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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #226
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    13. Dezember 1703: Der irische Föderationsrat tritt zu einer Sondersitzung zusammen. Da in Limerick außergewöhnlich viel Schnee liegt und mehrere wichtige Wege unpassierbar sind, findet das Treffen in Galway statt. Der Fürst der Isle of Man und der Khan von Nantucket lassen sich entschuldigen, doch die übrigen 17 Könige und sechs Äbte sind erschienen. Zu Beginn stellt der päpstliche Legat seine Anliegen vor.


    25. Dezember 1703: Die Weihnachtspredigten stehen in diesem Jahr wieder im Zeichen des Friedens, der in Europa zurückgekehrt zu sein scheint. Besonders der Festgottesdienst in Bethlehem mit Papst Siricius III., den Patriarchen und dem Großkhan von Dagomys wird in vielen Kupferstichen, Bildern und Berichten beschrieben und oft phantasievoll ausgemalt.


    28. Dezember 1703: Am früheren Gedenktag des Apostels Jakobus, der im Westen während des Mittelalters allmählich vom 25. Juli abgelöst wurde, beginnen galicische Offiziere in der Nähe von Valencia mit den Vorbereitungen für den versprochenen Kirchenbau. Dazu werben sie einen zuverlässigen Baumeister an, der zuvor bereits in der Grafschaft Barcelona und in Südfrankreich gearbeitet hat. Die Kirche soll auf einer Anhöhe vor der Stadt errichtet und einem Orden übergeben werden, sobald sie fertiggestellt ist.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:15 Uhr)

  2. #227
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    1. Januar 1704: Khagana Elitana, die Schwester des Großkhans Putraq VI. von Dagomys, trifft völlig überraschend bei Schnee und eisiger Kälte in Karakorum ein. Die Hauptstadt aus dem 13. Jh. wird von den Khanen der Alten Lande noch immer als Versammlungsort genutzt, und die gefahrvolle Reise dürfte wohl das Ziel haben, mit den führenden Persönlichkeiten dieser Region zu sprechen. Die Ereignisse in Kaschgar haben dort zu schweren Verwerfungen und einer Distanzierung von Dagomys geführt, was in diesem Jahr einen regelrechten Aufstand entfachen könnte. Die persönliche Anwesenheit der 71jährigen, hoch angesehenen Eltiana dürfte die Gemüter aber zumindest etwas beruhigen und Verhandlungen ermöglichen, da man bei Hofe auf diese Weise zeigt, dass die Khane der Alten Lande ernst genommen und ehrenvoll behandelt werden.


    2.-31. Januar 1704:
    Auf der rebellischen Insel Ögedeiland kommt es zu mehreren Gefechten zwischen den angelandeten Truppen des Großkhanats Negübeihafen und den Getreuen des Khans James Stuart. Dabei gelingt es den Loyalisten mit Hilfe einheimischer Reiterei, etwa ein Drittel der Insel zu erobern. Die Kämpfe verlaufen aber äußerst zäh, da James Stuart mehrere Söldnerregimenter zur Verfügung hat und auf den Großteil der einheimischen Bürgeraufgebote zählen kann. Zudem gelingt es ihm weiterhin, führende Vertreter der mongolischstämmigen Oberschicht auf seiner Seite zu halten.


    3.-30. Januar 1704: Der Januar ist in diesem Jahr in weiten Teilen Europas sehr schneereich, kalt und stürmisch. Dennoch bleiben die Menschen meist zuversichtlich, da die letzten Jahre gute Ernteerträge gebracht haben, so dass man einen langen Winter vielerorts ohne Hunger überstehen dürfte. Außerdem ist man aus dem vergangenen Jahrhundert weitaus strengere Kälteperioden gewohnt.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:17 Uhr)

  3. #228
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    4. Januar 1704: Der irische Föderationsrat tagt noch immer in Galway. Die Stadt ist weiterhin eingeschneit, so dass man zahlreiche kleinere Themen besprechen kann und sich ansonsten an warmen Getränken, spannenden Kartenspielen und alten Geschichten erfreut. Als leichte Überraschung gilt, dass der päpstliche Legat, der im Spätherbst die gefährliche Überfahrt vom Festland auf sich nahm und für den man das Treffen Ende Dezember dann kurzfristig einberief, bislang noch keine Wünsche seines Herrn geäußert oder Vorschläge gemacht hat. Möglicherweise gefällt es ihm in der gemütlichen Ratsstube aber auch so gut, dass es ihn mit seinem Auftrag nicht mehr zur Eile drängt.


