@Falcon,
Manor Lord kennt sowas schon, allerdings benötigst man dafür etliche Münzen. Und die muss der Lord erst mal verdienen und Steuern kommen ja noch obendrauf.![]()
@Falcon,
Manor Lord kennt sowas schon, allerdings benötigst man dafür etliche Münzen. Und die muss der Lord erst mal verdienen und Steuern kommen ja noch obendrauf.![]()
Danke für die Fragen
Wie Medici schon schrub, basiert das Spiel des friedliebenden Herrschers mehr darauf, sich mittels Geldes fremder Dienste zu sichern. Ich werde das in Wolfgangs Erinnerungen einbauen, wenn er seine nächste Runde dreht.
Mal sehen, ab morgen sollte etwas Zeit sein, mal wieder zu schreiben, wir müssen ja vorwärts kommen![]()
Ok. doch noch ein bisschen was für die Frühstückspause morgen
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„WOOOLFGAAANG!“
Wieder erklang die gefürchtete Fanfare seines Eheglücks und da Wolfgang (wieder mal) mit einem Tumbler (der Snifter war noch nicht erfunden), gefüllt mit einem Blendid eines laufenden Händlers mit ein paar Eiswürfeln drin vor dem Kamin eingeschlafen war (die guten 30-tägigen Single Malts waren nur im Herbst und Winter kaufbar, wenn die Malzernte entsprechend ausgefallen war), hatte er verpasst, rechtzeitig das Haus zu verlassen, um eine Ansprache zu vermeiden. Also stand er nun mit einem Gesicht wie eine Gamasche von voriger Woche und einem Brummschädel wie ein Sägewerk auf der Teppichkante.
„Bring die Bauern auf Trab, das Getreide steht auf den Halmen und die Bauern lungern in der Dorfkneipe rum, als wenn uns das teure Malz, das wir importieren müssen, nichts kostet. Und schaff endlich genügend Bewaffnete herbei, auf dass wir uns schützen können vor den Barbaren, die an den Grenzen lauern!
Muss ich Dir denn ALLES sagen!“
„Ja, holdes Weib, danke für die Erinnerungen, ich werde mich sofort darum kümmern.“ Wolfgang hatte in den Jahren erfahren, dass Bestätigung der empfangenen Anweisungen und das Vermeiden von vermeintlich klugen Erwiderungen eine Abkürzung zur Haustür waren, in den meisten Fällen sogar ohne Echos, welche Teile der Bevölkerung beunruhigen könnten.
Also schritt Wolfgang von dannen und drehte seine Runde durch das Dorf. Wieder packten ihn die Erinnerungen an die letzten Jahre und so schaute er zunächst einmal im westlich gelegenen Viertel, gleich hinter dem Steinbruch vorbei:
Hier wurde im Laufe der Jahre klug vorgebaut, um die Bedürfnisse der Untertanen hinsichtlich Kleidung und Schuhen zu erfüllen:
- Zum einen wurde im Herbst des Jahres 2 begonnen, Schafe und Lämmer zu importieren, 10 Stück von jedem (der Import ist nicht ganz billig für eine aufstrebende Siedlung). Über die Jahre hatte sich die Population gut entwickelt. Um nicht zuviel Fläche zu vergeuden, hatte Wolfgang die Hinweise eines klugen durchreisenden Mannes befolgt, der allerdings derart exzessiv rauchte, dass Wolfgang schnell wieder vor den Dampfwolken flüchtete. Immerhin wusste er nun, dass er auf den bewusst klein gehaltenen Weisen rund 120 der dummen Mäh-Viecher halten konnte.
- Als sich also die Population der angestrebten maximalen Größe näherte (40 Schafe, 70 Lämmer → ergibt sich aus der maximalen Geburtsrate der Lämmer pro Jahr pro Region = 33 und der Wachstumszeit von Lämmern zu Schafen = 2 Jahre → falls da jemand auf eine andere Berechnung kommt, bitte gern posten, ansonsten gibt es hier https://www.civforum.de/showthread.p...=1#post9572636 ein paar mehr Details zu den Themen), wurde mitten in die Schafweiden und dicht neben die Schaffarm (nur 1 Familie) ein Haus gesetzt, in dem demnächst Metzger ihr blutiges Geschäft verrichten sollten (auch nur 1 Familie mit den angegebenen Limits).
- Außerdem wurden ein Lagerhaus, ein Speicher sowie ein Gerber für die inzwischen zahlreich in den Hinterhöfen anfallenden Häute und ein Schuster (direkt unter dem Gerber, beide links neben den Schafweiden) errichtet, auf dass neben Wolle und Schaffleisch auch Schuhe entstehen mögen, die einen Aufstieg ausgewählter Gehöfte auf Level III ermöglichen sollten.
Direkt über der Schaffarm wurde ein Weber gebaut (ab irgendwann mit vollen 3 Familien besetzt), um die schier unendlichen Mengen von Wolle, die bereits jetzt aus der Schaffarm sprudelten, in gutes Garn zu verwandeln. Außerdem ließen sich die Weber nicht davon abhalten, auch den Flax aus den Ernten zu Leinen zu machen, das kann man leider nicht pro Weberei einstellen, so dass, wenn man beides will, hier teilweise unendliche Wege in Kauf genommen werden müssen. Gefühlt teilt eine Weberei ihre Prioritäten 50/50 zwischen diesen beiden Produktionen auf.
Rechts oberhalb des Steinbruchs wurde ein Doppelhaus gebaut, in dem Schneider aus Garn Kleidung herstellen. Bei Schneidereien kann man immerhin pro Lokation entscheiden, was hergestellt werden soll, aber aufgrund der ungesteuerten Produktion in den Webereien kommen dann auch hier krasse Wegzeiten ins Spiel. Könnte man mit spezialisierten Lagerhäusern abmildern, aber Wolfgangs Nerven und der Blendid bremsen hier die Motivation.
Links daneben (bald kommt wieder ein Bild) sieht man die inzwischen zentralisierten Holzfäller zusammen mit den Forsthäusern
, die dafür sorgen, dass stets genug Baumaterial zur Verfügung steht. Die Holzfäller und Förster werden derzeit (noch) von den Obsthäusern gestellt, aber in der Zukunft werden die bereits durch Straßen abgesteckten Flächen mit Häusern nur für diese gefüllt. Und es kommen noch ein paar Försterinnen-Häuser Forsthäuser dazu.
Kleine Reise per Zeitmaschine in die Zukunft:
Eine gute Forstwirtschaft ans Laufen zu bringen, dauert Jahre, da man die Wälder mindestens 2-3 Jahre im Voraus mit Förstern aufforsten muss.
Wenn man endlich das Ding am Laufen hat, braucht es fast nicht mehr, da inzwischen der Bedarf nicht mehr da ist. Lohnt eigentlich nur für Holz-basierende Export-Wirtschaften, bekommen wir in nicht mal 6 Monaten (Realtime) hier auch zu sehen
Noch ein paar kleine Anmerkungen zur Holzwirtschaft hier https://www.civforum.de/showthread.p...=1#post9572729
Wie am Rand des Bildes zu erkennen, hat sich die Stadtmitte inzwischen auch gefüllt. Darüber hinaus wurde vor allem der Handel gepusht:
Inzwischen werden 8 Händler mit ebenso vielen Pferden in zwei Handelsposten beschäftigt, nach dem Motto „Viel hilft viel“. Dazu wurden ein paar neue Häuser um die Handelsposten herumgebaut, die Wolfgang schon vorausschauend im Bebauungsplan eingezeichnet hatte.
Dennoch vermehrt sich das Vermögen der Region beständig, so dass Wolfgang mit seiner geringen Steuer von 1 % dennoch einen stetigen Zuwachs in der Schatzkammer verzeichnen kann.
Was macht man nun mit dem ganzen Reichtum?
