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Thema: [Manor Lords 0.80.050] - Wolfgangs Aufstieg

  1. #76
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    Guter Hinweis

    Ich habe mal geschaut, was so an Fischen auf der Karte ist. Das größte Vorkommen hat immerhin 468 Fische, da wäre das Limit 334. Das wären dann also 134 Rest ab Anfang Mai, das klingt tatsächlich machbar mit einer Familie über mehrere Monate.

    Ja, liegt halt an den generften Basismengen in den Vorkommen, in der Vorversion konnte man mit den 4xx bei nicht reichen Vorkommen auch das ganze Jahr was draus machen.

    Ich komme aber mit den Zahlen noch nicht so richtig klar in der 050-Version. Mein Fisch hat 168, Limit steht auf 120 (ist optimal, habe da experimentiert). Übers Jahr sagt mir die Statistik 106 oder 109 Fische gesamt geangelt. Wenn ich dreimal 48 abfische, müsste da doch aber eher was um die 14x rauskommen?

    Wie viele Fischerfamilien brauchst Du denn für das Abfischen in den fetten Monaten?

  2. #77
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    Jahr 19 – neues Volk und alte Stänkerer

    Wolfgang ist zurück in Schenfurt, es ist Ende Februar und fast genau ein Jahr ist es her, seit hier die Zelte aufgestellt und die ersten Planquadrate in den Boden getrampelt wurden.

    Und: Schenfurt ist pleite. Wieder mal, muss man sagen, denn inzwischen hatten die Händler es nicht vermeiden können, nach ihren ausgedehnten Reisen auch die Erlöse abzurechnen. Diese waren für Gemüsesamen ausgegeben worden, so dass nun endlich die beiden anderen Gemüsegärten mit der ersten Märzsonne die Arbeit aufnehmen sollen. Auf Leichengruben verzichtet Wolfgang hier, denn die meisten Familien der Obsthäuser sind nebenamtlich als Pilzsammler und Fischer eingeteilt, so dass sie sich vom aufregenden Baugeschehen nicht ablenken lassen sollten.

    Die neugebauten Häuser hier sind bereits alle bewohnt, allerdings sind die Hinterhöfe noch nicht ausgebaut, da dafür schlicht kein Geld da ist. Dennoch sind die Siedler in Schenfurt mit einem kleinen Polster an Pilzen gut durch den Winter gekommen und in wenigen Tagen gehen der Fischfang und die Pilzsammelei wieder los. Außerdem wurde bei der Sammlerhütte endlich ein Kräutergarten angelegt, damit sollten ab der Jahresmitte die nervigen Krankheitsfälle bekämpft werden können, die derzeit immer wieder spontane Ersatzarbeiter an wichtigen Stellen erfordern.

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    Das erste Holzfällerlager aus den Gründertagen wurde inzwischen abgerissen, hierfür entsteht an den Wäldern nördlich der Kirche ein Ersatz, der für neues Baumaterial sorgen soll. Auch Anbindebalken wird es dort geben, denn dort oben werden die Ochsen gebraucht. Perspektivisch soll das Gebiet südlich des Marktplatzes freigeräumt werden, um dort weitere Häuser entstehen zu lassen.

    Zudem lässt sich erkennen, dass in Richtung Nordosten ein neuer Handelsposten samt Pferdestandplätzen gebaut wird. Die Räumungsklage ist den reiselustigen Händlern im derzeit bestehenden Handelsposten bereits zugestellt worden. Wolfgang erhofft sich von dieser Verlegung eine Neuorientierung des Handelsgeschäftes hin zum näher gelegenen externen Handelspunkt im Nordosten der Region. Zwar würde das die Heimwege für die Händlerfamilien verlängern, aber man käme so auch näher an den Salzspot im Nordosten sowie die Holzsiedlung heran.

    Und damit ist Wolfgang nach einem ausgedehnten Spaziergang Richtung Osten auch schon in der Holzsiedlung angekommen, dem aktuellen Fokus seiner Bemühungen.

    Hier sind nicht nur kräftige Burschen mit ihren Madeln eingezogen, nein, auch ein erster Tischler hat die Arbeit aufgenommen und produziert, noch etwas schüchtern, kleine Holzschilde (Marktwert 3), die bald all überall den Weltfrieden sichern helfen sollen. Das verdreifacht immerhin den Handelswert von Brettern. In der Holzwirtschaft geht es über Masse, nicht über Klasse.
    Daneben wurden bereits 3 weitere Doppelhäuser gebaut, in denen sich zukünftig ebenfalls Meister des Holzhandwerkes ansiedeln sollten. Damit das hier auch genügend Material gibt, wurde ein Holzfällerlager angelegt, dessen Arbeiter allerdings noch fern der zukünftigen Holzgebiete Bäume fällen (im Norden), damit die Förster (und Försterinnen) von den neu gebauten Forsthäusern aus diese Gebiete erst einmal aufforsten können, denn wie man sieht, sind diese Wälder noch etwas zu licht für ernsthafte Bewirtschaftung und diskrete Techtel-Mechtel.

    Des Weiteren hat hier auch ein neuer Sägemüller die Arbeit aufgenommen, um die Tischler mit Brettern zu versorgen.