    6. Januar 1704: Das geplante Dreikönigstreffen in Dublin muss wegen des Winters abgesagt werden. Weder konnte Hochkönig Patrick III. durch das verschneite Land in die ostirische Stadt reisen, noch wagten sich die beiden Monarchen Englands und Schottlands bei sehr stürmischem Wetter auf das Meer. Da es ohnehin keine dringlichen Themen zu bereden gibt, scheinen die Hofbeamten ganz froh zu sein, dass ihre Herrscher sich keinem Risiko aussetzen müssen. Man könnte das Treffen aber im Frühjahr oder Sommer nachholen, sofern die Könige es wünschen.


    8. Januar 1704: Der Deutsche Orden gibt bekannt, dass man auf Rügen ein Musterlandgut errichten wird, um dem Bauernstand des Ordensherzogtums Vorpommern in seinem Tun und Schaffen zur Hilfe zu eilen.

  4. #229
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    12. Januar 1704: König Erik von Dänemark, Norwegen und Schweden setzt ein vorbereitetes Dekret in Kraft, das die Strafen für alle Verbrechen und Vergehen deutlich verschärft. Das so meist verdoppelte Strafmaß (etwa eine Geldbuße, die Wiedergutmachung eines Schadens durch Arbeit oder eine körperliche Züchtigung) wird zur Hälfte in Zwangsarbeit für die Krone umgerechnet, so dass die nordischen Königreiche voraussichtlich ab dem Herbst oder Winter frei verfügbare Arbeitskräfte einsetzen können, die eine ähnliche Stellung wie Sklaven haben dürften. Auf die Trennung von Männern und Frauen soll dabei geachtet werden. Zu den 1,2 Reiterminghan, die wie üblich Banditenbanden bekämpfen, werden dieses Jahr deshalb noch 600 Mann (100 Reiter und 500 LI) aufgeboten, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen und später die Zwangsarbeiter zu bewachen.


    13.-14. Januar 1704: Eine schwer bewaffnete Banditenbande dringt in die Bauerndörfer bei Negübeihafen ein und kann von Reitern des mongolischen Teilreiches und einigen wenigen verbliebenen LI-Kontingenten nur mit großer Mühe abgewehrt und ins Landesinnere gejagt werden. Dies deutet darauf hin, dass Berke I. auf Ögedeiland wirklich alles auf eine Karte setzt, um den erwarteten Kaperkrieg zu vermeiden. Eine Niederlage könnte so bereits zum Zerfall des schwächsten Großkhanates führen, da dann vermutlich keine Heeresreserven mehr verfügbar wären und das Land sich auch kaum genügend Söldner leisten könnte.


    14. Januar 1704: Satrap Yurul Khan von Palermo eröffnet den Prozess gegen die Piraten, die man 1702 vor der südfranzösischen Küste gefangen genommen hatte. Die Verhandlungen selbst sollen aber von subalternen Juristen geführt werden, zumal die Schuld der Männer kaum in Frage steht.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:17 Uhr)

  5. #230
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    15. Januar 1704: Das Königreich Galicien gibt bekannt, dass man ein neues Messbuch für die spanische Halbinsel erarbeiten und drucken werde. Das “Missale secundum usum almae ecclesiae S. Iacobi pro tota Hispania” soll auch in der Grafschaft Barcelona und im Kalifat von Cordoba – mit Zustimmung der dortigen Ortskirchen – eine Heimat finden. Die Bischöfe aller spanischen Regionen scheinen großes Interesse zu zeigen, den neuen Ritus einzuführen, um die Qualität und Volkstümlichkeit der Liturgie zu verbessern.


    17. Januar 1704: Großkhan Putraq VI., der noch in Jerusalem weilt, ruft seinen Beichtvater zu sich. Der seit Jahren kränkliche Monarch könnte nun bald das Zeitliche segnen, wie man vor Ort vermutet.


