Das Ringen mit den Kanaren ist noch nicht ganz verdaut.
Zerkaut sind die Kanaren aber zumindest schonmal![]()
Die Story die ich euch 2014 versprochen habe!
Ich habe mir etwas Grundsätzliches zur Handelsfahrt-Mechanik überlegt die Sl meinte, ich soll es mal in die große Runde werfen:
DMS 1 Veteranen werden sich daran erinnern, dass man durch einen SP auf eine Handelsfahrt, einen recht hohen einmaligen Gewinn garantiert machen konnte. Soweit ich mich erinnere, war die Spanne zwischen 600 k und einer Mio. Der Sp brachte sonst halt nichts, aber wenn ansonsten der Schuldenturm drohte, sind zwei oder drei solcher Sps das kleinere Übel dazu.
Nun wurde in DMS 2 auch wieder eine Art Handelsfahrtmechanik eingeführt, die jedoch nur sehr begrenzt nutzbar ist. Z.B. können nicht zwei Länder in derselben Region aktiv werden und auf gute Gewinne hoffen. Und eben keine Gewinne garantiert.
Auf meine Anfrage hin gibt es laut SL aktuell kein so gutes Ziel und mit Würfelpech könnte ich bei einem Einsatz von 1 Mio gerade mal 100 k Gewinn machen. Was eigentlich nur die Zinskosten deckt, weil die Mio Kapital fremdfinanziert wären.
D.h. der SP wäre recht nutzlos. Und selbst wenn die 100 k statt für Zinsen in die eigene Tasche gehen, wäre dafür ein geopferter SP ein zu hoher Preis.
Folglich sind aktuell die Handelsfahrten eher ein Lotteriespiel mit stark begrenzten Einsatzmöglichkeiten, die sogar den SP im ungünstigsten Fall verschwenden könnten. Irland hatte bei seinen beiden Fahrten offenbar extrem viel Glück und gute Timing gehabt.
Naja meine Frage an die SL und jetzt an euch war, ob man nicht ein System aufbauen sollte, wo man einen SP verkaufen kann (z.B. ingame als Handelsfahrt verpackt) und dafür garantiert eine hohe Gewinnsumme erzielt.
Man kann ja einen Würfelfaktor beibehalten, aber z.B. ein garantierter Mindestgewinn von sagen wir 500 k, damit man auch bei ungünstigen Würfel den SP nicht verschwendet hat, wäre hlt gut. Weil immerhin verkauft man einen SP und so gut wie jeder Sp bringt über die Zeit mehr als das.
Ich fände deine Idee zumindest weit besser als so wie es bisher implementiert ist.
Das aktuelle System empfinde ich eher als Option für einzelne Länder auf Knopfdruck in einen Geldtopf zu fallen.
Mag sein dass Irland extrem viel Glück hatte, aber selbst wenn es nur die Hälfte verdient hätte, fände ich das System noch bescheuert. Es entwertet in meinen Augen jegliche Balance im Spiel wenn einzelne Länder auf Knopfdruck Summen bekommen, die ganze Länder in 5-10 Jahren nicht als Einnahmen haben.
Denn am Ende ist auch mit dem SP System vieles im Spiel wieder auf Geld zurück zu rechnen.
Wenn man sowas schon einbaut dann sollte es allen zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen.
SP = Handelsfahrt: Sie kann ja auch Marktanteile in der Region bringen und bestehende Verflechtungen vor Ort zum Teil aufsprengen, wenn man in den Fernhandel dauerhaft einsteigen möchte.
Jetzt zum Beispiel zu dem Vorschlag, der gemacht wurde:
Ich finde es etwas merkwürdig, wenn Silber aus dem Nichts generiert wird. Nehmen wir an, Hellas ist in Südamerika mit 6 SP aktiv und handelt dort intensiv und hat sich über die Jahre hinweg hohe Marktanteile gesichert. Das Kalifat macht nun eine einmalige Handelsfahrt nach Südamerika und kassiert ordentlich ab.