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    Der Anblick der Kirchenbaustelle trübt allerdings Wolfgangs Sinn wieder ein wenig. Zu seinem Missvergnügen hatte er feststellen müssen, dass die Siedler in Schenfurt-West und die Neuankömmlinge in Schenfurt-Ost nur wenige Wochen gebraucht hatten, um sich wegen Kleinigkeiten gegenseitig zu piesacken. Begonnen hatte es beim Silvesterfest, als die ehemaligen Wandergesellen angefangen hatten, lautstark ihre Zunft-eigenen Wettbewerbe zu veranstalten, u.a. Einschlagen von 10-Zöllern Emoticon: hammer und Heben von 10 Meter-Balken. Diese Art des Feierns störte ein paar Alteingesessene, die in ihren Gemüsegärten keine vergleichbaren Disziplinen kennen. Es gab ein paar hässliche Worte und Wolfgang hatte gedacht, das würde sich verwachsen.
    Hier hatte ihn jedoch die Hoffnung getrogen, ein Tropfen Gift war in den Brunnen der allgemeinen Glückseligkeit gefallen und nun kam eins zum anderen. Interessierte Alt-Schenfurter, die die Tischlerei besuchten, fanden in ihren Rocktaschen nach der Heimkehr Holzspäne. Den feschen Gesellenfrauen der Holzsiedlung wurde beim Kirchgang oder Marktbesuch immer mal wieder von einem am Zaun hängenden Gemüsebauern hinterhergepfiffen, und auch das war natürlich nicht wohlgelitten.
    Dieser Kleinlichkeiten überdrüssig, ließ Wolfgang also neue Brunnen sowie einen Marktplatz in der Holzsiedlung errichten, der natürlich noch nahegelegene Speicher und Lagerhäuser erfordert, und auch den Bau einer Kirche in der Holzsiedlung wurde begonnen. Ob das die Problemchen behebt oder eher verstärkt, wird die Zukunft zeigen müssen.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang Juli ist das Freiräumen des Süden der Alt-Siedlung weit fortgeschritten. Die Brennholzhütte wird gerade verlegt und auch ein Kohlenmeiler soll dort entstehen. Aufgrund des verminderten Brennmaterialbedarfes (Origin) rechnet Wolfgang damit, dass ein einziger nachhaltig bewirtschafteter Spot in dieser Region ausreicht, um alle Häuser warmzuhalten. Zudem ist hier keine Brennstoff-fressende Produktion geplant.
    Der neue Handelsposten ist inzwischen in Betrieb genommen worden. Tatsächlich haben die Händler nun den Weg in den Nordosten gefunden und bewältigen so ihre Reisen in nur noch einem Monat, statt wie vorher dreien. Die üppige Produktion von Schilden sowie die Inbetriebnahme der Salzmine haben jedoch zusätzliche Familien (und Pferde) erfordert und so sind jetzt vier Familien im Handelsgeschäft unterwegs.

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    Dennoch ist Schenfurt, wie immer Pleite. Die zwei neuen Pferde sowie der Ausbau der Hinterhöfe in Schenfurt-West haben viel Geld gekostet. Und wieder enstanden hieraus neue Zwistigkeiten. „Wir verdienen das Geld“, so motzen die Neu-Schenfurter in der Holzsiedlung, „und die da drüben vergolden sich ihre Hinterhöfe mit teuren Tieren.

    Wolfgang hatte zu schlichten versucht, immerhin kommen die in Alt-Schenfurt produzierten Nahrungsmittel allen zugute, aber das Kind war halt schon in den Brunnen gefallen, also metaphorisch. Auch der Stopp des Kirchenbaus in Neu-Schenfurt aufgrund der Holzknappheit trägt nicht dazu bei, dass die Bürger dort aufhören, zu maulen.

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    Also schickt Wolfgang die Stänkerer in die Wälder, die bald die finanzielle Zukunft der Region sichern sollen, auf dass sich die erhitzten Gemüter abkühlen. Wolfgang geht davon aus, dass diese Waldgebiete noch bis ins übernächste Jahr der Aufforstung bedürfen und schaut bange auf die schwindenden Waldbestände des Nordens.
    Auch ein Speicher ist hier schon gebaut worden, allerdings würden die Marktfrauen wohl die Nahrungsmittel aus Alt-Schenfurt holen müssen, wenn sie auf ihren Marktständen auch mehr als feuchte Luft und neuen Tratsch anbieten wollten. Wie soll das nur gutgehen?

    Immerhin hatten die Alt-Schenfurter das Körnchen Wahrheit in den Maulereien der „Neuen“ erkannt. Und so hatten sie kurzentschlossen eine Salzmine in Betrieb genommen, zum Wohlgefallen des Lords und zum Missvergnügen der Händler, die nun weite Wege gehen müssen, um das weiße Gold in ihren Handelsposten zu holen.

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    Dass ob dieses Unfriedens die Zufriedenheit gesunken ist und aufgrund der Gerüchte über das nicht ganz so glückliche Schenfurt die Zuwanderung auf 1 Familie pro Monat gefallen ist, wundert Wolfgang nicht. Es wird wohl noch viele Monate brauchen, bis hier Abhilfe geschaffen werden kann.

    Achtung Spoiler:
    Das ist Storytell. Wie schon früher ausgeführt, bekommt man in den ersten 12 Monaten den Bonus „Neue Siedlung“, der eine zusätzliche Familie pro Monat zuwandern lässt, wenn man das 55 %-Limit für die Zufriedenheit schafft.
    Was hier gebraucht wird, sind mehr Level II-Häuser, diese haben jedoch höhere Ansprüche, die neben einiger Arbeit auch Geld und vor allem Nahrungsvielfalt benötigen. Davon sind wir hier noch weit entfernt.


    Wolfgang ist angesichts dieser Entwicklungen niedergeschlagen, denn so viel mehr hatte er sich erhofft von der neuen Region, die mit besten Voraussetzungen gestartet war. Vielleicht sollte er einen Spaziergang in die grünenden Wälder unternehmen und schauen, ob er einer Försterin mit Rat und Tat zur Seite stehen könne.

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  3. #78
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    Zitat Zitat von Glorfindel Beitrag anzeigen
    Wolfgang ist angesichts dieser Entwicklungen niedergeschlagen, denn so viel mehr hatte er sich erhofft von der neuen Region, die mit besten Voraussetzungen gestartet war. Vielleicht sollte er einen Spaziergang in die grünenden Wälder unternehmen
    Schreibst du immernoch aus dem Nähkästchen, oder ist das jetzt schon live langsam?
    Ein Spaziergang (mit Egoperspektive) kann sicher etwas Ruhe reinbringen. Wenn der Lord sich auch mal auf den Straßen sehen lässt

  4. #79
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    Zitat Zitat von brettschmitt Beitrag anzeigen
    Schreibst du immernoch aus dem Nähkästchen, oder ist das jetzt schon live langsam?
    Ein Spaziergang (mit Egoperspektive) kann sicher etwas Ruhe reinbringen. Wenn der Lord sich auch mal auf den Straßen sehen lässt
    Du scheinst Deine alte Schwäche, das Aufmerksamkeitsdefizit, immer noch nicht überwunden zu haben

    Wie schon erwähnt, ist all das, was hier so einzigartig geschildert wird, längst geschehen und lässt sich weder ändern noch rückgängig machen. Es fehlen noch ein paar Tage im Jahr XX, aber ich will das Gepinsel hier abschließen, damit ich einen Flachköpper in die neue Version machen kann und mich wieder über tolle Optimierungen freuen oder sinnlose Nerfereien ärgern kann.

