Abgabetermin: Dienstag, der 15. September um 22.00 Uhr
Allgemeines
Die Ernte des Jahres 1717 war im freien Europa erneut weit überdurchschnittlich. Diesmal stachen vor allem Spanien, Frankreich samt seiner verschiedenen Vasallen, Schwaben und die Pfalz hervor. Auch die Eidgenossenschaft und die nordwestdeutschen Bauern durften sich über sehr hohe Erträge freuen. Die Fischereisaison verlief ebenfalls gut, allerdings zeigten sich erste Schwierigkeiten, als vom Bund geförderte Hanseaten den Schotten, Norwegern, Iren und Zisterziensern vielversprechende Fischgründe streitig machten.
Eine neue, europaweit beachtete Idee war die bewusste, zentral geplante Erhöhung der Fronpflichten im Königreich Frankreich. Diese bäuerlichen Dienste waren zwar seit dem frühen 17. Jh. zunehmend von starken Schwankungen geprägt, hingen aber zumeist mit politischen oder wirtschaftlichen Krisen zusammen. Zuletzt waren mehrere Monarchen bemüht, die geltenden Verpflichtungen genauer zu fassen und wirksam zu begrenzen. Dadurch ist der „französische Weg“ auch ein Versuch, eine ganz andere Bauernpolitik umzusetzen – bislang durchaus mit Erfolg.
Unter der Leitung Yesun Khans ist es den Herrschern der mongolischen Teilreiche gelungen, ihre aufkommenden Differenzen beizulegen und das bestehende Bündnis zu festigen. Dazu trug zweifellos der herausragende militärische Erfolg des Monarchen und seines beliebten Kronprinzen bei, doch es spielten wohl auch andere Gründe eine gewichtige Rolle, so etwa eine wachsende Bedrohung durch Bündnisse zwischen den freien Reichen und den Aufstieg religiös motivierter Allianzen. Dazu kommt, dass die Nachfolgefrage in mehreren Teilreichen ungeklärt ist, so dass die vielen Kinder Putraq Khans eine bedeutende Rolle spielen könnten, wenn es um die Sicherung dynastischer Kontinuität geht. Allerdings lauern auch hier einige Gefahren, denn Putraqs Ehefrau Aniuna (eine Nichte Kabuls I.) gilt als überaus ehrgeizig und soll angeblich alles tun, um den ältesten Sohn des Kronprinzen von der Macht fernzuhalten.
Die Kämpfe in der Sahara hatten bislang keinen eindeutigen Sieger, es gelang den Satrapen im Nigerraum und an der nordafrikanischen Küste aber, die mongolische Position in der Region mit Hilfe der hochbezahlten Berberreiter zu festigen. Zugleich sorgten die stark wachsenden Subsidien und die bei den Kämpfen gemachte Beute dafür, dass die Bünde, Großgruppen und Allianzen an Einfluss gegenüber den Scheichs der einzelnen Stämme gewannen. Mit der Bedrohung des Niltales hat sich zudem eine neue strategische Möglichkeit für die Kahina-Allianz ergeben, Verhandlungen zu erzwingen.


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