Die Kinder sind im Bett, der Sack Flöhe gehütet, Opa endlich eingeschlafen?
In der ersten Dimension existiere ich
In der zweiten lebe ich
In der dritten bin ich frei
Hitler wollte - was sicher völlig idiotisch und auch undurchführbar war - mit Polen zusammen Krieg gegen Rußland. Mitte 1939 haben die Deutschen die Position, den Korridor zurückzuwollen und Polen exterritoriale Wege nach Gdansk zu geben , geräumt und exterritoriale Autobahnen und Schienenwege durch den Korridor sowie die Stadt Danzig gefordert, um über Ostpreußen Rußland angreifen zu können. Polen sollte nach Hitlers Wunschwelt mitmachen.
Hitler hatte auch deutlich weniger Ressentiments gegenüber den Polen als gegenüber anderen Völkern, weil er deren verbrecherischen Angriffskrieg gegen die UDSSR 1918 als große Leistung empfand. Allerdings gab Polen nicht nach im August 1939 und verließ sich auf die englische Beistandsgarantie und sein Militär.
Was Judi zur Bedrohungslage in den Nachkriegsjahren des ersten WK schreibt, ist natürlich alles richtig. Die Bedrohungslage für das Reich war ernst. Intern fast Bürgerkrieg, extern Volksabstimmungen in einzelnen schlesischen Gebieten, die durch Polen manipuliert wurden und zu weiterem Verlust von Hoheitsgebiet führten. Besetztes Rheinland, quasi annektierte Saar, Verlust der schlesischen Kohleregionen: Also nix mit Rüstungskapazität.
Vorhanden: Massenhaft Gewehre - v.a. in falschen Händen und schöne Pläne (zum Teil wirklich sehr diffiziel ausgetüfelt, wie die Reichswehr mit 100.000 Mann ausreichend Personal für Fü+hrungs- und Leitungsaufgaben ausbildet, um im V-Fall ein Millionen-Heer führen zu können).![]()
Nicht vorhanden: schweres Gerät aller Art, Panzer und Jagdflugzeuge, Devisen und Rohstoffe. Da fühlt man sich gleich sicherer, wenn dann noch die Freunde an Rhein und Ruhr stehen, ist es besonders toll.![]()
@ Phillip
Finde wiki schon ziemlich gut. Die Sachen werden ja diskutiert.
Also wenn man sich mal anschaut wie groß Judis beweinten Gebeitsabtretungen der Vergangeheit als Konsequenz fast aller neueren Kriege waren, im Vergleich zu dem was Hitler wollte, dann lässt sich vieles sehr schnell relativieren.
Wo im Leben ist das denn so außer bei SC oder einem wiss. Kolloquium?
Jeder stellt halt den Bezug zu dem Themengebiet her, das ihn interessiert. Das ist ein völlig normaler Vorgang.
Ganz abgesehen davon scheinen selbst unsere Wüteriche einzusehen, dass der Thread schon behindert zur Welt kam. Nomen est omen (siehe Jigoletto).
Ungefähr darauf wollte ich hinaus. Wie ich schon einmal schrieb, hatte er auch Achtung, aus welchem Grund auch immer, vor dem angelsächsischen Volk, und _sicherlich_ auch vor noch so manch anderem Volk. Das mag vielleicht einigen in ihr verzogenes Bild des Hollywood-Spielfilm Hitlers ala "Aufstieg des Bösen" nicht passen. Und wer hier wieder irgendwelche Relativierungen oder Rechtfertigungen rausliest, der hat was falsch gemacht.
Vielleicht hab ich ja gar nicht von dir gesprochen?![]()
Und um dann mal wieder auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Dieser ganze Mythos von der Befreiung Deutschlands 1945 ist auch so eine Art Revisionismus. Das merkt man ja schon daran, dass es mWn kein Historiker war, der erstmals von Befreiung gesprochen hat, sondern der Politiker Richard von Weizsäcker.
Inwiefern wurden denn die Millionen Deutsche befreit, die während des Krieges umgekommen waren?
Inwiefern wurden die Vertriebenen befreit?
Meine Oma erzählte mal, dass sie sich in den ersten Wochen nach Kriegsende kaum auf die Straße trauen konnte, da die ehemaligen Zwangsarbeiter randalierten und plünderten. Befreit hat sie sich sicher nnicht gefühlt.
Die Menschen damals waren wohl froh, dass der Krieg vorbei war. Aber befreit? Das ist einfach Unsinn.
Die Kinder sind im Bett, der Sack Flöhe gehütet, Opa endlich eingeschlafen?
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@Deifolos
Im ersten Absatz hast Du wohl versehentlich Polen statt England geschrieben? Polen wollte Schnauzdolf natürlich verwursten, da "rassisch nicht umvolkbar".
Ansonsten volle Zustimmung.
Die OKW-Akten belegen ja, dass man bis in die 30er Jahre hinein das militärische Bedrohungsbild in erster Linie darin sah, dass Polen bis Leipzig vorstoßen könnte.
Man war wegen der Gültigkeit des Versailler Vertrages ganz in den Denkschemata der Nachkriegszeit verhaftet.
Ein Krieg gegen die stärkste Militärmacht der Welt -Frankreich- war ohnehin nicht denkbar.
Nein, Mitte 1939 wollte Hitler sogar mit Polen gegen Rußland marschieren, war das vorletzte Angebot in den Verhandlungen, zusammen mit der Exterritorialität der Verkehrswege. England klar, die sollten am besten mitmachen.Hab aber aktuell keine Quelle, weil die im Saarland liegt, war ein Buch (Sekundärliteratur) über die Tschechei und Polensachen vor dem Krieg, Titel komm' ich nicht drauf "Der Weg in den Krieg" irgendwie sowas.
Bratwurst!!! Ichrch sagäää Bratwurrrrst!!!
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