2. Woche Februar 1975 n. Chr.
Tagebuch von Cathy bint Bayezid
Ich machte meine langweiligen Routineaufgaben. Ich musste für Arichis vor allem Nachschubbewegungen koordinieren. Ein Container Konserven hier, ein Laster Treibstoff da, 100 Urlauber zurück nach Quito und 100 Frischlinge dafür als Kanonenfutter heran. Man glaubt gar nicht, wie viel so ein Feldzug an Logistik verlangt, während nicht gekämpft wird. Gedanken dazu machten sich andere, ich musste das nur korrekt melden. Und war jetzt zum Beispiel schuld, dass die Raketen für die Raketenwerfer nicht die richtigen waren, weil ich nicht korrekt durchgegeben hatte. Wieder einen Tag Arrest.
Und bewacht wurde ich von Archibald von Benevent. Der sich mal wieder anbot, er würde auch einen Tag Arrest auf sich nehmen, wenn ich mir von ihm verbotenerweise den Arrest versüßen ließ. Woran ich kein Interesse hatte.
Hier in Ecuador ging es derzeit gar nicht weiter, obwohl das doch die Hauptfront war. Meldungen kamen aus Mesoamerika - wo allerdings nicht Liberianer, sondern 4100 Mann an der Cayman-Küste sich zwischen Tabalik Abaj und George Town erhoben hatten. Und anders als wir protestierten sie nicht mit Spruchbändern und Megaphonen und Blumen, sondern mit Maschinenpistolen und Pumpguns. Dass Spartakus IV. "der Verstümmelte" dagegen vorging konnte ich sogar in einem gewissen Maße verstehen. Aber man könnte es auch vermeiden, indem man diese Gebiete ihrem Besitzer zurückgab.
Aus dem Hafen von Tabalik Abaj feuerten 1 Kreuzer und 9 leichte Kreuzer (davon 3 so beschädigt, dass sie zusammen nicht stärker als ein Kreuzer des 1. Weltkriegs waren) über die Hügel hinweg auf die Rebellen am Stadtrand von George Town. 40 Zerstörer schossen dagegen auf die nördliche Rebellentruppe am Stadtrand von Tabalik Abaj.
Die Garnison von George Town griff nun mit 400 Haubitzen die Zeitsoldaten und mit 200 Selbstfahrlafetten die Leibgarde des Warlords an. Einen gemeinsamen, bekannten Anführer hatten die Caymaner derzeit nicht.
Zugleich griffen 400 Granatwerfer und 200 Mehrfachraketenwerfer die 2000 Zeitsoldaten vor Tabalik Abaj aus der Stadt heraus an.
1000 Zeitsoldaten rieben bei George Town eine Brigade auf, die zweite wurde von M60-Kampfpanzern vernichtet, die auch den Warlord festnahmen, und das ohne eigene Verwundete.
In Tabalik Abaj wurde noch 200 weitere Mehrfachraketenwerfer aufgestellt, die noch einmal angriffen. Dennoch verwundeten die Zeitsoldaten im Hügelland 400 Eliteinfanteristen, während die Hälfte von ihnen besiegt wurde.
Die zweite Hälfte ergab sich dann Tlaxcaltekischen Polizisten, und der Aufstand war vorbei.
3. Woche Februar 1975 n. Chr.
Dafür ging es nun in Argentina wieder los, und zwar nicht an den bekannten Fronten (Ecuador, Coba, Santiago del Estero oder auf den Sioux and the Seminoles-Inseln). Stattdessen begann nun Richard de Clare, Earl of Pembroke mit seiner Invasion bei Boise.
Achtung Spoiler:
Die Garnison der Stadt überstieg die normale Verteidigung deutlich, war aber angesichts der angelandeten Armee immer noch schwach.
Die Stadtbefestigung bestand nur noch aus Resten, die von 10 Schraubenkorvetten und 3 Dampffregatten hinweggefegt wurden.
Es folgte ein Luftangriff von den beiden Flugzeugträgern, die Publius Claudius Pulcher nach Fort Niagara verlegt hatte. Zunächst kamen 200 Spionageflugzeuge durch, attackierten die Zeitsoldaten und blieben dann im Luftraum, um später bei der Rebellion verdeckte Kämpfer aufdecken zu können.
Die einzige Luftabwehr bestand aus 130 Flakpanzer, die eine Staffel Jetbomber der Kanada-Airforce stoppten und 40 Flugzeuge beschädigte, selbst aber Treffer an 48 Panzern hinnehmen mussten.
Danach konnten die Strahlbomber, 2 Staffel taktischer Bomber und eine Staffel schwerer Bomber aus Quebec bequem angreifen.
