Ich hatte es zuvor so verstanden, dass Kandace ihr "lokalisierter" Titel sei, wie Zarina oder Sultana.
Wobei Exodus ja auch Pharaoh teilweise als Namen statt Titel behandelt.![]()
Ich hatte es zuvor so verstanden, dass Kandace ihr "lokalisierter" Titel sei, wie Zarina oder Sultana.
Wobei Exodus ja auch Pharaoh teilweise als Namen statt Titel behandelt.![]()
Simon der Zauberer:
Durch ihn wurde der Begriff der Simonie geprägt: Man kauft sich mit Geld (Bestechung) ein geistliches Amt. Das war vor allem im Mittelalter ein Problem, weil da die geistlichen Ämter auch viel weltliche Macht und Reichtum beinhalteten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Simonie
Kandake:
Das ist die Königin von Nubien, des Landes am Nil, südlich von Ägypten. Äthiopien steht damals noch für den ganzen afrikanischen Kontinent und nicht wie heute für das Land Äthiopien. Die Nubier haben sich sogar mit dem römischen Reich angelegt und ein Unentschieden erreicht. Kandake ist kein Name, sondern ein Titel und der lässt sich eindeutig zuordnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kandake
Salomo begegnet der Königin von Saba, was wahrscheinlich den Jemen meint. Die Kandake hier tut hingegen gar nichts, sie wird nur als Königin erwähnt.
Der Kämmerer:
Er ist ein Eunuch, das macht die Sache speziell. Er kann kein Jude werden, weil er nicht beschnitten werden kann.
Warum kann er die Schriften lesen: Weil er als gebildeter Mann natürlich Griechisch kann und sich ne griechisch übersetzte Schriftrolle gekauft hat. Die Septuaginta war ja im Umlauf. Das steht nicht so da, aber so erkläre ich mir das. Griechisch ist ohnehin die beste Erklärung für alle Fragen im Neuen Testament bezüglich: Wie reden die überhaupt miteinander, wie verstehen sie sich? Der Hellenismus hatte ja 300 Jahre lang Zeit und jeder der irgendwie Bildung genossen hat oder als Händler was verkaufen will, kommt im östlichen Mittelmeerraum zwingend mit Griechisch in Kontakt.
Warum versteht er sie nicht, obwohl er sie lesen kann: Weil die Prophetien des Alten Testaments eben nicht immer so leicht zu begreifen sind. Er stellt ja die Frage: Redet der Prophet von sich oder von jemand Anderem?
Der Kämmerer ist der erste Christ der vorher kein Jude war. (Die "Hellenisten" in Kapitel 6 sind Juden aus dem griechischsprachigen Raum, die in Jerusalem geblieben sind, um hier zu den Christen zu gehören) Er konnte nicht mal einer werden. Der erste Heide der getauft wird. Und er war (höchstwahrscheinlich) schwarz. Das muss allen, die Christentum mit Nationalismus oder Rassismus vermischen wollen, zu denken geben.
Stephanus und Philippus:
Die Zwei Diakone wurden gewählt für die Essenausgabe. Berichtet wird von ihnen genau andere Sachen: Sie predigen und missionieren. Stephanus wird der erste Märtyrer. Er vergibt seinen Feinden, genau so wie Jesus am Kreuz. Er ist Jesus nachgefolgt.
Gliederung der Apostelgeschichte:
Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Welt
Zuerst waren die Apostel in Jerusalem tätig. Pfingsten, die Heilung des Gelähmten - das war in Jerusalem.
Jetzt kommt eine Verfolgung, ausgelöst durch die Steinigung von Stephanus. Und viele fliehen ins Umland. Dadurch verbreitet sich die Botschaft. Der erste Heide(Nichtjude) wird getauft. Petrus und Johannes müssen extra nach Samaria, damit die auch den Geist empfangen. Der Kreis weitet sich aus.
