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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5791
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
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    Ich hatte es zuvor so verstanden, dass Kandace ihr "lokalisierter" Titel sei, wie Zarina oder Sultana.
    Wobei Exodus ja auch Pharaoh teilweise als Namen statt Titel behandelt.

  2. #5792
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Simon der Zauberer:
    Durch ihn wurde der Begriff der Simonie geprägt: Man kauft sich mit Geld (Bestechung) ein geistliches Amt. Das war vor allem im Mittelalter ein Problem, weil da die geistlichen Ämter auch viel weltliche Macht und Reichtum beinhalteten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Simonie

    Kandake:
    Das ist die Königin von Nubien, des Landes am Nil, südlich von Ägypten. Äthiopien steht damals noch für den ganzen afrikanischen Kontinent und nicht wie heute für das Land Äthiopien. Die Nubier haben sich sogar mit dem römischen Reich angelegt und ein Unentschieden erreicht. Kandake ist kein Name, sondern ein Titel und der lässt sich eindeutig zuordnen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kandake
    Salomo begegnet der Königin von Saba, was wahrscheinlich den Jemen meint. Die Kandake hier tut hingegen gar nichts, sie wird nur als Königin erwähnt.

    Der Kämmerer:
    Er ist ein Eunuch, das macht die Sache speziell. Er kann kein Jude werden, weil er nicht beschnitten werden kann.
    Warum kann er die Schriften lesen: Weil er als gebildeter Mann natürlich Griechisch kann und sich ne griechisch übersetzte Schriftrolle gekauft hat. Die Septuaginta war ja im Umlauf. Das steht nicht so da, aber so erkläre ich mir das. Griechisch ist ohnehin die beste Erklärung für alle Fragen im Neuen Testament bezüglich: Wie reden die überhaupt miteinander, wie verstehen sie sich? Der Hellenismus hatte ja 300 Jahre lang Zeit und jeder der irgendwie Bildung genossen hat oder als Händler was verkaufen will, kommt im östlichen Mittelmeerraum zwingend mit Griechisch in Kontakt.
    Warum versteht er sie nicht, obwohl er sie lesen kann: Weil die Prophetien des Alten Testaments eben nicht immer so leicht zu begreifen sind. Er stellt ja die Frage: Redet der Prophet von sich oder von jemand Anderem?
    Der Kämmerer ist der erste Christ der vorher kein Jude war. (Die "Hellenisten" in Kapitel 6 sind Juden aus dem griechischsprachigen Raum, die in Jerusalem geblieben sind, um hier zu den Christen zu gehören) Er konnte nicht mal einer werden. Der erste Heide der getauft wird. Und er war (höchstwahrscheinlich) schwarz. Das muss allen, die Christentum mit Nationalismus oder Rassismus vermischen wollen, zu denken geben.

    Stephanus und Philippus:
    Die Zwei Diakone wurden gewählt für die Essenausgabe. Berichtet wird von ihnen genau andere Sachen: Sie predigen und missionieren. Stephanus wird der erste Märtyrer. Er vergibt seinen Feinden, genau so wie Jesus am Kreuz. Er ist Jesus nachgefolgt.

    Gliederung der Apostelgeschichte:
    Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Welt
    Zuerst waren die Apostel in Jerusalem tätig. Pfingsten, die Heilung des Gelähmten - das war in Jerusalem.
    Jetzt kommt eine Verfolgung, ausgelöst durch die Steinigung von Stephanus. Und viele fliehen ins Umland. Dadurch verbreitet sich die Botschaft. Der erste Heide(Nichtjude) wird getauft. Petrus und Johannes müssen extra nach Samaria, damit die auch den Geist empfangen. Der Kreis weitet sich aus.

    Glauben nur durch Gemeinschaft empfangen:
    Bei den Samaritern liegt ein Sonderfall vor. Es ist das erste Mal, dass Samariter Christen werden. Das ist ähnlich wie bei Heiden, die Christen werden - das sind keine Juden. Die gehören nicht zu Volk Gottes. Bei den Samaritern kann man noch diskutieren dass sie ja eigentlich dabei sind. Es werden also Diskussionen geführt worden sein unter den Aposteln: Wie die Samariter gehören auch dazu? Die dürfen mitmachen?
    Dass der Kreis hier ausgeweitet wird, bedarf also hier einer Autorisierung. Deswegen gehen Petrus und Johannes hin. Normalerweise kriegen die Menschen, die sich bekehren in der Apostelschichte einfach so den Heiligen Geist, da brauchts keine Handauflegung durch Apostel. Das werden wir in den nächsten Kapiteln sehen.
    Ansonsten kam es in der Kirchengeschichte immer wieder vor, dass Menschen einfach durchs Lesen der Bibel zum Glauben gekommen sind ohne irgend etwas ode irgendjemand anderes. Danach gehört zum Glauben aber die Gemeinschaft mit anderen Christen eigentlich dazu.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  3. #5793
    Registrierter Benutzer Avatar von SimonTheSorcerer
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    Zitat Zitat von Maxvorstadt Beitrag anzeigen
    Simon the Sorcerer ist ein älteres Adventure, soll ziemlich lustig sein.
    Ich bin kein Adventure
    Aber ja, es gab ein Point & Click-Adventure,von welcher mein Name stammt...

  4. #5794
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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  5. #5795
    Wee Free Man Avatar von Rob Anybody
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    Es gibt sogar Remakes von 2018 (25th Anniversary Edition) und einen neuen Teil von 2025: https://store.steampowered.com/app/1...cerer_Origins/
    Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
    nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ...
    (Terry Pratchett)

  6. #5796
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    Zitat Zitat von Rob Anybody Beitrag anzeigen
    Es gibt sogar Remakes von 2018 (25th Anniversary Edition) und einen neuen Teil von 2025: https://store.steampowered.com/app/1...cerer_Origins/
    Ach, hier treibst du dich rum!?! Steam is nich, nur GoG!