Damit das glaubwürdig ist, müsste Hellas in diesem Beispiel finanziell extrem bluten, weil dort einmalig ein Konkurrent reingegrätscht ist. Wenn sich dann noch Land Z denkt: „Oh, das mache ich auch mal“, führt das das bestehende System irgendwie ad absurdum.
Eben weil Jons Spiel versucht, im Rahmen seiner Spielmechanik möglichst reale Bedingungen abzubilden, ist es so interessant. Ein Prinzip wie „Ich mache X und bekomme garantiert Z“ gehört für mich zu einem Brettspiel oder folgt einer ganz anderen Spieldynamik. In das bestehende Spielgeflecht passt das jedenfalls nicht.
Auch in DMS I waren die Handelsfahrten nicht garantiert. Ich hab als Johanniter Don seine Handelsfahrt zerschossen, als ich die Schiffe zur Eröffnung des Krieges überraschend gekapert habe. Sein Geld gab ich dann dem Usurpator. Diese Möglichkeit besteht auch noch in DMS II.
Ansonsten bin ich ziemlich dagegen. Handelsfahrten sind so ziemlich die langweiligsten Schwerpunkte, die man sich vorstellen kann. Die sollten nicht auch noch besonders bevorteilt werden. Ansonsten sehe ich das wie PPB. Das System funktioniert ja anscheinend, und ich würde es nicht als Bug sondern als Feature sehen, dass es gute und schlechte Zeitpunkte für Handelsfahrten gibt.![]()
Geändert von [VK] (15. Juli 2026 um 18:13 Uhr)
Nun, das war kein Brettspielelement, sondern Bestandteil der DMS 1 Spielmechanik gewesen. Da hatte es auch funktioniert, ohne den von dir beschriebenen Zustand zu erschaffen.
Du argumentierst mit Realismus, ja es wäre nicht realistisch, was ich vorgeschlagen habe. Aber aktuell sind die Folgen einer Überschuldung auch nicht realistisch. Wenn in Echt ein Land total überschuldet war, hatte es mehr Münzen geprägt (ja ich weiß, nicht gut für die Wirtschaft) oder Staatsbankrott erklärt und dann auch mit Turbulenzen verbunden weitergemacht. Manche Länder gerieten in einen Inflationsstrudel, aber zerfielen trotzdem nicht. Andere fingen sich danach wieder, wie Frankreich nach dem Fall des bankrotten Königreiches unter Napoleon. In DMS 2 wäre Frankreich einfach komplett zerfallen und aufs primitivste Niveau zurückgefallen und selbst für deutlich schwächere Nahcbarn wie Baden, Sardinien und Luxemburg free real estate gewesen. Das ist absolut unrealistisch.
In DMS 2 fehlen jedoch die Spielelemente Inflation und Staatsbankrott, um Schulden auf eine schmerzhafte, aber im Vergleich zur Totalauslöschung handhabbaren Art wieder Herr werden zu können.
Nein, die einzige Spielalternative bei Überschuldung ist aktuell, dass das betroffene Land einfach auseinanderfällt und seine Substanz komplett vernichtet wird, siehe Kanaren.
Das kann zwar passieren, aber nicht als einziger alternativloser Weg. Es ist auch nicht realistisch, dass ein überschuldetes Land einfach völlig zerfällt und unspielbar wird. Also müsste es spielintern auch einen Hebel geben, die Überschuldung per SP gezielt abzubauen. Die Handelsfahrt war als dieser Mechanismus nur ein Beispiel, da sie in DMS 1 recht gut funktioniert hatte und eben auf Kosten der langfristigen Entwicklung des Landes Geld aus dem Nichts erschuf. Quasi der Ersatz zur Gelddruckerei. Es kann auch etwas anderes sein z.B. eine Art Inflations-SP: Man baut 2 Mio Schulden ab, vernichtet dafür aber für einen Zeitraum von X Jahren 1,0 % Wohlstand p.a.
