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Thema: [DMS] Keine Heiden in der Heide - Deutschorden und Westfalen

  1. #1
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    [DMS] Keine Heiden in der Heide - Deutschorden und Westfalen

    Orden, Westfalen und Jon
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  2. #2
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    @VK: Tatsächlich ist dein Orden gar nicht so viel anders als die Johanniter. Du kommst doch auch von einem Hospital in Jerusalem? Deswegen würde ich dir wieder den Fürsorge Ansatz empfehlen, um Ansehen und Rückhalt zu gewinnen zusätzlich zur Mission. Den Glauben mit Versorgung zu verbinden, war ja schon bei DMS1 sehr effektiv und Imagepflege ist genau das, was der Orden nach dem Fiasko in Schonen jetzt braucht.

    Juden sind laut Jons Übersicht meine größte und ziemlich einzige religiöse Minderheit. Teilweise so 20% oder sowas. Also Mission lieber in Brandenburg, ja?

    Übrigens habe ich mal gehört, dass der Orden nicht in dem Sinne deutsch ist, als dass da nur Deutsche mitmachen oder so, sondern dass der deutsche Rechtsräume schafft oder so. Einige bedeutende Ordensmeister waren beispielsweise Franzosen. Mit England, Schweden und Brandenburg bist du ja sehr international.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  3. #3
    Beyond Mars Avatar von [VK]
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    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    @VK: Tatsächlich ist dein Orden gar nicht so viel anders als die Johanniter. Du kommst doch auch von einem Hospital in Jerusalem? Deswegen würde ich dir wieder den Fürsorge Ansatz empfehlen, um Ansehen und Rückhalt zu gewinnen zusätzlich zur Mission. Den Glauben mit Versorgung zu verbinden, war ja schon bei DMS1 sehr effektiv und Imagepflege ist genau das, was der Orden nach dem Fiasko in Schonen jetzt braucht.
    PPB hat glaub schon ein Spital gebaut. Das müsste ausgebaut werden. Aber ich will auch erst mal defensiv gegen Don seine Heiden vorgehen und die auf Dänemark eingrenzen. Dazu eignet sich die Mission wohl ganz gut. Daneben brauche ich ein paar billige Schwerpunkte um die Schulden zurückzuzahlen.

    Juden sind laut Jons Übersicht meine größte und ziemlich einzige religiöse Minderheit. Teilweise so 20% oder sowas. Also Mission lieber in Brandenburg, ja?
    Juden in Westfalen mal missionieren wurde vermerkt. Aber die aktuelle Mission richtet sich gegen die Heiden. Die Juden sind ja jetzt nicht expansiv und wenn du die nicht erwähnt hättest, wüsste ich von denen erst einmal nichts... sind mir also erst mal egal. Wenn du nordische Heiden hast, würde ich die aber tatsächlich gerne missionieren...

    Übrigens habe ich mal gehört, dass der Orden nicht in dem Sinne deutsch ist, als dass da nur Deutsche mitmachen oder so, sondern dass der deutsche Rechtsräume schafft oder so. Einige bedeutende Ordensmeister waren beispielsweise Franzosen. Mit England, Schweden und Brandenburg bist du ja sehr international.
    Nee, der Orden ist schon International. Das ist mir klar. Ich kann ohne Probleme Balleien im Ausland aufbauen. Aber ich brauche da Unterstützung der Herrscher. Und bei einem kurzen Abstoßen gibt es außerhalb Deutschlands jetzt niemanden der ein sonderlich großes Interesse hat. Italien will zu große Summen als Startinvestment. Frankreich ist Pro-Dänemark. Die Briten haben wohl auf einer Spielerebene schon wenig Interesse. Die Spanier sind Moslems. Die Ungarn sind Mongolen. Es bleibt mir also im Grunde nur der Fokus auf Skandinavien und Deutschland. Wenn ich schon nicht in der geographischen Breite rekrutieren kann, dann muss ich wohl vertikal rekrutieren. Also wohl eher eine Alternative zum "Ancien Régime" bieten um mehr Leute anzusprechen. Ich bin noch am schauen was das bedeutet. Ihr habt alle im Grunde 15 Runden Vorsprung und dann noch paar weitere, bis die Sache im Norden durch ist. Deutschnational oder Pan-Germanisch bietet sich da halt irgendwo an, wenn ich eh nur in diesen beiden Gebieten rekrutiere um die niederen Stände anzusprechen. Aber keine Ahnung.

