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Thema: [Zwift] Mein Weg zum Ventoux

  1. #181
    Registrierter Benutzer Avatar von ockmonek
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    Finde es mega spannend hier mitzulesen. Stark, wie du am Ball bleibst. Geniess erstmal deinen Urlaub und gönn dir da auch mal was. Emoticon: bier
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    Fahrrad-Rundfahrten:
    aktuell:
    2018-Dänemark
    Archiv: 2015-Rheintour , 2014-Niederlande , 2013-Mitteldeutschland

  2. #182
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    Guten Morgen und vielen Dank für dein Feedback Das freut mich, wenn es ein paar interessierte Leser gibt.

    Ich mach das hier ja in erster Linie, um mir selbst ein wenig Druck zu machen und das Ganze durchzuziehen. Wenn dann doch der ein oder andere das auch liest, freut es mich um so mehr.

    Am Ende muss ich echt sagen, dass ich vorher nicht wusste wo es hingehen wird und nun echt zufrieden bin. So wenig habe ich wahrscheinlich seit 10 Jahren nicht gewogen und so fit habe ich mich noch nie gefühlt. Man kann noch an vielen Stellschrauben drehen und sicher könnte ich mich noch gesünder ernähren, aber die ersten Schritte sind gemacht.

  3. #183
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    Guten Abend allerseits.

    Morgen geht es in den Urlaub und so gebe ich nochmal kurz ein Update zur aktuellen Woche.

    Diese Woche begann direkt am Dienstag mit einer Erfolgsmeldung und ich bin erstmals seit etwa 10 Jahren wieder unter 100 Kilogramm. Stand heute bin ich tatsächlich bei 99,3 Kilogramm und damit fast 17 Kilogramm leichter als zum Start des Projekts vor etwas mehr als 3 Monaten. Das sind schon enorme Zahlen und ich hätte vorher nie gedacht, dass das so schnell runtergeht. Dabei esse ich gar nicht so wenig. Aber die Mischung aus umfangreichen Einheiten und etwas mehr Fokus auf die Ernährung macht da schon einiges aus.

    Ich werde jetzt versuchen die Abnahme in den kommenden Wochen etwas zu drosseln und mich eher bei 500 Gramm pro Woche einzupegeln. Ich denke dieses schnelle Tempo ist mittelfristig vielleicht doch etwas viel. Mal schauen, wie es mir gelingt.

    Immerhin bin ich mir dieses Mal relativ sicher, dass ich die Kilo nicht so fix wieder rauf packe. Das Gewicht ist ja ein elementarer Teil auf dem Weg zu einem besseren Rennfahrer und daher muss ich das unter Kontrolle halten, wenn ich weiter Fortschritte machen möchte. Daher ist mein nächstes Ziel die 90 Kilogramm Marke. Mal schauen, ob das auch machbar ist. Da war ich wahrscheinlich seit 20 Jahren nicht mehr.

    Jetzt aber zu den beiden Rennen der Woche:

    ZRL Etappe 4 Teamzeitfahren "Roule ma Poule"

    Unser Team war in den letzten Wochen ja jeweils nur zu viert an den Start gegangen und diese Woche ist noch ein Fahrer kurzfristig ausgefallen. Im Teamzeitfahren braucht man aber mindestens 4 Fahrer, um gewertet zu werden. Daher haben wir verzweifelt nach weiteren Fahrern gesucht und tatsächlich kurzfristig noch eine Fahrerin gewinnen können, die uns geholfen hat.

    So standen wir also zu viert am Start der anspruchsvollen Zeitfahrroute.

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    Die Route ist ein Rundkurs und der Startschuss ist tatsächlich am Fuße des Schlussanstiegs gefallen. Wir fuhren also zu Beginn des Rennens einmal denBerg hoch und dann zum Ende nochmal. Das waren jeweils 3 Kilometer mit etwa 4 Prozent im Schnitt und da wir keinen Fahrer verlieren durften, mussten wir hier beim Pacing extrem aufpassen niemanden komplett kaputt zu fahren.

    Da wir zwei sehr schwere Männer und 2 eher leichte Frauen waren, mussten wir dann auch in der Abfahrt und im Flachen schauen, dass wir nicht von vorne zu viel Watt treten und die Anderen am Hinterrad kaputt fahren. Der letzte Anstieg war dann auch eine Qual und da eine unserer Fahrerinnen nicht den besten Tag hatte, haben wir versucht ihr Tempo anzuschlagen und gemeinsam den Berg zu erklimmen.

    Am Ende schaffen wir es zu viert auf einen ordentlichen 5. Platz von 9 gewerteten Teams.

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    Bei den Zwischenzeiten sieht man gut, dass wir nach dem ersten Anstieg noch in Schlagdistanz zu den vorderen 4 Teams lagen und den Berg echt gut hochgekommen sind. Im Flachen und im Schlussanstieg hatten wir dann aber richtig zu kämpfen und noch deutlich Boden eingebüßt.

    In der Gesamtwertung der Liga liegen wir nun auf Position 4.

