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Thema: Frankreichs Geschichtsarchive

  1. #16
    ❦ Ser Tira Tyrell ❦
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    Der direkte Kontakt zwischen Frankreich und Saluzzo brach ab, nachdem italienische Truppen weiter vorrücken konnten. Italiens Herrscher Tenzin Khan forderte die lokalen Herrscher auf die Stadt friedlich zu ergeben und versprach sie angeblich gut behandeln zu wollen.
    Derweil sammelte sich der Großteil der Streitmächte Frankreichs und Italiens an ihren benachbarten Landesgrenzen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    1.-12. Mai 1703: Nach einer kurzen Phase der Reorganisation greifen die Streitkräfte Italiens bei Saluzzo sowohl den Col d‘Allos als auch die Reiterei des Markgrafen an, so dass diesmal eine gegenseitige Unterstützung der feindlichen Truppen nicht mehr möglich ist. Zwar hält die Streitmacht am Pass weiter stand, doch die Adelsaufgebote des Landes müssen sich in die markgräfliche Residenzstadt Saluzzo zurückziehen. Der Weg zwischen dem Col d’Allos, Cuneo und der italienischen Grenze ist damit vollständig in der Hand der Invasoren, und jeder direkte Kontakt nach Südfrankreich bricht ab. Tenzin Khan fordert den Markgrafen, den Adel und das Volk erneut zur friedlichen Übergabe der Stadt und des Landes auf und verspricht, in diesem Fall Gut und Leben der Menschen vor Ort zu schützen.

    1.-15. Mai 1703: In der ersten Maihälfte sind die Heere der französischen Krone und Italiens auf beiden Seiten der Grenze in ihre Stellungen eingerückt. Die italienische Armee ist bereits fast vollzählig, scheint aber noch einzelne Regimenter auf Schiffen zu verlegen, während die Gegner auf Kämpfer aus Nordfrankreich und Burgund und die über die Rhone flussabwärts verschiffte Artillerie sowie auf zusätzlich aus Galicien angeworbene Geschütze warten, die durch das englische Lehnsgebiet transportiert werden.
    Die Entsendung einer irischen Flotte wurde im irischen Föderationsrat abgelehnt. Statt dessen bewahrten sie strikte Neutralität im Mittelmeerkrieg.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    4.-12. Mai 1703: Der irische Föderationsrat tagt in Limerick, um über einen Antrag mehrerer Teilfürstentümer abzustimmen. Demnach soll eine irische Flotte zur Unterstützung der mit Frankreich verbündeten Mächte entsandt werden. Hochkönig Patrick III. lehnt den Wunsch (der vor allem von den Königen aus dem Süden der Insel unterstützt wird) aber mit großer Überzeugung ab. Da er sich dabei auf die sechs Äbte, den Fürsten der Isle of Man und den Khan von Nantucket verlassen kann, setzt sich seine Position schließlich durch, als acht der 17 Könige sich ebenfalls auf seine Seite schlagen. Irland wird im Mittelmeerkrieg also strikte Neutralität wahren und keine Flottenoperationen durchführen.
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  2. #17
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    Obwohl keine Seite sich offiziell im Krieg befand, begannen die ersten Seegefechte zwischen den europäischen Mächten an der Südspitze Korsikas. Hierbei versuchten die Flotten Cordobas, Frankreichs, des Kirchenstaates und des Khanats Hellas einer kanarischen Flottille den Weg abzuschneiden.
    Bis auf ein kleines Schiffe der Kanaren und eines von Cordoba gab es dabei keine Verluste, da die kanarische Flottille rechtzeitig zu ihren italienischen Mitstreitern nach Genua flüchten konnte. Dort brachen beide Seiten den Kampf ab, da eine offene Konfrontation für alle Beteiligten eine hohes Risiko gehabt hätte. Emoticon: aye

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    7.-9. Mai 1703: Im westlichen Mittelmeerraum kommt es zur ersten Seeschlacht des noch von keiner Seite offiziell erklärten Krieges zwischen verschiedenen Mächten aus der Region. Die Hauptflotten des Kalifats von Cordoba und der südfranzösischen Städte und einige vom Papst und dem Khanat Hellas entsandte Schiffe versuchen, einer kanarischen Flottille an der Südspitze Korsikas den Weg abzuschneiden. Beim ersten Zusammentreffen am 7. Mai wird ein 25-Mann-Schiff von den Kanaren versenkt, wobei sich die Seeleute eines merinidischen und eines hellenischen Schiffes später im Hafen – freundschaftlich – darüber streiten, wem der entscheidende Schuss glückte. In den beiden folgenden Tagen kommt es dann mehrmals zu Gefechten der beiden Flotten, als es den kanarischen Schiffen gelingt, in einem Bogen um die Feinde herumzukommen. Da diese Kämpfe aus voller Fahrt heraus erfolgen, sind nur wenige Treffer zu verzeichnen, und nur ein 50-Mann-Schiff des Kalifats geht verloren.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    8.-10. Mai 1703: Die Gefechte zwischen den Flotten der verbündeten Mächte des westlichen Mittelmeerraums und der kanarischen Flottille gehen weiter. Der merinidische Kommandeur der Verfolger und die auf seinem Schiff segelnden Offiziere, welche aus Südfrankreich, Hellas und dem Kirchenstaat stammen, entscheiden sich, ihre Aufgebote zu teilen und einen Kurs einzuschlagen, der leicht westlich bzw. östlich an den Fliehenden vorbeiführt. So könne es gelingen, die Breitseiten der Schiffe einzusetzen, falls man einen günstigen Wind erreicht. Obwohl das Manöver hervorragend ausgeführt wird und beinahe zum Erfolg führt, als die kanarische Flotte fast schon erreicht ist, muss der Kampf ergebnislos abgebrochen werden. Am 10. Mai erreichen die kanarischen Schiffe nämlich die ersehnte italienische Küste, und dort fährt ihnen eine mächtige, aus Genua kommende Flotte entgegen. Die Schiffe der vier Mächte ziehen sich daher wieder zurück, als der merinidische Kommandeur das Signal dazu gibt. Auch die Italiener verzichten auf eine Verfolgung des Feindes, denn offenbar möchte gegenwärtig noch keine Seite ein unabsehbares Risiko eingehen.
    Ein französischer Vorstoß Richtung Saluzzo schlug fehl, nachdem sie im Alpenpass auf italienischen Widerstand gestoßen sind. Dabei konnte die italienische Armee ihre Feldartillerie an strategisch wichtigen Positionen aufstellen.
    Aufgrund dieser Niederlage wurde erwartet, dass Saluzzo sich bald ergeben würde.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    14.-16. Mai 1703: Ein Vorstoß südfranzösischer Reiter aus dem Col d‘Allos heraus in Richtung Saluzzo schlägt fehl. Anscheinend haben sich die Italiener gut auf einen Angriff vom Pass her vorbereitet und auch Feldartillerie an günstigen Positionen aufgestellt. Die markgräflichen Truppen stehen nun sehr isoliert in der Hauptstadt des kleinen Landes und werden wohl nicht mehr sehr lange standhalten können.
    Italien mobilisierte alle Leibeigenen, um präventiv die einzigen zwei Hauptwege nach Frankreich zu sichern (eine Route an der Mittelmeerküste und den bereits erwähnten Alpenpass).

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    16.-31. Mai 1703: Die italienischen Behörden berufen alle verfügbaren Leibeigenen ein, um die beiden Hauptwege nach Frankreich (die alte Handelsroute am Meer und den Col d’Allos) mit Hindernissen und improvisierten Schanzanlagen zu schützen. Man rechnet zwar nicht damit, dass dies eine ernsthafte Offensive verhindern kann, doch die Verteidigung Italiens wird dadurch auch symbolisch zu einer Sache aller Stände gemacht.
    Saluzzo kapitulierte schließlich aufrgund der italienischen Übermacht. Emoticon: simato
    Die Hauptflotte der Südfranzosen und der Cordoba unterstehenden Meriniden (heutiges Marokko) wurde im Hafen von Marseille von vier italienischen Flottenverbänden attackiert, die hauptsächlich aus alten Handelsschiffen bestanden.

