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Thema: [DMS2] Hier darf jeder Rhein- Die offene Story der Pfalzgrafschaft, Kapitel zwei

  1. #121
    Zurück im Norden
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    Das ist gut für dich, ja! Leider hat die Idee mit der Inanspruchnahme der Zeitungen nicht vollständig geklappt. Zumindest die beiden seriöseren Blätter scheinen sich auch gegenüber der Regierung als unabhängig anzusehen. Das Lizenzsystem eignet sich offenbar auch nicht so gut, um direkten Einfluss zu nehmen, wenn die Redaktionen nicht mitmachen.

  2. #122
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Die „Stimme“ berichtet überdies, dass sie von „regierungsnahen Personen“ aufgefordert worden sei, „Stimmung“ gegen den Bischof zu machen und „strittige Passagen“ sogar dem Hof vorzulegen.
    Da es sich hierbei um eine Unterstellung handelt überlege ich, mir das Geld für den Erzbischof von der "Stimme" zu holen.

    Ich mache mal den Anfang, für wenn die Gespräche stattfinden:

    Der Erzbischof wird allen Regeln der Etikette entsprechend empfangen, die Höflinge werden angewiesen, etwaige Spannungen nicht nach außen dringen zu lassen.

    Zu Beginn der Gespräche erklärt die Pfalzgräfin, dass jedwede Zurücksetzung oder Ehrbeschneidung des Erzbischofs im Zuge der Verhandlungen nicht beabsichtigt war, und entschuldigt sich dafür. Sie will aber zumindest erklären, wie es dazu gekommen sei, und warum ihr geliebter Vater entschieden habe, den Streitfall mit den Heidelberger Zeitungen an das dafür zuständige Heidelberger Stadtgericht auszulagern- man sei ein schlechter Richter über sich selbst, und es wäre unangemessen erschienen, selbst über einen Streitfall zu richten, in den man selbst verwickelt ist, und gewiss hätte der Erzbischof einen Urteilsspruch auch nicht akzeptiert, der seinen Forderungen an den Pfalzgrafen eine Absage erteilt hätte.

    Darüber folgt die Überleitung zu der Frage, was er der Pfalzgräfin- und ihrem Vorgänger- denn konkret vorwirft, dass er eine finanzielle Entschädigung von ihnen fordert, noch dazu in solch beträchtlicher Höhe. Immerhin sei ein Herrscher wohl kaum verantwortlich für jede Handlung oder Äußerung seiner Untertanten- jedenfalls sei dem Heidelberger Hof kein dahingehender Präzedenzfall bekannt. Würde die Pfalzgräfin ihre Residenz verlassen, sich zum Mannheimer Hafen begeben und dort etwa den Verleumdungen oder Beleidigungen eines Franzosen ausgesetzt sehen, wäre es aus ihrer Sicht wohl kaum angemessen, dafür eine Entschädigungszahlung beim französischen König einzufordern, und immerhin seien sowohl sie als auch Balduin nach Eintreffen der Beschwerden strikt gegen die negative Berichterstattung vorgegangen, die schon unter ihrem Vorgänger ein Ende gefunden hätten, und hätten sich sogar stellvertretend dafür entschuldigt. Wirft der Erzbischof nun Balduin vor, hier nur gelogen oder geheuchelt zu haben und insgeheim selbst hinter der Berichterstattung stecken? Oder der Pfalzgräfin? Was ist der Vorwurf, der schwerer wiegt, als 400 000 Silberstücke?
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  3. #123
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Kannst du mir dann als Spielleiter einfach sagen, was die "richtige" Reaktion auf die Zeitungsgeschichte ist? Weil dann mach ich das.
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  4. #124
    Blue Heeler Genießer Avatar von Baldri
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    Ich würde das an deiner Stelle einfach aussitzen. Jedes Mal, wenn das hochkocht frage ich mich, was mit den Kölner Ansprüchen ist. "Mein" Bischof wurde ja auch angefasst und ich hatte mich ja der Klage angeschlossen.

    Mein Bischof unkt jedenfalls nicht rum. 400k sind geradezu lächerlich viel. Da muss es Nachahmer geben. Aber ich will jetzt auch niemanden ermutigen.