  7. #5797
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Apostelgeschichte 9
    Achtung Spoiler:
    1 Saulus aber, der noch immer Drohungen und Mord gegen die Jünger des Herrn schnaubte, wandte sich an den Hohenpriester
    2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die dortigen Synagogen, um Anhänger der neuen Lehre, die er etwa fände, Männer wie Frauen, in Fesseln nach Jerusalem zu bringen.
    3 Während er nun so dahinzog und schon in die Nähe von Damaskus gekommen war, umstrahlte ihn plötzlich ein Lichtschein vom Himmel her;
    4 er stürzte zu Boden und vernahm eine Stimme, die ihm zurief: »Saul, Saul! Was verfolgst du mich?«
    5 Er fragte: »Wer bist du, Herr?« Jener antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst!
    6 Doch stehe auf und geh in die Stadt hinein: dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst!«
    7 Die Männer nun, die ihn auf der Reise begleiteten, standen sprachlos da; denn sie hörten wohl die Stimme, sahen aber niemand.
    8 Saulus erhob sich dann von der Erde; obwohl jedoch seine Augen geöffnet waren, konnte er nichts sehen: an der Hand mußte man ihn nach Damaskus hinführen,
    9 und er war drei Tage lang ohne Sehvermögen; auch aß und trank er nichts.
    10 Nun wohnte in Damaskus ein Jünger namens Ananias; zu dem sprach der Herr in einem Gesicht: »Ananias!« Jener antwortete: »Hier bin ich, Herr!«
    11 Der Herr fuhr fort: »Stehe auf und begib dich in die sogenannte Gerade Straße; erkundige dich dort im Hause des Judas nach einem Manne namens Saulus aus Tarsus; denn siehe, er betet
    12 und hat in einem Gesicht gesehen, wie ein Mann namens Ananias bei ihm eintrat und ihm die Hände auflegte, damit er sein Augenlicht wiederbekomme.«
    13 Ananias aber antwortete: »Herr, ich habe von vielen Seiten über diesen Mann gehört, wieviel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat;
    14 und auch hier hat er von den Hohenpriestern Vollmacht, alle in Fesseln zu legen, die deinen Namen anrufen.«
    15 Aber der Herr gab ihm zur Antwort: »Gehe hin! Denn dieser Mann ist für mich ein auserwähltes Werkzeug: er soll meinen Namen vor Heidenvölker und Könige und vor die Kinder Israel tragen;
    16 denn ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden muß.«
    17 Da machte sich Ananias auf den Weg, ging in das Haus und legte ihm die Hände auf mit den Worten: »Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist: du sollst wieder sehen können und mit heiligem Geist erfüllt werden.«
    18 Da fiel es ihm sogleich von den Augen ab wie Schuppen: er konnte wieder sehen, stand auf und ließ sich taufen;
    19 dann nahm er auch Nahrung zu sich und kam wieder zu Kräften. Einige Tage war er nun mit den Jüngern in Damaskus zusammen;
    20 dann predigte er sogleich in den (dortigen) Synagogen von Jesus, daß dieser der Sohn Gottes sei.
    21 Da gerieten alle, die ihn hörten, in Erstaunen und sagten: »Ist das nicht derselbe Mann, der in Jerusalem die Bekenner dieses Namens wütend verfolgt hat und auch hierher in der Absicht gekommen war, sie in Fesseln vor die Hohenpriester zu führen?«
    22 Saulus aber trat nur um so entschlossener auf und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, völlig außer Fassung, indem er bewies: »Dieser ist Christus!«
    23 Als so eine geraume Zeit vergangen war, beschlossen die Juden gemeinsam, ihn zu ermorden;
    24 doch ihr Anschlag wurde dem Saulus bekannt. Da sie nun sogar die Stadttore bei Tag und bei Nacht bewachten, um ihn zu ermorden,
    25 nahmen ihn die Jünger und ließen ihn bei Nacht in einem Korbe über die Mauer hinab.
    26 Als er dann nach Jerusalem gekommen war, machte er dort Versuche, sich an die Jünger anzuschließen; aber alle fürchteten sich vor ihm, weil sie nicht glauben konnten, daß er ein Jünger sei.
    27 Da nahm sich Barnabas seiner an, führte ihn zu den Aposteln und teilte ihnen mit, wie er unterwegs den Herrn gesehen und daß dieser zu ihm geredet habe, und wie er dann in Damaskus freimütig im Namen Jesu öffentlich gepredigt habe.
    28 So ging er denn in Jerusalem mit ihnen ein und aus und predigte freimütig im Namen des Herrn;
    29 auch unterredete er sich und hielt Streitgespräche mit den griechisch redenden Juden, die dann aber einen Anschlag auf sein Leben machten.
    30 Als die Brüder das erfuhren, schafften sie ihn nach Cäsarea hinab und ließen ihn von da weiter nach Tarsus reisen.
    31 So hatte nun die Gemeinde in ganz Judäa, Galiläa und Samaria Frieden; sie baute sich innerlich auf, wandelte in der Furcht des Herrn und wuchs auch äußerlich durch den Beistand des heiligen Geistes.
    32 Da geschah es, als Petrus allenthalben umherzog, daß er auch zu den Heiligen kam, die in Lydda wohnten.
    33 Er fand dort einen Mann namens Äneas, der schon seit acht Jahren zu Bett lag, weil er gelähmt war.
    34 Da sagte Petrus zu ihm: »Äneas, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und mache dir dein Bett selbst!« Da stand er sogleich auf,
    35 und alle Einwohner von Lydda und (der Landschaft) Saron sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn.
    36 In Joppe aber lebte eine Jüngerin namens Tabitha, das heißt auf deutsch ›Gazelle‹; die tat außerordentlich viel Gutes und spendete reichlich Almosen.
    37 Gerade in jenen Tagen aber begab es sich, daß sie krank wurde und starb. Man wusch sie also und bahrte sie in einem Obergemach auf.
    38 Weil nun Lydda nahe bei Joppe liegt, sandten die Jünger auf die Nachricht, daß Petrus dort sei, zwei Männer an ihn ab und ließen ihn bitten: »Komm doch unverzüglich zu uns herüber!«
    39 Da machte sich Petrus auf den Weg und ging mit ihnen. Nach seiner Ankunft führte man ihn in das Obergemach hinauf; da traten alle Witwen weinend zu ihm und zeigten ihm die Röcke und Oberkleider, welche die Gazelle angefertigt hatte, als sie noch bei ihnen war.
    40 Petrus ließ nun alle aus dem Zimmer hinausgehen, kniete nieder und betete; dann wandte er sich der Toten zu und sagte: »Tabitha, stehe auf!« Da schlug sie die Augen auf, und als sie Petrus erblickte, setzte sie sich aufrecht hin.
    41 Er reichte ihr nun die Hand und half ihr auf; dann rief er die Heiligen und die Witwen herbei und stellte sie lebend vor sie hin.
    42 Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn.
    43 Petrus blieb dann noch geraume Zeit in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Das dürfte der Saulus sein, der sprichwörtlich zum Paulus wird. Zumindest klingt "Drohungen und Mord schnauben" (V. 1) nicht besonders nett.
    • Mit "Hier bin ich, (Herr)" reagieren für gewöhnlich Propheten auf Gott. Hier ist es ein Jünger. Er vollführt Wunder wie Jesus (macht den Blinden sehend). So sind Facetten von Jesus in jedem, der ihm durch Glauben nahe ist
    • Drei Tage ohne Sehvermögen, kein Essen, kein Trinken - als wäre er drei Tage lang "tot". Wie Jesus nach seiner Kreuzigung. Dann erhält er den Heiligen Geist (V. 17); Jesus gab den Geist am Kreuz auf. Und er soll später von Juden ermordet werden (V. 23) - wie Jesus vor seiner Kreuzgigung. Also der "umgedrehte" Werdegang Jesu. Das passt insofern, als dass er "umgedreht" wird.
    • "ein auserwähltes Werkzeug" (V. 15)
    • Die Flucht im Korb Erinnert ein wenig an Mose, nur dass Saulus schon alt und kein Knabe mehr ist.
    • Barnabas
    • Den Saulus finde ich eine der bislang interessanteren Gestalten. Sowohl wie er sprachlich aufgeführt wird als auch dass er durch seine Vergangenheit nicht nur Licht (sondern auch Schatten) ist.
    • Äneas (V. 33)? Wie in der Sage? Erhebt sich hier symbolisch die christliche Mythologie über die griechisch-römische, indem sie diese "heilt"?
    • Tabitha ist auch interessant: eine Jüngerin, die "außerordentlich viel Gutes" (V. 36) tut. Und stirbt. Aber nicht, weil sie getötet wird. Sie steht auch wieder auf. Auch Frauen können ein Jesus sein.
    • Wenn ein dahergelaufener Ananas-Jünger Jesus-Dinge tut (Blinden heilen), tut ein Petrus krassere Jesus-Dinge. Er heilt einen Gelähmten und erweckt eine Jüngerin wieder zum Leben. Emoticon: smug
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  8. #5798
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    https://www.bibleserver.com/LUT.ELB....elgeschichte10