    Der erste Flottenverband wurde von der französischen Küstenverteidigung abgewehrt. Allerdings konnte der zweite Verband daraufhin vier kleine französische Schiffe versenken. Der dritte und vierte Verband wurde hingegen auf See abgefangen und versenkt.
    Der Großteil der Besatzung aller vier Verbände konnte letztlich mithilfe von Begleitschiffen in Sicherheit fliehen.
    Dennoch gelang es den Südfranzosen drei Handelsschiffe und 70 Matrosen in Gewahrsam zu nehmen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    23. Mai 1703: Die markgräflichen Truppen in Saluzzo kapitulieren angesichts der starken und kaum überwindbaren italienischen Übermacht, um die Stadt und das Land zu schützen. Der italienische Befehlshaber vor Ort lässt die Adligen rasch auf Ehrenwort frei und bemüht sich auch sonst, Zwischenfälle zu vermeiden. Saluzzo und das Umland werden nur von kleinen Aufgeboten aus der Region Turin besetzt und man trägt dafür Sorge, dass alle Waren aus dem besetzten Gebiet sofort bezahlt werden.

    25. Mai 1703: Im (unerklärten) italienisch-französischen Krieg kommt es zu einem ersten mit Brandschiffen durchgeführten Angriff auf eine Küstenstadt. Es handelt sich offenbar sowohl bei den direkten Teilnehmern der Angriffswellen selbst als auch bei den Begleitfahrzeugen um ältere Handelssegler, die unter mehreren verschiedenen Flaggen in die Nähe des Hafens von Marseille gelangten und in vier Gruppen angreifen. Dort liegt gerade die Hauptmacht der südfranzösisch-merinidischen Flotte vor Anker, was den Angriff recht gefährlich macht. Die Küstenverteidigung ist aber aufmerksam und kann die Schiffe der der ersten Welle noch vor dem Hafen stellen. Durch Kanonenbeschuss gelingt es, die Explosion der Sprengstoffe herbeizuführen, so dass die Verteidiger keinen Schaden erleiden. Etwas überraschend wird nun ein zweiter Angriff durchgeführt, bei dem vier Schiffe der südfranzösischen Flotte (1*50 III 3*50 II) in Brand geraten und später aufgegeben werden müssen. Auch hier gelingt es den Angreifern aber nicht, den mittlerweile von den Seestreitkräften beider Mächte stark geschützten Hafen zu erreichen. Die Schiffe der dritten und vierten Welle werden dann von einem Jagdgeschwader noch auf hoher See entdeckt und aufgebracht. Da die Seeleute sich dabei jeweils auf die Begleitschiffe flüchten und ihre Brandner entzünden, gelingt fast der ganzen Begleitflotte dieser beiden Wellen die Flucht, ebenso den meisten Begleitern der ersten und zweiten Gruppe. Die Südfranzosen können aber insgesamt drei Handelsschiffe und gut 70 Mann Besatzung in Gewahrsam nehmen.
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  3. #18
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    Als weitere feindliche Haltung verbreitete Italien Kaperbriefe gegen Frankreich. Diese wurden an Privatpersonen in italienischen Städten, Kanaren, Nordwestafrika sowie in der Karibik verbreitet.
    Frankreich hingegen begann mit zwei Landoffensiven beim Alpenpass und bei der italienischen Stadt San Remo an der Mittelmeerküste. Während die Italiener den Pass halten konnten, mussten sie bei San Remo zurückweichen und sich hinter den Stadtmauern verschanzen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    3.-26. Juni 1703: Das Khanat Italien vergibt mittlerweile ebenfalls Kaperbriefe, die sich auf Schiffe der französischen Krone oder die einzeln benannten süd- und zentralfranzösischen Vasallengrafschaften, Herzogtümer und Städte beziehen. Die burgundischen und englischen Lehnsgebiete sind nicht erwähnt. Neben den italienischen Städten wird das Angebot bald auch auf den Kanarischen Inseln, in Nordwestafrika und in der Karibik verbreitet, aber stets in italienischem Namen.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    18.-29. Juni 1703: Die Armee der französischen Krone beginnt nach dem Eintreffen weiterer Söldner mit einer Doppeloffensive am Meer und am Col d’Allos. Während im Norden eher Leichte Reiterei und bewegliche Fußtruppen agieren, werden im Süden auch Feldgeschütze und Söldner eingesetzt. Die italienische Armee hält zunächst stand, muss aber die Gebiete direkt an der Grenze räumen und sich geordnet in Richtung San Remo zurückziehen. Dort bildet sich dann eine neue Frontlinie, als die Angriffskraft der Franzosen allmählich erlahmt und die Verteidiger das Mauerwerk der Stadt in ihre Stellungen einbeziehen können. Am Passweg kommt es hingegen nicht zu größeren Veränderungen. Der Col d’Allos bleibt in französischer Hand, während die Straße nach Osten weiterhin von italienischen Truppen besetzt ist.
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  4. #19
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    Die erste Belagerung von San Remo begann Anfang Juli, doch ein Gegenangriff von Kiewer Söldnerreitern unterbrach die französische Belagerungsartillerie bei ihrem Angriff auf die Stadtmauern.
    Die französische Hofzeitung Mercure Galant berichtete von der Anwerbung der Kiewer Söldner, die lange vor diesem Krieg begonnen haben soll. Sie versuchte zudem in neutralen Staaten Stimmung gegen Italien zu machen, nachdem italienische Händler in vielen Ländern bereits einen schlechten Ruf erworben hatten.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    4.-14. Juli 1703: Die Armee der französischen Krone beginnt mit der Belagerung des Hafens von San Remo, der als leicht befestigter Stützpunkt das Vorankommen behindert und den man nur schwer umgehen kann. In den ersten Tagen gelingt es, die Stadtmauer mit der mitgeführten Belagerungsartillerie zu beschädigen, doch ein Gegenangriff der Reiterei (ihrem Kampfstil nach offenbar Söldner aus Kiew) erzwingt zeitweilig den Abbruch des Unterfangens. Mitte Juli wird die Belagerung dann erneut aufgenommen.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    10. Juli 1703: In der Juliausgabe des Mercure galant nimmt die französische Kriegserklärung an das Khanat Italien breiten Raum ein. Neben den bereits bekannten Vorwürfen, wonach Khan Tenzin II. Piraterie gefördert und ohne Kriegserklärung die Markgrafschaft Saluzzo besetzt habe, geht die Artikelserie erstmals auch auf die Anwerbung von Söldnern beim Söldnermarkt Kiew ein, die bereits lange vor der französischen Mobilmachung erfolgt sei. Außerdem wird diesmal auch am italienischen Kuriltai Kritik geübt, der die Piraterie seines Herrschers decke, anstatt sich wie vom Papst gefordert davon zu distanzieren. Da man wohl nicht damit rechnen kann, die Italiener auf diese Weise zu überzeugen, scheint der Mercure nunmehr stärker auf die öffentliche Meinung der neutralen Staaten abzuzielen. Dazu passt, dass die Kaufleute der Welt aufgerufen werden, nicht mehr mit Italien Handel zu treiben.
    Ende Juli mussten die Kämpfe aufgrund eines heftigen Unwetters auf beiden Seiten unterbrochen werden.
    Auf politischer Ebene versuchte Italiens Tenzin II. sich reinzuwaschen, indem er inländische Kaufleute Genuas einer Verschwörung beschuldigte, bei der sie sich durch die Unterstützung der Piraterie bereichert haben sollen.
    Zugleich wurde ein Sündenbock namens Jacobo Sperowi Emoticon: pirat gefunden, dem die sogenannte Sperowi-Verschwörung angehängt wurde.

    (Simato hat wohl zu viel Hollywood geschaut. )

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    20.-26. Juli 1703: Heftige Unwetter bei San Remo bringen die Ordnung beider Heere etwas durcheinander, so dass die Kämpfe erst einmal unterbrochen werden müssen. Man geht aber davon aus, dass die Streitkräfte Ende Juli wieder bereit sein dürften.