    Natürlich ließe sich aus den Saves jederzeit wieder ein Rundgang generieren, aber welchen Erkenntnisgewinn versprichst Du Dir davon? Überzeuge mich, und vielleicht lege ich dann eine Stunde in einem solchen ""Egotrip" an

  5. #80
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    Immernoch Jahr 19 – Ringen um Zufriedenheit

    Die jährliche Kirmes ist vorbei, ist nun Ende Oktober. Schenfurt ist nicht pleite!

    In Alt-Schenfurt ist der Umbau abgeschlossen, auch dem Sägemüller wurde gekündigt. Neben die Brennholzhütte und den Köhler wurde ein Forsthaus gesetzt, denn das kleine Gebiet, in dem Feuerholz geschlagen wird, bedarf pflegender Hände. Um den Brennmaterialbedarf weiter zu senken, wurde inzwischen die Region auf die umweltfreundliche Holzkohle umgestellt, so hofft Wolfgang, das Nachwachsen und den Einschlag synchronisieren zu können.

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    Im Norden ist inzwischen ein weiteres Holzfällerlager entstanden, um endlich die Holzknappheit zu beseitigen.

    In der Holzsiedlung geht der Aufbau unvermindert weiter. Die drei neuen und noch freien Häuser im Nordwesten sollen künftig Salzminenarbeiter aufnehmen, allerdings erst, wenn die Holzwirtschaft solide läuft. Auch die Hinterhöfe aller Einzelgehöfte sind bereits ausgebaut, allerdings werden die Tiere dort nooch etwas warten müssen, bis der Speicher besetzt werden kann, hier fehlen noch Marktfrauen.
    Im Gegensatz dazu ist das neue Lagerhaus bereits besetzt und sammelt Holzkohle aus Alt-Schenfurt an, um möglichen Blockaden der dortigen Monopolisten entgegenwirken zu können.
    Auch die Kirche wird nun weitergebaut, Wolfgang will einen Weihnachtsfrieden und hofft so auf allgemeine Versöhnung.

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    Die Nahrungsvorräte für den kommenden Winter sind sehr ordentlich, das müssen auch die Neu-Schenfurter eingestehen. Dennoch kommt die Zufriedenheit nicht richtig voran.
    Wie man hier sieht, sind die im mittleren Bereich ehemals mickrigen Wälder rund um den Manor bereits abgeholzt. So werden im nächsten Jahr die Wege weiter werden, um genügend Holz für die Tischler heranzuschaffen. Zwar sind bereits deutlich sichtbar Bäume in den geplanten Holzgebieten nachgewachsen, für die Anforderungen der Produktion ist das jedoch noch nicht ausreichend.

    Die Salzmine im Nordosten, die immer noch von Alt-Schenfurtern mit unverschämt langen Arbeitswegen betrieben wird, liefert nur recht wenige Erträge, das liegt aber auch an dem Malus, den die Wandergesellen mit sich bringen. Darüber hinaus müssen immer wieder Werkzeuge zur Wartung herangebracht werden, auch das kostet aufgrund der langen Wege viel Zeit, in denen die Mine nur wenig oder garnicht produziert.

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    Die Handelsbilanz zeigt, dass die Geldkuh ganz eindeutig die Schilde sind, die in der Tischlerei hergestellt werden. Die Produktion liegt hier knapp unter der Schwelle, an der der Markt umkippt und mit Senkung der Abnahmepreise reagiert. Die weiteren Tischlereien werden also andere Produkte herstellen müssen, um einen Einbruch zu vermeiden.

    Die durchschnittlich 15 Salz pro Monat liefern ein erkleckliches Zubrot, dennoch ist natürlich die Erwartung an die Zukunft weitaus höher. Zur Deckung der Wartungsbedarfe der Produktionsstätten (Tischlerei und Salzmine) werden nun Werkzeuge aus Eichenhau eingeführt, was die dortige Produktion nebenbei zwischen Frühstock und Mittagessen erledigt.
    Und auch Kleidung wird bereits aus Leidenfeld eingeführt, denn inzwischen gibt es bereits einige Level II-Häuser in der Holzsiedlung, nämlich die künftigen Werkstätten, was die Alt-Schenfurter wiederum mit scheelen Blicken beobachten, denn sie leben noch immer in den einfachen Katen des Anfangs. Wolfgang hat jedoch vor, im kommenden Winter auch die Gemüsehäuser in Alt-Schenfurt aufzuwerten, um die Zufriedenheit zu erhöhen, das hat höchste Priorität.

    Wolfgang hofft, dass es dank dessen dann über die Weihnachtsfeiertage in Schenfurt friedlich zugeht, so dass er wiederum in Eichenhau im Kreis seiner Familie ein paar ruhige und besinnliche Tage verbringen kann. Außerdem will sich überzeugen, ob der Junge und Fridolin mit allen Widrigkeiten fertig geworden sind. Die stetig steigenden Steuereinnahmen geben ihm diesbezüglich regelmäßg ein gutes Gefühl, aber ein wenig Kontrolle ist besser als zu viel Vertrauen.

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  6. #81
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    Zitat Zitat von Glorfindel Beitrag anzeigen
    Du scheinst Deine alte Schwäche, das Aufmerksamkeitsdefizit, immer noch nicht überwunden zu haben
    Nenee, alles gut
    Ich dachte halt, du hast die dritte Region noch nicht weit gespielt und kommst so langsam an den "live" Punkt... Live würde so ein Egotrip nämlich wirklich was bewirken, du bekämst den Kopf frei für weitere Schritte, etc...

  7. #82
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    Zitat Zitat von brettschmitt Beitrag anzeigen
    Live würde so ein Egotrip nämlich wirklich was bewirken, du bekämst den Kopf frei für weitere Schritte, etc...
    Den Kopf frei bekommen? Für weitere Schritte? Wie soll ich das machen? Im Normalfall versuche ich, dem Leben immer mindestens 5 Schritte voraus zu sein. Planermacke. Gibts da was von Ratiopharm?

