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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1291
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    27. September 1717: Die dänische Hofverwaltung übergibt dem Kapitän eines noch spät im Jahr nach Island segelnden Schiffes ein versiegeltes Schreiben. Der Seemann verspricht, es dem ehemaligen König Erik zu übergeben, der sich trotz einiger Einwände der dortigen Regierung auf die Insel zurückgezogen hat.


    29. September 1717: Als letzter Großkhan kehrt Berke I. in sein Teilreich zurück. Das eher arme und dünn besiedelte Großkhanat Negübeihafen hatte bei den Beratungen meist nur eine Zuschauerrolle, doch Yesun I. (Dagomys) war erkennbar bemüht, die Gleichrangigkeit aller sechs Monarchen deutlich herauszustellen. Dadurch dürfte Berkes Position in seinem Reich gestärkt worden sein.


    30. September 1717: Die französische Käse- und Warenmesse muss in diesem Jahr abgesagt werden, da es den Gilden der Hauptstadt nicht gelungen ist, die nötigen Mittel aufzubringen. Einige ausländische Kaufleute bemühen sich, ihre Güter auf den Märkten des Umlandes zu veräußern, um keinen Verlust zu erleiden, was dort die Preise deutlich sinken lässt.

  2. #1292
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    1.-6. Oktober 1717: Der italienische Handwerkerwettstreit in Pisa wird wieder etwas besser angenommen und endet mit dem Sieg eines Drechslers aus Pavia. Dank der geänderten Vergabe der Mittel haben diesmal auch einige kleinere Betriebe mitgewirkt.


    4. Oktober 1717: Ein von Yesun I. zur Verfügung gestelltes Kriegsschiff trifft in Rom ein und bringt 31 Kardinäle an Land, die aus den drei „östlichen“ Großkhanaten Debul, Melaka und Dagomys stammen. Zuvor hatte sich Patriarch Karim von Sarai, der aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht anwesend sein kann, bei seinen Mitbrüdern dafür eingesetzt, diese Gelegenheit zur Vernetzung mit der Weltkirche zu nutzen. 1706 waren aus diesen drei Teilreichen sogar 41 Purpurträger zum Konklave erschienen, allerdings bei einer noch höheren Gesamtzahl als nach der in Jerusalem beschlossenen Verteilung. Aus Amerika erschienen bislang nur zwölf Wahlberechtigte, die meisten davon aus Quito und den unabhängigen Khanaten. Auffällig ist, dass sich die außereuropäischen Kardinäle aus Ostafrika, China und Indien ebenfalls auf die weite Reise begeben haben. Die Europäer waren bereits Ende September vollzählig versammelt. Hier fehlen nur vier der Kardinäle (diejenigen aus Canterbury, Toledo, Magdeburg und Reims), die wegen ihres hohen Alters oder aufgrund einer akuten Erkrankung auf die beschwerliche Reise nach Italien verzichten mussten.


    4. Oktober 1717: Kronprinz Putraq von Dagomys trifft in Kairo ein. Er hat von seinem Vater offenbar die Vollmacht erhalten, mit den freien Berbern der Kahina-Allianz zu verhandeln, um eine Bedrohung des Niltals zu verhindern und zugleich eine Gesamtlösung zu suchen, welche auch das Großkhanat Quito einschließen soll. In den nächsten Wochen werden deshalb auch die Vertreter der Allianz sowie einige bevollmächtigte Gesandte aus den Stammesbünden der Ostsahara und aus den westafrikanischen Satrapien in Ägypten erwartet.

  3. #1293
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    8.-12. Oktober 1717: Das päpstliche Weinfest, das vom Camarlengo trotz einiger Einwände im Gedenken an Laurentius I. organisiert worden ist, wird von den örtlichen Winzern ohne Scheu genutzt und auch von vielen Kardinälen und ihrem Gefolge besucht. Erzbischof Asek von Cahokia und Bischof Jaroslaw von Twer liefern sich im Verlauf des Abends sogar einen regelrechten Trinkwettbewerb, den der Russe letztlich für sich entscheiden kann. Auch der südamerikanische Kardinal Nambuq von Paraguái sorgt für Aufsehen, als er mit seiner sehr schönen und gebildeten Konkubine Lesina – einem ehemaligen Mitglied der Schwanengilde – zum Fest erscheint.