Glauben nur durch Gemeinschaft empfangen:
Bei den Samaritern liegt ein Sonderfall vor. Es ist das erste Mal, dass Samariter Christen werden. Das ist ähnlich wie bei Heiden, die Christen werden - das sind keine Juden. Die gehören nicht zu Volk Gottes. Bei den Samaritern kann man noch diskutieren dass sie ja eigentlich dabei sind. Es werden also Diskussionen geführt worden sein unter den Aposteln: Wie die Samariter gehören auch dazu? Die dürfen mitmachen?
Dass der Kreis hier ausgeweitet wird, bedarf also hier einer Autorisierung. Deswegen gehen Petrus und Johannes hin. Normalerweise kriegen die Menschen, die sich bekehren in der Apostelschichte einfach so den Heiligen Geist, da brauchts keine Handauflegung durch Apostel. Das werden wir in den nächsten Kapiteln sehen.
Ansonsten kam es in der Kirchengeschichte immer wieder vor, dass Menschen einfach durchs Lesen der Bibel zum Glauben gekommen sind ohne irgend etwas ode irgendjemand anderes. Danach gehört zum Glauben aber die Gemeinschaft mit anderen Christen eigentlich dazu.
Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal
Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.
Es gibt sogar Remakes von 2018 (25th Anniversary Edition) und einen neuen Teil von 2025: https://store.steampowered.com/app/1...cerer_Origins/
Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ... (Terry Pratchett)
Apostelgeschichte 9
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Das dürfte der Saulus sein, der sprichwörtlich zum Paulus wird. Zumindest klingt "Drohungen und Mord schnauben" (V. 1) nicht besonders nett.
- Mit "Hier bin ich, (Herr)" reagieren für gewöhnlich Propheten auf Gott. Hier ist es ein Jünger. Er vollführt Wunder wie Jesus (macht den Blinden sehend). So sind Facetten von Jesus in jedem, der ihm durch Glauben nahe ist
- Drei Tage ohne Sehvermögen, kein Essen, kein Trinken - als wäre er drei Tage lang "tot". Wie Jesus nach seiner Kreuzigung. Dann erhält er den Heiligen Geist (V. 17); Jesus gab den Geist am Kreuz auf. Und er soll später von Juden ermordet werden (V. 23) - wie Jesus vor seiner Kreuzgigung. Also der "umgedrehte" Werdegang Jesu. Das passt insofern, als dass er "umgedreht" wird.
- "ein auserwähltes Werkzeug" (V. 15)
- Die Flucht im Korb
Erinnert ein wenig an Mose, nur dass Saulus schon alt und kein Knabe mehr ist.
- Barnabas
- Den Saulus finde ich eine der bislang interessanteren Gestalten. Sowohl wie er sprachlich aufgeführt wird als auch dass er durch seine Vergangenheit nicht nur Licht (sondern auch Schatten) ist.
- Äneas (V. 33)? Wie in der Sage? Erhebt sich hier symbolisch die christliche Mythologie über die griechisch-römische, indem sie diese "heilt"?
- Tabitha ist auch interessant: eine Jüngerin, die "außerordentlich viel Gutes" (V. 36) tut. Und stirbt. Aber nicht, weil sie getötet wird. Sie steht auch wieder auf. Auch Frauen können ein Jesus sein.
- Wenn ein dahergelaufener Ananas-Jünger Jesus-Dinge tut (Blinden heilen), tut ein Petrus krassere Jesus-Dinge. Er heilt einen Gelähmten und erweckt eine Jüngerin wieder zum Leben.
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https://www.bibleserver.com/LUT.ELB....elgeschichte10
Apostelgeschichte 10
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Dachte bei Cäsarea erst, dass wir schon im "Ausland" wären. Italische Abteilung klingt auch nach Rom. Aber das liegt wohl im heutigen Israel.
- Nach Saulus ist Kornelius der nächste ranghohe Nicht-Jude, der durch göttliches Zutun das Privileg erhält, Christ zu werden. Im Gegensatz zum Judentum kann jeder Christ werden, wenn er "fromm und gottesfürchtig" ist und "viel Gutes durch seine Mildtätigkeit" tut und "ohne Unterlaß zu Gott" betet (V. 2). Kurz: Jeder, der Menschen und Gott liebt, wird zurückgeliebt.
