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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5701
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    Joh. 3 16 war der Trauerspruch meiner Oma: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben."

  2. #5702
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
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    Ist auch der typische Beispielspruch zum Vergleich unterschiedlicher Bibelübersetzungen.

  3. #5703
    Zurück im Norden
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    Zu Kapitel 3 lässt sich vielleicht noch ergänzen, dass das Evangelium natürlich aus einer christlichen Gemeinde stammt. Johannesjünger scheint es noch einige Jahrzehnte nach dem Tod Jesu und des Täufers gegeben zu haben, und auch Flavius Josephus bezeugt seinen Tod unter Herodes Antipas. Bei ihm soll er sogar noch so viele Anhänger gehabt haben, dass eine militärische Niederlage des Herodes allgemein als Strafe Gottes für die Hinrichtung des Täufers galt.

  4. #5704
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Oh hier gings ja weiter. Cool.

    Johannes ist als Evangelium viel philospophischer und theologischer als die anderen 3. Typische Besonderheiten:

    - Johanneischer Dialog: Es wird viel geredet. Wir hatten ja schon die Gespräche mit Nikodemus und der Frau am Jakobsbrunnen. Weitere werden folgen. Die Gespräche sind meist dadurch gekennzeichnet, dass Jesus was merkwürdiges sagt, was der Gesprächspartner nicht versteht und Jesus erklärt damit eine geistliche Wahrheit. Beispiel bei Nikodemus: Die Wiedergeburt
    - Es gibt 7 Wunderzeichen und 7 "Ich-bin-Worte". " Wunder haben wir schon gelesen: Die Hochzeit zu Kana und die Heilung des Lahmen am Teich Bethesda. Das erste Ich-bin-Wort kommt in Kapitel 6
    - Jesus geht drei mal zum Passahfest nach Jerusalem, erst beim letzten wird er gekreuzigt. Die Synoptiker (Markus, Matthäus, Lukas) berichten nur von einer Reise nach Jerusalem
    Und dann gibts noch manch anderen Unterschied zu den anderen 3 Evangelien.

    Meine Meinung dazu ist: Johannes kannte beim Verfassen die anderen Schriften und wollte bewusst andere Dinge berichten als die bekannten. Ohne ihn würden ganz wichtige Teile der Bibel fehlen. Der berühmteste aller Bibelverse ist wohl eben bereits beprochener Johannes 3,16: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn sandte, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

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  5. #5705
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Bei "eingeboren" les ich immer zuerst "eigeboren" #Echsenmenschensohn Emoticon: aluhut

  6. #5706
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Naja, es heißt "monogenos" im Original. Eingeboren verwenden wir nicht mehr in der normalen Sprache. Es bedeutet, dass dies das einzige Kind ist.
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  7. #5707
    Für mehr Klink im ***** Avatar von Gulaschkanone
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    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen
    Naja, es heißt "monogenos" im Original. Eingeboren verwenden wir nicht mehr in der normalen Sprache. Es bedeutet, dass dies das einzige Kind ist.
    Wieder was gelernt. Dachte das wäre sowas wie eingegeben.
    Zitat Zitat von Nahoïmi Beitrag anzeigen
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    Vom Kurfürst, über Admiral, Jarl, Botschafter und König zum Papst-ein Leben im Civforum.

  8. #5708
    Zurück im Norden
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    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen
    - Es gibt 7 Wunderzeichen und 7 "Ich-bin-Worte". " Wunder haben wir schon gelesen: Die Hochzeit zu Kana und die Heilung des Lahmen am Teich Bethesda. Das erste Ich-bin-Wort kommt in Kapitel 6
    Vielleicht noch ergänzend (obwohl das schon bei dir angeklungen ist, also eher als Verdeutlichung): Bei Johannes heißen die Wunder immer Zeichen (Semeia). Eigentlich soll der Glaube aus dem Vertrauen an Jesus kommen, aber wenn das nicht gelingt, sollen Jesu Hörer wenigstens den Zeichen glauben.

