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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1306
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    4. Februar 1718: Aufgrund der Ereignisse im Vorfeld des Konklave erbittet Papst Honorius von den Klöstern offizielle Rückmeldungen zum Schicksal von früheren Mitgliedern der Schwanengilde, die man nach der von Laurentius I. betriebenen Auflösung dieser als unmoralisch angesehenen Institution auf verschiedene Frauenkonvente verteilt hatte. Kurienkardinal Josia von Demmingen übte im Vorjahr Kritik daran, dass die Frauen sich ungehindert aus den Gemeinschaften entfernen konnten, so dass der Heilige Stuhl jetzt einen genaueren Überblick gewinnen möchte.


    7. Februar 1718: Ein italienischer Diplomat trifft in Rom ein, um eine Audienz bei Papst Honorius zu erbitten und ihn zu seiner Wahl zu beglückwünschen.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Der Papst hört sich die Informationen und die Kritik an der Allianz aufmerksam an, ohne sich direkt dazu zu äußern. Man merkt ihm aber eine gewisse Überraschung an, dass die zuletzt recht entspannten Beziehungen der Großmächte wieder schlechter zu werden scheinen.



    9. Februar 1718: Die Befragungen der Hofdame María von Noia, die im Dienst der Prinzessin Estevaíña gestanden hatte, sind abgeschlossen worden. Die 19jährige bleibt zunächst in mildem Hausarrest bei der Familie des Stadtkommandanten von Vigo.

    Nur für das Königreich Galicien

    Achtung Spoiler:
    Die Hofdame behauptet, nur Kurierdienste geleistet zu haben und benennt mehrere adlige Damen, die sie auf diese Weise eingesetzt hätten. Meist habe sie verschlossene Briefe an kurzfristig bekannt gegebene Empfängerinnen überbracht. In Santiago sei sie nach ihrer Entdeckung für einige Zeit in einem leerstehenden Gemach bei den Stallungen geblieben, bevor sie aus der Stadt zu fliehen versucht habe.

  2. #1307
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    14. Februar 1718: Im Mittelmeerraum beginnt die sichere Seefahrt in diesem Jahr recht früh, was eine lange Handels- und Fischereisaison ermöglichen könnte. Ende des Monats kann dann auch im Atlantikraum und an der Nordsee wieder leichter ausgefahren werden.


    17. Februar 1718: Auf Barbados wird der im Vorjahr vereinbarte Kompromiss für weitere zwölf Monate bestätigt. Die Zweiteilung der Insel zwischen den freien Bauernallianzen im Norden und im Landesinneren und der Regierung des Erzbischofs und des Adels im Süden bleibt damit zunächst bestehen.


    22. Februar 1718: Die Ehrung der im Vorjahr nur wenigen Spender für den Petersdom wird wie unter Papst Laurentius am Fest der Kathedra Petri vorgenommen. Das Projekt dürfte noch viele Jahre in Anspruch nehmen, sofern es nicht stärker finanziert wird und weiter vorwiegend auf Spenden angewiesen bleibt.

  3. #1308
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    25. Februar 1718: Die aus der Pfalzgrafschaft nach Köln übersiedelte Zeitung – damals noch als „Heidelberger Bote“ firmierend – gibt ihre erste Ausgabe als „Kölner Volksbote“ heraus. Da die Autoren dem von der Pfalzgräfin verhängten Ausreiseverbot nicht mehr unterworden sind, hat sich die frühere Redaktion fast vollzählig in der rheinischen Metropole versammelt. Inhaltlich bleibt die Zeitung ihrem auf seriöse, unabhängige Berichterstattung verpflichteten Kurs treu und verzichtet auch darauf, die Gründe für ihre Übersiedlung mehr als kursorisch anzudeuten. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Blatt auch von Köln aus im deutschen Sprachraum halten kann.


