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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5821
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Apostelgeschichte 17
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    1 Nachdem sie durch Amphipolis und Apollonia gewandert waren, kamen sie nach Thessalonike, wo es eine Synagoge der Juden gab.
    2 Nach seiner Gewohnheit ging Paulus zu ihnen hinein und besprach sich an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schriftworte,
    3 die er ihnen auslegte und aus denen er dartat, daß Christus leiden und von den Toten auferstehen mußte, und (so schloß er): »Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist Christus.«
    4 Einige von ihnen ließen sich auch überzeugen und wurden für Paulus und Silas gewonnen, ebenso auch gottesfürchtige Griechen in großer Zahl und nicht wenige von den vornehmsten Frauen.
    5 Darüber wurden aber die Juden eifersüchtig, nahmen einige schlechte Männer aus dem Straßengesindel zu Hilfe, erregten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; dann stellten sie sich vor dem Hause Jasons auf und suchten dort nach Paulus und Silas, um sie dem versammelten Volke vorzuführen.
    6 Als man sie dort aber nicht fand, schleppten sie den Jason und einige Brüder vor die Oberhäupter der Stadt, wobei sie schrien: »Diese Menschen, die den ganzen Erdkreis aufgewiegelt haben, sind jetzt auch hierher gekommen:
    7 Jason hat sie bei sich aufgenommen, und diese Leute verstoßen alle gegen die Verordnungen des Kaisers, denn sie behaupten, ein anderer sei König, nämlich Jesus.«
    8 Durch solche Reden versetzten sie die Volksmenge und auch die Oberhäupter der Stadt in Aufregung;
    9 diese ließen sich von Jason und den anderen die erforderliche Bürgschaft stellen und gaben sie dann frei. 
    10 Die Brüder aber veranlaßten den Paulus und Silas sogleich noch während der Nacht dazu, nach Beröa aufzubrechen, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben.
    11 Diese waren edler gesinnt als die Juden in Thessalonike: sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit an und forschten Tag für Tag in den (heiligen) Schriften, ob dies (alles) sich so verhalte.
    12 So wurden denn viele von ihnen gläubig, auch von den vornehmen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.
    13 Als jedoch die Juden in Thessalonike erfuhren, daß auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt worden sei, kamen sie auch dorthin und versetzten die Volksmassen in Unruhe und Aufregung.
    14 Da ließen die Brüder den Paulus sogleich (aus der Stadt) weggehen, damit er sich ans Meer begäbe, während Silas und Timotheus dort (in Beröa) zurückblieben.
    15 Die Geleiter des Paulus aber brachten ihn bis Athen und kehrten dann von dort wieder zurück mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, sie möchten möglichst bald zu ihm kommen. 
    16 Während Paulus nun in Athen auf sie wartete, wurde er innerlich schmerzlich erregt, weil er die Stadt voll von Götterbildern sah.
    17 Er besprach sich in der Synagoge mit den Juden und den zum Judentum übergetretenen Griechen, ebenso auf dem Markte Tag für Tag mit denen, die er dort gerade antraf.
    18 Aber auch einige epikureische und stoische Philosophen ließen sich mit ihm ein, und manche sagten: »Was fällt denn diesem Schwätzer ein zu behaupten?« Andere aber meinten: »Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein« – er verkündigte nämlich die Heilsbotschaft von Jesus und von der Auferstehung.
    19 So nahmen sie ihn denn mit sich, führten ihn auf den Areshügel und fragten: »Dürfen wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du vorträgst?
    20 Du gibst uns seltsame Dinge zu hören; darum möchten wir gern wissen, was dahinter steckt.«
    21 Alle Athener nämlich und auch die dort sich aufhaltenden Ausländer hatten für nichts anderes so viel Zeit übrig als dafür, irgendeine Neuigkeit zu erzählen oder zu hören. 
    22 So trat denn Paulus mitten auf den Areshügel und hielt folgende Rede: »Männer von Athen! Nach allem, was ich sehe, seid ihr in besonderem Grade eifrige Gottesverehrer.
    23 Denn als ich hier umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: ›Einem unbekannten Gott‹. Das Wesen nun, das ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch.
    24 Der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand erbaut sind,
    25 läßt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas bedürfte, während er doch selbst allen Wesen Leben und Odem und alles andere gibt.
    26 Er hat auch gemacht, daß das ganze Menschengeschlecht von einem einzigen (Stammvater) her auf der ganzen Oberfläche der Erde wohnt, und hat für sie bestimmte Zeiten ihres Bestehens und auch die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt:
    27 sie sollten Gott suchen, ob sie ihn wohl wahrnehmen und finden möchten, ihn, der ja nicht fern von einem jeden unter uns ist;
    28 denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir, wie ja auch einige von euren Dichtern gesagt haben: ›Seines Geschlechts sind auch wir.‹
    29 Weil wir also göttlichen Geschlechts sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit gleiche dem Gold oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunstfertigkeit und Überlegung.
    30 Über die (früheren) Zeiten der Unwissenheit hat Gott zwar hinweggesehen; jetzt aber läßt er den Menschen ansagen, daß sie alle überall Buße tun sollen;
    31 denn er hat einen Tag festgesetzt, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu ausersehen und den er für alle durch seine Auferweckung von den Toten beglaubigt hat.« 
    32 Als sie aber von einer Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen aber sagten: »Wir wollen dich hierüber später noch einmal hören.«
    33 So ging denn Paulus aus ihrer Mitte hinweg.
    34 Einige Männer jedoch schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben, z.B. Dionysius, ein Mitglied des Areopags, sowie eine Frau namens Damaris und noch mehrere andere mit ihnen.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Thessaloniki kenn ich! Da wäre ich sogar fast schon einmal gewesen!
