Nein, man kann sich auch bewerben.![]()
Firmen suchen Mitarbeiter und am besten richtig gute. Oft wird erstmal herkömmlich gesucht und nach allem was ich so aus meinem Umfeld höre, trifft man aktuell eher auf Kategorie "Ich hätte gern alles, aber vorweisen kann ich nur wenig. Aber hey, ich bin gut! Trust me!"
Irgendwann überlegen sie dann, wen man kennt und macht denen dann direkt vernünftige Angebote. Wenn man diese Art Connection verteufeln will, kann man das natürlich tun. Ich weiß nur nicht wieso man das sollte. Vielleicht kannst du das erklären?
Erstens das und zweitens weiß man als Anfragesteller, dass sie auch fachlich passen.
Röchtööööch.
Teils, teils, würde ich sagen. Gibt viele die leisten nix.![]()
Ich krieg von HRlern so ne Art Fatigue mit weil dank KI und Automatisierung haufenweise unqualifizierte Leute die Bewerbungsprozesse zuspammen und dosen.
my love, I cannot tell you how thankful I am for our little infinity. I wouldn't trade it for the world. You gave me a forever within the numbered days, and I'm grateful.”
@TR: Ist halt immer die Frage, ob man ernsthaft auf normalem Weg sucht. Teilweise gibt es Stellenausschreibungen, wo gar nicht wirklich gesucht wird, weil der Kandidat über Vitamin B insgeheim schon feststeht und man möchte es nur offiziell nicht so zeigen. Nicht selten sind die beschriebenen Erwartungen in Stellenausschreibungen auch sehr hoch angesetzt, wo von vorneherein nicht unwahrscheinlich ist gar keinen Passenden zu finden.
Kurz gesagt: Nur weil es Stellenausschreibungen gibt, auf die man sich bewerben könnte, heißt das noch lange nicht, dass man auch eine Chance hätte und es ein faires/neutrales Auswahlverfahren gibt.
Ja sowas gibt es auch, und was leiten wir daraus nun ab
Whistler, du musst die Stelle ablehnen und einen schlechter qualifizierten den Vortritt lassen!
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Was möchtest du denn jetzt genau sagen? Komm mal auf den Punkt.
Findest du, dass Leute wie whistler, meine Freundin, zahllose andere...ich...weniger oder nichts leisten, wenn sie von Geschäftsführern, Abteilungsleitern, HR'lern direkt angesprochen und gefragt werden, ob Interesse an dieser oder jener Position besteht?
Der Workflow ist ja nun mal oft folgender:
1. eine Stelle ist frei / wird frei / wird geschaffen
2. Die Leitung dieser Abteilung / des Unternehmens wissen es i.d.R. als erstes
3. Man hört sich schon mal um und schaltet parallel oder von mir us auh zeitversetzt eine Stellenanzeige (die kosten auch Geld)
4. sobald man einen Kandidaten hat, ist man happy. Je schneller umso besser.
Private Kontakte laufen i.d.R. viel unbürokratischer ab, dennoch muss man den Hiring-Prozess einhalten. Natürlich hat man als Privatkontakt schon mal einen Bonus, weil man einen Fürsprecher hat und alle anderen Kandidaten weiße Blätter sind. Wo ist dein Problem?
Du hast mitbekommen, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht? Du hast evtl. auch mitbekommen, dass die Mitarbeiter vieler Unternehmen angehalten sind auf mögliche Kandidaten hinzuweisen? Da gibts Prämien im Bereich 2.000-5.000€, wenn die Probezeit bestanden ist.
Das alles ist weder anrüchig noch sonstwas. Du kannst aber einfach mal genau ausführen was dein Problem ist. In welcher Branche arbeitest du denn?
Amsüsant ist ja auch, dass das automatisch als Zeichen einer mangelnden Leistung gewertet wird. Es dürfte ja eher exakt das Gegenteil sein
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Amüsant ist eher, dass das absolut niemand gesagt hat.
Es ist aber auch kein Zeichen einer besseren Leistung, denn die fachlich gleichwertige oder vielleicht sogar bessere Person hat gegen den bereits bekannten Bewerber keine Chance. Ist zwar nicht schön, aber allgemein menschlich. Man kann über solche Gespräche kaum zeigen, wie es in der Praxis dann laufen wird. Die Unsicherheit bringt der empfohlene oder bereits bekannte Kandidat nicht oder zumindest weniger mit.
Es wird sich ja von manchen pausenlos beschwert, dass es in unserer Gesellschaft nicht um Leistung geht bei Einstellungen. Manchmal ist das tatsächlich so (aber wie du schon sagst, nicht die Mehrheit), aber nicht so, wie sich das einige vorstellen. Gerade durch Empfehlungen werden eher Leute aus der "Bubble" der Entscheider etc. eingestellt für wichtige Posten. Wenn es eine bevorzugte Gruppe gibt, dann die.
Deswegen finde ich mittlerweile möglichst anonymisierte Bewerbungen gar nicht so schlecht. In einigen Ländern sind da auch Fotos nicht üblich.
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten :)
Original geschrieben von robertinho:
"Asterix und Flati stehen für solide Kompetenz und Verlässlichkeit."
Hier würde ich in Teilen widersprechen.
Richtig ist: Die fachlich gleichwertige Person scheidet aus. Aber wo ist das Problem?
Ob die fachlich besser geeignete Person chancenlos ist...weiß ich nicht...kommt vielleicht auf die Position an und wie wichtig dann andere Punkte greifen (Sozialkompetenz, Gehaltsvorstellung, Auftreten, Optik/Gepflegtheit...einfach der Gesamteindruck). Wenn es Nuancen sind, die den "anderen Bewerber" besser machen, mag der persönlich bekannte noch vorn liegen. Sobald es aber deutliche Qualifikationen sind, wird sich kein Unternehmen leisten, den schwächeren Kandidaten einzustellen. Sowas rächt sich und niemand möchte sich sowas am Ende vorwerfen lasssen.
Ich persönlich empfehle ja auch nur Leute von denen ich persönlich 100% überzeugt bin und auch nur dann, wenn ich dem Kumpel/der Kumpeline damit auch wirklich weiterhelfe. Es nutzt mir gar nichts, wenn ich jemanden empfehle und dann leidet darunter meine private Beziehung zu der Person.
Ich habe selbst bereits vier Freunde und Freundinnen ins Rennen um Stellen gebracht. Alle sind heute noch bei dem damaligen Unternehmen. Ich habe gewechselt. Auch sowas darf dann keine Konsequenzen haben - hatte es auch nicht.
Ich finde, dass man es sich hier ein bisschen einfach macht und das alles zu eindimensional betrachtet. Als wäre alles schon ausgemachte Sache und es gebe da nur Gewinner ohne Risiken. Das stimmt nicht. Mein bester Kumpel hat mich damals in ein Unternehmen gelotst. Es endete im Rechtsstreit und er hatte echt lange ein schlechtes Gewissen. Brauchte er nicht, aber war dennoch so.
Ich habe nichts gegen anonymisierte Bewerbungen. Kann man machen, aber irgendwann sitzt man sich gegenüber und der "Nasenfaktor" bleibt entscheidend. Der berühmte 1. Eindruck - und der gilt ja in beide Richtungen.