    E: Oder, Idee: Du förderst dieses Verhalten sogar noch: Es ist ja durchaus karnevalesk.
    Geändert von Baldri (Gestern um 12:03 Uhr)
    Zitat Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich habe da so eine Art Phantomschmerz, den ich kaum noch merke ... ^^

  5. #125
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Aussitzen hat er doch bis jetzt versucht und es wurde nur noch schlimmer. Einfach mal ehrlich damit außeinandersetzen, dann wäre es nie so schlimm gekommen. Er kann das sicherlich auch niederschlagen, aber hat dann halt mindestens den Bischof mit Domkapitel erstmal gegen sich.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  6. #126
    Blue Heeler Genießer Avatar von Baldri
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    Ja, gerade gelesen. Sorry!

    Ich war erst hier.

    Ich frage mich aber schon als Spieler was positiv an diesem SP sein soll.
    Zitat Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich habe da so eine Art Phantomschmerz, den ich kaum noch merke ... ^^

  7. #127
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Aussitzen hat er doch bis jetzt versucht und es wurde nur noch schlimmer. Einfach mal ehrlich damit außeinandersetzen, dann wäre es nie so schlimm gekommen.
    Wurde ja auch schon versucht. Ich rechne bereits fest damit, dass die Pfalzgräfin dem Erzbischof zum Gesprächseinstieg die Hand schütteln will, aus Versehen das Kinn trifft und sich die Zahlung damit nochmal um 200 000 erhöht.

    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Ich frage mich aber schon als Spieler was positiv an diesem SP sein soll.
    Ich auch.
    Geändert von Lao- Tse (Gestern um 15:39 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  8. #128
    Zurück im Norden
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    Die Frage ist, was die Pfalzgräfin jetzt erreichen möchte? Der Schwerpunkt selbst - der übrigens noch vom vorherigen Spieler gesetzt worden ist - hatte insofern recht großen Erfolg, als es eine verzweigte Presselandschaft in der Pfalz gibt, die durchaus selbstbewusst berichtet. Falls die kritischen Lenker anderer Länder oder du selbst sich dafür interessieren, Schwerpunktanweisung und Auswertung von damals sind ja öffentlich.

    Probleme hat hingegen die etwas überraschende, später erfolgte und nicht mit einem Schwerpunkt verknüpfte Anweisung Balduins gegeben, über den Bund eintreffende Gerüchte und Geschichten zu veröffentlichen und ganz frei zu berichten. Die dabei entstandenen frühen Boulevardzeitungen gelten als regierungsnah, neigen aber zu Übertreibungen und schlecht recherchierten Geschichten. Das hat sich inzwischen gebessert, seit man mit einem Entzug von Lizenzen droht.

    Ob die Reaktion von Bischof und Domkapitel übertrieben ist, kann zweifellos mit den Ständen diskutiert werden. Auch eine weniger von Ehre geprägte Gesellschaft als die Eure würde aber unter Umständen haltlosen Geschichten über Orgien bedeutender Personen unter Strafe stellen.

  9. #129
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    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    Wurde ja auch schon versucht.
    Bislang wurde dem Erzbischof vom Hof nur mitgeteilt, er möge sich an das zuständige Gericht wenden. Empfangen wurde er nur von Kaiser Manas.

  10. #130
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich denke auch, dass mit Hinhaltetaktik und Beeinflussung der öffentlichen Meinung die Fronten bisher eher verhärtet wurden, aber eine Aussöhnung noch nicht versucht wurde.

    Ich würde an deiner Stelle den Kaiser und Papst hinzuziehen als Fürsprecher, sodass man dann gemeinsam irgendwas soziales in der Pfalz stiften kann, was im Amtsbereich des Bischofs liegt. Armenhaus oder sowas.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  11. #131
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    Es gab übrigens durchaus eine gewisse Chance, dass die Berichterstattung den Bischof wie von der Pfalzgräfin gewünscht öffentlich unter Druck setzt. Bei diesen Dingen erfolgt die Auswertung mit Zufallsfaktor immer über mehrere Etappen. Zwei der vier Zeitungen haben beispielsweise bei der ersten Etappe genau das gemacht, was die Regierung über Mittelsleute von ihnen verlangte.

