Königreich Schottland
Die Heilerschule St. Mungo erweist sich als gute Idee, wie eine große Zahl von Interessenten aus den verschiedenen Gesellschaftsschichten zeigt. Im Frühling 1719 sollte die erste Klasse ihre Ausbildung beginnen. Man hofft, auf diese Weise eine zusätzliche Gruppe medizinisch ausgebildeter Männer und – falls der König es erlaubt – auch Frauen zu gewinnen, die zwar kein Universitätsstudium besitzen, aber aus dem Land selbst stammen. Bisher waren meist englische und französische Ärzte ins Land gekommen, sofern nicht eine aufstrebende und wohlhabende Familie ihre Söhne an die dortigen Universitäten gesandt hatte und sie nicht wie meist üblich Theologie oder Recht, sondern Medizin studieren ließ.
Wirtschaftlich erlebte das Land ein weiteres gutes Jahr, was nicht zuletzt mit der günstigen Lage der Handelsmesse von Dublin und der WMC zu tun hatte. Die britische Eintracht ist offenbar gerade für Schottland sehr nützlich. Allerdings nimmt die Konkurrenz der Hanse mittlerweile deutlich zu, was die Fischerei im Nordatlantik angeht. Nur in Richtung der grönländischen Siedlungen, bei Spitzbergen und vor Nova Scotia mit seiner besonderen Rechtslage verfügt man noch über ein weitgehendes Monopol, das nur von wenigen, seit vielen Jahren aktiven Schiffen der Zisterzienser durchbrochen wird, die zum Teil sogar mit schottischen Mannschaften zusammenarbeiten.
Die beiden untersuchten Festungen sind kaum mehr zu retten, ohne eine sehr beachtliche Summe Geldes zu investieren. Für das etwas kleinere Dumfries müssten 5,1 Millionen S, für das größere Hawick 6,8 Millionen S investiert werden, um sie in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen und verteidigungsbereit zu machen. Den übrigen Festungen droht dasselbe Schicksal, zumal alle fünf Burgen als Steinbrüche für den Bau von Häusern genutzt wurden. Man hätte wohl auch das Problem, dass die Infrastrukturkosten noch weiter anwachsen würden, sollte man die fünf großen Festungswerke wieder in Betrieb nehmen wollen.
Innen- und außenpolitisch steht Schottland jedenfalls sehr gut da, wie auch die Debatten im Herbstparlament zeigten. Insbesondere die Bauernbefreiung wird mittlerweile allgemein akzeptiert und von allen Ständen mitgetragen.
Besonderheiten:
Die schottische Krone bezieht aus königlichen Konzessionen für die Fischerei vor Nova Scotia ein jährliches Einkommen von der amerikanischen Kolonie, das völlig frei verwendet werden kann und keinen Restriktionen aus dem Regelteil unterliegt – sofern man von offensichtlich unmöglichen Aktionen absieht.
Dank der reichen Fischgründe vor der neuschottischen Küste ist das Reich vor Hungersnöten sicher und verliert in Jahren mit einer Missernte kaum an Einnahmen oder Bevölkerung. In schweren Notzeiten wird Schottland sogar zum Anziehungspunkt für fremde Bürger.
Da es in der Vergangenheit mehrere englische Invasionen gegeben hat, ist das Grenzgebiet auf schottischer Seite mit sehr modernen Burgen geschützt, die vom örtlichen Adel und den wohlhabenden Bürgern der Städte unterhalten werden. Lief als Gegenleistung an den Adel mit dem großflächigen Beginn der Bauernbefreiung Anfang 1709 aus.