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    Das ist ganz ordentlich dafür, dass wir das erste Rennen disqualifiziert worden sind. Nächste Woche bin ich aber im Urlaub und so wird es wieder schwer überhaupt 4 Fahrer an den Start zu bringen. Ich hoffe, dass dies gelingt und die Anderen ein gutes Rennen fahren können. Übernächste Woche ist dann das Finale mit einem höllischen Anstieg. Dazu dann zu gegebenener Zeit mehr.

    Hier noch meine Stravadaten zum Teamzeitfahren.

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    Man sieht ganz gut, dass ich mit 200 Watt gewichteter Leistung hier nicht am Limit unterwegs war. Dennoch war mein Puls im Schnitt recht hoch, was ich der Aufregung zuschreibe.

    Club Ladder ZRG-R Delta vs. SRT Surfers

    Das zweite Rennen der Woche fand dann gestern Abend statt und war wieder ein Club Ladder Rennen. Diesmal im 5 vs 5 gegen einen britischen Club.

    Als Strecke wurde eine Runde um den Central Park in New York gewählt, die einige nervige Anstiege im Programm hat.

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    Hier fahren wir zwei Runden, was insgesamt immerhin 250 Höhenmeter ausmacht etwa. Da es diesmal leider keinen Geschwindigkeitsboost als Powerup gibt und ich wieder zu den auf dem Papier schwächsten Startern gehöre, wird das also eine große Herausforderung.
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  4. #184
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    Das Rennen beginnt für mich denkbar ungünstig und bereits nach knapp 3 Kilometern habe ich erstmals den Anschluss ans Feld verloren.

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    Ich bin bei über 170 Puls und bin nach dem letzten Hügel nicht mehr richtig im Windschatten. Jetzt muss ich enorm viel investieren, um den Anschluss wieder zu schaffen. Wenn der Zug einmal abgefahren ist, kann ich das Rennen sonst abschreiben.

    ...

    Es gelingt mir nochmal an das Feld heranzukommen und jetzt folge ein stetiges Auf und ab mit sehr hohen Leistungsspitzen und dazwischen wieder kurzen Erholungsphasen.

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    Hier greift nun einer unserer Fahrer an. Leider kann aber einer der Briten mithalten und so machen sich die Beiden auf und davon.

    Für uns ist das taktisch in Ordnung, da am Ende deren stärkster Sprinter mit unserem Fahrer vorgefahren ist. Der Sprinter wiegt allerdings 106 Kilogramm und könnte durch unseren leichteren Fahrer vielleicht an den Hügeln geknackt werden. Das sehen wir hier aktuell als die beste Option. Daher führen wir nicht nach.

    ...

    Das Andere Team scheint auch zufrieden mit der Entwicklung und so gewinnen die beiden Ausreißer rasch an Boden.

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    Ich kämpfe derweil weiter tapfer um den Anschluss an den Hügeln und bisher gelingt es an der Gruppe zu bleiben. Zum Glück ist hier jetzt auch nicht so viel Druck auf dem Pedal bei den Anderen, da alle die lange Distanz bis zum Ziel noch etwas abschreckt.

    ...

    In der letzten Runde wird es dann aber langsam ernst und es kommt immer wieder zu Attacken meiner Teamkollegen, die die Gegner mürbe machen wollen.

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    Es gelingt in der Folge nochmal zwei Fahrern sich auf bis zu 15 Sekunden abzusetzen. Da die Britin aber keine Führungsarbeit machen möchte, lassen sich beide später wieder ins Feld zurückfallen und es bleibt alles beim Alten.

    Ich kämpfe weiter an jedem Anstieg um den Anschluss und verhindere es unter großer Kraftanstrengung vorzeitig abgehängt zu werden.

    ...

    Am nächsten Hügel dann wieder das Alte Bild.

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    Ich fahre an letzter Position und versuche mal wieder, mit einer Leistungsspitze von über 600 Watt, an der Gruppe dran zu bleiben und mich über die Kuppe zu retten.
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  5. #185
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    An der Spitze des Berges ist es dann soweit und eine erste Fahrerin verliert den Anschluss an die Gruppe.

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    Das ist für uns sehr gut, da wir jetzt einen Gegner vorzeitig loswerden können und daher halten wir das Tempo in der Abfahrt aufrecht, um ein erneutes Aufschließen zu verhindern.

    ...

    Ich habe meine Feder die ganze Runde aufgehoben, um diese jetzt am letzten steilen Stück zu nutzen und da Angriff die beste Verteidigung ist, fahre ich diesmal von vorne mit ordentlich Power in den Hügel hinein.

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    Ich möchte so antesten, wie die Anderen drauf sind und durch das hohe Tempo am Fuße des Berges hoffe ich oben noch dabei zu sein, wenn das Tempo durch die Anderen erhöht wird. Tatsächlich fühle ich mich jetzt auch langsam besser als in den ersten 1 1/2 Runden.

    ...

    Als ich dann kurz vor dem Ende des Anstiegs merke, dass 2 meiner Teamkollegen Probleme haben das Tempo mitzugehen, versuche ich etwas rauszunehmen.

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    Die 3 Gegner sind recht gut positioniert und es bringt uns nichts, wenn wir hier jetzt 2 unserer Fahrer abhängen. So kommt die Gruppe an der Spitze des Hügels wieder zusammen und auch die leichte Steigung danach nehmen wir gemeinsam.

    ...