- Diese Prämisse wird später noch in Petrus Worten ("Doch mir hat Gott gezeigt, daß man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf.", V. 28 und in der Erlangung des Hl. Geistes (V. 44ff) deutlich)
- Es gab schon zu Petrus' Zeiten Kinos
Aber man muss ihm immer alles dreimal sagen.
- Die Gesichte finde ich etwas rätselhaft. Eine "Verzückung" angesichts seines Hungers und dem Wunsch, etwas zu "genießen" (V. 10) klingt fishy. Bisher (behaupte ich einfach mal) hat Jesus/Gott, wenn er etwas gegeben hat, es nie so plump dargeboten. Jesus wurde auch vom Satan versucht, indem der ihm Dinge gezeigt hat; ist hier der Teufel am Werk? Die Message "Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein" (V. 15) ist für einen "Papst" aber von gewisser Relevanz. Veranlasst sie Petrus zu erkennen, dass er "auch nur ein Mensch" (V. 26) ist, wenn der Hauptmann vor ihm kniet?
- Das Rekapitulieren der Geschichte Jesu gegen Ende des Kapitels erscheint mir etwas überflüssig, wenn Kornelius doch so fromm und gottesfürchtig ist. Allerdings scheint dadurch der Heilige Geist auf ihn zu fallen (V. 44); Glaube ist bei Christen halt auch immer mit dem Glauben an Christus verbunden.
- Die nächsten sind getauft
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Ich würd sagen, dieses Kapitel ist bisher die deutlichste Abkehr vom mosaischen Gesetz:
Alle Menschen, nicht nur Kindeskinder Jakobs, dürfen dazugehören.
Alle Tiere können zum Verzehr geeignet sein, wenn sie durch Gott gegeben werden.
Aber auch zwei Stellen, die die Nächstenliebe näher definieren:
Keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen.
Wir sind alle nur Menschen (vür'm Herrjott simmer jlich)
Apostelgeschichte 11
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Die Leinwand scheint wichtig zu sein, denn die ersten 10 Verse eine teilweise wortgleiche Wiederholung des letzten Kapitels. Auch die folgenden Verse erzählen nichts Neues; das ist in der räumlichen Nähe zweier Kapitel bislang noch nicht vorgekommen.
- Angesichts des Fazits in Ver 17 ("Wenn somit Gott ihnen die gleiche Gnadengabe verliehen hat wie uns") frage ich mich, ob die ganzen (unreinen) Tiere auf der Leinwand für die (unreinen) Heidenvölker stehen. Das "Schlachten" könnte man so zu verstehen ist, dass sie (als "Opfer") zu Gott dürfen. Jesus wurde auch gegessen, er ist (als Jude) das Lamm Gottes. Auch nur ein vierbeiniges Tier.
- Währenddessen gelangt die Heilsbotschaft bis nach Griechenland/in die Türkei. Oder wo auch immer dieses Antiochia liegt. Laut Internet ist Antiochia am Orontes genau im Süden der Türkei das bedeutendste Antiochia gewesen.
- Barnabas (V. 22)
Der ist ziemlich effizient. Erinnert mich an die Figuren aus Der Pate, die unter den ranghöchsten stehen und die Drecksarbeit machen. Ich weiß nur nicht mehr, wie man die innerhalb der Mafia nennt.
- Wie haben sich die Jünger genannt, bevor sie "Christianer" genannt wurden (V. 26)?
- Die Gemeinde teilt Vermögen in der Not. Das klingt wie eine leichte Abschwächung davon, dass jeder alles Vermögen abgibt und man es gemeinsam verwaltet (was vor ein paar Kapiteln vorkam).
Apostelgeschichte 12
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Jakobus
- Wie Jesus wird Petrus an einem Feiertag festgenommen.