    Apostelgeschichte 10
    Achtung Spoiler:
    1 In Cäsarea aber lebte (damals) ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann bei der sogenannten Italischen Abteilung (eig. Kohorte);
    2 er war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Hause, tat dem (jüdischen) Volke viel Gutes durch seine Mildtätigkeit und betete ohne Unterlaß zu Gott.
    3 Dieser Mann sah (eines Tages) in einem Gesicht um die neunte Tagesstunde deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der ihn anredete: »Kornelius!«
    4 Dieser blickte ihn starr an und fragte erschrocken: »Was soll ich, Herr?« Jener antwortete ihm: »Deine Gebete und deine Almosen sind zu Gott emporgestiegen, und er gedenkt ihrer wohl.
    5 Und nun sende Boten nach Joppe und laß einen gewissen Simon mit dem Beinamen Petrus zu dir kommen;
    6 der ist als Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meere liegt.«
    7 Als nun der Engel, der mit ihm gesprochen hatte, verschwunden war, rief Kornelius zwei von seinen Dienern und einen frommen Soldaten aus der Zahl der Mannschaften, die ihn persönlich zu bedienen hatten,
    8 teilte ihnen alles mit und sandte sie nach Joppe. 
    9 Am folgenden Tage aber, als diese unterwegs waren und sich schon der Stadt näherten, stieg Petrus um die Mittagszeit auf das Dach des Hauses hinauf, um dort zu beten.
    10 Da wurde er hungrig und wünschte, etwas zu genießen. Während man es ihm nun zubereitete, kam eine Verzückung über ihn:
    11 er sah den Himmel offen stehen und einen Behälter herabkommen wie ein großes Stück Leinwand, das an den vier Zipfeln zur Erde herabgelassen wurde.
    12 Darin befanden sich alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels.
    13 Nun rief eine Stimme ihm zu: »Stehe auf, Petrus, schlachte und iß!«
    14 Petrus aber antwortete: »Nicht doch, Herr! Denn noch nie habe ich etwas Unheiliges und Unreines genossen.«
    15 Da rief zum zweitenmal eine Stimme ihm zu: »Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein!«
    16 Dies wiederholte sich dreimal; dann wurde der Behälter sogleich wieder in den Himmel emporgezogen.
    17 Als nun Petrus sich nicht zu erklären wußte, was die Erscheinung, die er gesehen hatte, zu bedeuten habe, siehe, da standen die Männer, die von Kornelius abgesandt worden waren und das Haus Simons ausfindig gemacht hatten, am Toreingang;
    18 dort riefen sie und erkundigten sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier als Gast wohne.
    19 Während Petrus noch immer über das Gesicht nachdachte, sagte der Geist zu ihm: »Da sind drei Männer, die dich suchen.
    20 So stehe nun auf, gehe hinunter und mache dich mit ihnen ohne Bedenken auf den Weg! Denn ich habe sie gesandt.«
    21 Petrus stieg also zu den Männern hinunter und sagte zu ihnen: »Ich bin der, den ihr sucht! Aus welchem Grunde seid ihr hergekommen?« 
    22 Jene antworteten: »Ein Hauptmann Kornelius, ein ehrenhafter, gottesfürchtiger und von der ganzen jüdischen Bevölkerung anerkannter Mann, hat von einem heiligen Engel die (göttliche) Weisung erhalten, dich in sein Haus kommen zu lassen und zu hören, was du ihm zu sagen hast.«
    23 Da lud Petrus sie zu sich herein und nahm sie gastlich auf. Am folgenden Tage aber machte er sich mit ihnen auf den Weg; auch einige von den Brüdern aus Joppe begleiteten ihn.
    24 Tags darauf kam er in Cäsarea an, wo Kornelius sie schon erwartete und alle seine Verwandten und vertrauten Freunde zu sich eingeladen hatte.
    25 Als Petrus nun im Begriff stand, in das Haus einzutreten, kam Kornelius ihm entgegen, warf sich vor ihm nieder und bezeigte ihm seine hohe Verehrung.
    26 Petrus aber hob ihn auf mit den Worten: »Stehe auf! Ich bin auch nur ein Mensch.«
    27 Dann trat er im Gespräch mit ihm ein und traf eine zahlreiche Versammlung an,
    28 zu der er sagte: »Ihr wißt, wie streng es einem Juden verboten ist, Verkehr mit jemand zu haben, der zu einem anderen Volke gehört, oder gar bei ihm einzukehren. Doch mir hat Gott gezeigt, daß man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf.
    29 Deshalb habe ich mich auch auf eure Einladung hin ohne Weigerung hier eingefunden. Ich möchte nun aber wissen, aus welchem Grunde ihr mich habt herkommen lassen.«
    30 Da antwortete Kornelius: »Vor vier Tagen, genau zu dieser Zeit, betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause; da stand plötzlich ein Mann in einem glänzenden Gewande vor mir
    31 und sagte: ›Kornelius, dein Gebet hat Erhörung gefunden, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden.
    32 So sende nun nach Joppe und laß Simon, der den Beinamen Petrus führt, herrufen; der ist als Gast im Hause eines Gerbers Simon am Meer.‹
    33 Da habe ich auf der Stelle zu dir gesandt, und ich bin dir dankbar dafür, daß du gekommen bist. Jetzt haben wir nun alle uns hier vor Gottes Angesicht eingefunden, um alles zu vernehmen, was dir vom Herrn aufgetragen worden ist.«
    34 Da tat Petrus den Mund auf und sagte: »Nun erkenne ich in Wahrheit, daß Gott nicht die Person ansieht,
    35 sondern daß in jedem Volk der, welcher ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt, ihm angenehm ist.
    36 Ihr kennt das Wort, das er an die Kinder Israel hat ergehen lassen, indem er ihnen (die Heilsbotschaft vom) Frieden durch Jesus Christus verkündigen ließ: dieser ist der Herr über alle.
    37 Ebenso kennt ihr die Ereignisse, die sich im ganzen jüdischen Lande zugetragen haben und von Galiläa nach der Taufe, die Johannes gepredigt hatte, ausgegangen sind,
    38 nämlich wie Gott Jesus von Nazareth mit heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, wie dieser dann umhergezogen ist und Gutes getan und alle geheilt hat, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm;
    39 und wir sind Zeugen für alles das, was er im jüdischen Lande sowie in Jerusalem vollbracht hat. Den haben sie dann zwar ans Kreuz gehängt und getötet,
    40 aber Gott hat ihn am dritten Tage auferweckt und ihn sichtbar erscheinen lassen,
    41 nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott zuvor erwählten Zeugen, die wir nach seiner Auferstehung von den Toten mit ihm zusammen gegessen und getrunken haben.
    42 Und er hat uns geboten, dem Volke zu verkündigen und zu bezeugen, daß dieser der von Gott bestimmte Richter über Lebende und Tote ist.
    43 Für diesen legen alle Propheten das Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden durch seinen Namen empfängt.«
    44 Während Petrus noch in dieser Weise redete, fiel der heilige Geist auf alle, die seine Ansprache hörten.
    45 Da gerieten die Gläubigen jüdischer Herkunft, die mit Petrus gekommen waren, in das höchste Erstaunen darüber, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen war;
    46 denn sie hörten sie mit Zungen reden und Gott preisen. Da sprach Petrus:
    47 »Kann wohl jemand diesen Leuten, die den heiligen Geist ebenso wie wir empfangen haben, das Wasser versagen, daß diese nicht getauft würden?«
    48 So ordnete er denn an, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Hierauf baten sie ihn, noch einige Tage bei ihnen zu bleiben.