  9. #5709
    Altes Mann Avatar von goethe
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    ich weiß ich auch, woher der Spruch "es geschehen noch Zeichen und Wunder" kommt


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  10. #5710
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Johannes 6
    Achtung Spoiler:
    1 Hierauf begab sich Jesus auf die andere Seite des Galiläischen Sees, des Sees von Tiberias;
    2 es zog ihm aber dorthin eine große Volksmenge nach, weil sie die Wunderzeichen sahen, die er an den Kranken tat.
    3 Jesus stieg aber auf den Berg hinauf und ließ sich dort mit seinen Jüngern nieder;
    4 das jüdische Passah stand aber nahe bevor.
    5 Als nun Jesus sich dort umschaute und eine große Volksmenge zu sich kommen sah, sagte er zu Philippus: »Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese zu essen haben?«
    6 So fragte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wußte wohl, was er tun wollte.
    7 Philippus antwortete ihm: »Für zweihundert Denare Brot reicht für sie nicht hin, damit jeder auch nur ein kleines Stück erhält.«
    8 Da sagte einer von seinen Jüngern, nämlich Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm:
    9 »Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische (zum Verkauf bei sich) hat, doch was ist das für so viele?«
    10 Jesus aber sagte: »Laßt die Leute sich lagern!«, es war nämlich dichter Rasen an dem Ort. So lagerten sich denn die Männer, etwa fünftausend an Zahl.
    11 Jesus nahm sodann die Brote, sprach den Lobpreis (Gottes) und ließ sie unter die Leute austeilen, die sich gelagert hatten; ebenso auch von den Fischen, soviel sie begehrten.
    12 Als sie dann satt geworden waren, sagte er zu seinen Jüngern: »Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkommt.«
    13 Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die beim Essen übriggeblieben waren.
    14 Als nun die Leute das Wunderzeichen sahen, das er getan hatte, erklärten sie: »Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!«
    15 Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und sich seiner Person mit Gewalt bemächtigen würden, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er für sich allein.
    16 Als es dann Abend geworden war, gingen seine Jünger an den See hinab,
    17 stiegen in ein Boot und wollten über den See nach Kapernaum hinüberfahren. Die Dunkelheit war bereits eingetreten und Jesus immer noch nicht zu ihnen gekommen;
    18 dabei ging der See hoch, weil ein starker Wind wehte.
    19 Als sie nun etwa fünfundzwanzig bis dreißig Stadien weit gefahren waren, sahen sie Jesus über den See hingehen und sich ihrem Boote nähern; da gerieten sie in Angst.
    20 Er aber rief ihnen zu:
    21 »Ich bin’s; fürchtet euch nicht!« Sie wollten ihn nun in das Boot hineinnehmen, doch sogleich befand sich das Boot am Lande, (und zwar da) wohin sie fahren wollten.
    22 Am folgenden Tage überzeugte sich die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, daß dort weiter kein Fahrzeug außer dem einen gewesen war und daß Jesus nicht mit seinen Jüngern zusammen das Boot bestiegen hatte, sondern daß seine Jünger allein abgefahren waren.
    23 Doch es kamen jetzt andere Fahrzeuge von Tiberias her in die Nähe des Platzes, wo sie das Brot nach dem Dankgebet des Herrn gegessen hatten.
    24 Als die Volksmenge nun sah, daß Jesus ebensowenig da war wie seine Jünger, stiegen auch sie in die Fahrzeuge und kamen nach Kapernaum, um Jesus zu suchen.
    25 Als sie ihn dann auf der anderen Seite des Sees angetroffen hatten, fragten sie ihn: »Rabbi, wann bist du hierher gekommen?«
    26 Jesus antwortete ihnen: »Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Wunderzeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
    27 Verschafft euch doch nicht die Speise, die vergänglich ist, sondern die Speise, die für das ewige Leben vorhält und die der Menschensohn euch geben wird; denn diesen hat Gott der Vater besiegelt.«
    28 Da entgegneten sie ihm: »Was sollen wir denn tun, um die Werke Gottes zu wirken?«
    29 Jesus antwortete ihnen mit den Worten: »Das Werk Gottes besteht darin, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.«