    • Die Frauen scheinen eine zunehmend wichtige Rolle zu spielen, wenn die "vornehmsten Frauen" (V. 4) extra ausgewiesen und so den "schlechten Männern" (V. 5) gegenübergestellt werden. In V. 12 werden sie nochmal erwähnt; da die Beröaner (klingt wie ne Sci-Fi-Rasse) aber besser sind, zusammen mit ihren Männern
    • "Den ganzen Erdkreis aufgewiegelt" (V. 6) muss doch wie ein Lob klingen
    • Ich finde die Beschreibung "[sie] forschten Tag für Tag in den (heiligen) Schriften, ob dies (alles) sich so verhalte" interessant. Unter einem Forscher stelle ich mir heute einen Wissenschaftler vor, der mit alten Lehrbüchern, dem Internet und wissenschaftlichen Publikationen Informationen zusammenträgt, Schlüsse daraus zieht und sozusagen Wissen schafft. Ich könnte mir vorstellen, dass das Tun der Juden dem nicht unähnlich war und wenn man die mosaischen statt der Naturgesetze an den Anfang der Forschung stellt, könnte man als "Forscher" die gleichen Schlüsse wie Petrus et al. ziehen. Vor allem, wenn das alte Testament sowas wie das damalige Internet war.
    • Athen kenn ich! Da war ich sogar schon einmal gewesen!
    • Jetzt sind die Apostel so weit gekommen, dass sie konsequenterweise auch mit anderen "Glaubensschulen" (oder eher Denkschulen) konfrontiert werden: Epikureer und Stoiker
    • V. 18: Schwätzer ist so ein tolles Wort
    • "Alle Athener nämlich [...] hatten für nichts anderes so viel Zeit übrig als dafür, irgendeine Neuigkeit zu erzählen oder zu hören" - das hätte 1:1 so von meinem Philosophielehrer in der Schule sein können
    • Den Areopag hab ich schon in echt gesehen Dort tagte der oberste Rat der Stadt und der Läufer von Marathon starb dort, nachdem er den Sieg verkündet hat. Also ein politisch aufgeladener Klumpen, auf dem Paulus seine Rede hält.
    • Einem unbekannten Gott einen Tempel zu errichten, klingt irgendwie smart. Könnte aber auch von der Scheibenwelt geklaut sein
    • Der Paulus kann schon gut reden. Er steigt mit dem Alltag der Leute ein und lobt sie erstmal, bevor er durch die Blume sagt, dass ihr Glaube nicht ganz korrekt ist. Hat nur nicht sooo viel gebracht
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  2. #5822
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    Man bemerke wie unterschiedlich Paulus zu den Heiden redet, die das Alte Testament und die Geschichte Israels nicht kennen. Kein Wörtchen vom Stammvater Abraham, David oder Mose. Er fängt sogar an, heidnische Philosophen zu zitieren.

    Beröa ist das hier heutzutage:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Veria
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  3. #5823
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    Apostelgeschichte 18
    Achtung Spoiler:
    1 Hierauf verließ Paulus Athen und begab sich nach Korinth.
    2 Dort traf er einen Juden namens Aquila, der aus Pontus stammte und erst vor kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war, weil (der Kaiser) Klaudius alle Juden aus Rom hatte ausweisen lassen. Paulus besuchte die beiden,
    3 und weil er das gleiche Handwerk betrieb wie sie, blieb er bei ihnen wohnen und arbeitete mit ihnen zusammen; sie waren nämlich nach ihrem Handwerk Zeltmacher.
    4 In der Synagoge aber besprach er sich an jedem Sabbat und suchte Juden wie Griechen zu gewinnen.
    5 Als dann Silas und Timotheus aus Mazedonien eingetroffen waren, widmete Paulus sich ganz der Lehrtätigkeit und bezeugte den Juden nachdrücklich, daß Jesus der Gottgesalbte sei.
    6 Weil sie aber nichts davon wissen wollten und Lästerreden führten, schüttelte er den Staub von seinen Kleidern ab und sagte zu ihnen: »Euer Blut komme auf euer Haupt: ich bin unschuldig! Von nun an wende ich mich an die Heiden!«
    7 Damit ging er von dort weg und begab sich in das Haus eines Heidenjuden namens Titius Justus, dessen Haus an die Synagoge anstieß.
    8 Crispus aber, der Vorsteher der Synagoge, wurde mit seinem ganzen Hause gläubig an den Herrn, und ebenso kamen viele Korinther, die Paulus predigen hörten, zum Glauben und ließen sich taufen.
    9 Der Herr aber sagte zu Paulus bei Nacht in einem Traumgesicht: »Fürchte dich nicht, sondern rede weiter und schweige nicht;
    10 denn ich bin mit dir, und niemand soll sich an dir vergreifen und dir ein Leid antun; denn ich habe ein zahlreiches Volk in dieser Stadt.«
    11 So blieb denn Paulus anderthalb Jahre dort und lehrte das Wort Gottes unter ihnen. 
    12 Als aber Gallio Statthalter von Griechenland (geworden) war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl (des Statthalters)
    13 mit der Beschuldigung: »Dieser Mensch verleitet die Leute zu einer Gottesverehrung, die gegen unser Gesetz verstößt.«
    14 Als Paulus sich nun dagegen verantworten wollte, sagte Gallio zu den Juden: »Wenn irgendein Verbrechen oder ein böswilliges Vergehen vorläge, ihr Juden, so würde ich eure Klage selbstverständlich angenommen haben;
    15 wenn es sich jedoch (nur) um Streitfragen über eine Lehre und über Benennungen und über das für euch gültige Gesetz handelt, so müßt ihr selbst zusehen: über solche Dinge will ich nicht Richter sein.«
    16 Damit wies er sie von seinem Richterstuhl weg.
    17 Da fielen alle über Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, her und verprügelten ihn vor dem Richterstuhl;
    18 Nachdem Paulus dann noch längere Zeit (in Korinth) geblieben war, nahm er von den Brüdern Abschied und trat die Seefahrt nach Syrien an, und zwar zusammen mit Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä (dem östlichen Hafen Korinths) das Haupt hatte scheren lassen, weil er ein Gelübde getan hatte.
