Nein!
Warte, ich kürze das ab
Lao: doch!
Simato: ohhh!
Back to topic!
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Wie gravierend hat die Kubakrise die Rüstungsbemühungen der Sowjetunion beeinflusst? Es war unter anderem das Rüstungsbemühen, das zum Zerfall der Sowjetunion einige Jahrzehnte später beitrug.
https://de.wikipedia.org/wiki/KubakriseVor der Einführung der ersten Interkontinentalraketen dienten Langstreckenbomber als Trägermittel für Nuklearwaffen. Standardmodelle wurden der Flugzeugtyp B-52 in den USA und die Tu-95 in der Sowjetunion. In den 1950er Jahren waren die USA mit der Bomberflotte des Strategic Air Command ihrem Kontrahenten sowohl in der Zahl der Atomwaffen als auch der Trägermittel stark überlegen. Als die Sowjetunion 1957 die erste funktionsfähige Interkontinentalrakete der Welt präsentierte, herrschte im Westen Alarmstimmung (Sputnikschock).
[...]
Anfang der 1960er Jahre war es erstmals möglich, dass beide Supermächte einander von heimischem Boden aus mit nuklear bestückten Interkontinentalraketen hätten beschießen können.
An sich war das sowjetische Wirtschaftsmodell übrigens gar nicht so ineffektiv. Zumindest bis etwa Mitte der 1970er, spätestens danach fiel das BIP pro Kopf relativ zu den USA zurück.
https://en.wikipedia.org/wiki/Econom...e_Soviet_UnionDuring the era in which the Soviet economy was publicly owned and planned (1928–1989), the Soviet Union’s GDP per capita growth outpaced nearly all other world economies, trailing only Japan, South Korea, and Taiwan. Data shows that Soviet per capita growth expanded by a factor of (5.2), exceeding the growth rates of Western Europe (4.0), and the USA, Canada, Australia and New Zealand (3.3). Ultimately, the Soviet model of public ownership proved more effective at raising average incomes during this period than the world's primary industrialized capitalist systems.[25] This record of GDP per capita growth is particularly striking considering the massive industrial and human devastation caused by the Nazi invasion during World War II. Ultimately, the data suggests that the Soviet model of public ownership was more effective at raising incomes than the leading industrialized capitalist economies of the 20th century.
Hoch interessante Zahlen.
Sohnemann ist gerade bei der Zwischenkriegszeit, Machtergreifung und 2.WK angekommen. Seine Frage war, wie Deutschland, denn nach dem verlorenen 1.WK und den hohen Reparationen und dann auch noch der großen Depression/Weltwirtschaftskrise zu einem der mächtigsten Länder zur Zeit des 2. WK werden?
Meine Antwort ging in Richtung: Staatsinvestitionen in Infrastruktur und Wirtschaft und zwar über das gesunde Maß hinaus und dass der 2. WK eigentlich zwingend war, da ansonsten D pleite gewesen wäre. Wie ist hier eure Meinung und grobe Einschätzung?
ex flammis orior
Der Kerle ist 11. Da ist das noch kein Thema in der Schule. Wir diskutieren daheim solche Themen und setzen uns mit verschiedenen Ansichten auseinander. Er interessiert sich wahnsinnig für Geschichte. Vom Römischen Reich, Völkerwanderung, über das HRR bis zum Ukraine-Krieg ist der voll dabei und grübelt auch viel für sich nach und wir reden dann darüber wie er das sieht und wie ich das sehe und auch wie es der Mainstream sieht. Das deckt sich dann eben nicht immer![]()
Worauf ich damit raus will: gerne ehrliche Antworten und auch gern kontroverse Ansichten, wenn sie fundiert sind![]()
ex flammis orior
Außerdem war Deutschland halt immer eines der mächtigsten Länder Europas seitdem es existiert und ist es jetzt nach zwei Weltkriegen immer noch, insbesondere ökonomisch.
