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Thema: God bless USA

  1. #136
    Locking Jaws Avatar von Burlwood
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    Zitat Zitat von zocka Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig überblicke, dann dürften die ehemaligen deutschen Ostgebiete ungefähr so marode sein wie anno 1989 die DDR. Angenommen, Deutschland würde über Nacht diese Gebiete zurück erhalten? - Wer außer Gebrauchtwagenhändlern und Versicherungsvertretern könnte das wollen?
    Wieviel Macht ertragreicher ländlicher Besitz ausmachen kann wird für mich hier doch teils zu stark unterschätzt.

    Wenn wir dort ein vorübergehendes geregeltes wirtschaftliches Steuerparadies mit Billiglohn erschaffen dürften, regt sich da schon eher großes Interesse.



    Ist aber heute auch Wurscht imho, denn die EU macht immer mehr Einfluß geltend, und wir enden dann als die Bayern Europas.

  2. #137
    Royal Canadian Navy Avatar von Gono
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    Zitat Zitat von Judicator Beitrag anzeigen
    Und die Orthographiekenntnisse
    Judi, was meinst du mit Ortographie? So furchtbar? Oder ist dir nur einfach der Satz zu lang?

    Man kann viele Punkte machen. Die geben dem Leser zeit. Zeit zum Nachdenken.

    Oder man kann schnell schreiben, mit Komma an Komma an Komma, damit der Leser keine Zeit hat, keine Pause macht, durchliest ohne nachzudenken.

    Und an den Rechtschreibfehlern ist ohnehin die Tastatur schuld...


    "Man sollte alle Extremisten auf der Welt nehmen und auf eine kleine Insel sperren. Im Süden der Insel ist eine Süßwasserquelle, im Norden werden Nahrungsmittel abgeworfen und im Osten liegt ein Hügel. Jedes Jahr wird die Insel überschwemmt und nur der Hügel sticht aus dem Meer hervor. Wer überlebt, darf auf der Insel seinen eigenen Staat gründen.

    Aber wer hat heute schon eine Insel zu verschenken?"

  3. #138
    simple man Avatar von Richelieu
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    Zitat Zitat von Burlwood Beitrag anzeigen
    Ist aber heute auch Wurscht imho, denn die EU macht immer mehr Einfluß geltend, und wir enden dann als die Bayern Europas.
    Wäre mMn nicht die schlechteste Wahl...bestes Bildungssystem, (mit) die niedrigste Arbeitslosenrate, hohe Einkommen und kultige Politikszene mit Hexen in Latexhandschuhen. Immer noch besser als die ostbrandenburgische Öde als national befreite Abenteuerurlaubregionen vermarkten zu müssen.

  4. #139
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    Mit den geopolitischen Aspekten von Versailles hab ich wohl einige überrascht.

    1914 grenzte Deutschland an 3 Großmächte, davon 2 bei denen nicht klar war wie stark sie waren (im Falle Russlands ging man von Übermacht aus). 1920 grenzte Deutschland an eine Großmacht, die sich als schwächer erwiesen hatte und infrastrukturell erstmal einiges wieder aufzuholen hatte. Das würde ich als geopolitisch vorteilhaft bezeichnen.

    Interessengegensätze bestehen nicht nur da wo explizit auf Territorium geschielt wird. Sagt euch abstrakte Sicherheit nichts?

  5. #140
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Gings in den Thread nicht mal um die Amis?
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  6. #141
    Banned Avatar von Judicator
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    Zitat Zitat von Gono Beitrag anzeigen
    Judi, was meinst du mit Ortographie? So furchtbar? Oder ist dir nur einfach der Satz zu lang?
    Ich bekomm bei zwei Sachen Augenkrebs:
    dass/das und Siedeln im Zweifelderabstand

    Zitat Zitat von Ecthy Beitrag anzeigen
    Mit den geopolitischen Aspekten von Versailles hab ich wohl einige überrascht.

    1914 grenzte Deutschland an 3 Großmächte, davon 2 bei denen nicht klar war wie stark sie waren (im Falle Russlands ging man von Übermacht aus). 1920 grenzte Deutschland an eine Großmacht, die sich als schwächer erwiesen hatte und infrastrukturell erstmal einiges wieder aufzuholen hatte. Das würde ich als geopolitisch vorteilhaft bezeichnen.

    Interessengegensätze bestehen nicht nur da wo explizit auf Territorium geschielt wird. Sagt euch abstrakte Sicherheit nichts?
    Dann gings D geoüolitisch am besten, wenn man es zwischen F und R aufteilen würde.
    Dieser Logik zufolge...

  7. #142
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    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen
    Gings in den Thread nicht mal um die Amis?
    Aber nie wirklich, da schlechter Troll.