    700 Meter vor dem Ziel eröffnet dann die leichteste Fahrerin der Briten das Finale und setzt zu einer Attacke an.

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    Das ist noch extrem weit für einen Sprint. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht und so fahre ich mit allen Reserven hinterher.

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    Es gelingt mir nach vorne aufzuschließen und mit etwas Geschwindigkeitsüberschuss vorbeizurollen. Danach bin ich kurz unschlüssig, wie es weitergehen soll. Am Ende entscheide ich mich dann aber bis zur Ziellinie durchzuziehen und nicht mehr auf die Anderen zu achten.
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  6. #186
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    Am Ende hat das Loch, dass ich auf der Verfolgung der Britin gerissen hatte gereicht und ich kann mich nach meinem langen Sprint über den dritten Platz im Rennen freuen.

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    Danach bin ich aber auch am Pumpen und brauch einen Moment um mich wieder zu sammeln. So einen Sprint habe ich bisher noch nicht fahren müssen...

    Im Endergebnis sieht es für unser Team dann aber auch super aus.

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    Wir werden 2. 3. 4. 6. und 9. und holen damit 31 Punkte gegen die 24 Punkte der Gegner. Damit haben wir diesmal das Duell für uns entscheiden können. Gegen Trethewey war zwar kein Kraut gewachsen, aber dahinter haben wir das Feld dominiert und durch eine geschlossene Manschaftsleistung den Sieg eingefahren.

    Alles in allem wirklich ein spannendes Rennen mit gutem Ausgang für uns.

    Fall jemand Muße hat, gibt es hier auch das gesamte Rennen einmal zum Anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=AwAY7zB0h0U

    Die Daten:

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    Der lange Sprint hat meine 1 Minuten Leistung nochmal um 30 Watt nach oben getrieben. Ansonsten durch die vielen Tempowechsel keine echten Bestleistungen. Die zweitbeste Leistung über 30 Minuten trotz der ganzen langsamen Phasen dazwischen zeigt dann aber, dass die ganzen Antritte in Summe dann doch schon zu einer ordentlichen Gesamtbelastung geführt haben.

    Abschließend noch die Tabelle der aktuellen Woche.

    Stichtag 19.10.2025 02.11.2025 07.12.2025 05.01.2026 11.01.2026 18.01.2026 25.01.2026 30.01.2026
    Gewicht 116,1 112,4 107,2 103,4 102,0 101,5 100,4 99,3
    Gefahrene Kilometer 0 255,5 1.484,2 2.622,2 2.928,4 3.275,7 3.581,3 3.787,3
    Verbrauchte Kalorien 0 4.201 23.213 40.926 45.839 51.705 57.573 61.135
    Höhenmeter 0 2.143 11.054 18.376 20.435 22.568 25.864 27.673
    FTP geschätzt 142 179 226 252 252 252 261 261
    W/Kg geschätzt 1,223 1,593 2,108 2,437 2,471 2,483 2,600 2,628
    Verbesserung 0 % 30,21 % 72,37 % 99,26 % 102,00 % 102,99 % 112,54 % 114,90 %

    Morgen geht es dann ab in den Urlaub für eine Woche ins Riesengebirge. Mal schauen, wie das Wetter wird.
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  7. #187
    Registrierter Benutzer Avatar von Herbert Steiner
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    Herzlichen Glückwunsch zum 99er!

    Das ist wirklich eine super Leistung von dir, und da du wirklich sehr konstant trainierst traue ich dir auch zu, das Erreichte langfristig halten zu können

  8. #188
    alias Olax Avatar von Olannda
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    Glückwunsch zu deiner Leistung und dem zweistelligen Ergebnis auf der Waage
    Mit deiner Tabelle kann man gut sehen, was mit konstantem Training möglich ist.
    Lass dich nur nicht entmutigen, wenn die Kurve irgendwann man abflacht.

    Jetzt genieße erstmal deinen Urlaub. Etwas Erholung zwischendurch schadet nichts und aus meiner Erfahrung ist man nach 2-3 Trainigseinheiten wieder auf dem alten Stand.

  9. #189
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    Einen schönen Sonntag wünsche ich euch Allen.

    Ich habe den Urlaub in Tschechien gut überstanden. Das Wetter war ganz gut meistens und ich konnte dort gut Wandern und auch Langlauf ausprobieren ein paar Tage. Also konnte ich auch ein wenig für die Fitness tun.

    Das Gewicht konnte ich auch halten. Es gab zwar keine zusätzliche Abnahme, aber es kam auch nichts dazu.

    Gestern waren wir dann wieder daheim und ich wollte erstmal eine ruhige Ausfahrt auf der mittleren Runde der aktuellen Tour de Zwift machen. Am Ende waren das leider etwa 650 Höhenmeter und es wurde doch deutlich intensiver als geplant.

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    Nach ein paar ruhigen Kilometern ging es dann direkt gut bergauf und am Berg ist es in einer Gruppenfahrt manchmal schwer ein entspanntes Tempo zu halten. Also bin ich dann doch direkt wieder richtig unterwegs und fahre die Anstiege eher mit 250-280 Watt. Also nicht Vollgas aber doch mit sehr viel Druck.