    19.-31. Januar 1704: Die Kämpfe im Osten Afrikas flammen wieder auf, als einheimische und mongolische Truppen sich in der Nähe von Mombasa begegnen. Offenbar setzen die Fürsten der ostafrikanischen Koalition Söldner ein, was südlich der Stadt dazu führt, dass zwei aus Genua stammende Regimenter direkt auf die hellenische Streitmacht im Dienst Sansibars treffen. Der hart erkämpfte Sieg der Hellenen sorgt mit dafür, dass die Mongolen letztlich das Schlachtfeld behaupten und ihre einheimischen Gegner weiterhin von den Häfen fernhalten können. Dennoch scheint auch das Großkhanat Melaka unter der Krise in Ostafrika zu leiden, da man kaum an Waren aus dem Landesinneren herankommt.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:18 Uhr)

  6. #231
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    21.-26. Januar 1704: Die Wintervollversammlung der italienischen CTC II steht ganz unter dem Eindruck des Wiederaufbaus. Die Geschäftsführung gibt bekannt, dass das Khanat bereit sei, die neun verbliebenen Schiffe für drei Jahre zu unterhalten, um einen neuen Aufschwung zu ermöglichen. Dies wird von den Anteilseignern mit großer Freude und begeistertem Applaus bedacht. Außerdem wird vorab mitgeteilt, dass die Ermittlungen wegen der Piraterievorwürfe in Kürze abgeschlossen würden. Eine Verwicklung Italiens könne gegenwärtig schon fast sicher verneint werden.


    22. Januar 1704: Auf Wunsch des militärisch und finanziell erschöpften Großkhanats Debul schließen die verbündeten mongolischen Teilreiche und die Föderation von Induru einen sechsmonatigen Waffenstillstand. Angeblich trat allein Batu V. noch für eine militärische Lösung ein, während neben Ashoka I. auch Kronprinz Yesun von Dagomys für offene Verhandlungen plädierte. Debul verzichtet damit zunächst auf den Versuch, die Landverbindung in den südlichen Reichsteil zurückzuerobern.


    23. Januar 1704: Das Herzogtum Burgund gibt bekannt, dass man im Herbst eine Vorführung organisieren werde, um die neue Mode aus Flandern einem großen Publikum vorzustellen. Auch bei der französischen Königskrönung wolle man bereits präsent sein. Da diese schon in einigen Monaten geplant ist, machen sich die interessierten flandrischen Schneider rasch an die Arbeit. Der Hof erwirbt derweil ein geeignetes Gebäude, um es umzubauen und die nötigen Vorführräume einrichten zu lassen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:18 Uhr)

  7. #232
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    24. Januar 1704: Erzbischof Giovanni Battista Spinola von Genua legt sein Amt offiziell nieder und begibt sich in ein kleines Kloster in den Albaner Bergen, um ein Leben der Buße und des Gebets zu führen. Da der Oberhirte im vergangenen Jahr mehrfach bestätigt hatte, dass das Khanat Italien nicht in die Piraterie vor der südfranzösischen Küste verwickelt gewesen sei, werden schnell Gerüchte laut, dass er aus Patriotismus gelogen habe und nun Gottes Gnade und Vergebung suche. Der Erzstuhl kann vom Heiligen Vater frei besetzt werden, wie es in ganz Italien üblich ist.


    26. Januar 1704: In Südfrankreich, an der ligurischen Küste und in Teilen der Markgrafschaft Saluzzo beginnen trotz des strengen Winterwetters die Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Krieg. Während Südfrankreich noch von der Schließung der Häfen Ende 1702 und der massiven Piraterie gezeichnet ist, wurde die ligurische Küste durch die Kampfhandlungen der beiden Koalitionen und gewisse notwendige Requirierungen der Armeen verwüstet. Saluzzo hat hingegen nur lokale Schäden zu beheben, da Italien hier so rasch vorrückte, dass es nicht zu größeren Zerstörungen kam. Auch das kleine Besatzungsheer stellte offenbar keine sehr schwere Belastung dar.


    27. Januar 1704: Zum Ende der CTC-II-Konferenz in Genua schlägt der Vertreter Italiens vor, die Geschäfte der Gesellschaft ganz aus dem Indischen Ozean nach Westen zu verlagern und neue Verbindungen mit Westafrika oder Dagomys aufzubauen. Zunächst stößt die Idee auf Widerspruch, nach einem vertraulichen Gespräch mit dem Vorstand und den wichtigsten Aktionären wird sie aber mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die Schiffe der CTC II sollen nun so schnell wie möglich ins Mittelmeer zurückkehren.