Man schützt das Reich:
- Etwa alle zwei Jahre wird das Reich laut Bob von durchziehenden Räuberbanden heimgesucht, die keinen Spaß verstehen und im Zweifelsfall die gesamte Siedlung niederbrennen.
- Die ersten Banditenlager konnten dank einer Waffenlieferung von 20 Speeren und 20 Schilden (eine etwas späte Alibi-Handlung des Schwiegervaters) mit einer Bürgermiliz erobert werden, wobei es doch ein paar Opfer zu beklagen gab. Außerdem hält sowas natürlich die Väter und Söhne von der dringend benötigten Arbeit ab.
- Der erste Angriff sowie die darauf folgenden erforderten also aus Wolfgangs Sicht ein anderes Vorgehen, es mussten Kriegsknechte her.
Hierfür gibt es nun mehrere Varianten:
- Aufbau eines eigenen Gefolges → teuer, begrenzte Anzahl, sehr kampfstark
- Anheuern von Söldnern → nur beschränkte Auswahl von Einheiten möglich, unterschiedliche Kosten pro Gruppe, nicht vorhersehbar bzgl. Verfügbarkeit und Eintrittspunkt in die Karte
Wolfgang hatte jedoch den Handel auch mit Blick auf diese Optionen aufgebaut und verfügte schon früh (Jahr 2/3) über ein eigenes Gefolge von 24 erfahrenen Gefolgsleuten, die jedes Banditenlager, das auf der Karte auftauchte, frühzeitig beseitigten und damit für weitere Einnahmen sorgten (zwischen 80 und 120 Geld je Lager).
Derzeit kann man ein bisschen an der Optik der Gefolgsleute rumbasteln und sie mit Plattenrüstungen ausstatten, was sie nochmal unsterblicher macht. Es sind offenbar noch viele weitere Möglichkeiten für Aufstiege und Anpassungen geplant, wird aber wohl in der fernen Zukunft liegen.
Der Nachschlag zu diesem Kapitel ist bereits geschrieben, bedarf allerdings noch der grafischen Unterlegung. Gern können Wünsche geäußert werden bezüglich bestimmter Details oder Erläuterungen zu einzelnen Funktionen.Bis dahin steht Wolfgang mit seinem Tumbler am Fenster des Garnisionsturms und schaut in die Nacht.
„woooolfgaaang!“
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So, heute gibts ordentlich auf die Stulle!
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Es ist mal wieder so ein Abend, an dem Wolfgang in seinen Erinnerungen kramt und dabei erneut über das Thema „Militär“ sinniert. Während er seine Augen über die stumpfen Zierwaffen an den Wänden gleiten lässt (und sein Blick dabei immer mal wieder vom Hochzeitsgemälde angezogen wird), rekapituliert er, was sich nach den ersten wilden Jahren in diesem Thema ereignet hat (Spoiler: nicht viel) und warum er das Militär so stiefmütterlich behandelt.
In der fernen Zukunft dieser Welt soll es auch Belagerungswaffen, irrsinnige Befestigungen und alle möglichen militärischen Erweiterungen geben, derzeit konzentriert sich Wolfgang jedoch auf eine friedliche Entwicklung (keine Feinde, siehe Starteinstellungen) und baut auch keine Festung um den Manor, da aktuell diese Sachen stark Bug-behaftet sind. Außerdem hat Wolfgang noch die Familiengeschichte im Kopf, die mit dem Bau einer Burg anfing und bald danach in eine Insolvenz mündete.
Also:
Auch der erste Überfall im Frühling von Jahr 3 wurde mittels der Gefolgsleute abgewehrt. Allerdings wurden die Räuberbanden in den kommenden Jahren stärker und entsandten immer größere Kontingente (max. 72 Burschen), so dass nunmehr die Unterstützung durch Söldnereinheiten in Anspruch genommen wurde, Das kostet Geld, Söldner müssen alle 30 Tage bezahlt werden, bringt aber bei Auswahl der wirklich preiswerten Einheiten (3-4 von 9) erhebliche Sicherheit (mehr zu den Söldnereinheiten hier – das ist ein Guide für die Spielvariante gegen den bösen Baron Hildebold, der ist zwar noch für die Version 0.80.029, der Teil für die Söldner stimmt aber auf jeden Fall noch: https://steamcommunity.com/sharedfil...?id=3354877685.
Die Bürgermilizen, die mittels viel viel Eisen, was wir nicht haben, ausgerüstet werden könnten und außerdem bei Einberufung wirtschaftliche Einbußen bedeuten würden, werden wir also nicht weiter nutzen, wir wollen und können uns alles kaufen, wenn der Handel entsprechend brummt!
Wer etwas mehr dazu wissen will:
Achtung Spoiler:
Des weiteren erlaubt das Spiel derzeit sowieso nur die Aufstellung von 6 Milizen zu jeweils 36 Kämpfern insgesamt, unabhängig davon, wie viele Regionen man hat (siehe Spoiler). Man kann da tricksen, um auf zwei mehr zu kommen, ist aber das ganze Gefummel und auch das Geld nicht wert.
Man stellt einfach in jeder Region die maximal 24 Gefolgsleute auf und hat damit und mit den Söldnern alle Optionen für ein friedliches Spiel.
In der Zukunft kommt es sogar so weit, dass Wolfgang überhaupt keine Zeitverträge mehr mit den guten Söldnereinheiten macht, sondern sie auf Dauer engagiert und in den Regionen strategisch so positioniert, dass die Angriffe der Räuberbanden, deren Zeitpunkt nicht genau vorhersagbar ist, egal von welcher Seite, abgewehrt werden können.
Pro-Tipp:
Kämpfe nach Möglichkeit außerhalb der eigenen Regionsgrenzen führen, da man sich dann nicht um die Leichen kümmern muss. Sonst braucht man Leichengruben, um die Leichen der Feinde zu beseitigen, sowie evtl. sogar Familien in der Kirche, um eigene Leute zu bestatten und DAS bringt richtig Trouble, da derzeit anscheinend dann regelmäßig größere Teile der Untertanen an den Gräbern auf dem Kirchhof der Helden gedenken und damit die Produktion ins Stocken kommt (wird vielleicht in kommenden Versionen nochmal optimiert).
Vorbehaltlich der möglicherweise kommenden unglaublichen Entwicklungen des Militärs ist ML derzeit vor allem ein City Builder. Was sich die mehr als 3 Millionen Käufer der Early Access-Versionen versprochen haben, weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls genau das bekommen, was brettschmitts Story versprochen hat und bin zufrieden.
Im Steam-Forum tauchen immer wieder mal Leute auf, die auf Militär, Kriege, Armeen, Krach Bumm aus sind. Denen wird dann empfohlen, sich genau so ein Spiel zu kaufen, irgendein Total War oder was es da sonst noch gibt.
Vielleicht werden ja auch, nach dem Release (sicher nicht vor Ende 2027) Mods möglich, die diese Fraktion dann besser bedienen, es lässt sich allerdings nur schwer vorstellen, wie man angesichts des derzeitigen Aufwandes für den Aufbau einer leistungsfähigen Region über mehrere Jahre und das Am-Laufen-Halten einer oder sogar mehrerer Regionen noch Zeit und Motivation für komplexe Kriege und Schlachten finden sollte.
Mehr kann und will ich zum Militär nicht sagen, ist halt nicht mein Fokus bei diesem Spiel.
Fortsetzung folgt![]()
Wolfgang versucht nun, der Zukunft mit einem Griff in das übernächste Regal der Burg-Chroniken näherzukommen. Es ist der Zeitpunkt, zu dem sein Entschluss heranreift, nunmehr die Expansion zu wagen, trotz erheblicher Kopfschmerzen ob der Herausforderungen und Risiken (dazu später mehr):
Wir sehen jetzt Leidenfeld als blühende und wirtschaftsstarke Region, in der er niemandem mehr ständig neue Anweisungen geben muss, damit alles zu seiner Zeit geschieht, die Familien sind an ihren Arbeitsplätzen eingewiesen und verstehen ihre Hände zum Wohl der Region wirken zu lassen. Die „Springer“ (freie Familien) sind zahlreich und sorgen dafür, dass Ochsen und Baumaterial termingerecht zur Stelle sind, wenn irgendwo Bedarf an Arbeit ist, außerdem hat niemand der festen Arbeitskräfte weite Arbeitswege. Das immer noch andauernde Fehlen eines leistungsfähigen und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehrssystems lässt sich also verschmerzen.