    19 Sie kamen dann nach Ephesus, wo Paulus sich von jenen beiden trennte; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden.
    20 Als sie ihn aber baten, er möchte noch länger dort bleiben, ging er nicht darauf ein,
    21 sondern nahm Abschied von ihnen mit den Worten: »[Ich muß durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern; aber] so Gott will, werde ich später zu euch zurückkehren.« Dann fuhr er zu Schiff von Ephesus ab,
    22 landete in Cäsarea, ging (nach Jerusalem) hinauf, wo er die Gemeinde begrüßte, und zog dann nach Antiochia hinab.
    23 Nachdem er dort einige Zeit zugebracht hatte, brach er wieder auf, durchwanderte von einem Ort zum anderen das galatische Land und Phrygien und stärkte überall die Jünger durch Zuspruch.
    24 Inzwischen war ein Jude namens Apollos, der aus Alexandria stammte, ein gelehrter Mann, der in den (heiligen) Schriften außerordentlich bewandert war, nach Ephesus gekommen.
    25 Er hatte Unterweisung über den Weg des Herrn erhalten, redete mit glühender Begeisterung und trug das auf Jesus Bezügliche richtig vor, obgleich er nur von der Taufe des Johannes wußte.
    26 Dieser Mann fing dann auch an, in der Synagoge freimütig zu reden. Als Priscilla und Aquila ihn gehört hatten, traten sie mit ihm in Verbindung und setzten ihm die Lehre Gottes noch genauer auseinander.
    27 Als er dann nach Griechenland hinüberzureisen wünschte, bestärkten die Brüder ihn in dieser Absicht und schrieben an die Jünger (in Korinth), sie möchten ihn freundlich aufnehmen. Nach seiner Ankunft leistete er denen, die gläubig geworden waren, durch seine Gnadengabe die erfreulichsten Dienste;
    28 denn in schlagender Weise widerlegte er die Juden öffentlich, indem er aus den (heiligen) Schriften nachwies, daß Jesus der Messias sei.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Alle Juden aus Rom ausgewiesen Aber Athen, Korinth, Rom - die Städte werden mondäner Emoticon: monokel
    • Paulus einfach work & travel
    • Nicht nur Kaiser Klaudius weist die Juden aus: Auch Paulus bricht in Vers 6 mit ihnen. Seltsame Spiegelung; ich weiß noch nicht, was ich damit anfangen soll. Paulus steht in seiner "Macht", die Juden "auszuweisen", auf einer Stufe mit dem Kaiser von Rom...?
    • Gott mit ihm. (V. 10)
    • Paulus wird von aufmüpfigen Juden vor den lokalen römischen Statthalter geführt wegen Gotteslästerun. Eine weitere Parallele zu Jesus. Gallio redet sich auch raus, wie Pilatus, aber mit mehr Erfolg.
    • Die Antwort von Gallio ist ja mal ein herrliches "Lasst mich mit eurem Scheiß in Ruhe" Das erinnert mich an die ein oder andere Situation auf Arbeit... Wobei er bei der "richtigen" (sprich: physischen) Gewalttat ggü. Sosthenes auch nicht einschreitet. Das klingt eher so, als ob den gar nix bockt. Auch nicht gut. Auch von Arbeit bekannt.
    • Paulus vergisst nicht, wo er hergekommen ist und kehrt nach Jerusalem zurück. Das müsste dann, meiner Rekonstruktion nach, die zweite Reise von Paulus zeigen:

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    • Für Google Maps sind das zu viele Stationen. Aber zu Fuß sind es 4972km (statt 1986km bei der ersten Reise)

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    • Seine Aufgabe nimmt Apollos. Der ist Jude und hat einen sehr griechisch klingenden Namen, vereint also mehrere Aspekte derer, die bekehrt wurden. Er scheint als Person egal zu sein, aber eine wichtige Funktion zu erfüllen: Jetzt, wo Paulus nicht mehr da ist, braucht es einen, der "die erfreulichsten Dienste" (V. 27) leistet und "die Juden öffentlich" wiederlegt (V. 28)
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  4. #5824
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    Deine scharzen Striche sind besser als Google-Maps, das führt manchmal merkwürdige Umwege.

    Nur die grade Strecke zwischen Lystra und Troas passt nicht so ganz, da wollten sie ja ans Schwarze Meer (Pontus, Bythinien) wurden aber gehindert. Viele Bibelkarten machen da so einen Schlenker rein.


    Gallio: Von dem hat man ne Inschrift gefunden. Er war ab Sommer 51 n.Chr. Senatorischer Statthalter in der Provinz Achaia. Man kann dadurch den Aufenthalt des Paulus in Korinth von Ende 49 bis Sommer 51 datieren. Genaueres findet sich hier: https://www.neutestamentliches-repet...llio-minor.pdf

    Während des Aufenthaltes in Korith entstehen auch die Thessalonicherbriefe.
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  5. #5825
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    Apostelgeschichte 19
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    1 Während nun Apollos sich in Korinth aufhielt, kam Paulus, nachdem er das Binnenland von Kleinasien durchwandert hatte, nach Ephesus und fand dort einige Jünger vor.
    2 Er fragte diese: »Habt ihr den heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden waret?« Sie antworteten ihm: »Nein, wir haben überhaupt noch nichts davon gehört, ob der heilige Geist (schon) da ist.«
    3 Darauf fragte er sie: »Worauf seid ihr denn getauft worden?« Sie antworteten: »Auf die Taufe des Johannes.«
    4 Da sagte Paulus: »Johannes hat (nur) eine Bußtaufe vollzogen und dabei dem Volke geboten, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen würde, nämlich an Jesus.«
    5 Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen;
    6 und als Paulus ihnen dann die Hände auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und sprachen prophetisch.