Gerade nach WW1 war Deutschland ja eigentlich kaum zerstört. Die Lage war jetzt nicht super, aber die Substanz war nach wie vor da.
Hyperinflation beispielsweise war ja auch ein Problem wegen Streiks im Ruhrgebiet, Angebotsschock etc. Das konnte man alles in den Griff bekommen und auch wenn Deutschland wie aktuell wirtschaftlich nicht rund läuft, ist das immer noch ein Riese in Europa.
Zudem hat man ja auch fleißig reiche Juden und andere Gegner enteignet und zur Zwangsarbeit in Fabriken etc verpflichtet. Nachhaltig ist das alles nicht, aber wenn man schnell genug die Goldreserven anderer Länder in die Finger bekommt, geht das eine ganze Weile gut.
Meine ehrliche Meinung ist zumindest, die Schuldfrage am ersten Weltkrieg ist vielfältig und nicht nur die Deutschen. Die haben den nur verloren und wurden danach wirtschaftlich ausgeplündert, was den Nährboden für die Nazis erst bereitet hat. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Fehler wenigstens nicht wiederholt und Westdeutschland wurde vernünftig wieder aufgebaut. Die DDR war beschissener dran, aber nicht so bescheiden wie nach dem ersten.
Achso vor dem zweiten Weltkrieg war mit abtreten des Sudetenland der Westen auch völlig bescheuert dabei und hat den Sinn nicht erkannt das der Festungsgürtel für Umme an Deutschland übertragen wurde. Das gleiche versucht jetzt Russland mit den Donbass unter freundlicher Genehmigung von Trump
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten :)
Original geschrieben von robertinho:
"Asterix und Flati stehen für solide Kompetenz und Verlässlichkeit."
Das war zweifellos der Fall. Die MEFO-Wechsel waren beispielsweise eine verdeckte Form der Kreditaufnahme, dazu kam eine zunehmend strikte Devisenbewirtschaftung, ein mit dem Ende der Gewerkschaften einhergehende reale Lohnminderung in vielen Branchen, andauernde "freiwillige" Sammlungen der Partei, die Ausplünderung der Juden und verschiedene Formen kaum oder nicht bezahlter Arbeit. Die Reparationen spielten insgesamt nur eine marginale Rolle und wurden ohnehin nur bis 1931 bezahlt. Frankreich musste nach 1871 in Relation deutlich höhere Summen ans Reich entrichten und wurde davon auch nicht wirklich gehemmt. Mit der Besetzung Österreichs und der "Resttschechei" konnte sich Berlin 1938/39 nochmals erhebliche Goldreserven aneignen, aber spätestens Ende 1939 hätte das Rüstungstempo wohl gedrosselt werden müssen.
Die Probleme mit der Zahlungsbilanz und der Rohstoffversorgung und die Devisenbewirtschaftung zeigen übrigens schon, dass der Aufschwung recht einseitig verlief und nicht zu mehr Kaufkraft führte. Auch die schnelle Aufrüstung brachte gewisse Probleme mit sich und ließ befürchten, dass Teile des Materials bei anhaltendem Frieden rasch veralten würden. Es war der NS-Führung durchaus klar, dass um 1940 der Krieg kommen musste, wenn man ihn mit diesen Waffen führen und die Rüstung nicht zurückfahren wollte.
Die "Kriegsschulddebatte" 1914 würde ich hier einmal ausklammern. Ich denke zwar nicht, dass "die Lehrer" hier eine gemeinsame Meinung haben, die sie "hören wollen"; manche Menschen fühlen sich aber eben besser, wenn sie sich einreden können, sie stünden mit wenigen Mitstreitern tapfer gegen den bösen Mainstream.
Das gesunde Maß wäre bis zum Erreichen von Vollbeschäftigung gewesen, also etwa 1937. Erst danach ging es über das gesunde Maß hinaus. Ein Umsteuern hätte aber wohl schon 1936 beschlossen werden müssen.
