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Thema: [Manor Lords 0.80.050] - Wolfgangs Aufstieg

  1. #61
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    Zitat Zitat von brettschmitt Beitrag anzeigen
    Fang doch damit neu an und berichte live


    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich all das hier jetzt wegschmeiße und mich erneut auf ein Abenteuer begebe, das bei meiner Spielgeschwindigkeit und dem dann noch Pinseln erneut von der Zeit überholt werden würde (Sorry für den Smily) Emoticon: pillepalle

    Zitat Zitat von L. de Medici Beitrag anzeigen
    Erst die alte Version erzählen und dann live die neue spielen.
    Nu nu! Ja, die Story hier wird noch zuende erzählt. Aber ob es dann nochmal eine neue Story geben wird, muss die Zeit bringen. Spätestens, wenn die Devs ihr fanatisch geliebtes neues Handelsupdate rausbringen, könnte ein schnelles Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende vorzuziehen sein

  2. #62
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    Jahr 15 – Irrungen und Wirrungen – Frühling

    Und wieder wird es März in Eichenhau und Justus Geburtstag steht an, er wird 14, und gilt damit endlich als Mann, auch wenn üblicherweise ein „junger“ davorgesetzt wird. Zum Geburtstag erhält er ein wertvolles Geschenk von seinem Vater: eine der ersten Kettenrüstungen, die von Eichenhaus neuem Rüstungsschmied hergestellt werden, wenn auch eine Version, die den noch jugendlichen Körperformen (schmale Schultern, dicke Hose) auf den Leib geschneidert wurde. Die Kinderrüstung wandert damit ins Arsenal des Manors und soll dort aufbewahrt werden, bis mal wieder ein Kinderkreuzzug modern wird.

    Natürlich muss Justus seine neue Rüstung erstmal ausführen, auf dass auch alle Bürger sehen, dass er nun ein ernst zu nehmender Ritter ist. Zunächst geht es natürlich zur Eisensiedlung, Justus will dem Schmied danken und zeigen, an welchen Stellen die Rüstung noch Falten wirft

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    Wolfgang hatte sich unterdessen zu Weihnachten endlich eine Plattenrüstung beim alteingesessenen Rüstungsschmied gegönnt, ein völlig überflüssiges Teil für seinen Alltag, jedoch sucht er einmal monatlich den Drachenhort in Leidenfald auf, um dort nach Fridolin, Gesine und dem Wohlergehen der Region zu schauen und es scheint ihm angeraten, jegliche Risiken zu minimieren, wenn er es denn könnte.

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    Am Südwest-Spot hat sich leider über den Winter nicht viel getan, da die Holzfäller zwar planmäßig abgeholzt haben, aber nun leider das Lager voll ist. Gleiches war am künftigen Südspot zu verzeichnen, auch dort war das Holzfällerlager vollgelaufen und musste abgerissen werden, um die Stämme irgendwohin zu bringen, wo sie als nächstes gebraucht werden, vor allem aber näher dahin.
    Wolfgang ist hier ziemlich planlos unterwegs: viele Häuser sind bereits geplant worden (5 Bauernwohnungen am Südwest-Spot, die unseligen ewigen 5 Häuser nördlich der im Bild zu sehenden Felder und weitere 4 Häuser oben neben den Handelsposten) sowie ein dritter Handelsposten. All diese Planbauten hatten bereits Bauholz allokiert und so leidet die Region im Moment an arger Knappheit dessen und Wolfgang kann sich nicht so recht entscheiden, wo er jetzt die Priorität hinlegt. Deswegen wurden alle diese Bauten gestoppt und Wolfgang wartet erst einmal ab, bis sich die Holzsituation bessert.

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    Da Wolfgang im Moment viel zu viele Ziele gleichzeitig verfolgt, hat er in einem Anfall geistiger Umnachtung dicht bei den Handelsposten drei neue Häuser bauen lassen. Eines davon ist als Doppelhaus angelegt, wenn auch noch nicht ausgebaut – hier soll einmal eine Werkstatt im Hinterhof möglich werden, wenn auch noch lange nicht klar ist, wofür. Die beiden anderen Häuser sind für Händler reserviert, wie auch die darüber liegenden 4 Häuser, die von durchreisenden Händlern als „Berliner Baustellen“ bezeichnet werden, keiner weiß warum. Allerdings wird Wolfgang klar, dass diese Händler erst sehr weit hinten in der Schlange der benötigten Arbeiter stehen. Ok., gebaut ist gebaut.

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    Justus ist in dieser Zeit keine große Hilfe für Wolfgang beim Grübeln, ganz im Gegenteil. Er muss ständig dessen „Tagesgeschäfte“ überwachen, denn inzwischen gilt das Interesse des Filius nicht mehr nur den Arbeiten und Sorgen der Bürger, sondern auch und vor allem den Töchtern dieser.
    „Die Kettenhose bleibt an, egal was passiert!“ hat Wolfgang deshalb in wasserfester Farbe im Jugendzimmer sowohl an die Wand als auch die Decke pinseln lassen, für die entsprechenden Hintergrundgespräche hat Wolfgang den hormonsprühenden Jüngling an seine Mutter verwiesen (eine bewährte Taktik aller Väter), was dessen Elan erheblich gebremst hatte. Nun, wahrscheinlich würde der Tante Gesine diese wundervolle Aufgabe zufallen, Wolfgang war es egal, Hauptsache, der Junge finge hier keine Schereien an.

    Während also der Nachwuchs das „Hand“werk lernt, geht Wolfgang in den Wäldern nach dem Rechten schauen, vielleicht findet er dort Entspannung und neue Anregungen für seine verworrenen Pläne.

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  3. #63
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    Jahr 15 – Irrungen und Wirrungen – der Rest des Jahres

    Im Juli ziehen Wolfgang und Justus mal wieder durch die Region. Wolfgang hat die kurze Leine mit, auf dass alle infrage kommenden Jungfrauen mindestens bis zum Erntedankfest ihren aktuellen Beziehungsstatus nicht ändern müssen.

    Zwar ist Wolfgang immer noch zwischen seinen vielen konkurrierenden Plänen gefangen, doch zu einigem hat er sich inzwischen durchringen können.
    So wurden am Südwestspot nun die Bauernhäuser fertiggebaut, Holz wurde inzwischen viel geschlagen, und die Felder wurden angelegt. Allerdings werden sie zu der diesjährigen Ernte nichts beitragen, die erste Aussaat ist erst für den Herbst geplant, nichtsdestsotrotz sind die Felder bereits gepflügt.
    Und auch am künftigen Südspot konnte sich Wolfgang zu konsequentem Handeln hinreißen lassen: Mittels zweier Holzfällerlager werden hier die künftigen Feldflächen abgeholzt. Allerdings stockt dieses immer wieder aufgrund des nun bestehenden Holzüberschusses.
    Wolfgang hat deshalb das „Aufbauprogramm Ost“ nochmals beschleunigt und so sind aus den ArmeLeuteHütten der Obstbauern im Osten und Süden der Siedlung nun prachtvolle Level III-Häuser geworden, obwohl die dort einziehenden Familien den Zuzug dringend benötigter Familien für niedere Tätigkeiten verzögern. Wolfgang ist immer noch hin und her gerissen zwischen Haben, Sein und Wollen.

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    Und so entgeht ihm, dass der an Seite wandelnde Justus die Gelegenheit nutzt, um die dichte Bewaldung des Jagdgebietes und der Pilzvorkommen auszuspähen für unkeusche und völlig zufällige Begegnungen mit dem zarten Geschlecht.

    Nachdem dieses geschehen, schreitet man gemeinsam zur Eisensiedlung, denn auch dort hat sich zwar etwas getan, aber das verringert Wolfgangs Sorgen nicht. Eine weitere Eisenmine ist enstanden, allerdings sind weit und breit keine Behausungen für die benötigten Arbeitskräfte zu sehen und auch wenn diese vorhanden wären, würde es noch Monate dauern, bis den Ruf des paradiesischen Eichenhaus vernähmen und sich auf den Weg hierher machten.

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    Außerdem ist hier oben eine neue Sägemühle entstanden, die das vor Ort befindliche Lagerhaus mit Brettern für die jetzt bereits aufwändige Wartung der bisher noch einzigen Eisenmine versorgen soll. Wenn, also wenn irgendwann, hier mal alles nach Wolfgangs Wünschen laufen würde, wären diese Bretter eine Sicherheit dafür, dass die notwendigen Wartungsarbeiten mit nur geringsten Ausfällen erledigt werden könnten.

    Zum Abschluss wird Justus noch in die Kirche geführt, um dort dem Kummer gewöhnten Pfarrer die Sünden seiner einsamen Nächte zu beichten. Allerdings bleibt Wolfgang in der Nähe, gar manches hatte man munkeln hören aus entfernten Bistümern. Ein gelegentliches Klappern mit dem Schwertgehenk sollte genügen, um den Pfaffen auf dem Stuhl und seine Hände am Rosenkranz zu halten.

    Nachdem die junge Seele nun gereinigt wurde, dreht Wolfgang noch eine Kontrollrunde durch das Vergnügungsviertel der Region, um zu prüfen, wie bekannt und vor allem, wie beliebt sein Spross hier inzwischen ist.

    Mit Wohlgefallen betrachtet er die zweite Brauerei, die eingrichtet werden musste, da es die bis dahin einzige Brauerei es nicht mehr geschafft hatte, den Durst der Bürger (und des Lords) zu stillen. Angesichts der inzwischen 135 Familien ist dieses plausibel, immerhin bechern die guten Untertanen hier fast 550 Biere pro Jahr weg, in Germanien und insbesondere im Fränkischen eher noch ein bescheidener Wert.

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    Als Ergebnis kann er mitnehmen, dass noch keine unausgeschlafenen Animierdamen aus den Häusern rennen, um seinen Sohn zu begrüßen und auch in der Taverne kann er keinen Eintrag auf dem Kreidebrett erkennen, der dem künftigen Erben zuzuordnen wäre.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang Dezember, Wolfgang sind bisher keine Nachrichten über geschändete Jungfrauen über das zu erwartende Maß hinaus zu Ohren gekommen, versucht Wolfgang seinen inzwischen wieder etwas entspannteren Jungmann für das taktische Geschehen in der Siedlung zu interessieren.