    10. Oktober 1717: Nach einer langen, kontroversen Debatte entscheidet sich der schonische Landtag mit einer recht klaren Mehrheit dafür, im kommenden Jahr zunächst ein Regiment Söldner anzuwerben und so die Finanzierung eines Kriegsministeriums und eine beim Volk voraussichtlich sehr unbeliebte Proskription von Truppen zu umgehen.


    12.-31. Oktober 1717: Gouverneur Esrek Khan von Barbuda trifft auf Barbados ein, um sich mit seinem langjährigen Freund Kurur Khan über die Zukunft der Insel zu unterhalten.

  4. #1294
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    14. Oktober 1717: Da mehreren Redakteuren von drei pfälzischen Zeitungen die Ausreise aus dem Land verboten worden ist und die Pfalzgräfin auch Teile der Druckmaterialien mit Beschlag belegen ließ, wäre es möglich, ein neues Blatt nach dem Vorbild der Klosterbothin zu gründen. Dieses Vorbild war von der Pfalzgräfin selbst ins Spiel gebracht worden. Einige Investoren aus dem Umfeld des Hofes und Mitglieder Mannheimer Handelsgilden würden die nötigen Mittel aufbringen, um sich bei der Monarchin in ein gutes Licht zu rücken und vielleicht mittelfristig auch Gewinn zu erzielen. Die Investition ließe sich vermutlich noch erleichtern, sofern die neue Zeitung Zugriff auf die beschlagnahmten Materialien der früheren Heidelberger und Mannheimer Blätter erhalten würde. Die Besitzer der im Augenblick lizenzlosen „Neuen Westdeutsche Zeitung“ bieten überdies an, jede von Pfalzgräfin Anna gewünschte Ausrichtung zu übernehmen, wenn sie wieder Artikel veröffentlichen dürfen.


    15. Oktober 1717: In Rom beginnt das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes. Anders als in mongolischer Zeit ist eine deutliche Mehrheit der Kardinäle in die Ewige Stadt gereist, was zumindest zum Teil als ein Erfolg der weltkirchlichen Orientierung von Laurentius I. und Siricius III. gewertet werden kann.


    16. Oktober 1717: In Limerick segnet überraschend Hochkönig Arbogast I. das Zeitliche. Der Monarch war vor allem für den Sieg über die Kanaren im Rahmen einer Kriegskoalition und die entschiedene Förderung des Handels bekannt geworden. Die Mitglieder der Föderation werden noch in diesem Jahr zu einer Neuwahl zusammenkommen, selbst wenn es der Khan von Nantucket nicht rechtzeitig schaffen sollte.

  5. #1295
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    18.-28. Oktober 1717: Heftige Seestürme unterbrechen für etwa zehn Tage Schiffsverkehr und Fischerei im Nordseeraum. Der Amsterdamer Hafen muss sogar für den Rest des Jahres schließen, da eine Flutwelle starke Schäden angerichtet hat. Die Seefahrt kann aber Ende des Monats nochmals aufgenommen werden, so dass die meisten Schiffe ihren Bestimmungsort noch erreichen dürften.


    19.-25. Oktober 1717: Erste Abstimmungen im Kardinalskollegium haben bislang noch keine Entscheidung herbeigeführt. Klerus und Volk der Ewigen Stadt sind vor der Laterankirche im Gebet versammelt und hoffen auf den ersehnten weißen Rauch. Es wird sogar kolportiert, dass ein Kardinal im Namen seiner Regierung eine Art Veto eingelegt haben soll. Dabei könnte es sich aber auch um ein haltloses Gerücht handeln.


    31. Oktober 1717: Der Wormser Bischof Burkhard, der im Zentrum der pfälzischen Konflikte um verschiedene Zeitungsartikel gestanden hatte, trifft in Paris ein. Der König weilt noch auf Schloss Chambord, hat aber angekündigt, den Oberhirten persönlich treffen zu wollen.

  6. #1296
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    1.-2. November 1717: An Allerheiligen und Allerseelen scheinen sich die Kardinäle zu einer Gedächtnisfeier für verstorbene Mitbrüder auf einem abgetrennten, aufgelassenen Friedhof bei der Lateranbasilika zu versammeln, wie Anwohner berichten. Möglicherweise benötigen sie nach den vielen anstrengenden Wahlgängen eine Pause.