Zwar hatte Wolfgang mal eine Wahrsagerin befragt, wie man in Zukunft Fernstrecken (z.B. für den Handel) besser bewältigen könnte.
Ein 10 cent-Blick in die Zukunft erbrachte ein interessantes Wort: „Eisenbahn“ Hm, dachte Wolfgang, er kannte Stoffbahnen, konnte sich aber nicht vorstellen, wie so etwas aus Eisen beim Transportieren von Waren die Dinge erleichtern sollte. Legte man die auf den Wagen, damit ihn heftige Winde nicht umwerfen konnten?
Er entschloss sich, einen 10 Dollar-Blick zu kaufen. Die Wahrsagerin starrte lange in ihre Kugel und ihr Gesichtsausdruck änderte sich wie die Laufrichtung von Hühnern nach dem Schlachten. Schließlich sagte sie: „Tja, anfangs sah es vielversprechend aus, aber es scheint, dass es in den germanischen Gegenden am Ende nicht funktionieren wird. Hängt vielleicht mit dem Wetter hier zusammen.“
Hier gab es wohl keine Lösung zu erfinden, aber der Gedanke an Eisen ließ Wolfgang seit dem Tag nicht mehr los. Bald würde Eisen sein Denken und Handeln bestimmen, auch wenn er es noch nicht wusste.
Als dann, bevor Wolfgang seine Blicke und Gedanken in die Ferne schweifen lässt, schaut er sich noch einmal an, was aus Leidenfeld geworden ist:
Die Bauerndörfer waren gewachsen und inzwischen auch vollständig bewohnt, hatten ganzjährig besetzte Farmhäuser, außerdem Speicher und Lagerhäuser für die Versorgung der lokalen Marktplätze sowie Windmühlen, Bäckerien und Brunnen.
Neben dem südlichen Bauerndorf hatte Wolfgang nochmal üppige Obstgärten angelegt, um den andauernden Obst-Mangel, der aufgrund der Bevölkerungszunahme entstanden war, zu beheben. Da die Obstbauern nie viel zu tun hatten (nur im Erntemonat September) hatte er einige weitere Sammlerhütten an der Grenze ihrer Gärten bauen lassen (oberer rechter Bildrand), in denen sie künftig das Jahr über arbeiten würden. Zwar gab es dort nichts zu sammeln, Kräuter konnten dort jedoch recht wohl gezogen und geerntet werden. Mit der bekannten Vogtländischen Feilscherei ließen sich damit immer mindestens 2 Geld pro Büschel einfahren, so würde noch ein wenig Geld nebenbei verdient werden. (eine Sammlerhütte bringt pro Jahr 57 Kräuter → 6 Sammlerhütten ergeben somit fast 700 Geld)
Es waren eine zweite Schneiderei und weitere Mälzerei am Übergang vom nördlichen Bauerndorf zum südlich gelegenen Handelszentrum an der Mauerstraße platziert worden, so dass die Landwirtschaftsprodukte aus diesem Bauerndorf zum größten Teil vor der Haustür verarbeitet werden konnten.
In der Stadtmitte war nun alles bebaut. U.a. war eine zweite Brauerei erforderlich geworden, die Kneiper schafften kaum, genügend Bier für die Schluckspechte unter den verwöhnten Untertanen heranzuschaffen.
An der rechten Seite, im Handelsviertel waren nun in 3 Handelsposten insgesamt 10 bepferdete (©) Händler damit beschäftigt, die reichlich produzierten Nahrungsmittel und Güter aus dem Land zu schaffen, um genügend Geld für den Einkauf des immer knappen Malzes (siehe Kneipe) einzunehmen. Dennoch wuchs der Export-Überschuss jedes Jahr weiter an, der Baron von Entenhausen hatte schon ein paar Mal mit Strafzöllen gedroht.
Und es gab schon einigen Wohlstand in der Region, insbsondere die Obst- und Gemüsebauern hatten sich inzwischen große schöne Häuser gebaut, größer als das Herrenhaus, sehr zum Ärger seines holden Weibes.
Auch die Obsthäuser unten rechts würden über den Winter noch ausgebaut werden, die Baugenehmigungen hatte Wolfgang schon unterschrieben, was ihm drei Tage sträfliches Ignorieren und Schweigen im eigenen Haus eingetragen hatte. Nur zu gern würde er, trotz (oder wegen?) der drohenden grausamen Strafen![]()
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weitere Großbauten genehmigen, denn es würde dann nur noch ein weiteres Level III-Haus fehlen, um als Mittlere Stand zu gelten und dann nur noch weitere fünf, um sogar von einer Großen Stadt sprechen zu dürfen, jedoch würde das des Königs Gier anfachen, der bereits jetzt einmal im Jahr den Steuereintreiber vorbeischickte und um Unterstützung für „eine neue Schlafdecke für den Schoßhund der Königin“ oder für „neue Gardinen im Dienstboten-Abtritt“ bat (siehe obere rechte Ecke).
So beschloss Wolfgang also, trotz verlockender harter Strafen, auf dem Level der Kleinen Stadt zu verweilen und als Unterhund der Manor Lords sein bescheidenes wohlhabendes Leben fortzuführen. Seine beiden geliebten Brüder tauchten eh schon regelmäßig hier auf, meist mit einem leeren Wagen anreisend, um „die Familienbande zu stärken“, zu schauen, ob ihr kleiner Bruder auch "genug zu Essen und zu Trinken hatte" und vielleicht "eine vertrauenswürdige Person in seiner Nähe benötigte, die wichtige Aufgaben für ihn erledigte" - sie würden schließlich viele Leute kennen und könnten helfen.
Wolfgang hat wieder einmal zu einem anständigen Preis einen gut gelagerten Single Malt erwerben können, zwar nur einen 20-tägigen, aber die Saison fängt ja erst an. Er zieht sich nun zurück in sein kleines Privatgemach mit der kleinen engen Tür und dem großen Riegel (innen) und sammelt Kraft für die aufregende Zukunft
Im nächsten Kapitel erleben wir die Eroberung eines neuen Kontinents einer neuen Region.
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Das Dorf sieht so wohlorganisiert aus.
Ja, da sagst Du was!
Kann man mögen oder auch nicht. Eigentlich bietet das Spiel ja jede Menge Raum für die Kreation wirklich schöner, realistisch wirkender Stadtbilder und optimaler Einpassung in die Landschaft. Es ist unglaublich, was manche Leute für wunderschöne Siedlungen aufbauen.
Nun ja, das liegt mir eben nicht. Bei mir sieht das immer aus, als wenn ein römisches Heerlager seine Pflöcke hat stehen lassen und die Siedler an denen ihre Gehöfte abgespannt haben. Mir fehlt einfach auch das räumliche Vorstellungsvermögen für unregelmäßige geometrische Strukturen. Ich komme aus der Technik, da gehts um Effzienz und klare Formen, und so entwicklen sich auch meine Stadtpläne immer wieder zu Klein-Amerikas.
Eine organische Entwicklung aus einem Punkt heraus schaffe ich einfach nicht, weit genug vorauszudenken. Dazu kommt, dass wenn man ungefähr weiß, worauf es am Ende der Entwicklung einer Siedlung ankommt (Produktionsketten, kurze Wege, Zusammenfassen und Verteilen von Nahrung und Gütern, also Logistik), landet immer wieder bei einer "Anno"-Planung.
