Apostelgeschichte 3
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Petrus erinnert ein weiteres Mal an Jesus: Er heilt einen Lahmen.
- Ich wusste gar nicht, dass auch die Apostel solche Wunder vollbracht haben sollen. Aber das ist plausibel, wenn es mit dem Heiligen Geist einhergeht.
- Jetzt müssen Petrus und Johannes hoffentlich nicht fürchten, dass sie auch Jesu Tod am Kreuz teilen
- "So tut denn Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden vergeben werden" (V. 19) - das "Bußetun" klingt für mich nicht so jesusig. Vielleicht, weil sich das auf seine Kreuzigung bezieht und die Angesredeten jetzt erst Buße tun können?
- Auch das Gerede von der "Endzeit", das in Vers 21 anklingt, kommt mir weniger jesusig vor. Er bezieht sich damit aber auf u.a. Mose (V. 22) und erinnert an den Bund Gottes mit den Menschen.
- Ich bin mal gespannt, ob Petrus Reziption von Jesu Botschaft abweichen wird. Bei den Propheten hatten wir es ja, dass die immer schlechter geworden sind, bis es in Jesus, dem ultimativen Propheten, kulminierte. Würde mich zumindest nicht wundern, wenn jetzt wieder die Entfernung wächst.
Pfingsten:
Apostelgeschichte 2 ist eines der wichtigsten Kapitel in der diesem Buch. Mongke hat ja schon erkannt: Babel wird zurückgedreht, es ist die Entstehung der Pfingstfestes und die Altestamentlichen Zitate.
Zitieren des AT im NT:
Die Leute haben oft keine Bibel vorliegen. Petrus zitiert die Psalmen aus dem Gedächtnis. Manchmal fassen die neutestamentlichen Prediger und Autoren auch mehrere Stellen zu einem Mischzitat zusammen. Später wird im griechischen Raum oft die Septuaginta verwendet. Die unterscheidet sich an manchen Punktem vom masoretischen Text, auf dem die meisten unserer heutigen Bibelübersetzungen basieren - daher kommen manchmal Unterschiede.
Petrus David-Argumentation:
Ja, er will darstellen, dass Jesus krasser ist als David. David hat von einer Auferstehung geschrieben: "Du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen". Dies ist David aber nicht passiert. Also muss es sich auf jemand anders beziehen. Dieser Andere ist Jesus.
Letzter Vers in Kap 2
Für meine eigene Glaubensrichtung hatte dieser Vers eine besondere Bedeutung: "Sie hielten aber beharrlich fest an der Lehre der Apostel und an der (brüderlichen) Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den (gemeinsamen) Gebeten." - Darauf hat sich vor fast 200 Jahren die kleine Bewegung berufen, aus der meine Freikirche hervorging.
Allgemein sind Reofrmationsbestrebungen im Christentum ja immer: Zurück zu den Wurzeln, zurück zur Bibel und zu den ersten Christen. Und da orientiert man sich daran, was die getan haben. Hier werden 4 Punkte genannt: Lehre, Gemeinschaft, Abendmahl, Gebet. Das ist bis heute das, was viele Gemeinden und Kirchen hauptsächlich ausmacht.
Weiter Apg 3
Ja, Petrus und Johannes (und auch die anderen Apostel) machen genau das, was Jesus tat. Sie predigen das Evangelium und vollbringen Wunder.
Und dafür bekommen sie das Gleiche, was Jesus bekommt: Sie werden vom Hohen Rat verhaftet. Und ja, sie müssen auch die Kreuzigung fürchten. Vielleicht nicht die Kreuzigung, aber Todesstrafe und Verfolgung. Diese Thematik wird die ganze Apostelgeschichte und das weiter NT durchziehen.
Aufruf zur Buße:
Das ist genau das, was Jesus predigt: "Tut Buße und glaubt an das Evangelium", "Ich bin gekommen, Sünder zu Buße zu rufen". Petrus folgt in seinem Bußaufruf Jesus eins zu eins nach. Interessant, dass du einen gegenteiligen Eindruck hast.
Selbiges bei der Endzeit. Wir haben in den drei Synoptikern jeweils die Endzeitthematik enthalten. Im Matthäusevangelium ist ihr sogar eine ganze Rede (die "Endzeitrede") gewidmet. Vielleicht hast du es aber auch anders gemeint?
Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal
Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.
Für mich klang Endzeit nach "nach Jesus". Und jetzt ist ja "nach Jesus". Aber es gibt wohl ein "nach nach Jesus". Die Endzeiten scheinen verschiedene Qualitäten für mich zu haben, weil sie einmal an Jesus anknüpfen und einmal in einer abstrakten Zukunft liegen.
Bei Jesu Tod tat sich ja zB auch schon die Erde auf, aber jetzt geht es weiter.
Der Tradition nach wurden einige Apostel gekreuzigt, darunter Petrus und Andreas. In den biblischen Schriften wird darüber aber nicht mehr berichtet. Selbst der Tod des Paulus wird in der Apostelgeschichte zwar für die Zukunft angedeutet, aber nicht mehr erzählt. Jakobus und Stefanus finden aber den Tod, der eine durch Herodes (eine Hinrichtung mit dem Schwert), der andere durch eine erboste Volksmenge (die ihn steinigt).
Apostelgeschichte 4
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Petrus und Johannes werden festgenommen, eine Art "erste Hinrichtung light". Es passiert, was Kantel angedroht hat
- Bei Vers 8 frage ich mich, wie das mit dem heiligen Geist genau funktioniert. Ich dachte, der bekommt man einmal und hat ihn dann? Vers 8 klingt aber so, als ob das nur momentweise gilt und er nen "Cooldown" hat. Dass er von heiligem Geist erfüllt ist, erkennt man zumindest sprachlich daran, dass er wieder wie Jesus (in dessen Namen und für ihn) spricht.
- Psalm 118,22 (der mit dem Eckstein, V. 11) wird bei Matthäus (21,42), Markus (12,10f) und Lukas (20,17) selbst verwendet. Petrus zitiert ihn also direkt.
- Die Hohepriester sind einerseits entwaffnet (V. 14), wollen aber nicht einsehen, dass Jesus wirklich der Messias war und verbieten seinen Namen. Über bestimmte Dinge zu reden ist in Diktaturen ja en vogue, wenn man sie nicht ungeschehen machen kann, aber vergessen machen möchte. Insbesondere, wenn sie mit himmlischem Frieden zu tun haben
- Die "vierzig Jahre" in V. 22 ist sicher wieder symbolisch zu lesen als große Veränderung.
- Die "Könige der Erde" und die "Fürsten" sind, aus Sicht der Apostel, die Hohepriester und die Römer ("in dieser Stadt", also Jerusalem). Das leuchtet ein, auch wenn es so viel umfassender klingt, wenn man die heutige Dimension der Erde heranzieht.
- Die Begegnung mit Repression stärkt den Glauben der Jünger (V. 31)
- Ist das da in Vers 32 - ist das Sozialismus?!
- Passt aber zu einigen von Jesu Lehren, die ich als unerwartet sozialistisch in Erinnerung habe. Einige kirchliche Institutionen wie Klöster praktizieren das afaik heute noch so, dass es nur ein kleines Handgeld gibt und man ansonsten von dem lebt, was Kloster, Klostergarten etc. hergeben. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das für die (katholischen) Kirchen gilt: Die sind zwar extrem wohlhabend und reich ausgestattet, wenn ein Haufen Gold hinter dem Altar liegt, gehört der aber niemandem direkt sondern jeder kann ihn anschauen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
- Ich persönlich bin ja viel zu egoistisch-liberal, als dass ich mein ganzes Vermögen vorbehaltlos mit einer Glaubensgemeinschaft teilen würde
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Kommunalismus - Selbst die Zahnbürste ist Gemeinbesitz!
Ich denke mal, das hängt sehr davon ab, welche Menschen man um sich hat. Das Klammern an Privatbesitz ist ja grundsätzlich ein Angstding.
Man ist halt misstrauisch - sowas abzuziehen ginge nur mit guten Leuten. Aber es schon ein tolles Ideal, privatprofitorientiertes Ellenbogengetue, das hinter einer unfassbaren Menge unserer menschgemachten Probleme in der Welt steckt, zu minimieren.
(Passt gut zu meiner letzte Seite geäußerten Idee/Interpretation, dass unsere metaphysische Wettbewerbsverdammtheit die "Ursünde" ist.)