    Nur für den Heiligen Stuhl

    Achtung Spoiler:
    Nachdem der Erzbischof von Reims erklärt hatte, eine Wahl Ögedeis könne als Angriff auf die französische Krone verstanden werden, bat der Prager Oberhirte darum, nicht mehr für ihn zu stimmen. Einige Italiener sprachen sich daraufhin vehement für Patriarch Theodoros aus, was aber viele andere Kardinäle von ihm abrücken ließ, da die italienische Regierung nicht viel Vertrauen genießt. Auch Theodoros bat in der Folge, man möge nicht mehr für ihn votieren. Vor der Pause lagen dann Pater Vincenzo Maria Coronelli und der Debuler Erzbischof Andreas abwechselnd vorn. Auch Erzbischof Jakobus von Nidaros erhielt außergewöhnlich viele Stimmen. Die Situation ist also weiterhin sehr offen.



    5. November 1717: Auch der Hafen von Aberdeen muss nach Sturmschäden für diese Saison seine Pforten schließen. Anlegende Schiffe können aber offenbar rechtzeitig nach Süden ausweichen und überwintern meist in England oder Flandern.


    8. November 1717: In Kairo beginnen die Verhandlungen zwischen den Berberallianzen, die sich den Mongolen angeschlossen haben oder ihnen feindlich gegenüberstehen. Kronprinz Putraq von Dagomys soll auch einen persönlichen Brief an den Kalifen verfasst haben, um ihn über die Gespräche zu informieren.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Der Kronprinz berichtet, dass die östlichen Allianzen militärisch zwar etwas stärker seien, die Kahina-Stämme aber mit größerer Einigkeit agiert hätten. Eine Entscheidung sei daher kaum auf dem Schlachtfeld zu erzielen, ohne die Oasen und damit auch die Handelswege für lange Zeit zu schädigen. Leider bestehe die westliche Allianz auf einer Beteiligung an den unter der Ägide Quitos stehenden Golderträgen bei Buré. Dies könne zweifellos dazu führen, dass aus Europa stammende Kaufleute bessere Möglichkeiten hätten, das Monopol des Kalifen zu umgehen. Eine Einigung sei zwar frühestens im Januar zu erwarten, aber der Kalif könne vielleicht bereits zum Jahreswechsel erste Gegenmaßnahmen treffen.

  7. #1297
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    10. November 1717: Nach einem knapp einmonatigen Konklave haben sich die Kardinäle mit der nötigen Mehrheit auf einen Kandidaten geeinigt, und über der Laterankirche steigt der ersehnte weiße Rauch auf. Man bringt die Länge der Wahl auch mit der Veränderung des politischen Umfelds in Zusammenhang. Zur Zeit der mongolischen Weltherrschaft hatte meist ein Wahlgang genügt, da der Großkhan üblicherweise in einem respektvollen und höflichen Brief einen Kandidaten vorschlug. Diesmal benötigte man deutlich länger, um Vincenzo Maria Coronelli zum neuen Oberhaupt der Weltkirche zu bestimmen.


    12. November 1717: Auch im Westen der Sahara werden die Überfälle berberischer Reiter auf den vom Großkhanat Quito beanspruchten Nigerraum und die Kämpfe zwischen den Stämmen auf den Oasenrouten für die Dauer der Verhandlungen eingestellt. Damit dürfte auch der Warenaustausch wieder leichter vonstatten gehen. Besonders Getreide aus den bewässerten Latifundien der Satrapien Mopti, Gorée, Aboisso und Palermo ist bei den Berbern sehr begehrt.


    15. November 1717: In Akola findet das angekündigte Pferdeopfer des Maharadja Darsaka von Amravati statt. Neben den indischen Fürsten sind auch der böhmische Botschafter und einige wenige mongolische Gouverneure erschienen. Die mit dem Opfer verbundenen, von verschiedenen Brahmanen vorgetragenen Ritualtexte stammen aus der Maurya-Zeit und beinhalten den Anspruch des Opfernden auf eine Oberhoheit über „die ganze reine Welt“, also den gesamten Subkontinent. Vermutlich hatten die anwesenden Gouverneure diesen Kontext nicht gekannt, als sie sich bereiterklärten, zum Opfer zu erscheinen.

  8. #1298
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    16. November 1717: Nachdem alle Kardinäle und die Stände des Kirchenstaates dem neuen Papst Honorius IV. Rat und Hilfe versprochen und ihre Treue gelobt haben, kehren einige Purpurträger rasch wieder nach Hause zurück, soweit dies gefahrlos möglich ist. Die aus Nord- und Mitteleuropa oder den Großkhanaten und freien Reichen Asiens und Amerikas stammenden Bischöfe verweilen hingegen in Rom oder versuchen, einen geeigneten Hafen im Mittelmeerraum zu erreichen, bevor die Seefahrt nur noch unter großer Mühe möglich ist.