    Schau nur, wir kommen vorwärts Justus. Im Südwesten sind die kleinen Felder bestellt, die spätestens übernächstes Jahr unsere Ernte, auch von Gerste, erhöhen werden. Die dort eingezogenen Bauern werden ab jetzt all ihre Kraft in gute Erträge stecken.“ so Wolfgangs Rede. Der Junge schaut zwar angestrengt auf die Zeichnung seines Vaters, aber vom Hocker reißt ihn das nicht. Emoticon: gaehn

    Und auch der künftige Südspot ist schon weit gediehen. Farmhäuser sind fertig, weitere im Bau, und die Bäume sind schon fast vollständig beseitigt. Im Frühjahr können wir hier die ersten Felder pflügen, in diesem wunderbar fruchtbaren Gebiet erheblicher Größe.

    Ja, wenn nur diese verf****e Königsstraße nicht wäre, die sich da so bek***t durchzieht.“ maulte Justus in bester pubertärer Misslaune.

    Wir werden gemeinsam eine Lösung finden.“ war Wolfgangs Antwort. Er hatte sich sagen lassen, dass diese Beschwörung jegliche Probleme lösen könnte, wenn man (heimlich, unter dem Tisch) auf eine bestimmte Weise mit den Händen ein Symbol der Empfängnis aus uralten Fruchtbarkeitsritualen formt.

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    Also versucht er nun, den deprimierend deprimierten Jungen mit den neuesten Entwicklungen in der Eisensiedlung aufzuheitern.
    Sieh nur, Justus, im Norden geschehen endlich Dinge. 4 neue Häuser für fleißige Arbeiter in der zweiten Eisenmine und der zweiten Gießerei wurden gebaut. Die jetzt schon reichlich produzierten Ketten- und Plattenrüstungen werden bald den Baron von Entenhausen das letzte Hemd kosten.

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    Mag sein“ murmelt Justus, keinesfalls aufgeheitert. „Das führt alles nur dazu, dass wieder Menschen umgebracht werden, in „gerechten Kriegen“ oder „zur Verteidigung unserer Werte“. Ich verteidige bestimmt unsere Region, wenn die Banditen erneut einfallen, aber in die Ferne ziehen, um „die Freiheit am Hindukusch zu verteidigen“ oder wo auch immer, fällt mir bestimmt nicht ein. Gut, wir nehmen das Geld von diesem unheimlichen Baron, aber nach der Revolution sind er und seinesgleichen die Ersten, die an die Wand gestellt werden.“ Also spricht der jugendlich aufbegehrende Geist aus Justus' Mund.

    Wolfgang fällt keine Entgegnung ein. Welcher Geist hat hier gerade seinen bisher nach Recht und Gesetz erzogenen Sohn beseelt? Was ist Hindukusch? Und was ist eine Revolution? Und an welche Wand und warum sollten sich diese Leute stellen müssen? Müsste man dafür eine spezielle Wand bauen, gar Farbeimer und Pinsel bereitstellen

    Nun, nach diesem Jahr der Irrungen und Wirrungen wird sich Wolfgang wohl auf ein weniger beschauliches als vielmehr ein herausforderndes Weihnachtsfest einstellen müssen. Möge er in interessanten Zeiten leben.

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  4. #64
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    Jahr 16 – es geht wieder vorwärts

    Das Weihnachtsfest war doch ein versöhnliches geworden. Ein Überfall von Banditenhorden war abgewehrt worden und Justus hatte, gegen den Willen seines Vaters, seine Rüstung geschnappt und war schneller aus dem Haus gerannt und fortgaloppiert, als Wolfgang reagieren konnte.

    Gott sei Dank war der Junge zu spät dran, so dass er nur noch die blutbespritzten Söldner und Gefolgsmänner von Leidenfeld auf dem Rückweg von der Schlacht antraf. Aber der Junge steht zu seinen Worten, obwohl Wolfgang in Angst um den wohlgeratenen Erben in größter Sorge war, imponiert ihm das. In ein paar Jahren sollte sich Justus ruhig im Kampof beweisen, seine Rüstung würde ihn schützen, aber derzeit sähe es Wolfgang lieber, wenn Justus die Schneemänner bekämpfte, die immer wieder auf der Königsstraße erschienen und die Händler zu abenteuerlichen Manövern zwangen.

    Immerhin hatte Wolfgang über Weihnachten seine Kraft und Konzentration wiedergefunden und nach dem (fast) verlorenen Jahr 15 sollte nun alles eingeholt, wenn nicht gar überholt werden.

    Wolfgang geht Ende Januar den Fortschritt des nunmehr dringlichsten Projektes beschauen, der südliche Felderspot soll dieses Jahr endlich in Produktion gehen. Hier wurden gleich 5 Farmhäuser gebaut, da die riesige Fläche mit 10 Ochsen wohl gerade so zu bewältigen sein würde. Interessant würde es werden, die Arbeitsbereiche der Häuser zu verteilen, damit nicht alle Familien immer auf demselben Feld rumackern, solche großen Spots haben ihre Tücken.
    Für die hierzu benötigten Bauernfamilien waren aufgrund des großen Holzreichtums und der dichtbei liegenden Holzfällerlager in Windeseile schon einige Wohnhäuser als südliche Erweiterung des bestehenden Bauerndorfes gebaut worden. Hier sollten noch einige folgen, insgesamt rechnet Wolfgang hier mit 13-15 Familien für Feldarbeit, Ochsenführen und Logistik (auch ein neuer Speicher wurde gebaut). Die Hinterhöfe sollen nur Hühner bekommen, damit sich die Logistik nicht noch mehr verknotet.

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    Erste Felder sind bereits angelegt, die weiteren folgen, sobald die letzten paar Bäume im Zielgebiet umgelegt und die Stämme abtransportiert sind. Aufgrund der Holzschwemme werden pausenlos Holzfällerlager verlegt und neu gebaut, um die Unmassen aus den Baugebieten zu bekommen.

    Auch in der Eisensiedlung tut sich Großes: Der dritte Rüstungsschmied hat vor wenigen Tagen seine Arbeit aufgenommen und produziert nun Helme (Marktwert 7). So wird sich bald das Regionseinkommen schneller erhöhen und damit wachsen auch Wolfgangs Steuereinnahmen, denn ab diesem Jahr werden sich die Steuern des Königs noch einmal deutlich erhöhen (ab März).

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    Noch fehlen hier aber viele fleißige Hände, um die Eisenproduktion zu erhöhen. Allerdings haben bis zur Erntezeit die Bauern im Süden Priorität, weshalb deren Häuser zuerst gebaut werden.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Der Maibaum ist aufgestellt und Wolfgang ist schon wieder damit beschäftigt, auf seinen Sohn aufzupassen, der für seinen Geschmack zu oft in die Pilze geht.

    Dennoch kommt Wolfgang dazu, die gewaltigen Fortschritte am Südspot zu bewundern, sein ständiges Auftauchen dort hat die Arbeiter zu Höchstleistungen angespornt Emoticon: rede

    Dort sind alle Felder gepflügt, eine Aussaat wäre jedoch aufgrund noch fehlender Arbeitskräfte und der fortgeschrittenen Jahreszeit nicht sinnvoll gewesen, so wurden die Felder nach dem Pflügen in der Fruchtwechselfolge auf Brache gestellt, um eventuell Übereifrige Bauern überflüssiger Arbeit zu hindern.

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    Rechts am Waldrand sind noch letzte Baumstämme am Abtransport.
    Die Erweiterung des Bauerndorfes ist fertig, hier werden bis September alle Häuser bewohnt sein, so dass zur Aussaat im Oktober genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

    Auch in der Eisensiedlung wurde hart gearbeitet, die dort lebenden Eisenarbeiter sehnen sich nach Verstärkung. Noch sind die neugebauten Häuser leer, da zunächst das Bauerndorf voll werden soll, doch ab dem Herbst werden hier neue Fachkräfte eintreffen und das Eisengeschäft vorantreiben, denn die derzeit geförderten Mengen reichen für die drei Rüstungsschmiede und den Werkezugschmied allein nicht aus.

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    Der Werkzeugverbrauch ist beherrschbar, allerdings müssen ab nun auch Werkzeuge nach Leidenfeld geliefert werden, die dort anfangs aus dem Eisenvorkommen hergestellten Werkzeuge neigen sich dem Ende zu.

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    Zwar erscheint die Fehlmenge in der Statistik gering, aber allein das Minus ist schon ein Alarmsignal. Der Helmschmied produziert erst seit 4 Monaten und inzwischen hat sich die Produktion der Rüstungen auf einem deutlich niedrigeren Niveau eingependelt. Dennoch ist das natürlich angesichts der unerschöpflichen Eisenvorräte nicht Sinn der Sache. Und der Bedarf des Barons von Entenhausen ist noch lange nicht gestillt, die Anfragen nach weiteren Lieferungen treffen im Monatstakt ein, Wolfgang muss hier also etwas tun, um diesen Bedarf zu decken, ehe der Baron das Eisen zu einem strategischen nationalen Gut erklärt und um Mitternacht an der Grenze auftaucht.

    Wolfgang ist guten Mutes, in diesem Jahr die Kurve zu bekommen und so kehrt er noch schnell in der Taverne ein, gibt den Männern (und Frauen!) ein Bier aus und horcht besorgt auf Andeutungen über seinen Sohn und die Pilze Emoticon: bier

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  5. #65
    Moderator Avatar von Kathy
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    Justus sollte vor allem von den Töchtern der Försterinnen ferngehalten werden.