    22. Juli 1703: In Mailand tritt der italienische Kuriltai zusammen, um über die Kriegslage und die diplomatische Initiative des Khanats Ungarn zu beraten. Tenzin II. kann der Versammlung zudem erste Ermittlungsergebnisse der Antipirateriekommission vorstellen. Demnach hätten einige auswärtige und inländische Kaufleute in Genua sich verschworen, um Piraten aus dem karibischen Raum bei der Beraubung italienischer, südfranzösischer, hellenischer, päpstlicher und nordafrikanischer Handelssegler zu unterstützen und von den Gewinnen zu profitieren. Nach dem (oder einem der) Anführer des Netzwerkes Jacobo Sperowi aus Süditalien wird das Ganze bald als Sperowi-Verschwörung bekannt. Im Bericht wird außerdem festgestellt, dass die Behörden des Khanats oder der Kommune nicht in die Machenschaften verwickelt gewesen seien, jedenfalls nach gegenwärtigem Ermittlungsstand. Neben den Räten Genuas hat überraschend auch Erzbischof Giovanni Battista Spinola, der dem Heiligen Stuhl recht nahe stehen soll, das Dokument unterzeichnet. Der Kuriltai beschließt außerdem, die Verhandlungen mit Ungarn fortzuführen.
    Die kleine Hafenfestung von San Remo, die dem französischen Vorstoß im Wege stand, wurde dank der hohen italienischen Moral auch nach einem zweiten Angriff der französischen Koalitionstruppen gehalten.
    Einem dritten Angriff konnten die Stadtmauern jedoch nicht standhalten, vor allem dank der ersten Bombardements der mächtigen Geschütze Galiciens, die auf der Seite Frankreichs kämpften. Nach einigen Gefechten fiel San Remo schließlich in die Hand der französischen Koalition.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    29.-31. Juli 1703: Die kleine Hafenfestung von San Remo hält auch einem zweiten Angriff der französischen Koalitionstruppen stand, wobei die hohe Kampfmoral der Italiener auffällt. Im Lager der Allianz ist man aber trotzdem zuversichtlich, da die Stadtmauer mittlerweile stark beschädigt ist und einem dritten Ansturm nicht mehr standhalten dürfte.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    3. August 1703: Der eidgenössische Bundesamman bittet die kantonalen und kommunalen Amtsträger im Tessin brieflich um Informationen zur wirtschaftlichen und politischen Lage an der Grenze zu Italien und Frankreich. So soll ausgeschlossen werden, dass die Region unter den Kämpfen zu leiden hat.

    4.-6. August 1703: Ein dritter Angriff auf San Remo führt zum Erfolg der Koalitionstruppen. In der bereits schwer geschädigten Stadt haben sich die meisten Menschen in ihre Häuser oder in die Kirchen geflüchtet, während die Verteidiger nach dem ersten Bombardement durch mächtige galicische Geschütze die Stadtmauern verlassen. Der darauffolgende Angriff bleibt dadurch zunächst fast verlustfrei. Während der Umstellung der Truppen für den Sturm auf die Hafenstadt gelingt den Italienern dann aber ein Achtungserfolg: Die schnellen Truppen aus Kiew umfassen einen Teil der englischen Fußtruppen in der Flanke, brechen durch und greifen die zurückgehenden Geschütze direkt an, die so für kurze Zeit nicht mehr genügend verteidigt sind und erhebliche Verluste (etwa 0,4 Regimenter) erleiden. Als kurz darauf die französische Reiterei eintrifft, verlieren aber auch die zurückgehenden LR etwa 300 Mann.
    Geändert von Tiramisu (29. Juni 2026 um 21:11 Uhr)
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  5. #20
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    Nach dem italienischen Rückzug kam es bei Porto Maurizio zu erneuten Scharmützeln. Letztlich konnte sich aber keine Seite einen eindeutigen Vorteil verschaffen, wodurch sich die beiden Heere auf ihrer Seite des Flusses bei Porto Maurizio sammelten.
    Ein erstes Friedensangebot des italienischen Khans Tenzin II. konnte keine diplomatischen Erfolge erzielen, da die Forderungen "äußerst hart und einschneidend" waren.
    Nachdem ein Produzent für Luxuswaren einen Handwerker-Wettstreit in Mailand gewinnen konnte, wertete man das als Zuversicht der italienischen Bevölkerung, dass diese Krise bald beendet und ein wirtschaftlicher Aufschwung erwartet werden könne.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    12. August 1703: Nach dem erneuten Rückzug der italienischen Truppen nehmen die beiden Heere vor Porto Maurizio am Impero wieder Feindkontakt zueinander auf. Zunächst bleiben die Gefechte aber auf einige Reiterscharmützel und italienische Störangriffe begrenzt, da die Armeen sich neu sammeln und die Koalitionstruppen auch ihren Nachschub umorganisieren müssen. Erste Angriffe auf die Mauern von Porto Maurizio werden also frühestens Ende des Monats erwartet, zumal das östliche Flussufer zunächst ganz in italienischer Hand ist.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    23. August 1703: Der italienische Khan Tenzin II. legt dem Kuriltai ein Friedensangebot vor, das ihm die französische Koalition anscheinend zugesandt hat und das neben den Vasallen der französischen Krone auch das Kalifat und Hellas berücksichtigen soll, mit denen man gegenwärtig noch nicht im Kriegszustand ist. Dem Vernehmen nach sind die Forderungen äußerst hart und einschneidend.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    29.-31. August 1703: Erste Scharmützel vor Porto Maurizio werden noch sehr vorsichtig und fast ausschließlich von leichter Reiterei ausgetragen. Dabei zeigt sich, dass die ortskundigen Italiener die Flussübergänge gut gesichert und den Hafen damit vor einer Umklammerung geschützt haben. Im Lager der französischen Koalition gibt es offenbar unterschiedliche Vorschläge, wie damit umgegangen werden soll.

    Nur für die Mitglieder der französischen Koalition

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    Die Übergänge sind gut geschützt, ein direkter Angriff brächte also recht hohe Verluste mit sich. Einige Generäle aus Burgund schlagen vor, den Übergang zu erzwingen, während die Südfranzosen dafür plädieren, im Rücken der Stadt von See her anzulanden.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    3.-4. September 1703: In Lyon tag ein Kriegsrat der französischen Krone, an dem führende Offiziere aller Vasallen teilnehmen. Hintergrund soll die Lage an der Küste sein, wo Mitte August einige Kontingente der Belagerungsgeschütze aus Galicien bei einem Durchbruch italienischer Reiterei verloren gegangen sind.

    Nur für das Königreich Frankreich und dessen Vasallen

    Achtung Spoiler:
    Der Angriff erfolgte offenbar unerwartet, da der Gegner sich zurückzuziehen schien und man vor allem auf Ausfälle aus der Stadt selbst gefasst war (welche zu diesem Zeitpunkt aber nur noch von wenigen Kämpfern besetzt gewesen sein kann). Die leichten Reiter griffen an einer unübersichtlichen Stelle an, die von LI der englischen Vasallen gehalten wurde und nutzten dabei offenbar kleinere Wege, die den Einheimischen vermutlich vertraut waren. Außerdem gingen sie so ein hohes Risiko ein, da ein Rückzug nur unter gewissen Verlusten möglich war, was sich später auch bestätigte. Falls man Fehler ausmachen kann, lagen diese vorwiegend in der Abstimmung der verschiedenen Streitkräfte. So waren burgundische Reiter bereits in Richtung der zurückgehenden feindlichen Hauptstreitmacht unterwegs, während englische Kavallerie auf den überfüllten Wegen nicht schnell genug vorrücken konnte. Der Gegenstoß verlief dann wieder planmäßig und war auch ein Erfolg.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    5.-8. September 1703: Am Impero und vor Porto Maurizio hat sich zunächst ein unsicheres Gleichgewicht der beiden Armeen herauskristallisiert. Beide Heere halten ihre Flussseite, Italien vorwiegend mit leichter Reiterei und Fußtruppen, die französische Koalition etwas stärker mit schwerer Reiterei. Auch die Flotten der jeweiligen Mächte zeigen Präsenz vor dem möglichen Schlachtfeld, um feindliche Operationen zu erschweren.

    6.-12. September 1703: Der italienische Handwerkerwettstreit in Mailand ist trotz der Krise gut besucht, zumal viele Betriebe hoffen, auf diese Weise ihre Sorgen loswerden zu können. Schließlich würde ein Sieg sehr viel Geld in die Kassen spülen. Am Ende freut sich diesmal ein mittelgroßer Schmuckhersteller aus Florenz, dessen fein gearbeitete Gold- und Silberketten, Ringe und Armreife besonders bei der Damenwelt des Khanats sehr gut ankommen. Dieser Sieg eines Produzenten von Luxuswaren gilt auch als Hinweis darauf, dass die Krise nicht als dauerhaft angesehen wird, sondern die Menschen Hoffnung auf einen neuen Aufschwung hegen.

    September 1703 fand eine große Seeschlacht vor Porto Maurizio statt bei der die verbündeten Italiener und Kanaren zwar eher kleinere aber dafür modernere Schiffe aufbringen konnten. Zahlenmäßig standen sich 73 zu 73 Schiffe gegenüber.
    Die kanarische Flotte bedrängte die starke rechte Flanke der französischen Koalition, die aus Schiffen des Kalifats Cordoba bestand. Dadurch wurde das Seegefecht weiter von der Küste weg verlagert, wodurch burgundische Küstengeschütze nicht zum Einsatz kommen konnten.
    Aufgrund ihrer mangelnden Koordination tat sich dabei eine kleine Lücke zwischen der verbündeten französischen und galicischen Flotte auf. Nachdem Italien diese Lücke durchbrechen und bei der Koalition schweren Schaden anrichten konnte, war ihnen der Sieg sicher.
    Insgesamt verloren Italien und die Kanaren nur 19 Schiffe, während die andere Seite 29 Verluste einbüßen musste, die zudem tendenziell viele größere Schiffe beinhalteten.