Neben der wenig ansprechenden Optik ist ein wesentliches Problem dabei, dass man strategische "Viertel" aufbauen muss, die anfangs recht weit auseinander liegen und neben noch hässlicherer Optik (große Freiflächen, wilde Straßen) eben auch weite Wege mit sich bringen. Dafür kommt man dann bei ca. 2/3 des Regionsaufbaus langsam in die Komfortzone, insbesondere was Übersicht und Effzienz angeht. Die UI ist ja leider noch recht mager, was Anzeigen bestimmter Informationen in der Standard-Ansicht angeht und auch die Management-Tools sind noch sehr karg. Speziell, wenn man Problemen auf die Spur kommen will, hilft es enorm, sich auf einen bestimmten Ausschnitt der Siedlung konzentrieren zu können beim Monitoren der Pixies und Güter.
Aber ja, natürlich kann man ML auch intuitiv spielen, ohne unter der Haube an jeder Schraube drehen zu wollen und zu müssen. Das wäre aber für mich als berufsmäßigen Planer einschließlich Leistungsüberwachung so, als würde man einen Pedanten zum Mikado-Spielen zwingen.
Es hat viel Zeit und Kraft gekostet, die Dinge so weit zu erforschen, dass man weiß, wie man sich das Leben (im Spätspiel) leicht machen kann. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sich durch Patches immer wieder die Dinge und Regeln ändern, ist dabei natürlich hilfreich, dass es in anderen Foren einige Leute gibt, die hervorragende Guides schreiben. Man sollte zwar nicht immer alles in diesen Guides als in Stein gemeißelt hinnehmen, aber um die grundsätzlichen Mechanismen und die wichtigsten Erfolgs- und Fehlerfaktoren zu verstehen, ist das für jemanden, der etwas mehr als nur daddeln will, auf jeden Fall zu empfehlen.
Also, auch wenn hier im Wesentlichen immer wieder "Schachbretter" rauskommen, ist das halt meine persönliche Macke
Natürlich hätte ich statt dieses Textes auch die Story weiterschreiben können, aber dazu habe ich heute genau keine Lust. Ich muss jetzt erstmal meine dritte Region umorganisieren (da ist es wieder), damit es dort nun langsam vom anfänglichen Chaos in geordnete Bahnen geht.
Bis die Tage![]()
Witzig. Meine Orte sahen immer aus, wie eine ausgeschüttete Puzzlekiste. Das Optimieren im weiteren Verlauf war immer sehr anstrengend, denn da und dort noch was reinquetschen, klappt halt nur bis zu einem bestimmten Maß. Zum Erschließen einer zweiten Region fehlte dann einfach die Motivation.![]()
Als ich dein Dorf gesehen habe, dachte ich mir: "Das will ich auch i-wann mal so machen."![]()
So, ganzen Abend gepinselt, keine Sekunde gespielt
Nachdem wir für Leidenfeld die Entwicklung aus Wolfgangs Einnerungen zusammengebastelt haben, können wir nun in die besser dokumentierte Entwicklung der nächsten Region einsteigen.
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„WOOOLFGAAAANG! Wann werden wir endlich bedeutender? Meine Schwestern lachen über mich, wenn ich sage, dass wir nur ein Dorf, NUR EIN DORF unser Eigen nennen! Wie viel Zeit brauchst Du noch?“
„Liebste, ich habe große Pläne“, erwiderte Wolfgang in weihnachtlicher Stimmung. Schon lange hatte er gehofft, dass sein holdes Weib dieses Thema anspäche.
Henriette Ottilie quetschte alles aus ihm heraus, die Zukunft, die ferne Zukunft und das Ende der Zeit, alles, was Wolfgang allmorgendlich in den Phasen des Erwachens versuchte zu greifen von den Traumgespinsten der Nächte, in denen er bei offenem Fenster schlief, um die Geräusche seiner blühenden Bauern- und Handwerker-Region zu genießen. Nach einem Single Malt – mindestens 30 Tage gelagert!
Und so erhüllte er seinen Plan und nach nur zwei Tagen verließ Hernriette Ottilie das Haus![]()
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Kein Grund für Drama, gleich wird erklärt, wie es dazu kam.
Nun, seit langer Zeit schon hatte er bei seinen Besuchen in den Handelsposten, in denen die Handelsmänner-Frauen um ihre fernreisenden Liebsten fürchteten, gar manche Kunde über die östlich gelegene Region Eichenhau vernommen, durch welche die Händler regelmäßig kamen, angeblich ein Land, in dem Milch und Honig fließen würden, wenn es denn jemanden gäbe, der das haben wolle, denn die Region war noch unbewohnt.
Also beschloss Wolfgang, zusammen mit ein paar chronisch unterbeschäftigten Lehnsleuten eine Erkundung von Eichenhau vorzunehmen, im Herbst des Jahres 8, auf dass man nicht im Schnee rumwühlen müsse.
Gesagt getan, die Große Expedition zur Erforschung der Welt brach auf, um zu schauen, was sich hinter dem Horizont verberge:
Als Ergebnisse der Erkundung hielt Wolfgang fest:
- ein Pilzvorkommen mit 48 Pilzen (das ist nicht reich),
- ein Kleintier-Vorkommen mit 15 Tieren (nicht reich – Pfoten-Symbol),
- ein Lehmvorkommen mit 115 Potenzial (nicht reich – Spaten-Symbol),
- ein Steinbruch mit 115 Potential (nicht reich – dieser Dingenshaufen oben mittig) und
- ein Eisenvorkommen mit 1.179 Potenzial (reich! - bedeutet unendlich – rechts oben)
Nun ja, Wolfgang war nicht unglücklich, reiches Eisen versprach märchenhaften Reichtum, die Situation bei der Nahrung war jedoch erkennbar ungünstig, insbesondere, weil Wolfgang vorhatte, in einer weiteren Region schnell aus der anfänglichen Not herauszukommen und diese Region in einen wohlhabenden Hort ewiger Freude und immerwährenden Glücks zu verwandeln. Das würde nicht einfach werden, andererseits lockte das Eisen (irgendeine Vorbelastung aus der väterlichen Linie).
Doch dann kamen die letzten Erkunder aus unterschiedlichen Teilen der Region zurück und verkündeten erstaunliche Ergebnisse der Bodenuntersuchungen: Das Land war fruchtbar, ja, er hatte nochmal nachgefragt, nicht furchtbar, sondern fruchtbar! Wolfgang ließ alle Erkunder nochmals von der Leine, auf das sie insbesondere nach geeigneten Böden für Gerste suchen, das Basisgetreide für die Herstellung von Malz, das wiederum für so wundervolle Dinge wie Bier und Single Malts benötigt wurde
.
Die anschließende Kartierung übertraf Wolfgangs höchste Erwartungen:
Große Gebiete der Region waren zum Anbau von Gerste bestens (dunkelgrün – 3 Pluszeichen) oder mindestens gut geeignet (hellgrün – 2 Pluszeichen).
Der Vorsicht halber wurde auch die Eignung hinsichtlich der weiteren Getreidesorten geprüft:
Gebiete, in denen Weizen keine beste Ernte erzielen würde, müsste man praktisch extra kennzeichnen, alle Gerstenspots hatten große Überschneidungen mit fruchtbarem Weizenboden.
Nun, beim Flachs gab es nur einige Überschneidungen mit den Gerstenspots, dennoch würde der Flachs hier üppig sprießen können, insbesondere im Vergleich zum heimatlichen Leidenfeld.
Nun, beim Flachs gab es nur einige Überschneidungen mit den Gerstenspots, dennoch würde der Flachs hier üppig sprießen können, insbesondere im Vergleich zum heimatlichen Leidenfeld.
Und es gab praktisch keinen Morgen Land, der nicht für Roggen bestens geeignet war.