Das ist eine Delle, aber man kann es zugleich durch gute Wirtschafts oder Verwaltungs-SPs wieder auszugleichen und weiterhin ein bedeutendes Land zu sein, statt mit 100%er Alternativlosigkeit in eine atomare Wüstlandschaft alla Tschernobyl verwandelt zu werden.
Es gibt doch einen quasi Staatsbankrott mit der Zwangsanleihe und der einfachen Weigerung Schulden zu bedienen und mindestens einen Münzpräger hatten wir auch schon![]()
Ja und der Staatsbankrott heißt, dass das Land definitiv vernichtet wird. Das ist unrealistisch.
Und der Münzpräger hat aber nicht im eigenen Land, sondern im Ausland den Schaden angerichtet. Das war keine Inflation in dem Sinne, die einen in erster Linie selbst trifft, da man seine eigenen und nicht die fremden Münzen entwertet.
Wir haben nur einen Präzedenzfall, der in dem Fall das gleiche kleine Land istund da war es nicht unrealistisch. Bestimmt steckt das ein größeres Land wie in deinem Beispiel etwas besser weg.
Also ich fände es nicht richtig so einen billigen und konsequenzlosen Weg zum Geldscheffeln zu etablieren. Das Spiel hat zahlreiche andere Optionen die man ziehen kann und der Reiz des Spieles ist nunmal, dass alles hier seine Konsequenzen hat.
Billig und konsequenzlos ist es nicht Wirtschaftswachstum und SPs zu opfern, um seine Finanzen restrukturieren zu können. Aktuell ist diese Restrukturierung ja nicht möglich, siehe Italien. Das Land zerfällt zwar aktuell nicht, aber ist eigentlich in einem Dauerlimbo. Kann bei einem Staatsbankrott passieren, aber ebensogut kann sich ein Land davon erholen. Da gibt es auch genügend Beispiele für, dass Länder nach einer Hyperinflation oder dem Erklären des Staatsbankrotts ein Jahrzehnt später wieder im Aufwind waren. Jedoch fehlen die Instrumente in dem Spiel um die Schuldenlast zu restrukturieren und somit aus der Limbo Situation rauszukommen.
Und wenn jetzt z.B. Frankreich Italien angreifen würde, würde Italien wahrscheinlich schnell den kanarischen Weg gehen, da die nötigen Militärausgaben die Stände nach sehr kurzer Zeit überfordern würden. Und hier reden wir nicht von einem kuriosen Inselstaat, sondern von einem großen Land, das dann Puff, einfach weg wäre.
Aber es gibt doch die Option zum Staatsbankrott via Zwangsanleihe die man verweigert zurückzuzahlen. Was mit großen Ländern die das machen passiert, ist nur Spekulation - aber selbstverständlich nichts Gutes, aber "puff einfach weg" wohl kaum. Und so muss es ja auch sein, wenn wir uns nicht alle plötzlich Geld aus dem Nichts erzeugen können.
Ich habe mal Dr. KI gefragt: Nenne historische Beispiele von Ländern, die nach der Erklärung des Staatsbankrotts wenige Jahre später wieder im Aufschwung waren
Antwort:
Historische Beispiele zeigen, dass ein Staatsbankrott (Zahlungsausfall) oft den „heilsamen“ Neustart eines Krisenzyklus markiert. Durch radikale Schuldenschnitte, Reformen und Währungsabwertungen entledigten sich Staaten ihrer lähmenden Lasten, wodurch das Wirtschaftswachstum oft innerhalb weniger Jahre stark zurückkehrte.Bekannte historische Fälle und ihre Verläufe:
Argentinien (2001/2002):Nach der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte erklärte das Land mit etwa \(\$100\) Milliarden die größte Staatspleite der damaligen Zeit. Durch die Abwertung des Peso und günstige Rohstoffexporte erholte sich die Wirtschaft rasant: In den Jahren nach dem Zusammenbruch verzeichnete das Land oft ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von über \(8\%\).
Russland (1998):Aufgrund der Asienkrise und niedriger Ölpreise konnte Russland seine Schulden nicht mehr bedienen und wertete den Rubel massiv ab. Dies stärkte die heimische Industrie und die Exporte, wodurch das Land nach nur wenigen Jahren einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung erlebte.