    17. November 1717: Im Nordatlantikraum und an Nord- und Ostsee endet für dieses Jahr die sichere Seefahrt. Da man ungewöhnlich lange ausfahren konnte, haben fast alle Kaufleute den von ihnen gewünschten Hafen erreicht, und auch die Fischer dürfen auf einen guten Ertrag ihrer Mühen hoffen.


    17. November 1717: Das Kloster zur Heiligen Barbara in Calcata meldet nach Rom, dass die letzten drei Frauen aus dem Konvent ausgetreten sind, die von Papst Laurentius nach dem Sieg über die Kanaren von der aufgelösten Schwanengilde auf verschiedene Frauenorden des Patrimonium Petri verteilt worden waren. Es geht das Gerücht um, dass sie sich dem Gefolge eines abreisenden Kardinals angeschlossen haben sollen.

  9. #1299
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    19. November 1717: In diesem Jahr tritt das englische Parlament recht spät zusammen, ist aber nach kurzer Plenumsdiskussion ohne Schwierigkeiten bereit, die Zivilliste bei 850000 S zu belassen. Zwar ist die krisenhafte Situation in Westeuropa abgeklungen, aber die vom König in Aussicht gestellte aktive Handelspolitik wird von den Baronen und Kaufleuten offenbar gern unterstützt.


    4. Dezember 1717: Am Barbaratag feiern italienische, ungarische und böhmische Kaufleute gemeinsam einen großen Gottesdienst, um die Fortschritte beim ungarischen Bergwerk zu begehen und Gott für die glückliche Saison mit nur sehr wenigen Verletzten zu danken. Der mit der Seelsorge vor Ort betraute Basilianerpater Johannes trifft mit seiner einfachen und kurzen Predigt offenbar auch den richtigen Ton.


    14. Dezember 1717:
    Großkhan Kabul I. (Quito) lässt sich ein neues persönliches Banner für die Eröffnung eines Kuriltai und den Aufbruch zu Feldzügen anfertigen. Das traditionsreiche weiße Feldzeichen Dschingis Khans mit neun Pferdeschwänzen am unteren Ende wurde auch früher schon von einzelnen Herrschern durch ein persönliches Panier ergänzt. Kabul soll sich ein goldenes Banner mit Purpurapplikationen gewünscht haben.

  10. #1300
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    22. Dezember 1717: Nach dem Tod des Hochkönigs Arbogast I. gelingt es dem im Spätherbst zusammengetretenen Föderationstag recht schnell, einen Nachfolger zu wählen. Der neue Monarch ist Columban II. (*1664), der König von Donegal auf der Hauptinsel. Ihm wird am selben Tag von den anwesenden Kleinkönigen und Äbten der Treudeeid geschworen.


    25. Dezember 1717: Das Weihnachtsfest ist in den meisten Ländern von Ruhe, Zufriedenheit und Eintracht geprägt. Das einfache Volk freut sich über eine gute Ernte, die Kaufleute über eine lange, ertragreiche Handelssaison und viele Edelleute über die zu erwartenden hohen Abgaben der Bauern und Märkte. Im Norden Europas leiden die Menschen aber unter dem schon seit dem Spätherbst außergewöhnlichen stürmischen Wetter. Eine Weihnachtsflut an der Nordsee sorgt sogar für Verwüstungen an der friesischen und dänischen Küste, so dass einzelne Dörfer fast vollständig zerstört werden. Die größeren Städte bleiben aber zunächst verschont, selbst wenn es mancherorts zu kurzfristigen Überschwemmungen kommt. Einige im Winterquartier liegende Schiffe werden außerdem losgerissen und beschädigt, was einen langsameren Beginn des Handelsverkehrs im kommenden Jahr verursachen könnte.


    31. Dezember 1717: Auf einem Silvestermaskenball in Santiago wird eine Frau angezeigt, die während des Frühjahrs mit den Randalierern vor der Kathedrale gesehen worden sein soll und auch bei deren Flucht mitgeholfen haben könnte.

    Nur für das Königreich Galicien

    Achtung Spoiler:
    Die Frau ist zwar entronnen, aber man ist sich sicher, dass sie eine Gesellschaftsdame sein muss. Man sollte sie also rasch finden, da sie im Winter nicht weit kommen kann.