  8. #233
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    31. Januar 1704: Der italienische Kronprinz Urus trifft zu einer Besprechung in der Botschaft des Teilreiches Negübeihafen in Dagomys ein. Viele Beobachter vermuten, dass es um die Kaperbriefe gehen könnte, die in der Region angeblich ausgegeben werden und die als schwere Bedrohung für das schwächste Großkhanat gelten.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Urus deutet wie von seinem Vater vorgesehen die mögliche Vermietung von 2*250, 3*100, 5*50 und 12*25 der Stufe III an, was der Gesandtschaftsleiter überrascht, aber sehr erfreut aufnimmt. Er verspricht, sofort mit seiner Regierung Kontakt zu suchen. Da Urus keine genaue Anweisung hatte, wie hoch die finanzielle Kompensation sein müsste, spricht er zunächst nur von einem „gerechten, angemessenen und tragbaren“ Preis.



    1. Februar 1704: Nach intensiven Verhandlungen kommt der Bischof von Ferrol wieder aus der Gewalt marokkanischer Piraten frei. Es wird bald bekannt, dass das Lösegeld diesmal von der galicischen Krone und nicht von dessen Familie oder vom Klerus seines Bistums zur Verfügung gestellt wurde, was König Fernando IV. einen deutlichen Prestigegewinn einbringt.


    1. Februar 1704: Johann X. von Burgund gibt bei einer Sitzung des Kronrates bekannt, dass die besonderen Feldgeschütze, die der verbündeten Armee in Südfrankreich so gute Dienste geleistet hatten, aus finanziellen und wissenschaftlichen Gründen zerlegt und dann intensiv begutachtet werden sollen. So komme man der Konstruktion modernerer Artillerie nochmals deutlich näher, was Burgund langfristig stärken könne. Das Prestige des Herzogs ist so groß, dass Kritiker der Entscheidung bald verstummen und in Kürze mit den Untersuchungen begonnen werden soll.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:19 Uhr)

  9. #234
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    2. Februar 1704: Ein päpstlicher Legat, der einige überraschend ruhige und sonnige Tage zur Überfahrt nutzte, trifft auf Shetland ein, um mit dem neuen Erzabt zu sprechen. Ähnlich wie in Irland beruft man für den hohen Gast sofort ein Generalkapitel ein, um seine Wünsche und Anregungen zu erfahren. An dem Treffen nehmen auch einige Mönche teil, die an den diplomatischen Initiativen der Jahre 1701 und 1702 beteiligt waren und daher über außenpolitische Erfahrung verfügen.


    2. Februar 1704: Der französische Theologe Pasquier Quesnel, der gegenwärtig als Bischof in Amiens wirkt, gibt eine Schrift über die moralischen Lehren des Neuen Testaments heraus, welche noch im Jahr 1704 mehrere Auflagen erreicht. Quesnel orientiert sich stark an der Gnadenlehre des Heiligen Augustinus, greift aber auch Ideen Martin Luthers auf und strebt eine verinnerlichte, moralisch sehr strikte und allein auf Gottes Gnade in Jesus Christus gegründete Frömmigkeit an. Zugleich tritt er dafür ein, die Organisation der Kirche an staatlichen Grenzen zu orientieren und dem Heiligen Stuhl eher einen Ehrenvorrang als tatsächliche Macht zuzusprechen. Nicht umsonst ist das Werk auch dem burgundischen Herzog Johann X. – Quesnels Landesherrn – gewidmet.


    2. Februar 1704: Dank der zahlreichen Gebete von Klerus und Volk in Jerusalem und in den anderen Städten des Mongolischen Reiches und manchmal sogar Europas lebt Großkhan Putraq VI. wieder auf und nimmt sogar am Lichtmessgottesdienst des Konzils teil. Er soll danach so bald als möglich nach Dagomys heimkehren, da seine Leibärzte dem Klima des Schwarzmeerraumes eine heilsame Wirkung zuschreiben. Putraq scheint sehr froh zu sein, dass er zum Ende seines Lebens hin noch die Eröffnung des Konzils erleben durfte, welches ihm offenbar große Hoffnung für die Zukunft macht.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:19 Uhr)

  10. #235
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    3.-12. Februar 1704: Das Wetter verbessert sich in den ersten Tagen des Monats schneller als erwartet, obgleich in einigen Seegebieten noch immer heftige Stürme toben. Man darf damit rechnen, dass die Fischer und Kaufleute im Mittelmeerraum bereits Mitte Februar wieder aufs Meer hinausfahren können.