    Wenn das bei Dir funktioniert, herzlichen Glückwunsch Erhalte Dir das. Ich bleibe wohl in meinem selbstgebauten Hamsterrad gefangen und muss mich nach irgendeinem verzehrenden Hobby umschauen, um den Übergang in die Rente zu schaffen, die garnicht mehr soweit entfernt ist

  8. #83
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    Zitat Zitat von Glorfindel Beitrag anzeigen
    Den Kopf frei bekommen? Für weitere Schritte? Wie soll ich das machen?
    Naja, rumlaufen... die Szenerie beobachten, den Menschen zuhören, Eindrücke sammeln, gleichzeitig die Gedanken fließen lassen... den Kopf frei bekommen halt

    Dann schlafen gehen und am nächsten Morgen die geträumte Therorie umsetzen

    [EDIT] Um es modern zu sagen: "Thinking out of the box"... Alles mal "Neu denken" hast du doch sogar selber eingebracht
    Geändert von brettschmitt (24. März 2026 um 00:40 Uhr)

  9. #84
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    Mir gefällt deine Geschichte gut, och lese gerne mit auch wenn ich wenig kommentiere. Werden dir die Schwellenwerte wann der Preis fällt im Spiel angezeigt?

  10. #85
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    Bilderlager

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  11. #86
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    Jahr 20 – eitel Sonnenschein

    Pünktlich zum Aufstellen des Maibaums ist Wolfgang wieder mit seinem Notizblock unterwegs, um anschließend die Burgchronik fortzuschreiben.
    Ganz oben steht: friedlicher Winter. Und ein fieser und großer Banditenüberfall im Januar in Eichenhau, der nur knapp abgewehrt werden konnte, hatte auch die Stänkerer beider Seiten in Schenfurt daran erinnert, dass sie nur ein paar Schwertlängen von Feuer und Verderben entfernt leben. Wolfgang hatte das im letzten Jahr versäumte dauerhafte Söldner-Engagement wieder fest in den Finanzplan aufgenommen, um die Bürger zu beruhigen, zu groß war der Schock in den Regionen. Leider sind keine Aufzeichnungen gefertigt worden, denn die Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte hatte absolute Priorität und so hatten die nebenamtlichen Chronisten und Sprecher der bewaffneten Organe bei der Alarmierung Stift und Papier zuhause gelassen. Wolfgang ist sich jedoch sicher, dass sich das Geschehen wiederholen wird und er wird Sorge tragen, dass dann die Geschehnisse dokumentiert werden. (Please be patient )

    Oberhalb von Alt-Schenfurt sind die Wälder schon fast abgeholzt und so wurde ein Holzfällerlager weiter nach Norden verlegt, denn das Bauholz ist mal wieder knapp. Drei neue Häuser waren entstanden, in denen Händler bald wohnen sollen, denn ein weiterer Handelsposten ist entstanden, in dem 4 weitere Pferde darauf warten, etwas von der Welt zu sehen und neue Stuten kennenzulernen.

    Dank des Ausbaus der Gemüsehäuser auf Level II wurde vor wenigen Tagen der Status „Großes Dorf“ erreicht. Bei der Eröffnung des Maitanzes wird Wolfgang allen Bürgern dafür danken, dass dieses Ziel so schnell erreicht werden konnte und hoffen, dass es trotz der üblichen Gesellenspiele und des anstehenden Wettbewerbs um das „originellste Gemüse des Frühjahrs“ ein friedliches und erfreuliches Fest wird, bei dem die Männer trinken, die Frauen tanzen (und ebenfalls trinken) und die Jugend heimelige Plätze unter den nach dem Kahlschlag wenigen stehengebliebenen Büschen der Festwiese findet.

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    Da die Wege zu den Holzquellen, den Wäldern des Nordens, nun länger werden, hat Wolfgang die Brennholzsammler und Köhler in die Holzfällerlager abgeordnet, denn die Brennholzlager sind reichlich gefüllt und in Erwartung eines warmen Frühsommers ist weitere Vorsorge derzeit nicht nötig.

    Im Moment werden auch die Obsthäuser auf Level II ausgebaut, damit wird sich das derzeit weitgehend ausgeglichene Wohlstandsniveau wieder nach Alt-Schenfurt verschieben.

    Derweil sind einige neue Häuser in der Holzsiedlung gebaut und auch bezogen worden. Nach der Bestückung der Hinterhöfe mit Schweinen liegt jetzt zwar ein anderes Aroma in der Luft, aber der weitere Ausbau stagniert zunächst, da die L II-Häuser in Schenfurt-West Priorität besitzen und das Holz, wie schon erwähnt, Mangelware ist.
    Dennoch konnte der Speicher inzwischen besetzt werden und so wird hier emsig Schweinefleisch eingesammelt. Darüber hinaus wurden über den Winter die Lehmgrube und eine Töpferei gebaut, so dass nun zwei Familien dort hoffentlich bis Ende des Jahres das Vorkommen abbauen und die daraus gewonnenen Dachziegel einlagern können, auf dass irgendwann eine Steinkirche und, viel später, Level III-Häuser gebaut werden können.

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    Die Salzmine muss allerdings immer noch von Arbeitern aus Alt-Schenfurt betrieben werden, da in in der Holzsiedlung die Arbeitskräfte knapp sind. Es werden dringend neue Siedler benötigt, um hier vorwärts zu kommen, die Zufriedenheit muss also rauf (mind. 81 %). Es stellt sich allerdings die Frage, wie man mit den wenigen Bäumen in Reichweite bis ins nächste Jahr durchkommt, wenn man die vorgesehenen Holzgebiete noch schonen will und, bei verstärktem Zuzug, ausreichend schnell Häuser bauen will.

    Unterdessen hat Wolfgang einen weiteren Deal zwischen den Regionen eingefädelt:
    Das in Schenfurt gewonnene Salz wird nicht mehr in ferne Barbarengegenden exportiert. Stattdessen wird dieses nach Eichenhau geliefert. Idiotischerweise hatte Wolfgang in einem heftigen Anfall von Single Malt eine teure Handelsstraße für den externen Export gekauft, bevor ihm klar wurde, dass diese für den Handel zwischen den Regionen nicht gebraucht wird. Nun, sei's drum, jedenfalls hat sich in Eichenhau ein bisher unbescholtener Bürger mittels Fernstudium zum Metzger qualifiziert, der, dicht an den Handelsposten behaust, dieses Salz nutzt, um Unmengen an nicht vegetarischen Würsten herzustellen, weit mehr, als die ohnehin schon übersatten und schädliches Methan freisetzenden Eichenhauer essen können. Also werden von Eichenhau aus die Überschüsse exportiert und erhöhen den Außenhandelsüberschuss um weitere Silberlinge, die Wolfgang ab nun wieder für den permanenten Schutz durch Söldner ausgegeben kann.