    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Die Spione aus Santiago berichten, dass die Frau sich in ein Gemach geflüchtet haben soll, welches der Prinzessin Eleonore von Toulouse gehört. Möglicherweise hat die Südfranzösin Kontakte zu den Hintermännern der Randalierer.

  11. #1301
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    1. Januar 1718: Angesichts eines beträchtlichen Haushaltsdefizits entscheidet sich der neue Papst Honorius, nach Plänen seines Vorgängers zahlreiche Schiffe aufzugeben. Zuletzt war der Heilige Stuhl eine regelrechte Flottenmacht gewesen. Vor den Kanaren wird man aber weiterhin stark präsent bleiben.


    1. Januar 1718: Bei der Deutschen Hanse wurde offenbar erneut eine Innovation auf dem Gebiet der Buchführung ersonnen. Bei der internen Verrechnung der Mittel nutzt man – vermutlich um die Handelsbeziehungen mit ganz Europa zu feiern – die Zähleinheit des „Euro“, die einem Silberdinar entspricht. Die Idee scheint gerade in den westdeutschen Städten gut anzukommen, wo man sich den Mongolen nicht mehr verbunden fühlt.


    1.-31. Januar 1718: In vielen süd- und westeuropäischen Hauptstädten und Residenzen ist in diesem Winter ein unerwartet starkes Kommen und Gehen zu verzeichnen. Möglicherweise werden politische Maßnahmen vorbereitet, nachdem kurz vor dem Jahreswechsel angeblich neue Allianzen entstanden waren.
    Geändert von Jon Snow (16. September 2026 um 16:30 Uhr)

  12. #1302
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    2.-22. Januar 1718: In Heidelberg tritt nach einer kurzen Pause erneut der Pfälzische Landtag zusammen. Anna I. nimmt nochmals Bezug auf den Wormser Streit und verlangt daher einen Beschluss, wonach das Land „nicht unmittelbar“ für Zeitungsartikel haftbar gemacht werden könne. Nach längerer Diskussion akzeptiert schließlich eine knappe Mehrheit der Stände den Antrag, auch wenn anscheinend ein gewisses Unbehagen bleibt. Das Lizenzsystem wird dann aber mit breiter Unterstützung befürwortet. In Bezug auf die beschlagnahmten Materialien derjenigen Zeitungen, die sich an der Kampagne gegen Bischof Burkhard nicht beteiligten, erklären sich die Ständevertreter für nicht zuständig. Die Reform kann also wohl in Kraft treten.


    4. Januar 1718: Wie erhofft gelingt es einigen Hofgardisten, die verdächtige Frau in Santiago auf der Flucht aus der Stadt in Gewahrsam zu nehmen. Sie soll nun zu König Fernando V. nach Vigo gebracht werden. Wie vermutet handelt es sich um eine junge Niederadlige, die verschiedene Stellungen als Hofdame innehatte und zuletzt bei Prinzessin Estevaíña Dienst tat.


    6. Januar 1718: Am Dreikönigstag hält Papst Honorius trotz nasskalten Wetters eine Messe in der Basilika St. Paul vor den Mauern und führt danach eine Prozession in die Stadt an. Es gilt zwar als Risiko, dass der nicht mehr ganz junge Pontifex sich auf diese Weise verausgabt, doch Honorius scheint der Kontakt zum Volk wichtig zu sein. Beim Lateran werden dann die Kinder, die sich an der Prozession beteiligt haben, mit kleinen Geschenken erfreut, um sie an die Weisen zu erinnern, die den Jesusknaben ehren und ihm Gaben brachten.

  13. #1303
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    8. Januar 1718: Nach mühsamen Verhandlungen, die angeblich sogar mehrfach kurz vor dem Abbruch standen, erzielen Kronprinz Putraq von Dagomys und die Scheichs der Kahinaallianz eine Übereinkunft. Fast ein Drittel der Erträge des Goldfeldes Buré wird inskünftig an die im Westen der Sahara lebenden Stämme gehen, zudem sollen vergünstigte Getreidelieferungen aus mehreren Satrapien zur Verfügung gestellt werden. Auch die loyalen Stammesbündnisse in den Oasen der Zentral- und Ostsahara erhalten ab Februar neben den Subsidien verbilligte Nahrungsmittel. Dafür sagen die vier großen Allianzen zu, Solddienste zu leisten und Angriffe auf die umliegenden Satrapien zu unterbinden. Die Mongolen gewinnen damit militärische Sicherheit, stärken aber zugleich die Autorität der potentiell gefährlichen Stammesbündnisse gegenüber den einzelnen Scheichs. Auffällig ist auch, dass die Unterhändler Quitos sich ganz auf die Bemühungen des Kronprinzen von Dagomys verließen, obwohl es um das Gold ihres Teilreiches und nicht zuletzt den Schutz der Nigersatrapien ging.