    Bemerkungen/ Gedanken:
    • Dachte bei Cäsarea erst, dass wir schon im "Ausland" wären. Italische Abteilung klingt auch nach Rom. Aber das liegt wohl im heutigen Israel.
    • Nach Saulus ist Kornelius der nächste ranghohe Nicht-Jude, der durch göttliches Zutun das Privileg erhält, Christ zu werden. Im Gegensatz zum Judentum kann jeder Christ werden, wenn er "fromm und gottesfürchtig" ist und "viel Gutes durch seine Mildtätigkeit" tut und "ohne Unterlaß zu Gott" betet (V. 2). Kurz: Jeder, der Menschen und Gott liebt, wird zurückgeliebt.
    • Diese Prämisse wird später noch in Petrus Worten ("Doch mir hat Gott gezeigt, daß man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf.", V. 28 und in der Erlangung des Hl. Geistes (V. 44ff) deutlich)
    • Es gab schon zu Petrus' Zeiten Kinos Aber man muss ihm immer alles dreimal sagen.
    • Die Gesichte finde ich etwas rätselhaft. Eine "Verzückung" angesichts seines Hungers und dem Wunsch, etwas zu "genießen" (V. 10) klingt fishy. Bisher (behaupte ich einfach mal) hat Jesus/Gott, wenn er etwas gegeben hat, es nie so plump dargeboten. Jesus wurde auch vom Satan versucht, indem der ihm Dinge gezeigt hat; ist hier der Teufel am Werk? Die Message "Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein" (V. 15) ist für einen "Papst" aber von gewisser Relevanz. Veranlasst sie Petrus zu erkennen, dass er "auch nur ein Mensch" (V. 26) ist, wenn der Hauptmann vor ihm kniet?
    • Das Rekapitulieren der Geschichte Jesu gegen Ende des Kapitels erscheint mir etwas überflüssig, wenn Kornelius doch so fromm und gottesfürchtig ist. Allerdings scheint dadurch der Heilige Geist auf ihn zu fallen (V. 44); Glaube ist bei Christen halt auch immer mit dem Glauben an Christus verbunden.
    • Die nächsten sind getauft Emoticon: phrase
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  9. #5799
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
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    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Die Gesichte finde ich etwas rätselhaft. Eine "Verzückung" angesichts seines Hungers und dem Wunsch, etwas zu "genießen" (V. 10) klingt fishy. Bisher (behaupte ich einfach mal) hat Jesus/Gott, wenn er etwas gegeben hat, es nie so plump dargeboten. Jesus wurde auch vom Satan versucht, indem der ihm Dinge gezeigt hat; ist hier der Teufel am Werk?
    So legen Muslime das wahrscheinlich aus, Teufel oder später angedichtet.

    Edith: Aber im restlichen NT wird das noch näher erläutert, zumindest indirekt. (also das "Warum?", nicht das "Wieso so spezifiach?")

  10. #5800
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    Ich würd sagen, dieses Kapitel ist bisher die deutlichste Abkehr vom mosaischen Gesetz:
    Alle Menschen, nicht nur Kindeskinder Jakobs, dürfen dazugehören.
    Alle Tiere können zum Verzehr geeignet sein, wenn sie durch Gott gegeben werden.

    Aber auch zwei Stellen, die die Nächstenliebe näher definieren:
    Keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen.
    Wir sind alle nur Menschen (vür'm Herrjott simmer jlich)

  11. #5801
    Zurück im Norden
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    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    [*]Nach Saulus ist Kornelius der nächste ranghohe Nicht-Jude, der durch göttliches Zutun das Privileg erhält, Christ zu werden. Im Gegensatz zum Judentum kann jeder Christ werden, wenn er "fromm und gottesfürchtig" ist und "viel Gutes durch seine Mildtätigkeit" tut und "ohne Unterlaß zu Gott" betet (V. 2). Kurz: Jeder, der Menschen und Gott liebt, wird zurückgeliebt.
    Saulus ist allerdings kein Nichtjude, im Gegenteil. Er berichtet später selbst, dass er nach der (aus seiner Sicht) strengsten Variante des jüdischen Glaubens lebte, nämlich als Pharisäer, und dass er beim berühmten Gamaliel die Auslegung des Gesetzes gelernt habe.

