Abgabetermin: Dienstag, der 10. November um 20.00 Uhr
Allgemeines
Eine weitere sehr gute Ernte sorgte im Jahr 1718 für wirtschaftliche Sicherheit und trug zu einem Aufschwung des Handels in Europa bei. Da die Rahmenbedingungen sich erneut in einigen Regionen deutlich veränderten, dürfte ein Teil des neu erworbenen Wohlstands zudem in den nächsten Jahren seine Wirkung zeigen. Einige Kaufleute bitten aber ihre Monarchen darum, möglichst nicht jedes Jahr die Privilegien und andere Formen der (durchaus erwünschten) Zusammenarbeit umzustellen. Andererseits profitieren sehr versierte Händler wie die Iren und Hanseaten von solchen Maßnahmen, da sie sich offenkundig schneller anpassen können.
Politisch zeichnete sich in diesem Jahr ein neues Bündnis des Königreichs Frankreichs, des Khanats Hellas und des Kalifats von Cordoba ab. Da einige dieser drei Großmächte zudem anderen Ländern wie Galicien und Burgund eng verbunden sind, könnte ein europäisches Machtzentrum im Südwesten des Kontinents entstehen. Es gelang aber offenbar noch nicht, durch politische Maßnahmen und Propaganda in verschiedenen Zeitungen erfolgreich gegen die italienische Handelsmesse vorzugehen. Nur in Frankreich und Spanien konnten Kaufleute in größerer Zahl davon abgehalten werden, nach Genua zu reisen.
Die monglischen Teilreiche konnten sich in diesem Jahr wieder etwas stabilisieren, und in der Sahara gewannen die Allianzen gegenüber den einzelnen Stämmen an Macht, zumal mongolisches Gold und Nahrungsmittel aus den Satrapien als Subsidien oder Tribut über diese Bündnisse verteilt werden. In Indien und China blieb es in diesem Jahr ruhig, auch wenn radikale hinduistische Brahmanen weiterhin dafür eintreten, den Subkontinent vollständig von fremden Mächten zu „reinigen“. Eine solche Kompromisslosigkeit ist chinesischen Buddhisten und Konfuzianern bislang fremd, was das Bündnis zwischen Kaiserreich und Großkhanat deutlich erleichtert. Ähnlich wie in Afrika und Indien ist allerdings auch am chinesischen Hof der Wunsch nach einem Meerzugang zu hören.
Politische Konflikte könnten aber nicht nur wegen religiöser und territorialer Streitigkeiten entstehen, sondern auch aus der Nachfolgefrage. Außer in Dagomys regieren bislang noch die Großkhane aus der Zeit der Reichsteilung, und sogar die meisten freien Khanate und Reiche werden von Männern gelenkt, die während der Unabhängigkeitskämpfe an der Macht gewesen waren. Während mancherorts klare Regeln festgelegt worden sind, ist beispielsweise in der Föderation von Induru noch unklar, wer Rama I. einst nachfolgen könnte.


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