    Der Körper fühlt sich aber gut an und so wollte ich heute nutzen, um mal wieder ein Rennen zu fahren.

    Da kam es mir ganz gelegen, dass diese Woche eine neue von einem Portugiesischem Team initierte Rennserie startet.

    Tugaz Tour 2026 Etappe 1 "London Uprising"

    Die Rennserie orientiert sich an den tatsächlichen UCI Rennen in Portugal und geht über 14 Etappen.

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    Die blauen Rennen sind eher kurz und knackig und geben am wenigsten Punkte. Die Königsetappe ist Rosa mit 73 Kilometern und fast 1.400 Höhenmetern. Das wird ein Brett. Mal schauen, ob ich die ganze Runde fahren kann.

    Diese Woche also eine mir bereits bekannte Strecke in London über die beiden harten Hügel.

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    Da es direkt nach 3 Kilometern hier in den ersten Berg geht, möchte ich heute mal eine neue Bestleistung über 5 Minuten versuchen und damit meine Beförderung in die Tempogruppe C erreichen. Das Endergebnis ist mir heute nicht ganz so wichtig, wie die 5 Minutenleistung.

    Ich habe das Rennen leider nicht aufgezeichnet. Daher nur kurz der Rennverlauf. Das besondere an dem Rennen ist, das alle Kategorien zusammen starten. Somit kann ich versuchen mit Fahrern der höheren Kategorien mitzufahren und muss nicht befürchten irgendwann alleine unterwegs zu sein.

    Im Flachen lasse ich es relativ entspannt angehen lassen und gehe mit einer großen Gruppe von D und C Fahrern in den Fox Hill.

    Hier drehe ich direkt unten auf und versuche eine Leistung von etwa 340 Watt zu halten. Tatsächlich stehen nach 5 Minuten dann 346 Watt auf der Uhr. Damit habe ich meine bisherige Bestleistung um fast 40 Watt gesteigert. Nach den 5 Minuten nehme ich etwas raus, um mich nicht kaputt zu fahren und komme nach der Kuppe auf der Abfahrt zu einer etwa 10 Fahrer großen Gruppe an B und C Fahrern.

    In dieser Gruppe fahre ich durch das Flachstück bis zum Fuße des Schlussanstiegs. Da suche ich dann mein Tempo und kann immerhin mit ein paar C Fahrern mithalten. An der Spitze übersprinte ich noch einen Fahrer und komme als 118. von über 200 Startern in allen Kategorien ins Ziel.

    In meiner Klasse wird es ein guter 2. Platz.

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    Der erste ist 8 Jahre alt und tritt mit 30 Kilo Gewicht mal über 4 Watt pro Kilo. Das ist bei den Bergen für mich natürlich einige Klassen zu hoch. Aber alle Anderen Fahrer in D sind mehr als eine Minute hinter mir und ich hab mit den Werten auch locker den Aufstieg nach C geschafft.

    Hier die Stravadaten:

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    Einige Bestleistungen von 2-10 Minuten. Das ist schon extrem stark für mich und mit fast 3,5 Watt pro Kilo auf 5 Minuten hatte ich nicht gerechnet. Für den Aufstieg wären 3,2 nötig gewesen. Das ist ein extremer Sprung zu meinen bisherigen Bestwerten von 2,98 Watt pro Kilo auf 5 Minuten.

    Der FTP ging entsprechend auch nochmal nach oben.

    Abschließend noch die aktuelle Tabelle:

    Stichtag 19.10.2025 02.11.2025 07.12.2025 05.01.2026 11.01.2026 18.01.2026 25.01.2026 30.01.2026 08.02.2026
    Gewicht 116,1 112,4 107,2 103,4 102,0 101,5 100,4 99,3 99,3
    Gefahrene Kilometer 0 255,5 1.484,2 2.622,2 2.928,4 3.275,7 3.581,3 3.787,3 3.878,5
    Verbrauchte Kalorien 0 4.201 23.213 40.926 45.839 51.705 57.573 61.135 62.886
    Höhenmeter 0 2.143 11.054 18.376 20.435 22.568 25.864 27.673 28.823
    FTP geschätzt 142 179 226 252 252 252 261 261 279
    W/Kg geschätzt 1,223 1,593 2,108 2,437 2,471 2,483 2,600 2,628 2,810
    Verbesserung 0 % 30,21 % 72,37 % 99,26 % 102,00 % 102,99 % 112,54 % 114,90 % 129,72 %
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  10. #190
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    Guten Morgen,

    eine weitere Woche ist fast geschafft (heute Abend noch ein Ladderrennen gegen ein schwedisches Team) und nachdem ich mich im Urlaub ja etwas erholen konnte, wurde es rasch wieder richtig intensiv.

    Zunächst stand das letzte Rennen der aktuellen Saison der Racing Liga an:

    ZRL Etappe 6 "Greatest London Loop"

    Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen sind wir heute nur zu zweit am Start und werden daher in der offiziellen Teamwertung nicht geführt. Also geht es lediglich ums Einzelergebnis.

    Das hier ist die Route des heutigen Tages und das wird ein richtiges Brett...