    7 Es waren dies im ganzen etwa zwölf Männer. 
    8 Paulus ging dann in die Synagoge und trat dort ein Vierteljahr lang mit Freimut auf, indem er sich besprach und sie für das Reich Gottes zu gewinnen suchte.
    9 Als manche jedoch verstockt und unzugänglich blieben und die (neue) Lehre vor der versammelten Menge schmähten, sagte er sich von ihnen los, sonderte auch die Jünger von ihnen ab und hielt nun täglich seine Vorträge im Hörsaal eines gewissen Tyrannus.
    10 Das ging so zwei Jahre lang fort, so daß alle Bewohner der Provinz Asien das Wort des Herrn zu hören bekamen, Juden sowohl wie Griechen. –
    11 Auch ungewöhnliche Wunder ließ Gott durch die Hände des Paulus geschehen,
    12 so daß man sogar Schweißtücher oder Schürzen, die er (bei der Arbeit) an seinem Leibe getragen hatte, zu den Kranken brachte, worauf dann die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren. 
    13 Nun unterfingen sich aber auch einige von den umherziehenden jüdischen Beschwörern, über Personen, die von bösen Geistern besessen waren, den Namen des Herrn Jesus auszusprechen, indem sie sagten: »Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt!«
    14 Es waren besonders sieben Söhne eines gewissen Skeuas, eines Juden aus hohepriesterlichem Geschlecht, die das taten.
    15 Der böse Geist aber gab ihnen zur Antwort: »Jesus kenne ich wohl, und auch Paulus ist mir bekannt; doch wer seid ihr?«
    16 Hierauf sprang der Mensch, in welchem der böse Geist war, auf sie los, überwältigte beide und richtete sie so zu, daß sie unbekleidet und blutig geschlagen aus jenem Hause entflohen.
    17 Dieses Vorkommnis wurde alsdann allen Juden und Griechen bekannt, die in Ephesus wohnten, und Furcht befiel sie alle; der Name des Herrn Jesus aber wurde hoch gepriesen.
    18 Ebenso kamen auch viele von denen, die gläubig geworden waren, und bekannten offen und unverhohlen ihr früheres Treiben;
    19 ja nicht wenige von denen, die sich mit Zauberei abgegeben hatten, brachten die Zauberbücher auf einen Haufen zusammen und verbrannten sie öffentlich. Als man ihre Preise zusammenrechnete, kam der Betrag von fünfzigtausend Drachmen heraus.
    20 So breitete sich das Wort des Herrn unaufhaltsam aus und wurde immer stärker. 
    21 Als dieses glücklich ausgeführt war, entschloß sich Paulus dazu, Mazedonien und Griechenland zu durchwandern und sich dann nach Jerusalem zu begeben, wobei er erklärte: »Nachdem ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen.«
    22 So sandte er denn zwei von seinen Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien ab, während er selbst noch eine Zeitlang in der Provinz Asien verblieb. 
    23 Um diese Zeit aber kam es (in Ephesus) zu großen Unruhen wegen des Weges.
    24 Ein Silberschmied nämlich, Demetrius mit Namen, der silberne Tempel der Artemis verfertigte und den Handwerkern dadurch viel zu verdienen gab,
    25 berief diese und die hierbei beschäftigten Arbeiter zu einer Versammlung und sprach sich so aus: »Ihr Männer, ihr wißt, daß wir unsern Wohlstand diesem unserm Gewerbe verdanken.
    26 Nun seht und hört ihr aber, daß dieser Paulus nicht nur hier in Ephesus, sondern beinahe in der ganzen Provinz Asien viele Leute durch sein Gerede betört hat, indem er ihnen vorhält, das seien keine Götter, die von Menschenhänden angefertigt würden.
    27 Aber nicht nur dieser unser Erwerbszweig droht in Mißachtung zu kommen, sondern auch der Tempel der großen Göttin Artemis schwebt in Gefahr, in völlige Mißachtung zu geraten; ja es ist zu befürchten, daß sie sogar ihres hohen Ruhmes ganz verlustig geht, während sie jetzt doch von ganz Asien, ja von aller Welt verehrt wird.«
    28 Als sie das hörten, gerieten sie in volle Wut und riefen laut: »Groß ist die Artemis von Ephesus!«
    29 Die ganze Stadt geriet in Aufruhr, und alle stürmten einmütig ins Theater, wohin sie auch die Mazedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegefährten des Paulus, mitschleppten.
    30 Als Paulus nun (selbst) vor die Volksmenge treten wollte, ließen die Jünger es ihm nicht zu;
    31 auch einige von den obersten Beamten der Provinz Asien, die seine guten Freunde waren, schickten zu ihm und ließen ihm die Mahnung zugehen, er möchte sich nicht ins Theater begeben.
    32 Dort schrie nun alles wild durcheinander; denn die Versammlung war ein Wirrwarr; die meisten wußten überhaupt nicht, weswegen man zusammengekommen war.
    33 Da verständigte man aus der Volksmenge heraus den Alexander, den die Juden vorschoben. Dieser Alexander gab auch ein Zeichen mit der Hand und wollte eine Verteidigungsrede an das Volk richten;
    34 als man aber merkte, daß er ein Jude sei, erscholl von allen wie aus einem Munde etwa zwei Stunden lang der Ruf: »Groß ist die Artemis von Ephesus!«
    35 Endlich brachte der Stadtschreiber die Menge zur Ruhe und sagte: »Ihr Männer von Ephesus! Wo gibt es wohl in der ganzen Welt einen Menschen, der nicht wüßte, daß die Stadt Ephesus die Tempelhüterin der großen Artemis und ihres vom Himmel herabgefallenen Bildes ist?
