
Zitat von
Lao- Tse
1.) Den Streitfall an ein kirchliches Gericht auslagern, wenn angemessen- gut, das wird keine Option sein, nachdem die Zeitungen noch nachlegen wollten, kann man in dem Fall also streichen.
2.) Befreundete Geistlichkeit um Intervention, Ratschläge und Fürsprache bitten
3.) Den gekränfen Bischof darüber aufklären, dass man sich die Summe nicht leisten kann
Ich bezahle das jedenfalls nicht. Oder wenn doch, dann will ich das schon irgendwie als Präzedenzfall aufziehen. Ist ein Fürst verantwortlich für das, was seine Untertanen behaupten? Das sind ja nicht die einzigen Zeitungen in der Spielwelt. Wenn ein Rheinländer von einem Franzosen beleidigt wird, muss dann auch der französische König geradestehen? Ich kenne mich zu wenig mit frühmodernem Zeitungswesen aus, um da Handlingsstrategien zu entwickeln, die mir dann nicht auf die Füße fallen.
Wie dann der Kompromiss aussieht- keine Ahnung, ohne Feedback schwer. Schlimmstenfalls gehen die Zeitungen halt pleite. Man könnte auch eine Zensur einühren, was mir halt weniger lieb ist. Wenn die Zeitungen pleite gehen würde ich eventuell Restbestände erwerben und die Universität und die Handelshäuser zu neuen Besitzern machen, schwer zu sagen. Ich hab schon gerne eine Zivilgesellschaft, die nicht direkt vom Hof gesteuert wird, man muss halt die Interessensgruppen irgendwie so einbinden, dass sie keinen Schabernack treiben.
Anders wäre es natürlich, wenn der Bischof eh auch bei seinen Amtskollegen verschrien ist- dann nüsste man wohl nicht einknicken und könnte die Satire einfach weiterlaufen lassen, wenn er eh eine lächerliche Figur ist, die keiner mag. Kann ich halt nicht einschätzen.
edit: Achso, hab den neuen Teil nicht gelesen. Dann also Teil 3- Grundsatzfrage, ob Fürsten verantwortlich sind für das, was Untertanen behaupten. Wenn ja wird eh überall ne Zensur einfeführt. Ich bezahle jedenfalls nicht, also kann ich entweder die Zeitungen fallen lassen,-die gehen dann halt pleite- die Restbestände aufkaufen und an verantwortungsvollere Besitzer verteilen oder ne Zensur einführen/die Besitzer direkt enteignen oder halt die Lizenzen entziehen und neu ausgeben und das Drama mit dem Versprechen, dass sowas nicht mehr vorkommt und ggf. Richtigstellungen gedruckt werden, beenden.
Würde mich da weitgehend zurückziehen und das ganze einfach den Gerichtsweg gehen lassen. Wenn ich das einzige zuständige Gericht bin nimmt der Fürstenhof halt die Vermittlerrolle eint und und handelt den Kompromiss nach den genannten Vorgaben aus- Zeitungen bezahlen, was sie können, Zeitungen werden enteignet, damit sowas nicht mehr vorkommt. Es muss halt ne Qualitätskontrolle rein und da wäre mir ein verantwortungsvoller Inhaber wie die Universität und die gut vernetzten Händler (die sich der Bedeutsamkeit vom Ruf im Ausland bewusst sein sollte ) lieber als eine Behörde. Das Treiben wird unterbunden, aber die Lfälzer sollen noch was zum Lesen haben. Die Entschädigung wird vom Hof nicht bezahlt, weil absolut unleistbar, also pressen die Ankläger entweder aus den Zeitungen raus was sie haben oder es reicht eben die je nach Notwendigkeit angedroht oder real stattfindende Änderung der Besitzverhältnisse mit der Versicherung, dass das dann nicht mehr vorkommt. Ich nehme die Zeitungen nicht in Schutz, aber bezahle auch kein Geld, es sei denn, es ist unvermeidbar, weil eben festgestellt wird, dass Fürsten für Beleidigungen ihrer Untertanen haftbar sind.