    10. Januar 1718: Die „Neue Westdeutsche Zeitung“ erhält als erstes Blatt nach den „Pfälzer Zeitungswirren“ ihre Lizenz zurück und veröffentlicht rasch ihre erste Ausgabe. Darin wird kaum auf politische Themen Bezug genommen, während Gesellschaftsnachrichten – zum Teil sogar direkt aus dem Mercure galant übernommen und ins Deutsche übersetzt – den Hauptteil ausmachen. Die Reaktion der Bevölkerung ist recht aufgeschlossen, das Blatt hat also offenbar seine treuen Leser trotz der zeitweiligen Unterbrechung gehalten. Auch die regierungsnahe Ausrichtung dürfte weiter auf die Zustimmung der Abonnenten stoßen.


    14.-25. Januar 1718: Die Januarmitte ist in diesem Jahr ungewöhnlich mild und trocken, was den Menschen einerseits die oft mühsame Suche nach Brennholz in verschneiten Wäldern erspart, andererseits aber in manchen Gegenden zu einem gewissen Wassermangel im Frühjahr führen könnte, falls die Schneeschmelze nur geringe Zuflüsse erbringen sollte.

  14. #1304
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    22. Januar 1718: In der bairischen Klosterbothin wird die Unterstützung Westfalens für das Stift Marienhöhe hervorgehoben und mit einem Hinweis auf die klamme Haushaltslage des Khanats verknüpft. In den Folgemonaten erfolgt dann eine große Flugschriftenkampagne, welche wohl vorwiegend der Einwerbung von Mitteln dienen soll.


    23. Januar 1718: Der Antrittsbesuch des Päpstlichen Nuntius bei Hochkönig Columban II. von Irland findet in einer sehr freundlichen Atmosphäre statt, zumal die beiden Mächte schon seit vielen Jahren eng kooperieren und bei den meisten Themen einer Meinung sind.


    24. Januar 1718: Der schottische Hof gibt die Gründung einer Heilerschule bekannt, die nach dem ersten Bischof von Glasgow „St.-Mungo-Schule“ genannt werden soll. Zuletzt hatten vor allem englische und französische Ärzte im Königreich praktiziert.

  15. #1305
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    28. Januar 1718: Der Botschafter des Großkhanats Quito wird auf das Schloss Chambord gerufen, da der französische König ein Gespräch mit ihm zu führen wünscht. Der Diplomat kommt offenbar recht gern.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Der Botschafter verspricht, die Nachricht so schnell wie möglich nach Quito weiterzugeben und auch die übrigen Teilreiche zu informieren. Allerdings muss man mit einer gewissen Rücklaufzeit rechnen, weil sich die Großkhanate vielleicht noch untereinander abstimmen werden.



    31. Januar 1718: Die Botschafterkonferenz in Dagomys sichert dem Großkhanat Quito eine hohe Einmalzahlung von 65 Millionen S zu, um die Zugeständnisse gegenüber den Berbern auszugleichen. Die Summe soll von den übrigen fünf Teilreichen aufgebracht werden, wobei Melaka wieder den Löwenanteil beisteuern dürfte. Von Debul, Shikawo und Negübeihafen sind hingegen eher symbolische Beiträge zu erwarten.


    2. Februar 1718: Als zweite pfälzische Zeitung erhält die an der bairischen Klosterbothin und ihrem Themenspektrum orientierte „Katholische Westdeutsche Zeitung“ eine Lizenz und veröffentlicht am Lichtmesstag ihre erste Ausgabe. Schriftbild und Satz erinnern noch ein wenig an den Heidelberger Boten, dessen Redaktionsräume man übernommen hat. Bei der inhaltlichen Gestaltung geht man jedoch neue Wege und konzentriert sich auf religiöse und philosophische Themen. Breiten Raum nimmt die Vorberichterstattung zum Symposion des Heiligen Stuhls ein, zu dem zahlreiche Theologen aus aller Welt erwartet werden.

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