    36 Da dies also eine unbestreitbare Tatsache ist, solltet ihr euch ja ruhig verhalten und nichts Übereiltes tun.
    37 Ihr habt ja doch diese Männer hierher gebracht, die weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern.
    38 Wenn nun Demetrius und die Zunft der Kunsthandwerker mit ihm Grund zu einer Klage gegen jemand haben, nun, so werden ja Gerichtstage abgehalten, und es gibt Statthalter; dort mögen sie ihre Sache miteinander abmachen!
    39 Habt ihr aber außerdem noch Wünsche, so wird das in der ordentlichen Volksversammlung erledigt werden.
    40 Droht uns doch wegen der heutigen Vorkommnisse sogar eine Anklage wegen Aufruhrs, weil kein Grund vorliegt, mit dem wir diesen Aufruhr rechtfertigen könnten.«
    41 Durch diese Worte brachte er die Versammlung zum Auseinandergehen. 


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Spannendes "Magiesystem": Wenn man auf den "Falschen" getauft ("nur eine Bußtaufe", V. 4) wird, empfängt man nicht den heiligen Geist. Das erinnert an Zauberformeln oder Beschwörungen, bei denen jeder Kreidestrich stimmen muss, damit das Ritual gelingt.
    • "etwa zwölf" (V. 7) ist bei einer so kleinen Zahl seltsam ungenau. Wären es genau zwölf, hätte Paulus hier auch ne Art Jünger (wie Jesus)
    • Paulus Dozent
    • Tyrannus (V. 9) ist aber kein sehr wohlklingender Name
    • Paulus kommt in seiner Heiligkeit ja regelrecht an Jesus ran: Sie sippscht sogar auf eine Kleidung ab, mit der Wunder vollbracht werden.
    • Der gute Name von Herrn Christus kann auch nicht durch "Personen, die von bösen Geistern besseren waren" (V. 13) in den Schmutz gezogen werden (vgl. V. 17)
    • Bücherverbrennung Emoticon: pyroschlumpf
    • Wenn ein einfacher Arbeiter pro Tag 1 Drachme bekommt, entspricht das bei heutigem Mindestlohn ein paar Millionen Euro an Wert
    • "Rom sehen und predigen" klingt wie ein Filmtitel
    • In Gestalt von Demetrius kommt es zu Konflikten mit der Wirtschaft, die an alten Business-Modellen gut verdient und jetzt Gefahr läuft, weniger zu erwirtschaften. Erinnert ein bisschen an die Öl- und Gas- und Automobilindustrie. Statt Artemis wird allerdings in diesen Fällen die Gasheizung oder der Verbrenner verehrt
    • Je mehr ich in der Bibel lese, desto mehr hab ich das Gefühl, dass es so einfach sein könnte, grüne/soziale Politik als C zu verkaufen. Man muss dieses Buch nur einmal selbst gelesen haben und wie Paulus und Konsorten die Wörte deuten Emoticon: kratz
    • V. 32 klingt wie ein Klassenzimmer - oder die AfD im Bundestag
    • Die Versammlung wird aufgelöst, aber der Grund dafür bleibt bestehen. Jedenfalls ändert der Hinweis auf marktwirtschaftliche Mechanismen Gerichtstage und Statthalter (V. 38) am Ausgangskonflikt nichts.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  6. #5826
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
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    Ist ja im Grunde, was Talarico bei den Amis macht. Der hat zwar teilweise sehr liberale Auslegungen, oder ich finde ihn im Summe näher dran als die (stereo)typischen nominal-christlichen Erzkapitalisten im konservativen Lager. (dabei zähle ich auch die Union mit, die ja unter anderem auch in Hinsicht Geldliebe im Vergleich zu was bei denen rumspukt noch sehr gemäßigt ist )

  7. #5827
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Claude war so nett und hat mir mal eine Übersicht dieser Story gedashboardet:

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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  8. #5828
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    1 Als sich nun die Unruhe gelegt hatte, ließ Paulus die Jünger zu sich kommen, hielt eine ermahnende Ansprache an sie, nahm dann Abschied von ihnen und trat die Reise nach Mazedonien an.
    2 Nachdem er diese Gegenden durchzogen und (den dortigen Gläubigen) reichen Zuspruch gespendet hatte, begab er sich nach Griechenland.
    3 Als er sich dann nach einem Aufenthalt von drei Monaten nach Syrien einschiffen wollte und die Juden einen Anschlag gegen ihn planten, entschloß er sich zur Rückkehr durch Mazedonien.
    4 Auf der Reise begleiteten ihn (bis nach Kleinasien): Sopater, der Sohn des Pyrrhus aus Beröa, ferner von den Thessalonikern Aristarchus und Sekundus, weiter aus Derbe Gajus und Timotheus; außerdem aus der Provinz Asien Tychikus und Trophimus.
    5 Diese (letzten beiden) jedoch reisten uns voraus und erwarteten uns in Troas;
    6 wir selbst dagegen fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote zu Schiff von Philippi ab und kamen fünf Tage später zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage blieben. 
    7 Als wir uns nun am ersten Tage nach dem Sabbat versammelt hatten, um das Brot zu brechen, besprach sich Paulus mit ihnen, weil er am folgenden Tage abreisen wollte, und dehnte die Unterredung bis Mitternacht aus.
    8 Zahlreiche Lampen brannten in dem Obergemach, in dem wir versammelt waren.
    9 Da wurde ein Jüngling namens Eutychus, der im (offenen) Fenster saß, von tiefem Schlaf überwältigt, weil Paulus so lange fortredete; er stürzte dann im Schlaf vom dritten Stockwerk hinab und wurde tot aufgehoben.