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    Die in der weiteren Folge deutlich zunehmenden Gewinne ergeben sich daraus, dass aus 1x Schweinefleisch + 1x Salz → 2x Würste entstehen. In Marktwert ausgedrückt, bedeutet das
    • Import von 1x Salz → - 5
    • Schweinefleisch, reichlichst vorhanden, wird entsprechend weniger exportiert, würde 4 bringen, also – 4
    • ergeben 2x 7 Marktwert für Würste, also 14
    • Bilanz: 14 – 9 = + 5


    Sieht nach wenig aus, geht aber einfach so ins Plus, da der Export von Salz ins Ausland keinen höheren Preis erzielen würde. Außerdem wird mit den Würsten die Zufriedenheit in Eichenhau verbessert. (Theoretisch, da hier nicht genug Level III-Häuser existieren, um diese auch zu goutieren. Spielt aber keine Rolle, da nach Ende des geplanten Zuzugs derzeit keine Boni eingestrichen werden können. Möglicherweise sieht das in Version 065 anders aus, da dort ja bereits Level IV-Häuser möglich sind.)

    Und kurz vor Pfingsten ist es dann soweit, in Schenfurt steigt aufgrund der nunmehr fertig gebauten Level II-Häuser die Zufriedenheit endlich über die 81 %-Marke und so können nun endlich wieder zwei neue Familien pro Monat erwartet werden. Bei der Kirmes hat diese Neuigkeit für gemischte Gefühle gesorgt, manche befürchten Überfremdung, andere sehen die neuen potenziellen Zuzügler als willkommene Lückenfüller beim herrschenden Fachkräftemangel.

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    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang September kann Wolfgang weitere Fortschritte zu verzeichnen. In Alt-Schenfurt sínd nun die freien Häuser bezogen und so konnte der zweite Handelspunkt ebenfalls mit 4 Familien besetzt werden. Nach wie vor werden hier die Hinterhöfe von Hühnern und Ziegen dominiert. Und endlich kann wieder ein solides Polster an Bauholz verzeichnet werden, so dass der nun weitaus zügiger erfolgen müssende Häuserbau forciert werden kann, um die an den Grenzen schon drängelnden Zuwanderer aufnehmen zu können.

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    Außerdem lässt Wolfgang einen neuen Speicher am östlichen Rand von Schenfurt-West bauen, den Zweck hält er jedoch noch geheim. Des Weiteren ist nun auch das letzte nahegelegene Holzfällerlager abgerissen worden und so müssen die Arbeiter nun weite Wege in den Norden gehen, um den komfortablen Bauholzstand über den kommenden Winter weiter zu gewährleisten.

    Und damit richtet sich Wolfgangs Blick auf die Holzsiedlung und die dort weiter voranzutreibende Aufforstung der Waldgebiete. Hier wurden viele neue Häuser gebaut und Wolfgang lässt hier nun ein paar Hühner aufziehen, um der Nahrungsvielfalt, die wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit hat, ein wenig auf die Füße zu helfen. Alle Neuankömmlinge werden derzeit in die neu entstandenen Forsthäuser geschickt.

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    Hier werden mit Hochdruck weitere Holzfällerlager und Forsthäuser gebaut, denn ab dem nächsten Jahr müssen die ursprünglich vorgesehen Holzgewinnungsgebiete endlich genutzt werden, da die Wälder im Norden allmählich verschwinden.

    Wie zu sehen, liegen dort noch viele der gefällten Stämme in der Gegend rum, denn die Ochsen haben lange Wege zu laufen, um diese zur Sägemühle und den Holzlagern zu schleppen.

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    Und Mitte September hat sich endlich das Regionalvermögen von Schenfurt soweit stabilisiert, dass Wolfgang Steuern erheben kann, ein ganzes Prozent nimmt der gierige Lord, doch die Wehklagen des Volkes halten sich in Grenzen, denn auch in den anderen Regionen gilt dieser von der herrschaftlichen (Re)GIER(ung) festgelegte Steuersatz.

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    Zwar redet man hier noch von lächerlich niedrigen Zahlungen im untersten zweistelligen Bereich, wenn hier allerdings die Holzindustrie erst ins Rollen kommt, werden daraus schnell erkleckliche Einnahmen, welche die Ausgaben für Wolfgangs geliebte Getreidesäfte durchaus abdecken können.

    Und so wird Anfang Oktober noch einmal Bilanz gezogen:

    Unglaubliche Mengen an Bauholz liegen in den Gebieten der ehemaligen Nord-Wälder und warten auf den Abtransport.

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    Mit diesen Stämmen und den noch erkennbaren Resten an Bäumen würde man über den Winter kommen und erst im Frühjahr, wenn weitere Stämme unter den erfahrenen Händen der Försterinnen gesprossen sind, die südlichen Holzgebiete für die industrielle Holzgewinnung angehen müssen.

    Der Ausbau der Holzfällerlager und Forsthäuser für diese Gebiete ist weit fortgeschritten. Allein die vielen Forsthäuser bedürfen noch der Besetzung durch Fachkräfte. Aber die stetige Zuwanderung würde hier über den kommenden Winter Abhilfe schaffen und so hofft Wolfgang, bereits im kommenden Frühjahr eine weitere Tischlerei in Betrieb nehmen zu können, deren Erzeugnisse das Regionalvermögen und damit auch seine Schatzkammer wachsen lassen würden.