  4. #4
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich hätte gedacht, dass du diesen Beitrag kennst.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Die Religion im zeitgenössischen Europa (von Christian Wolff, Advent 1711)

    Als die mongolischen Großkhane sich vor einem halben Jahrtausend die Welt unterwarfen, stießen sie auf zahllose Völker mit den ihnen eigentümlichen religiösen Anschauungen und Gebräuchen. Die künftigen Herren des Erdenrunds pflegten damals noch einen primitiven Geisterglauben, der sich heute außerhalb der Alten Lande kaum mehr finden dürfte, auch wenn sogar einige Edelleute in Europa und Amerika ihm anzuhängen behaupten.

    Da die Khagane in kluger, leidenschaftsloser Betrachtung erkannten, dass es kaum gelingen werde, all diese Völker zu bekehren, gestatteten sie jedem die Verehrung der ihm gemäßen Götter- und Geisterwelt. Seit jedoch Sartaq „der Christ“ zusammen mit seinem Onkel Berke 1254 in Regensburg die Taufe empfing, blieb die Herrscherdynastie – vielleicht mit einer Ausnahme – stets im Glauben geeint. Zugleich endete die Zeit, in der man das wachsende Reich allein vom Rücken eines Pferdes regieren konnte, so dass Satrapien und Provinzen eingerichtet und Hofämter geschaffen werden mussten.

    In dieser Zeit entstand auch das bewundernswerte System der lizenzierten Religionen: Jede Glaubensgemeinschaft, die eine gewisse Dauerhaftigkeit besaß, zu Gebeten oder Opfern für den Großkhan und die mongolische Ordnung bereit war und sich den Gesetzen des Reiches unterwarf, konnte vom jeweiligen Herrscher eine offizielle Lizenz erbitten. Damit waren nun viele Vorteile verbunden, etwa eine sichere Rechtsstellung religiöser Stiftungen, steuerliche Privilegien, die Erlaubnis zum Bau äußerlich erkennbarer Gotteshäuser, einen untitulierten Adelsrang für den jeweiligen hohen Klerus und nicht zuletzt die Erlaubnis zur Nutzung der Reichspost bei Synoden und anderen religiös begründeten Zusammenkünften. Durch diese kluge Einrichtung gelang es, selbst zu Zeiten einzelner eifernder Christen auf dem Thron (die Regierungszeit Tughluks I. war hier gewiss ein Tiefpunkt), den religiösen Frieden im ganzen Weltreich aufrechtzuerhalten und die Gläubigen vieler Religionen miteinander und mit der Herrschaft der Großkhane zu versöhnen. Dazu trug auch bei, dass jede lizenzierte Religion mindestens einen hochrangigen Vertreter bei Hofe zu akkreditieren hatte, über den grobe Verfehlungen der Glaubensgemeinschaft gegen die Gesetze des Reiches sanktioniert, aber auch aktuelle Entwicklungen innerhalb der einzelnen Gruppen erfasst werden konnten. Zur Zeit Yunus’ IV. sollen 286 lizenzierte Religionen bestanden haben.

    Als jedoch im Zweiten Mongolischen Bürgerkrieg immer mehr Satrapien und Provinzen einen eigenen Weg suchten und Europa seine Freiheit zurückgewann, zeigten sich die Schwächen der hochherzigen Förderung aller Religionen. Die Christen und Muslime, die in den meisten Ländern des Kontinents eine Mehrheit bildeten, vergaßen ihre Treueversprechen, wandten sich den neuen Herrschern zu und erhielten so zahlreiche Sonderrechte. Nicht zuletzt gelang es ihnen, die Bewegungsfreiheit anderer Religionen mehr oder minder stark einzuschränken, um nicht mehr durch ihr vorbildliches Leben oder ihre geistliche Kraft, sondern durch Gesetz und Macht einen Vorteil zu erlangen.

    Zugleich stärkten sie auf diese Weise das Ansehen der neuen Dynastien und legitimierten in den europäischen Staaten die politischen Verhältnisse und das entstehende Staatensystem, was durchaus auch gute Früchte trug. Zudem blieb eine echte Unterdrückung abweichender religiöser Gemeinschaften bislang fast überall aus.

    Im Khanat Ungarn ist das mongolische Lizenzsystem noch weitgehend in Geltung. Sogar eine wohl aus der Zeit Sartaqs IV. oder Tohtus IV. stammende Liste lizenzierter Religionen blieb allem Anschein nach unverändert in Kraft. Auch die mongolische Tradition, öffentlich nicht nach der religiösen Gesinnung eines freien Mannes zu fragen, hat sich hier erhalten. Trotz einiger Unsicherheit kann vermutet werden, dass etwa ein Viertel des Adels und zwischen einem Drittel und der Hälfte des einfachen Volkes dem christlichen Glauben anhängen. Zudem erhielten sich in dem Land besonders viele fernöstliche, zentralasiatische und primitive mongolische Glaubensrichtungen.