  12. #5802
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    Apostelgeschichte 11
    Achtung Spoiler:
    1 Es erhielten aber die Apostel und die Brüder in Judäa Kunde davon, daß auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hätten.
    2 Als daher Petrus nach Jerusalem zurückgekehrt war, stellten die Gläubigen jüdischer Herkunft ihn zur Rede
    3 und hielten ihm vor: »Du bist bei Nichtjuden eingekehrt und hast mit ihnen gegessen!«
    4 Da legte Petrus ihnen im einzelnen dar, wie sich alles von Anfang an zugetragen hatte, und berichtete:
    5 »Ich befand mich in der Stadt Joppe im Gebet; da sah ich im Zustande der Verzückung ein Gesicht: ein Behälter kam herab wie ein großes Stück Leinwand, das an den vier Zipfeln vom Himmel herabgelassen wurde und bis zu mir kam.
    6 Als ich dann hineinschaute und es mir genau ansah, erblickte ich darin die vierfüßigen Tiere der Erde, auch die wilden, und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels.
    7 Zugleich vernahm ich auch eine Stimme, die mir zurief: ›Stehe auf, Petrus, schlachte und iß!‹
    8 Ich erwiderte darauf: ›Nicht doch, Herr! Denn noch nie ist etwas Unheiliges und Unreines in meinen Mund gekommen.‹
    9 Aber eine Stimme erscholl zum zweitenmal vom Himmel her: ›Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein!‹
    10 Dies wiederholte sich bis zum drittenmal; dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.
    11 Und seht, sogleich standen vor dem Hause, in dem wir waren, drei Männer, die aus Cäsarea zu mir gesandt waren;
    12 und der Geist gebot mir, ohne alles Bedenken mit ihnen zu gehen. Es begleiteten mich aber auch diese sechs Brüder hier, und wir traten in das Haus des Mannes ein.
    13 Der berichtete uns nun, wie er den Engel in seinem Hause gesehen habe, der dagestanden und gesagt hätte: ›Sende nach Joppe und laß Simon mit dem Beinamen Petrus holen;
    14 der wird Worte zu dir reden, durch die du mit deinem ganzen Hause gerettet werden wirst.‹
    15 Während ich dann zu reden begann, fiel der heilige Geist auf sie ebenso wie auch auf uns im Anfang.
    16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: ›Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden.‹
    17 Wenn somit Gott ihnen die gleiche Gnadengabe verliehen hat wie uns, die wir zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gekommen sind, wie wäre ich da imstande gewesen, Gott zu wehren?«
    18 Als sie das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott mit den Worten: »So hat Gott also auch den Heiden die Buße zum Leben verliehen!«
    19 Diejenigen (Gläubigen) nun, welche sich aus Anlaß der Verfolgung, die wegen des Stephanus entstanden war, zerstreut hatten, waren bis nach Phönizien, Cypern und Antiochia gezogen, ohne jedoch jemandem das Wort zu verkündigen als nur Juden.
    20 Es befanden sich aber einige Männer aus Cypern und Cyrene unter ihnen, die sich nach ihrer Ankunft in Antiochia auch mit den Griechen besprachen und ihnen die Heilsbotschaft vom Herrn Jesus verkündigten.
    21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, so daß eine große Anzahl gläubig wurde und sich zum Herrn bekehrte.
    22 Die Kunde hiervon kam der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren, die dann den Barnabas nach Antiochia entsandte.
    23 Als dieser nach seiner Ankunft dort die Gnade Gottes wahrnahm, freute er sich und ermahnte alle, mit festem Herzen dem Herrn treu zu bleiben;
    24 er war nämlich ein trefflicher Mann, erfüllt mit heiligem Geist und mit Glauben. So wurde denn eine ansehnliche Menge für den Herrn hinzugewonnen.
    25 Barnabas begab sich dann von dort nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen;
    26 und als er ihn gefunden hatte, nahm er ihn mit nach Antiochia; und es fügte sich dann so, daß sie ein ganzes Jahr hindurch als Gäste in der Gemeinde tätig waren und eine beträchtliche Menge unterwiesen und daß man in Antiochia zuerst den Jüngern den Namen ›Christen‹ (wörtlich: Christianer) beilegte.27 In dieser Zeit kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia hinab.
    28 Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte auf Eingebung des Geistes, daß eine große Hungersnot über den ganzen Erdkreis kommen würde, die dann auch wirklich unter der Regierung des (Kaisers) Klaudius eintrat.
    29 Da beschlossen die Jünger, jeder von ihnen solle nach Maßgabe seines Vermögens den im jüdischen Lande wohnenden Brüdern eine Unterstützung zukommen lassen.
    30 Sie führten diesen Beschluß auch aus und ließen es (den Ertrag der Sammlung) durch Vermittlung des Barnabas und Saulus an die Ältesten (der Gemeinde) gelangen.27 In dieser Zeit kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia hinab.
    28 Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte auf Eingebung des Geistes, daß eine große Hungersnot über den ganzen Erdkreis kommen würde, die dann auch wirklich unter der Regierung des (Kaisers) Klaudius eintrat.
    29 Da beschlossen die Jünger, jeder von ihnen solle nach Maßgabe seines Vermögens den im jüdischen Lande wohnenden Brüdern eine Unterstützung zukommen lassen.
    30 Sie führten diesen Beschluß auch aus und ließen es (den Ertrag der Sammlung) durch Vermittlung des Barnabas und Saulus an die Ältesten (der Gemeinde) gelangen.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Die Leinwand scheint wichtig zu sein, denn die ersten 10 Verse eine teilweise wortgleiche Wiederholung des letzten Kapitels. Auch die folgenden Verse erzählen nichts Neues; das ist in der räumlichen Nähe zweier Kapitel bislang noch nicht vorgekommen.
    • Angesichts des Fazits in Ver 17 ("Wenn somit Gott ihnen die gleiche Gnadengabe verliehen hat wie uns") frage ich mich, ob die ganzen (unreinen) Tiere auf der Leinwand für die (unreinen) Heidenvölker stehen. Das "Schlachten" könnte man so zu verstehen ist, dass sie (als "Opfer") zu Gott dürfen. Jesus wurde auch gegessen, er ist (als Jude) das Lamm Gottes. Auch nur ein vierbeiniges Tier.
    • Währenddessen gelangt die Heilsbotschaft bis nach Griechenland/in die Türkei. Oder wo auch immer dieses Antiochia liegt. Laut Internet ist Antiochia am Orontes genau im Süden der Türkei das bedeutendste Antiochia gewesen.
    • Barnabas (V. 22) Der ist ziemlich effizient. Erinnert mich an die Figuren aus Der Pate, die unter den ranghöchsten stehen und die Drecksarbeit machen. Ich weiß nur nicht mehr, wie man die innerhalb der Mafia nennt.