Dies führte dazu, dass Wolfgangs, eigentlich auf das üppige Eisen zurückgehende, Neigung zu Eichenhau, wie er sich insgeheim verschämt eingestand, zur unumstößlichen Entscheidung wurde, noch bevor die Sonne unterging:
Er würde Eichenhau vom König erbitten, eine Aufgabe für die Baronin, die er sicherlich, motiviert von der Aussicht auf mehr Macht, mehr Geld, mehr … auf eine lange Reise schicken konnte, Wolfgang bekam beinahe Tagträume als er daran dachte.
Zwar würde er sich über den Winter Gedanken machen müssen, wie er für den ersten Winter die nötige Nahrungsversorgung für seine neuen Siedler sicherstellen konnte, denn es würde Jahre dauern, bis hier Bier und Single Malt Milch und Honig fließen würden. Aber der bevorstehende Winter war lang und musste vielleicht sogar ohne Henriette Ottilie verbracht werden, aber allein zu sein bedeutete nicht unbedingt, einsam sein zu müssen![]()
Henriette Ottilie war zurück. Eines Tages im späten Januar, Wolfgang besprach gerade mit den neu angeworbenen Siedlern den anstehenden Aufbau Eichenhaus:
„WOOOOOOOOLFGAAAAAAAAAAAANG“ scholl es von der Königsstraße herüber zum Herrenhaus, „ICH HABE DIE GENEHMIGUNG DES KÖÖÖÖÖNIGS!“
Wolfgang war hin- und hergerissen. Die Baronin war tatsächlich erfolgreich gewesen (daran hatte Wolfgang in Kenntnis ihres einzigartigen Charmes nie gezweifelt), aber, hm, die Baronin war zurück.
Nun, eine neue Region bietet auch neue Chancen, dachte er sich und wies den Verwalter umgehend an, den Siedlertreck üppig auszustatten, 750 Silberlinge sollten aus der Schatzkammer entnommen und in ein besseres Startpaket verwandelt werden, als das, was ihm damals vor 9 Jahren zur Verfügung stand.
Es war Ende Januar, doch auch Schnee und Kälte konnten Wolfgang nun nicht mehr zuhause halten, er wollte Eichenhau, er wollte nach Eichenhau, er musste die Dinge dort selbst beaufsichtigen, selbstverständlich, ohne ihn würde das alles nicht optimal laufen, „Das weißt Du doch, geliebtes Weib“.
Henriette Ottilie, noch umgeben vom Glanz ihres Erfolges, fand keine sinnvolle Erwiderung. Hm, sie war die letzten Wochen auch ohne Wolfgang ausgekommen, sollte er in die Wälder ziehen, vielleicht würde er dort endlich erwachsen werden.
Wolfgang hatte auch weitere Vorbereitungen getroffen: Ein paar Jäger hatte er entsandt, um die Kleintiere einzufangen und dichter bei dem Pilzvorkommen wieder anzusiedeln. Darüber hinaus hatte die Erkunder von der Großen Expedition erneut ausgesandt, um anhand der dabei entstandenen Karten die besten Gerstenspots abzustecken und dauerhafte Markierungen um diese zu setzen (Straßen – siehe rote Dingens).
Und so kam es, dass Wolfgang persönlich den ersten Bebauungsplan am 01. Februar* des Jahres 9 in den Schnee zeichnete, auf dass die Siedler für die ersten Wochen wüssten, was zu tun sei:
* Erklärung imAchtung Spoiler:
Die kleinen Tiere rammeln nun dicht neben den Pilzen, zwischen den abgesteckten Grenzen der künftigen Felder ist Platz für eine erste Siedlung und so ordert Wolfgang sofort einen weiteren Ochsen, von dem er sich schnelle Anreise und tatkräftige Unterstützung verspricht. Für diesen wird auch ein weiterer Anbindebalken mit höchster Priorität gebaut.
An den Pilzen soll eine Sammlerhütte entstehen, um schnell ein paar Pilze zu ernten (Wachstum März bis August, danach ist nur noch Absammeln stehengebliebener Reste möglich).
An den Höhlen der Kleintiere soll ein Jagdlager entstehen, das etwas Fleisch und ein paar Pelze liefert, die Pelze sind eine gute frühe Einnahmequelle. (beides niedrige Priorität)
Grundrisse für sechs einfache Gehöfte sind gelegt. (sehr hohe und hohe Priorität nacheinander durchschieben)
Zwischen denen und Jagdlager/Sammlerhütte sollen Speicher und Lagerhaus gebaut werden. (mittlere Priorität, nach dem Bau der Häuser höher priorisieren)
Auch ein Holzfällerlager ist bereits abgesteckt (linke obere Ecke an den Häusern). (niedrige Prioriät) Damit sollen zunächst die Bäume in Richtung der Grenze zu Leidenfeld abgeholzt werden, weil die sowieso irgendwann wegmüssen und lange Transport- und Arbeitswege gerade am Anfang sehr bremsen.
Wolfgang hat hier vor, freie Arbeiter verstärkt zum Holzfällen einzusetzen, weil irgendwann, und zwar in spätestens einem halben Jahr, Bretter für ein paar wichtige Gebäude und für den Verkauf hergestellt sollen.
Es sind noch 5 Bauhölzer übrig für weitere Bauten, damit könnten eine Sägemühle und vielleicht weitere Holzfäller oder Häuser gebaut werden.
Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit.
Ende März, Wolfgang ist noch immer vor Ort und schläft stets in einem der leeren, für künftige Siedler vorgebauten Häuser (nicht immer allein), stehen wieder die regelmäßigen Überfalle von Räuberbanden ins Haus. Immer, wenn eine solche Rotte geschlagen wurde, ist eine Weile Ruhe, aber nach 2-3 Jahren tauchen sie erneut auf. Immerhin hat Wolfgang inzwischen genügend Geld in der Schatzkammer ansammeln können, um sich auch über mehrere Monate hinweg den Schutz der Regionen von Söldnern kaufen zu können.
Derzeit sind es drei Söldnergruppen, die Wolfgang aufgrund ihres Preis-Leistungsverhältnisses besonders schätzt.
- eine Gruppe bewacht die Westgrenze von Leidenfeld
- eine weitere Gruppe steht im Norden von Leidenfeld, unweit der Grenze zu Eichenhau
- und die letzte Gruppe direkt bei der neuen Siedlung in Eichenhau, da bei einem Überfall auf diese Region aufgrund ihrer Außengrenze nur wenig Reaktionszeit bliebe
Einen Manor und Gefolgsleute gibt es in dieser Region noch nicht, das wird bis zum Winter warten müssen.
Wie zu sehen ist, sind im März zwei neue Familien dazugestoßen, den Männern hat Wolfgang die Arbeitsplätze und die nächsten Vorhaben erklärt und den Frauen gezeigt, wo der Bartel den Most holt. Die neuen Familien ordnen sich ob dieser ungewohnten Zuwendung durch das adlige Oberhaupt sofort und willig ins Geschehen ein und so kommt es, dass neben den festangestellten Sammlern, Jägern, Speicher- und Lagerarbeitern sowie zwei Holzfällern nur noch eine Familie die inzwischen drei Ochsen füttert und zur Arbeit führt.
Trotz der fleißigen Arbeit ist nur wenig Bauholz vorhanden. Immerhin ist für die demnächst eintreffenden Siedler bereits wieder ein freies Haus entstanden, dennoch muss der soziale Wohnungsbau kontinuierlich fortgeführt werden, um dem monatlich angestrebten Zuzug von zwei neuen Familien stets voraus zu sein. Außerdem bedeuten fehlende freie Häuser, dass Wolfgang zum Herrenhaus in Leidenfeld zum Schlafen zurückkehren muss, dem die zuletzt auf Level III ausgebauten Häuser der Obstbauern direkt gegenüberstehen, was der Stimmung im Herrenhaus nicht zuträglich ist.