    4. Februar 1704: Die Delegationen aus Ungarn und Italien, die von hochrangigen Mitgliedern der Herrscherdynastien angeführt werden und in Dagomys überwinterten, reisen nach einer überraschenden Verständigung beider Khanate gemeinsam zurück nach Westen. Dies gilt besonders deshalb als erstaunlich, weil die beiden Gesandtschaften das Großkhanat 1703 noch auf die eigene Seite zu ziehen versucht und dem jeweils anderen Land Verstöße gegen verschiedene Verträge vorgeworfen hatten. Die Kuriltai beider Länder sind noch nicht wieder zusammengetreten, dürften aber ebenfalls von der Entwicklung überrascht werden. Einige bereits früh eingeweihte Kleriker in Mailand und Buda bezeichnen die Einigung dann auch als göttliches Friedenswunder.


    4. Februar 1704: Der hellenische Kronprinz übergibt mehreren geschädigten Kaufleuten eine sehr hohe Summe von 100000 S, die man aus Italien als Reparationszahlung erhalten hatte. Da Khan Uthman I. ohnehin als Freund der Händler gilt, wird diese Unterstützung besonders dankbar aufgenommen. Die Gilden schenken dem Khan einige Wochen später das Gemälde eines ostafrikanischen Künstlers, das den Hafen von Sansibar zeigt. Dort hat das Khanat mit dem Bau eines Handelspostens begonnen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:19 Uhr)

  11. #236
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    5. Februar 1704: Das Khanat Böhmen gibt die Einrichtung eines weiteren Kollegiums bekannt und kündigt außerdem an, die Kollegien künftig einer eigenen Verwaltung zu unterstellen. Die Prager Universität soll auf diese Weise auch weiterhin führende Wissenschaftler aus ganz Europa anziehen und den Studenten und Dozenten gute Lern- und Lebensbedingungen bieten.


    6. Februar 1704: Mit nur wenigen Tagen Verspätung wird die erste Konzilssessio beendet. Sie war nach dem Willen von Papst Siricius III. vor allem dem Austausch gewidmet, so dass verschiedene theologische Positionen offen dargestellt und diskutiert wurden. Die zweite Sessio soll dann der inhaltlichen Arbeit vorbehalten sein und vor allem die Vielfalt der Riten in Liturgie und Glaubensleben in den Blick nehmen.


    7. Februar 1704: Auf Drängen seiner Verbündeten erlaubt Großkhan Batu V. dem Satrapen Hasan Khan von Sansibar Friedensgespräche mit der Koalition Yoweri Khans in Ostafrika. Dessen Mutter Hunaina al-Mughairy hegt zwar große Vorbehalte gegen den Mörder ihres Mannes, kann aber dem Druck der weitgehend unabhängigen Kleinfürsten wohl nicht länger widerstehen. Mitte Februar wird daraufhin ein sechsmonatiger Waffenstillstand vereinbart, der den Handel mit der mongolischen Welt wieder ermöglicht. Batu V. scheint nunmehr – auch auf Wunsch der anderen Großkhane – gezwungen zu sein, auf die von ihm bevorzugte militärische Lösung der politischen Herausforderungen in seinem Teilreich zu verzichten. Die vielen Kriegsschauplätze überfordern das Großkhanat Melaka offenbar ganz einfach.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:20 Uhr)

  12. #237
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    8.-28. Februar 1704: Im tibetischen Hochland kommt es zu heftigen Kämpfen zwischen den aus Kaschgar heimkehrenden Truppen und den mongolischen Loyalisten. Erste können sich dabei auf die Unterstützung von Reiterminghan aus den Alten Landen stützen, was es ihnen ermöglicht, die Übergänge zur Steppe und Wüste im Norden zu sichern. Die meisten Klöster und Fürsten gehen daher rasch zu den Rebellen über, so dass die ohnehin nur sehr lockere Oberhoheit Debuls über das Land praktisch vollständig verlorengeht. Zwar ist das kärgliche Hochland für die mongolische Wirtschaft nur von geringer Bedeutung, die Tibeter könnten sich aber mit den chinesischen Rebellen in Yunnan verbünden und auch andere Regionen Chinas bedrohen. Zum Glück für das Teilreich Dagomys scheint es Khagana Eltiana aber zu gelingen, einen offenen Aufruhr in den Alten Landen zu verhindern.