    10 Paulus aber ging hinunter, warf sich über ihn, schlang die Arme um ihn und sagte: »Beunruhigt euch nicht! Seine Seele ist (wieder) in ihm.«
    11 Als er dann wieder hinaufgegangen war und das Brot gebrochen hatte, nahm er einen Imbiß und unterredete sich noch lange weiter mit ihnen, bis der Tag anbrach; dann erst machte er sich auf den Weg.
    12 Den Knaben aber hatte man lebend weggetragen, wodurch alle sich nicht wenig getröstet fühlten. 
    13 Wir (anderen) waren unterdessen auf das Schiff vorausgegangen und fuhren auf Assos zu in der Absicht, dort Paulus an Bord zu nehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er selbst den Weg dorthin zu Fuß machen wollte.
    14 Als er dann in Assos mit uns wieder zusammengetroffen war, nahmen wir ihn an Bord und gelangten nach Mitylene.
    15 Von dort fuhren wir weiter und kamen am folgenden Tage auf die Höhe von Chios; tags darauf legten wir in Samos an und gelangten [nach einem Aufenthalt in Trogyllion] am nächsten Tage nach Milet.
    16 Paulus hatte sich nämlich entschlossen, an Ephesus vorüberzufahren, um keine Zeit mehr in der Provinz Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um womöglich am Tage des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein.
    17 Von Milet aus aber sandte er Botschaft nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen.
    18 Als sie sich bei ihm eingefunden hatten, richtete er folgende Ansprache an sie: »Ihr wißt selbst, wie ich mich vom ersten Tage ab, an dem ich die Provinz Asien betreten hatte, die ganze Zeit hindurch bei euch verhalten
    19 und dem Herrn gedient habe mit aller Demut und unter Tränen und Anfechtungen, die mir aus den Nachstellungen der Juden erwuchsen,
    20 wie ich durchaus nichts verabsäumt habe, um euch alles, was euch heilsam sein konnte, öffentlich und in den Häusern zu verkündigen und zu lehren,
    21 indem ich es sowohl Juden als auch Griechen ans Herz legte, sich zu Gott zu bekehren und an unsern Herrn Jesus Christus zu glauben.
    22 Und jetzt, seht: im Geist gebunden, reise ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort widerfahren wird;
    23 nur das bezeugt mir der heilige Geist in jeder Stadt mit Bestimmtheit, daß Gefangenschaft und Leiden auf mich warten.
    24 Doch ich sehe das Leben als für mich selbst völlig wertlos an, wenn ich nur meinen Lauf [mit Freuden] vollende und den Dienst (zum Abschluß bringe), den ich vom Herrn Jesus empfangen habe, nämlich Zeugnis für die Heilsbotschaft von der Gnade Gottes abzulegen.
    25 Und jetzt, seht: ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht wiedersehen werdet, ihr alle, unter denen ich mich als Prediger des Reiches (Gottes) bewegt habe.
    26 Darum gebe ich euch am heutigen Tage die feste Versicherung, daß ich den Tod niemandes auf dem Gewissen habe;
    27 denn ich habe es an mir nicht fehlen lassen, euch den ganzen Ratschluß Gottes zu verkündigen.
    28 So gebt denn acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, bei welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern bestellt hat, damit ihr die Gemeinde des Herrn weidet, die er sich durch sein eigenes Blut erworben hat.
    29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang schlimme Wölfe bei euch einbrechen und die Herde nicht verschonen werden;
    30 ja aus eurer eigenen Mitte werden Männer auftreten und Irrlehren vortragen, um die Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen.
    31 Darum seid wachsam und bleibt dessen eingedenk, daß ich drei Jahre hindurch Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden einzelnen (von euch) unter Tränen zu ermahnen.
    32 Und nunmehr befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft besitzt, aufzubauen und das Erbe zu verleihen unter allen, die sich haben heiligen lassen.
    33 Silber, Gold und Kleidung habe ich von niemand begehrt;
    34 ihr wißt selbst, daß für meinen Lebensunterhalt und auch für meine Begleiter diese (meine) Hände gesorgt haben.
    35 Immer und überall habe ich euch gezeigt, daß man in solcher Weise arbeiten und sich der Schwachen annehmen und dabei der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein muß; denn er hat selbst gesagt: ›Geben ist seliger als Nehmen.‹«
    36 Nach diesen Worten kniete er mit ihnen allen nieder und betete.
    37 Da brachen alle in lautes Wehklagen aus, fielen dem Paulus um den Hals und küßten ihn;
    38 am schmerzlichsten war für sie das Wort, das er ausgesprochen hatte, sie würden sein Angesicht nicht wiedersehen. Sie gaben ihm darauf das Geleit bis zum Schiff.


    Bemerkungen/ Gedanken:
    • Die dritte Reise beginnt Emoticon: segeln
    • "und die Juden einen Anschlag gegen ihn planten" - That escalated quickly
    • "uns" ist zwar nicht in Vers 4 erwähnt worden, aber in Vers 5 wieder am Start
    • Troas schon wieder. Klingt nach Troja
    • Schön, dass so kleine Details wie das Brechen des Brotes in V. 7 Einzug gehalten haben Überhaupt hat die Sprache wieder - seit dem Wechsel der Person - etwas Erzählerisches (ausgedehnte Unterredung, zahlreiche Lampen brannten)
    • Eutychus hat sich selbst defenestriert Oder wurde er zu Tode gelabert? Das ist auf jeden Fall ein selten dämlicher Weg, ins Gras zu beißen. Schade, dass Darwin noch nicht gelebt hat
    • Wie praktisch, dass Paulus den armen Eutychus zur Not wiederbeleben kann. Entbeht allerdings nicht einer gewissen Komik.
