Es werden in Kooperation mit Galicien, Hellas und den Papststaaten Seefahrts- und Schiffsbauschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten errichtet:
- Das Kalifat errichtet eine Schule für Konstruktion und Schiffsbau südlich von Aveiro.
- Galicien errichtet eine Schule für Konstruktion und Schiffsbau nördlich von Aveiro.
- Hellas wird eine Schule für Nautik und Navigation errichten. Diese Schule beschäftigt sich weniger mit der Konstruktion (Hardware), sondern der Ausbildung von fähigen Navigatoren und Seeleuten.
- Zu guter Letzt wird der Heilige Stuhl eine Schule/Werkstatt für Kartografierung und Navigationswerkzeuge eröffnen. Hier ist eine räumliche Nähe für den besonders einfachen Austausch mit der Hellenischen Einrichtung geplant.
Die beiden spanischen Schulen dienen dem Zweck angehenden Schiffsbauern und ihren Gesellen das Handwerk näher zu bringen, ihr Verständnis für Konstruktion und Bauweise zu verstärken und somit hoffentlich mit der Zeit unseren Schiffsbau zu verbessern. Die räumliche Nähe dient dazu, damit sich beide Einrichtungen umso leichter austauschen können. Es ist geplant, dass die Unterrichtseinheiten zwischen Galicien und dem Kalifat aufeinander abgestimmt werden: In der Schule südlich von Aveiro liegt der Schwerpunkt auf alles, was mit dem Schiffsrumpf, der Robustheit und Stabilität zu tun hat. In der Einrichtung auf der galicischen Seite wird hingegen der Lehrschwerpunkt auf Takelage, Rudertechnik etc. gelegt. Durch die verschiedenen Schwerpunkte sollen Schüler beide Schulen besuchen und regelrechte Experten auf dem Gebiet Schiffsbau werden.
Die beiden süditalienischen Einrichtungen dienen hingegen der Weiterentwicklung der Navigationsfähigkeiten, Werkzeuge und Kartografierungen. Dabei wird die Navigationsfähigkeit schwerpunktmäßig in Hellas unterrichtet, während die päpstliche Einrichtung sich auf die Ausbildung von Werkzeugmachern für die Gerätschaften zur Navigation und Kartografierung fokussiert. Hier ist es zwar nicht so einfach möglich, wie in den spanischen Einrichtungen die Unterrichtseinheiten ergänzend aufeinander abzustimmen, da Navigation und Kartografierung auf der einen Seite und die Herstellung von geeigneten Hilfsmitteln hierfür auf der anderen Seite nicht von derselben Zielgruppe gelernt werden. Aber auch hier soll der Erfahrungsaustausch dazu beitragen, dass man aus den Erfahrungen und Anforderungen der einen Seite Rückschlüsse und Erkenntnisse für das Aufgabengebiet der jeweils anderen Seite gewinnt.
Geplant ist also: Schiffskonstrukteure lernen unterschiedliche Schwerpunkte in den spanischen Schulen, welche so aufeinander abgestimmt sind, dass möglichst ein Besuch beider Einrichtungen sinnvoll ist. Währrenddessen dient der enge praktische Erfahrungsaustausch zwischen den beiden süditalienischen Einrichtungen und zwischen allen vier Einrichtungen im Ganzen dazu, Wissen, Probleme, Anforderungen und Blickwinkel der jeweils anderen Seite näher zu bringen. Wodurch diese Wiederum Rückschlüsse auf Weiterentwicklungen und Anpassungen in ihrem eigenen Expertise-Gebiet gewinnt. Z.B. können die Eingebungen der Navigationsschule aus Hellas dazu beitragen, dass in der päpstlichen Einrichtung Verbesserungen an Navigationswerkzeugen vorgenommen werden, die sie für Praxis nützlicher machen. Auch kann ihr gemeinsames Wissen wiederum im Austausch mit den spanischen Konstruktionsschulen dazu beitragen die Konstruktionen zu verbessern. Der Austausch zwischen allen Seiten dient dazu, aus dem Kerngebiet der einen Einrichtung Erkenntnisse für die Kerngebiete der anderen Einrichtung zu schaffen.
Die beteiligten Länder werden ein festes Budget zur Förderung von Schüleraustausch, Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Einrichtungen zur Verfügung stellen. Das Ziel ist es durch die Verzahnung der verschiedenen Schulungsschwerpunkte Schiffsbau und Seefahrtskunst zu befördern und Innovationen zu begünstigen.