    9. Februar 1704: Satrap Hasan Khan von Sansibar empfängt den hellenischen Botschafter mit erkennbarer Freude in seiner Residenz. Die beiden sprechen unter vier Augen über die neue Situation in Ostafrika nach der Schlacht von Mombasa und dem Waffenstillstand.

    Nur für das Khanat Hellas

    Achtung Spoiler:
    Hasan Khan lobt die militärische Leistung der Hellenen in den höchsten Tönen, muss aber mit Bedauern mitteilen, dass es offenbar zu recht hohen Verlusten (etwa 200 Mann) kam. Da der Sieg gezeigt hat, dass die Küstenfestungen von den Einheimischen nur schwer ohne starke Artillerieunterstützung erobert werden können, die vom Großkhan zur Verfügung gestellte Streitmacht aber andererseits nicht ausreicht, um das Landesinnere wirksam zu beherrschen, drängten viele Adlige in Sansibar, auf Madagaskar und in der Hauptstadt zur Aufnahme von Friedensgesprächen. Batu V. gilt zwar als Freund militärischer Lösungen, mittlerweile soll er aber etwas mehr auf seinen Vater Jagun und seinen Schwager Elkim hören als noch vor einem Jahr, so dass man nun die Chance auf eine friedliche Lösung hat.



    9. Februar 1704: Ein französischer Gesandter, der vermutlich bereits im Vorjahr losgereist ist und tapfer dem strengen osteuropäischen Winter widerstand, trifft in Dagomys ein, wo man ihn zuerst einmal aufwärmt und ihm verschiedene Tees, Schnäpse und Suppen anbietet. Einige Tage später wird er dann vor Kronprinz Yesun geführt.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Der Gesandte bringt die beiden Wünsche vor. Während die Fürsprache zugunsten von Satrap Yurul Khan freundlich aufgenommen wird, ist man über die harsche Forderung, Schiffen aus dem Khanat der Kanarischen Inseln „endlich“ die Durchfahrt durch die Meerenge von Cádiz zu verwehren, offenbar sehr überrascht. Schließlich standen die französische Koalition und die Kanaren niemals im Krieg gegeneinander, so dass man diese Entwicklung nicht erwartet hat. Die Kanaren hätten zwar einen recht anrüchigen Ruf, die Piraterie in der Region gehe aber gewiss nicht nur auf das Konto kanarischer Seeräuber. Außerdem könne man eine derart wichtige Seeroute nicht einfach sperren oder durch ständige Kontrollen behindern, ohne schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft befürchten zu müssen. Falls mehrere Europäer diesen Wunsch hegten, könne aber eine Konferenz einberufen werden. Zwar sei eine regelmäßige Kontrolle passierender Handelsschiffe wirtschaftlich kaum tragbar (übrigens auch für einige französische Verbündete wie das Kalifat von Cordoba), man könne aber vielleicht die Durchfahrt von Kriegsschiffen beschränken und kontrollieren, wenn die Europäer dies aus eigenem Antrieb und weitgehend einmütig erbitten sollten.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:21 Uhr)

  13. #238
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    10. Februar 1704: Das Kalifat von Cordoba gibt bekannt, dass es Hinterbliebene der Schlacht vor Porto Maurizio mit 5000 S finanziell unterstützen wird. Da die angeworbenen Seeleute aus aller Herren Länder kamen, dürfte die Auszahlung sich ein wenig hinziehen. Man rechnet aber damit, dass sich die meisten Familien von selbst melden werden, da eine solche Zahlung recht ungewöhnlich ist und sehr willkommen sein dürfte.


    10. Februar 1704: Großkhan Putraq VI. von Dagomys und Papst Siricius III. führen in einem kleinen Kloster am Ölberg bei Jerusalem ein längeres Gespräch über Fragen des Glaubens. Die beiden Altersgenossen scheinen sich gut zu verstehen und eine ähnliche Weltsicht zu teilen, wobei der Heilige Vater etwas stärker für notwendige Veränderungen eintritt als der doch recht traditionalistische Monarch.