    In Italien wurde dieser Sieg propagandistisch und religiös gefeiert, während sich die andere Seite immer noch siegessicher gab. Emoticon: bredface

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    14. September 1703: Die beiden mächtigen Flotten an der ligurischen Küste treffen vor der belagerten Hafenstadt Porto Maurizio aufeinander, als die Schiffe des Kalifats von Cordoba, der französischen Vasallen und des Königreichs Galicien die Entscheidung suchen. Mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit bei großen Schiffen (1*250 und 15*100 stehen zu Beginn der Schlacht gegen 11*100; insgesamt kämpfen 73:73 Schiffe jeder Größe, zudem werden auf Seiten der Koalition sieben Brandner eingesetzt) scheinen die Angreifer im Vorteil zu sein. Allerdings sind einige ihrer Schiffe veraltet, während die kanarisch-italienische Seite ganz auf moderne Fahrzeuge (Stufe III) zurückgreifen und mehr kleine Einheiten einsetzen kann. Der Brandnerangriff, der die Gefechte eröffnen soll, bleibt weitgehend wirkungslos. Es gelingt nur einem der umgerüsteten südfranzösischen Schiffe, in die unmittelbare Nähe der Gegner zu kommen und ein 25-Mann-Schiff der Kanaren zu versenken. Auch die Schlachtordnung der gut koordinierten italienisch-kanarischen Flotte bleibt erhalten. Die Koalition hat eine deutlich stärkere Position auf dem rechten Flügel, wo die Schiffe des Kalifen operieren. Möglicherweise möchte man die Feinde in Richtung Küste drängen, wo offenbar auch ein Teil der burgundischen Artillerie Aufstellung genommen hat. Dies gelingt aber nicht, weil schnelle kanarische Schiffe die merinidische Flotte von der Seeseite her stark bedrängen. Dadurch verlagern sich die Gefechte eher in Richtung der hohen See. Dabei tut sich nach einigen geschickten Manövern beider Seiten ein kleines Loch zwischen den Südfranzosen (welche die Mitte der Koalitionsflotte bilden) und den Galiciern auf, was möglicherweise damit zu tun hat, dass Letztere noch nie mit den anderen Flotten zusammengearbeitet haben. In diese Lücke stoßen die Italiener erbarmungslos vor und bedrängen die älteren galicischen und südfranzösischen schweren Einheiten, die erhebliche Verluste erleiden. Dadurch muss auch die Kalifatsflotte den Rückzug antreten, wobei die modernen 100er großartige Arbeit verrichten und einen bedeutenden Teil der merinidischen Schiffe retten können. Insgesamt verliert Italien 3*100 III, 6*50 III, 2*25 III, Kanarien 1*100 III, 1*50 III, 6*25 III, das Kalifat 1*250 II, 3*100 III, 6*50 III, 1*25 III, 1*25 II, Galicien 5*100 II, 1*50 III sowie Südfrankreich 1*100 II, 5*50 III, 1*50 II, 4*25 III (insgesamt also 19:29 aus Sicht der Koalition). Der Sieg wird in den darauffolgenden Tagen sofort in den Städten des Khanats Italien bekannt gemacht und von zahlreichen Priestern sogar als Gottesurteil verstanden, während die Bischöfe mit Rücksicht auf Papst Siricius III. zwar etwas vorsichtiger sind, aber dennoch Dankgottesdienste feiern und das volle Geläut der Dome anordnen. Auf Seiten der Koalition ist man natürlich enttäuscht, aber noch immer sehr siegessicher.
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    Italienfeldzug der französischen Koalition (um 1703)

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  7. #22
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    Italien weitete seine Kaperbriefe für burgundische, galicische und merinidische Schiffe aus. Bei England hielten sie sich aber zurück.
    Der von Porto Maurizio aus wenige Kilometer östlich gelegene Fluss Impero wurde auf breiter Front von Streitmächten der französischen Koalition überschritten.
    Für diesen bedeutenden Angriff wurden burgundische Feldgeschütze mit großer Reichweite und französische Reiter erstmalig eingesetzt, die selbst von den zähen Kiewer Söldnern nicht aufgehalten werden konnten.
    Somit begann die Belagerung von Porto Maurizio. Die Stadt konnte aber dank der Seeüberlegenheit der Italiener weiterhin versorgt werden.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    18.-30. September 1703: Das Khanat Italien weitet den Kaperkrieg gegen seine Gegner aus. Nach dem Königreich Frankreich und seinen kleineren Vasallen werden nun Kaperbriefe für burgundische, galicische und merinidische Schiffe ausgegeben. Wie schon im Juni erfolgt die Verbreitung wieder über eigene Handelshäuser, aber auch über die Kanaren und bei den karibischen Kontaktleuten des Inselkhanats.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    22.-25. September 1703: Die Streitmacht der französischen Krone und ihrer Verbündeten an der ligurischen Küste überschreitet auf breiter Front den Impero. Die Italiener leisten zwar tapferen Widerstand, sind der Wucht des Angriffs aber nicht gewachsen. Die Koalition setzt erstmals die bislang geschonten burgundischen Feldgeschütze und französischen Reiter ein, die mit Waffen aus der Zeit der mongolischen Weltherrschaft ausgerüstet sind. Die große Reichweite der Feldartillerie zwingt die Verteidiger, sich vom Ufer zurückzuziehen, und der Vorstoß mehrerer Tausend Reiter mit zum Teil überlegenen Waffen überfordert selbst die herausragenden Söldner aus Kiew. Es gelingt der italienischen Streitmacht aber, sich unter dem Schutz der Reiterei und einiger geschickt ausgeführter Störangriffe aus der Stadt und dem Hinterland heraus geordnet nach Osten zurückzuziehen, während ein Angriff über die Hügel an der Wachsamkeit der Koalitionsarmee scheitert. Porto Maurizio ist damit von der Landseite her umzingelt, dank der italienischen Seeüberlegenheit kann die Garnison aber voraussichtlich weiter versorgt werden. Die Streitmacht der französischen Allianz beginnt wenige Tage nach dem Durchbruch damit, Belagerungsgerät unter starker Bewachung über eine provisorisch am Impero errichtete Holzbrücke (die alten Brücken nördlich und südlich der Stadt waren von den Verteidigern zerstört worden) direkt an die Mauern heranzuführen, um die Belagerung aufnehmen zu können.

    23. September 1703: Der galicische König Fernando ordnet ein Requiem für die Gefallenen der großen Seeschlacht von Porto Maurizio an. Dabei ehrt er die tapferen Männer, die für Gerechtigkeit und Ordnung ihr Leben gegeben hätten. Die unehrlichen Piratenkhane aus Italien und von den Kanaren hätten den Krieg ausgelöst und damit auch den Landfrieden gebrochen, den man erst verlängert habe. Während der Kalif seine Zusagen einhalte, seien die Aktivitäten der beiden Feindmächte nicht nur eine Bedrohung für Handel und Fischerei, sondern auch für die Pilgerfahrten nach Santiago. Für Anfang Oktober beruft der Monarch daher einen Landtag ein.
    Der italienische Khan Tenzin belobigte seine siegreiche Flotte in Genua bevor sie nach ihrer Reparatur ihren Einsatz fortführen konnte.
    In der Bevölkerung beruhigte man sich damit, dass Italien die Seehoheit besaß, obwohl die französische Koalition zu Land eine übermächtige Gefahr darstellte.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    25. September 1703: Der italienische Khan Tenzin trifft in Genua ein, um die Besatzungen der siegreichen Schiffe zu belobigen und ein Fest mit ihnen zu feiern, bevor sie nach der Reparatur ihrer Schiffe wieder zu See fahren können. Trotz der Niederlage zu Lande nimmt die Bevölkerung regen Anteil an den Feierlichkeiten, und sei es nur, um die Angst vor der Eroberung Italiens durch eine übermächtige Feindkoalition zu vergessen. Außerdem ist man erkennbar stolz, die größte Seeschlacht im Mittelmeer seit Jahrzehnten gewonnen zu haben.
    Wenige Tage später operierte die überlegene italienisch-kanarische Flotte in der Nähe von Marseille. Der Marseiller Hafen bot nur teilweise Schutz. Dadurch war die galicisch-merinidisch-südfranzösische Flotte gezwungen sich nach Westen abzusetzen, wenn sie eine erneute Seeschlacht meiden wollte.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    27.-30. September 1703: Vor der ligurischen Küste ist die italienisch-kanarische Flotte seit der Schlacht von Porto Maurizio überlegen und operiert nunmehr in der Nähe von Marseille. Der Hafen selbst ist zwar durch eine Kette am Einfahrtsbereich und eine Mauer geschützt, die galicisch-merinidisch-südfranzösischen Schiffe verlassen aber ihre Liegeplätze trotzdem, um nicht hilflos dem feindlichen Kanonenbeschuss ausgesetzt zu sein. Erste Scharmützel in der Nähe der Küste bleiben auf beiden Seiten verlustfrei, es zeichnet sich aber ab, dass die Flotte der Koalition wohl nach Westen abgedrängt wird, sollte sie sich nicht erneut zur Schlacht stellen wollen.
    Etwa 20 km nordöstlich von Porto Maurizio konnte die italienische Armee eine neue Stellung bei Albenga an der Mittelmeerküste aufbauen. Zudem bedrohte Porto Maurizio einen weiteren Vorstoß der Koalition Richtung Osten.