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    Mit Blick auf die schwache Obsternte aus den Alt-Schenfurter Gärten, die dieses Jahr erstmals ein paar Früchtchen von dürren Bäumchen geliefert hatten, lässt Wolfgang wieder Quitten aus den Füllhörnern Leidenfelds importieren, da Obst eine kritische Größe für die Nahrungsvielfalt darstellt und die Zufriedenheit weiterhin erhalten werden soll, welche zwei neue Familien pro Monat in die Region lockt. Darüber hinaus verzeichnet Wolfgang erhebliche Importe von Kleidung aus Leidenfeld, was natürlich auf die rapide Zunahme von Bürgern der Stufe II zurückzuführen ist, die keinesfalls bereit sind, in schäbigen Hanfgewändern ihrem Gewerbe nachzugehen. Auch wird bereits begonnen, vorsorglich Schuhe zu importieren, denn im nächsten Jahr könnten schon die ersten Protzbauten der Level III-Klasse entstehen, auch wenn das wohl wieder die Gemüter erhitzen würde.

    Und damit klappt Wolfgang für dieses Jahr die Burgchronik zu und schaut in den letzten schönen Herbsttagen nach dem Fortschritt in den Wäldern im Süden, die ab dem kommenden Frühling nun endlich die Holzindustrie expandieren lassen sollen. Vielleicht begegnet er dabei noch der einen oder anderen Försterin, mit der sich Neuigkeiten und andere Dinge austauschen lassen.

    Wolfgang ist es zufrieden und schaut optimistisch in die Zukunft, im neuen Jahr wird er dann wieder den Federkiel in die Hand nehmen und ein weiteres Kapitel scriptieren (©).

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  12. #87
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    Zitat Zitat von Detharjegglemt Beitrag anzeigen
    Mir gefällt deine Geschichte gut, och lese gerne mit auch wenn ich wenig kommentiere. Werden dir die Schwellenwerte wann der Preis fällt im Spiel angezeigt?
    Ups, eine Leserfrage.

    Nein, diese Schwellenwerte sind Erfahrungswerte. Leider nicht sehr verlässlich, da das Spiel noch im Early Access ist und der ständigen Weiterentwicklung unterliegt. Und Darren, der Balancer vom Team, spielt gar zu gern an solchen Parametern rum

    Die Werte hängen auch vom jeweiligen Handelsgut ab. Manche Preise verfallen nie (z.B. teure Rüstungen), bei anderen geht das sehr schnell, wenn man bestimmte Marken überschreitet. Es kommt halt drauf an

    Man bekommt solche Änderungen erst angezeigt, wenn es schon passiert ist. Im Handelsposten werden hinter dem entsprechenden Handelsgut dann Pfeile nach unten oder oben angezeigt, anhand derer man sehen kann, wohin die Änderung gegangen ist. Da ich gerade wieder ein Kapitel fertig geschrieben habe, könnte ich vielleicht noch eine entsprechende Ergänzung vornehmen.

  13. #88
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  14. #89
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    Jahr 21 – Ringen um Ausgleich

    Dieses Jahr nimmt sich Wolfgang die Burgchronik direkt am 1. Januar vor.
    Die Zufriedenheít schwankt trotz der Quittenimporte aus Leidenfeld immer mal wieder, aber Wolfgang ist optimistisch, dass bis zur Monatsmitte wieder die 81 % erreicht werden, um wiederum eine zweite Familie in diesem Monat begrüßen zu können.
    In Alt-Schenfurt wurden im Süden die freien Flächen mit neuen Obsthäusern bebaut. Diese befinden sich noch im Ausbau zu Doppelhäusern. Der große Speicher mit noch geheimem Verwendungszwecks ist inzwischen fertig geworden.
    Auch kann nun Ziegenleder nach Leidenfeld exportiert werden, so können wenigstens Teile der Kosten für die Schuhe refinanziert werden, die von dort (auf Vorrat) an Schenfurt geliefert werden, falls Häuser auf Level III ausgebaut werden, deren Bewohner Schuhe als unverzichtbaren Luxus ansehen.

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    In Neu-Schenfurt ist indessen nicht viel, aber Bedeutsamens geschehen. Hier wurden ein neues Doppelhaus sowie eine kleine Taverne nahe bei den Handelsposten gebaut. Unruhe macht sich unter den Alt-Schenfurtern breit, denn wenn es eine Taverne geben soll, dann gehört die doch wohl zu den ursprünglichen , verdienten Obst- und Gemüsebauern von Alt-Schenfurt. Wolfgang gelingt es, die bei der Silversterfeier aufkeimende Unruhe durch langwierige Ausführungen über „logistische Notwendigkeiten“ zu ersticken. Da auch die Alt-Schenfurter Händler aufgrund der Nähe des künftigen Freizeittempels zu ihren Handelspostens nicht in das Gemurre einstimmen wollen, halten die Alt-Schenfurter ob ihrer deutlichen zahlenmäßigen Unterlegenheit lieber die Füße still und ihre Becher fest, und so bleibt es ein friedliches Silversterfest.

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    Derweil herrscht in Schenfurt eine Bauholzschwemme. Die letzten Bäume der Nordwälder werden gerade noch gefällt und die meisten Stämme liegen noch in der Landschaft herum und harren des Abtransports, aber Wolfgang ist froh, dass dieses Holz sicher bis zum Frühjahr reichen wird. Ab dann soll im östlichen Waldgebiet die Bewirtschaftung beginnen.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang April geht der verstärkte Ausbau in Alt-Schenfurt weiter. Hier werden am Ostrand neue Häuser gebaut, die weitere Händler beherbergen sollen, denn Wolfgang will diesen massiv fördern. Die vielbeschäftigten Händler Leidenfelds und Eichenhaus schaffen es nicht, einen konstanten Warenfluss zwischen den Regionen sicherzustellen, und so muss Schenfurt nun mit eigenen Mitteln investieren.

    Zwei der neuen Obsthäuser im Süden haben bereits Obstgärten erhalten, allerdings hat eine missverständliche Anweisung Wolfgangs dazu geführt, dass im bereits von zwei Familien bewohnten Obsthaus statt des Gartens das Haus auf Level II verbessert, eine kleine Verzögerung der Pläne.

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    Da bisher noch keine Samen für die Gärten gekauft wurden, hat Wolfgang drei neue Forsthäuser am Westrand des westlichen Holzgebietes bauen lassen. Die Obstbauern, die 11 von 12 Monaten nichts in ihrem Garten zu tun haben, sollen von dieser Seite die Aufforstung des größeren der beiden Wirtschaftswälder unterstützen.