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    Wir fahren nach 13 relativ flachen Kilometer in den schwersten Berg der aktuellen Saison rein. Das offizielle Segment sind lediglich die letzten beiden Kilometer. Aber der Berg selbst ist nochmal 4 Kilometer länger. Hier mal das Ganze aus der Nahaufnahme:

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    Zu Beginn geht es dann direkt mal 500 Meter mit bis zu 8 Prozent los und da wird das Feld direkt vorsortiert. Danach ist es eher wellig und man kann viel vom Windschatten profitieren. DIe letzten beiden Kilometer geht es dann richtig rauf mit 8 Prozent im Schnitt auf etwa 1,5 Kilometer. Das wird extrem lang und es wird wichtig die Kräfte gut einzuteilen.

    Entsprechend richte ich meine Taktik aus. Der Plan ist grob wie folgt:

    1. Im Flachen so wenig wie möglich zu tun, um in der Spitzengruppe zu bleiben.
    2. In den ersten 4-4,5 Kilometern des Anstiegs so viel Kräfte wie möglich sparen und im Windschatten der Gruppe bleiben.
    3. Im Steilstück einen guten Rythmus finden und diesen bis oben durchziehen. Bicht von Tempoverschärfungen der Konkurrenz verrückt machen lassen.
    4. Die Abfahrt dann attackieren und mein Gewicht nutzen.

    Da ich kein Video des Rennens habe, nur eine kurze Zusammenfassung:

    Das Rennen beginnt ungewöhnlich schnell und über die kurzen Hügel der Londoner Innenstadt gibt es immer wieder Attacken von gefährlichen Fahrern. Damit ist der Start dann doch intensiver als erhofft.
    Schließlich beruhigt sich aber das Tempo im Feld und ein Fahrer kann sich bis zum Start des Berges auf 30 Sekunden absetzen. Das ist bei dem Berg aber noch gar nichts und daher bin ich nicht nervös.
    Im ersten Steilstück des Anstiegs verpoker ich mich aber leider. Ich erwarte, dass alle wegen des harten Finales hier noch verhalten fahren und versuche daher Kräfte zu sparen. Leider zieht an der Spitze des Feldes direkt eine 5er Gruppe weg und ich bin nach dem Steilstück 10 Sekunden zurück.
    Damit muss ich auf den folgenden 500 Metern tiefer gehen als gewollt, um den Anschluss wieder herzustellen.
    Das Tempo in der Gruppe bleibt dann recht hch und wir fahren zusammen in das Steilstück.
    Kurz nach dem Beginn des Steilstücks ist dann der Ausreißer gestellt und ein Engländer erhöht das Tempo deutlich. Ich falle zeitweise auf Position 4 zurück und bin 15 Sekunden hinter dem Engländer.
    Im steilsten Stück erhöhe ich den Rythmus dann aber stetig und kann die Spitze kurz vor dem letzten steileren Bereich stellen.
    Hier merke ich schnell, dass der Engländer sich übernommen hat und das Tempo nicht halten kann. Also ziehe ich bis zur Bergwertung durch und kann einen kleinen Vorsprung rausfahren.

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    Platz 2 ist auf 12 Sekunden und Platz 3 auf 30 Sekunden. Das sind schon gute Abstände. Aber 12 Sekunden kann man schnell mal verlieren.
    Ich ziehe also über die Kuppe durch und baue in der Abfahrt direkt Geschwindigkeit auf, ehe ich dann im Steilstück ein Erholungspause einlege.
    Nach der Abfahrt ist der Vorsprung dann auf mehr als 30 Sekunden auf 2 gestiegen und damit kann ich die letzten 2 Kilometer entspannt angehen.

    Am Ende ein klarer Sieg zum Abschluss der Saison, der uns als Team aber gar nichts bringt. Die Taktik ging auch soweit auf und es hat sich ausgezahlt geduldig zu sein und nicht jede Tempoverschärfung direkt zu kontern.

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    Die Abstände sind nach dem Anstieg und der Abfahrt erwartungsgemäß groß und die meisten Fahrer kamen hier einzeln ins Ziel. Das war dann auch mein letztes Rennen in D und künftig muss ich mich mit den deutlich stärkeren Fahrern in C messen. Da folgte am Samstag dann der erste Härtetest.

    Hier noch die Stravadaten:

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    Da das Tempo nach dem harten Beginn rausgenommen wurde, ist die Dauerleistung hier nicht so extrem hoch gewesen. Aber ich habe über 15 und 20 Minuten wieder neue Bestleistungen geschafft und bin sehr zufrieden mit dem Rennen.
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  11. #191
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    Tugaz Tour 2026 Etappe 2 "UCI 2018 Worlds Short lap"

    Gestern war es dann Zeit für die zweite Etappe der Tugaz Tour. Die ganze Tour ist extrem berglastig und so geht es heute direkt noch eine gute Nummer schärfer als letzte Woche weiter.

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    Der ganze Kurs besteht eigentlich nur aus der Bergwertung Igls, der Abfahrt sowie ein paar flachen Kilometern zum Ende. Der Berg selbst hat über 400 Höhenmeter auf mehr als 7 Kilometern und ist einer der härtesten Berge, die ich bisher gefahren bin.

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    Vor allem ist es mit Abstand der schlimmste Berg, den ich bisher in einem Rennen fahren durfte. Das sind circa 30 Minuten bergauf und entsprechend werde ich mit meinem Gewicht hier leiden müssen.

