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Thema: [DMS2] Hier darf jeder Rhein- Die offene Story der Pfalzgrafschaft, Kapitel zwei

  1. #196
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Also, die Idee ist ja eigentlich eh nicht, dass verstaatlicht wird, der Staat soll sich aus den Zeitungen raushalten. Es geht eher darum, dass die Zeitungen unterschiedlichen Interessensgruppen- Kirche/Bischöfe, Uni, Kaufleute, etc.- zugeordnet werden, damit sie wieder in die Ständegesellschaft eingebunden sind. Künftige Streitigkeiten können dann beim richtigen Adressaten ausgehandelt werden, der Hof ist nicht verantwortlich, und alle haben eine Stimme. In der Theorie zumindest.

    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ich weiß gar nicht, ob das alles Klatschpresse im Moment ist.
    Es gab auch einige moderne Investigativjournalisten, die direkt die Pfalzgräfin einer Verschwörung beschuldigt haben. Brauch ich auch nicht unbedingt. Nur Bild und Watergate ist nicht gut für meinen halt doch noch nicht basisdemokratischen Staat, glaube ich. Was dazwischen wäre besser.
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  2. #197
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ist das ein System, was es wirklich gab?
    Ich denke nämlich, dass bei Jon alles seine Auswirkungen auf die Werte hat und deshalb die relativ freie Presse sicherlich zu einer lebendigen Kultur beitragen kann.
    Eine gewisse Kontrolle und Zensur muss aber durch das System auf jeden Fall beibehalten werden.

    Wer liest denn überhaupt Zeitung? Ich hätte jetzt vermutet, dass es eh hauptsächlich wohlhabende Menschen seien.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  3. #198
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    Es hat jetzt im Landtag weitgehend so geklappt wie gewünscht. Es ist aber noch unklar, ob sich die Verleger und Journalisten alle bereitfinden werden, ein von der Regierung gewünschtes Themenspektrum zu bearbeiten. Dazu müssen die mit dem Lizenzsystem betrauten Hofbeamten mit ihnen und wohl auch möglichen Geldgebern ins Gespräch gehen. Bei der angeordneten Ausrichtung auf reißerische Berichterstattung konnte man immerhin die Hälfte der Blätter überzeugen, aber da lockten natürlich auch die vom Geheimdienst bereitgestellten Informationen und damit finanzielle Gewinne.

  4. #199
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ist das ein System, was es wirklich gab?
    Ich denke nämlich, dass bei Jon alles seine Auswirkungen auf die Werte hat und deshalb die relativ freie Presse sicherlich zu einer lebendigen Kultur beitragen kann.
    Eine gewisse Kontrolle und Zensur muss aber durch das System auf jeden Fall beibehalten werden.

    Wer liest denn überhaupt Zeitung? Ich hätte jetzt vermutet, dass es eh hauptsächlich wohlhabende Menschen seien.
    Das neue System ist ja relativ frei und basiert nicht wirklich auf Kontrolle und Genaue.

    Ich glaub nicht, dass es irgendwas an der Situation wirklich gab. Ist ja auch egal.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Es hat jetzt im Landtag weitgehend so geklappt wie gewünscht. Es ist aber noch unklar, ob sich die Verleger und Journalisten alle bereitfinden werden, ein von der Regierung gewünschtes Themenspektrum zu bearbeiten. Dazu müssen die mit dem Lizenzsystem betrauten Hofbeamten mit ihnen und wohl auch möglichen Geldgebern ins Gespräch gehen. Bei der angeordneten Ausrichtung auf reißerische Berichterstattung konnte man immerhin die Hälfte der Blätter überzeugen, aber da lockten natürlich auch die vom Geheimdienst bereitgestellten Informationen und damit finanzielle Gewinne.
    Naja, man würde ja die Besitverhältnisse umkrempeln, so gesehen hätten sie ja keine Wahl oder man müsste neues Personal einstellen.
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  5. #200
    Zurück im Norden
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    Was heißt das genau? Nur, dass es nicht zu Missverständnissen kommt und ich das richtige Vorgehen auswerte. Im Augenblick kann keine Zeitung erscheinen, aber die Besitzverhältnisse selbst blieben unangetastet. Es handelt sich ja nicht um staatliche Organe wie beim Hanseblatt oder der Klosterbothin, sondern um privat geführte Unternehmen. Was sollen die mit der Sache betrauten Beamten als nächstes machen?

  6. #201
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich verstehe es auch nicht.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  7. #202
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Was heißt das genau? Nur, dass es nicht zu Missverständnissen kommt und ich das richtige Vorgehen auswerte. Im Augenblick kann keine Zeitung erscheinen, aber die Besitzverhältnisse selbst blieben unangetastet. Es handelt sich ja nicht um staatliche Organe wie beim Hanseblatt oder der Klosterbothin, sondern um privat geführte Unternehmen. Was sollen die mit der Sache betrauten Beamten als nächstes machen?
    So wie ich das verstehe, kann ich derzeit jeder Zeitung die Lizenz entziehen. Das wäre also Schritt eins. Man nimmt das aktuelle Chaos zum Anlass, um mit Ankündigung das Zeitungssystem umzukrempeln. Es hat sich ja mehre als eine Zeitung an den Verleumdungen des Bischofs beteiligt, so wie ich das verstanden habe, und mehrere der seriöseren Zeitungen haben der Pfalzgräfin die Teilnahme an einer Verschwörung unterstellt und damit noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen, was ebenfalls einen guten Anlass bietet, sie in einem Aufwasch mitzuverbieten.