    Während die galicische Küste von zahlreichen Piratenangriffen bedroht wurde, gelang es der merinidisch-südfranzösisch-galicische Flotte bei Marseille verlustfrei nach Westen zu entkommen und die östlichen Küsten des Kalifates Cordoba zu erreichen.
    Jedoch ermöglichte dies der italienisch-kanarischen Flotte die Hafenanlagen von Marseille relativ ungestört anzugreifen. Die anfänglichen Schäden waren zwar gering, konnten aber über Dauer ein erhebliches Maß annehmen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    2.-6. Oktober 1703: Nach mehreren Reiterscharmützeln gelingt es der italienischen Armee, am Centa und seinem Nebenfluss Arroscia bei Albenga eine neue Stellung aufzubauen. Zudem hält Porto Maurizio weiter stand, was einen machtvollen Vorstoß der Koalition zumindest deutlich erschwert und auch sehr riskant machen würde.

    2.-22. Oktober 1703: Vor der galicischen Küste kommt es zu zahlreichen Seeräuberangriffen durch Piraten und mit ihnen fahrende Kriegsschiffe, die allgemein den Kanaren zugeordnet werden, auch wenn sie ein buntes Sammelsurium an Flaggen und Erkennungszeichen führen und die Mannschaften aus aller Herren Länder zu stammen scheinen. Mindestens drei der Piratensegler fahren sogar unter der Fahne des Propheten und haben es augenscheinlich auf galicische Kleriker abgesehen, die zum Konzil unterwegs sind und für die man dann Lösegeld von der galicischen Kirche einfordern kann. Prominentestes Opfer ist der Bischof von Ferrol, der aus Patriotismus auf einem galicischen Schiff fuhr, obwohl die Mongolen von mehreren westspanischen Häfen aus Passagen nach Jerusalem anbieten, welche unter dem Schutz der Großkhane stehen und bislang offenbar verschont blieben. Die in der Heimat stationierte, aber durch die im Sommer erfolgte Entsendung von 15 Schiffen ins Mittelmeer geschwächte Flotte des Königreichs ist mit den Angriffen erkennbar überfordert und verliert in Gefechten mit den Piraten und ihren Kriegsschiffen sogar vier Fahrzeuge (1*50 II, 3*25 II).

    3.-8. Oktober 1703: Die merinidisch-südfranzösisch-galicische Flotte bei Marseille beginnt mit einem geschickt durchgeführten, verlustfreien Rückzug in Richtung der Ostküste des Kalifats. Angeblich sollen aber einige südfranzösische Schiffe zurückgeblieben sein, um wichtige Häfen wenigstens nicht ganz ungeschützt zu lassen. Die Italiener und Kanarier beginnen daraufhin mit der Beschießung der Hafenanlagen von Marseille. Die Schäden bleiben zunächst noch gering, könnten aber deutlich größer ausfallen, sollte die Situation andauern. Die Angreifer müssen zwar immer wieder nach Genua zurückkehren, um weitere schwere Munition an Bord zu nehmen, angesichts ihrer vollständigen Seeüberlegenheit scheint dies aber den erwarteten Erfolg allenfalls zu verlangsamen. Angeblich interessieren sich die Seeoffiziere vieler Länder sehr für die Operation, da man schon längere Zeit keine Angriffe mehr auf befestigte Seehäfen erlebt hat.
    Kleine südfranzösische Schiffe, die in Marseille zurückgeblieben waren, führten Störaktionen gegen italienische Schiffangriffe durch, um möglichst viel Schaden vom Hafen abzuwenden. Allerdings wurde dabei ein kleines südfranzösisches Schiff versenkt.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    8. Oktober 1703: Kalif Yaqub I. zeigt sich sichtlich betroffen von den Verlusten seiner Flotte und ordnet einen großen Trauergottesdienst in der Mezquita an. Dabei flehen die Gläubigen gemeinsam für den Sieg der gerechten Sache, woraufhin der Kalif allen Hinterbliebenen die Hilfe der Gemeinschaft der Gottesfürchtigen zusagt und danach noch lange alleine betet.

    9.-15. Oktober 1703: Die italienische Flotte setzt ihre Angriffe auf Marseille fort, hat aber mit Störaktionen der kleinen südfranzösischen Seestreitkräfte zu kämpfen. Da der Beschuss von ummauerten Hafenanlagen vorwiegend durch schwere Schiffe durchgeführt werden muss, genügen dafür manchmal schon geschickt vorgetragene Manöver, die als Brandnerangriff erscheinen und die großen italienischen Einheiten zu Ausweichmanövern zwingen. Daher bleiben die Schäden in Marseille in diesen Tagen sehr gering. Allerdings gelingt es einem kanarischen Schiff, eines der südfranzösischen Fahrzeuge (1*50 III) zu versenken.
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  8. #23
    ❦ Ser Tira Tyrell ❦
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    Wichtig! Ende des Französisch-Italienischen Krieges

    Überraschenderweise wird das Friedensangebot des italienischen Khans angenommen, obwohl Frankreich, Burgund, Hellas und das Kalifat aufgrund der von Italien verursachten Kriegsschäden auf ein besseres Angebot gehofft hatten.
    Doch die Seehoheit der Italiener bescherte der französischen Koalition Kopfzerbrechen. Zudem wurde die galicische Küste wurde weiterhin stark verwüstet, da die Kombination aus Kaperbriefen, Kriegsschiffen und einer schwachen Küstenverteidigung sich als sehr ungünstig erwiesen.
    Für europäische Seeoffiziere war dieser Konflikt zudem ein Lehrstück, da es seit über einem halben Jahrhundert nur wenige große Kriege gegeben hat.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    11.-30. Oktober 1703: Das öffentliche Friedensangebot des italienischen Khans kommt bei den Menschen der betroffenen und neutralen Länder ganz unterschiedlich an. Während in Italien, im Alpenraum und in Teilen Süddeutschlands von einem großzügigen Vorschlag die Rede ist, wird in Frankreich, Burgund, Hellas und dem Kalifat auf die viel größeren Verluste verwiesen, die Italien verursacht habe. Ansonsten ist die Stimmung offenbar geteilt.

    13.-22. Oktober 1703: Die Angriffe vor der galicischen Küste werden unbarmherzig und sehr effektiv fortgesetzt. Es zeigt sich, dass die Zusammenarbeit von (privaten) Kaperfahrern und Kriegsschiffen gegen eine eher schwache Küstenverteidigung ein mächtiges Instrument sein kann. Auch diese Entwicklung wird von den Seeoffizieren der europäischen Länder und der Großkhanate intensiv beobachtet. Schließlich sind die meisten großen Kriege bereits vor einem guten halben Jahrhundert zu Ende gegangen, was die militärischen Erfahrungen dieses Konfliktes besonders interessant macht.
    Kurz vor dem Beginn der Erstürmung von Port Maurizio mussten die Streitkräfte der französischen Koalition den Angriff enttäuscht abblasen, da der Friedensvertrag mit Italien in Kraft getreten war.
    Auch die Angriffe auf Marseille, die Kaperbriefe und die italienische Besetzung von Saluzzo nahmen nun ein Ende.
    Die Nachricht vom Frieden breitete sich schnell aus und löste bei den Bürgern beider Seiten Erleichterung aus.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    14. Oktober 1703: Kurz vor Beginn des Sturmangriffs der französischen Koalition auf Porto Maurizio trifft ein Eilbote der Krone ein, um den Abschluss eines Friedensvertrages mit den Italienern bekanntzugeben. Die Offiziere sind äußerst überrascht, aber nachdem sie selbst einen zuverlässigen Reiter losgeschickt haben, wird die Sache bestätigt. Auch die Italiener und ihre kanarischen Verbündeten beenden alle Angriffe auf Marseille, so dass die Bürger beider Seiten aufatmen können. Einige Reiterkrieger scheinen sogar enttäuscht zu sein, möglicherweise weil sie auf Ruhm und Beute gehofft hatten. Die Offiziere der Koalition beginnen damit, den Rückzug von der ligurischen Küste zu planen, während die Italiener Vorbereitungen zum Abzug aus der Markgrafschaft Saluzzo treffen. Sobald die jeweiligen Monarchen den Befehl dazu geben, kann mit der Entflechtung der Truppen begonnen werden.