Hubert de Brienne unterstützte, auch wenn seine Bomber eigentlich repariert werden sollten, den Angriff mit 2 Staffeln Höhenbombern und 5 Staffel erbeuterer liberianischer Höhenbomber. 6340 Verwundete wurden nach dieser Angriffswelle geschätzt.
Dazu feuerten 3 Kreuzerflottillen, die an der Küste erbeutete Transporter bewacht hatten, auf die Stadt und richteten 900 Verwundete an. Die Schäden, die Hubert de Brienne mit 15 weiteren Kreuzer-, Schlachtschiff- und Ubootflottillen anrichtete ließen sich kaum abschätzen.
Es genügte Richard de Clare zumindest, um seine beiden Batterien Selbstfahrlafetten trotz der Gefahr durch Gunships angreifen zu lassen, wobei die Geschütze den Angriff nur knapp überstanden. Die dritte Staffel Gunships wurde von Panzerabwehrkanonen etwas eindeutiger geschwächt. Danach griffen Hinterlader die Radpanzer an, die sich dagegen kaum wehren konnten.
Nun begann, da ihre Chancen als gut eingeschätzt wurde, der Angriff der Infanterie. 5000 Männer mit Flammenwerfer rückten vor und töteten 4000 Zeitsoldaten und verwundeten mindestens 300 Mann bei anderen Einheiten. Allerdings starben auch 1000 Flammenwerfer - was meine Kameraden besonders bedrückte. Nun, ich fand, das war das Los eines Soldaten, gerade in einer Berufsarmee, wie wir sie hatten. Aber die Leute waren dennoch betroffen, denn viele der Flammenwerfer gehörten zur Garnison Ecuador und waren den Soldaten hier gut bekannt.
Nach dem Angriff waren die Chancen der übrigen Infanterie nicht so gut, dass sie angreifen wollten, und die Panzer fürchteten 2 Staffeln Sturzkampfbomber. Also griffen noch einmal 200 Feuerland-Vulkan-Werfer an, die beinahe von den Radpanzern besiegt worden wären. Danach stürmten 2800 Submachinegunner vor, die 2 Brigaden Zeitsoldaten und eine Brigade Radpanzer besiegten, gegen die Radpanzer aber auch einiges einsteckten. Eine Eliteinfanterie unterstützt sie bei der Zerstörung der Radpanzer. Terroristen (ebenfalls Bekannte meiner Kameraden hier aus der Garnison Ecuador) sprengten 200 Stukas auf dem Rollfeld, während 1000 Gebirgsjäger der Landungsarmee Toronto im Kampf gegen die Radpanzer verloren gingen. Weitere Radpanzer wurden von der Kommandoinfanterie zerstört.
Da die Infanterie keine guten Chancen mehr sah, entschloss sich Richard de Clare, 200 schwere Panzer im Kampf gegen die Stukas zu riskieren - und blieb siegreich. Danach konnte unsere Panzerarmee unter den Liberianern wüten. Alte Tanks schossen Radpanzer in Stücke, 400 Sturmgeschütze besiegten zusammen je 2 Brigaden Radpanzer und Zeitsoldaten, unsere Radpanzer gewannen ein Duell mit ihren Äquivalenten auf liberianischer Seite. Danach wurden Jagdpanzer geschickt, wobei die erste Brigade nach einen Sieg über Zeitsoldaten genug hatte, die zweite nach der Zerstörung der gegnerischen Selbstfahrlafetten und erst die dritte einen Doppelangriff gegen Zeitsoldaten und Gunships durchführte. Die vierte Brigade brach dann nach dem Kampf gegen eine Staffel Gunships ab.
Aber die Liberianer waren so gut wie besiegt. Ecuadorianische Fahrradsoldaten besiegten eine Batterie Festungsartillerie, Polizisten die zweite sowie die Gebirgsartillerie. Zuletzt besiegten sogar einfache Schützen die Flakpanzer - man sagte mir, das sei so üblich, nicht die besten Leute in der Endphase einer Eroberung einzusetzen, da diese besser im Kampf gegen die Rebellen gebraucht wurden. Daher wurden auch die letzten Gunships von Linieninfanterie abgeschossen, auch wenn dabei 100 alte Männer starben und 800 Verwundet wurden.
Kurz vor der Eroberung besetzten 200 Wasserflugzeuge die bewaldeten Höhen im Süden der Armee, damit die Rebellen nur im etwas schwerer zu verteidigenden Terrain erschienen. Und tatsächlich fand Admiral Lucius Manlius Vulso Longus - neben den Piloten der eroberten Höhenbombern und seinen Sanitätern - noch einige Freiwillige, die mit ihm den Aufstand probten. Außer den Bombern eroberten sie noch 185 Millionen Liberia-Dollar, was nicht sehr viel war. Aber erneut war eine liberianische Stadt zurückerobert. Und mit der Eroberung zog auch der Protestantismus von alleine dort ein.


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