  8. #143
    Fiend from Hell Avatar von Thunderfire
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    Zitat Zitat von Ecthy Beitrag anzeigen
    1920 grenzte Deutschland an eine Großmacht, die sich als schwächer erwiesen hatte und infrastrukturell erstmal einiges wieder aufzuholen hatte. Das würde ich als geopolitisch vorteilhaft bezeichnen.
    Dank des Versailler Vertrags war aber jeder Nachbar eine Gefahr für uns. Es gab starke Einschränkungen und die Reparationen waren ja für die eine oder andere Infaltion verantwortlich. Am besten währen wir wohl mit einer Militardiktatur gefahren. Kurt Schleicher oder Gustav Stresemann - wenn er noch gelebt hätte - währen beides gute Kandidaten für einen "vernünftigen" Diktator gewesen.

  9. #144
    Silberrücken Avatar von Theseus
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    Zitat Zitat von Thunderfire Beitrag anzeigen
    Dank des Versailler Vertrags war aber jeder Nachbar eine Gefahr für uns.
    Japp, nur die Austriaken hat man vergessen und die furchtbar gefährlichen Dänen konnten wir uns noch gerade so vom Leibe halten. Besonders fürchtete sich mein Großvater vor den hundsgemeinen Luxemburgern.
    I am not a vegetarian but i eat animals who are. - G. Marx

    Zitat Zitat von Kermit Beitrag anzeigen
    Prinzessinnen sind schwer zu pimpen. :D

  10. #145
    Banned Avatar von Judicator
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    Was immer wieder gerne vergessen wird, ist, dass man im Reichswehrministerium noch bis zur Wiederbewaffnung (!) Angst vor Polen hatte. Nachdem man sich nach Kriegsende der polnischen Expansionsgelüste gerade noch erwehren hatte können, stand die Gefahr eines polnischen Überfalls jederzeit im Raum.

    Warum gerade also der Überfall auf Polen ein so unbeschreiblich schlimme Tat gewesen sein sollte, möchte ich mal wissen. Andere Staaten -übrigens auch gerade die USA- haben ihre Gebietsansprüche mit Krieg durchgesetzt.
    Polen ist heute größer als es je war. D hat weit über ein Drittel seines Staatsgebietes verloren. Polen hat sich sogar noch westlich der Oder liegende Städte gekrallt. Organisch gewachsene Städte wurden mitten auseinandergerissen.
    Ich möchte mal wissen, was die Amis machen würden, wenn sie einen ihrer vielen Angriffskriege verloren hätten, man ihnen dann in halb Housten Mexikaner reingesetzt und die Amis rausgeschmissen hätte.
    Ich behaupte: Weder die USA, noch F oder GB würden ruhen, bis die ihre Städte wieder hätten. Nur der Deutsche ist so (dumm) und darf sich dann auch noch blöd von zwei polnischen Kartoffeln anmachen lassen.
    Da gehts mir wie Doppel, seit ich in die Schule kam. Den Anblick dieser Grenze kann ich nicht ertragen.

  11. #146
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    Geändert von mildebrand (21. Mai 2007 um 12:48 Uhr)

  12. #147
    Möhrchen Avatar von Oxford
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    Zitat Zitat von Judicator Beitrag anzeigen
    Polen ist heute größer als es je war.
    ??
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...rzon_linia.jpg
    Man sieht recht deutlich dass die grauen Gebiete größer waren als die gestreiften
    Mal ganz abgesehen hiervon:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...zpospolita.png

    Ich behaupte: Weder die USA, noch F oder GB würden ruhen, bis die ihre Städte wieder hätten. Nur der Deutsche ist so (dumm) und darf sich dann auch noch blöd von zwei polnischen Kartoffeln anmachen lassen.
    Da gehts mir wie Doppel, seit ich in die Schule kam. Den Anblick dieser Grenze kann ich nicht ertragen.
    GB und F mussten immerhin mit dem Verlust ihrer Kolonialreiche zurechtkommen.
    Gibt es oder gab es je eine praktikable Alternative als die Grenze zu akzeptieren?
    Entdecke die Kraft deiner Ideen, mit Heften und Blöcken von Oxford

  13. #148
    Banned Avatar von Judicator
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    Zitat Zitat von mildebrand Beitrag anzeigen
    Wer einen Angriffskrieg verloren hat und in der Folge territoriale Beschneidungen hinnehmen musste, kann sich doch wohl nur durch einen neuerlichen Angriffskrieg diese Gebiete zurückholen.
    Soso. Wie sieht es dann mit den ganzen Angriffskriegen der "Guten" aus? Die USA führen ja selbst heute noch Angriffskriege zur eigenen Interessensdurchsetzung.