    27. Februar 1718: Als ein vom italienischen Fährdienst Poste Italiane angemietetes Schiff wie im Vorjahr in Valencia anlegen möchte, informiert der Hafenkommandant den Kapitän über ein kürzlich ergangenes Anlegeverbot des Kalifen. Der Dienst darf in den merinidischen Hafenstädten künftig nicht mehr tätig sein.


    27. Februar 1718: Die katalonischen Stände treten in Barcelona zusammen, da dort eine Botschaft des Khans verlesen werden soll. Dem Vernehmen nach geht vor allem es um die zunehmenden Spannungen zwischen Italien und dem Kalifat, die in der Vasallenprovinz wohl besonders stark spürbar sein werden.

  4. #1309
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    28. Februar 1718: Nur wenige Tage nach ihrem Heidelberger Schwesterblatt wagt auch die ursprünglich in Mannheim beheimatete seriöse Zeitung einen Neubeginn und gibt ihre erste Ausgabe als „Heilbronner Stimme“ heraus. Ähnlich wie bei der „Volkszeitung“ galt für einige Redakteure ein von der Pfalzgräfin verhängtes Ausreiseverbot, das mit den Reformen aber aufgehoben worden ist.


    1.-31. März 1718: Es gelingt dem galicischen Geheimdienst, verschiedene Schriftstücke zu beschlagnahmen, die offenbar durch die verdächtige Frau – sie ist mittlerweile auch in der Öffentlichkeit als frühere Hofdame bekannt – zwischen möglichen Verschwörerinnen oder Mitwisserinnen der Taten in Santiago ausgetauscht worden sind.

    Nur für das Königreich Galicien

    Achtung Spoiler:
    Leider wurden viele der Schriftstücke offenbar bereits verbrannt, und angesichts des hohen Ranges der Verdächtigen oder ihrer Ehemänner kann man auch nicht alle Räumlichkeiten durchsuchen; neben zum Teil sehr privaten Briefen finden sich aber dennoch Belege dafür, dass es eine informelle Hofpartei gibt, die der Wallfahrt und ihren „Auswüchsen“ (wie sie manchmal in den Briefen bezeichnet werden) äußerst kritisch gegenüberstehen. Es gibt außerdem Hinweise auf Kontakte zu verschiedenen ähnlich denkenden Gruppen in den südfranzösischen Grafschaften und im Kalifat, zu denen teilweise auch hochrangige und geachtete islamische Rechtsgelehrte Kontakte pflegten. Es wurde sogar ein Schreiben des Großmufti von Cordoba entdeckt, in welchem zahlreiche kritische Bemerkungen zum dort stattfindenden „Götzendienst“ fallen.



    1.-31. März 1718: Die Louisenspiele in Baiern finden in diesem Frühjahr ein weniger starkes Echo als zuletzt und müssen in einigen Städten sogar vorzeitig abgebrochen werden, weil es nur wenige Zuschauer gibt. Möglicherweise hat angesichts des guten Vorjahres und der aus Frankreich kommenden Ideen auch die Spendenbereitschaft der wohlhabenden Stände etwas gelitten, da man die Bauern nun stärker in der Pflicht sieht, sich selbst zu helfen.

  5. #1310
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    2. März 1716: Der „östliche“ Kalif Ismael ibn Muhammad erklärt sich auf Drängen des in Mekka eingerichteten „Rates der 57“ bereit, zweckentfremdete Gelder zurückzuzahlen. Es hatte sich im Vorjahr erwiesen, dass Wallfahrtsspenden und verschiedene Gebühren zur Anwerbung eines großen Heeres verwendet worden waren. Man nimmt aber an, dass voraussichtlich nur noch geringe Teile der verausgabten Mittel verfügbar sind.


    4. März 1718: Khan Bohuslav von Böhmen inspiziert persönlich ein Wald- und Sumpfgebiet nordwestlich der Hauptstadt Prag, das für die Landwirtschaft nutzbar gemacht werden soll. Zahlreiche Adlige und Bauern aus der Region sind erschienen, um den Monarchen bei sich willkommen zu heißen. Auffällig ist, dass man ihn mehrfach als „unseren König“ bejubelt.