    17.-31. Oktober 1703: Die Nachricht vom Friedensvertrag zwischen der französischen Krone und ihren Verbündeten auf der einen Seite und dem Khanat Italien auf der anderen Seite wird in Europa rasch bekannt, was größtenteils Erleichterung bei den Bürgern, Handwerkern und Bauern der betroffenen und auch vieler neutraler Länder auslöst. Schließlich ist nun die Gefahr einer europäischen Krise deutlich geringer geworden. In Galicien und im Kalifat bitten die Handelsgilden darum, das Embargo gegen Italien nun ebenfalls aufzuheben. Die Ausgabe von italienischen Kaperbriefen wurde hingegen schon von der dortigen Hofverwaltung sofort mit Unterzeichnung des Friedensvertrages beendet. Nur die kanarisch-galicisch-päpstliche Krise ist damit weiterhin ungelöst.
    Trotz der Zugeständnisse, die Italien für diesen Frieden machen wollte, war man in der Regierung recht zufrieden über die Beendigung des Krieges.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    18. Oktober 1703: Der italienische Kuriltai, der während der Krise immer wieder tagte und dem Khan Rückendeckung verschaffte, tritt zur Diskussion über den Friedensvertrag und seine Umsetzung zusammen. Die Stimmung ist trotz der Zugeständnisse gut und zum Teil sogar regelrecht fröhlich.

    19. Oktober 1703: In Paris tritt ein Kronrat zusammen, um über die weiteren Schritte und die Folgerungen aus dem Friedensvertrag zu beraten. Auch hier ist Erleichterung zu spüren, dass die Krise nun abgewendet wurde.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Die Diplomaten, Berater und Adligen bei Hofe sind größtenteils zufrieden mit dem Ergebnis des Krieges. Zwar habe man auf einen möglichen Triumph verzichtet, damit aber auch die eigenen militärischen und finanziellen Kräfte geschont und dennoch eine Entschädigung für Südfrankreich und die Verbündeten erzwungen. Da die Südfranzosen direkt betroffen seien und die englischen und burgundischen Vasallen treu ihre Lehnspflichten erfüllt hätten, sei vielleicht die Einberufung der Generalstände noch im Herbst sinnvoll. Dann könne man den Frieden auch offiziell bestätigen lassen und den Erfolg miteinander feiern. Gerade der Adel aus der Markgrafschaft Saluzzo wäre gewiss dankbar, seine Befreiung gemeinsam mit den Bündnispartnern begehen zu dürfen.
    Auch an der galicischen Küste kehrte langsam Frieden ein.
    Ansonsten wurden Vorkehrungen und Lehren aus dem Krieg getroffen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    24.-31. Oktober 1703: Im Atlantik beginnen erste schwere Herbststürme, die Händler und Fischer in ihre Winterquartiere zwingen, aber für die galicische Küste eine große Entlastung bringen. Schließlich müssen nun auch die Piraten und die sie begleitenden Kriegsschiffe ihre Raubzüge einstellen. Ende Oktober kommt es sogar zur Havarie eines Seeräuberschiffs, das an der Nordostspitze der Costa da Morte auf Grund läuft. Mehr als 30 Geiseln werden von Fischern aus der Umgebung befreit, während die meisten Piraten (vermutlich vorwiegend durch Lynchmorde) umkommen. Im Südwesten Europas tritt damit für den Winter ein unsicherer Friede ein.

    27. Oktober 1703: Im lange umkämpften Porto Maurizio unterzeichnen Vertreter Burgunds, Frankreichs und Italiens den vor etwa zwei Wochen völlig überraschend auf höchster Ebene vereinbarten Friedensvertrag. Die Zeremonie ist schlicht, aber dank der Zerstörungen in der Stadt sehr eindrücklich. Offiziere beider Seiten schlagen außerdem einen eng abgestimmten Rückzug aus Ligurien und Saluzzo vor, wodurch Ende November beide Regionen gleichzeitig geräumt wären, sollten die Monarchen dem zustimmen.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    3. November 1703: Auch das Khanat Italien beginnt damit, seine Streitmacht zu entlassen. Neben den Aufgeboten des Adels und der Kommunen werden auch die Vasallen und sogar einige Söldner demobilisiert, was vor allem die LR zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft nutzen, wo sie offiziell noch unter Vertrag stehen. Der Frieden scheint nun auch im am stärksten betroffenen Land angekommen zu sein.

    4. November 1703: Der Festungskommandant der „Neuen Burg“ bei Palermo meldet seinen Vorgesetzten die Flucht von etwa 20 Piraten, die man im Vorjahr vor der südfranzösischen Küste gefangen genommen hatte. Sie waren zum Ernteeinsatz in den Südwesten Siziliens abgeordnet worden, weil man auf der Festung selbst keine sinnvolle Tätigkeit für sie fand, ein Prozess oder ein Freikauf aber noch in weiter Ferne zu liegen scheint. Auf dem Land gelang es den Piraten dann anscheinend, in den Bergen zu verschwinden. Möglicherweise haben sie sich einer Banditenbande angeschlossen oder sind sogar in einer Hafenstadt untergetaucht. Satrap Yurul Khan von Palermo, dessen Karriere unter solchen Vorfällen leiden könnte, sendet den Staatsoberhäuptern der betroffenen Länder (Frankreich, das Kalifat von Cordoba, Galicien, Hellas und der Heilige Stuhl) daraufhin einen Brief, um sie darüber zu informieren, dass man im Januar einen Prozess durchführen werde. Der noch immer auf der Insel weilende Gesandte des Zeniketes von Olympos schlägt erneut vor, Lösegelder für die Gefangenen zu bezahlen, was Yurul Khan aber aus außenpolitischen Erwägungen heraus ablehnt.

    6.-16. November 1703: Auch im Mittelmeerraum machen Herbststürme den militärischen Operationen zur See für dieses Jahr ein Ende. Trotz der schweren Verluste an Seeleuten und Schiffen sind die beiden Bündnisse stolz auf die Tapferkeit und Geschicklichkeit, mit der ihre Männer zu Werke gingen, und auch viele hochrangige Offiziere anderer Länder blicken voller Interesse auf die südfranzösische und ligurische Küste. Dort wurde nicht nur die größte und verlustreichste Seeschlacht seit vielen Jahrzehnten ausgefochten, sondern es wurden auch Brandner eingesetzt und mit Marseille sogar ein Seehafen vom Meer her angegriffen und leicht beschädigt. All das hilft dabei, die Möglichkeiten und Grenzen der gegenwärtigen Schiffe, Schiffsgeschütze und taktischen Innovationen besser einschätzen zu können.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    14. Januar 1704: Satrap Yurul Khan von Palermo eröffnet den Prozess gegen die Piraten, die man 1702 vor der südfranzösischen Küste gefangen genommen hatte. Die Verhandlungen selbst sollen aber von subalternen Juristen geführt werden, zumal die Schuld der Männer kaum in Frage steht.
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  9. #24
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    Viel ist geschehen, aber ich bin gerade mal auf Seite 16 in Jons Thread. So viel zu tun.
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  10. #25
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    Der Erzbischof von Genua legte sein Amt nieder, nachdem er immer noch an der Lüge festhielt, dass Italien nicht an der Piraterie beteiligt gewesen wäre. Selbst nach dem Ende des Krieges war man zu stolz Italiens Sünden öffentlich zuzugeben.
    Während Südfrankreich unter den Konsequenzen der massiven Piraterie und Schließung der Häfen litt, waren diejenigen Ortschaften der italienischen Mittelmeerküste noch härter betroffen, die aufgrund der Kampfhandlungen und der Plünderung vorbeiziehender Armeen verwüstet wurden.
    Die französische Stadt Saluzzo hingegen war kaum von Schäden betroffen, da es dort nicht viele Kampfhandlungen gab.
    In diesen drei Kriegsgebieten wurden trotz der Strenge des Winterwetters relativ früh Wiederaufbaumaßnahmen durchgeführt.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    24. Januar 1704: Erzbischof Giovanni Battista Spinola von Genua legt sein Amt offiziell nieder und begibt sich in ein kleines Kloster in den Albaner Bergen, um ein Leben der Buße und des Gebets zu führen. Da der Oberhirte im vergangenen Jahr mehrfach bestätigt hatte, dass das Khanat Italien nicht in die Piraterie vor der südfranzösischen Küste verwickelt gewesen sei, werden schnell Gerüchte laut, dass er aus Patriotismus gelogen habe und nun Gottes Gnade und Vergebung suche. Der Erzstuhl kann vom Heiligen Vater frei besetzt werden, wie es in ganz Italien üblich ist.