    Zwischendurch hatte ich mal gedacht: Du hast volle Holzlager, aber Bauholzmangel - ob da nicht ein Sägewerk mehr not tut. Oder war das eher ein logistisches Problem, die Stämme vom Holzfällerlager zu den Baustellen zu bekomen?
    That's why I am here: Mein Mod
    Mehr Technologien, mehr Einheiten, mehr Zivilisationen, mehr Gebäude

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  6. #66
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    Zitat Zitat von Kathy Beitrag anzeigen
    Justus sollte vor allem von den Töchtern der Försterinnen ferngehalten werden.
    In den Forstgebieten hat Justus Zutrittsverbot, da wildert nur ein Lord
    Aber die Pilzsuche im geschützten Waldgebiet im Süden ist inzwischen "cool" geworden, Wolfgang muss mit den angestellten Pilzsammlern bald mal ein paar Worte reden, so "von Mann zu Mann"

    Zitat Zitat von Kathy Beitrag anzeigen
    Zwischendurch hatte ich mal gedacht: Du hast volle Holzlager, aber Bauholzmangel - ob da nicht ein Sägewerk mehr not tut. Oder war das eher ein logistisches Problem, die Stämme vom Holzfällerlager zu den Baustellen zu bekomen?
    Der Holzmangel war vor allem in den ersten Monaten von Jahr 15, weil da zu viele Projekte angefangen und dann totgelegt wurden. Das blockiert die benötgten Materialien dann, also ein volles Lager bedeutet nicht unbedingt, dass viel Holz verfügbar ist.
    Seit jedoch im Frühsommer 15 die Holzkampagne am Südspot wieder aufgenommen und vor allem verstärkt wurde, gibt es reichlich Holz. Nur der Lagerplatz muss halt dauernd umgezogen werden, weil die Holzfäller die Arbeit einstellen, wenn das eigene Lager voll ist.
    Man kann da ein bisschen gegensteuern, aber das hilft bei großen Mengen und wenns schnell gehen soll, nur wenig. Also verlegt man ein volles Holzlager (bedeutet Abriss und Neubau an einem anderen Ort, ist dann aber nur ein Klick) und die vielen Ochsen schaffen dann sehr schnell das am alten Platz liegende Holz weg, so dass man dort ein neues Holzfällerlager bauen kann, das dann eben auch wieder voll gemacht wird.

  7. #67
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    Jahr 16 – ein erfolgreiches Jahr endet mit einem Paukenschlag

    Es ist Ende Juli und bevor die Erntezeit mit viel Arbeitsintensität beginnt, machen Wolfgang und Justus, immer noch in Kettenhose, einen kleinen Abstecher in der Eisensiedlung, die ja direkt vor der Tür des Manors liegt.

    Hier sind endlich die neuen Häuser für weitere Arbeiter fertiggeworden. So können nun bald die zweite Mine voll und auch die inzwischen entstandene dritte Mine besetzt werden. Und auch die neuen Rennöfen können dann in Produktion gehen. Sogar die Hinterhöfe sind schon mit Ziegen- und Hühnerställen ausgebaut, die Leute können direkt mit der Arbeit anfangen, ist das nicht großartig Sohn?

    Justus sieht das ganze zwar auch positiv, soviel lässt sich aus seiner gemurmelten Zustimmung entnehmen, aber wohl aus anderen Gründen. Offenbar erhofft er sich neues Jungvolk zum in-die-Pilze-gehen. „Mit den Eisenarbeitern ist nicht zu spaßen Junge, lass Dir das gesagt sein.“ mahnt Wolfgang. „Außerdem kommen die eh erst im Herbst, da gibt es keine Pilze mehr!

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    Bauholz ist immer noch ausreichend da vom Abholzen des Waldes am Südspot, die restlichen Stämme werden nun nach und nach auf die dauerhaften Holzlager verteilt, sofern sie nicht direkt in den Bau oder die Sägemühle mittig links der Eisensiedlung fließen.
    Der Bretterverbrauch stellt kein großes Problem dar. in den letzten 12 Monaten wurden nicht einmal 200 Bretter verbraucht, trotz gewaltiger Bauvorhaben, das sind knapp 40 Baumstämme, die macht ein einarmiger Holzfäller mit 35 Stundenwoche und 36 Urlaubstagen allein, ohne ins Schwitzen zu kommen. Wolfgangs geliebte Försterinnen pflanzen Bäume in jede erkennnbare Lücke und haben dennoch noch viel Zeit übrig, um die Qualität von Moos und Blättern zu prüfen. In der Region ist ein Limit von 150 Brettern festgelegt, das beschert auch den Sägemüllern eine äußerst komfortable Work-Life-Balance.

    Und auch ein paar der „Berliner Baustellen“ sind inzwischen aufgelöst worden. Die bereits vorhandenen Fundamente in der ewigen Baulücke zwischen den Süd- und den Ost-Obsthäusern wurden weggerissen und stattdessen ein weiteres Obsthaus gebaut. Der ständige Bevölkerungszuwachs hat aus dem Obstmangel eine Dauererscheinung werden lassen, Wolfgang muss sich die Zahlen noch einmal anschauen und wohl noch weitere Förderprogramme auflegen.

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    An der Königsstraße ist inzwischen auch der Handelsposten 21 fertig gebaut worden (oben im Bild), nun also der dritte. Zwar mussten auch hier die alten Fundamente abgerissen werden, da sie völlig vergammelt waren, aber die Erhöhung der Baukosten um 30 % kann die wohlhabende Region aus der Portokasse stemmen. Bisher sind 9 Händler emsig dabei, den Wohlstand zu mehren, aber für weitere Händler fehlen noch geeignete Häuser. Die neben dem frisch eröffneten Handelsposten liegenden Fundamente der letzten „Berliner Baustelle“ drücken auf Wolfgangs Gemüt, denn seine nächsten Planungen sehen immer noch andere, dringendere Projekte vor.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Und so ist es geschehen. Anfang Dezember gibt es auf der freien Fläche neben dem östlichen Felderspot, die jahrelang als Kirmesplatz genutzt wurde, neue Häuser zu bestaunen - Verdichtung ist die neue Antwort auf die Wohnungsprobleme:
    • zwei Obsthäuser mit großen Gärten, die
    • 4 weitere Einzelhäuser sowie
    • 1 künftiges Doppelhaus einrahmen.

    Hinzu ist eine Weberei dicht beim oberen Bauerdorf gekommen, diese liegt auf halber Entfernung zwischen den Erzeugern und den Schneidereien. Apropos, das Doppelhaus wird auch eine Schneiderei werden, denn die Unmengen an Flachs, die ab dem nächsten Jahr von den Feldern kommen, werden mit den bisher vorhandenen Kapazitäten nicht mehr verarbeitet werden können.

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    Der Blick auf die Obsternte bestätigt Wolfgangs Entscheidung, die kürzlich geernteten Mengen werden wiederum nicht über das ganze Jahr für die inzwischen auf 167 Familien angewachsene Bevölkerung reichen, und es ist noch kein Ende der Zuzugs abzusehen, viel zu viel Arbeit bleibt immer noch liegen.

    Der Blick auf den in diesem Jahr erstmal bewirtschafteten Südspot lässt bereits recht ansehnliche Ersterträge im nächsten Jahr erwarten. Da diese sich dann im Folgejahr nochmals verbessern, stehen Wolfgang und seinen Freunden aus der Taverne sorgenfreie Zeiten ins Haus, die Bäcker und Schneider hingegen werden noch eine Schippe drauflegen müssen, um das alles zu verarbeiten, ehe es verdirbt.

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    Die zwei Arbeitsbereiche, die dort unten zum einen für die zwei Farmhäuser links und zum anderen für die drei Farmhäuser oben angelegt wurden, überschneiden sich erheblich. Das hat bei der Aussaat schon zu erstaunlichem Gewusel geführt, bei den künftigen Ernten wird das noch schlimmer. Hoffentlich gibt es diesbezüglich bald Änderungen, so dass man den Farmhäusern Felder zuweisen kann statt runden Arbeitsbereichen.

    In der Eisensiedlung sind dagegen noch nicht alle Häuser bewohnt, erst im Januar wird hier die letzte Bude bezogen werden und erst dann werden auch die immer noch freien Arbeitsplätze in den Minen und Rennöfen besetzt. Ab dann wird die Eisenwirtschaft wieder Fahrt aufnehmen und vielleicht, vielleicht wird sogar noch eine neue Waffenart produziert werden, bevor widerliche verachtungswürdige Geschäftemacher in fernen Gegenden hier eine Marktlücke entdecken.

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    Wolfgang weihnachtet es doch schon sehr, und von einer Förster“familie“ hat er einen besonders schön gewachsenen Baum gezeigt bekommen, der in den nächsten Tagen im Manor sein junges Leben aushauchen wird, immerhin in einem schönen Leichenhemd mit viel mehr Lametta als früher. Emoticon: tanne

    Wolfgang freut sich auf ein besinnliches Fest mit der Familie zum Abschluss dieses überaus erfolgreichen Jahres. Ach ja, apropos Familie:

    Fridolin war eines frühen Morgens vor zwei Wochen, fast noch im Nachthemd auf einem abgehetzten Pferd sitzend, aufgetaucht und überbrachte eine gar erschröckliche Nachricht:

    Die Baronin ist weg, Wolfgang! Stell Dir vor, sie hat über Nacht den Manor verlassen, Unordnung und offene Schranktüren in ihrem Zimmer sowie die fehlenden zwei riesigen Schrankkoffer, die ewig die Treppe blockiert haben, lassen uns annehmen, dass sie und der unselige Pöt auf eine große Reise gegangen sind. Selbst das Tafelsilber haben sie mitgenommen und Deine nutzlosen Zierwaffen sind auch weg!

    Wolfgang war geschockt Emoticon: ohnmacht
    Ähm, nein, hier schwindelt die Burgchronik etwas. Wolfgang war hingerissen, er konnte es kaum glauben, dass der Drache aus seinem Leben verschwunden sein sollte.

    Umgehend beorderte er Fridolin zu einem Familienrat unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie aller Minderjährigen und Ehefrauen. Angesichts der frühen Morgenstunde wurde in der Küche eine Schinkenbrotplatte bestellt Emoticon: lecker und als diese im Turmzimmer auf dem Tisch stand, verschloss Wolfgang sorgfältig die Tür und öffnete seinen persönlichsten Schrank, dessen Schlüssel er seit einiger Zeit um den Hals tragen musste, um gewisse junge Männer nicht in Versuchung zu führen. Und so wurde trotz der frühen Morgenstunde eine Flasche des besten 30-tägigen Single Malts auf den Tisch gehoben. Emoticon: together
    Es war sicherlich ein denkwürdiger Tag gewesen, doch leider kann sich Wolfgang an dessen weiteren Verlauf nicht mehr erinnern.

    Wolfgangs Glück war vollständig. Wirklich vollständig? Nein, ein kleines Stückchen Glück leistet noch Widerstand, es fehlt noch etwas zur Vollkommenheit, aber Wolfgang ist dicht dran.

