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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1336
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    4.-14. September 1718: Die noch immer recht neue Handelsmesse von Dublin findet wieder großen Zuspruch in Westeuropa und zieht neben den Briten vor allem Franzosen, Burgunder und Hanseaten an. Anders als im Mittelmeerraum spielen hier amerikanische Waren und einige besondere Güter aus dem Baltikum eine große Rolle.


    8.-18. September 1718: Die schweizerischen Spiele in Sport und Kultur gipfeln dieses Jahr in einem großen Volksfest in Bern, das recht viele Menschen aus dem Umland anzieht. Auch die Dörfer und Städte, aus denen die Wettkämpfer stammen, entsenden häufig eigene Delegationen in manchmal beträchtlicher Größe.


    9.-29. September 1718: Im Umland von Paris verteilen königliche Beamte Winterkleidung an einige ausgewählte Bauern des Kronguts, um so den Nutzen der höheren Frondienste für alle Bevölkerungsschichten zu verdeutlichen.

  2. #1337
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    13. September 1718: Die Satrapien Rhodos, Kairo und Palermo geben bekannt, dass man in den eigenen Häfen keine italienischen Kriegsschiffe aufnehmen wird und Kaufleuten aus den mongolischen Reichen davon abrät, in Konvois dieser Macht mitzufahren. Offenbar vertraut man dem langjährigen Verbündeten der Kanaren nicht, und vielleicht spielte auch der politische und religiöse Einfluss des Kalifats und des Khanats Hellas in Nordafrika eine gewisse Rolle bei dieser Entscheidung der mongolischen Amtsträger.


    14. September 1718: Die erstmals abgehaltene italienische Handelsmesse geht direkt in die Feier zum Tag des Seemanns in Genua über. Angesichts der zunehmenden Spannungen mit Frankreich, Hellas und dem Kalifat wird dieses Jahr wieder etwas stärker auf den Sieg aus dem Jahr 1703 Bezug genommen, der zum glimpflichen Ausgang des Koalitionskrieges für Italien beitrug. Zudem ist an vielen Häusern das Banner Arpads V. zu sehen, was sicherlich der Hoffnung Ausdruck verleiht, bei einem neuerlichen Waffengang nicht allein gegen eine feindliche Übermacht antreten zu müssen.


    15. September 1718: Die Ernte war in diesem Jahr wieder überdurchschnittlich, während die Fischereisaison eher im mittleren Bereich lag und zudem unter einem ungewohnt starken Konkurrenzkampf um die besten Fanggebiete litt. Die Nahrungsmittelversorgung dürfte damit für das kommende Jahr sichergestellt sein.

  3. #1338
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    18. September 1718: Nach Informationen der päpstlichen Kurie sind fast alle Theologen und Bischöfe, die ihr Kommen angekündigt hatten, in der Ewigen Stadt versammelt. Dies gilt als Erfolg der päpstlichen Diplomatie und als Zeichen, dass die Weltmeere weiterhin relativ sicher sind.


    20. September 1718: Als in der Nähe von Pori eine wütende Menschenmenge beginnt, eine Gruppe von Wanderarbeitern zusammenzutreiben, die auf einem großen Landgut arbeitete, ruft der Grundherr LI*-Kontingente des Großfürstentums zu Hilfe. Es gelingt dem Abt eines nahe gelegenen Klosters aber, die erbosten Bauern und Fischer zu besänftigen, so dass es letztlich nicht zu einer Konfrontation kommt. Der Grundherr sagt allerdings zu, die Männer vor dem Ende der Seefahrtssaison in ihre jeweilige Heimat zurückzuschicken.


    22. September 1718: Das englische Parlament tritt in London zusammen und bestätigt den Vertrag mit dem Königreich Norwegen. Offenbar ist das von König Eduard VII. begonnene Ausgreifen nach Nordeuropa gerade bei Kaufleuten und Reedern sehr beliebt und wird zudem von Teilen des Hochadels und des Klerus unterstützt. Für die Zivilliste wird eine leichte Erhöhung der Summe im kommenden Jahr diskutiert.