    Das Khanat Böhmen dürfte seinen südlichen Nachbarn nicht ganz unähnlich sein, verfügte aber stets über eine bessere Verwaltung. Die aktuelle Liste von 27 lizenzierten Religionen entspricht also eher den tatsächlichen Verhältnissen. Der Anteil der Christen im Adel ist ebenfalls höher und dürfte ungefähr 65% erreichen. Man vermutet aber, dass beim Volk eine große Vielfalt zu finden ist. Zugleich wurde der Übertritt von Christen zu anderen Religionen 1629 mit Verweis auf ein Gesetz Tughluks I. eingeschränkt.

    Das Khanat Westfalen hat ebenfalls ein Lizenzsystem beibehalten, es aber mit einer klaren gesetzlichen Bevorzugung des Christentums verknüpft. Adel und Volk dürften zu etwa 80% christlichen Glaubens sein, nur unter den Kaufleuten ist der Anteil wohl geringer. Das Land beherbergt zudem viele Juden, die etwa ein Viertel der Handelshäuser stellen sollen.

    In der Landgraftschaft Hessen, die bei ihrer Gründung noch als Khanat firmierte, wurde das Lizenzsystem während der 50jährigen Kaiserherrschaft nach und nach eingeschränkt, so dass es nur noch dem Namen nach besteht und vorwiegend die private Religionsausübung in Adel und Volk schützt. Dennoch rechnet man mit einer starken religiösen Minderheit, die in allen Schichten mindestens ein Viertel und unter Kaufleuten und Handwerkern vielleicht sogar ein Drittel erreichen dürfte. Ähnlich wie in Böhmen finden sich darunter neben den Juden auch viele Vertreter östlicher Religionsgemeinschaften.

    Das Khanat Baiern hat als „Klosterland“ die Bevorzugung des Christentums gesetzlich in sehr umfassender Weise festgeschrieben und den katholischen Glauben zur Voraussetzung für nahezu alle wichtigen Ämter gemacht. Offiziell sollen weit über 90% der Menschen in Adel und Volk der Kirche angehören, aber man vermutet, dass darunter insgeheim einige Andersgläubige sind, die den Taufschein eher aus pragmatischen Gründen besitzen.

    In der Markgrafschaft Brandenburg hielt man nach der Unabhängigkeit zunächst für einige Jahre am Lizenzsystem fest, überarbeitete es aber dann nach dem Vorbild Böhmens, so dass eine gewisse Bevorzugung des christlichen Glaubens gesetzlich festgeschrieben wurde. Man vermutet, dass etwa 65% der Bevölkerung der Katholischen Kirche zugehören, während gut 10% dem Judentum und mehr als 15% asiatischen oder mongolischen Religionen anhängen sollen. Auffällig ist die starke Position des im 15. Jh. entstandenen „altnordischen“ Glaubens, dem angeblich knapp ein Zehntel der Menschen angehört. Im Adel ist das Christentum nach allen Berichten übrigens deutlich stärker und erreicht etwa 80-85% des Standes.

    Die Pfalzgrafschaft bei Rhein und das Herzogtum Schwaben sind nach ihrer Unabhängigkeit weitgehend rechristianisiert worden, nachdem das Lizenzsystem abgeschafft wurde. Etwa 95% der Bevölkerung gehören der Katholischen Kirche an, wobei es besonders in Schwaben auch viele „Lutheraner“ unter ihnen geben soll.

    Die Schweizerische Eidgenossenschaft kam kaum mit der Einwanderung von Nichtchristen in Berührung, da die Mongolen meist heimgekehrte Veteranen mit der Verwaltung und der Rechtspflege betrauten. Nichtchristen waren daher fast immer Konvertiten, die als Söldner oder Kaufleute eine andere Religion kennen gelernt hatten. Ähnlich wie in Schwaben und der Pfalz dürften daher etwa 95% der Bevölkerung christlichen Glaubens sein.

    Die Deutsche Hanse hat die religiöse Ausrichtung weitgehend ihren Bundesgliedern und Vasallen überlassen. In aller Regel ist die Taufe Voraussetzung für das Bürgermeisteramt, jedoch nicht für eine Zunftmitgliedschaft oder einen Platz im städtischen Rat. Einige der Gilden und Zünfte bestehen sogar vorwiegend aus Nichtchristen, etwa die stark jüdisch geprägten Schmuckhersteller aus Amsterdam, Lübeck und Hamburg oder die aus einer Glaubensgemeinschaft mongolischer Provenienz hervorgegangene Ulmer Uhrengilde. Insgesamt rechnet man mit einem christlichen Bevölkerungsanteil von etwa 75-85%.