    Da unser Team hier aber mit einigen Fahrern am Start ist, erklärt sich netterweise einer unserer stärkeren Fahrer bereit mich ein wenig zu unterstützen und mir am Berg und vor allem auch danach Gesellschaft zu leisten.

    Das Rennen selbst beginnt in der Anfahrt extrem schnell und ich schaffe es nicht in die Führungsgruppe.

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    Hier hatte ich eigentlich gehofft, dass ich bis zum Fuße des Berges im Flachen dran bleiben kann. Das Tempo war aber einfach zu hoch und ich bin mit 275 Watt im Schnitt nicht in der Lage vorne mitzufahren. Tiefer wollte ich dann mit Blick auf das Profil an der Stelle auch nicht gehen. Das war vielleicht ein Fehler.

    ...

    Nach knapp 4 Kilometern ist das dann ohnehin egal und es geht direkt in den Anstieg hinein.

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    Mein Ziel ist es den Berg mit 250-270 Watt im Schnitt zu fahren und nach Möglichkeit in etwa 30 Minuten zu fahren. Meine bisherige Bestleistung aus einer Gruppenfahrt steht bei 37 Minuten. Da war ich aber nicht im Rennmodus unterwegs.

    ...

    Am Anstieg selbst sortiert sich das Feld dann rasch und es gelingt mir zumindest die Position aus dem Flachen in etwa auch am Berg zu halten.

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    Mein Teamkollege schaut immer wieder nach mir und setzt vorne das Tempo, während ich versuche meine Leistung im gewünschten Bereich zu halten und mich langsam den Berg hochzuquälen.
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  12. #192
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    Kurz vor dem Ende des Anstiegs, lasse ich bei der Leistung etwas nach und wir werden von einigen Fahrern überholt.

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    Jetzt wird es allerdings langsam flacher und daher hoffe ich, dass wir die Fahrer vor uns zum Ende des Anstiegs noch in Schlagdistanz haben werden und in der Abfahrt hoffentlich aufschließen können.

    ...

    Tatsächlich können wir zu zweit extrem schnell abfahren und nochmal fast 10 Fahrer auffahren und sogar stehen lassen.

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    Wenn da zwei Fahrer mit mehr als 90 Kilo bergab drücken, haben die leichteren Fahrer richtig zu kämpfen oder müssen reißen lassen. Damit haben wir die Position nun nochmal stark verbessern können und gehen nun ins Finale.

    ...

    In diesem steht uns leider nochmal eine steile 400 Meter lange Rampe im Weg.

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    Ich versuche den Druck hoch zu halten, gegen Dude, der von hinten mit 6 Watt pro Kilo vorbeigeschossen kommt, ist aber nichts auszurichten. Immerhin halten wir die anderen Fahrer auf Abstand und können nach vorne sogar aufholen und Munro an der Kuppe stehen lassen.

    ...

    Bergab läuft es dann wieder super und wir fahren den Deutschen, der uns am Berg stehen gelassen hat nochmal auf.

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    In der Folge versuchen wir noch eine Attacke und können ihn kurzzeitig aus unserem Draft drücken. Er kämpft sich aber wieder ran und damit stellen wir uns auf einen Zielsprint ein.

    ...

    Diesen eröffnet er dann allerdings extrem früh bei mehr als 600 Metern vor dem Ziel mit einer Leistung von mehr als 11 Watt pro Kilogramm.

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    Ich versuche da mitzugehen, muss aber schnell einsehen, dass ich gegen so viel Power nichts ausrichten kann und werfe dann bald das Handtuch.

    Nach den harten Anstiegen fehlt mir einfach der Biss, das Ganze hier bis zur Ziellinie durchzuziehen. Wahrscheinlich hätte ich mit etwas mehr Willen noch den Iren vor uns holen können. Aber ich habe dann nur noch nach hinten geschaut und das Ergebnis nach Hause gefahren.
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  13. #193
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    Hier dann das Ergebnis meiner Leistungsklasse:

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    Ich komme auf Platz 19 von 45 Startern rein und kann damit zufrieden sein. Das war mein erstes Rennen auf diesem Niveau und da direkt in der vorderen Hälfte auf so einer Strecke dabei zu sein, ist ein sehr gutes Ergebnis.

    Hier einmal der Link zum Rennvideo: https://youtu.be/pMem6zTvzAc

    Und hier die Stravadaten:

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    Das war mit Abstand das Beste was ich bisher über 15-45 Minuten geschafft hatte. Auf 30 und 45 Minuten sin die Bestwerte jeweils mehr als 20 Watt höher als zuvor. Das hätte ich ohne die Hilfe des Teams sicher nicht geschafft, da ich mich da im Berg sicher vorher aufgegeben und ein entspannteres Tempo angeschlagen hätte. Aber so habe ich versucht durchzuziehen und konnte so meine Leistungswerte weiter verbessern. Da geht es nun ja bald in Richtung 3 Watt auf 20 Minuten.

    Auch auf der Wage lief es diese Woche ganz gut und es ging wieder gut nach Unten. Das hilft zusätzlich dabei die Werte am Anstieg zu verbessern und so werde ich Schritt für Schritt immer stärker.