    In Neu-Schenfurt hat sich nichts getan, der Fokus des Ausbaus liegt derzeit auf Alt-Schenfurt. Allerdings hat hier nun die Bewirtschaftung des östlichen Waldes begonnen, zwei Holzfäller sorgen für den nötigen Holznachschub. Dennoch warten hier noch einige Forsthäuser auf Försterinnen, deswegen muss Wolfgang die Inbetriebnahme einer weiteren Produktionsstätte für Holzprodukte weiter verschieben.

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    Dennoch haben nun zwei Familien aus Neu-Schenfurt die Salzmine übernommen und Wolfgang hört es schon wieder knirschen, denn die wertvollen Exportgüter werden nun vollständig von Neu-Schenfurter Bürgern produziert, während von Alt-Schenfurt „nur“ Nahrungsmittel produziert und die Handelsposten unterhalten werden.
    Auf halber Stecke zwischen den Handelsposten und der Salzmine wurde ein kleines Lagerhaus gebaut, um die Händler vom Salztransport zu entlasten, was wenigstens teilweise gelingt (Mitte oben).

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    Nach einem wunderschönen Sommer, bei dem es auch auf der Kirmes halbwegs friedlich zuging, schjreibt Wolfgang erneut die Burgchronik fort.

    Im September hat sich in Alt-Schenfurt viel verändert. Die neuen Familien für die Jobs im internationalen Welthandel sind eingezogen und so konnten im dritten der inzwischen vier Handelsposten weitere zwei Familien eingestellt werden. Der Kauf weiterer Pferde läuft kontinuierlich, Wolfgang will hier jederzeit nachstopfen können, wenn Not am Mann herrscht.

    Darüber hinaus wurden die Baulücken im südliche Teil geschlossen. Die dort eingezogenen Familien verstärken vorrangig die Logistik, u.a. im ebenfalls neu gebauten Speicher dort, der dafür sorgen soll, dass die irgendwann zu erwartenden reichen Erträge aus den Obstgärten schnell in Speicher und von dort aus auf die Marktplätze gelangen, denn nur so kann die Zufriedenheit trotz steig steigender Bevölkerung aufrecht erhalten werden.

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    Außerdem hat Alt-Schenfurt nun eine Aufwertung erhalten, welche die Bewohner dort für den Standortnachteil bezüglich der Taverne entschädigen soll: eine Steinkirche. Damit könnten in der Zukunft Level III-Häuser gebaut werden. Aber davor gilt es noch, den Bierdurst der Einwohner endlich zu stillen, denn bisher stauben in der Taverne in Neu-Schenfurt die Möbel ein. Wolfgang wird irgendwann an dieses Problem heranmüssen. Da für die auf 70 Familien angewachsene Bevölkerung Stand jetzt schonn 280 Bier benötigt würden, bedarf es einen weitaus größeren Cash-Flow, um das Thema in den Griff zu bekommen.

    In Neu-Schenfurt wurde der Protzbau der Steinkirche mit der Vergößerung der Taverne beantwortet. Obwohl sich aus Alt-Schenfurt Spott vernehmen ließ (noch mehr Staubfänger) hatte man den Bau von reichlich neuen Häusern genutzt, um hier gleich Nägel mit Köpfen zu machen, denn sollte irgendwann mal Malz in der Region ankommen, wie es der Lord auf der Kirmes versprochen hatte, dann sollte es nicht an ausreichend Hähnen, Krügen und Sitzplätzen mangeln.

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    Die nächsten Zuzügler würden jedenfalls nach Neu-Schenfurt kommen, denn dort mangelt es immer noch an Förstern (und Försterinnen). Der Schwund des östlichen Wirtschaftswaldes lässt Wolfgang daran zweifeln, dass noch in diesem Jahr ein weiterer Tischler die Arbeit aufnehmen kann.

    Oberhalb der Taverne wurden derweil ein neues Lagerhaus und ein weiterer Speicher gebaut. Das Lagerhaus soll die Händler entlasten, die es immer wieder nicht geschafft haben, die Massen an kleinen Schilden für den Export aus der Tischlerei abzuholen. Deshalb akzeptiert es derzeit ausschließlich nur diese und so haben die ständigen Stockungen im Produktionsprozess aufgehört und viel mehr Schilde werden von den Händlern in die unfriedlichen Regionen der Welt geliefert. Insbesondere, wenn weitere Produktionsstrecken in Betrieb genommen würden, sollen dieses Lager für mehr Effizienz bei der Logistik sorgen.
    Der Speicher hingegen dient rein friedlichen Zwecken, den besten vorstellbaren überhaupt: Direkt benachbart von der künftigen Brauerei im Doppelhaus und der Taverne gelegen, soll es importiertes Malz und regional erzeugtes Bier lagern, auf dass alle an der Getränkeversorgung der Bevölkerung Beteilgten möglichst kurze Wege haben würden.


    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Mitte November zieht Wolfgang wieder einmal eine vorläufige Bilanz.
    Im Alt-Schenfurt hatte sich nichts Neues ergeignet, außer dass die Obsternte (immer noch) lächerlich gering ausgefallen war. Mit diesen Erträgen bleibt man weiter auf die Leidenfelder Quittenimporte angewiesen. Da aber in Neu-Schenfurt auch noch kein neuer Tischler ans Werk gegangen war, hält man sich mit gegenseitigen Vorwürfen zurück. Immerhin haben die Neu-Schenfurter einen dritten Arbeiter in die Mine entsandt, so dass die Salzimporte sich bedeutend erhöhen würden, wenn denn die Händler das Salz nicht immer als letztes auf die vollen Wagen zu laden versuchten. Die ursprünglichen Ressourcen der Salzverkommen sind derzeit zu 50 % abgebaut. Wenn sich diese erschöpfen, kann jedoch mittels Baus einer Schachtmine auf die darunter lagernden unerschöpflichen Vorräte zugegriffen werden.

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    Am nordwestlichen Rand sind wiederum neue Häuser gebaut worden, der Bedarf an Arbeitskräften für eine leistungsfähige Forstwirtschaft ist nach wie vor hoch.
    Und der gute Lord hat inzwischen den Import von Malz aus Eichenhau angeordnet. Er hofft, mit dieser Aussicht auf eine stabile Bierversorgung damit einen Burgfrieden über den Winter sicherstellen zu können.

