Dazu müsste man wohl an die Berber selbst herantreten. Die Großkhane sind schon nicht mehr in Dagomys, aber sie hätten sicher nichts dagegen. Es versucht ja keiner von ihnen, die Sahara zu erobern.
Dazu müsste man wohl an die Berber selbst herantreten. Die Großkhane sind schon nicht mehr in Dagomys, aber sie hätten sicher nichts dagegen. Es versucht ja keiner von ihnen, die Sahara zu erobern.
Das heißt die Mongolen hätten nichts dagegen, wenn ich mit einigen Stämmen darüberrede und würden die Vereinbarungen anerkennen?
Gut dann Frage an meine Berater und meine Vasallen mit den Kontakten zu den Stämmen: Wie realistisch wäre es, dass man die uns wohlgesonnenen Stämme zu Separatfrieden bewegen könnte?
Das ist schwer zu sagen. Im besten Fall klappt es und man gewinnt vielleicht sogar zusätzlichen Einfluss (was ja vermutlich das Hauptziel wäre). Es kann aber auch sein, dass man dann als Feind wahrgenommen wird.
Ich habe da ein etwas weniger plumpes Vorgehen im Sinn: Ich würde Gesandte zu den Stämmen schicken, mit denen wir sowieso in Kontakt stehen und ihnen anbieten, dass Kalifat zwischen den Westberbern und den Mongolen vermittelt. Ich präzisiere nicht weiter, dass mir einzelne Stämme am liebsten sind. Hoffnugn dahinter: Sie teilen sich in zwei Lager und die mir nahestehenden Stämme wollen Frieden und gehen auf das Angebot dann als Separatfrieden ein. Damit wäre die Kahina-Allianz quasi tot.
Man wird es versuchen.
Ja, man wird versuchen, es auf diese Weise zu vermitteln.
Es könnte sein, dass die (vermutlich bereits seit einigen Monaten geplante) Offensive über den Süden als Hoffnung für die Allianz diente. Und der Kalif gilt natürlich als promongolisch, insofern gibt es vermutlich auch Vorbehalte gegen ihn als Vermittler.
Gut, dann macht es für sie natürlich Sinn auf die Offensive zu setzen. Ich würde ihnen den freundlichen Rat geben, nicht denselben Fehler wie der falsche Kalif in Arabien zu begehen, als ein vorteilhafter Kompromissfrieden zum Greifen nahe war.
Und klar ich leugne nicht, dass für die Mongolen gewisse Symapthien bestehen. Aktuell muss man sagen, dass die Großkhane faire Partner sind. Der Handel läuft, sie sind religiös tolerant und supportativ für die Religionsgemeinschaften, auch in Mekka haben sie die Verwaltung der Heiligen Stätten auf eine für die Stätten den Islam sehr vorteilhafte Art und Weise geregelt. Sie behandeln ihre Untertanen in den nordafrikanischen Satrapien gut. Der Seehandel, von dem auch die freien Berber profitieren, wird von mongolischen Flotten geschützt. Kurzum da der Kalif bzw. seine Vorgänger sich an die Friedenspflicht des Korans gebunden sehen und die Mongolen sich in allen Belangen korrekt verhalten, gab es nach dem Erringen unserer Unabhängigkeit für uns keinen gerechten Anlass für eine weitere Feindschaft oder einen erneuten Waffengang gegen die Mongolen.
Dann muss man sich auch ihre Gegner ansehen, gegen die das Kalifat Partei bezogen hatte: Die religiösen Fanatiker im Nahen Osten beabsichtigten die komplette islamische Umma zu unterwerfen, sie eigneten sich das Kalifenamt an und unterdrückten jegliche religiöse Freiheit in ihrem Machtbereich. Hätten wir solch eine Partei unterstützen sollen, um am Ende statt einem kooperativen Nachbarn wie dem Satrapen von Palermo einen expansiven religiösen Fanatiker auf Speed als Nachbarn in Algerien zu haben?
Gehen wir weiter nach Osten: Dort brannten Hindu-Fanatiker Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel von nicht-hinduistischen Religionen nieder. Ihr offenes Ziel war es nicht nur die Mongolen, sondern auch Islam, Christentum, Judentum und Buddhismus aus Indien zu vertreiben. Anhänger dieser Religionen hätten die Wahl gehabt zu fliehen oder dem Schwert übereignet zu werden.
Die Mongolen schützten sie. Mongolische Soldaten und Befehlshaber gingen in den sicheren Tod, um Frauen und Kindern die Chance zur Flucht zu ermöglichen. Ein ehrenvollere Art und Weise für einen Krieger zu sterben, gibt es nicht.
Das sind zwei Beispiele, wo man einfach sagen muss, die Mongolen waren im Recht. Sie hatten gegen Verfolgung, Mord und Unterdrückung gekämpft.
Aber haben sie (also die Westberber) mitbekommen, dass wir uns gegen sie positioniert haben? Gewiss setzen wir auf einen Ausgleich mit den Mongolen, statt auf ihre militärische Niederwerfung. Dennoch sind auch der Kalif und seine Vorfahren Berber und sympathisieren auch mit den Stämmen. Wir bedauern es, dass es zwischen zwei Parteien, zu denen wir gute Beziehungen knüpften bzw. knüpfen wollen, zum Krieg gekommen ist. Wir denken, dass es ihnen nicht um Blutrausch und Reinheitsideologien wie den Revolten in Arabien und Indien geht, sondern vor allem darum, eine bessere Lebensgrundlage für ihre Stämme zu erzielen (Eroberung fruchtbarer Gebiete im Süden und Goldlieferungen). Auch, wenn wir den Waffengang bedauern, so können wir diese Motivation verstehen.
Die beiden verstorbenen Kalifen hatten auch ein enges Verhältnis zu einem japanischen Exilanten, der sie in militärischen Angelegenheiten beriet. Er hatte gegen die Mongolen gekämpft und auch über den japanishen Aufstand erzählt. Dieser war von einer Motivation geprägt, welche nicht unähnlich von der Motivation der Völker Marokkos und Spaniens gewesen ist, als sie damals das Kalifat neu ausriefen. Aber auch er hat den Mongolen zu Gute gehalten, dass sie nach der Niederschlagung des Aufstandes auf Racheakte z.B. gegen die den Tenno und seine Familie verzichteten.
Kurzgesagt: Ich sehe mich gerade als geeigneten Vermittler an, weil ich mit den Mongolen gute Beziehungen habe, aber auch gerne eine für die Berberstämme günstige Regelung hätte, damit sie besser leben können.
Man gibt das so weiter!