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Thema: God bless USA

  1. #1
    ich bin anders, du auch? Avatar von DjGilles
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    God bless USA

    hallo,

    ich habe viel über meine vorurteile gegenüber den USA nachgedacht, und kam zu folgenden schluß; ich lebe in einer anti-amerikanischen gesellschaft, welche die wahre bedeutung der USA und somit begriffe wie demokratie und freiheit verkennt. nicht die griechen, sondern die USA ist ein synonym für freiheit und demokratie. die USA ist nicht nur synonym für derlei begriffe sondern eine reale tatsache welche wir tagtäglich erleben dürfen!

    ohne den USA hätten wir schließlich weder materielle noch soziale grundsicherung erfahren, weder nach einer hitler-diktatur noch vor dieser. in gegenwärtigen maßstäben auch nicht mit einem kurzweiligen "weimarer projekt" oder einer ersten repuplik (Ö). entweder wäre hitler oder stalin unser diktator geworden, hätte die usa nicht eine zweite front eröffnet welche im gegensatz zu diktatur; demokratie und freiheit geheißen hätte. demokratie in einem aktzeptablen maß wie wir es durch die befreiung von und durch die USA erlebt haben.

    die USA gab europa eine zweite front gegen hitlerismus und stalinismus - wissen wir, doch;

    zeitzeugen welche die befreiung europas durch die USA berichten könnten werden leider weniger. die "neuen generationen" erleben dieses durch eine mediale bilderflut welche den schrecken des krieges oder die bedeutung des wortes freiheit, demokratie, geschweige denn den preis der dafür geopfert wurde nicht annähernd begreifbar macht.
    ohne den USA gäbe es meinungsfreiheit in dieser form nicht, diese wir auch in diesem forum leben dürfen, sprich; wir können unsere meinung, unsere gedanken austauschen und ausleben ohne verfolgung zu erfahren. (ich grüße hiermit alle gesellschaftskritiker )

    das heißt; freiheit bedeutet öffentlich seine meinung sagen zu können, auch wenn es gegen die freiheit selbst ist. das ist eine freiheit die wir gerade ausleben dürfen, da uns die USA aus einem zerstrittenem europa geführt hat in dieser wir unsere freie meinung nicht ausleben hätten können. diese zeilen der andacht sind als übergang zu folgenden gedacht; der preis der freiheit ist der, das (die meisten) diesen wert nicht zu schätzen wissen.

    es ist populär gegen die usa zu hetzen, schließlich leben wir in einer anti-amerikanischer gesellschaft. anti-amerikanische argumente welche keinen halt haben ersetzen logisches denken. emotionen kochen hoch wenn nur das wort USA fällt, doch meist wird dieses wort nur als sündenbock der eigenen lebensumstände herangezogen. hätte uns die USA nicht befreien sollen - aus einer menschenverachtenden diktatur? würden wir uns in einer stalinistischen oder nationalsozialistischen diktatur wohlfühlen, wenn unsere freiheit und all das was dazu gehört dermaßen eingeschränkt gewesen wäre, das wir für unsere meinung verschleppt werden könnten? dann hätten wir uns auch diesen austausch in diesen forum ersparen können, denn ob es einen internetanschluß für die massen geben könnte - sollten wir gegenwärtig von etwas demokratiefeindlichen regiert werden - ist fraglich.

    viele menschen mußten für die freiheit sterben, damit wir heute zu essen haben, ja sogar dafür das wir internet haben welches ein luxusgut darstellt dieses für uns wie ein haus über den kopf zur normalität geworden ist. und wir freiheit somit garnicht mehr zu schätzen wissen mit all seinen sozialen errungenschaften diese wir erst durch demokratie , sprich in freiheit genießen konnten. die USA hat uns befreit und somit in die freiheit geführt. soziale gerechtigkeit, ein ausreichendes angebot an nahrung, ein humanes gesundheitssystem, ein ausreichendes bildungsangebot, all das bedeutet freiheit, freiheit durch demokratie, freiheit für die die USA gekämpft hat und menschen sterben mußten damit wir uns hier und heute der freien meinungsäußerung bedienen dürfen.

