Die "Känguroovy" (hier 1:1 im Vergleich zur Umgebung dargestellt) ist das größte Partyboot, das jemals konstruiert wurde. Allein um von seiner Einfamilienkabine zum nächsten Bordrestaurant zu kommen, muss man den Highway nehmen und anschließend mit einem Hubschrauber den Hauptmast hochsteigen. Das Deck ist so gewaltig, dass ein Teil davon agrarwirtschaftlich genutzt wird; steht man backbord, kann man einen Schuß mit einer kleinkalibrigen Pistole abgeben, der die andere Seite nicht erreichen wird.
Falls es jemals ein Schiff gegeben hat, dass unter Grundlage der zwei obersten Grundprinzipien - Party und Wasserverdrängung - gebaut wurde, so ist es dieses. Etwa ein Drittel des Unterdecks dient als Lagerstätte für allerhand Partybedarf - angefangen bei einfachsten Spirituosen über Go-Go-Girls (eingeschweißt) und überall an Bord benötigten Putzkräften bis hin zu den wirklich essentiellen Dingen einer ordentlichen Fete : Luftschlangen und Konfetti.
Dementsprechend setzt auch sich die Besatzung der "Känguroovy" zusammen. Neben unzähligen Klauns, Musikern und Prostituierten (manchmal alles in einer Person) sind zahlreiche Stewards und Aushilfssklaven beschäftigt, die für das leibliche Wohl... ja, wessen zu sorgen haben? Natürlich des Partyvolks ! Reiche, Partygeile, Reiche, Heiratsschwindler und vor allem Reiche sind die Klientel. Frische Luft bedeutet auf diesem Schiff parfümgeschwängerte Luft.
Sir William Fadden, mehrfach prämierter Partyalphalöwe und Doktorand des gepflegten Besäufnisses, ist ihr aller König. Die Idee, dieses Schiff zu bauen kam ihm während einer faden Afterhour, als er sich wünschte, es würde eine Party geben, die niemals endete. Ein Fest, dass nicht bloß ein Ereignis ist, sondern eine Lebenseinstellung, ein Leben an sich. Es musste eine Fete sein, deren Möglichkeiten unendlich sind, bei der einem nie die neuen Leute ausgehen, stetig neue Überraschungen warten und es immer etwas gibt, was man noch nicht gesehen oder getan hat. Die "Känguroovy" bewerkstelligte all dies. An Bord waren so viele Menschen wie in einer mittelgroßen Stadt, die Reserven an Alkoholika reichten theoretisch unendlich, da man mittels Landwirtschaft immer für Nachschub sorgen konnte und auch immer wieder Menschen nachproduziert wurden.
Dies ist die ewige Party...
Vor nunmehr 18 Jahren startete das Partyboot zu seiner Jungfernfahrt in Richtung Pazifik. Der Motor war so schwach, dass er gerade ausreichte, das mächtige Gefährt mit Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen. Als William Fadden nach 6 Jahren konzentrierten Feierns Kiribati erreichte, waren die Mangos ausgegangen. Ein schrecklicher Tumult brach aus an Bord, revolutionäre Frauen kämpften bitterlich für ihre süßen Drinks und drohten, die Regierung Fadden zu kippen. Nur mit Mühe und Not konnte der Partykönig die Situation retten, indem er das Zugeständnis machte, den Kurs sofort auf Bali auszurichten, um dort billig Südfrüchte einzukaufen.
Nun, die Fahrt war sehr entbehrlich - Alkoholvergiftungen und Augenringe waren typische Symptome - doch nach weiteren 12 Jahren erreichte man endlich die Gewässer nördlich Australiens und nur noch wenige Kilometer trennten die Partytruppe vom Tropenparadies Bali....



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Was hatten die Balinesen sich gedacht, so etwas zu tun? William hätte die Insel damals kaufen sollen... Und nun? Was sollte er ohne seine weiblichen Gäste und Angestellten tun? Was sollte er ohne Südfrüchte tun? Die Moral aller Schiffsbewohner würde rapide absinken, wenn das bekannt würde - und was das für eine Party bedeutet, bedarf wohl keiner Erklärung. Es blieb nur der Ausweg, schnell wieder zurück in die Heimat, zurück nach Australien zu schippern, Nachschub holen - fruchtigen und menschlichen. Vielleicht ein paar weniger aufmüpfige Gäste... 
Die "Känguroovy" konnte nun mit akzeptabler Geschwindigkeit Kurs Richtung Australien aufnehmen und noch bevor das Partyvolk erwacht war, konnte William die Küste seines Heimatkontinents ausmachen. Doch was er dort erblickte, ließ ihn erneut erschauern.
) und nach dem Aufwachen hätte sich das Bühnenbild gewandelt und er selbst zum Schauspieler einer üblen Schmierenkomödie geworden. Und, oh mein Gott, dort wo vormals große Städte gestanden hatten, ragten nun kantige Ruinen aus dem Wüstendand wie versteinerte Mäuler, die alles Leben in ihnen verschluckt hatten. 


Was denn, ich werde jetzt schon belästigt? Seufzend und mit meiner Geh-mir-nicht-auf-den-Sack-Stimme blökte ich ins Funkgerät, was denn verdammt nochmal the matter sei !?




Und wer für den Mist verantwortlich ist. Und ob es jetz endlich irgendwo auf der nuklear-Welt noch Mangos gibt. Und ob am Ende alle ihre große Beach-Party Feiern können
).
Stimmt, da war doch so eine ewige Götterparty, bei der Trillian mit dem Donnergott durchbrennt. War aber keine Absicht, sorry. Ich brauchte lediglich eine Ausrede für den Herrn Fadden, über 18 Jahre nichts mitbekommen zu haben. Übergroß gescalete Schiffsgrafiken boten da eine optimale Vorlage.