    • Warum Paulus wohl zu Fuß nach Assos geht, wenn er es doch eigentlich eilig hat...?
    • Seie Rede gegenüber den Glaubensgeschwistern hat etwas Fatalistisches, aber wenn der heilige Geist höchstpersönlich (V. 23) ihn vorwarnt, hat er wohl allen Grund dazu. Er scheint aber nicht auf die Idee zu kommen, stattdessen woanders hinzugehen. Auch ein bisschen fanatisch (vgl. 24). Er spricht Jesus selbst an, im Glauben durch Gefangenschaft und Leiden umzukommen wäre maximal JC-like.
    • Sind Herden-Metaphern in der Bibel eigentlich sowas wie Fußball-Metaphern heute?
    • Silber, Gold und Kleidung, hab ich nie gewollt Emoticon: musik - den Song hab ich anders in Erinnerung
    • Den Spruch "Geben ist Seliger als Nehmen" kenne ich natürlich, wusste aber nicht, wo der herkommt und unter welchen (schlimmen) Umständen der gesagt wurde. Das macht ihn für mich nochmal stärker, auch wenn ich es nicht als Fazit unter Jesu Botschaft setzen würde.
    • Der Erzähler wechselt wieder, aber ein erzählerisches Element bleibt: Spannung und Mystery
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  9. #5829
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Achtung Spoiler:
    1 Als wir uns dann von ihnen losgerissen hatten und wieder in See gegangen waren, kamen wir in gerader Fahrt nach Kos, am nächsten Tage nach Rhodus und von dort nach Patara.
    2 Als wir dort ein Schiff fanden, das nach Phönizien bestimmt war, stiegen wir ein und fuhren ab.
    3 Wir bekamen Cypern in Sicht, das wir aber zur Linken liegen ließen, steuerten auf Syrien zu und legten in Tyrus an; denn dort hatte das Schiff seine Ladung zu löschen.
    4 Wir suchten nun die Jünger auf und blieben sieben Tage dort; jene warnten den Paulus auf Eingebung des Geistes wiederholt vor der Reise nach Jerusalem.
    5 Als wir aber die Tage dort verlebt hatten, machten wir uns zur Weiterfahrt auf den Weg, wobei alle (Brüder) samt Frauen und Kindern uns das Geleit bis vor die Stadt hinaus gaben. Am Strande knieten wir nieder und beteten;
    6 dann nahmen wir Abschied voneinander und gingen an Bord, während jene wieder heimkehrten.
    7 Wir aber legten den letzten Teil unserer Fahrt zurück, indem wir von Tyrus nach Ptolemais segelten; wir begrüßten auch hier die Brüder, blieben aber nur einen Tag bei ihnen.
    8 Am nächsten Morgen zogen wir weiter und kamen nach Cäsarea, wo wir bei dem Evangelisten Philippus, einem der sieben (Armenpfleger), einkehrten und bei ihm blieben.
    9 Dieser hatte vier unverheiratete Töchter, welche Prophetengabe besaßen.
    10 Während unseres mehrtägigen Aufenthalts (in Cäsarea) kam ein Prophet namens Agabus aus Judäa herab
    11 und besuchte uns, er nahm den Gürtel des Paulus, band sich Hände und Füße damit und sagte dann: »So spricht der heilige Geist: ›Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem in dieser Weise binden und ihn den Heiden in die Hände liefern.‹«
    12 Als wir das hörten, baten wir und die Einheimischen den Paulus inständig, er möchte nicht nach Jerusalem hinaufgehen.
    13 Da antwortete Paulus: »Was weint ihr so und macht mir das Herz schwer? Ich bin ja bereit, mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen, sondern auch den Tod für den Namen des Herrn Jesus zu erleiden!«
    14 Weil er sich nun nicht umstimmen ließ, beruhigten wir uns und sagten: »Des Herrn Wille geschehe!«
    15 Nach Ablauf dieser Tage machten wir uns reisefertig und zogen nach Jerusalem hinauf.
    16 Dabei begleiteten uns auch einige Jünger aus Cäsarea und brachten uns zu einem gewissen Mnason aus Cypern, einem alten Jünger, bei dem wir als Gäste wohnen sollten.
    17 Nach unserer Ankunft in Jerusalem nahmen uns die Brüder mit Freuden auf.
    18 Gleich am folgenden Tage ging Paulus mit uns zu Jakobus, und auch alle Ältesten fanden sich dort ein.
    19 Nachdem Paulus sie begrüßt hatte, erzählte er ihnen alles im einzelnen, was Gott unter den Heiden durch seine Arbeit vollbracht hatte.
    20 Als sie das gehört hatten, priesen sie Gott, sagten aber zu ihm: »Du siehst, lieber Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig geworden sind; doch alle sind sie eifrige Anhänger des (mosaischen) Gesetzes.
    21 Nun ist ihnen aber über dich berichtet worden, daß du allen Juden, die unter den Heiden leben, den Abfall von Mose predigest und ihnen empfehlest, sie möchten ihre Kinder nicht beschneiden lassen und überhaupt die herkömmlichen Gebräuche nicht mehr beobachten.
    22 Was ist da nun zu tun? Jedenfalls werden sie von deinem Hiersein erfahren.
    23 Tu also, was wir dir raten! Wir haben hier (gerade) vier Männer unter uns, die ein Gelübde auf sich genommen haben;
    24 nimm diese mit dir, laß dich mit ihnen reinigen und bezahle für sie (die zu entrichtenden Gebühren), damit sie sich das Haupt scheren lassen können; dann werden alle einsehen, daß an den Gerüchten, die ihnen über dich zu Ohren gekommen sind, nichts Wahres ist, daß vielmehr auch du in der Beobachtung des Gesetzes wandelst. 