    haltet euch vor augen, wir leben in einer demokratie, und eine schlechte demokratie hat mehr freiheit inne, als jeglich bessere diktatur. wir leben in freiheit, da uns die USA dazumals befreit hat. freiheit hat ihre grenzen, die freiheit selbst. das gegenteil von freiheit ist unfreiheit. demokratie ist ein mittelmaß von freiheit und sozial notwendiger unfreiheit, ohne diese moralisch/ethische werte nicht könnten vertreten werden. natürlich gibt es vieles was verbesserung erfahren könnte, doch demokratie bedeutet durch das volk selbst bestimmte und gelenkte freiheit, in einem maße das zum wohle der gesellschaft dient, das beinhaltet auch diese "sozial notwendige unfreiheit" die zuweilen bürger aufbringt. doch dazu möchte ich folgendes sagen;

    wir sind die gesellschaft, die macht geht vom volk aus, ob ihr es glaubt oder nicht, die regierung jeglichen landes repräsentiert das volk heute wie damals. jegliche demokratie reguliert sich durch seine bürger selbst. das ist demokratie, das ist der preis der freiheit, das wir freiheit selbst nur soweit leben wollen, wie wir unserem nachbarn seine freiheit zugestehen wollen. die macht geht vom volk aus, auch wenn das volk durch so manch traube des wohlstandes verlernt hat dieses zu erkennen. wenn wir nun behaupten materielle werte stehen leider über sozialen werten, so muß ich sagen das die gesellschaft, diese jeder einzelne von uns ausmacht eben eher dem materialismus zugetan ist als den sozialen werten, diese die jeweilige regierung repräsentieren und man sich nicht zu wundern hat, wenn freiheit bedeutet das der kleine mann in seinem kleinen umfeld große politik anhand seiner eigenen lebensumstände um seine frei erwählte repräsentation im parlament - seinen gewählten politiker/partei - ernennt dieser seinen mitmenschen unfreiheiten auferlegt, welches so manch bürger betrübt.

    wollen wir nicht den schwarzen peter den USA oder sonstigen demokratischen elementen in die schuhe schieben, wenn diese uns doch nur unsere eigenen gewählten oder nicht gewählten vor/urteile inform einer politischen person präsentiert. wie gesagt fängt das vertrauen bei sich selbst an und hört bei seinem mitmenschen auf. so wie man seinen nachbar behandelt, so wie das volk ihren nachbar behandelt, so denkt und handelt die gesellschaft, jeder einzelne und zugleich die masse durch seine vom volk gewählte repräsentanten, diese die interessen des bürgers vertritt, und unsere bedürfnisse, unsere wünsche an diese gesellschaft darstellt in dieser wir leben, von dieser wir alle teil sind.

    es liegt an unserer eigenen haltung welche poltitik sowie politiker uns repräsentieren. es gibt in deutschland weit mehr wählbare politiker die erkannt werden möchten als wir glauben, und weit über hunderte parteien die jede für sich regionale sowie bundesweite interessensgruppen jeglicher art vertritt. es tut not sich über chancen und möglichkeiten einer demokratie zu informieren, bevor wir sie in einer lethargie haltung zwangsläufig in diktatur münden lassen sollten.

    die USA ist synonym für freiheit, schließlich brachte die USA uns demokratie, in dieser unsere sozialen wie auch materiellen grundbedürfnisse gesichert sind. Die USA ist nicht unser feind sondern unser freund, machen wir das bestmögliche aus diesem geschenk "demokratie".

    GOD bless USA?!
    djgilles
    FEAR & LOATHING IN VIENNA

  2. #2
    Salonlöwe Avatar von Spaceman
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    Mit dem gleichen historischen Argument, mit dem du heute den Anspruch erhebst, die USA sei ein Synonym für Freiheit, kannst du auch den Anspruch erheben, die Mogolei sei ein Synonym für militärische Stärke. > Schwachfug.

    BTW, Großschreibung ist was tolles und verhindert Hirntumore.

  3. #3
    Dämon aus der alten Welt Avatar von Muside
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    Täusche ich mich, oder hätte dieses ganze Posting in einen 10% so langen Text gepasst? Alleine schon, wenn man die zehntausendfache Nennung des Plastikbegriffs "Freiheit" zusammengestrichen hätte ...
    Lehrling ist jedermann
    Geselle ist, der etwas kann
    Meister ist, der 'was ersann

  4. #4
    Salonlöwe Avatar von Spaceman
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    ... von dem perversen Freiheitsbegriff der hier zu Grunde gelegt wird, mal ganz abgesehen.