    11. Februar 1704: In Santa Cruz de Tenerife wird vom Missionsbischof der Inseln und einem hochrangigen Hofadligen ein päpstlich-kanarischer Friedensvertrag abgeschlossen, der keine gegenseitigen Forderungen enthält. Das Inselkhanat zieht seine Kaperbriefe daraufhin zurück und beendet alle Maßnahmen gegen Schiffe des Heiligen Stuhls. Papst Siricius III. kündigt einige Tage später aber an, Schiffe aus der Region dennoch „kritisch zu prüfen“, auch wenn nicht ganz klar ist, was das konkret bedeutet.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:21 Uhr)

  14. #239
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    12. Februar 1704: In Marseille treffen hochrangige Höflinge der Krone ein, um Adel und Volk vor Ort beim Wiederaufbau der südfranzösischen Küstengebiete zu unterstützen. Dazu ist ihnen von König Heinrich VIII. die hohe Summe von 400000 S anvertraut worden, die sie möglichst nutzbringend einsetzen sollen. Die Zuversicht in der Region wächst dadurch deutlich an, so dass man mit frischem Mut ans Werk geht.


    12.-22. Februar 1704: Der italienische Kuriltai tritt in Mailand zusammen, um über die Politik der künftigen Friedenszeit zu beraten und den Abschluss des Untersuchungsberichts aus Genua entgegenzunehmen. Dieser ergibt, dass das Khanat in keiner Weise in die Umtriebe einzelner Krimineller verwickelt gewesen sei, die aus Eigennutz und vielleicht auch von den Feinden Italiens beeinflusst Piraterie vor der südfranzösischen Küste und andernorts betrieben hätten. Das Thema könne und solle damit abgeschlossen werden.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:

    Es gibt nur sehr wenige kritische Nachfragen, auch wenn einige Kaufleute wohl etwas ahnen. Offenbar möchte man die Vergangenheit nun endgültig ruhen lassen, zumal man dank des Verhandlungsgeschicks Tenzin Khans ohne Gebietsverluste oder dauerhafte Kosten aus dem Krieg herauskam. Die meisten Redner geben einfach ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man bald wieder Zeiten des Aufschwungs erleben werde. Das plötzliche Einvernehmen mit Ungarn wird hingegen sehr kritisch betrachtet. Immerhin drohte das Land im Vorjahr damit, Italien in den Rücken zu fallen. Auch der Khan selbst hatte mehrfach die Unzuverlässigkeit und Hinterlist der Ungarn deutlich gemacht. Könne Italien dem Khanat nun vertrauen oder bringe es sich damit nur in neue Gefahr?



    14. Februar 1704: Im Mittelmeerraum beginnt die Schifffahrtsaison, und auch im Atlantik und in Nordeuropa dürfte man Ende Februar wieder auf See gehen können.

  15. #240
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    15. Februar 1704: Der irische Föderationsrat beendet seine lange Wintersitzung, so dass die einzelnen Kleinkönige wieder nach Hause zurückkehren können. Einige von ihnen murren etwas, weil der päpstliche Legat Ende 1703 auf ein Gespräch drängte, dann aber sogar auf mehrfache Nachfragen keine Vorschläge oder Wünsche vortrug; die gemütlichen Tage in Galway waren allerdings für den Zusammenhalt der Teilreiche von Vorteil, so dass man dem Heiligen Vater das Treffen nicht verübeln kann und will.


    15. Februar 1704: Das Königreich Schottland gibt bekannt, dass Gelehrte aus Edinburgh auch in diesem Jahr nach den ältesten Vorfahren der Stuart-Dynastie suchen werden. Damit soll es in Kürze möglich sein, einen Stammbaum der Königsfamilie zu erarbeiten, welcher alle wichtigen Ahnen berücksichtigt.


    16. Februar 1704: Zum Beginn der Schifffahrtssaison gibt Khan Tenzin von Italien bekannt, dass Schiffe des Landes als Zeichen guten Willens in diesem Jahr Kaufleute und Fischer im ganzen westlichen Mittelmeerraum schützen werden. So sollen die Rückschläge des Vorjahres wettgemacht und verlorenes Vertrauen wiedergewonnen werden.

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