Ansonsten erfordert nichts in Leidenfeld mehr Wolfgangs besondere Aufmerksamkeit, dennoch nutzt er seine seltenen Aufenthalte dort für wohlwollende Besuche in den Wäldern und Bauerndörfern, um abends entspannt mit den schwer arbeitenden Männern ein Bier in der Dorfkneipe zu bechern
Allerdings treiben Wolfgang auch Sorgen um:
Bis zum Beginn des Winters könnten in Eichenhau mehr als 20 Familien wohnen. Wie soll er für diese die Nahrung sicherstellen, angesicht der im August auslaufenden Pilzernte und den spärlichen Erträgen der Hasenjagd
Immer wieder grübelt Wolfgang über diesem Problem. Hinzu kommt, dass es unbekannte Größen bei der Berechnung des zu erwartenden Ertrages aus den Pilzen und den Kleintieren gibt. Also macht er sich wieder auf den Weg zur Wahrsagerin, die in einer benachbarten Region von was auch immer lebt und lässt sich mittels eines 10 $-Blicks in die Zukunft einige Vorhersagen liefern
Achtung Spoiler:
Dieser offenbart, dass im Verlauf des Jahres folgende Erträge zu erwarten wären:
- Pilze: 110 gesamt (bis Ende August)
- Kleintiere: 5 pro Monat
Mit ein bisschen Mathematik und einem dicken Daumen kommt Wolfgang zu dem Ergebnis, dass Eichenhau rund 100 Nahrung fehlen würden, bis der Bedarf aus eigenen Gärten gedeckt werden könnte:
- im laufenden Jahr noch Gemüsegärten bis zur Ernte zu bringen, erschien illusorisch, da dafür u.a. das nötige Kleingeld fehlen würde (Religionsvermögen)
- zwar könnte man mit dem Handel von Brettern und Feuerholz Kleingeld verdienen (kein Vogtland-Bonus), das würde aber keine Importe von Nahrung aus dem Barbarenreich finanzieren können
Allerdings sieht Wolfgang, durch diskrete Hinweise von Herniette Ottilie angeregt, auch, dass in Leidenfeld ziemlich wohlbeleibte Bürger die Straßen im wahrsten Sinne des Wortes füllen, dort werden von 16 verschiedenen Nahrungsarten im Höchstfall 11 gekauft, den Rest lassen die geliebten Untertanen für teures Geld ins Ausland exportieren, auf dass sich die Konten füllen. Und diese Transporte würden durch Eichenhau rollen, an den dort verhungernden Neu-Siedlern vorbei.
Wieder einmal sitzt Wolfgang in seinem kleinen Turmzimmer und genießt die letzten Tropfen des guten 30er Single Malts der Wintersaison. Er grübelt und grübelt, wie er vom Reichtum an Gütern in Leidenfeld die dringend nötigen Nahrungsmittel in das bitter arme Eichenhau abzweigen kann. Kaufen können die Siedler in Eichenhau nichts von den durchziehenden Händlern Leidenfelds*, diese schauen hochmütig von ihren Pferden auf die barfüßigen Neusiedler in ihren Hanfsäcken in Eichenhau herab und lassen nur sich gelegentlich zu der Gnade herab, einen Apfel oder ein Brot herunterzureichen, um sich den Rest des Tages als Wohltäter zu fühlen.
Nun, Wolfgang kommt irgendwann, bei dem allerletzten Tropfen, ein Gedanke. Wie wäre es mit Tauschen? Doch sogleich kommen ihn Zweifel an: Was könnten die Eichenhauer in ihrem Arme-Leute-Paradies den verwöhnten Leidenfeldern bieten, um im Tausch Nahrungsmittel zu erhalten?
Und dann erhellt eine Erinnerung an den Wahrsagerbesuch sein inzwischen leicht umnebeltes Hirn
Während der ständig erforderlichen Neujustierung der Glaskugel bei seinem Besuch bei der Wahrsagerin hatte Wolfgang einen Blick auf die Entwicklung der Obsternte in Leidenfeld erhaschen können und hatte dort schier unglaubliche Mengen an Obst an den Bäumen hängen sehen. Und wieder fiel ihm ein, dass die ganze Vielfalt an Nahrungsmitteln in Leidenfeld garnicht soviel Anklang fand. Und so wurde, spät in der Nacht, ein Plan geboren:
- Wolfgang würde den Verkauf von Obst in Leidenfeld ab der nächsten Ernte einschränken (Sperren von Quitten – billigste Obstsorte, dennoch wegen Vogtland mit dem Handelswert 2 – auf den Marktplätzen).
- In Eichenhau würden, statt Bretter zu verkaufen, diese mittels eines Tischlers in Holzteile verwandelt, die man den Leidenfeldern zum Tausch gegen Quitten anbieten könnte.
- Zwar können die Leidenfelder damit überhaupt nichts anfangen (sind in der hier gespielten Version eine reine Handelsware), aber die Leidenfelder Händler könnten das Zeug auf ihre ohnehin nicht immer voll beladenen Wagen laden und den Barbaren außerhalb der Grenzen aufschwatzen.
Nötig wären hierfür allerdings ein paar Esel und Arbeiter, die von Packstationen in Leidenfeld aus diesen Tauschhandel abwickeln. Nun, die paar Esel und den Aufwand zum Bau der Packstationen würde Wolfgang den Burschen in der Kneipe als „nächsten Schritt zur globalen Expansion“ verkaufen und war sicher, dass dies das die Finanzkraft von Leidenfeld, von der auch seine Steuereinnahmen und damit die Zahlungsfähigkeit gegenüber dem König abhingen, kaum beeinträchtigen würde.
*Hintergrund imAchtung Spoiler:
Und so lässt Wolfgang die Dinge geschehen. Anfang September sind in Leidenfeld die Packstationen an der Ecke Königsstraße / Mauerstraße gebaut und es stehen 2 Esel bereit, ab Ende des Monats Säcke mit Quitten nach Eichenhau zu schaffen.
Was sich in Eichenhau zu dieser Zeit abspielt, klärt Wolfgang im nächsten Eintrag in die Chronik auf, wenn er dorthin zurückgekehrt ist.
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Wolfgang ist zurück in Eichenhau, aufgrund drängenden Gesprächsbedarfs der Baroninschafft er die Reise innerhalb nur eines Tages und nimmt nun die Fortschritte in Augenschein.
Immerhin leben jetzt hier schon 17 Familien (1. September, morgen kommen die nächsten Siedler). 4 neue Häuser stehen für Neuankömmlige (und Wolfgang) bereit. Neben den inzwischen 5 Ochsen ist nun auch ein Pferd eingetroffen, das dem künftigen Händler im neuen Handelsposten (oben rechts an der Königsstraße) einen bequemen Sitzplatz bei seinen Handelsmissionen bieten soll.
Die Holzfäller waren besonders fleißig gewesen, von zwei Holzplätzen aus hatte die Entwaldung der künftigen Ackerflächen begonnen, die Ochsen sind unermüdlich im Einsatz, um Holz aus dem Wald zu ziehen.
Die Sägemühle direkt daneben erzeugt Unmengen von Brettern, die in der unweit gelegenen Tischlerei zu Holzteilen verarbeitet werden, auf dass die bald anrollenden Quitten von Leidenfeld getauscht werden können. Allerdings rechnet Wolfgang bereits jetzt damít, dass hier ein Holzteile-Überschuss entsteht, der ebenfalls ins Barbarenreich verkauft werden kann. Natürlich wird dann dafür auch hier der Kauf einer Handelsstraße notwendig.
Und da sind wir beim Hauptproblem:
Eichenhau ist pleite! Zwar gibt die Tischlerei, welche, da es ein Level II-Haus ist, einen Silberling pro Monat in die Regionskasse einzahlt, aber das ist natürlich keine hypothekenfähige Bilanz. Der Reichtum Leidenfelds ist hier in keiner Weise nutzbar, es gibt keine Möglichkeit, Geld aus dem Vermögen anderer Regionen oder der Schatzkammer in eine arme Region zu pumpen, die muss sich das Geld selbst zusammenblasen (wer die Referenz erkennt, kann einen Ochsen benennen).