    Des Weiteren wurde die Logistik nochmals optimiert. Das bereits bestehende Lagerhaus wurde für den Allgemeinbedarf umgewidmet, neben importierten Schuhen und Kleidung aus Leidenfeld, die von den nahegelegenen Handelsposten geholt werden, kümmern die Lagerarbeiter hier auch um Holzkohle aus Alt-Schenfurt, die sie neben den teuren Importartikeln ebenfalls auf ihren Marktständen anbieten.
    Ein neues Lagerhaus wurde errichtet, um hier ausschließlich die Exportprodukte für die Händler zum bequemen Zugriff bereitzustellen. Das auf halbem Weg zur Salzmine liegende Lagerhaus wurde deshalb auch abgerissen, Salz, Ziegenleder und Schilde werden jetzt hier von den hocheffektiven Lagerarbeitern eingesammelt. Damit sie sich dabei nicht ablenken lassen, wurde ihnen die Einrichtung von Marktständen untersagt. Die hier gelagerten Produkte sind für die Bevölkerung im täglichen Leben nicht verwendbar und protzige Ausstellungsräume ohne praktischen Nutzen sieht der Lord nicht gern.

    Nun wirft Wolfgang noch einen Blick auf die anderen Regionen.

    In Eichenhau hat sich die Wette auf die Rüstungsindustrie ausgezahlt. Diese hat 5.800 Silberlinge eingebracht(blau). Auch die Salz- und Wurstrechnung ist aufgegangen, hier wurden bereits 400 Silberlinge Überschuss erwirtschaftet (rot). Die Kosten der lächerlichen Importe im Wert von 250 für Schuhe und Kleidung (braun) sind dagegen kaum erwähnenswert. Hinzu kommen noch einmal mehr als 1.200 für Weizenbrot. Allerdings ist das Malz sehr knapp, der Überschuss versorgt nicht einmal geeignet, eine halbe Region zu versorgen, die 200 Familien Eichenhaus versaufen einfach zuviel selbst, um nennenswerte Mengen an die anderen Regionen abgeben zu können, so dass diese teuer aus dem Ausland dazukaufen müssen.

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    Allerdings lässt sich feststellen, dass Obst hier reichlich vorhanden ist, der ehemalige Mangel daran ist längst vergessen und sicher ließen sich auch hieraus noch Exportgewinne schöpfen, aber Wolfgang hat schlicht keine Lust, weitere teure Handelsstraßen zu kaufen, die Regionen liefern genug Gewinne, um eine sich stetig füllende Schatzkammer zu gewährleisten.

    Und damit zu Leidenfeld. Die Region hat im inzwischen entstandenen Handelsnetzwerk der von Wolfgang verwalteten Regionen beim jährlichen Gewinn eingebüßt. Das liegt daran, dass einige Produkte und Nahrung in andere (eigene) Regionen gehandelt werden und einiges von diesen eingeführt wird, was einfach nur dem Eigenverbrauch und der hohen Zufriedenheit dient.

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    Dazu kommt, dass durch die stetigen Exporte von Steinen die Preise verfallen sind, was am Anfang also echte Beschleuniger waren, erweisen sich am Ende als Lowperformer (blau). Immerhin haben die Massen an Bienenhäusern, die hier in den Hinterhöfen gebaut wurden, zu erklecklichen Gewinnen geführt, Honig und Wachs schaffen hier locker 1.000 Silberlinge pro Jahr ran (auch blau). Allerdings muss man hier vorsichtig sein, bei größeren Mengen kann der Markt schnell einbrechen und dann gehen die Preise massiv runter. Im Mittelspiel aber auf jeden Fall zu empfehlen, auch wegen der positiven Nebeneffekte für Obst- und Gemüsegärten sowie Getreidefelder, soweit vorhanden.

    Auch der Import des Ziegenleders aus den anderen beiden Regionen ist lohnend, denn die daraus hergestellten Schuhe (über Gerber = Häute) erscheint lukrativ (rot). Zwar sind die Preise für Schuhe wegen des Überangebotes schon gesunken, dennoch lohnt das.

    Bitter bleiben die teuren Importe für Malz. Zwar kann hier der Durchschnittspreis dank der Importe aus Eichenhau bei etwa 11-12 gehalten werden (derzeit Import von Extern 14, Import von Intern 4), dennoch sieht man hier, wofür ein gesunder Handel und eine Spezialisierung auf exklusive Produkte gebraucht werden.

    Alles in allem hat Wolfgang unheimlich viel Geld gescheffelt (siehe Schatzkammer), und so kann er über diesem Jahr beruhigt den Deckel schließen. Allerdings wird im nächsten Jahr nun endlich die Holzindustrie in Schenfurt aufgebohrt werden müssen, um auch dort mittels teurem Malz aus dem Ausland den seligen Rauschzustand herzustellen, der die dort ewig im Zwist gefangenen Bürger Alt- und Neu-Schenfurts friedlich und produktiv hält.

    Und der Chronist verspricht, in den Folgejahren neben den ewig eintönigen Bildern von Siedlungen in ihrem Wachstum auch aufregende Szenen von grausamen Gefechten und blutigen Schlachtfeldern zu zeigen, um den Spannungsbogen noch etwas aufrecht zu erhalten.



    _______________________________
    Nachtrag zu Marktpreisen:

    Den Verfall oder Anstieg von Preisen erkennt man nur im Handelsposten, wennn man die Warenkategorien durchgeht. Hier zu sehen: Kräuter und Bruchstein. Beide sind halt billige Güter, deshalb verfallen diese bereits bei ca. 200 Stück Export. Wenn die Preise in den Keller gehen, werden aus dem gelben Abwärtspfeil zwei rote.

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    Bei Handwerkserzeugnissen, wie Holzsachen z.B. oder einfach verarbeitete Güter (Eisenbarren) liegt die Grenze in etwa bei 300 Stück. Hoch verarbeitete Güter wie Eisenrüstungen und Werkzeuge verfallen erst ab 400 Stück pro Jahr.

    Das Ganze gilt aber über alle Regionen, deswegen ist die Spezialisierung so wichtig. Wenn alle Regionen 300 Holzteile exportieren, geht der Preis auf 1 runter und das wars.
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