Island (2008):Inmitten der globalen Finanzkrise brach das isländische Bankensystem zusammen, was zu einem faktischen Bankrott des Staates führte. Island lehnte harte Sparprogramme für die Bürger ab, verhängte Kapitalverkehrskontrollen und ließ die Banken pleitegehen. Bereits ab 2010/2011 wuchs die Wirtschaft wieder kräftig, angetrieben unter anderem durch einen Boom im Tourismus.
Deutschland (1923 und 1953):Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland durch Reparationen faktisch pleite, was 1923 in der Hyperinflation gipfelte. Nach der Währungsreform folgte der wirtschaftliche Aufschwung der „Goldenen Zwanziger“. Nach dem Zweiten Weltkrieg handelte die Bundesrepublik 1953 im Londoner Schuldenabkommen einen massiven Schuldenschnitt aus, der die Basis für das folgende Wirtschaftswunder bildete.Warum die Erholung gelingter „Reset-Effekt“ eines Staatsbankrotts – der oft mit der Einigung auf einen sogenannten Schuldenschnitt (Haircut) einhergeht – befreit den Staat von unbezahlbaren Zinslasten. Dadurch werden die Staatseinnahmen wieder für Investitionen frei, und das Land wird für ausländische Direktinvestitionen oder Exporte deutlich wettbewerbsfähiger.
Da das alles in der jüngeren Vergangenheit liegt, habe ich die Frage konkretisiert:
nenne historische Beispiele von Ländern aus dem Zeitraum 1400 bis 1900, die nach der Erklärung des Staatsbankrotts wenige Jahre später wieder im Aufschwung waren
Nach der DMS2 Spielmechanik hätten z.B. die USA in dieser Welt es nicht lange gemacht oder wären bestenfalls wie Italien dauerhaft vor sich hingedümpelt. Spanien ebenso.Historische Staatsbankrotte im Zeitraum 1400–1900 endeten oft nicht im dauerhaften Ruin, sondern in raschem Aufschwung. Der erzwungene Schuldenschnitt befreite die Staaten von drastischen Zinslasten.Hier sind drei prägende, erfolgreiche Erholungsphasen nach einer Staatspleite:
Spanien (1557): König Philipp II. erklärte den Staatsbankrott, woraufhin kurzfristig ein Kreditstopp folgte. Die Schulden wurden durch den sogenannte Juro-Tausch in langfristige Staatspapiere umgewandelt. Wenige Jahre später erholte sich die Wirtschaft durch den massiven Silberimport aus den Kolonien und die Steuerkraft der florierenden iberischen Provinzen.
Österreich (1811): Nach den Napoleonischen Kriegen war das Kaisertum Österreich faktisch pleite (der sogenannte "Finanzpatent"-Bankrott). Die Währung musste extrem entwertet werden. Unter dem nachfolgenden Wirtschaftsaufschwung und der Politik des späteren Staatskanzlers Metternich stabilisierte sich die Donaumonarchie in den 1820er Jahren zu einer wirtschaftlichen Führungsmacht auf dem Kontinent.
Vereinigte Staaten (1790): Nach dem Unabhängigkeitskrieg konnten die neu gegründeten USA ihre Kriegsschulden nicht mehr bedienen. Finanzminister Alexander Hamilton restrukturierte die Schulden radikal (Assumption Bill) und gründete eine stabile Zentralbank. Dank der neu gewonnenen staatlichen Bonität und rasch expandierendem Handel folgte in den darauffolgenden Jahrzehnten ein starker wirtschaftlicher Aufschwung.Ausführliche und belegte Statistiken zu den wirtschaftlichen Folgen von über 200 Jahren Staatspleiten weltweit finden sich in den wissenschaftlichen Berichten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und des Internationalen Währungsfonds.In Echt war der Staatsbankrott oft der Neuanfang, nicht das Ende (Kanaren) oder der Dauerzustand (Italien)