    • Wie haben sich die Jünger genannt, bevor sie "Christianer" genannt wurden (V. 26)?
    • Die Gemeinde teilt Vermögen in der Not. Das klingt wie eine leichte Abschwächung davon, dass jeder alles Vermögen abgibt und man es gemeinsam verwaltet (was vor ein paar Kapiteln vorkam).
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  13. #5803
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    Apostelgeschichte 12
    Achtung Spoiler:
    1 Um jene Zeit ließ der König Herodes einige Mitglieder der Gemeinde gefangennehmen, um seine Wut an ihnen auszulassen.
    2 So ließ er Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert hinrichten;
    3 und als er sah, daß sein Vorgehen den Beifall der Juden fand, ließ er weiter auch Petrus verhaften, und zwar während der Tage der ungesäuerten Brote.
    4 Als er ihn nun festgenommen hatte, ließ er ihn ins Gefängnis setzen und übertrug seine Bewachung vier Abteilungen Soldaten von je vier Mann; nach dem Passah wollte er ihn dann dem Volk (zur Aburteilung) vorführen lassen.
    5 So wurde also Petrus im Gefängnis bewacht, während von der Gemeinde unablässig für ihn zu Gott gebetet wurde.
    6 Als ihn nun Herodes (zur Verurteilung) vorführen lassen wollte, schlief Petrus in der Nacht zuvor zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt; außerdem versahen Posten vor der Tür die Bewachung (der Zelle).
    7 Da stand mit einemmal ein Engel des Herrn da, und Lichtschein erhellte den Raum. Der Engel weckte den Petrus durch einen Stoß in die Seite und sagte zu ihm: »Stehe schnell auf!« Zugleich fielen ihm die Ketten von den Armen ab.
    8 Weiter sagte der Engel zu ihm: »Gürte dich und binde dir die Sandalen unter!« Das tat Petrus. Dann sagte der Engel zu ihm: »Wirf dir deinen Mantel um und folge mir!«
    9 So ging Petrus denn hinter ihm her (aus der Zelle) hinaus, wußte aber nicht, daß das, was durch den Engel geschah, Wirklichkeit war; er meinte vielmehr zu träumen.
    10 Als sie dann an dem ersten und zweiten Wachposten vorübergegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das zur Stadt hinausführte; dieses öffnete sich ihnen von selbst, und nachdem sie hinausgetreten waren, gingen sie eine Straße weit vorwärts; da verschwand plötzlich der Engel neben ihm.
    11 Als Petrus nun zu sich kam, sagte er: »Jetzt weiß ich in Wahrheit, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes und vor der ganzen Gier des jüdischen Volks gerettet hat.«
    12 Nachdem er sich hierüber klar geworden war, ging er nach dem Hause der Maria, der Mutter des Johannes, der den Beinamen Markus führte; hier waren viele (Brüder) versammelt und beteten.
    13 Als er nun an die Tür des Hoftores geklopft hatte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen, wer da sei.
    14 Als sie Petrus an der Stimme erkannte, schloß sie in ihrer Freude das Tor nicht auf, sondern lief ins Haus hinein und meldete, Petrus stehe vor dem Tor.
    15 Jene antworteten ihr: »Du bist von Sinnen!«, doch sie versicherte bestimmt, es verhalte sich so.
    16 Da sagten sie: »Es muß sein Engel sein!« Petrus aber fuhr inzwischen beharrlich fort zu pochen; da schlossen sie auf, sahen ihn und gerieten in das höchste Erstaunen.
    17 Er aber gab ihnen mit der Hand einen Wink, sie möchten sich still verhalten, erzählte ihnen dann, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeführt habe, und gab ihnen den Auftrag: »Teilt dies dem Jakobus und den (übrigen) Brüdern mit!« Darauf entfernte er sich und begab sich an einen anderen Ort.
    18 Nach Tagesanbruch aber entstand eine nicht geringe Bestürzung unter den Soldaten, was wohl mit Petrus geschehen sei.
    19 Herodes wollte ihn nämlich holen lassen; und als er ihn nicht vorfand, stellte er ein Verhör mit den Wächtern an und ließ sie (zur Hinrichtung) abführen. Darnach begab er sich aus Judäa nach Cäsarea hinab und verlegte dorthin seine Hofhaltung.
    20 Er war damals aber gegen die Einwohner von Tyrus und Sidon erbittert; diese schickten jedoch nach gemeinsamem Beschluß eine Gesandtschaft an ihn, gewannen Blastus, den königlichen Kammerherrn, für sich und baten um Frieden; ihr Land war nämlich bezüglich der Zufuhr auf das Land des Königs angewiesen.
    21 Am festgesetzten Tage nun legte Herodes königliche Gewandung an, nahm auf der Rednerbühne Platz und hielt eine Ansprache an sie.
    22 Dabei rief das Volk ihm zu: »Ein Gott redet und nicht ein Mensch!«
    23 Da schlug ihn augenblicklich ein Engel des Herrn zur Strafe dafür, daß er nicht Gott die Ehre gegeben hatte: er erkrankte am Wurmfraß und beschloß sein Leben.
    24 Das Wort Gottes jedoch wuchs und breitete sich immer weiter aus.
    25 Barnabas und Saulus aber kehrten nach Ausrichtung ihres Auftrags von Jerusalem (nach Antiochia) zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit sich.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Jakobus
    • Wie Jesus wird Petrus an einem Feiertag festgenommen.
    • Wie Jesus entkommt er aus einem dunklen Loch (Gefängnis), das sehr gut bewacht wird mit Hilfe eines Engels. Allerdings hat bei ihm die Gemeinde "unablässig [...] zu Gott getetet" (V. 5), eine ähnliche Formulierung gab es bei Jesus nicht. Da waren es höchstens die Frauen, die das Grab aufgesucht haben und Jesus gedachten.
    • Genau wie bei Jesus glauben die Jünger nicht, dass er "auferstanden" sei (vgl. V. 15). Und wie bei Jesus erkennt eine Maria (die bei Petrus Rhode heißt) ihn als ersten.
    • Die Folgen von Petrus' Flucht scheinen politisch erheblich zu sein, wenn die ganze Wachmannschaft hingerichtet und der Hofsitz verlegt werden (V. 19)
    • Herodes
    • Herodes nimmt einen Jünger, Gott nimmt einen Herodes. Auge um Auge... oder so
    • Wurmfraß klingt...
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  14. #5804
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    Die Vision von Petrus:
    Ja, die unreinen Tiere stehen für die Menschen aus den Heidenvölkern. Von diesen hatten die frommen Juden sich abgegrenzt. Man musste zwar mit ihnen reden und handeln - aber man hat sich nicht enger befreundet oder so. Das hat häufig zu tun mit den Reinheitsvorschriften. Heiden tischen Schweinefleisch auf, halten sich nicht an entsprechende Waschungvorschriften oder verunreinigen sich anderweitig. Damit ist nicht gemeint, dass sie dreckig sind, sondern dass sie kultisch unrein sind, nach den Vorschriften in den Mosebüchern. Heiden dürfen ja auch nicht in den Tempel. Die sind maximal im äußersten Vorhof zugelassen.