  12. #132
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Probleme hat hingegen die etwas überraschende, später erfolgte und nicht mit einem Schwerpunkt verknüpfte Anweisung Balduins gegeben, über den Bund eintreffende Gerüchte und Geschichten zu veröffentlichen und ganz frei zu berichten. Die dabei entstandenen frühen Boulevardzeitungen gelten als regierungsnah, neigen aber zu Übertreibungen und schlecht recherchierten Geschichten. Das hat sich inzwischen gebessert, seit man mit einem Entzug von Lizenzen droht.
    Wie gesagt, ich stelle mir unter Klatsch sowas vor wie "DAS hat die Prinzessin von Frankreich zu ihrer Hochzeit getragen" oder "SO lebt der Großfürst von Finnland", ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie gleich anfangen, Verschwörungstheorien und Beleidigungen zu drucken, noch dazu in einer so stark von Ehre geprägten Gesellschaft.

    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass mit Hinhaltetaktik und Beeinflussung der öffentlichen Meinung die Fronten bisher eher verhärtet wurden, aber eine Aussöhnung noch nicht versucht wurde.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Bislang wurde dem Erzbischof vom Hof nur mitgeteilt, er möge sich an das zuständige Gericht wenden. Empfangen wurde er nur von Kaiser Manas.
    Gut, also von meiner Seite kamen schon etliche Versuche, mit der Situation umzugehen:

    Achtung Spoiler:
    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    @Jon:



    Mir kommt das ja nun sehr überzogen vor, ich will aber auch keinen Imageschaden bei den Kirchenfürsten erleiden und auch die Redefreiheit wahren. Da jetzt einzuknicken wäre ja ein Präzedenzfall, der den Zeitungen den Mund verbietet. Der Pfalzgraf möchte sich des Problems auf jeden Fall gerne annehmen.

    Was wären denn damals so historisch die Wege, die das gehen könnte? Da wir noch keine Reformation hatten hätte ich daran gedacht, das Problem einfach an ein kirchliches Gericht und damit an Wiwi auszulagern. Also, wenn der Vorwurf irgendwie den Lebenswandel des Bischofs betrifft oder seine Frömmigkeit in Verruf bringt, könnte man ja mal anklingen lassen, dass die Stichhaltigkeit der Vorwürfe vor einem Gericht zu klären wäre. Wenn der Bischof echt was verbrochen hat dürfte schon das "Angebot" genug sein, um ihn von so überzogenen Forderungen abzubringen, aber man könnte dem Pfalzgrafen auch nicht mangelnden Respekt gegenüber der Kirche oder auch nur irgendeine Parteinahme vorwerfen.

    Alternativ würde ich mal die Meinung befreundeter Kirchenfürsten (ob in Mainz oder Speyer) zu Rate zu ziehen- um überhaupt mal in Erfahrung bringen, ob der Bischof da überhaupt seine Standesgenossen repräsentiert oder nur für sich alleine steht- und die vielleicht als Vermittler oder Schlichter heranziehen. Grundtenor: Der Pfalzgraf hat höchstes Verständnis für den geschädigten Bischof, aber weder er noch die Zeitungen könnten sich eine solche Summe leisten. Man könnte sich vielleicht darauf einigen, ein unabhängiges Rechtsgutachten (etwa aus Hessen) zu akzeptieren.

    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    1.) Den Streitfall an ein kirchliches Gericht auslagern, wenn angemessen- gut, das wird keine Option sein, nachdem die Zeitungen noch nachlegen wollten, kann man in dem Fall also streichen.

    2.) Befreundete Geistlichkeit um Intervention, Ratschläge und Fürsprache bitten

    3.) Den gekränfen Bischof darüber aufklären, dass man sich die Summe nicht leisten kann

    Ich bezahle das jedenfalls nicht. Oder wenn doch, dann will ich das schon irgendwie als Präzedenzfall aufziehen. Ist ein Fürst verantwortlich für das, was seine Untertanen behaupten? Das sind ja nicht die einzigen Zeitungen in der Spielwelt. Wenn ein Rheinländer von einem Franzosen beleidigt wird, muss dann auch der französische König geradestehen? Ich kenne mich zu wenig mit frühmodernem Zeitungswesen aus, um da Handlingsstrategien zu entwickeln, die mir dann nicht auf die Füße fallen.