    Auf nun zum friedlichsten Weihnachten seit Beginn der Zeit (in Leidenfeld). Im neuen Jahr wird Wolfgang das letzte Stück Glück jagen und wir werden ihm dabei wieder über die Schulter schauen.

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  8. #68
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  9. #69
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    Jahr 17 – Erfolge auf ganzer Linie

    Erst spät sitzt Wolfgang dieses Jahr im Schreibzimmer und fügt der Familien-Chronik neue Seiten hinzu. Mitte Mai ist es inzwischen. Es war viel zu tun, nun wird aufgearbeitet.

    Zum Ende des Winters war ein Brief gekommen, weit gereist, zerknittert, dreckig und dennoch erleichterte er Wolfgang. Ein Brief der Baronin, die, wie Wolfgang wohl wusste, nur eine Baronesse war, aber seis drum Emoticon: kaffee

    Hallo Wolfgang. Ich musste einfach weg, die Situation in Leidenfeld war unerträglich geworden. Jeder, aber auch wirklich jeder Bauer, Waldarbeiter oder Knecht spielte hinter meinem Rücken eine Luft-Laute Emoticon: mrgit, in der Taverne fanden angeblich sogar Wettwerbe darin statt. Dir gegenüber habe ich mir nichts vorzuwerfen, Du hast jeden Rock geschändet, der im Wald auftauchte, doch Dir haben es die Bürger durchgehen lassen. Warum durfte ich nicht ein eigenes Leben führen? Nun seis drum.

    Der König hatte mir einen Brief geschrieben. Er sieht wohl sein Ende kommen und hatte in Erinnerung an meinen Besuch vor Jahren eine Mahnung geschickt. Ihm seien aus Leidenfeld Dinge zu Ohren gekommen, die das Ansehen des Adels beschädigen würden. Er empfahl mir, meine Persönlichkeit an einem weit entfernten Ort auszuleben, an einem Ort, an dem Dinge in Bewegung seien, die eine clevere Baronesse ausnutzen könnte, um wieder zu Stand und Ansehen zu kommen. Er legte ein Empfehlungsschreiben bei.

    Also habe ich nach einigen Tagen des Überlegens heimlich die Koffer gepackt und habe mich auf den Karren eines durchreisenden Händlers geschwungen, welch Schande! Es war eine lange Reise, die mich nach Zweybrücken geführt hat, an den Hof des hiesigen Herzogs. Das Empfehlungsschreiben des Königs öffnete mir die Türen und so konnte ich, inzwischen befreit von diesem miesen Schuft Casanald, hier Fuß fassen und gelte als Anwärterin auf eine gehobene Stellung am Hof.

    Vor Gott sind wir getraut, Wolfgang, und das können wir nicht ändern. Dennoch sollten wir nun jeder auf seine Art glücklich werden, Du mit dem niederen Volk und ich in der angemessenen Gesellschaft.

    Casanald hat sich unterwegs weggeschlichen, er sucht wohl wieder ein warmes Nest, der Aufbruch schien ihm garnicht behagt zu haben. Dass er das Tafelsilber und die Waffen mitgenommen hat, habe ich erst unterwegs bemerkt, auch das hat zu Streit geführt. Nun, soll er in der Hölle der Diebe und Ehebrecher schmoren bis in alle Ewigkeit Emoticon: scheiterhaufen

    Sag dem Jungen, seine Mutter wurde auserwählt, einen Auftrag des Königs erfüllen, das wird das Kapitel für ihn abschließen, Du und Dein Bruder hatten ihn mir ja sowieso schon entfremdet.

    Leb wohl und bereue Deine Sünden!
    Emoticon: polly

    Hm, nun ja, also, so einiges hatte Henriette Ottilie angesprochen, was Wolfgangs Gewissen piekste. Aber er erkannte auch ihr Talent wieder, die Dinge so zu drehen, dass sie wie eine Beschimpfung klangen und stets den Anderen in die Schuld brachten. Und wenn er sich ihre Stimme zu den Worten vorstellte, konnte er die unangenehmen Gedanken gut wegwischen. Aber, Moment mal:
    Der König hatte ihr eine Mahnung und eine Empfehlung geschickt? Was hatte den alten Knochen geritten, das zu tun? Oder musste die Frage eher „Wer“ heißen? Was war damals geschehen, als die Baronin an den königlichen Hof gereist war, um die Region Eichenhau zu erbitten?

    Immerhin, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Justus hatte das Ganze mit einem Schulterzucken abgetan, als Wolfgang ihm ausgewählte Inhalte zur Kenntnis gebacht hatte, aber in der Nacht hörte Wolfgang ein leises Schluchzen aus dem „Jugendzimmer“. Ja, auch große Jungs weinen manchmal, Wolfgang weiß das gut Emoticon: trost

    Und so hatte Wolfgang den Schwung des letzten Jahres wieder aufgenommen und an einigen Stellen gründlich aufgeräumt. Die letzte „Berliner Baustelle“, die vier Häuser neben dem Handelsposten wurden endlich, nach vielen Jahren der Planung, fertiggebaut. Da sie so früh in den Bauplänen standen, wurden sie auch bezogen, bevor die neu gebauten Häuser an den Ostfeldern freigegeben wurden. Und so sind nun 12 Händler mit Pferdewagen unterwegs. Auch der vierte Handelsposten wurde gebaut und Wolfgang wird, wenn sich die neuen Famílien in den Osthäusern eingelebt haben, auch diese zum Handeln schicken. Doch zunächst müssen dazu noch die Pferde angeschafft werden.

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    Außerdem braucht auch die Eisensiedlung wieder neue Arbeitskräfte, denn die dritte Eisenmine und die Rennöfen konnten immer noch nicht besetzt werden. Also ließ Wolfgang hier erneut 7 Häuser bauen, in die neue Eisenarbeiter einziehen werden, sobald die Osthäuser voll belegt sind.

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    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang August schaut Wolfgang nach den nördlichen Feldern. Er hat dort eine Straße bauen lassen, um den Transport der zwischen den Holzfällerlagern an der Westgrenze, die jetzt ständig besetzt sind, und der Sägemühle an der Eisensiedlung bauen lassen, um sicherzustellen, dass stets genügend Holz zum Zersägen in Bretter vor Ort ist, da die drei Eisenminen, wenn sie denn mal alle in Betrieb genommen werden, erhebliche Mengen an Brettern benötigen. (Die Anzeige von 7 Brettern pro Jahr für die Wartung ist definitiv falsch. Es scheint eher so zu sein, dass dieser Wert pro Vierteljahr gilt.)

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    Erst Jahre später wird Wolfgang dahinterkommen, warum ab diesem Zeitpunkt die bisher jahrelang auskömmliche Anzahl von 7 Bauernfamilien in den Farmhäusern nicht mehr ausreicht, um bis Ende September alle dieser Felder vollständig abzuernten. Deshalb ein kleine Zeitreise in die Zukunft, in der Wolfgang wieder Zeit und Ruhe hatte, das Geschehen zu monitoren und zu analysieren.

    Wie schon einmal irgendwo erwähnt, sollte man Straßen in der Nachbarschaft von Feldern tunlichts vermeiden. Ochsen sind nämlich die besten Freunde der Straßen, ähnlich wie die heutigen Schwertransporter nehmen sie jedes Stück befestigten Weg als Einladung an, dort entlang zu rammeln, auch wenn das mehr Zeit kostet, als quer über das Feld zu ziehen.

    Wolfgang hatte gehofft, die Straße weit genug entfernt von den Feldern angelegt zu haben, um die kurzsichtigen Ochsen auf den Feldern zu halten. Aber weit gefehlt! Und so muss Wolfgang beobachten, wie die dämlichen Ochsen regelmäßig nicht nur zur unten liegenden Königsstraße wandern, um maximale Kilometer auf den Tacho zu bekommen, auch die Nordstraße und vor allem die westliche Abbiegung zu den Holzfällern ziehen die Viecher an wie Mist die Fliegen.

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    Ändern kann Wolfgang daran nichts, noch dazu deswegen, weil die Erkenntnis aus dem Jahr 24 stammt, in dem bereits weitere Abhängigkeiten und Rahmenbedingungen Änderungen verhindern. Im Jahr 24 wird Wolfgang deshalb eine weitere Bauernfamilie in die nördlichen Farmhäuser setzen (somit insgesamt 8).

    Hintergrund ist, dass während der Ernte ein Teil der Familien und vor allem eben Ochsen das auf dem Feld liegende Erntegut abtransportieren sollen. Wenn die Ochsen allerdings solche verlängerten Wege laufen, schaffen sie nicht genug weg, so dass die Prioritäten für die Bauern neu gemischt werden und ein paar Bauern, statt bei der Ernte der letzten Felder zu helfen, den Transport übernehmen. Und so schaukelt sich das ganze auf und am Ende reichts dann einfach nicht mehr.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Im November prüft Wolfgang nochmal die Obsternte. Die Mengen an Äpfeln und Birnen würden bereits bis zu nächsten Obsternte im September 18 ausreichen, die Quitten immerhin bis kurz davor. Wenn im nächsten Jahr auch die neuen Obstgärten richtige Erträge abwerfen würden, dann wären alle diese Sorgen endgültig vom Tisch. Denn das Wachstum Eichenhaus nähert sich dem Ende. 190 Familien leben jetzt hier, mehr, viel mehr, als Wolfgang anfangs geschätzt hatte (110). Die Landwirtschaft und auch die Rüstungsproduktion hatten weitaus mehr Hände gebraucht, als angenommen.

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    Es würden noch ein paar Familien dazukommen, aber spätestens im Frühjahr ist hier der Deckel drauf, da ist sich Wolfgang sicher.
    Die Regionen werden inzwischen von permanent stationierten Söldnertruppen geschützt, denn die Steuereinahmen sind über die Zeit auf über 900 Silberlinge pro Monat angestiegen und so können die 250 Pimperlinge pro Monat für die Söldner ohne Schmerzen entbehrt werden. Zwar hatte der König die Steuern im vergangenen Jahr nochmals deutlich angehoben, aber das ist für Wolfgang lediglich noch ein Buchungsvorgang, der ihm den Beginn des herrlichen Frühlings anzeigt, wenn im Wald die Bäume wieder zu grünen beginnen.