    25 Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir beschlossen und ihnen (schriftlich) mitgeteilt, daß sie sich vor Götzenopferfleisch, vor (dem Genuß von) Blut, vor dem Fleisch erstickter Tiere und vor Unzucht zu hüten haben.«
    26 Daraufhin nahm Paulus die (betreffenden) Männer mit sich, ließ sich am folgenden Tage reinigen und ging mit ihnen in den Tempel, wo er den Abschluß der Reinigungstage anmeldete, (die so lange dauerten) bis für einen jeden von ihnen das Löseopfer dargebracht sein würde. 
    27 Als aber die sieben Tage (der Reinigungszeit) nahezu abgelaufen waren, erblickten ihn die Juden, die aus der Provinz Asien gekommen waren, im Tempel und brachten die ganze Volksmenge in Aufruhr; sie nahmen ihn fest
    28 und riefen laut: »Ihr Männer von Israel, kommt uns zu Hilfe! Dies ist der Mensch, der überall vor allen Leuten seine Lehre gegen unser Volk und gegen das Gesetz und gegen diese Stätte vorträgt! Dazu hat er jetzt auch noch Griechen in den Tempel hineingebracht und dadurch diese heilige Stätte entweiht!«
    29 Sie hatten nämlich vorher den Trophimus aus Ephesus in der Stadt mit ihm zusammen gesehen und meinten nun, Paulus habe ihn in den Tempel mitgenommen.
    30 So geriet denn die ganze Stadt in Bewegung, und es entstand ein Volksauflauf; man ergriff Paulus und schleppte ihn aus dem Tempel hinaus, worauf dessen Tore sogleich geschlossen wurden. 
    31 Während man nun darauf ausging, ihn totzuschlagen, gelangte an den Obersten der römischen Abteilung die Meldung hinauf, ganz Jerusalem sei in Aufruhr.
    32 Dieser nahm (daher) sofort Mannschaften und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als jene nun den Obersten und die Soldaten sahen, hörten sie auf, Paulus zu schlagen.
    33 Da trat der Oberst heran, bemächtigte sich seiner, ließ ihn in zwei Ketten legen und fragte, wer er sei und was er getan habe.
    34 Da schrien alle in der Volksmenge durcheinander. Weil er nun wegen des Lärms nichts Sicheres ermitteln konnte, gab er Befehl, man solle Paulus in die Burg führen.
    35 Als Paulus aber an die Treppe (zur Burg hinauf) gelangt war, mußte er wegen des gewaltsamen Andrangs der Menge von den Soldaten getragen werden;
    36 denn die Volksmenge zog mit unter dem lauten Ruf: »Nieder mit ihm!«
    37 Als nun Paulus eben in die Burg hineingeführt werden sollte, fragte er den Obersten: »Darf ich dir etwas sagen?« Jener erwiderte: »Du kannst Griechisch?
    38 Da bist du also nicht der Ägypter, der vor einiger Zeit den Aufruhr erregt und die viertausend Mann Banditen in die Wüste hinausgeführt hat?«
    39 Paulus antwortete: »Nein, ich bin ein Jude aus Tarsus, Bürger einer namhaften Stadt in Cilicien. Erlaube mir, bitte, zum Volke zu reden!«
    40 Als jener ihm die Erlaubnis gegeben hatte, gab Paulus, auf der Treppe stehend, dem Volk ein Zeichen mit der Hand; als dann völlige Stille eingetreten war, hielt er in der hebräischen Landessprache folgende Ansprache an sie:


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Das Wir ist wieder da Emoticon: run - und mit ihm der erzählerische Erzählstil
    • Die Spannung steigt. Was wird mit Paulus in Jerusalem nur passieren? Erst wurde er selbst vom Hl. Geist gewarnt, dann warnen ihn die Jünger, dann ein Prophet. Er wird also quasi dreimal gewarnt
    • Hat so ein bisschen was von einer Abschiedstournee: Paulus segelt überall vorbei und grüßt seine "Fans"
    • Der Einzug in Jerusalem hat - wie bei JC - etwas Triumphales. Paulus reitet zwar nicht auf einem Eselfüllen, aber überall hat er Freunde, und Jünger, die ihm "mit Freuden" begegnen und aufnehmen (V. 17)
    • Der Abfall von Moses Emoticon: snicker
    • Paulus Missionierung und seine Auslegung der Bibeltexte ggü. den Heiden und ausländischen Juden hat Konsequenzen. So wie es bei JC die Auslegung der Bibeltexte ggü. den "normalen" Juden hatte.
    • Wenn Paulus wirklich wie JC gewesen wäre, hätte er dann auch den "Trick" mit dem Reinigen/Beachten des Gesetzes gemacht? Jesus hat auch am Sabbat Leute geheilt. Paulus hingegen tut, als halte er sich an die Gesetze (was sein mag), obwohl er Widersprüchliches gelehrt hat. Er hätte auch dazu stehen und die Konfrontation mit den Juden suchen können. So suchen sie die Konfrontation mit ihm.
    • Vielleicht bin ich auch zu verkatert, um das mit dem Reinigen zu checken.
    • Da geht es ja ganz schön wild in Jerusalem zu Die römische Herrschaft schreitet ein, fällt aber kein Urteil (zumindest hier nicht) und lässt Paulus zum Volk reden.
    • Vers 40 ist ja mal ein übler Cliffhanger
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  10. #5830
    Für mehr Klink im ***** Avatar von Gulaschkanone
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    Hier haben wir die Andere Blutwurststele, allerdings leicht differierend.
    Zitat Zitat von Nahoïmi Beitrag anzeigen
    Einheit, Einheit, gib mir meine Minghan wieder :p

    Mehrfacher Gewinner einer DET-Runde und Sieger der Herzen(2/7)

    Vom Kurfürst, über Admiral, Jarl, Botschafter und König zum Papst-ein Leben im Civforum.

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