    Wie dann der Kompromiss aussieht- keine Ahnung, ohne Feedback schwer. Schlimmstenfalls gehen die Zeitungen halt pleite. Man könnte auch eine Zensur einühren, was mir halt weniger lieb ist. Wenn die Zeitungen pleite gehen würde ich eventuell Restbestände erwerben und die Universität und die Handelshäuser zu neuen Besitzern machen, schwer zu sagen. Ich hab schon gerne eine Zivilgesellschaft, die nicht direkt vom Hof gesteuert wird, man muss halt die Interessensgruppen irgendwie so einbinden, dass sie keinen Schabernack treiben.

    Anders wäre es natürlich, wenn der Bischof eh auch bei seinen Amtskollegen verschrien ist- dann nüsste man wohl nicht einknicken und könnte die Satire einfach weiterlaufen lassen, wenn er eh eine lächerliche Figur ist, die keiner mag. Kann ich halt nicht einschätzen.

    edit: Achso, hab den neuen Teil nicht gelesen. Dann also Teil 3- Grundsatzfrage, ob Fürsten verantwortlich sind für das, was Untertanen behaupten. Wenn ja wird eh überall ne Zensur einfeführt. Ich bezahle jedenfalls nicht, also kann ich entweder die Zeitungen fallen lassen,-die gehen dann halt pleite- die Restbestände aufkaufen und an verantwortungsvollere Besitzer verteilen oder ne Zensur einführen/die Besitzer direkt enteignen oder halt die Lizenzen entziehen und neu ausgeben und das Drama mit dem Versprechen, dass sowas nicht mehr vorkommt und ggf. Richtigstellungen gedruckt werden, beenden.

    Würde mich da weitgehend zurückziehen und das ganze einfach den Gerichtsweg gehen lassen. Wenn ich das einzige zuständige Gericht bin nimmt der Fürstenhof halt die Vermittlerrolle eint und und handelt den Kompromiss nach den genannten Vorgaben aus- Zeitungen bezahlen, was sie können, Zeitungen werden enteignet, damit sowas nicht mehr vorkommt. Es muss halt ne Qualitätskontrolle rein und da wäre mir ein verantwortungsvoller Inhaber wie die Universität und die gut vernetzten Händler (die sich der Bedeutsamkeit vom Ruf im Ausland bewusst sein sollte ) lieber als eine Behörde. Das Treiben wird unterbunden, aber die Lfälzer sollen noch was zum Lesen haben. Die Entschädigung wird vom Hof nicht bezahlt, weil absolut unleistbar, also pressen die Ankläger entweder aus den Zeitungen raus was sie haben oder es reicht eben die je nach Notwendigkeit angedroht oder real stattfindende Änderung der Besitzverhältnisse mit der Versicherung, dass das dann nicht mehr vorkommt. Ich nehme die Zeitungen nicht in Schutz, aber bezahle auch kein Geld, es sei denn, es ist unvermeidbar, weil eben festgestellt wird, dass Fürsten für Beleidigungen ihrer Untertanen haftbar sind.
    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    Falls sich die in der Ehre verletzten Personen von dieser Maßnahme alleine nicht beeindrucken lassen, müssen diese Blätter eben Entschädigungen zahlen, auch wenn sie das in den Ruin treibt. Damit kann man gleich etablieren, dass Zeitungen für das, was sie verbreiten, selbst verantwortlich sind.

    - Der Hof schickt ein Entschuldigungsschreiben an die Personen, die in ihrer Ehre verletzt wurden, und verkündet eben, dass man solche Umtriebe nicht mehr duldet und und dagegen vorgegangen wird. Entschädigungszahlungen können bei den zwei, drei Zeitungen angefordert werden, wenn nötig, die können aber nur bezahlen, was sie bezahlen können.
    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    aus Sicht der Pfalz sollen die gemeinsamen Bemühungen vor allem dazu beitragen, die durch die zuletzt rege pfälzische Berichterstattung vielerorts belasteten Beziehungen mit dem Klerus wieder zu normalisieren.


    Spoiler nur für die Übersicht, sind ein paar Zitate.