    Muside, willst du noch immer eine Kritik zu deiner Story?

  5. #5
    Banned Avatar von Judicator
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    Zitat Zitat von Spaceman Beitrag anzeigen
    Mit dem gleichen historischen Argument, mit dem du heute den Anspruch erhebst, die USA sei ein Synonym für Freiheit, kannst du auch den Anspruch erheben, die Mogolei sei ein Synonym für militärische Stärke. > Schwachfug.

    BTW, Großschreibung ist was tolles und verhindert Hirntumore.

    Zitat Zitat von Muside Beitrag anzeigen
    Täusche ich mich, oder hätte dieses ganze Posting in einen 10% so langen Text gepasst? Alleine schon, wenn man die zehntausendfache Nennung des Plastikbegriffs "Freiheit" zusammengestrichen hätte ...
    Bei uns heißt es: Die Kürze der Formulierung belegt die Klarheit der Gedanken.

    Meine 50 Cent: Meistens folgt der Inhalt der Form nach. So auch hier.

  6. #6
    Locking Jaws Avatar von Burlwood
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    Und dann auch noch den Griechen die Demokratie abschwatzen.

    Ist ja auch noch so viel über von der direkten Demokratie des alten Athens im Vergleich zu einem Zwei-Parteien-System.
    Da ist auch die Freiheit sich zu entscheiden ja erdrückend schwer.




    God bless die Großbuchstaben!

  7. #7
    elbow deep Avatar von JIG
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    Ich halte es fuer falsch aus einer guten Tat der Vergangenheit, fuer die komplett andere Menschen verantwortlich sind, einen Freibrief fuer die Zukunft zu machen.

    edit: Klingt God bless the USA nicht irgendwie besser?
    Geändert von JIG (14. Mai 2007 um 20:02 Uhr)

    Die Kinder sind im Bett, der Sack Flöhe gehütet, Opa endlich eingeschlafen?



    In der ersten Dimension existiere ich
    In der zweiten lebe ich
    In der dritten bin ich frei

  8. #8
    On Air Avatar von Schnabel
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    Ich persönlich würde mich als großen Freund der Amerikaner bezeichnen. Die
    Amerikaner sind es doch gewesen die nach dem 2. Weltkrieg zu Deutschland gehalten haben. Die Engländer wollten Deutschland zu einem Agrarstaat wie Bayern (ohne die Städte) abwirtschaften. Frag mal einen Soldaten wieso sie am liebsten immer in amerikanische Kriegsgefangenschaft wollten? Mit dem Irakkrieg wurde die Durchsetzung von "Freiheit" mit zu vielen Opfern erkauft. Aber insgesamt sind die Amerikaner für ihre Machtposition in der Welt eher noch human. Weiß ja nicht was in Georgien oder so abgeht.

  9. #9
    365 Avatar von Fenris
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    Zitat Zitat von Muside Beitrag anzeigen
    Täusche ich mich, oder hätte dieses ganze Posting in einen 10% so langen Text gepasst? Alleine schon, wenn man die zehntausendfache Nennung des Plastikbegriffs "Freiheit" zusammengestrichen hätte ...
    definitiv.

    Zitat Zitat von DjGilles
    wenn wir nun behaupten materielle werte stehen leider über sozialen werten, so muß ich sagen das die gesellschaft, diese jeder einzelne von uns ausmacht eben eher dem materialismus zugetan ist als den sozialen werten, diese die jeweilige regierung repräsentieren und man sich nicht zu wundern hat, wenn freiheit bedeutet das der kleine mann in seinem kleinen umfeld große politik anhand seiner eigenen lebensumstände um seine frei erwählte repräsentation im parlament - seinen gewählten politiker/partei - ernennt dieser seinen mitmenschen unfreiheiten auferlegt, welches so manch bürger betrübt.
    "If you’re going to be thinking anyway, you might as well think big."
    Donald Trump

  10. #10
    Double Dutch Darkies Avatar von Ines
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    Der hat das Thema ziemlich verfehlt.

    BTW sehe ich jetzt nicht, wo unsere USA-Kritik zwangsläufig in eine Diktatur mündet.