Vierzig Jahre:
Das zeigt vor allem, dass der Mann allen vom Gesicht her als lahmer Bettler an der Pforte bekannt war. Man kann das Wunder also schwer leugnen. Ob die 40 Jahre symbolisch noch mit der 40jährigen Wüstenwanderung der Israeliten in Zusammenhang stehen - könnte sein.
Könige der Erde:
Das Erstaunlichste ist, dass hier die Regierung des jüdischen Volkes von den Aposteln als "Nationen" angesehen wird. Der Hohe Rat ist eigentlich nicht "Könige der Erde", sondern "unsere Leute - Gottes eigenes Volk" - Eine Linie, die sich im Verlauf der Apostelgeschichte vertiefen wird, leider.
Es ist für den Hohen Rat aber auch scheiße: Grade haben sie Jesus umbringen lassen und gedacht: Jetzt hat der Spuk ein Ende. Und da kommen seine Nachfolger daher und machen genau das Gleiche. Und du kannst nichtmal was gegen sie unternehmen, weil ganz Jerusalem diesen Geheilten kennt.
Sozialismus:
Ja, genau. Du hast ja die Anwendung in den Geistlichen Orden schon angebracht. Es gibt solche Kommunitäten auch im evangelischen Raum. Vor 150 Jahren schossen z.B. in Deutschland diese Diakonissen-Mutterhäuser aus dem Boden.
Und ja, die ersten Christen leben an diesem Punkt das, was Christus geboten hat: Sie verzichten auf Besitz und versorgen damit die Armen mit Essen.
Das zeigt uns auch, dass Kapitalismus eigentlich schwer mit dem Christentum überein zu bringen ist. An solchen Texten sieht man mal wieder, was ich immer sage: Das Christentum des Westens ist auf dem reichen Auge blind.
Barnabas:
Den Namen kann man sich merken, der taucht noch ab und zu auf.
Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal
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Apostelgeschichte 5
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Wer beim Kommunismus nicht mitmacht, muss dran glauben
- Wenn Ananas das nur seiner Frau erzählt hat, woher weiß Petrus dann davon? Entweder es kommt irgendwie raus oder er weiß es von oben. Gott soll ja allwissend sein. Aber so viele Belege dafür hab ich noch gar nicht gefunden; das wäre einer.
- Die Formulierung "seinen Geist auf[geben]" in V. 5 und 10 erinnert an den Kreuztod Jesu
- Nicht nur Petrus darf zaubern (V. 12). Passenderweise ist es Vers 12
- Sie hätten Jesus haben können, jetzt reicht ihnen der Schatte von Petrus
- Mir kommen die Apostel zunehmend wie eine Truppe nobler Diebe im Stile von Ocean's Eleven vor
Außerdem erinnert die Befreiung aus einem dunklen Steinkasten durch einen Engel daran, dass Jesus sein Steingrab verlassen hat. Auch da hatten Engel ihre Flügel im Spiel, zumindest traf Maria welche an. Sogar diese Facette scheint von Jesus auf die Apostel übergegangen zu sein.
- Ansonsten fällt mir auf, dass die Apostelgeschichte im dramatischen Sinne "spannender" ist. Man hat hier klare Protagonisten und Antagonisten, die miteinander ringen und den Konflikt vorantreiben (bis hin zum Richturteil). Ich meine, dass Lukas so ähnlich geschrieben hat; die anderen Evangelien waren eher berichtend/ theologisierend.
- Vers 28ff klingt entweder wie ein Gebet oder ein Bekenntnis/ einen Amtseid, bei dem ich mir vorstellen kann, dass den nicht nur Petrus, sondern jeder folgende "Papst"/ Pfarrer/ whatever leistet.
- Gamaliel (V. 34) klingt nach einem Elfennamen. Heißt aber wohl "Gott belohnt mich"
- Durch die bisherigen Lehren ist die Anhängerschaft wohl schon so groß geworden, dass sie eine kritische Masse erreicht haben könnte (vgl. V. 35ff)
- "hocherfreut, daß sie gewürdigt worden waren, um des Namens (Jesu) willen Schmach zu erleiden" (V. 41) - das ist so eine Facette von Glauben, die ich im Leben nicht verstehen werde
- Für die Statistik-Fans: Jetzt sind genau 50% des Neuen Testaments erreicht.