    Das war mein Text in der Abgabe, der dazu geführt hat, dass die Zeitungen eine Verschwörung gegen den Bischof nachsagen:

    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    Im Vorfeld werden die Zeitungen- die ja ein persönliches Interesse daran haben dürften, die Forderungen abzumildern- eingespannt, um Stimmung zu machen. Natürlich soll hier penibel darauf geachtet werden, keine weiteren ehrenrührigen Unterstellungen zu verbreiten, hier soll sich das inzwischen ernannte Aufsichtsgremium beweisen und im Zweifelsfall der Hof über strittige Entwürfe informiert werden, bevor sie in den Druck gehen.

    Man könnte damit beginnen, nüchtern die Forderungen des Wormser Bischofs abdrucken zu lassen in ein Verhältnis dazu zu stellen, wie viel etwa die Lebensmitteleinkäufe oder die Zuschüsse zu den kaiserlichen Hilfsmaßnahmen (so wie auch die Hilfsmaßnahmen selbst) des Vorjahres ausgemacht haben, aber auch in den letzten Jahren erfolgte Bauprojekte in der Pfalz, die Einlagen der Banken, Subventionen in den Nachbarländern, beide Kaiserkrönungen und ähnliches. Generell könnte man die Liste erweitern und auch die bekannten Ausgaben der Nachbarländer in ein Verhältnis zu den erhobenen Forderungen setzen. Quasi gegenüberstellen, wie viel Geld eigentlich gefordert wird und was sich im Zweifelsfall nicht mehr ausgeht, wenn solchen Forderungen stattgegeben wird, um Empörung in der Bevölkerung zu erzeugen, vielleicht sogar über die Grenzen der Pfalz hinaus.

    Sollte die Berichterstattung den erwünschten Effekt bringen, sind weitere, ähnliche Schritte im Laufe des Jahres geplant.


    So kann darauf Bezug genommen werden, dass die Forderungen von eingangs noch 300 000 S (in der Darstellung bereits absurd hoch) auf 410 000 S erhöht wurden, obwohl die negative Berichterstattung in diesem Zeitraum durch Einschreiten des Pfalzgrafen und seiner Tochter ja unterbunden wurde. Ziel wäre dabei, den Erzbischof bereits durch diesen simplen Vergleich als gierigen Nimmersatt darzustellen, der die Situation komplett ungeachtet real entstandenen Schadens als Vorwand nimmt, um sich selbst zu bereichern, ohne (und das ist wichtig) ihn als solchen zu benennen.

    Die Einflussnahme des Hofes auf diese neuerliche Welle der Berichterstattung soll dabei möglichst niederschwellig und über informelle Kanäle erfolgen, um sie im Zweifel nach außen hin abstreiten zu können.
    Hier wurde Teil 1 einfach mal komplett übersprungen und direkt zu Teil 2 übergegangen.

    Ist ja auch alles okay, ich verbuche das alles als schlechtes Würfelglück, ggf. ungenaue Anweisungen und Missverständnisse. Aber ich will mir nicht nachsagen lassen, dass ich das ignoriert hätte und die Krise hausgemacht ist. Es kam halt an jeder Stelle genau das schlechtestmögliche Ergebis raus.

    Will das jetzt also gar nicht aufarbeiten, mir geht es mehr um die Frage, was denn jetzt eigentlich als Spieler von mir erwartet wird. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Situation irgenwie kontrollieren oder auch nur überblicken kann und irgendeine Variante einschlagen kann, die mir nicht um die Ohren fliegt. Zeitungen verbieten? Dann kommen sicher irgendwelche underground-Zeitungen, die aus dem Boden sprießen und gegen die Pfalzgräfin berichten, zusätzlich zu aufgebrachten Pfälzern, die kein Lesematerial haben, und Protesten aus der Uni, die die Diskursfreiheit gefährdet sieht. Außerdem wäre der Schwerpukt damit verschwendet. Entschädigung zahlen? Erstens zu hoch, zweitens nicht ausgeschlossen, dass dann nicht andere Forderungen kommen und sich sowas nicht wiederholt. Hier einzuknicken, wäre ein Präzedenzfall, der zeigt, dass die Pfalzgräfin für Berichterstattung einer freien Presse unmittelbar als Person haftbar ist. Der Hof hätte keine Kontrolle, aber jede Verantwortung. Die Lizenzen funktionieren offenbar auch nur sehr unzureichend, da sie keine Kontrolle über die Berichterstattung erlauben. Aus den Klatschblättern sind innerhalb einer Runde Investigativjournalisten geworden, die eine Verschwörung des Hofes, der ihnen die Lizenz jederzeit entziehen kann, aufdecken wollen.