    26. Januar 1704: In Südfrankreich, an der ligurischen Küste und in Teilen der Markgrafschaft Saluzzo beginnen trotz des strengen Winterwetters die Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Krieg. Während Südfrankreich noch von der Schließung der Häfen Ende 1702 und der massiven Piraterie gezeichnet ist, wurde die ligurische Küste durch die Kampfhandlungen der beiden Koalitionen und gewisse notwendige Requirierungen der Armeen verwüstet. Saluzzo hat hingegen nur lokale Schäden zu beheben, da Italien hier so rasch vorrückte, dass es nicht zu größeren Zerstörungen kam. Auch das kleine Besatzungsheer stellte offenbar keine sehr schwere Belastung dar.
    Die als besonders erfolgreich geltenden burgundischen Feldgeschütze wurden zerlegt, um sie für Forschungszwecke genauer zu untersuchen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    1. Februar 1704: Johann X. von Burgund gibt bei einer Sitzung des Kronrates bekannt, dass die besonderen Feldgeschütze, die der verbündeten Armee in Südfrankreich so gute Dienste geleistet hatten, aus finanziellen und wissenschaftlichen Gründen zerlegt und dann intensiv begutachtet werden sollen. So komme man der Konstruktion modernerer Artillerie nochmals deutlich näher, was Burgund langfristig stärken könne. Das Prestige des Herzogs ist so groß, dass Kritiker der Entscheidung bald verstummen und in Kürze mit den Untersuchungen begonnen werden soll.
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  11. #26
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    Der französisch-burgundische Theologe Pasquier Quesnel veröffentlichte im Namen seines burgundischen Landesherren eine stark protestantisch geprägte Schrift, die dem Papst nur noch eine Ehrenrolle zusprach, während der staatliche Einfluss auf die Kirche gestärkt werden solle.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    2. Februar 1704: Der französische Theologe Pasquier Quesnel, der gegenwärtig als Bischof in Amiens wirkt, gibt eine Schrift über die moralischen Lehren des Neuen Testaments heraus, welche noch im Jahr 1704 mehrere Auflagen erreicht. Quesnel orientiert sich stark an der Gnadenlehre des Heiligen Augustinus, greift aber auch Ideen Martin Luthers auf und strebt eine verinnerlichte, moralisch sehr strikte und allein auf Gottes Gnade in Jesus Christus gegründete Frömmigkeit an. Zugleich tritt er dafür ein, die Organisation der Kirche an staatlichen Grenzen zu orientieren und dem Heiligen Stuhl eher einen Ehrenvorrang als tatsächliche Macht zuzusprechen. Nicht umsonst ist das Werk auch dem burgundischen Herzog Johann X. – Quesnels Landesherrn – gewidmet.
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  12. #27
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    In der großen mongolischen "Welthauptstadt" Dagomys (heutiges Sotchi in Russland) traf sich ein französischer Gesandter mit der dortigen Regierung, um sein Anliegen vorzutragen. Die genauen Verhandlungspunkte unterlagen staatlicher Geheimhaltung.
    Dennoch kann man sich vor Augen führen, dass die meisten Seewege unter dem Schutz der Mongolen standen und Frankreich sich vor der Piraterie schützen wollte.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    9. Februar 1704: Ein französischer Gesandter, der vermutlich bereits im Vorjahr losgereist ist und tapfer dem strengen osteuropäischen Winter widerstand, trifft in Dagomys ein, wo man ihn zuerst einmal aufwärmt und ihm verschiedene Tees, Schnäpse und Suppen anbietet. Einige Tage später wird er dann vor Kronprinz Yesun geführt.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Der Gesandte bringt die beiden Wünsche vor. Während die Fürsprache zugunsten von Satrap Yurul Khan freundlich aufgenommen wird, ist man über die harsche Forderung, Schiffen aus dem Khanat der Kanarischen Inseln „endlich“ die Durchfahrt durch die Meerenge von Cádiz zu verwehren, offenbar sehr überrascht. Schließlich standen die französische Koalition und die Kanaren niemals im Krieg gegeneinander, so dass man diese Entwicklung nicht erwartet hat. Die Kanaren hätten zwar einen recht anrüchigen Ruf, die Piraterie in der Region gehe aber gewiss nicht nur auf das Konto kanarischer Seeräuber. Außerdem könne man eine derart wichtige Seeroute nicht einfach sperren oder durch ständige Kontrollen behindern, ohne schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft befürchten zu müssen. Falls mehrere Europäer diesen Wunsch hegten, könne aber eine Konferenz einberufen werden. Zwar sei eine regelmäßige Kontrolle passierender Handelsschiffe wirtschaftlich kaum tragbar (übrigens auch für einige französische Verbündete wie das Kalifat von Cordoba), man könne aber vielleicht die Durchfahrt von Kriegsschiffen beschränken und kontrollieren, wenn die Europäer dies aus eigenem Antrieb und weitgehend einmütig erbitten sollten.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Seewege

    Seit dem 14. Jh. entwickelten sich feste Seerouten für den Schiffsverkehr zwischen allen von den Mongolen beherrschten Kontinenten. Diese Seewege bieten normalerweise günstige Winde oder Strömungen, so dass man sie nicht leicht umfahren kann (so wie die jährlich fahrende spanische Silberflotte eine bekannte Route nehmen musste). Im Augenblick werden diese Seewege noch von den Mongolen geschützt. Die Nordatlantikroute ist hingegen von den Zisterziensern abhängig, die dafür Subsidien erhalten.

    Dazu kommt die Küstenschifffahrt. Hier werden alle möglichen Waren umgeschlagen, von Luxusgütern bis hin zu Handwerkserzeugnissen und Nahrungsmitteln. Der Schutz dieser Seegebiete erfolgt normalerweise durch den Besitzer der jeweiligen Küste. Es ist zwar möglich, dabei zu kooperieren; allerdings bedeutet das zunächst einmal nur, dass die gemeinsam eingesetzten Schiffe an der gesamten Küstenlinie operieren. Es hat also hauptsächlich dann einen Nutzen, wenn man über die nötige Flottenstärke verfügt.

    Piraten werden vorwiegend dort auftauchen, wo der Schutz durch Kriegsschiffe gering ist, aber ein hohes Handelsaufkommen existiert. Dazu können dann noch gewisse Variablen kommen, die ihr in aller Regel nicht kennt. Es ist aber sicher, dass mehr und modernere Schiffe die Piraterie signifikant eindämmen können.
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  13. #28
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    Für den Wiederaufbau der südfranzösische Küstengebiete gab der französische König 400k Silberdinare aus, wodurch die Zuversicht in der Region wuchs.
    Die italienische Regierung hingegen betrieb Schadensbegrenzung, indem sie weiterhin an der Legende festhielt, dass sie an der Piratenplage unbeteiligt gewesen sein soll.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    12. Februar 1704: In Marseille treffen hochrangige Höflinge der Krone ein, um Adel und Volk vor Ort beim Wiederaufbau der südfranzösischen Küstengebiete zu unterstützen. Dazu ist ihnen von König Heinrich VIII. die hohe Summe von 400000 S anvertraut worden, die sie möglichst nutzbringend einsetzen sollen. Die Zuversicht in der Region wächst dadurch deutlich an, so dass man mit frischem Mut ans Werk geht.