    Und da nun Eichenhau bald keiner ständigen Aufsicht mehr bedarf, richtet sich der Blick Wolfgangs wieder einmal in die Ferne und er überlegt, wo und wie er denn wieder ein Betätigungsfeld für seine immernoch vorhandene Energie findet.

    Über den Winter wird sich Wolfgang hierzu Gedanken machen, denn mit dem Wissen um die Geschicke der Baronin hatte er einen Brief zum Königshof gesandt und vorausschauend bereits um eine weitere Gunst gebeten Emoticon: warten
    Nun, als pünktlicher Zahler üppiger und ständig steigender Steuern stehen die Chancen nicht schlecht, dass der König noch ein Landrecht vergibt, bevor er den Löffel abgibt.



    Edit: Bilder nochmal eingehangen, da hatte wohl das Forum einen Schluckauf.
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    Geändert von Glorfindel (21. März 2026 um 00:41 Uhr)

  10. #70
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    Jahr 17 – Innenrevision und ein großer Plan

    Wie bereits bekannt, trägt sich Wolfgang wiederum mit Gedanken zur Erschließung neuer Gebiete. Also hatte er im Herbst erneut eine Große Expedition ausgesandt, dieses Mal in die nördlich von Eichenhau gelegene Region Schenfurt. Arbeitslose Männer hatten sich auf den Weg gemacht, dem Lord Karten der Region zu liefern, die ihm ermöglichen sollen, zu planen, was und wie man denn mit dieser Region anfangen könnte, Wolfgang hatte versprochen, sich in dieser Zeit um ihre Frauen zu kümmern.

    Bevor er jedoch die entstandenen Karten ergründet, macht Wolfgang eine Revision der beiden Regionen, die er bereits verwaltet.

    Zunächst also Leidenfeld:

    Hier waren in den letzten Jahren wider Erwarten noch ein paar Familien dazugekommen. Zum einen wurde die Schusterwerkstatt im Südwesten, die von Anfang an vorausschauend als Doppelhaus angelegt worden war, für eine zweite Familie ausgebaut. Die in der benachbarten Gerberei (direkt darüber) arbeitenden Familien haben alle Hände voll damit zu tun, neben den in Leidenfeld selbst anfallenden Häuten (von Ziegen aus den Hinterhöfen und vom Schaf-Schlachter – schräg darüber) auch die vielen Häute zu verarbeiten, die aus Eichenhau importiert wurden, da dort keine entsprechende Produktionskette existiert.
    Und so wurde also eine weitere Schusterfamlie angeworben, um daraus noch mehr Schuhe, sowohl für die beiden Regionen als auch den Export, zu produzieren.

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    Außerdem hatte Wolfgang an der Mauerstraße einen weiteren Handelsposten bauen lassen, da die bis dahin tätigen Händler die Warentransporte nicht mehr ausreichend gewährleisten konnten. Hinzu waren 6 neue Häuser gekommen, denn neben Händlern wurden auch in den dort befindlichen Logistikgebäuden, Speicher und Lagerhaus, mehr Arbeiter benötigt. So sind nun derzeit 15 Händler für Leidenfeld tätig, der 16. würde eingesetzt werden, wenn weitere Handelsverträge unterzeichnet werden würden.

    Leidenfeld verfügt über eine solide Handelsbilanz, die zwar weit entfernt von den Höchstwerten der vergangenen 5 Jahre entfernt war, doch der Handel zwischen den Regionen sorgt eben dafür, dass vormals teuer exportierte Güter und Nahrung nun zu Vorzugspreisen an die Nachbarn geht.

    Wolfgang ist es zufrieden, beide Regionen profitieren vom regionalen Handel. Allerdings wird die Bilanz in Leidenfeld vor allem von den unverschämten Preisen für das extern importierte Malz gedrückt, denn die Gersten-Erträge in Eichenhau reichen noch lange nicht aus, um für beide Regionen trotz mickrigem Eigenanbau in Leidenfeld genügend Malz herzustellen. Die Leute saufen einfach zu viel!

    Leidenfeld ist nichsdestotrotz äußerst pflegeleicht, Wolfgang schaut hier höchsten zweimal im Jahr nach dem Rechten, wenn er Fridolin und Gesine besucht, die inzwischen das Herrenhaus in ein Kinderparadies verwandelt haben, denn nach der Abreise der Baronin sind die Schatten im Haus gewichen und ab jetzt soll jedes Jahr ein Kind zum Familienglück beitragen.

    Also wendet sich Wolfgang wieder Eichenhau zu, denn auch hier nähert sich der Zeitpunkt, wo seine ständige Aufmerksamkeit nicht mehr wirklich erforderlich ist:

    Hier waren inzwischen die zuletzt gebauten Obsthäuser in der Mitte und an den Ostfeldern auf Level III ausgebaut worden, was weiteren Familien in den nächsten Monaten noch Raum geben würde. Leider führt dieser Ausbau dazu, dass sich der Bezug der letzten freien Häuser in der Eisensiedlung weiter verzögert und somit auch der letzte Rüstungsschmied. Dennoch ist Wolfgang auch ein wenig erleichtert, dass nun alles abschließend geregelt scheint.

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    Auch hier ist eine starke Handelsbilanz zu verzeichnen. Diese und die von Leidenfeld wären sogar noch besser, wenn Wolfgang nicht am Anfang des Jahres, noch voll des guten Single Malt von den Feiertagen, den Handel mit Malz falsch angewiesen hätte. Statt Malz nach Leidenfeld zu exportieren, hatte er Malz von extern importiert, was zwar nur im niedrigen dreistelligen Bereich gekostet hatte, dennoch waren ob dessen auch in Leidenfeld viele überflüssige Malzimporte zu horrenden Preisen erfolgt.

    Ansonsten importiert Eichenhau von Leidenfeld Roggenbrot, Schuhe, Kleidung und Leinen, während dorthin Weizenbrot, Malz und (Ziegen-)Häute geschickt werden. So können beide Regionen ihre Stärken ausspielen und viel Geld bleibt im Lande, was Wolfgangs Steuereintreiber erfreut.

    Auch Eichenhau ist inzwischen zur Mittleren Stadt herangewachsen und auch hier verzichtet Wolfgang auf den weiteren Aufstieg, da er des Königs Steuereintreiber beim Wegschleppen der Silberlinge nicht überstrapazieren will.

    Wenn Wolfgangs Pläne aufgehen, wird er Justus zu dessen Geburtstag Anfang März die Region zur Verwaltung übergeben. Immerhin wird der Junge 17 und hat sich über das Jahr prächtig entwickelt. Auch die Pilze würden keine übermäßige Belästigung zu befürchten haben, denn es hatte sich da wohl ein etwas weniger lockeres Gespusi entwickelt, was zwar nicht standesgemäß war, immerhin aber besser zu kontrollieren als die, im Gegensatz zu seinem Vater, ungelernte Vielweiberei Emoticon: hibbeln

    Somit erscheint für die beiden Regionen alles geregelt und so wendet sich Wolfgang seinen neuen Plänen zu. Die Große Expedition war mit Karten der Region Schenfurt zurückgekehrt, über denen Wolfgang nun über die Feiertage brüten will.

    Zuerst studiert Wolfgang die Übersichtskarte, die aus den Meldungen der einzelnen Gruppen zusammengebastelt worden war. Hier erkennt er durchaus erfreuliche Ressourcenvorkommen:
    • ein reiches Pilzvorkommen, damit würden sich die Neusiedler sicher über den ersten Winter bringen lassen
    • ein reiches Salzvorkommen, unendlich gar; Salz gibt es bisher nicht in Wolfgangs Regionen, damit lassen sich aus reichlich vorhandenem Schweinefleisch leckere Würste herstellen (1 Fleisch → 2 Würste), die nicht nur den eigenen Bürgern schmecken, sondern auch sehr begehrte Handelswaren sind (Marktwert 7). Darüber hinaus ist Salz eine sehr gute Einnahmequelle für den ersten Handel, denn die Händler zahlen dafür 5 Silberlinge.
    • Auch gibt es hier Fische, die Wolfgang und seine Bürger bisher nur vom Hörensagen kennen. (Die habe ich in dieser Version noch nicht gespielt und will rauskriegen, wie die hier funktionieren, da es wohl deutliche Nerfs gegeben hat.) Immerhin auch eine gute frühe Nahrungsquelle und idealerweise dicht bei den Pilzen gelegen, denn Fische und Pilze lassen sich leider nicht wie Wild treiben
    • Die Stein- und Lehmvorkommen werden den lokalen Bedarf für einige Zeit abdecken, später müssen dann eventuell Steine importiert werden, aber da Leidenfeld damit wohlversorgt ist, kostet das nur wenig Silber, das sich Schenfurt leisten können sollte.


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    Die nahen Grenzen zu Leidenfeld und Schenfurt sind sogar schon mit einigen Straßen verbunden, die Händler zwischen den Regionen nutzen könnten. Allerdings hat Schenfurt gleich an drei Seiten Grenzen zu unbesiedelten Gebieten, in denen Banditen oder Räuber auftauchen könnten, hier ist also hohe Obacht geboten. Wolfgangs Schatzkammer wird jedoch eh regelmäßig von den angeheuerten Söldnern geschröpft, so sollen die Burschen halt arbeiten für ihr Geld.

    Die Ergebnisse der Prüfungen der Fruchtbarkeit des Landes waren übel, sehr übel. Zwar gibt es für Roggen ein paar einträgliche Spots, Weizenbrot und Roggenbrot werden jedoch in den anderen Regionen überreichlich produziert und könnten billig eingeführt werden. Flachs wird ebenfalls nicht benötigt, da bereits jetzt Gambesons in erheblichem Umfang in Eichenhau produziert und exportiert werden. Einzig Gerste wäre also interessant, aber Größe und Lage der Spots, an denen überhaupt Stängel wachsen könnten, sind minimal, hier lohnt kein Handschlag und kein weiterer Gedanke.

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    Also würde sich der Gerste-Malz-Bier-Notstand der Regionen weiter verschärfen und Wolfgang weiß, dass das weder seine Bürger noch er selbst tolerieren würden. Also stellt sich nun die weitaus interessantere Frage, wie diese Region wirtschaftlich so potent entwickelt werden kann, dass teures Malz aus dem Ausland importiert werden kann. Fast alles, was in den fernen Gegenden Handelswert hat, exportieren Leidenfeld und Eichenhau schon in großen Mengen.