    30 Da fragten sie ihn: »Welches Zeichen tust du nun, damit wir es sehen und zum Glauben an dich kommen? Womit kannst du dich ausweisen?
    31 Unsere Väter haben das Manna in der Wüste zu essen bekommen, wie geschrieben steht: ›Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.‹«
    32 Da sagte Jesus zu ihnen: »Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Himmelsbrot gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Himmelsbrot;
    33 denn das Brot Gottes ist das, welches aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.«
    34 Da riefen sie ihm zu: »Herr, gib uns dieses Brot allezeit!«
    35 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich bin das Brot des Lebens! Wer zu mir kommt, den wird nimmermehr hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals wieder dürsten.
    36 Aber ich habe euch (schon) gesagt: Ihr habt mich wohl gesehen, glaubt aber doch nicht.
    37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nimmer hinausstoßen;
    38 denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen auszuführen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
    39 Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich von allem dem, was er mir gegeben hat, nichts verloren gehen lasse, sondern es am jüngsten Tage auferwecke.
    40 Denn das ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken.«
    41 Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: »Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist«,
    42 und sie sagten: »Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er da jetzt behaupten: ›Ich bin aus dem Himmel herabgekommen?‹«
    43 Jesus antwortete ihnen mit den Worten: »Murret nicht untereinander!
    44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht, und ich werde ihn dann am jüngsten Tage auferwecken.
    45 Es steht ja bei den Propheten geschrieben: ›Sie werden alle von Gott gelehrt sein.‹ Jeder, der (es) vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.
    46 Nicht als ob jemand den Vater gesehen hätte; denn nur der eine, der von Gott her (gekommen) ist, nur der hat den Vater gesehen.
    47 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer da glaubt, hat ewiges Leben!
    48 Ich bin das Brot des Lebens.
    49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind dann doch gestorben;
    50 hier dagegen ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe.
    51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist: wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er ewiglich leben; und zwar ist das Brot, das ich (zu essen) geben werde, mein Fleisch, (das ich geben werde) für das Leben der Welt.«
    52 Nun gerieten die Juden in Streit untereinander und sagten: »Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?«
    53 Da sagte Jesus zu ihnen: »Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch;
    54 wer (dagegen) mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken.
    55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.
    56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.
    57 Wie mich mein Vater, der das Leben in sich trägt, gesandt hat und ich Leben in mir trage um des Vaters willen, so wird auch der, welcher mich ißt, das Leben haben um meinetwillen.
    58 Von solcher Beschaffenheit ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; es ist nicht von der Art, wie die Väter es gegessen haben und gestorben sind; nein, wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.«
    59 So sprach Jesus, als er in der Synagoge zu Kapernaum lehrte.
    60 Viele nun von seinen Jüngern, die ihm zugehört hatten, erklärten: »Das ist eine harte Rede: wer kann sie anhören?«
    61 Weil aber Jesus bei sich wußte, daß seine Jünger darüber murrten, sagte er zu ihnen: »Das ist euch anstößig?
    62 Wie nun (wird es sein), wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er vordem war?
    63 Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts; die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;
    64 aber es sind unter euch auch solche, die nicht glauben.« Jesus wußte nämlich von Anfang an, wer die waren, welche ungläubig blieben, und wer der war, der ihn verraten würde.