Deshalb hatte Wolfgang frühzeitig den Bau eines Köhlers angeordnet, was nun geschehen ist. Zwar ist dieser noch nicht besetzt, dennoch winkt hier der Ausweg aus der Finanzkrise des Jahres 0009:
- 1 Brennholz kann in 2 Holzkohle verwandelt werden. Die Siedler brauchen pro Haus pro Monat entweder ein Brennholz oder eine Holzkohle, auch bei Produktionsstätten ist das 1:1.
- Wer also 1 Familie in den Köhler investiert, erhält die doppelte Menge an Brennmaterial. (musste Wolfgang auch erst lernen)
- Im Ergebnis erhält man aufgrund des nun deutlich reduzierten Bedarfes an Brennholz schnell einen Überschuss, wenn man ausreichend Holzkohle produziert. Das setzt voraus, dass man zu irgendeinem Zeitpunkt das Brennholz auf den Marktplätzen sperrt und stattdessen Holzkohle freigibt. Dauert ein paar Tage (ingame), bis sich das eingeruckelt hat, aber ab dann kann man einen ständigen Überschuss an Brennholz verkaufen. Brennholzhandel ist wenig einträglich (1 Geld, mit Vogtland 2), aber für die ersten Einnahmen ist es gut (zusammen mit Pelzen und evtl. Brettern, wenn man diese nicht wie hier weiterverarbeitet) und erfordert keine Handelsstraße.
Und so sieht Wolfgang optimistisch in die Zukunft, dass mit dem Verkauf von Brennholz eine Handelsstraße für die in Massen produzierten Holzteile erworben werden (würde derzeit 30 Silberlinge kosten) und mit dem somit möglich werdenden Holzteile-Verkauf nach dem Winter die Anpflanzung von Gemüse in den westlich gelegenen Gemüsegärten beginnen kann, auf dass vor dem nächsten Winter mehr als ausreichend Nahrungsmittel bevorratet werden können. Es wird noch lange dauern, bis die Landwirtschaft Erträge liefert, das weiß Wolfgang aus Erfahrung. Selbst wenn im nächsten Jahr bereits erste Felder gesät werden würden, wäre die entsprechende Ernte noch ein ganzes weiteres Jahr entfernt.
Auch eine Kirche und ein Brunnen waren im künfigen Zentrum von Eichenhau gebaut worden. Wenn der Holzfäller neben dem Marktplatz künftig näher an die zu fällenden Wälder verlegt wird, verbleibt hier eine Freifläche, auf der irgendwann ein Sozial- und Kommunikationszentrum für Freunde von kühlen Blonden entstehen soll. Das wird aber erst möglich werden, wenn hier selbstproduzierte Gerste geerntet wird, vorher wird sich Eichenhau wohl keine Malz-Importe leisten können.
Achtung Spoiler:
Oben neben dem Handelspunkt sind ein paar Häuser vorgebaut worden, in denen sich künftig Händler (und Händlerfrauen) dicht neben dem Handelsposten ansiedeln sollen. Dazu wurden ein weiterer Speicher sowie ein Lagerhaus gebaut (9 bzw. 11 Uhr von der Kirche), um frühzeitig Nahrung und Exportgüter einzusammeln und weiteren Marktfrauen Arbeitsplätze zu bieten, wenn die Versorgung der Siedler neue Marktstände erfordert.
Achtung Spoiler:
Ach ja, der Räuberüberfall wurde inzwischen weit weg von hier abgewehrt, sowas sehen wir später nochmal en Detail.
Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit.
Ende Oktober prüft Wolfgang die Bücher, der Winter steht vor der Tür und er will wissen, ob seine komplizierten Pläne aufgehen werden.
In den letzten fast zwei Monaten sind planmäßig 4 neue Familien eingezogen. Was an Arbeit geleistet wurde, kann sich sehen lassen:
- Es stehen bereits zwei neue leere Häuser für den November bereit, 3 weitere sind im Bau. Die beiden Häuser rechts und links des Lagerhauses direkt oberhalb der Kirche sind als Doppelhäuser angelegt, hier werden später eine Bäckerei und eine Schneiderei arbeiten, wenn die Landwirtschaft ausgebaut ist.
- Die 3 Häuser links neben dem Handelsposten an der Königsstraße sind bezogen und eine Familie kümmert sich bereits um den Handel. Das Handelsbuch (oben links) zeigt, dass mit dem Export von Feuerholz, Pelzen und Brettern (trotz Holzteile-Produktion) ein kleines Vermögen verdient wurde, allerdings ein sehr kleines. Immerhin wird dieses Geld bald in die Samen für die Gemüsehäuser (links) investiert werden, auf dass im nächsten Jahr die Bevölkerung gemäß den Empfehlungen des königlichen „Beauftragten für gesunde, billige und nachhaltige Ernährung der Unterschicht“ (BfGBNEU) versorgt werden kann.
- Im Nordwesten, nah an der Grenze zu den barbarischen Weiten, ist der Manor entstanden und soweit ausgebaut worden, dass 24 Gefolgsleute dort ab nun die Region schützen können. Wolfgang musste für die Anwerbung der Kriegsknechte 1.700 Silberlinge berappen (5 Knechte kommen automatisch mit dem Manor mit, die weiteren kosten normalerweise 50 pro Nase, hier allerdings das Doppelte, Begründung folgt weiter unten). Angesichts der sprudelnden Steuereinahmen aus Leidenfeld (immer nur noch 1 %) beschwert ihn das nicht weiter.
- Trotz des Baus des Manors ist die Verwaltungs-Zufriedenheit nur bei 90 % (siehe oben „Öffentliche Ordnung“. Die Arbeitslosigkeit steht immer bei -10 %, der Manor gleicht das in den nächsten Tagen mit +10 % aus, ist aber eh egal, da dieser Parameter derzeit im Spiel keine erkennbare Funktion hat.).
- Der Holzfäller in der Stadtmitte wurde planmäßig nach Süden verlegt und die dortigen Arbeiter arbeiten mit Hochdruck an der Rodung der Wälder auf dem Gerstenspot, der nächstes Jahr beackert werden soll. Der zweite Holzfäller in der Bildmitte kümmert sich derweil um das Vorland zum zweiten Spot (Richtung 3 Uhr). So ist reichlich Bauholz verfügbar, dass vom Sägemüller in viele viele Bretter verabeitet wird, mehr als der Tischler zu Holzteilen verarbeiten kann, so dass eben, wie oben gezeigt, auch Bretter exportiert werden können.
- Am Lehmspot wurde eine Abbaugrube und ein Brennofen gebaut, so dass der Lehm über den Winter vollständig abgebaut werden kann und im nächsten Jahr nicht das Anlegen der dort vorgesehen Felder behindert. Bereits jetzt sind dort 3 Familien beschäftigt.
- Rechts neben dem Handelsposten wurde eine weitere Brennholzhütte angelegt, denn perspektivisch soll die Brennmaterialproduktion, einschließlich des Köhlers, dorthin verlegt werden und die Bäume zwischen der Hütte und dem Manor umsäbeln.
- Und schließlich wurde ein Steinsammellager auf das Steinvorkommen gesetzt (über den 3 Händlerhäusern). Die Absammelei von Stein geht sehr schnell, bisher wurde schon die Hälfte des Vorkommens ausgebeutet. Daher kann das Lager bald abgebaut werden und das Gebiet dort oben in die weitere strategische Planung neu eingeordnet werden.