    Während seiner Grübeleien über einer halbvollen Flasche Single Malt erreicht Wolfgang wundersamer Weise wieder den kreativen Zustand, der ihn vor Jahren auf die Lösung der anfänglich zu erwartenden Nahrungsprobleme in Eichenhau gebracht hatte. Vielleicht liegt es ja an den abschweifenden Gedanken über den ständigen Bedarf an Fässern, in denen der gute Whisky dreißig Tage lagern muss, um mit den Aromen der Pilze und Beeren verfeinert zu werden, die vorher darin transportiert wurden, dass Wolfgang wiederum die Holzteile einfallen, die damals Eichenhaus Rettung waren. Holz, so sinniert er, was lässt sich alles aus diesem nachhaltigen Rohstoff herstellen außer Holzteilen, die niemand braucht, die aber dennoch gekauft werden? Auch hier hilft die Erfahrung mit Eichenhau: Wie wäre es, daraus Waffen herzustellen, z.B. Kriegsbögen? Oder auch Schilde, Schilde werden immer gebraucht, auch in friedlichen Zeiten, wenn sich beispielsweise bis dato lediglich launische Ehefrauen in Drachen verwandeln.

    Und so formt sich in Wolfgangs schwerem, aber auch schwer Ideen produzierendem Kopf ein Plan, den er anfängt, auf die Karte zu zeichnen.

    Zuerst müsste man die Gegend zwischen Pilzen und Fischen besiedeln, dort müsste eine Kernsiedlung entstehen, die neben der Nahrungssammelei aus den beiden Quellen auch erste Obst- und Gemüsegärten umfassen sollte, um künftig eine größere Bevölkerung zu ernähren. Zwar liegt von hier aus gesehen die vielversprechende Salzmine am A**** der Welt, aber irgendwas ist ja immer.

    Mal sehen, wie ginge es weiter? Die Wälder dort am vorgesehenen Startplatz lassen sich natürlich nur dezent abholzen, spätestens bei den Pilzen muss Schluss sein. Dann müsste sich die Siedlung also nach Norden ziehen, so etwas wie ein Schlauch vielleicht? Und was ist das überhaupt? Egal, Wolfgang muss weitermalen, bevor ihn der Single Malt aus der Kurve trägt und die genialen Gedanken unter Kopfschmerzen begräbt.

    Holz braucht Wald. Viele Waffen und Holzteile brauchen viel Wald. Ach ja, und Förster. Und Försterinnen. So langsam kommt Wolfgang in Stimmung. Wie wäre es, abseits von der Erstsiedlung eine große Produktionssiedlung aufzubauen, ähnlich wie in Eichenhau. Man müsste nur genügend Waldfläche für eine wirklich große Holzwirtschaft vorsehen, viel größer als alles bisher Gesehene.

    Wolfgang kritzelt herum und seine Gedanken fliegen (noch):

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    Am Ende kriegt er gerade noch die letzten Striche gemalt, bevor sich der hinterhältige Stuhl beim Aufstehen um seine Beine wickelt und ihn so daran hindert, seinen Triumph in die kalte Nacht hinaus zu verkünden.
    Im Kamin ist noch Platz für ein paar gut gehackte Scheite“. so Wolfgangs letzte rachsüchtige Worte, bevor er sich in den Teppich rollt und nicht den Morgen, sondern das morgen ersehnt, in dem er seinen genialen Plan real werden lassen kann. Wenn doch nur der ver****** König endlich antworten würde! Emoticon: goodnight

    Wolfgang wird nun wieder Erholung brauchen, doch die Zeichnung, so wird er feststellen, bedarf beim aktuellen Stand des Wissens keiner Überarbeitung. Und so dürfen wir gespannt sein, ob und wie der König auf das Bittgesuch antwortet und ob Wolfgang dann schon wieder in der Lage ist, die Pläne umzusetzen.

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  11. #71
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    Sich an diese Region ran zu trauen - mutig, mutig. Aber Wolfgang ist ja ein guter Planer und besserer Rechner.

  12. #72
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    Zitat Zitat von L. de Medici Beitrag anzeigen
    Sich an diese Region ran zu trauen - mutig, mutig. Aber Wolfgang ist ja ein guter Planer und besserer Rechner.
    Ähm, nein, diese Region als zweite oder dritte zu nehmen, erfordert nicht unbedingt Mut. Die gute Lage von Fischen und reichen Pilzen ist ideal zum Gründen und gibt genügend Nahrung für den Winter. Zur Not könnte man auch Nahrung von den anderen Regionen rankarren, so wie das in Eichenhau passiert ist.

    Und Salz ist wirklich ein gutes Ding, auch schon am Anfang. Nach Stein die beste Startressource (wenn reich so wie hier), da man nur eine Mine zum Abbauen braucht und dann beliebig Geld scheffeln kann mit einem Händler.

    Die schlechte Fruchtbarkeit wäre allerdings, wenn das die erste Region wäre, wirklich ein Hemmschuh, da müsste man wohl ziemlich schnell eine zweite heranholen, so nach etwa 3-4 Jahren, um an Flachs und Gerste zu kommen. Allerdings werden Kleidung und Bier erst für den Aufstieg auf Level III-Häuser gebraucht und aufgrund der generften Erträge von Obst- und Gemüsegärten sind auch diese kein frühes Muss. Mit einer starken Holzwirtschaft, wie hier geplant, und dem Salz sollte zumindestens der Import von Gerste oder Malz bezahlt werden können, und für Kleidung könnte man auch Schafe importieren und den Weg über Wolle gehen.

    Problematisch sind hier lediglich die langen direkten Außengrenzen, mit einem Manorgefolge oder einer Söldnertruppe wäre allerdings der erste Räuberüberfall locker abzuwehren, der Zeitpunkt ist ja bekannt, so dass man dafür nicht viel Geld braucht.

    Hier haben mich halt die Fische, der günstige Siedlungspunkt und das Salz gereizt. Ziel des Ganzen ist ja, zu zeigen, wie der Regionenhandel genutzt werden kann, um mehrere starke Regionen aufzubauen. Dafür ist es eben wichtig, jede Region entsprechend ihrer Ressourcen und Möglichkeiten in Kombination mit einer passenden Origin entsprechend zu spezialisieren.

    Allerdings habe ich eben vor einer neuen Region immer gewartet, bis alles Vorhandene selbstständig funktioniert und keine Eingriffe mehr braucht, deshalb zieht sich das so lange hin.

  13. #73
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    Jahr 18 – ein neuer Anfang

    _________
    Nachtrag zur Fruchtbarkeit:
    Ich habe gerade ein frisches Posting bei den Qualmern entdeckt, in dem gezeigt wird, dass Flachs und Gerste selbst bei nur 20 % Fruchtbarkeit („--“ = 2 Minus) brauchbare Erträge liefern. Ich habe keine Ahnung, ob das vielleicht mit der neuen Version verbessert wurde.
    In der hier gezeigten Version 050 reifen unter 23 % Fruchtbarkeit nur noch einzelne Stängel, siehe die Felderträge in Leidenfeld an den beiden nördlichen Felderspots.
    Insoweit kann das also durchaus eine überholte Einschätzung gewesen sein, aber in der neuen Version (065) laufen offenbar sowieso einige Dinge anders und teilweise sogar besser (z.B. die Effizienz der Händler). Das werde ich irgendwann rausfinden, wenn die Story hier durch ist.
    _________

    Zurück zu Wolfgang. Dieser hatte einen schlechten Start ins neue Jahr. Ihn hatte die Nachricht erreicht, dass der König gestorben war Emoticon: rip
    Da hatte sich dieser alte Sack, der über die Jahre zehntausende von Steuersilberlingen weggekarrt hatte, einfach so vom irdischen Hof gemacht, ohne eine kleine Bitte eines fernen emsigen Lords zu erfüllen

    Wie sollte Wolfgang mit dem neuen König warm werden, mit dem ihn weder eine untreue Baronin noch ein honorables Steuerkonto verbindet?

    Alle bereits mobilisierten Siedler wurden also zurückgepfiffen, es herrschte dicke Luft in Leidenfeld Emoticon: gewitter

    Doch dann, Mitte Februar, traf ein dicker Brief ein, ein ziemlich abgerissen wirkender königlicher Bote hatte offenbar bei seinem Weg durch die Wälder interessante Zeiten erlebt Noch vor dem Tod des Königs aufgebrochen, hatte ihn die Nachricht überholt, während er auf Bäumen hockte, um Wölfen zu entgehen oder in Schneelöchern das Vorbeiziehen von Räuberbanden abwartete.
    Der Brief enthielt tatsächlich die Urkunde zum erbetenen Landrecht Emoticon: deal

    Nun musste alles sehr schnell gehen. Also wurden die Neusiedler wieder zusammengetrommelt, eilig wurde der Treck, wiederum mit maximaler Unterstützung, ausgestattet und auf den Weg geschickt.

    Bevor Wolfgang den bereits abgereisten Siedlern hinterhergaloppiert, bekommt Justus noch schnell sein Geburtstagserschenk: die Verwaltungshoheit über Eichenhau.

    So Sohn, Du bist nun 17, und ich vertraue Dir hiermit mein Herzstück an. Wie Du weißt, ist alles für die Zukunft gerichtet, mach es nicht kaputt. 3 freie Wohnungen sind noch zu beziehen, dann werden hier 200 Familien leben. Du hast damit etwas mehr zu verwalten als Dein Onkel Fridolin, deshalb wird er Dir gelegentlich über die Schulter schauen, wenn ich in den wilden Wäldern Schenfurts unterwegs bin.
    Die Eisensiedlung ist inzwischen voll belegt
    (die Obsthäuser waren doch erst zuletzt aufgewertet worden) und so arbeiten jetzt hier 10 Schürfer in den drei Minen, alle vier Rennöfen sind voll besetzt und es wurde auch der letzte Rüstungschmied etabliert. Dieser soll Seitenwaffen herstellen, die immerhin auch einen Marktwert von 6 haben.