- Wie Jesus entkommt er aus einem dunklen Loch (Gefängnis), das sehr gut bewacht wird mit Hilfe eines Engels. Allerdings hat bei ihm die Gemeinde "unablässig [...] zu Gott getetet" (V. 5), eine ähnliche Formulierung gab es bei Jesus nicht. Da waren es höchstens die Frauen, die das Grab aufgesucht haben und Jesus gedachten.
- Genau wie bei Jesus glauben die Jünger nicht, dass er "auferstanden" sei (vgl. V. 15). Und wie bei Jesus erkennt eine Maria (die bei Petrus Rhode heißt) ihn als ersten.
- Die Folgen von Petrus' Flucht scheinen politisch erheblich zu sein, wenn die ganze Wachmannschaft hingerichtet und der Hofsitz verlegt werden (V. 19)
- Herodes
- Herodes nimmt einen Jünger, Gott nimmt einen Herodes. Auge um Auge... oder so
- Wurmfraß klingt...
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Die Vision von Petrus:
Ja, die unreinen Tiere stehen für die Menschen aus den Heidenvölkern. Von diesen hatten die frommen Juden sich abgegrenzt. Man musste zwar mit ihnen reden und handeln - aber man hat sich nicht enger befreundet oder so. Das hat häufig zu tun mit den Reinheitsvorschriften. Heiden tischen Schweinefleisch auf, halten sich nicht an entsprechende Waschungvorschriften oder verunreinigen sich anderweitig. Damit ist nicht gemeint, dass sie dreckig sind, sondern dass sie kultisch unrein sind, nach den Vorschriften in den Mosebüchern. Heiden dürfen ja auch nicht in den Tempel. Die sind maximal im äußersten Vorhof zugelassen.
Beim Kämmerer aus Äthiopien hatte die Taufe eines Heiden nicht viel Aufsehen erregt - der ward ja nie wieder gesehen. Kornelius hingegen lebt in Cäsarea maritima https://de.wikipedia.org/wiki/Caesarea_Maritima
Es werden also von den bisher nur jüdischen Christen Fragen gestellt: Wieso hat Petrus Gemeinschaft mit Heiden? Hat er sich verunreinigt und die Mose-Gesetze gebrochen? Wieso werden die getauft? Müssen sie die jüdischen Gesetze halten? Was ist mit der Beschneidung? Hätte es nicht diese dreimlaige Vision gegeben und das deutliche Sprechen Gottes durch den Heiligen Geist, wäre Petrus vermutlich nicht in das Haus eines Heiden gegangen. Wären nicht ein Zeichen des Glaubens (Reden in fremden Sprachen) bi den römischen Heiden zu sehen gewesen, hätte Petrus sie nicht getauft.
Gott selbst also erweitert hier den Kreis. Er sorgt dafür, dass Menschen, die eigentlich gar nicht zu seinem Volk (Israel) gehören, bei seinem neuen Volk (Christen) dabei sein dürfen. So war es von Anfang an geplant. Zu Abraham war schon gesagt: Du sollst ein Segen für die Nationen sein. Jesus selbst sagte: Ich habe noch andere Schafe. Und am Start der Apostelgeschichte hatten wir: Ihr werdet meine Zeugen sein... bis ans Ende der Erde. Im weiteren Verlauf des neuen Testamentes wird das eine Spannung und Schwierigkeit sein, die sich auch durch viele Briefe zieht: Wie gehen die Judenchristen mit den Heidenchristen um? Welche jüdischen Gebote müssen die Heidenchristen halten? Wie viel Gemeinschaft kann es geben zwischen Judenchristen und Heidenchristen? Hier ist ja schon das gemeinsame Essen ein Problem.
Johannes Markus:
Petrus kommt nach seiner Freilassung zum Haus von Johannes Markus' Eltern. Anscheinend war dort sowas wie das christliche Hauptquartier in Jeusalem. Er wird von Paulus und Barnabas mit nach Antiochia genommen. Nach der christlichen Tradition ist dieser Johannes Markus der Autor des Markusevangeliums.