    Beim Kämmerer aus Äthiopien hatte die Taufe eines Heiden nicht viel Aufsehen erregt - der ward ja nie wieder gesehen. Kornelius hingegen lebt in Cäsarea maritima https://de.wikipedia.org/wiki/Caesarea_Maritima
    Es werden also von den bisher nur jüdischen Christen Fragen gestellt: Wieso hat Petrus Gemeinschaft mit Heiden? Hat er sich verunreinigt und die Mose-Gesetze gebrochen? Wieso werden die getauft? Müssen sie die jüdischen Gesetze halten? Was ist mit der Beschneidung? Hätte es nicht diese dreimlaige Vision gegeben und das deutliche Sprechen Gottes durch den Heiligen Geist, wäre Petrus vermutlich nicht in das Haus eines Heiden gegangen. Wären nicht ein Zeichen des Glaubens (Reden in fremden Sprachen) bi den römischen Heiden zu sehen gewesen, hätte Petrus sie nicht getauft.

    Gott selbst also erweitert hier den Kreis. Er sorgt dafür, dass Menschen, die eigentlich gar nicht zu seinem Volk (Israel) gehören, bei seinem neuen Volk (Christen) dabei sein dürfen. So war es von Anfang an geplant. Zu Abraham war schon gesagt: Du sollst ein Segen für die Nationen sein. Jesus selbst sagte: Ich habe noch andere Schafe. Und am Start der Apostelgeschichte hatten wir: Ihr werdet meine Zeugen sein... bis ans Ende der Erde. Im weiteren Verlauf des neuen Testamentes wird das eine Spannung und Schwierigkeit sein, die sich auch durch viele Briefe zieht: Wie gehen die Judenchristen mit den Heidenchristen um? Welche jüdischen Gebote müssen die Heidenchristen halten? Wie viel Gemeinschaft kann es geben zwischen Judenchristen und Heidenchristen? Hier ist ja schon das gemeinsame Essen ein Problem.


    Johannes Markus:
    Petrus kommt nach seiner Freilassung zum Haus von Johannes Markus' Eltern. Anscheinend war dort sowas wie das christliche Hauptquartier in Jeusalem. Er wird von Paulus und Barnabas mit nach Antiochia genommen. Nach der christlichen Tradition ist dieser Johannes Markus der Autor des Markusevangeliums.


    Antiochia:
    Ja, das ist das Antiochia am Orontes, nach Rom und Alexandria die drittgröße Stadt im römischen Reich. https://de.wikipedia.org/wiki/Antiochia_am_Orontes - Also die Hauptstadt der Seleukiden bei Rome Total War.
    Christen: Hier wurden die Gläubigen zuerst so genannt. Man erkennt auch schön: Nachdem der Damm erstmal gebrochen ist und der erste Heide (Kornelius) Christ geworden ist, zieht das Kreise. Auf einmal wollen viel mehr Heiden glauben. Und so braucht man einen anderen Namen, um die Gläubigen von den Juden zu unterscheiden. Und da die Menschen dieser neuen Religion einen Typen names Christus verehren, nennt man sie halt so. Ist ähnlich wie manche Leute zu Muslimen Mohammedaner sagen.
    Nur bei den Christen ist der Name geblieben - und er ist auch passend. Wir folgen ja Christus nach, und wer sich nur so nennt und ihm nicht wirklich nachfolgt, der ist ein falscher Fuffziger.

    Davor nannten sich die Christen selbst: "Die des Weges sind", "die auf dem Weg gehen" oder sowas ähnliches.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  15. #5805
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    Apostelgeschichte 13
    Achtung Spoiler:
    1 In Antiochia wirkten damals in der dortigen Gemeinde folgende Propheten und Lehrer: Barnabas, Symeon mit dem Beinamen Niger, Lucius aus Cyrene, Manaën, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.
    2 Als sie nun einst dem Herrn Gottesdienst hielten und fasteten, gebot der heilige Geist: »Sondert mir doch Barnabas und Saulus für das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!«
    3 Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.
    4 So gingen denn die beiden, vom heiligen Geist ausgesandt, nach Seleucia hinab, fuhren von dort zu Schiff nach Cypern
    5 und verkündigten nach ihrer Ankunft dort in Salamis das Wort Gottes in den Synagogen der Juden; als Gehilfen hatten sie noch Johannes (Markus) bei sich.
    6 Nachdem sie nun die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie dort einen jüdischen Zauberer und falschen Propheten namens Barjesus,
    7 der zu der Umgebung des (römischen) Statthalters Sergius Paulus, eines verständigen Mannes, gehörte. Dieser ließ Barnabas und Saulus zu sich rufen und wünschte von ihnen das Wort Gottes zu hören.
    8 Da trat aber Elymas, der Zauberer – so lautet nämlich sein Name übersetzt –, ihnen entgegen und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
    9 Saulus aber, der auch Paulus heißt, blickte ihn fest an und sagte, voll heiligen Geistes:
    10 »O du Teufelssohn, der du ganz voll von lauter Lug und Trug bist, du Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn krumm zu machen?
    11 Jetzt aber kommt die Hand des Herrn über dich: du sollst blind sein und das Sonnenlicht eine Zeitlang nicht sehen!« Da fiel augenblicklich Dunkel und Finsternis auf ihn: er tappte umher und suchte nach jemandem, der ihn an der Hand führen sollte.
    12 Als der Statthalter den Vorgang sah, kam er zum Glauben und war voll Staunens über die (Kraft der) Lehre des Herrn.
    13 Von Paphos gingen Paulus und seine Gefährten wieder in See und kamen nach Perge in Pamphylien; hier trennte sich Johannes von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.
    14 Sie aber zogen von Perge aus landeinwärts weiter und gelangten nach dem pisidischen Antiochia, wo sie am Sabbattage in die Synagoge gingen und sich dort (auf den für Fremde bestimmten Plätzen) niedersetzten.
    15 Nach der Schriftverlesung aus dem Gesetz und den Propheten ließen ihnen die Vorsteher der Synagoge sagen: »Werte Brüder, wenn ihr eine erbauliche Ansprache an das Volk zu richten habt, so redet!«
    16 Da stand Paulus auf, gab einen Wink mit der Hand und sagte: »Ihr Männer von Israel und ihr, die ihr Gott fürchtet, hört mich an!
    17 Der Gott unsers Volkes Israel hat unsere Väter sich erwählt und unser Volk während seines Aufenthalts in dem fremden Lande Ägypten emporgebracht und sie dann mit hocherhobenem Arm von dort weggeführt.
    18 Während einer Zeit von ungefähr vierzig Jahren hat er sie dann in der Wüste mit schonender Liebe getragen,
    19 hat sieben Völker im Lande Kanaan vernichtet und ihnen deren Land zum Besitz gegeben;
    20 das hat ungefähr vierhundertfünfzig Jahre gedauert. Hierauf gab er ihnen Richter bis auf den Propheten Samuel.
    21 Von da an wollten sie einen König haben, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamme Benjamin, für vierzig Jahre.
    22 Nach dessen Verwerfung erhob er David zum König über sie; ihm hat er dann auch das Zeugnis erteilt: ›Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der in allem meinen Willen tun wird.‹
    23 Dieser ist’s, aus dessen Nachkommenschaft Gott jetzt nach seiner Verheißung Jesus als Retter für Israel hat hervorgehen lassen,
    24 nachdem vor dessen Auftreten Johannes dem ganzen Volk Israel eine Taufe der Buße verkündigt hatte.
    25 Als aber Johannes am Abschluß seiner Laufbahn stand, erklärte er: ›Das, wofür ihr mich haltet, bin ich nicht; doch wisset wohl, nach mir kommt der, für den ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe von den Füßen loszubinden!‹
    26 Werte Brüder, Söhne von Abrahams Geschlecht, und ihr anderen hier, die ihr Gott fürchtet: an uns ist diese Heilsverkündigung ergangen!
    27 Denn die Bewohner Jerusalems und ihre Oberen haben, obwohl sie diesen Jesus nicht erkannten, doch die Aussprüche der Propheten, die an jedem Sabbat zur Verlesung kommen, durch ihr Verdammungsurteil zur Erfüllung gebracht
    28 und, obwohl sie keine todeswürdige Schuld an ihm fanden, doch seine Hinrichtung von Pilatus verlangt.
    29 Nachdem sie schließlich alles ausgeführt hatten, was über ihn in der Schrift steht, haben sie ihn vom Kreuz herabgenommen und ihn in ein Grab gelegt.
    30 Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt,
    31 und mehrere Tage hindurch ist er denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt Zeugen für ihn dem Volk gegenüber sind.
    32 Und wir bringen euch die das Heil verkündende Botschaft, daß Gott die Verheißung, die unsern Vätern einst zuteil geworden ist,
    33 für uns, die Nachkommen jener, durch die Auferweckung Jesu zur Erfüllung gebracht hat, wie ja auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ›Du bist mein Sohn, ich habe dich heute gezeugt.‹
    34 Daß er ihn aber von den Toten auferweckt hat, um ihn nicht wieder der Verwesung anheimfallen zu lassen, hat er mit den Worten ausgesprochen: ›Ich will euch die heiligen, dem David verheißenen unverbrüchlichen Güter verleihen.‹
    35 Darum heißt es auch an einer andern Stelle: ›Du wirst nicht zulassen, daß dein Heiliger die Verwesung sieht.‹
    36 Denn David selbst ist doch entschlafen, nachdem er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hatte: er ist zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen;
    37 der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.
    38 So soll euch denn kundgetan sein, werte Brüder, daß euch durch diesen (Jesus) die Vergebung der Sünden verkündigt wird,
    39 und von allem, wovon ihr durch das mosaische Gesetz keine Rechtfertigung habt erlangen können, wird in diesem ein jeder gerechtfertigt, der da glaubt.
    40 Darum seht wohl zu, daß [bei euch] nicht das Prophetenwort zutreffe:
    41 ›Seht, ihr Verächter, verwundert euch und vergeht! Denn ein Werk vollführe ich in euren Tagen, ein Werk, das ihr gewiß nicht glauben würdet, wenn jemand es euch erzählte.‹«
    42 Als sie dann die Synagoge verließen, sprach man die Bitte gegen sie aus, sie möchten am nächsten Sabbat von diesen Dingen noch weiter zu ihnen reden.
    43 Nachdem nun die Synagogen-Versammlung auseinandergegangen war, folgten viele von den Juden und den gottesfürchtigen Heidenjuden dem Paulus und Barnabas nach; diese redeten ihnen eifrig zu und ermahnten sie, in der Gnade Gottes zu verharren.
    44 Am folgenden Sabbat aber fand sich beinahe die ganze Stadt ein, um das Wort Gottes zu hören.
    45 Als jedoch die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie mit Eifersucht erfüllt und widersprachen den Darlegungen des Paulus unter Schmähungen.
    46 Da erklärten ihnen Paulus und Barnabas mit Freimut: »Euch (Juden) mußte das Wort Gottes zuerst verkündigt werden; weil ihr es aber zurückstoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, so wenden wir uns nunmehr zu den Heiden!
    47 Denn so hat uns der Herr geboten: ›Ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht, damit du zum Heil werdest bis ans Ende der Erde.‹«
    48 Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle, soweit sie zum ewigen Leben verordnet waren, wurden gläubig.
    49 So verbreitete sich denn das Wort des Herrn durch die ganze Gegend.
    50 Die Juden aber hetzten die vornehmen Frauen, die sich zum Judentum hielten, und die angesehensten Männer der Stadt auf, erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus dem Gebiet ihrer Stadt.
    51 Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen (zum Zeugnis) gegen sie und begaben sich nach Ikonium;
    52 die Jünger aber wurden mit Freude und mit heiligem Geist erfüllt.