Als Wolfgang die Nahrungsvorräte kontrolliert, ist er angenehm überrascht:
Der Tauschhandel mit Leidenfeld funktioniert offenbar reibungslos, es liegen schon 66 Quitten in den Eichenhauer Speichern, das bedeutet bei schmalster Kost bereits eine gesicherte Versorgung von rund 3 Monaten. Zusammen mit den vorrätigen Pilzen und gelegentlichen Hasenkadavern dürfte damit die Versorgung der permanent wachsenden Bevölkerung über den Winter gesichert sein, bis Mitte März die Pilzesammelei wieder beginnen kann.
Ein permanenter Stressfaktor sind allerdings die Krankheitsfälle der Siedler. Im Gegensatz zur vorherigen Version, in der jeweils nur einzelne Pixies krank wurden und daraufhin die Arbeit für rund einen Monat eingestellt haben, fallen nun jeweils ganze Familien aus. Leider war Eichenhau zu arm, um rechtzeitig für die Sammlerhütte Kräutersamen zu kaufen, auf dass noch vor dem Winter ein paar Kräuter für Heilungen zur Verfügung ständen (macht aus dem Monat Ausfall sowas wie 3 Tage).
Deswegen müssen ständig Schlüsselpositionen wie Händler, Logistiker und Brennholzbauer kontrolliert werden, damit Ausfälle durch umgehendes Fire & Hire kompensiert werden können.
Außerdem muss Wolfgang noch einen Köhler benennen, auf dass irgendwann das Verfeuern von Brennholz verboten und die Nutzung von Holzkohle angeordnet werden kann.
Nun noch zur Spezialisierung der Region:
Gemäß Wolfgangs Eisenfetisch hatte er frühzeitig seine Brüder gebeten, in der väterlichen Heimatregion nach Familien Ausschau zu halten, die sich eine neue Zukunft fern der Heimat und mit viel Eisen vorstellen konnten. So waren bereits einige stahlharte Burschen mit ihren Angehörigen eingetroffen und Wolfgang, fern des Herrenhauses in Leidenfeld, traf eine einsame und mutige Entscheidung, nämlich die der Wurzeln, zu denen sich die Eichenhauer künftig bekennen sollten:
Er wählte
Boni
- Hier wird der Ausstoß der Werkstätten für die genannten Rüstungsteile erhöht. Das betrifft aber nur die Arbeitsgeschwindigkeit, die Anforderungen an das Basismaterial müssen trotzdem genauso wie sonst erfüllt werden (z.B. 3 Eisenbarren pro Plattenrüstung).
- Setzt man mehrere Minen oder Abbaugruben an ein Ressourcenvorkommen, gibt es ein gewisses Risiko, dass eine oder mehrere dieser Stätten einstürzen und mittels Baumaterial wieder aufgebaut werden müssen („2 % pro Arbeitsauftrag“ sagt der Tooltipp, was immer das heißt. Es ist jedenfalls nicht unwahrscheinlich.). Mit den Nürnberger Schürfern wird dieses Risiko eliminiert.
- Für den Handel mit Eisen und Salz müssen keine Handelsrouten gekauft werden (sind eigentlich Major Trades und erfordern daher den Kauf einer Handelsroute für externe Im- oder Exporte). Das Salz ist im Eisen-Kontext fehlplaziert, aber immerhin könnte man so im frühen Stadium der Region bereits ohne weitere Voraussetzungen Eisen exportieren (Marktwert 1) und ein paar Groschen zusammenkratzen. Die Senkung des Importwertes ist eigentlich nur für Regionen sinnvoll, die selbst kein oder wenig Eisen, aber dringenden Bedarf an Werkzeugen oder Waffen haben. Ist hier nicht der Fall, beide Sachen sind irrrelevant für Wolfgang.
Malus
- Der Malus bedeutet, dass der Kauf von Kriegsknechten für den Manor doppelt so teuer wird, daher auch die „gigantischen“ Kosten von oben.
Wir haben also zwei sinnvolle Boni und einen Malus, der genau einmal, nämlich beim Aufbau der Kriegsknechte für den Manor, zum Tragen kommt. Da das unsere zweite Region ist und die Schatzkammer gut gefüllt, war das lediglich ein Buchungsvorgang mit 4 statt mit 3 Ziffern als eine komplizierte Entscheidung.
Wolfgang ist angesichts dieser Entwicklung optimistisch, dass der Winter in Eichenhau keine wirklichen Probleme verursachen wird. Allerdings wird sich im neuen Jahr die Zuzugsrate ändern.
- Sind diese 12 Monate rum (hier Ende Januar Jahr 10), werden mindestens 55 % zu Monatsanfang und 81 % Zufriedenheit zur Monatsmitte benötigt, um zwei Familien neu begrüßen zu können.
- Aufgrund des aktuellen Systems ist mit ausschließlich Level I-Häusern nur eine Zufriedenheit von ca. 75 % erreichbar. In der Zufriedenheit werden die Anzahl der angebotenen Nahrungstypen und Güter sowie sogenannte Annehmlichkeiten (Kirchenstufe und Bölkstoff) akkumuliert (2/3 aktuell + 1/3 Vergangenheit).
- Da Level I-Häuser nur wenig benötigen, bekommt man die entsprechenden Punkte für Erfüllung von Anforderungen zwar angeschieben, in Summe reicht es aber nicht für mehr als den o.a. Wert.
Man muss also mindestens ein paar Level II-Häuser darunter mischen, damit man die 80+ knacken kann (10 % könnten zu wenig sein, einfach mal probieren, Wolfgang ist hier noch nicht zu belastbaren Aussagen gekommen, da in Leidenfeld diese Thematik aufgrund des Vogtland-Bonus und dem daraus resultierenden fehlenden Bedarfs an Holzwerkstätten nicht relevant war).
Da in Eichenhau derzeit nur die Gemüse- und Obsthäuser sinnvoll auf Level II ausgebaut werden können und Wolfgang aufgrund mangelnder Erfahrung noch unsicher ist, ob das trotz fehlender Kleidung und Bier im Ergebnis wirklich einen Zuwachs bei der Zufriedenheit gibt, ist er gewiss, dass ab dem nächsten Jahr (ab Februar) pro Monat für längere Zeit nur eine Familie pro Monat zu erwarten ist.
Wolfgang schätzt die Anzahl künftig benötigter Familien derzeit bei rund 110 (das wird sich später als kollossale Fehleinschätzung erweisen). Daher ist es also, wenn durch den Bonus des ersten Jahres 27 Familien erreicht wurden, dann noch ein hartes Stück Arbeit, die alle reinzuholen und für die möglichen Arbeiten in Landwirtschaft und Eisenwirtschaft einzusetzen, auf dass Eichenhau möglichst schnell eine blühende Landschaft werde.
@Leser
Feedback erwünscht (und leicht gemacht):
- zu langatmig, mach flott
- genau richtig, ich kann die Vorgehensweise nachvollziehen
- gib mehr, Erklärbär, ich will ALLES wissen
Ich finde es gut - Storyteil gemischt mit Erklärungen, da ist für jeden etwas dabei. Stories, die nur aus Erklärung bestehen, finde ich immer etwas langweilig, aber wenn gar nichts erklärt wird, verstehen Leser, die das Spiel nicht kennen gar nicht, worum es geht.
That's why I am here: Mein Mod
Mehr Technologien, mehr Einheiten, mehr Zivilisationen, mehr Gebäude
Die aktuelle Story zum Mod:
Die Vereinigten Staaten von Amerika
Alte Stories zu alten Versionen:
Alte Storys
Finde deine Berichterstattung sehr schön. Erklärungen und lustige Story passen super zusammen. -> Weiter so!![]()
Vielleicht etwas mehr Soldaten ausrüsten um für Sicherheit zu sorgen. Das mit den Leichengruben leuchtet ein, besser wenn die Nachbarn sich darum kümmern müssen. Wie wäre es mit schwerer Kavallerie, könnte man gut für einen Präventivschlag los schicken![]()
Mir macht es Spaß mitzulesen.Ich bekomme Lust wieder ein Spiel zu starten, aber ich warte noch bis die neue Version aus der Beta raus ist.