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    Wolfgang hat eine rote Schleife um die Türklinke zu seinem Arbeitszimmer mit den Büchern und der Chronik gebunden, für den ganzen Manor konnten die Händler nicht genügend Schleifenband herbeischaffen, aber Justus war es auch so zufrieden. Wolfgang hofft, dass es der Junge auch ab und zu mal vor die Tür schafft, um nach dem Rechten zu sehen, anstatt die neu gewonnene Freiheit im Bett zu verbringen Emoticon: hibbeln

    Als dieses also geschehen, eilt Wolfgang nach Schenfurt, und bevor noch der letzte Schnee getaut ist, sitzen nun 5 Familien in Schenfurt vor den Sturmzelten und starren auf Wolfgangs Skizzen. Dieser geht nach dem bewährten Schema des Aufbaus in Eichenhau vor 9 Jahren vor. Allerdings ist es dieses Mal aufgrund des unglückseligen Boten März geworden, das heißt, es droht Regen, während die Vorräte ungeschützt im Freien liegen, man muss also mit Verlusten rechnen. (Der geniale Planer hat vor lauter Planerei schlicht und einfach verschlafen, die Region rechtzeitig zu beanspruchen )

    So wird nun mit höchster Priorität ein Anbindebalken für den neuen Ochsen gebaut werden, den Wolfgang bereits geordert hat. Anschließend sollen der Speicher (für das Brot) sowie das Lagerhaus (für Werkzeug, Brennholz und Steine – in der Reihenfolge, gesteuert über den "Erweitert-Tab" des Lagerhauses) folgen. Auch eine Sammlerhütte, eine Fischerhütte und ein Holzfällerlager werden bereits abgesteckt, und natürlich 3 Häuser. Diese werden als Doppelhäuser mit Gärten in dezenter Größe geplant, so dass hier irgendwann mit relativ überschaubaren Kosten die ersten Gemüsesamen gepflanzt werden können.

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    Die Prioritäten werden nach Fertigstellung jeweils eines Gebäudes durchgeschoben, nach dem Lager folgen also die Häuser (+ Ausbau auf zwei Familien), dann Fischer, Sammler und Holzfällerlager. Die sehr zentrale Lage der Vorräte gibt Anlass zur Hoffnung, dass aufgrund der kurzen Wege alles rechtzeitig fertig wird bis Anfang April, so dass dann bereits die nächsten Siedler aufgenommen werden können.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Es ist Mitte April und Wolfgang zieht die erste Bilanz des Aufbaus.

    Tatsächlich ist es gelungen, nicht nur die ersten Siedler zu behausen, auch für zwei neue Familien (Anfang April und soeben) konnten rechtzeitig Häuser gebaut werden. So herrscht nun emsige Betriebsamkeit:
    • Von der Fischerhütte aus müssen schnellstmöglich Karpfen eingesammelt werden, ehe die Vorräte versiegen (siehe Spoiler).
    • Die reichen Pilzvorkommen werden von einem Sammler bearbeitet, der bis Ende August Zeit hat, dem üppigen Wachstum hinterherzuarbeiten.
    • Lager und Speicher sind besetzt, so dass die lieben Bürger auch den vorhandenen Reichtum an Brennholz und Nahrung auf den Marktständen besichtigen können.
    • Und schließlich ist ein Holzfäller am Werk, denn im Moment sind alle Vorräte aufgebraucht.


    Achtung Spoiler:
    Das Fischen hat sich hier gegenüber der Vorversion (029) sehr stark geändert.
    Die Spots haben viel weniger Fische. Konnte man früher über das ganze Jahr sinnvoll fischen, kann man in der Version 050 nur in den Monaten März bis Mai (einschließlich) angeln, da nur am Anfang dieser 3 Monate wieder Fische in wertigen Mengen entstehen. Man kann so zwar immer noch brauchbare Mengen aus Seen oder Flüssen ziehen, allerdings verrotten dann halt über die Zeit ein paar Fische im Speicher, es ist also mehr oder weniger immer nur ein Zubrot.
    In der vorherigen Version konnte man aufgrund der viel höheren Grundbestände jeden Monat ca. 35-40 Fische (bei einem nicht reichen Vorkommen) aus dem Wasser ziehen und hatte so eine über das Jahr andauernde Zusatznahrung. Jetzt stellt man einfach das Limit in der Fischerhütte auf „Grundbestand / 1,4“ und fischt drei Monate das Zeug ab, dann ist Sense bis nächstes Frühjahr.
    In der neuen Version sind lediglich zwei Änderungen hieran vorgenommen worden:
    • Das Limit der Fischerhütte wurde an den Bestand im Vorkommen angepasst (war vorher zu niedrig) und
    • der Wert fürs Verderben wurde verschärft (für alle Lebensmittel, aber bei Fischen ist es eben besonders hart)


    Zwar ist bereits ein weiterer Grundriss für ein Wohnhaus gesetzt, aber das Holz dafür wird gerade erst aus dem Wald geholt.

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    Die Lebensmittellager sind gut gefüllt, 14 Monate würde die momentane Bevölkerung damit auskommen, allerdings soll sich diese ja bis zum Winter verdreifachen, also werden die Sammler und Fischer noch ein bisschen Gas geben müssen.
    Auch eine Brennholzhütte wurde gebaut (Mitte unten), diese wird allerdings eher nicht so dringend gebraucht, denn auch die Brennholzvorräte werden im Moment als auskömmlich für 14 Monate angegeben.
    Und das hat seinen Grund.

    Wolfgang hatte ja entschieden, den Fokus dieser Region auf Holzprodukte zu legen. Allerdings hatte er kein Interesse daran, hier dem Nachwuchs aus Leidenfeld oder Eichenhau eine Chance zu geben, und das hat einen Hintergrund:

    Zwar hatte Wolfgang in beiden Regionen starke nachhaltige Holzwirtschaften aufgebaut, aber insbesondere in Leidenfeld wurde diese nach dem Ausbau der Bauerndörfer nur noch für ein paar Bretter im Jahr gebraucht. Und wie es so ist: Wenn es dem Esel zu gut geht, tanzt er auf dem Tisch. Der Leidenfelder Sägemüller saß so oft zuhause rum, dass seine holde Müllerin um ihn herumfegen musste, wenn Putztag war Emoticon: feg Des ständigen Motzens Emoticon: motz müde, beschloss er, einen Verein auf die Beine zu stellen, am Besten einen, in dem er das Sagen hatte. Und so fing er an, in der Nachbarschaft des abgelegenen Viertels, die im Wesentlichen aus unterbeschäftigten Holzfällern bestand, zu agitieren Emoticon: rede

    Das Ergebnis war die Gründung einer „Interessengemeinschaft Holz und Baum – IG HuM“, später von vielen Leidenfeldern hämisch „IG Holzköpfe und Baumpinkler“ genannt. Sogar ein paar Teilzeitförster aus den Obst- und Gemüsehäusern hatten sich angeschlossen, während die Vollzeit-Förster dafür keine Zeit hatten und dem Sägemüller empfahlen, mit dem Harzschnüffeln aufzuhören. Was hätten sie auch mit der vielen Freizeit anfangen sollen - im Wald spazierengehen
    Damit jedoch der Vorsitzende auch seine Rechtfertigung hatte, wurden regelmäßig in den zahlreichen Tagungen weit weg vom eigenen Haus Beschlüsse gefasst, deren Inhalt je nach aktuellem Pegelstand der Krüge ausfiel.

    Nun, eines Tages hatte tatsächlich eine Abordnung der IG HuM den Lord beim Waldspaziergang abgepasst (Wolfgang hatte davon schon in der Taverne munkeln hören) und ihm eine Vereinbarung vorgeschlagen, die besagen sollte, dass künftig nur noch 56 Stunden in der Woche gearbeitet werden sollte und mindestens 6 Tage Urlaub im Jahr garantiert werden müssten. Wolfgang war erstaunt:
    „Aber ihr arbeitet doch sowieso nur 6 Tage im Monat? Und was ist Urlaub? Wollt Ihr mal die Bauernsiedlung hinter dem Beerenwald besuchen?“
    „Es geht hier um Prinzipien, Genosse Lord“, erwiderte der Sägemüller, an dessen Nase die Harzspuren nicht zu übersehen waren. „Wir müssen unsere Grundrechte sichern, schließlich muss die soziale Gerechtigkeit gewährleistet sein.“
    „Hm, ich begreife es nicht. Warum soll ich das unterschreiben?“, fragte Wolfgang immer noch verwirrt.
    „Also, Genosse Lord, wie Du Dich erinnern wirst, sind sämtliche Ochsen der Siedlung für Bau- und Produktionstransporte bei uns stationiert. Und wenn wir und die Ochsen streiken, bewegt sich kein Stück Holz mehr in der Region.“, ließ der Sägemüller verlauten.
    Wolfgang war platt. Worum ging es hier? Er verstand nur Bahnhof, und da er, wie alle Menschen seiner Zeit, nicht wusste, was das ist, also garnichts. Außerdem gab es in den Bauerndörfern noch 20 weitere Ochsen, allerdings würden die Bauern es sicherlich nicht gern sehen, wenn sich ihre Landochsen (und sie selbst) in die Gefahren des städtischen Straßenverkehrs begeben müssten.
    Am Ende unterschrieb Wolfgang den Wisch einfach und sah kopfschüttelnd dem triumphalen Abzug der Delegation nach. Wenn es bei diesem Ereignis geblieben wäre, hätte Wolfgang das als Kuriosum abgehakt. Aber stattdessen lauerte ihm die IG HuM nun immer mal wieder im Wald auf und Wolfgang stellte fest, dass die Zahl in der Spalte Arbeit immer kleiner wurde, während sie in der Spalte Urlaub anwuchs.
    Und als in Eichenhau die Zeiten des großen Aufbruchs vorbei waren, hatten auch die dortigen Holzarbeiter mit dem Unsinn angefangen. Allein die Förster hatten sich dem verweigert (und die Försterinnen ).