    Hier die aktuellen Zahlen.

    Stichtag 19.10.2025 02.11.2025 07.12.2025 05.01.2026 11.01.2026 18.01.2026 25.01.2026 30.01.2026 08.02.2026 15.02.2026
    Gewicht 116,1 112,4 107,2 103,4 102,0 101,5 100,4 99,3 99,3 97,9
    Gefahrene Kilometer 0 255,5 1.484,2 2.622,2 2.928,4 3.275,7 3.581,3 3.787,3 3.878,5 4.173,1
    Verbrauchte Kalorien 0 4.201 23.213 40.926 45.839 51.705 57.573 61.135 62.886 67.934
    Höhenmeter 0 2.143 11.054 18.376 20.435 22.568 25.864 27.673 28.823 31.260
    FTP geschätzt 142 179 226 252 252 252 261 261 279 279
    W/Kg geschätzt 1,223 1,593 2,108 2,437 2,471 2,483 2,600 2,628 2,810 2,850
    Verbesserung 0 % 30,21 % 72,37 % 99,26 % 102,00 % 102,99 % 112,54 % 114,90 % 129,72 % 133,01 %
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  14. #194
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    Eine weitere Woche ist ins Land gezogen und diese Woche war extrem voll gepackt. Leider fehlt mir die Zeit da diesmal ausführlicher zu berichten. Daher nur die Kurzfassung:

    Am Sonntagabend ging es direkt mit einem Clubladder Rennen gegen ein schwedisches Team los. Die Strecke war 20 Kilometer lang und hatte zwei größere Anstiege drin. Nach meinem Rennen am Samstag war ich nicht der frischste und wollte daher vor allen meinen Teamkollegen helfen.

    Am ersten Anstieg des Tages bin ich dann direkt in den Flachstücken mit circa 350 Watt rein und an den Steilstücken wurde es dann ohnehin schneller. Über die Kuppe habe ich dann wieder mit meinem Gewicht gedrückt und so gelang es direkt einen der Schweden über die Kuppe des Berges zu distanzieren. Die folgenden 10 Kilometer bin ich dann meist von vorn mit konstant hohen Wattzahlen gefahren, um den Schweden nicht zurückkommen zu lassen.

    Am letzten Anstieg des Tages bin ich dann abermals von vorne rein, konnte die Anderen aber nicht halten und so wurde ich hier im Steilstück abgestellt. Über die Kuppe war es dann für 1-2 Kilometer wellig und ich kam noch ein paar mal auf 4 Sekunden ran. Am Ende konnte die Gruppe mich aber auf Abstand halten und ich bin vorletzter geworden. Da unser Team aber im Sprint jeweils das direkte Duell gegen die Schweden gewonnen hat, konnten wir den Sieg einfahren .

    Hier meine Daten:

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    Über 2-5 Minuten waren das schon ganz ordentliche Werte und auch die Dauerleistung war nicht verkehrt.

    Dann ging es am Dienstag direkt mit dem nächsten Ladderrennen weiter. Das war dann mein 3. Rennen in 4 Tagen und entsprechend habe ich mich gefühlt. Aber da wir keinen Ersatzfahrer hatten, ging es wieder los. Diesmal ein eher welliger Kurs ohne die ganz langen steilen Anstiege.

    Wir waren von den absoluten Wattzahlen besser einzuschätzen als die Gegner und da diese ein paar Leichtgewichte dabei hatten, war der Plan auch im Flachen und den leichten Steigungen aufs Tempo zuu Drücken. Das erhoffte entspannte Rennen wurde es somit leider nicht.

    Unsere Taktik ging aber auf und bereits nach 5 Kilometern konnte der erste Gegner distanziert werden. Auf einer Abfahrt habe ich dann das Tempo erhöht und konnte mich mit einem Teamkollegen absetzen. Direkt danach kam aber die einzige steile Steigung der Runde und ich habe es leider nicht geschafft hier die nötigen Watt zu treten, um vorne zu bleiben. So musste mein Teamkollege einsam seine Runden vorne ziehen, während ich wieder ins Feld zurückfiel.

    Auf der zweiten Runde können wir dann noch zwei weitere Gegner im Feld mürbe fahren und distanzieren. Damit ist Platz 1 schon recht sicher bei uns und die Plätze 8-10 beim Gegner. Am Steilstück in Runde 2 bin ich dann wieder am Limit und werde abgehängt. Am Ende kassiere ich aber noch einen Gegner und einen Teamkollegen und schaffe es auf Position 5 ins Ziel zu fahren. Hier habe ich aber wieder die Belastungen der Vortage gespürt und denke, dass ich mit etwas mehr Frische mehr hätte erreichen können.

    In jedem Fall ein extrem überzeugener Sieg des Teams mit Platz 1-3 5 und 6.

    Hier die Daten:

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    Auf 30 Minuten immernoch 264 Watt im Schnitt zeigen, dass das Tempo hier fast durchgängig extrem hart war. Dabei gab es auch einige entspanntere Phasen, die den Schnitt gesenkt haben. Aber das sind Werte, die ich aktuell noch nicht so oft getreten habe.