    Der Deutsche Orden akzeptiert in seinen Balleien ausschließlich christliche Bedienstete und verlangt auch von Leibeigenen, ihre Kinder taufen zu lassen. Allerdings erhielten mehrere Dörfer in Vorpommern 1651 bei der Übernahme des Landes das Privileg, ihren bisherigen Glauben zu behalten. Daher gibt es dort noch einige fernöstliche Religionsgemeinschaften, deren Riten aber ausschließlich in den jeweiligen Heimatdörfern gestattet sind und die auch untereinander kaum in Kontakt stehen.

    Im Herrschaftsgebiet der bereits 1617 unabhängig gewordenen französischen Krone (mit Burgund und den englischen Festlandslehen) bestanden während der mongolischen Zeit besonders viele verschiedene Religionsgemeinschaften. Da der burgundische Ritterkodex aber christlich konnotiert war und auch die meisten Satrapen diesem Glauben angehörten, behielt die Kirche im Adel eine beherrschende Stellung. Nach 1617 war es dann auch ein enges Bündnis von Thron und Altar, das die Unabhängkeit Westeuropas absicherte und zugleich die neuen Dynastien legitimierte. In den drei Ländern dürften 80% des Volkes, jedoch fast 95% des Adels christlichen Glaubens sein. Unter den Nichtchristen sind im Norden jüdische, an der Atlantikküste „mongolische“ und am Mittelmeer muslimische Gemeinden besonders stark.

    Die britischen Inseln (Königreich England, Königreich Schottland, Irische Föderation) und die Besitztümer der Föderation der Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus sind weitgehend christlich geprägt. In allen vier Reichen ist das Christentum als Staatsreligion ganz offiziell anerkannt, da sie nie mongolischer Herrschaft unterstanden und das Lizenzsystem dort niemals in Geltung war. Nur die zeitweilig von den Mongolen beherrschten Häfen oder Inseln beherbergen daher signifikante religiöse Minderheiten, ansonsten handelt es sich vorwiegend um fremde Kaufleute, denen man private Andachtsräume gestattet. Eine Ausnahme bilden Nantucket und Nova Scotia, wo Nichtchristen nordamerikanischer Provenienz in der Mehrheit sein dürften und das Lizenzsystem in Geltung blieb.

    In den Königreichen Dänemark, Norwegen und Schweden (mit Island) ist das Christentum ebenfalls die offizielle Staatsreligion. Anders als auf den britischen Inseln bestehen hier aber bedeutende religiöse Minderheiten, denen jeweils zwischen einem Viertel und einem Drittel der Bevölkerung angehören. Dazu zählen der „altnordische“ Glaube, mehrere Religionen aus dem Fernen Osten und (vor allem in Schweden) auch eine starke jüdische Gemeinde.

    Das Großherzogtum Finnland ist religiös außerordentlich vielfältig, so dass man das aus mongolischer Zeit übernommene Lizenzsystem ähnlich wie in Ungarn einfach beibehielt. Daher sind auch hier viele Religionen offiziell anerkannt und privilegiert, die es vor Ort niemals gegeben hat. Stärkste Glaubensgemeinschaften sind die Katholische Kirche, ein Zusammenschluss zentralasiatischer Schamanismen und ein traditioneller einheimischer Kult, die jeweils ein Fünftel der Bevölkerung umfassen sollen.

    Im Königreich Galicien ist das Christentum Staatsreligion und Voraussetzung für staatliche Ämter oder die Vergabe von Lehen. Der Adel ist damit (offiziell) vollständig christlich, und auch unter der sesshaften Bevölkerung gibt es kaum religiöse Minderheiten. Die einzige Ausnahme bilden jüdische, muslimische und „mongolische“ Kaufleute, denen man kleine, schlichte Gotteshäuser in den Hafenstädten genehmigt hat.

    Das Kalifat von Cordoba wurde auf Grundlage des Islam im Jahr 1622 neu errichtet, so dass der Glaube des Propheten die Staatsreligion bildet. Mehrere „Religionen des Buches“ wie das Christentum, das Judentum oder der Buddhismus sind aber anerkannt und genießen gesetzlich festgelegte Rechte und zum Teil sogar regionale Privilegien. Man nimmt an, dass in Spanien höchstens ein Drittel der Bevölkerung dem Islam angehört, in Marokko jedoch mehr als vier Fünftel der Menschen. Im Adel ist der muslimische Anteil im ganzen Reich deutlich höher und dürfte damit auch in Spanien gut die Hälfte der Edelleute umfassen.