    Und so beschloss Wolfgang hier, in Schenfurt, der Region, die von einer leistungsfähigen Holzwirtschaft getragen werden sollte, auf Menschen eines ganz anderen Schlages zu setzen. Es gab da nämlich eine Sorte von Durchreisenden, die bei allen wohlgelitten war, die wandernden Handwerksgesellen. Diese zogen durch das Land und lernten die tiefen Geheimnisse ihres Handwerks in den Monaten, die sie bei den verschiedenen Meistern während ihrer Reisen verbrachten, und sie lehrten auch diese Meister manche Technik, die sie sich woanders abgeschaut hatten.
    Gut erkennbar gewandet in schwarzen Cord und mit schwarzem Hut, eine Rolle auf dem Rücken und einen goldenen Ring im Ohr, wurden sie auch gern von Händlern auf dem Wagen mitgenommen, wenn dieser nicht zu voll war, denn sie machten die Reisen sicherer und hatten harte Fäuste, wenn Freizeiträuber den Weg versperrten. Nur selten kam es vor, dass man Schlechtes über einen Wandergesellen hörte, denn ein solcher wurde auch unter den Brüdern nicht mehr gelitten, da er das Ansehen aller beschädigt hatte.



    Und so weist er Fridolin und Justus an, solchen Gesellen mit passenden Holzberufen in der Taverne immer ein paar Krüge auszugeben und sie darauf hinzuweisen, dass in Schenfurt bald Tischler, Zimmermänner und andere Meister des Holzes samt Frauen willkommen wären, um dort eine erfolgreiche Siedlung aufzubauen.

    Passend dazu wird er als Motto der Region (Origin) erklären:

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    Die Vor- und Nachteile sind:
    • mehr Geld für exportierte Holzwaffen- und Rüstungsteile sowie erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit in den Werkstätten
    • Brennstoffverbrauch ist selbsterklärend
    • erhöhte Kampfeffizienz wird hier nicht gebraucht, da diese Region, ebenso wie die anderen Beiden, keine Milizen aufstellen soll; Wolfgang wird hier eher auf andere Dinge aufpassen müssen, aber das liegt noch weit in der Zukunft
    • der Malus wird die Salzmine(n) treffen, das ist jedoch leicht mit mehr Personal (und mehr Minen) auszugleichen, ist also unerheblich


    Und so würde es geschehen. Zwar würde Wolfgang für die Kernsiedlung noch jedermann engagieren und auch Förster (und Försterin) sind ein erlernbarer Beruf, der keinen Abschluss einer Baumschule voraussetzt, für die Holzarbeit aber würden nur Fachkräfte zugelassen werden, die in fernen Gegenden die Regeln der Zunft gelernt haben und nicht auf irgendwelche albernen Ideen kommen.

    Und so wird Wolfgang nun den weiteren Gang der Dinge steuern, auf dass in Schenfurt bis zum Winter nicht nur eine hinreichende Bevölkerung mit gesicherter Versorgung aufwächst, sondern auch bald der Aufbau der Holzsiedlung beginnen kann.

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    Geändert von Glorfindel (22. März 2026 um 23:33 Uhr)

  14. #74
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    Jahr 18 – Vorwärts immer, rückwärts nimmer

    Anfang August und Schenfurt ist pleite.

    Von dem letzten Geld waren u.a. Gemüsesamen gekauft worden und so wird der erste Gemüsehof mit schnell wachsender Rote Bete bewirtschaftet, auf dass es vor dem Winter noch etwas Gemüse auf die Tische gibt.

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    Viele neue Häuser waren gebaut worden, das Freiholzen der großen künftigen Dorfmitte hatte einiges an Bauholz gebracht und so konnte auch schon mit dem Bau der Kirche begonnen werden.
    Unten am Grenzbach waren 3 zukünftige Obsthäuser mit nicht sehr großen Gärten angelegt worden, bald würden sich diese mit Bewohnern gefüllt haben, die sich mangels enger Arbeitsplatzbindung für alle möglichen Tätigkeiten einsetzen ließen. Die Brennholzhütte ist inzwischen besetzt und produziert wichtige Exportgüter, ebenso wie die neue Sägemühle, die weit über die benötigte Menge an Brettern hinaus produziert. Ein Brunnen verbessert die Lebensqualität und steht als Quelle für Löschwasser bei ausbrechenden Bränden zur Verfügung.

    Auch ein Pferd war noch rausgesprungen und derzeit befindet sich der jüngst ernannte Händler mit diesem auf seiner ersten Handelstour, beladen mit Brettern und Brennholz. Dringend erwartet Wolfgang die Einnahmen, denn er erhofft sich, noch weitere Gemüsegärten dieses Jahr wenigstens bepflanzen lassen zu können.

    Doch bald wird er feststellen, dass der Händler offenbar die Gefahren einer langen Reise durch unbewachte Regionen dem kurzen Weg zu dem fast schon in Sichtweite gelegenen externen Handelspunkt im Nordosten, wohin Wolfgang sogar eine verkürzende Straße hatte anlegen lassen, vorzieht. Statt dass dieser Klimperkarl den bequemen Weg bereist,

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    zieht er lieber eine ausgedehnte Schleife durch die wilden Gegenden von Aiberbach, der Nachbarregion, und verlängert damit die Reise um gut die dreifache Zeit.

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    Obwohl Wolfgang ob dessen kurz davor ist, dem Burschen hinterherzureiten und ihm die Geografie zu erklären, muss er sich in die Umstände ergeben. Dem Händler seinen Weg vorzuschreiben, liegt (noch) nicht in seiner Macht. Erst viel später wird er Mittel und Wege finden, den offenbar kurzsichtigen Händlern ihre Flausen auszutreiben.

    Schließlich bleibt noch zu vermerken, dass auch schon die Steine im Norden abgesammelt werden, schon in weniger als zwei Monaten wird dieses vermutlich erledigt sein, so dass man sich darum nicht mehr kümmern muss.

    Einszweidrei, im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit.


    Anfang Dezember sitzt Wolfgang verärgert vor der Bilanz. Statt einen weiteren Obstgarten anlegen zu können, musste er ein zweites Pferd anschaffen und einen weiteren, genauso dämlichen, Händler einstellen, um die Handelseinnahmen irgendwie zu erhöhen. Da sowieso nur noch 20 in der Kasse geblieben waren, hatte Wolfgang einfach noch einen Ochsen gekauft, denn an anderer Stelle hatte er dem Plan folgen können.

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    Wie vor einem Jahr in einer einsamen, erleuchteten und nicht ganz folgenlosen Nacht ersonnen, hatte Wolfgang die Striche von der damals gezeichneten Karte in die Landschaft übertragen lassen und so waren Straßen gelegt worden, um die künftigen Holzgebiete zu umreißen. Ebenso waren in der Mitte der beiden Gebiete neben einem bereits fertigen Holzfällerlager die Grundrisse für weitere Lager, Ochsenställe und natürlich Forsthäuser abgesteckt worden. Auch die ersten Häuser sind im Entstehen, bald werden hier die ersten ehemaligen Wandergesellen einziehen, welche die Walz hinter sich gebracht haben und das Herz einer holden Maid gewinnen konnten.

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    Und obwohl schon ein Manor gebaut wurde und ein Gefolge von 12 schlagkräftigen Eisenmännern aufgestellt wurde, steht die Verwaltungskennzahl auf 90 %. Das liegt jedoch daran, dass gerade noch der Garnisionsturm ausgebaut wird, der die Verstärkung der Kriegsknechte auf 24 ermöglicht. Damit würde Schenfurt bereits eine starke Schutzmacht besitzen, um mit eindringenden Schurken fertig zu werden, auch wenn ein größerer Banditenüberfall noch nicht abgewehrt werden könnte.

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    Inzwischen werden Wälder außerhalb der zukünftigen Holzgebiete abgeholzt, da Wolfgang diese nicht ohne die Unterstützung von Försterinnen angehen will, zu groß ist seine Sorge, dass dort die Bäume schneller schwinden als nachwachsen. Eher im Gegenteil, denkt er darüber nach, dort sogar noch im Vorlauf aufzuforsten, bevor dort die erste Axt angesetzt wird.

    In jedem Fall ist Wolfgang zufrieden mit dem Gang der Dinge, trotz der dämlichen Händler, die regelmäßig vom Handelsposten entwischen, bevor ihnen Wolfgang das Pferd in die richtige Richtung drehen kann.
    Auch das Salz ist noch nicht in den Handel eingebunden worden, da die vermaledeiten Händler nicht, wie geplant, an einer möglichen Salzmine dort oben vorbeifahren, konnte man ihnen nicht noch drive-by ein paar Säcke Salz mit auf den Wagen schmeißen. (Nur Storytell. Natürlich ginge das so nicht, dafür muss noch ein bisschen in die Logistik investiert werden, die Wege sind einfach zu weit, um dafür jetzt Arbeitskräfte abzustellen, noch dazu, wenn die Händler mehr als drei Monate pro Tour brauchen.)

    Es ist gelungen, jeden Monat zwei neue Familien aufzunehmen und die Versorgung über den Winter ist mehr als gesichert, auch wenn ein paar Fische und viele Pilze weder für Darm noch den Geist eine ideale Ernährung darstellen.
    Parallel zur strong fixierten Line für die ursprüngliche Siedlung geht jetzt auch die Roadmap für die Holzsiedlung in Motion (Wolfgang hatte es vor kurzem geschafft, ein Management-Seminar eines durchreisenden Schwätzers der „Passau Wurst- und Corn-Beratung“ zu besuchen).

    Und so kommt Wolfgang wieder die Weihnachtsstimmung an, im Kreise der Familie wird man sich über das persönliche Befinden, das Geschehen in den Regionen und den offenbar langsam zu Ende gehenden Krieg des Barons von Entenhausen um die reichen Heilschlamm-Vorkommen hinter den blauen Bergen dieser Welt austauschen. Fridolin hatte sichergestellt, dass ausreichend Vorrat an malzbasierenden Fruchtgetränken bereitstehen und so würde Wolfgang im neuen Jahr frisch gestärkt nach Schenfurt zurückkehren und dort neue Forsthäuser bauen lassen.

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  15. #75
    Registrierter Benutzer Avatar von Herbert Steiner
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    Zu den Fischen: Im Idealfall fischst du die ersten beiden Monate alle gewachsenen Fische ab, das dritte Wachstum kannst du dir aber auch zB für den Herbest aufsparen. Bei einem so kleinen Spot macht es nicht viel aus, aber bei den größeren kannman zB die ersten zwei Monate mit vielen Familien angeln, und die Restbestände dann mit einer Familie übers Jahr hinweg.

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