    65 Er fuhr dann fort: »Aus diesem Grunde habe ich euch gesagt: ›Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater verliehen ist.‹«
    66 Von da an zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen.
    67 Daher sagte Jesus zu den Zwölfen: »Ihr wollt doch nicht auch weggehen?«
    68 Simon Petrus antwortete ihm: »Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;
    69 und wir haben den Glauben und die Erkenntnis gewonnen, daß du der Heilige Gottes bist.«
    70 Jesus antwortete ihnen: »Habe nicht ich selbst euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist ein Teufel.«
    71 Er meinte damit aber den Judas, den Sohn Simons aus Kariot; denn dieser sollte ihn verraten, (und war doch) einer von den Zwölfen.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Es steht die Speisung der 5000 auf dem Programm. Die kennen wir schon aus den anderen Evangelien. Johannes dient es als weiteres Zeichen dafür, dass Jesus der Prophet ist (vgl. V. 14)
    • Im Unterschied zu den anderen Evangelien wird ausdrücklich der Begriff "König" für Jesus benutzt (V. 15), wenngleich er diese Rolle für sich ablehnt und sich zurückzieht.
    • Der Prophet kommt zum Berg
    • Jesu Spaziergang übers Wasser ist von Matthäus bekannt, bei Johannes gibt es aber keinen Sturm. Stattdessen latscht Jesus nachts rüber.
    • Mir gefällt Jesu Schlitzohrigkeit. Das gibt der Speisung nochmal einen anderen Drall als nur zu zeigen, dass Jesus krasse Dinge kann. Die Leute werden aufgefordert, die krassen Dinge zu hinterfragen (V. 27)
    • Vers 30 macht mich etwas stutzig. So viele Leute folgen ihm und halten ihn für den Propheten, weil er bereits Zeichen vollbracht hat. Aber an ihn glauben tun sie deshalb noch nicht? Wie viele Zeichen brauchen die denn noch? - Jesus spricht den Widerspruch in V. 36 selbst offen an
    • Jesus zieht bei seiner Antwort und durch den Vergleich mit Manna (V. 32) eine Parallele zu Moses. Er ist eine Art Moses++, weil er nicht nur das Brot bringt, sondern selbst das Brot ist (V. 35, 48). Jenes B rot wird mit dem ewigen Leben assoziiert (V. 47), nur durch Jesus kann man dieses also erlangen.
    • Sei das Brot, das du in der Welt sehen willst
    • Vers 45 bezieht sich auf Jesaja 54,13: "Alle deine Söhne werden vom HERRN unterwiesen und das Wohlbefinden deiner Söhne wird reich gesegnet sein."
    • Das ganze Kapitel, vor allem ab Vers 48, macht für mich deutlich nachvollziehbarer, wieso die Hostie im Christentum so eine wichtige Rolle spielt und warum die Katholen darauf bestehen, dass es der Leib Jesu ist, den sie da essen. Damit essen sie ja das Brot des Lebens.
    • Als Lazytarier finde ich spannend, dass Fleisch zu Brot wird.
    • V. 56: "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm." :cz: Theologisch leuchtet mir aber ein, dass (außer Sex) eine Verschmelzung zweier Körper durch Verspeisen realisiert werden kann. Iirc kann Kannibalismus auch ein Ausdruck extremer/ pervertierter Zuneigung sein, weil man den anderen ganz in sich aufnehmen will.
    • Persönlich würde ich das dann aber im übertragenen Sinne verstehen. Also dass es darum geht, Jesu Lehre durch Glaube an ihn vollständig in sich aufzunehmen (und so selbst zu einer Art Mini-Jesus zu werden), als es wörtlich auszulegen.
    • Jesus weiß alles Emoticon: aluhut (V. 64)
    • Spannender Schluss des Kapitels. Jesus beginnt mit einer großen Gefolgschaft und verprellt einen Großteil davon. Vor diesem Hintergrund sind die letzten Verse bemerkenswert: Einer der Zwölf, Judas, mag zwar ein Teufel sein, aber sogar ihn hat Jesus erwählt und zieht in den ganzen Heuchlern vor, die nur das irdische Brot fressen wollen und sich nicht für das Himmelsbrot interessieren.
    • Das macht das Kapitel, obwohl der Mittelteil recht länglich ist, in meinen Augen zu einem der bislang Stärksten.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  11. #5711
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Was ist ein Lazytarier?
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

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  12. #5712
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    Jemand der zu faul ist, Fleisch zu essen.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

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