  11. #11
    Salonlöwe Avatar von Spaceman
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    Zitat Zitat von Schnabel Beitrag anzeigen
    Ich persönlich würde mich als großen Freund der Amerikaner bezeichnen.
    Dagegen sagt ja niemand was...
    Die Amerikaner sind es doch gewesen die nach dem 2. Weltkrieg zu Deutschland gehalten haben.
    Und was lässt sich daraus über die USA von heute ableiten?

    Die Engländer wollten Deutschland zu einem Agrarstaat wie Bayern (ohne die Städte) abwirtschaften.
    So viel ich weiß, war Morgenthau auch USler...

    Frag mal einen Soldaten wieso sie am liebsten immer in amerikanische Kriegsgefangenschaft wollten?
    Siehe zwei weiter oben...

    Mit dem Irakkrieg wurde die Durchsetzung von "Freiheit" mit zu vielen Opfern erkauft.
    Schon wieder diese seltsame Definition von Freiheit. Zudem fraglich, ob selbst die auf den Irak zutrift...

    Und wo geht es denn hier bitte um den Irak?

    Aber insgesamt sind die Amerikaner für ihre Machtposition in der Welt eher noch human.
    Bestreitet wiederum niemand. Allerdings lässt das auch die oben gemachten Schlüsse nicht zu...

  12. #12
    On Air Avatar von Schnabel
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    Geht mir um den Punkt, dass die Amerikaner ihre (Macht)-Möglichkeiten nicht so ausnutzen wie es alle bisherigen Staaten in den letzten 8000 Jahren mit einer vergleichbaren Machtstellung gemacht haben.

    edit: Wobei der kalte Krieg natürlich auch noch nicht so lange vorbei ist.
    Geändert von Schnabel (14. Mai 2007 um 20:23 Uhr)

  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von Civius
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    Zitat Zitat von Burlwood Beitrag anzeigen
    Und dann auch noch den Griechen die Demokratie abschwatzen.
    Um ihre Demokratie zu erhalten mussten sich die Griechen Sklaven anschaffen.

    @DjGilles

    Ich persönlich bezweifle nicht, dass es uns ohne die USA heute schlechter gehen würde. Als Feind betrachte ich sie auch nicht.
    Nur kann man nicht Aktionen der heutigen USA damit rechtfertigen, dass sie in der Vergangenheit viel gutes getan haben. Nicht nur man selber, sondern auch andere sollten sich nciht auf ihren Lorbeeren ausruhen.
    "The future belongs to those who believe in the beauty of their dreams"

    König von Karthago - Eine Geschichte epischen Ausmaßes

  14. #14
    Banned Avatar von Judicator
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    Zitat Zitat von Schnabel Beitrag anzeigen
    Ich persönlich würde mich als großen Freund der Amerikaner bezeichnen. Die
    Amerikaner sind es doch gewesen die nach dem 2. Weltkrieg zu Deutschland gehalten haben. Die Engländer wollten Deutschland zu einem Agrarstaat wie Bayern (ohne die Städte) abwirtschaften. Frag mal einen Soldaten wieso sie am liebsten immer in amerikanische Kriegsgefangenschaft wollten?
    Da liegst Du bloß leider falsch.
    Am beliebtesten waren gerade die britischen Soldaten.
    Umgekehrt waren die deutschen Behörden auf britischem Territorium äußerst maßvoll aufgetreten. Ich glaube nicht, dass irgendeine Besatzungspolitik im WK II so human war wie die der Deutschen auf britischem Hoheitsgebiet.

  15. #15
    Salonlöwe Avatar von Spaceman
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    Zitat Zitat von Schnabel Beitrag anzeigen
    Geht mir um den Punkt, dass die Amerikaner ihre (Macht)-Möglichkeiten nicht so ausnutzen wie es alle bisherigen Staaten in den letzten 8000 Jahren mit einer vergleichbaren Machtstellung gemacht haben.
    dein Freiheitsbegriff wird perverser und perverser. Ich seh' in direkt vor mir: Mit Lackstiefeln und einem Koi-Karpfen im Hintern.

    EDIT: Sorry, habe dich mit DjGilles verwechselt. Wie gesagt, dagegen sagt ja niemand was. Aber DjGilles geht es um Freiheit und diese Assoziation ist schon mehr als seltsam.

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