    4.-31. März 1718: In mehreren Ländern Europas erheben einzelne Gutsherren nach dem französischen Vorbild höhere Fronleistungen von ihren Bauern. Schwerpunkte sind dabei Burgund, Galicien, Böhmen, Hessen, Brandenburg und die Pfalz. In anderen Staaten kann dies wegen einer bereits durchgeführten Rechtskodifikation hingegen vermieden werden.

  6. #1311
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    7. März 1718: Khan Arpad V. eröffnet feierlich die Baustelle der neuen Synagoge von Buda. Der Monarch hatte bislang nicht als Freund der Religionen gegolten, scheint aber nun den jüdischen Glauben unterstützen zu wollen. Bei der kleinen Feier nimmt er ausdrücklich Bezug auf Verfolgungen in aller Welt, die er dem ungarischen Lizenzsystem mit seiner toleranten Grundhaltung gegenüberstellt.


    9.-22. März 1718: In Galicien werden weitere Untersuchungen angestellt, um Hintergrund und Ausmaß der Verschwörung festzustellen, die zu den Zerstörungen in der Kathedrale St. Jakobus in Santiago geführt haben.

    Nur für das Königreich Galicien

    Achtung Spoiler:
    Prinzessin Estevaíña gibt zu, mit anderen vornehmen Frauen über die Wallfahrt und die recht eindeutige Gewinnsucht korrespondiert zu haben, die damit verbunden sei. María von Noia sei als vertrauenswürdige Botin eingesetzt worden. Die Hofdame selbst macht keine neuen Aussagen. Beide Frauen bestreiten jedoch unabhängig voneinander, mit anderen Ländern Kontakt aufgenommen oder gar an den Zerstörungen mitgewirkt zu haben. Die Prinzessin deutet jedoch an, dass auch Hofdamen aus dem Umfeld der Kronprinzessin Isabella und Eleonores von Toulouse zum Kreis theologisch interessierter Frauen gehören sollen.



    10. März 1718: Ein kurzfristig anberaumter Adelstag in Kopenhagen ist angesichts der recht kurzen Wege sehr gut besucht. Man vermutet, dass es um die höheren Fronleistungen gehen könnte, die mancherorts verlangt werden.

    Nur für die Kalmarer Union


    Achtung Spoiler:
    Der König gibt seiner Besorgnis Ausdruck, dass ein Übergreifen des französischen Weges auf Dänemark wegen des neu eingeführten Einteilungswerkes zu Schwierigkeiten führen könne. Außer auf einigen Gütern an der brandenburgischen Grenze sind aber offenbar keine Fälle bekannt, in denen die Frondienste erhöht worden sind, obwohl der französische Einfluss in den letzten Jahren durchaus anwuchs. Möglicherweise hat der Gedanke der allnordischen Einheit oder die Sorge vor Revolten der neuen Soldaten hier bremsend gewirkt.

  7. #1312
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    12.-31. März 1718: Khan Friedrich I. von Westfalen liest an einigen Tagen nach öffentlichen Audienzen demonstrativ die Kölner Volkszeitung oder das Hanseblatt, bevor alle Bürger den Raum verlassen haben. So wird rasch bekannt, dass der Monarch ein großes Interesse an der Berichterstattung dieser Medien hat.


    15. März 1718: Der Päpstliche Nuntius auf Barbados ist zu Gast bei Kurur Khan. Offenbar geht es dem Heiligen Stuhl darum, dass der Wiederaufbau der Insel nicht durch Kämpfe zwischen Adel und befreiten Bauern aufgehalten wird. Zudem drängt er darauf, schnell Hafen und irisches Kontor betriebsbereit zu machen.


    16.-31. März 1718: Die zweite Märzhälfte ist in vielen europäischen Ländern warm, aber regenreich. Man darf also auf ein gutes Wachstum der Saat hoffen.

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