    Was mich alles ja eigentlich nur zu der Frage bringt:

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, was die Pfalzgräfin jetzt erreichen möchte?
    Was kann sie denn erreichen?

    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ich würde an deiner Stelle den Kaiser und Papst hinzuziehen als Fürsprecher, sodass man dann gemeinsam irgendwas soziales in der Pfalz stiften kann, was im Amtsbereich des Bischofs liegt. Armenhaus oder sowas.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    31. Januar 1717: Die Klosterbothin greift etwas überraschend den Konflikt in der Pfalz auf. Dabei werden beide Seiten recht ausführlich beleuchtet, obwohl die Schwestern mit dem Bischof und seinem Domkapitel sympathisieren.
    Ich denke nicht, dass ich das tun werde.
    Geändert von Lao- Tse (Gestern um 20:59 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  13. #133
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich glaube nicht einmal, dass TT den Bericht angeregt hat und gerade weil sie als kirchennah gelten, dürften Kaiser und Papst viel Einfluss auf den Bischof haben, wenn sie ihm eine konziliante Vorgehensweise empfehlen.

    Ich glaube, deine Zitate waren bisher mehr Absichtserklärungen, aber ingame wurde davon kaum was nach außen getragen oder umgesetzt? Der Rechtsweg scheint ja nicht zu existieren.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  14. #134
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht einmal, dass TT den Bericht angeregt hat und gerade weil sie als kirchennah gelten, dürften Kaiser und Papst viel Einfluss auf den Bischof haben, wenn sie ihm eine konziliante Vorgehensweise empfehlen.
    Selbst wenn ich davon ausgehe, dass Tim als Spieler sich alle Mühe gibt, das Maximum für mich rauszuholen- was ich nicht tue- hätte er immer noch mit Gegenwind aus seinem eigenen Land zu kämpfen, wenn er sich in dieser Sache zu sehr mit mir solidarisiert. Ist also ein schlechter Fürsprecher. Ähnliches gilt wohl für den Papst, der nunmal zu aller erst seiner Kirche verpflichtet ist. Und die als Schiedsrichter dazuzuholen würde eigentlich schon Vorwegnehmen, dass ich mich deren Urteil beuge, ich kann sie ja schlecht als Vermittler dazuholen und dann den Kompromiss ablehnen, wäre also voll einem Schiedsspruch verpflichtet, der wohl kaum mir zugeneigt ist und auf den ich unterm Strich wenig Einfluss habe. Ich finde es in dem Zusammenhang generell nicht ideal, einem Urteil "von außen" ausgeliefert zu sein. Wenn ich jemandem verpflichtet sein muss, dann lieber meinem eigenen Landtag, wie in der Abgabe angemerkt, der spiegelt zumindest die Stimmung bei mir im Land wieder und gibt damit eine Richtung vor, die von mir mitgetragen werden kann.

    Davon unabhängig kann ja jeder, der Fürsprache für mich leisten will, das tun. Ich hab ja nichts dagegen, dass das passiert, und auch keine Schritte dagegen untermommen.

    Ich glaube, deine Zitate waren bisher mehr Absichtserklärungen, aber ingame wurde davon kaum was nach außen getragen oder umgesetzt? Der Rechtsweg scheint ja nicht zu existieren.
    Scheint so.
    Geändert von Lao- Tse (Gestern um 21:31 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  15. #135
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    Da die Zeitungsoffensive jedenfalls gescheitert ist, würde ich den Fokus dann jedenfalls gerne auf die geplanten Gespräche lenken:

    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen
    Der Erzbischof wird allen Regeln der Etikette entsprechend empfangen, die Höflinge werden angewiesen, etwaige Spannungen nicht nach außen dringen zu lassen.