Antiochia:
Ja, das ist das Antiochia am Orontes, nach Rom und Alexandria die drittgröße Stadt im römischen Reich. https://de.wikipedia.org/wiki/Antiochia_am_Orontes - Also die Hauptstadt der Seleukiden bei Rome Total War.
Christen: Hier wurden die Gläubigen zuerst so genannt. Man erkennt auch schön: Nachdem der Damm erstmal gebrochen ist und der erste Heide (Kornelius) Christ geworden ist, zieht das Kreise. Auf einmal wollen viel mehr Heiden glauben. Und so braucht man einen anderen Namen, um die Gläubigen von den Juden zu unterscheiden. Und da die Menschen dieser neuen Religion einen Typen names Christus verehren, nennt man sie halt so. Ist ähnlich wie manche Leute zu Muslimen Mohammedaner sagen.
Nur bei den Christen ist der Name geblieben - und er ist auch passend. Wir folgen ja Christus nach, und wer sich nur so nennt und ihm nicht wirklich nachfolgt, der ist ein falscher Fuffziger.
Davor nannten sich die Christen selbst: "Die des Weges sind", "die auf dem Weg gehen" oder sowas ähnliches.
Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal
Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.
Apostelgeschichte 13
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanke:
- Von Antiochia werden die Missionare weiter nach Zypern geschickt
- Heißt der Zauberer jetzt Barjesus oder Elymas
Egal, Saulus heißt jetzt auch Paulus
- Barjesus heißt übersetzt "Sohn des Jesus". Er ist aber kein wirklicher Sohn Jesu, sonst wäre er kaum ein falscher Prophet.
- Der Statthalter wird überzeugt
- Witzig, dass die 40 Jahre in der "erbaulichen Ansprache" nur noch "ungefähr vierzig" sind (V. 18)
- Jesu Genealogie wird, wie bei Matthäus am Anfang, als zentrales Argument dafür benutzt, dass er der Messias ist (s. V. 23). Der ausführliche Bericht und die Argumentation (insb. ab Vers 25) sind nachvollziehbar, da jetzt Juden überzeugt werden sollen, die sich weit weg von Jerusalem befinden.
- Spannend, dass ausgerechnet Paulus - der als Saulus so vehement gegen die Christen vorging - diese Rede hält und nicht etwa Barnabas. Seine Biografie könnte die Worte überzeugender machen.
- Paulus ist auch sehr bibelfest, zitiert u.a. mehrmals die Psalme (V. 33 und 35) und Jesaja (V. 34 und 47). In Vers 33-35 verknüpft er drei Stellen, um anhand der Wiederauferstehung Jesu Auserwähltheit zu begründen und die von David "abzustreiten" (David ist verwest, er kann nicht der Messias gewesen sein).
- Die Verse 38 und 39 (die in anderne Übersetzungen übrigens anders geschnitten sind) scheinen mir brisant zu sein. Zum einen sagt Paulus ausdrücklich, dass Jesus Sünden vergibt und zum anderen, dass das mosaische Gesetz unvollkommen ist. Jesus ist der Patch, mit dem religiöses Leben spielbar wird.
- Und in Vers 46 suchen Paulus und Barnabas die offene Konfrontation mit den "Altjuden"
- Da stellt sich mir die Frage: Wie ist eigentlich heute das Verhältnis zwischen Christen und Juden? Also auf theologischer Ebene. Die lehnen Jesus als Christus ab, aber richtig Beef gibt's ja nicht. Versuchen Christen Juden zu missionieren?
- Apropos missionieren: Missionierung war unterm Strich ein Erfolg
- sieht man davon ab, dass Barnabas und Paulus aus der Stadt gejagt werden
- Staub von den Füßen schütteln... boah, da war doch mal was, als Jesus den Jüngern befholen hat, herumzujüngern und ohne irgendwas (mit nackten Füßen sogar?) in die Fremde zu gehen
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