In der Hanse wurde die dritte Zeitschrift Europas gegründet. Das sogenannte Hanseblatt konkurrierte somit in gewisser Weise mit der französischen Mercure Galant und der bairischen Klosterbothin. Allerdings spezialisierte sich das Hanseblatt eher auf Wirtschaftsinformationen in der Ostsee.
Auch der Kirchenstaat musste mit Unruhen rechnen und nahm die päpstlichen Garden aus Galicien und Südwestfrankreich wieder zurück.
Frankreichs König bat die Pariser Rebellen um eine baldige Antwort auf sein kürzliches Friedensangebot und drohte bei einer Ablehnung mit einer militärischen Aktion.
Nachdem die dortigen Handwerker jedoch ablehnten wurden weitere Truppen nach Paris geschickt. Zudem schickte Frankreich SR* Einheiten nach Burgund, da die Verhandlungen dort ebenfalls keine Erfolge erzielt hatten.
War das nicht offensichtlich? Was haben die anderen denn behauptet?![]()
Es ist im Einzelnen auch kaum zu sagen, was genau den Ausschlag bei einer Entwicklung gegeben hat. Die Zahlen verändern sich im Lauf der Zeit durch solche Entscheidungen, und im Krisenfall reicht dann der Wurf nicht mehr aus, um ein gutes Ende zu erwirken. War es dann der Prestigeverlust 1704? Oder ein schwaches Erntejahr 1703? Oder etwas ganz anderes, was in einem dritten Bereich Auswirkungen zeigte?
Ja, so habe ich das auch verstanden: Die Bauernrevolten brachten das Fass zum Überlaufen, wobei der Zerfall der Großkhanate schon vorher im Gange war.
Somit können die scheinbar übermächtigen Großkhanate auch zum Spielball europäischer Intrigen werden.
Als Europäer könnte man auf diesem Weg sogar Kolonialismus in DMS betreiben, glaube ich.
Ein bisschen erinnert mich das nämlich an den Zerfall des Mogulreichs in der realen Welt. Die zahlenmäßig unterlegenen Briten konnten sie dadurch erobern, indem sie verschiedene Fraktionen hinterlistig gegeneinander ausspielten und am Ende nur noch die Reste aufsammeln mussten.
Aber vielleicht sollte ich meinen Mitspielern nicht zu viele Tipps geben.![]()
Frankreich entsandte den Großteil seiner Flotte zum Schutz der westfranzösischen Küste und ihrer jungen Kolonie auf Barbados. Vermutlich wollte der König damit beweisen, dass er seine Vasallen beschützen kann, nachdem die Plünderung von Bordeaux im Vorjahr seinen Ruf geschädigt hatte.
Zudem dachten die französischen Vasallen auf Barbados bereits ernsthaft darüber nach durch eine Teilung der Insel Frieden mit den Bauernrebellen zu schließen, während Kurur Khan darauf bestand, die Anweisungen aus Frankreich abzuwarten.
Frankreich und Burgund waren nicht bereit den rebellierenden Ständen weitere Zugeständnisse zu machen, um andere Stände nicht zu benachteiligen.
Somit kam es zu den ersten Kämpfen. In Frankreich konnten die Rebellen sich aufgrund ihrer guten Terrain-Kenntnisse erfolgreich zurückziehen, während die Scharmützel in Burgund zunächst keine nennenswerten Erfolge erzielten.
Nach den Kanaren schaffte auch Schottland die Leibeigenschaft ab. Ein schwerer Schlag für die alte rechtschaffene Weltordnung.
Inmitten der Aufstände veröffentlichte der französische Theologe Pasquier Quesnel eine pro-reformatorische Ausgabe, die zugleich versöhnlich mit der katholischen Kirche umging. Kurz nach ihrer Veröffentlichung erlangte Quesnels Schriften eine hohe Beliebtheit auf dem Buchmarkt.
In den, von England kontrollierten, Gebieten Frankreichs auf dem Festland gingen die lokalen Adligen ohne Absprachen mit dem englischen König gegen die Rebellen vor, nachdem dieser zu lange zögerte und Zugeständnisse an die Bauern erwog. Im Verlauf des gesamten Monats im April 1707 endeten die Kämpfe in der faktischen Niederschlagung der englisch-französischen Aufstände, da die Adligen mit 7000 Reitern nur gegen deutlich schwächere Bauernverbände und kleinstädtische Handwerker kämpfen mussten. Die letzten verbliebenen Widerstände entsprachen nur noch der Stärke von vereinzelten Räuberbanden.
Hingegen erwies sich die Niederschlagung der französisch-burgundischen Bauern- und Handwerkerrebellen als schwieriger, da man hier die Bevölkerung möglichst schonen wollte, die sich in den wichtigen Großstädten Paris und Gent hinter Stadtmauern verschanzt hatten.
Allerdings erlitten die Rebellen auch hier erste Niederlagen.
Burgund wählte eine härtere Gangart gegenüber den Rebellen, wobei Truppen des französischen Königs und des deutschen Kaisers ebenfalls mithalfen. Schließlich kapitulierte die burgundische Rebellenhochburg Gent und lieferte etwa 300 Rädelsführer an die Krone aus.
Die Pariser Rebellen verweigerten allerdings immer noch die Kapitulation, weswegen weitere Geschütze und Truppen zur Belagerung herangezogen wurden.