    Zu Beginn der Gespräche erklärt die Pfalzgräfin, dass jedwede Zurücksetzung oder Ehrbeschneidung des Erzbischofs im Zuge der Verhandlungen nicht beabsichtigt war, und entschuldigt sich dafür. Sie will aber zumindest erklären, wie es dazu gekommen sei, und warum ihr geliebter Vater entschieden habe, den Streitfall mit den Heidelberger Zeitungen an das dafür zuständige Heidelberger Stadtgericht auszulagern- man sei ein schlechter Richter über sich selbst, und es wäre unangemessen erschienen, selbst über einen Streitfall zu richten, in den man selbst verwickelt ist, und gewiss hätte der Erzbischof einen Urteilsspruch auch nicht akzeptiert, der seinen Forderungen an den Pfalzgrafen eine Absage erteilt hätte.

    Darüber folgt die Überleitung zu der Frage, was er der Pfalzgräfin- und ihrem Vorgänger- denn konkret vorwirft, dass er eine finanzielle Entschädigung von ihnen fordert, noch dazu in solch beträchtlicher Höhe. Immerhin sei ein Herrscher wohl kaum verantwortlich für jede Handlung oder Äußerung seiner Untertanten- jedenfalls sei dem Heidelberger Hof kein dahingehender Präzedenzfall bekannt. Würde die Pfalzgräfin ihre Residenz verlassen, sich zum Mannheimer Hafen begeben und dort etwa den Verleumdungen oder Beleidigungen eines Franzosen ausgesetzt sehen, wäre es aus ihrer Sicht wohl kaum angemessen, dafür eine Entschädigungszahlung beim französischen König einzufordern, und immerhin seien sowohl sie als auch Balduin nach Eintreffen der Beschwerden strikt gegen die negative Berichterstattung vorgegangen, die schon unter ihrem Vorgänger ein Ende gefunden hätten, und hätten sich sogar stellvertretend dafür entschuldigt. Wirft der Erzbischof nun Balduin vor, hier nur gelogen oder geheuchelt zu haben und insgeheim selbst hinter der Berichterstattung stecken? Oder der Pfalzgräfin? Was ist der Vorwurf, der schwerer wiegt, als 400 000 Silberstücke?
    Der Bischof ist jetzt bald einmal da und ich wüsste dann gerne, was er der Pfalzgräfin nun konkret vorwirft, da er ja effektiv von ihr persönlich die Entschädigung fordert und von niemand anderem, ob er eine Absage akzeptiert, ob er überhaupt für irgendwelche Alternativen zur Zahlung von 410 000 S offen ist. Vorgeschlagene Alternative wäre eben 1.) dass die Zeitungen zahlen, was sie können (das wird halt eine wesentlich kleinere Summe sein, aber die Pfalzgräfin lehnt eben ab, für alles und jeden zu zahlen, nur weil danach gefragt wird) und 2.) stattdessen gemeinsam mit den Bischöfen ein Projekt zum Wohl der Kirche aufzuziehen.

    Effektiv wäre 1.) natürlich trotzdem das Ende der Zeitungslandschaft. Der Boulevard wird bankrott gehen und dem Investigativjournalismus werde ich die Lizenz entziehen müssen, ich kann ja nicht nur die Zeitungen im Land haben, die gegen mich arbeiten. Es sei denn, der Bischof wäre mit einer symbolischen Zahlung zufrieden, was ich nicht glaube, oder ich lasse sie durch die Zahlung bankrott gehen und schnüre danach einen Rettungsschirm, ohne dass mir der Bischof deswegen aufs Dach steigt. Schade um den Schwerpunkt.

    Wenn er ein "nein" nicht akzeptiert und da auch nicht zu besänftigen ist will ich zumindest den Vorwurf offiziell haben. Denn ich sehe nach wie vor nicht, warum die Pfalzgräfin verantwortlich ist für das, was Leute in der Pfalz schreiben, kenne mich aber wie gesagt auch nur unzureichend mit frühmodernem Presserecht aus. Mir kommt es halt sehr unintuitiv vor, dass der Herrscher haftbar für jede Handlung seiner Untertanen ist. Mein Beispiel ist ja durchaus ernst gemeint- bekommt der Erzbischof von Mainz Geld vom französischen König, wenn er von einem Franzosen beleidigt wird? Ist das geschriebene Wort da anders? Es war ja eben keine offizielle Hofzeitung, die die Falschmeldungen verbreitet hat, dann wäre der Fall klar, aber dann wäre das auch nie passiert.