    12.-22. Februar 1704: Der italienische Kuriltai tritt in Mailand zusammen, um über die Politik der künftigen Friedenszeit zu beraten und den Abschluss des Untersuchungsberichts aus Genua entgegenzunehmen. Dieser ergibt, dass das Khanat in keiner Weise in die Umtriebe einzelner Krimineller verwickelt gewesen sei, die aus Eigennutz und vielleicht auch von den Feinden Italiens beeinflusst Piraterie vor der südfranzösischen Küste und andernorts betrieben hätten. Das Thema könne und solle damit abgeschlossen werden.
    Das mongolische Großkhanat Dagomys bekundete, dass es den Frieden von 1651 mit allen europäischen Mächten weiterführen werde. Dies sorgte allerdings für Verstimmung bei französischen Diplomaten, die sich erhofft hatten, dass Dagomys diejenigen Reiche bestrafen würde, denen man Unterstützung bei der Piraterie vorgeworfen hatte.
    Ausländische Unterstützung erhielt Südfrankreich jedoch vom Papst mithilfe von Franziskanermönchen, die Aufbauprojekte durchführten und einen positiven geistlichen Einfluss ausübten.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    8. März 1704: Nach einigen recht kritischen Worten gegenüber der Politik des Großkhanats Dagomys bei einer zweiten Audienz verlässt der französische Gesandte die Hauptstadt und kehrt nach Hause zurück. Man ist nicht direkt im Streit auseinandergegangen, aber Paris hat doch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man in Westeuropa mehr Unterstützung gegen Länder erwartet, denen man Piraterie vorwirft. Kronprinz Yesun soll hingegen darauf hingewiesen haben, dass er den Frieden von 1651 mit den Europäern erhalten wolle.

    10. März 1704: Einige Franziskanermönche, die vom Heiligen Stuhl mit erheblichen Mitteln ausgestattet worden sind, beginnen in Südfrankreich damit, eigene Projekte zur Besserung der Situation durchzuführen. Da sie bereits über gute Verbindungen zum Klerus vor Ort verfügen, könnte ihr Wirken einen besonders großen Effekt haben.
    Der Papst beglückwünschte den Frieden zwischen Frankreich und Italien. Zugleich gab er bekannt, dass der italienische Khan seine Zusammenarbeit mit den Kanaren beenden und Piraten noch stärker bekämpfen werde. Im Gegenzug erkannte der Papst die gesichtswahrenden Ermittlungsergebnisse Italiens an, die sie von der Beteiligung an der Piraterie freisprechen sollten. Emoticon: simato

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    17. März 1704: Papst Siricius III. gibt in einem Brief an die Bischöfe Italiens und Frankreichs seiner Freude über den wiedergewonnenen Frieden Ausdruck. Im Hinblick auf die vom Krieg und der Piraterie verwüsteten südfranzösischen Gebiete beschreibt der Heilige Vater den Einsatz der Franziskaner, welcher bereits begonnen hat. Zudem gibt er bekannt, dass der italienische Khan zugesagt habe, die Zusammenarbeit mit den Kanaren zu beenden und der Bekämpfung von Piraten eine neue Priorität einzuräumen. Vor diesem Hintergrund könne auch der Heilige Stuhl die italienischen Ermittlungsergebnisse zu den Vorfällen in Genua anerkennen, die vom Erzbischof von Genua unterzeichnet worden seien.
    Angesichts des jüngsten Konflikts und der potenziellen Gefahr durch die kanarische Kriegsflotte, führte das Kalifat Cordoba ein Manöver mit Flotten aus Galicien, Frankreich, Hellas, Heiliger Stuhl, Irland, Schottland und England aus. Als Schauplätze wurden dabei die Ostküste des Kalifats, die Balearen sowie Gebiete in der Nähe südfranzösischer Häfen gewählt.
    Derweil bewegten sich die kanarischen Schiffe in kleinen Gruppen, um mögliche Verfolger abzuschütteln.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    12.-30. April 1704: Nach der Ankunft der Schiffe aus sieben befreundeten Reichen beginnt der erste Teil der merinidischen Manöver an der Ostküste des Kalifats, vor den Balearen sowie in der Nähe der südfranzösischen Häfen. Beteiligt sind neben den Gastgebern die Flotten Galiciens, Frankreichs (samt seiner Vasallen), des Khanats Hellas, des Heiligen Stuhls, Irlands, Schottlands und Englands.


    14. April 1704: Die kanarische Kriegsflotte, deren Erscheinen so viel Unruhe ausgelöst hatte, scheint mittlerweile in kleinen Gruppen unterwegs zu sein, vielleicht um mögliche Verfolger abzuschütteln. Etwa zehn Fahrzeuge unter der Flagge von Barbados treffen in Rosette ein, doch die Beamten der Satrapie Kairo verwehren ihnen die Einfahrt ins Nildelta und bitten sie, stattdessen in Alexandria zu ankern. Möglicherweise wollen die Mongolen damit neue Unruhe im Indischen Ozean vermeiden.
    Nachdem die französischen Gespräche mit dem Großkhanat Dagomys keinen Erfolg hatten, versuchte man es statt dessen im Großkhanat Quito. Allerdings war auch hier der 50 jährige Friede zwischen den mongolischen Großkhanaten und Europa im Weg.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    3. Mai 1704: Der mongolische Botschafter des Großkhanats Quito in Paris bittet um eine Audienz bei König Heinrich VIII., sobald es möglich ist.

    Nur für das Königreich Frankreich

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    Die Botschaft hat die Frage nach einem Vorgehen gegen Kanarien an den Hof der Hauptstadt weitergegeben und die gegenwärtige Situation in Europa beschrieben. Großkhan Kabul I. ist aber offenbar sehr skeptisch. Bislang gebe es keinen Krieg der französischen Krone gegen das Inselkhanat, was bedeuten würde, dass Quito einseitig und ohne ersichtlichen Grund den seit mehr als 50 Jahren andauernden europäisch-mongolischen Frieden brechen müsste. Dies könne man weder gegenüber dem eigenen Kuriltai noch gegenüber den verbündeten Großkhanaten rechtfertigen.
    Geändert von Tiramisu (01. Juli 2026 um 02:52 Uhr)
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  14. #29
    ❦ Ser Tira Tyrell ❦
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    Wichtig! Krönung von Heinrich VIII.

    Über ein Jahr nach dem Tod von Heinrich VII., wurde in vormongolischer Tradition der neue Herrscher Frankreichs Heinrich VIII. in einer prachtvollen Zeremonie gekrönt. Dabei leisteten die französischen Stände dem König einen Treueschwur.
    Es ist erwähnenswert, dass der französisch-italienische Krieg kurz nach der Machtübernahme von Heinrich VIII. begann.
    Tatsächlich wurde der Sieg über Italien bei der Krönung ebenfalls thematisiert, wobei die Parade eines burgundischen Kontingents eine gewisse Aufmerksamkeit erlangte.
    Neben den französischen Ständen waren außerdem ausländische Delegationen in Paris vor Ort, die ein Theaterstück zum Sieg in Südfrankreich begeistert feierten (ohne Betroffenheit für die Verluste Italiens zu zeigen).

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    19. Mai 1704: Die feierliche Krönung Heinrichs VIII. durch den Erzbischof von Reims wird in vormongolischer Tradition gefeiert und von den Ständen durch ein Treueversprechen nach einem im 17. Jh. entstandenen Ritual mitgestaltet. Am Nachmittag wird dann der Sieg über das Khanat Italien begangen, und ein Teil der Streitkräfte tritt zu einer Parade an. Besondere Aufmerksamkeit finden dabei die einheitlichen Uniformen des burgundischen Kontingents, das in rote Stoffe gehüllt an den Monarchen und Ehrengästen vorbeidefiliert.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    27. Mai 1704: Nach den prachtvollen Feierlichkeiten zur Krönung Heinrichs VIII. und zum Sieg der französischen Koalition beginnen nun die Beratungen der Generalstände. Die ausländischen Delegationen sind dabei zu den zeremoniellen Anlässen zugelassen und werden danach (während der eigentlichen Beratungen) von hochrangigen Adligen durch Paris und das Umland der großen Stadt geführt. Am Rande der Versammlung zeigen die englischen Gäste zudem ein hervorragendes Theaterstück zum Sieg in Südfrankreich, welches von den Ständen und den ausländischen Delegationen begeistert gefeiert wird.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    6. Juni 1704: Zum Abschluss der Generalstände gibt König Heinrich VIII. bekannt, dass er im Heiligen Jahr nach Santiago pilgern wird. Dies dürfte das Interesse an der Wallfahrt in den Ländern der französischen Krone und in ganz Westeuropa nochmals deutlich verstärken. Einige galicische Diplomaten bewerben das Pilgerziel bei der Gelegenheit ebenfalls.
    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    19. Juni 1704: Zum Ende der Generalstände in Paris hin gibt auch die Delegation des Kaisers einen Empfang, um eine Prachtausgabe des neu gedruckten Werkes „12 Nächte“ an König Heinrich VIII. zu verschenken. Die Veranstaltung verläuft recht harmonisch, ist aber dennoch ein wenig von kleineren Rangstreitigkeiten verschiedener Delegationen geprägt, die jedoch zumindest nicht offen eskalieren.
    Geändert von Tiramisu (01. Juli 2026 um 02:52 Uhr)
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  15. #30
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
    Registriert seit
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    So ein einseitges Framing hier
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Von Simato lernen heißt Siegen lernen!

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