    Zitat Zitat von Oxford Beitrag anzeigen
    ??
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...rzon_linia.jpg
    Man sieht recht deutlich dass die grauen Gebiete größer waren als die gestreiften
    Mal ganz abgesehen hiervon:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...zpospolita.png
    Und woher kamen diese Gebiete? Aus einem Angriffskrieg Polens wenige Jahre zuvor...
    Hatte u.a. Teufel hier schon mehrfach klargestellt.

    Zitat Zitat von Oxford Beitrag anzeigen
    GB und F mussten immerhin mit dem Verlust ihrer Kolonialreiche zurechtkommen.
    Mein Gott, ist der Vergleich dämlich.

  14. #149
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    Zitat Zitat von Judicator Beitrag anzeigen
    Polen ist heute größer als es je war. D hat weit über ein Drittel seines Staatsgebietes verloren. Polen hat sich sogar noch westlich der Oder liegende Städte gekrallt. Organisch gewachsene Städte wurden mitten auseinandergerissen.
    Die heutige Grenzziehung ist aber nicht Teil eines "ehrlichen" Machtkampfes im Osten sondern vor allem unter der Obhut Stalins abgelaufen. Polen hat in ein Vakuum expandiert genau so, wie Stalin es für richtig hielt.

    Ansonsten stimmt dass zwischen den Kriegen nach Frankreich Polen wohl der stärkste Nachbar war. Allerdings muss zur Schwäche Deutschlands einiges relativiert werden:

    1. Reparationen. Werden immer wieder gern als Argument verwendet. Man muss jedoch dazu sagen dass die deutsche Politik hier von Anfang an alles andere als "erfüllerisch" in dem Sinne ablief, dass man wirklich vorgehabt hätte bis in die 80er den Franzosen auszuzahlen. Aktionen wie die Inflationspolitik haben den Frankreich, dass von den (durch die Inflation von 1923 wertlosen) Reparationen abhängig war, mehr geschadet als Deutschland, welches sie z.T. über amerikanische Kredite finanzierte und am Ende mehr Kapital ein- als ausführte (bitte nicht verhauen wenn es je nach Etappe auch mal in die andere Richtung ging).

    2. Rüstungsbegrenzung. Erstens gab es selbst im Völkerbund keine Institution die über die Mittel verfügt hätte die Abrüstung zu überwachen. Die Überwachung und Meldung der Abrüstung an den Völkerbund wurde durch wen vorgenommen? Deutschland selbst. Außerdem: im Gegensatz zu Frankreich ist in Deutschland kein bisschen Infrastruktur durch Kriegsschäden verloren gegangen. Die Begrenzung des Heeres auf 100.000 war also sowohl schwer zu kontrollieren, noch war sie von langfristiger Wirkung. "Wiederbewaffnung" war eine Möglichkeit die von heute auf morgen erfolgen konnte: die Rüstungsindustrie war intakt, Offizierskorps vorhanden und gemäß zeitgenössischer Zeugenaussagen war der "deutsche Kampfgeist" bei den Truppen die ganze Zeit über ungebrochen.

    Dazu die technischen Entwicklungen in Kooperation mit der SU (möglich durch das Fehlen einer gemeinsamen Grenze die stets einen Sicherheitswettbewerb bedeutet hätte) und voilá: die Weimarer Republik war zwar zu kurzfristigem Handeln nicht in der Lage (da die Begrenzungen halt da waren), verfügte jedoch über mittelfristig mobilisierbares Potential wie eh und je und war selbst unter Stresemann schon bereit, dieses Gewicht diplomatisch einzusetzen ("Erfüllung" als Strohmann - wenn man sich die Deals mit Frankreich ansieht merkt man, wer Angst vor wem haben musste).

  15. #150
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    Zitat Zitat von Judicator Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal wissen, was die Amis machen würden, wenn sie einen ihrer vielen Angriffskriege verloren hätten, man ihnen dann in halb Housten Mexikaner reingesetzt und die Amis rausgeschmissen hätte.
    Ich behaupte: Weder die USA, noch F oder GB würden ruhen, bis die ihre Städte wieder hätten. Nur der Deutsche ist so (dumm) und darf sich dann auch noch blöd von zwei polnischen Kartoffeln anmachen lassen.
    Da gehts mir wie Doppel, seit ich in die Schule kam. Den Anblick dieser Grenze kann ich nicht ertragen.
    Das ist keine Dummheit sondern Klugheit. Deutschland ist zur Zeit gut aufgestellt und nutzt dies eben eher auf wirtschaftlicher Ebene als durch Krieg. Um Territorien und Rohstoffe geht es heute realistisch gesehen einfach nicht mehr, da weder Kohle noch Getreide ein Land reich machen. Die Gebiete im Osten haben lediglich für einige eine rest-ideelle Bedeutung. Daraus Außenpolitik zu machen wäre dumm. Auf die Gebiete zu verzichten und Europa friedlich zu halten ist schlau.

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