  4. #1339
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    27. September 1718: Mit einem feierlichen Gottesdienst am Fest der Heiligen Erzengel wird das päpstliche theologische Symposion in der Laterankirche eröffnet. Neben den Vorträgen und Diskussionsrunden der Gelehrten und Bischöfe stehen auch gemeinsame Messfeiern, besonders gestaltete Horen des Stundengebets und eine Bittprozession zur Baustelle der neuen Peterskirche auf dem Programm.


    30. September 1718: In Tarent wird dem Khan ein möglicher persönlicher Vorleser und Mufti für den hellenischen Hof vorgestellt. Der Islamgelehrte soll alle Voraussetzungen mitbringen, die der Monarch an den Kandidaten stellte. Er stammt aus Buchara, wo er studiert hat und zuletzt auch an der Universität lehrte.

    Nur für das Khanat Hellas

    Achtung Spoiler:
    Nastuq von Buchara ist 56 Jahre alt und hat sich einen Ruf als scharfsinniger Gelehrter und Exeget erworben. Er gilt wie gewünscht als heterodox und synkretistisch und dürfte kaum Schwierigkeiten machen, wenn Nichtmuslime wichtige Position bei Hofe erhalten.



    30. September 1718: Bei einem diplomatischen Treffen kommen das Großkhanat Quito und die Vertreter der freien Reiche mit Zugang zum Amazonasbecken überein, die Stützpunkte am Flussufer zu erneuern, die im 17. Jh. aufgegeben worden sind. Dabei soll aber mit den lokalen Stämmen kooperiert werden, um Konflikte zu vermeiden und freundschaftliche Handelsbeziehungen zu knüpfen. Die südamerikanischen Mächte hoffen anscheinend, dadurch leichter an wertvolle Güter des Regenwaldes zu gelangen und diese auf dem Amazonas direkt an die Küste bringen zu können.

  5. #1340
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    1. Oktober 1718: Bei einem herbstlichen Hofball mit einem mythischen Thema – Adel und Hof sind dabei als Figuren aus der Ilias verkleidet – führt der aufstrebende Komponist Johann Sebastian Bach eine vielbeachtete Oper auf, die mit Hilfe der technischen Gerätschaften aus der großen mongolischen Zeit untermalt wird.


    2.-7. Oktober 1718: Der italienische Handwerkerwettstreit in Pavia ist in diesem Jahr sehr gut besucht und endet mit dem Sieg eines Glasbläsers aus Venedig, der mit seinem Neffen eine Filiale in Brescia unterhält und dem man die Teilnahme daher gestattete. Es wird aber bereits bei der Preisverleihung deutlich gemacht, dass die nächste Austragung nur in Brescia und nicht etwa in Venedig stattfinden kann.


    4. Oktober 1718: Am Gedenktag des Heiligen Franziskus werden von den versammelten Bischöfen und Theologen in Rom kleine Geldsummen und Sachspenden an die Armen verschenkt. Einige französische Gelehrte nehmen aber nicht daran teil, weil sie diese Unterstützung des „Bettelns und Nichtstuns“ sehr kritisch sehen. Papst Honorius IV. akzeptiert die Vorbehalte der Theologen ohne Widerspruch.

  6. #1341
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    8. Oktober 1718: Das englische Parlament schlägt nach längeren Beratungen eine Erhöhung der Zivilliste für 1719 auf 870 000 S vor. Sollte der König keine Einwände haben, würde diese Summe zur Verfügung stehen.


    10. Oktober 1718: Die Mehrheit des theologischen Symposions in Rom schlägt auf Wunsch der französischen Teilnehmer vor, dass der Heilige Stuhl sich bei der Frage der Abschaffung Leibeigenschaft zurückhalten solle. Fromme christliche Fürsten wie die Großkhane (sogar Putraq der Heilige) und zahlreiche europäische Monarchen hätten sie gepflegt, ohne dass dies als Verfehlung gegolten habe. Zudem sei die Befreiungsinitiative des Laurentius nicht mehr auf große Resonanz im weltlichen Besitz des Papstes gestoßen, da damit auch eine Abgeltung grundherrlicher Schutzpflichten und unter Umständen sogar ein Verlust des gepachteten Adelslandes verbunden gewesen sei. Andererseits dürfe nicht übersehen werden, wie erfolgreich die schottische Bauernbefreiung verlaufe.