Bei Hananias und Saphira gehts nicht hauptsächlich darum, dass sie Geld für sich behalten haben, sondern darum, dass sie gelogen haben. Petrus sagt ja, dass ihnen die Verfügung frei steht und fragt, warum er den Heiligen Geist belügt. Die beiden sind der Prototyp des frommen Heuchlers. Sie tun so als wären sie auch so wohltätig wie Barnabas, aber heimlich halten sie zurück. Und so wie Jesus über die frommen Heuchler geredet hat, so passiert es jetzt. Eine Warnung für alle Scheinheiligen, die nur so tun als lebten sie Gott hingegeben aber im Geheimen anders handeln.
Der Vers 29 ist wie der inhaltlich gleiche im vorigen Kapitel auch herauszuheben: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen". Daran haben sich viele Gläubige orientiert. Manchmal zum Missfallen der umgebenden Gesellschaft. Das ist bis heute so. Daher kommt der Widerstand gegen den Zeitgeist, der manchmal von Christen aufgebracht wird. Leider häufig zu selten, wie ich finde. Es ist halt schwer bis gefährlich, sich gegen den Mainstream zu stellen.
Am bemerkenswertesten in diesem Kapitel ist der Sinneswandel bei den Aposteln. Ein paar Monate zuvor waren sie noch ängstlich und liefen alle fort. Petrus selbt hatte Jesus verleugnet, aus Angst vor der Todesstrafe. Jetzt steht ihnen so eine Strafe ins Haus und sie gehen sehenden Auges und aufrechten Ganges genau hinein. Dass die Hinrichtung abgewandelt wird in Auspeitschen ist ja nur diesem Gamaliel zu verdanken.
Noch mal was zur Nachfolge: Die Apostel machen einfach genau das, sie folgen Jesus nach:
Jesus lässt sich taufen - die Apostel taufen Menschen
Jesus gibt Hungrigen zu Essen - die Christen verkaufen ihre Habe und investieren es in Essen
Jesus wiedersteht den Regierenden und den frommen Heuchlern - die Apostel auch
Jesus heilt Kranke - die Apostel heilen Kranke
Jesus predigt von Umkehr und Buße - die Apostel tun es ihm gleich
Jesus leidet als Gerechter - Die Jünger kriegen auch die 39 Schläge.
Vielleicht kommt daher die Freude darüber.
Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal
Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.
Apostelgeschichte 6
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Ich vermute mal, dass beide (Helleneisten und Hebräer) Untergruppen der Glaubensgemeinschaft sind? Also zwischen diesen Streit aufkommt, der durch "sieben bewährten, mit Geist und Weisheit erfüllten Männern" (V. 3) geschlichtet werden muss?
- Hat was von Diakonen. Wenn ich mich richtig an die Diakonweihe, bei der ich mal dabei war, erinnere, gab es da auch so Handauflegen wie in V. 6 beschrieben
- Es findet dadurch eine Arbeitsteilung statt: Gebet und "Dienst am Wort" (also die theologische Arbeit) und das Profane (Streitschlichten)
- Von Jesus ging der Hl. Geist und die Superkräfte auf die Jünger über, von diesen nun auf die "Diakone" (V. 8). So entsteht allmählich eine Hierarchie. Auf dem unteren Level ist man aber nicht vor Repression gefeit (V. 11f), auch diese Bürde wird mit dem Hl. Geist weitergegeben. Dafür ist auch Stephanus "verklärt" (V. 15) und freut sich.
Apostelgeschichte 7
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- Stephanus, aus der zweiten Reihe, spricht nun wie Jesus. Mit dem Heiligen Geist wurde auch die Fähigkeit auf ihn übertragen, so zu sprechen wie der Menschensohn. Der zitierte wiederum oft Moses und das tut auch Stephanus hier, wenn er von Abraham erzählt. Die Kette ist also irgendwie "Gott -> Abraham -> Moses -> Jesus -> Petrus -> Stephanus". Fehlt eigentlich noch David.