Die Aufrüstung nach 1937 musste nicht zwingend zu Pleite oder Krieg führen, war aber ohne die Erwartung eines halbwegs zeitnahen Krieges nicht zu rechtfertigen.
Hypothetisches Beispiel: Am 20. April 1939 findet Hitler Krieg plötzlich doof. Er betraut Hjalmar Schacht damit, die Rüstungsbemühungen auf 4% des BIP zu reduzieren. Jetzt werden Windkraftwerke statt Panzer gebaut. Wäre Deutschland dann von einer Pleite bedroht? Wohl kaum.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hjalmar_SchachtIm November 1937 trat Schacht von seinem Amt als Wirtschaftsminister zurück, weil er sich mit seinen wirtschaftspolitischen Vorstellungen nicht durchsetzen konnte. Schacht hatte große Bedenken gegen die Autarkiepolitik des Dritten Reiches. Im Falle der Synthese von Benzin aus Kohle kritisierte er die Unwirtschaftlichkeit des Verfahrens, im Fall des Vorhabens, Eisenerz nur aus deutschen Erzlagern zu decken, die geringe Qualität des deutschen Eisenerzes, was eine Autarkie unmöglich machen würde. Für Schacht war die Autarkiepolitik größtenteils Verschwendung von Ressourcen.
Bis 1939 gab der NS-Staat dafür 62 Milliarden Reichsmark aus. Dies entsprach einem Anteil am Bruttosozialprodukt von 23 Prozent. 1933 hatte der Anteil noch bei 1,5 Prozent gelegen. Von Anfang an forcierte die neue Regierung die Aufrüstung. 35 Milliarden Reichsmark sollten in den kommenden acht Jahren für die Rüstungsausgaben zur Verfügung gestellt werden – eine immense Summe, wenn man bedenkt, dass das gesamte Volkseinkommen des Deutschen Reiches 1933 ungefähr 43 Milliarden Reichsmark betrug.Nach neueren Forschungsergebnissen lösten die Investitionen in die Autarkie- und Rüstungsindustrien einen spektakulären Investitionsboom in der deutschen Industrie aus. 1938 lagen die realen industriellen Bruttoanlageinvestitionen pro Beschäftigten 76 % höher als 1928. Dadurch trat ein dramatischer, relativer Bedeutungszuwachs des industriellen Sektors innerhalb der deutschen Volkswirtschaft ein. Damit trifft die Blitzkriegswirtschaftshypothese nicht zu, nach der auf eine Tiefenrüstung zugunsten der Breitenrüstung verzichtet wurde.https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtsc...eutschen_ReichAnfang 1939 versuchten Schacht und Krosigk trotz ihrer Differenzen in vielen Sachfragen, Hitler mit einer konzertierten Aktion zu geringeren Ausgaben, höheren Steuern und einer Kontrolle des Militäretats durch das Finanzministerium zu bewegen. Daraufhin entließ Hitler Schacht und ersetzte ihn durch Walther Funk.
Ist aber schon blöd, wenn man Rüstungsgüter, die der Gesellschaft jetzt nicht viel bringen, produziert hat statt Straßen, Schienen oder Schulen. Das ist ja auch heutzutage so eine Sache: Der Rüstungsboom ist erstmal nicht schlecht, aber gesamtgesellschaftlich jetzt nicht so von Vorteil. Auftraggeber ist da ja fast nur der Staat und der könnte mit dem Geld auch Sachen bezahlen, von denen man mehr hat als von rostenden Panzern.
In einer Volkswirtschaft braucht es einen gesunden Anteil von "rostenden Gütern". Dinge die produziert werden, ohne nachhaltig zu sein. Auch zB eine Luxusyacht für einen Multimilliardär haben ihre Berechtigung. Es darf nur nicht überhand nehmen.
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Frage: Ist die Situation von damals mit der aktuellen Rüstung in Russland vergleichbar? Ist Putin bereits in dem selben Ausmaß gezwungen, Krieg zu führen?
Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ... (Terry Pratchett)