    Die folgenden zwei Tage habe ich dann ruhig gemacht, ehe ich es am Freitag dann wieder wissen wollte und die letzte mir fehlende Etappe der aktuellen Tour de Zwift gefahren bin.

    Es ging dabei wieder nach Alpe de Huez (Alpe de Zwift) wo ich zuletzt im Dezember in 1:45 Minuten hochgefahren war.

    Freitag lief es dann schon etwas besser und ich konnte den Berg in einem deutlich zügigeren Tempo mit mehr Watt bewältigen, ohne ans Limit zu gehen.

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    Damit habe ich meine Bestleistung um fast 30 Minuten verbessert... Das ist ein extremer Fortschritt nach 2 Monaten Training und ich denke, dass ich in diesem Jahr noch auf unter 60 Minuten für den Anstieg kommen könnte. Das wäre dann schon eine extreme Leistung, die ich mir nie zugetraut hätte. Aber bis dahin ist natürlich noch eine Menge Arbeit nötig.

    Samstag dann nochmal eine intensive Gruppenfahrt über fast 2 Stunden bei 200 Watt und Sonntag hab ich mir dann oben drauf noch mein bisher längstes Rennen gegeben.

    Da ging es über 50 Kilometer und fast 800 Höhenmeter. Nach 30 flachen Kilometern stand zuerst der Epic KoM mit etwa 9 Kilometernbei 4 Prozent im Schnitt und dannd er Radiotower mit 1,1 Kilometern bei 13 Prozent im Schnitt an, ehe es wieder bergab ging.

    Da habe ich mich auf etwas eingelassen... Ich wusste, dass ich an den Anstiegen Probleme bekommen werde und habe daher versucht meinen Vorteil im Flachen zu nutzen und bin da über meinem Niveau in einer Gruppe mitgefahren, die das Flachstück mit mehr als 40 Kilometern pro Stunde zurückgelegt hatte. So hatte ich zu Beginn des Anstieges schon eingie Minuten Vorsprung auf die Fahrer, mit denen ich mich an solchen Anstiegen normalerweise duelliere.

    Leider hatte ich nach den harten Belastungen am Freitag und Samstag aber einfach nicht die Beine am Berg und bin früh in einen relativ entspannten Rythmus verfallen. Also sind die Fahrer von Hinten einer nach dem Anderen an mir vorbeigefahren und ich habe keine Gegenwehr geleistet.

    Am Radiotower waren die Beine dann wieder etwas besser und ich habe da dann sogar wieder ein paar Fahrer zurücküberholt und auf der Abfahrt dann auch noch 2 Fahrer kassiert.

    Unterm Strich bin ich zufrieden mein mit Abstand schwerstes Rennen überstanden zu haben. Im Nachgang wäre es nur geil gewesen, wenn ich die Tage davor weniger gemacht hätte. Aber dafür war ich heute gar nicht auf dem Rad und bin nur spazieren gegangen .

    Hier noch die Statistiken aus dem Rennen:

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    Die Werte bis 30 Minuten kommen komplett aus dem Flachen und dann sieht man schon, wie die Leistung später dann etwas weggebrochen ist. Aber dennoch Bestwert über eine Stunde.

    Am ende habe ich diese Woche zumindest an meiner Ausdauer gearbeitet und kann mittlerweile auch längere Belastungen noch mit ordentlicher Leistung fahren. Vor einem Monat hätte ich mir noch nicht vorstellen können ein Rennen mit mehr als 30 Kilometern zu fahren und jetzt habe ich das im Anschluss an eine extrem harte Woche geschafft. Dafür wird diese Woche nun sicher eine Nummer lockerer werden .

    Hier noch die aktuelle Tabelle:

    Stichtag 19.10.2025 02.11.2025 07.12.2025 05.01.2026 11.01.2026 18.01.2026 25.01.2026 30.01.2026 08.02.2026 15.02.2026 22.02.2026
    Gewicht 116,1 112,4 107,2 103,4 102,0 101,5 100,4 99,3 99,3 97,9 97,2
    Gefahrene Kilometer 0 255,5 1.484,2 2.622,2 2.928,4 3.275,7 3.581,3 3.787,3 3.878,5 4.173,1 4.573,5
    Verbrauchte Kalorien 0 4.201 23.213 40.926 45.839 51.705 57.573 61.135 62.886 67.934 75.243
    Höhenmeter 0 2.143 11.054 18.376 20.435 22.568 25.864 27.673 28.823 31.260 35.176
    FTP geschätzt 142 179 226 252 252 252 261 261 279 279 279
    W/Kg geschätzt 1,223 1,593 2,108 2,437 2,471 2,483 2,600 2,628 2,810 2,850 2,870
    Verbesserung 0 % 30,21 % 72,37 % 99,26 % 102,00 % 102,99 % 112,54 % 114,90 % 129,72 % 133,01 % 134,68 %

    Hier geht es langsam aber sicher auch in die richtige Richtung und ich bin auf einem guten Weg die 3 Watt pro Kilo an der Schwelle zu schaffen. Mein Ziel bis Ende März wäre das Gewicht unter 95 zu bringen und auf 20 Minuten bei 3 Watt pro Kilo zu liegen. Das sollte machbar sein.
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  15. #195
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    Da hattest du aber eine sehr intensive Woche!

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