- Inhaltlich lernen wir nichts kennen, was wir nicht im AT schonmal gelesen hätten (lang ist's her
). Ist aber ganz nett, das nochmal so zusammengefasst zu lesen. Ein paar Details hatte ich schon lange wieder vergessen (Mose Flucht in V. 28 z.B.)
- Interessant, wie viel Mühe Stephanus sich gibt, den Hohepriestern gegenüber die Verbindung zwischen beginnendem Christentum und Judentum aufzuzeigen. Vor allem die Parallele zu Mose Verleugnung (V. 35) scheint mir wichtig zu sein: Der anerkannte "Superprophet" des AT wurde auch zuerst verleugnet. Der noch nicht anerkannte "Superprophet" des NT wird verleugnet. Dabei hat der Superprophet des AT den des NT angekündigt (V. 37) - s. auch "Wo ist ein Prophet gewesen, den eure Väter nicht verfolgt haben?" (V. 52)
- Ah, in Vers 45 tritt David ja doch noch kurz in Erscheinung
- "die Erde [ist] der Schemel meiner Füße" (V. 49) ist auch so ne lässige Klärung der Besitzverhältnisse
- Die Steinigung Stephanus kommt nicht überraschend nach dem, was er gerade geredet hat. In Vers 60 zeigt sich eine weitere Parallele zwischen ihm und Jesus: Er gibt seinen Geist auf. Aber er hat jemanden, den er vorher bitten kann, diesen Geist aufzunehmen (V. 59). Das hatte Jesus nicht, kann er auch nicht so wirklich haben.
- Bemerkenswert ist auch sein Ausruf: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!". Er scheint mir in seinem Glauben beim Sterben sogar gefestiger als Jesus, der das Verlassen-Sein beklagt hat.
- So, welcher Apostel stirbt als nächster?
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Apostelgeschichte 8
Achtung Spoiler:
Bemerkungen/ Gedanken:
- So, wie die jüdische Gemeinde einst ins Exil zerstreut wurde, ergeht es nun der christlichen Gemeinde. Sie müssen aber nicht bis nach Babylon, sondern nur nach Judäa und Samaria.
- Das Christentum beginnt, sich räumlich auszubreiten. Bis ins Ferne Äthiopien. Das Vorgehen bleibt das gleiche: In Wort (Predigt) und Tat (Zeichen) die Heilsbotschaft verkünden.
- Simon the Sorcerer - gab es nicht auch ein Computerspiel, das so hieß?
- Sogar ein Zauberer und ein Hofbeamter werden von der Heilsbotschaft eingenommen. Sie hat also mehr Zauberkraft als andere unirdische und irdische Mächte.
- Ich finde es auch interessant, wie klar die Schritte zum Glauben auch hier schon getrennt werden: Predigt anhören, auf Namen Jesu getauft werden, Heiligen Geist empfangen. Man braucht immer jemanden, der diesen Schritt schon getan hat.
- Glaube kann man nicht kaufen.
- Straße nach Gaza
- Kandace ist doch nicht die erste reiche schwarze Königin, die uns in der Bibel begegnet, oder? War da nicht auch was mit Salomon?
- Der Gesandte kann den Propheten Jesaja lesen? (V. 28) Dann muss es in dieser Geschichte schon eine Verschriftlichung von Jesajas Buch geben. Muss aber ziemlich kryptisch sein, wenn man dafür eine Anleitung braucht
- Das hat, wie die einzelnen Stufen und das Erfordern eines "Glaubensspenders" was Sektenhaftes. Zum richtigen Glauben kann man nicht von sich aus kommen, dafür muss man in der richtigen Gemeinschaft sein. U.a. wegen solcher Elemente kann ich nicht glauben, zumindest nicht so, wie die Kirchen es meiner Wahrnehmung nach erwarten. Was bringt Glaube, wenn nicht jeder (vernünftige) Mensch ihn von sich aus finden kann? Muss er nicht so universell gültig sein, dass man keine Anleitung dafür braucht?
- Die in Vers 32 zitierte Stelle ist Jesaja 53, 7f.
- Vers 37 erhält das - soweit ich weiß - wesentliche Element des christlichen Glaubensbekenntnisses: dass "Jesus Christus der Sohn Gottes ist."
- Wird Philippus als nächster sterben?
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Simon the Sorcerer ist ein älteres Adventure, soll ziemlich lustig sein.