    12. Oktober 1718: Der frühere General des japanischen Tenno und Militärberater des Kalifen Yamamoto Tsunetomo wird im Süden Koreas in Haft genommen. Man wirft ihm angeblich vor, seine Begnadigung zur Vernetzung des antimongolischen Widerstandes genutzt zu haben. Er wird zunächst ehrenvoll in der Festung Dongnae untergebracht.

  7. #1342
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    15. Oktober 1718: Französische und merinidische Amtsträger sollen nach Auskunft einiger Kaufleute vor der Piraterie an der italienischen Küste gewarnt und Handelsschiffe zur Wahl anderer Routen geraten haben. Tatsächlich nehmen einige Schiffe den Umweg über Häfen des Kalifats in Kauf oder entfernen sich stärker als gewöhnlich von der Küste. Haupterfolg dürfte aber wohl sein, dass fast alle auswärtigen Handelshäuser eine Fahrt in italienischen Konvois verbieten, wodurch dieses Konzept erfolgreich konterkariert worden ist.


    18.-19. Oktober 1718: Der ungarische Khan Arpad lädt seine deutlich jüngere Schwester Réka und deren Verlobten Jalpa von Italien ein, um über die geplante Hochzeit und ihre Organisation zu sprechen.

    Nur für das Khanat Ungarn

    Achtung Spoiler:
    Für Jalpa, der in der Gefangenschaft zu einem intensiven Glauben gefunden hat, kommt nur eine christliche Trauung in Frage. Eine nichtreligiöse Zeremonie lehnt er aus tiefstem Herzen ab. Auch Réka scheint – nicht zuletzt durch den Einfluss ihrer Schwägerin Aveline – wieder stärker in den Glauben ihrer Kindheit hineingewachsen zu sein und bittet den Bruder, die christliche Trauung nicht durch Experimente anderer Art zu ergänzen. Schließlich seien bereits seit Jahrhunderten Paare nach ihrer jeweils eigenen religiösen Tradition getraut worden, ohne dass daraus mangelnde Toleranz gegenüber anderen entstanden wäre.



    21. Oktober 1718: Auf die Initiative galicischer und italienischer Theologen verfasst das vom Papst einberufene Symposion einen gemeinsamen Brief an die Bischöfe der Weltkirche, in welchem die Regeln des Zölibats mit Zitaten aus den Evangelien, den Paulusbriefen und ausgewählten lateinischen und griechischen Kirchenvätern begründet und verteidigt werden. Das Schreiben soll im Lauf der kommenden Monate in allen Kirchen außer denjenigen des griechischen Ritus im Patriarchat Konstantinopel verlesen werden.

  8. #1343
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    25. Oktober 1718: Eine französische Delegation trifft in Rom ein, um sich mit Papst Honorius über verschiedene geistliche und weltliche Dinge zu unterhalten.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Der Papst ist den Gesandten gegenüber sehr freundlich, muss im Augenblick aber noch das im Lateran tagende Symposion zu Ende führen. Nach dem Allerheiligenfest könne dann in aller Ruhe über die von der französischen Krone gewünschen Themen beraten werden.



    28. Oktober 1718: Der Abschluss des modernen Festungswerkes bei Ventimiglia wird mit einem kleinen Fest begangen. Khan Urus I. übergibt dabei persönlich das Kommando über dieses technische Meisterwerk an den ersten Oberbefehlshaber der Garnison, die aus SI-Söldern bestehen düfte, welche das Khanat vom Söldnermarkt Genua kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt.


    29. Oktober 1718: Der Putraqstag wird in den Großkhanaten auch in diesem Jahr mit großer Freude gefeiert. Auch in Europa nutzen einige Menschen die Gelegenheit, an die große, für viele Regionen sehr segensreiche mongolische Zeit zu erinnern. Man merkt aber vielerorts, dass diese Erinnerungen mittlerweile verblassen oder mit anderen Elementen der fernen Vergangenheit zusammenfließen. Selbst in Italien, Böhmen oder Hessen scheint das Fest häufig nur noch lose mit den Mongolen verbunden zu werden.

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