Zukunft
Vergangenheit
Ich bringe nicht nur mein besseres Immunsystem mit in die Vergangenheit, sondern auch mein Wissen zu den gefährlichen Bakterien und der nötigen Hygiene.
Natürlich meide ich die kotverschmutzten Städte und Dörfer. Stattdessen baue ich mir eine Hütte im Wald, mit Hühnerstall, Heilkräuter-Garten und Plumpsklo. Im erlaubten 20kg Gepäck sind neben einem Solardach für mein Smartphone (ich kann mir nicht alle modernen Infos merken) so viele Arzneimittel, das ich auch die örtliche Bevölkerung behandeln kann. Ich muss nur aufpassen, das man mich nicht wegen Hexerei anzeigt![]()
Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ... (Terry Pratchett)
Haus im Wald.
Kräutergarten.
Arznei.
Strom und Smartphone.
Du würdest brennen, noch bevor du den Rucksack komplett asgepackt hättet.![]()
Abgesehen davon: Das könntest du doch heute auch machen.
Ich würde mitnehmen:
- moderne Getreidesamen. Jeweils 5kg. (Mais, Weizen)
- Baupläne für diverse Maschinen und evtl. Waffen
- diverse Formeln für Medikamente
- Standorte mit reichen Gold/Diamantenvorkommen kartieren
Sowas halt. Und dann würde ich in Vorbereitung schauen welcher Hof der aufgeklärteste und toleranteste seiner Zeit war und mich dort in der Nähe in ein Kloster einquartieren und schauen ob man es irgendwie schafft dieses mitgebrachte Wissen zu etablieren. Wenn das klappt, bin ich auch sicher, dass man den Lauf der Geschichte verändern könnte/würde, wenn man denn wollte.
Bleibt man in der Hütte im Wald, passiert vermutlich nix.
In der Zukunft warten todbringende Eeliens und antibiotikaresistente Keime. (oder umgekehrt)![]()
Funktionieren moderne Samen überhaupt ohne moderne Dünger und Unkrautvernichtungsmittel?
Biodünger reicht angeblich.
Ich glaube ich würde auf 3kg reduzieren und noch Bohnen und Kartoffeln mitnehmen. Also insgesamt 15kg Saatgut. Kartoffeln zu vermehren würde mit den paar Knollen zwar ne Weile dauern, aber egal.
Glas ist ja bereits erfunden, aber teuer. Also kann man ja theoretisch auch wunderbar ein Gewächshaus bauen und anzüchten.
Genau das ist Heron von Alexandria ca. 60 nChr. passiert. Mit den damaligen technischen Mittel konnte eine Dampfmaschine nur ein Spielzeug sein, aber keine erfolgreiche technische Erfindung.
TeeRohrzentrismus an:
Natürlich gibt es keine Zeitreisen. Heron kann daher kein Mensch aus der Zukunft gewesen sein.
TeeRohrzentrismus aus:
Aber er eignet sich als Beispiel, wie es aussehen könnte, wenn ein Zeitreisender mit einer mitgebrachten Idee scheitert.
Es gibt in der Geschichte der Menschheit bei Erfindungen nicht nur kleinteilige Verbesserungen, sondern auch plötzliche geniale Sprünge. Solche genialen Sprünge würde man erwarten, wenn Wissen aus der Zukunft stammen könnte (zB die Formeln von Einstein).
Schwurbelmodus an:
Das bedeutet aber noch lange nicht, das ich glaube, Einstein hätte eine Zeitmaschine erfunden, sie für eine Reise in die Vergangenheit benutzt und dann nur einen Teil der Formeln so veröffentlicht, sodass kein Mensch sie begreifen kann. Damit lenkt er von den richtigen Zeitreiseformeln ab und verhindert dadurch, das noch jemand anderes eine Zeitmaschine erfinden kann.
Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ... (Terry Pratchett)
Da wäre es wohl klüger, auf Samen zu setzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/KartoffelDie Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche, wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle, für Menschen leicht giftig sind.
Hatte ich jetzt gar nicht auf dem Radar. Das macht natürlich Sinn.
Würde dieses Wissen vor 500 Jahren einen nennenswerten Impact haben?
Das könnte wie mit der Dampfmaschine sein. Wenn man nicht die passenden Werkzeuge hat, um daraus mehr als ein Spielzeug zu machen, bleibt das ein Witz der Zeit bis es dann irgendwann irgendwo einer zu einem echten Ding machen kann.
Verstand op nul, frituur op 180.
Naja, kommt halt auf das verfolgte Ziel an. Wenn man die Welt verändern möchte, schaut man sich an welche Probleme zu jener Zeit herrschten (Hunger, Krankheit, Krieg...) und richtet sich danach aus (Getreidesamen, Forschungshilfen für Mediziner der damaligen Zeit, Baupläne für Kriegsgerät...)
Will man einfach nur steinreich sein, besorgt man sich Standorte von Goldminen, öffnet Gräber im Tal der Könige (sofern man das Risiko in dieser Zeit als Europäer eingehen möchte) oder nimmt sich Baupläne des mechanischen Webstuhl mit und baut den.
Ich würde sagen man will am Anfang nicht auffallen. Das heißt man braucht schlicht Geld (5 KG), vorzugsweise was aktuelle Handelswährung ist in unterschiedlichen Stückelungen. Damit man sich Sachen kaufen kann die einfach in die Zeit und Ort passen. Dazu bietet sich dann erstmal eine größere Stadt an die nicht gleich vorhat in einem Kriegszustand überzuwechseln und wo man als Ausländer mit einer komischen Sprache und Verhalten nicht gleich auffällt, also irgendwas wo viel Handel ist und die unterschiedliche Währungen akzeptieren. Moderne Medizin wie Antibiotika und bissl hält(für eigene Notfälle) wäre nicht verkehrt und der Rest Papier mit Wissen wann wo was passiert und wo was ist was zum Vorteil gereicht. Insbesondere Wissen was mit mit den verfügbaren Rohstoffen auch herstellbar ist. Ich persönlich würde nicht versuchen den Verlauf der Geschichte groß zu ändern weil dann ist das historische Wissen aufeinmal nutzlos wenn alles anders wird.
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten :)
Original geschrieben von robertinho:
"Asterix und Flati stehen für solide Kompetenz und Verlässlichkeit."