    Du hast btw natürlich recht, dass das Aufsichtsgremium nicht extra ausfinanziert ist. Von meiner Seite war das eher als ehrenamtliches Gremium von Mitgliedern der Handelshäuser, Universität etc. angelegt- ein Posten, um den sich die Leute auch ohne Bezahlung reißen und der die Medienlandschaft repräsentativ für die Pfalz als solche macht. Da habe ich aber vielleicht übersehen, dass es ohne Finanzierung halt einfach nicht so wirkmächtig ist.

    Im nächsten Schritt würde ich mal nur mit dem Mainzer Erzbischof reden. Ich will wissen:

    1.) Ob der Wormser Erzbischof gut angesehen bei ihm und den anderen unterzeichnenden Bischöfen ist. Ausschlag für die Krise hat ja gegeben, dass im lutheranische Neigungen oder so nachgesagt wurden? Ist da was dran?

    2.) Ob sie eventuell dafür zu haben wären, dass die Pfalzgräfin anderweitig das Ansehen der Kirche reinwäscht und das Geld dann nicht dem Wormser Bischof dient, sondern der Kirche selbst. Sogar er wird verstehen, dass die Pfalzgräfin schlecht 410 000 S aus Steuergeldern abtreten kann, ohne zu wissen, dass damit auch etwas vernünftiges passiert.

    Die Idee wäre dann, über den Erzbischof von Mainz die Entschädigungszahlung in ein gemeinsames Großprojekt in Richtung Kirche umzuwandeln, im Idealfall unter Mainzer Schirmherrschaft, er dürfte ja auch der ranghöchste Kirchenfürst sein. Ob das dann ein Bauprojekt ist wie eine Domrenovierung oder ein Hospital, eine Armenkasse nach bairischem Vorbild, ein Priesterseminar oder sowas kann man dann ja festlegen. Wenn der Erzbischof das Ding nach Mainz holen kann würde die Pfalz auch den Schwerpunkt beisteuern, falls das irgendwas Wert ist.

    Wenn der Wormser Bischof extrem unbeliebt ist könnte man ihm nachträglich vielleicht sogar eine Reinwürgen, indem man den echten Vorwürfen kirchenrechtlich auf den Grund geht.

    Der Versuch wäre also, die Bischöfe auf meine Seite zu ziehen und mit dem Schwerpunkt die Wogen zu glätten. Ich finanziere zwar keinen Ausbau in Worms, aber wenn er seinen Namen irgendwo draufklatschen und das als diplomatischen Sieg verbuchen will ist das okay für mich.

    Wenn da alle Stricke reißen und die Gespräche platzen, weil sowohl Mainz als auch Worms unkooperativ sind werde ich einfach den Landtag abwarten und die Sache aus der Hand geben. Was der Landtag beschließt, wird dann gemacht. Wenn er 410 000 S zahlen will, dann werden die halt gezahlt. Allenfalls müsste man darüber reden, ob das durch eine Sonderabgabe (vergleichbar mit Inlandskrediten) finanziert wird. Fände ich schräg, wenn die Pfalzgrafschaft zustimmt, gemeinsam die Verantwortung zu übernehmen, und dann niemand dafür zahlen will.

    Also, Kurzform:

    - Gespräche Worms:

    1. Er soll einen klaren Vorwurf artikulieren, der darlegt, warum die Pfalzgräfin zu einer Entschädigung verpflichtet ist
    2. Das Angebot steht, dass die Zeitungen selbst zu einer Zahlung verpflichtet werden, nicht aber die Pfalzgräfin selbst. Das wird dann halt voraussichtlich eine wesentlich kleinere Summe sein.
    3. Man würde ihm auch anbieten, statt der Zahlung Geld in ein gemeinsames Projekt zu investieren.

    - Gespräche Mainz:

    1.Stimmungsbild zu Worms einholen- ist er der beste Stellvertreter der Kirche? Wäre es nicht besser, stattdessen jemand neutralen zu haben, von unzweifelhaftem Charakter?
    2. Ebenfalls anbieten, das Geld in ein gemeinsames Projekt zu investieren, wenn möglich unter Mainzer Schirrmherrschaft, wenn Worms sich ausbooten lässt. Und bitte nicht "ausbooten" in der Heidelberger Presse zitieren.

    Wenn scheitern => Landtag
    Geändert von Lao- Tse (Heute um 00:22 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

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