    Bemerkungen/ Gedanke:

    • Von Antiochia werden die Missionare weiter nach Zypern geschickt Emoticon: steuermann
    • Heißt der Zauberer jetzt Barjesus oder Elymas Egal, Saulus heißt jetzt auch Paulus
    • Barjesus heißt übersetzt "Sohn des Jesus". Er ist aber kein wirklicher Sohn Jesu, sonst wäre er kaum ein falscher Prophet.
    • Der Statthalter wird überzeugt
    • Witzig, dass die 40 Jahre in der "erbaulichen Ansprache" nur noch "ungefähr vierzig" sind (V. 18)
    • Jesu Genealogie wird, wie bei Matthäus am Anfang, als zentrales Argument dafür benutzt, dass er der Messias ist (s. V. 23). Der ausführliche Bericht und die Argumentation (insb. ab Vers 25) sind nachvollziehbar, da jetzt Juden überzeugt werden sollen, die sich weit weg von Jerusalem befinden.
    • Spannend, dass ausgerechnet Paulus - der als Saulus so vehement gegen die Christen vorging - diese Rede hält und nicht etwa Barnabas. Seine Biografie könnte die Worte überzeugender machen.
    • Paulus ist auch sehr bibelfest, zitiert u.a. mehrmals die Psalme (V. 33 und 35) und Jesaja (V. 34 und 47). In Vers 33-35 verknüpft er drei Stellen, um anhand der Wiederauferstehung Jesu Auserwähltheit zu begründen und die von David "abzustreiten" (David ist verwest, er kann nicht der Messias gewesen sein).
    • Die Verse 38 und 39 (die in anderne Übersetzungen übrigens anders geschnitten sind) scheinen mir brisant zu sein. Zum einen sagt Paulus ausdrücklich, dass Jesus Sünden vergibt und zum anderen, dass das mosaische Gesetz unvollkommen ist. Jesus ist der Patch, mit dem religiöses Leben spielbar wird.
    • Und in Vers 46 suchen Paulus und Barnabas die offene Konfrontation mit den "Altjuden"
    • Da stellt sich mir die Frage: Wie ist eigentlich heute das Verhältnis zwischen Christen und Juden? Also auf theologischer Ebene. Die lehnen Jesus als Christus ab, aber richtig Beef gibt's ja nicht. Versuchen Christen Juden zu missionieren?
    • Apropos missionieren: Missionierung war unterm Strich ein Erfolg - sieht man davon ab, dass Barnabas und Paulus aus der Stadt gejagt werden
    • Staub von den Füßen schütteln... boah, da war doch mal was, als Jesus den Jüngern befholen hat, herumzujüngern und ohne irgendwas (mit nackten Füßen sogar?) in die Fremde zu gehen Emoticon: kratz
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

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