    Das Khanat der Kanarischen Inseln ist religiös außerordentlich vielfältig. Das mongolische Lizenzsystem blieb offiziell in Kraft, aber faktisch spielen die Privilegien keine Rolle mehr, sieht man einmal von der (sehr selten genutzten) Möglichkeit religiöser Stiftungen ab. Es existiert kein auch nur annähernder Überblick über die Mitgliederzahlen der diversen, oft mehrfach in sich gespaltenen Religionsgemeinschaften.

    Das Khanat Italien bildet insofern eine Besonderheit, als das Lizenzsystem zwar auf Ebene des Bundes niemals abgeschafft wurde, die Kommunen aber 1671 eine sehr weitgehende Vollmacht zum Erlass von „Ausführungsbestimmungen“ erhielten. Dadurch ist in Ligurien, der Lombardei und der Toskana der Bau nichtchristlicher Gotteshäuser beispielsweise fast überall und in beinahe allen Fällen untersagt, wovon einzelne bereits sehr lange ansässige Gemeinden aber wiederum ausgenommen sind (etwa die Juden in Mailand, Pavia, Florenz und Bergamo, die Muslime in Genua und Pisa oder eine wohl ursprünglich buddhistische Gruppe in Brescia). Ähnlich wie im Hansebund bestehen auch einige Zünfte und Gilden, denen vorwiegend Nichtchristen angehören. Der Anteil der Christen an der Bevölkerung dürfte insgesamt 75-85% betragen, ist aber regional höchst uneinheitlich und kann daher teilweise auch weit niedriger liegen. In der Grafschaft Barcelona gelten übrigens die aus Galicien übernommenen strengeren Religionsgesetze.

    Der Heilige Stuhl beruht auf einer rein religiösen Legitimation, so dass nur Christen Ämter und Lehen übernehmen können. Der weltliche Besitz des Papstes war aber – vom Latium abgesehen – vor 1651 Teil des mongolischen Reiches, so dass dort zahlreiche fernöstliche und zentralasiatische Religionen Raum gewannen. Auch die „olympische“ Religion fand damals nicht wenige Anhänger. Die Päpste gestatteten 1651 in den neu übernommenen Städten und Dörfern daher die Ausübung aller bisherigen Religionen mit den jeweiligen Vorrechten aus dem „Normaljahr“ 1624.

    Das Khanat Hellas gehört in religiöser Hinsicht zu den weitaus vielfältigsten Ländern des freien Europa. In der Oberschicht ist die „olympische“ Religion überaus beliebt, bei Hofe bleibt jedoch der islamische Glaube der Dynastie maßgebend. Das einfache Volk dürfte hingegen größtenteils christlich sein, während die in dieser Schicht weit verbreiteten religiösen Minderheiten meist verschiedenen asiatischen Religionen angehören.

    In den europäischen Satrapien besteht das Lizenzsystem unverändert weiter, und auch die Durchmischung des Adels und der Händlerschicht bleibt offenbar verbreitet. In Krakau und Riga stellen jüdische Gemeinden angeblich bedeutende Minderheiten, in Rhodos Anhänger fernöstlicher Religionen und in Konstantinopel Muslime verschiedener Ausrichtung.
    Wie man sieht, ist ausgerechnet dein neues Heimatland der größte Hort von Heiden im Reich.

    Meines Wissens können nur Adelige bei dir Ritter werden. Daran würde ich besser nicht rütteln, wenn du nicht wieder von allen wegen sozialer Unruhe gehasst werden willst. Jetzt musst du hier mal Bewahrer sein und republikanische Umtriebe wider die gottgewollte Ordnung bekämpfen.

    Du hast doch Brandenburg und perspektivisch Westfalen, um auch an der anderen Flanke Dänemark eine Basis zu haben. Wir finden schon eine ruhige Ecke für deine Balleien.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
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  5. #5
    Beyond Mars Avatar von [VK]
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    Der kanarische Eintrag war für mich ausreichend um mich damit nicht weiter zu beschäftigen. Auf den ersten Blick gibt es aber viel zu viele Ungläubige

    Ich bin noch am schwanken, in welche Richtung es geht. Von Seitens der Anderer gab es die Idee einer "Kaiserlichen Ordenspolizei". Würde beispielsweise also den Bewahrer Aspekt abdecken. Der Orden sorgt ja eh schon durch seine Präsenz für eine Banditenabwehr.

  6. #6
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Bauernaufstände für den Adel niederschlagen.

    Wie gesagt, das hat bei den Johannitern ja extrem gut funktioniert.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
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