldri (Gestern um 17:08 Uhr)
    Zitat Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich habe da so eine Art Phantomschmerz, den ich kaum noch merke ... ^^

  4. #4009
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    Es bestand zweifellos eine Verbindung zwischen den wirtschaftlichen Problemen des NS-Regimes, der Entscheidung zum Krieg und der dabei gewählten Strategie. Ab 1938/39 war klar, dass man das Rüstungstempo wegen des dauerhaften Devisenmangels zurückfahren musste. Die Juden waren bereits weitgehend ausgeplündert worden, neue Mittel konnten also nur jenseits der Grenze geraubt werden.

    Da man auf eine sehr breite, aber nicht besonders tiefe Rüstung gesetzt hatte und Hitler von der Vorstellung besessen war, der angebliche "Dolchstoß" von 1918 könne sich wiederholen, wollte man den Deutschen zudem keine zu großen Einschnitte zumuten. Der Krieg war für ihn zugleich alternativlos, denn er sah Osteuropa als notwendigen Expansionsraum an, um dem deutschen Volk die erhoffte Weltgeltung zu verschaffen.

    Man hatte jetzt also eine sehr mächtige Armee und Luftwaffe, die zwar rasch zu veralten drohte, aber militärisch um 1940 den meisten anderen Ländern überlegen war und über einen hervorragenden Generalstab verfügte. Zudem war das System der Kollektiven Sicherheit weitgehend geschweitert. Es lag also nahe, die Gegner nacheinander mit überlegenen Kräften anzugreifen und schnell zu bezwingen.

    Ob Frankreich bei einer besseren Gesamtstrategie oder Kampfmoral standgehalten hätte, wird heftig diskutiert und ist letztlich schwer zu beurteilen. Die Sowjetunion hat aber 1941/42 sicher nicht nur wegen der amerikanischen Lieferungen überlebt. Diese wurden erst Mitte November 1941 aufgenommen und hatten anfangs wegen der weiten und zum Teil unsicheren Wege auch einen eher geringen Umfang.

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