Herrschaftsgebiet: Schottland
Vasallen: Nova Scotia (seit 1702 zugleich Vasalleneid gegenüber dem Großkhanat Shikawo)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 220 000 (leicht gewachsen)
Regionen: Lowlands, Highlands-Island-Nordatlantikinseln (mit der Kalmarer Union, den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus und den mongolischen Stützpunkten); Nova Scotia ist der Region St.-Xystus-Strom zugeordnet
Hauptstadt: Edinburgh (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Edinburgh (Stadtschloss 3)
Wichtige Festungen: Dumfries (4), Langholm (5), Hawick (5), Kelso (5), Duns (3), mittlerweile nicht mehr unterhalten und daher nur unvollständig für eine Belagerung gerüstet; Dumfries und Hawick gelten inzwischen sogar fast schon als Ruinen, Kelso seit Mitte 1718 ebenso
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Alasdair IV. (seit 1716, *1677)
Verstorbene Monarchen: König Robert IV. (1688-1716, *1646)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Royal Bank of Scotland zur Förderung von Landwirtschaft und Fischerei
1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Irland und England
1704: Bau eines Handelshafens auf Nova Scotia zum halben Preis
1705: Erstellung eines (fiktiven) Stammbaumes der Steward/Stuart-Dynastie
1706: Feier der Highland Games mit einem Finale in Braemar
1707: Einrichtung einer Bauernkasse, die den geplanten Übergang zur Bauernbefreiung unterstützen soll
1708: Beginn der Bauernbefreiung mit Landverteilung (geplant bis 1714, Ablösezahlungen von 50 S pro Person, die bis ungefähr 1810 laufen dürften)
1709: Doppelhochzeit des Kronprinzen Edward von England mit Prinzessin Fiona von Schottland und Kronprinz Malcolm von Schottland mit Prinzessin Mary von England.
1710: Rundreise des Königs durch Schottland, um sich volksnah zu zeigen
1711: Gründung des Distelordens (The Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle)
1712: Bau eines Handelshafens 1 in Iverness
1713: Handelsmission in die drei nördlich gelegenen neuen Vasallenkhanate Nordamerikas
1714: Großes Ritterturnier in Glasgow
1715: Gründung einer nautischen Schule in Aberdeen
1716: Förderung der Fischverarbeitung in den Hafenstädten
1717: Krönung und Rundreise des neuen Königs Alasdair IV.
1718: Gründung einer Heilerschule in Glasgow
Besondere Gebäude:
Seit 1706: Handelshafen 1 auf Nova Scotia
Seit 1715: Nautische Schule 1 in Aberdeen
Seit 1718: Heilerschule St. Mungo in Glasgow
Offene Bauprojekte: Handelshafen 1 in Iverness (340 000 S/ 1 500 000 S)
Botschaften und Feste Gesandtschaften: Keine
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Königreich England (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 850 000 S
Einnahmen der Krone aus Neuschottland: 120 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 86 000 S
Verbliebene Mittel für die Förderung von Schülern in St. Mungo: 10 000 S
Entrichtete Tribute: 60 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
Kreditzinssatz: 12%
Einlagen der Royal Bank of Scotland: 450 000 S (davon 340 000 S verliehen)
Einlagen der Bauernkasse: 0 S (sollte möglichst wieder aufgefüllt werden, 100 000 S sind in den letzten Jahren eine gute Summe gewesen, um die Freikäufe weiterzuführen)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Infrastrukturkosten 1718: 290 000 S
Weitere feste Ausgaben: 60 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: -
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1718: 1164 Anteile (Irland: 225, Schottland 225, England 225, Handelskonsortien 489), 760 000 S, dazu 1*600, 3*400, 12*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 198 000 S.
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1719: 1169 Anteile (Irland: 225, Schottland 225, England 225, Handelskonsortien 494), 770 000 S, dazu 1*600, 3*400, 12*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 198 000 S.
Waffentragende Bevölkerung: 0,5 (effektiv 0,5) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 3,9 (effektiv 3,9) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Geschütze: -
Schiffe zu Jahresbeginn 1718: 4*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Schiffe am Jahresende 1718: 4*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1719: 4*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Söldner: 1,0 Minghan LR (Lyon)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1718: -


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