    Dann werden diese Zeitungen übernommen und an neue Besitzer verteilt. Mag sein, dass es etwas Geld in der Ablöse kostet, das ich in der nächsten Runde auch nachschießen würde, aber da sie ohne Lizenz ohnehin nicht arbeiten können stelle ich mir das nicht allzu teuer vor, ohne Lizenz sind die Zeitungen wertlos und die Leute die dort arbeiten werden ja arbeiten wollen. Wenn die Zeitungen vom Landtag zu Strafzahlungen verdonnert werden, müssen sie ja sogar noch dringender verkaufen, da sie das in finanzielle Nöte bringen dürfte. Ich reche ehrlich gesagt auch damit, dass die betroffenen Stände ein Interesse daran haben, selbst Geld in die Hand zu nehmen, um eine Zeitung in die Hand zu bekommen. Ein Handelsblatt wäre ja gut für meine Kaufleute, somit rechne ich damit, dass sich da z.B. ein Konsortium findet, das sie erwerben will, um eine solche Zeitung zu haben. Ein Wissenschaftsblatt wäre gut für meine Uni und die gelehrten Bürger, ein kirchennahes Blatt gut für die Kirche und die Bischöfe.

    Das wäre so in etwa der Plan. Das muss keine 1:1 Entsprechung sein, es können auch unbescholtene Zeitungen aus der "alten Ordnung" überleben und meinetwegen wieder irgendwas unabhängiges drucken, so wie vor den Klatschgeschichten. Ich möchte aber das Zeitungssystem grob an etablierte Interessensgruppen im Staat anpassen und damit für die Zukunft klären, wo die Verantwortlichkeiten liegen. Die neuen Inhaber werden jedenfalls weniger Interesse daran haben, für ne höhere Auflage den größten Schund zu drucken oder es sich mit der Pfalzgräfin zu verscherzen, nehme ich an, da sie ja auch Interessen neben der reinen Auflage erfüllen, klarere Zielgruppen und klarere Schwerpunkte in der Berichterstattung haben.

    Mein Eindruck jedenfalls war, dass die fehlende Kopplung an die Ständegesellschaft das ausschlaggebende Problem in dieser Krise war. Der Staat musste als Verantwortlicher einspringen und die Zeitungen haben mutwilliger ehrverletzende Inhalte gedruckt, als es in einer so ehrorientieren Gesellschaft sonst üblich wäre. Wir hatten quasi eine moderne Bild und ein modernes Correctiv im 17., 18. Jhd. verpflanzt, das kann ja nicht gutgehen.

    Die genannten Gruppen und Ausrichtungen sind auch nur Beispiele, die es halt so ähnlich in der Spielwelt so gibt, es können auch gerne daneben noch andere Konstellationen bei rauskommen.
    Geändert von Lao- Tse (27. August 2026 um 19:04 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  8. #203
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    In der Pfalzgrafschaft bei Rhein werden intensive Gespräche über die Zukunft der Zeitungen geführt, die sich im Zuge der Förderung durch Pfalzgraf Balduin I. entwickelt hatten. Offenbar strebt Anna I. nun eine Anknüpfung an bestimmte Stände und die Universität an. Zugleich veröffentlicht das Hanseblatt in der Herbstausgabe zusätzliche Stellen, auf welche man sich bewerben könnte – eine Innovation, die möglicherweise auch andernorts auf Interesse stoßen wird. Der „Heidelberger Bote“ scheint hingegen bereits einen Umzug nach Köln vorzubereiten.
    Sinn dieser Maßnahme ist ja nun nicht, dass die Zeitungen genug Zeit haben, sie zu umgehen. Ist ja schön, dass die Beratungen so langsam und so offen sind, dass die Zeitung mehr Zeit zum reagieren hat, als ich.

    Wie ist denn da der rechtliche Rahmen? Da die Lizenzen ruhend sind und die Zeitungen überdies mit staatlichen Mitteln finanziert wurden, denke ich nicht, dass es legitim ist, wenn sie die Infrastruktur (Druckerpressen oder was auch immer die haben) mitnehmen dürfen, solange die Lizenzfrage ungeklärt ist. Ich denke auch nicht, dass es je der Sinn der Lizenzen war, dass sie 10 m von der Grenze entfernt drucken können und die Zeitungen dann in die Pfalzgrafschaft importiert werden.

    Will sagen: Wenn ich im Landtag den Rückhalt habe, ihnen die Ausreise zu verweigern, bis die Situation auf dem Landtag abschließend geklärt ist, bitte das sofort einleiten. Dürfte in dem Fall reichen, ein paar Aufgebote die schwer zu transportierenden Druckmaterialien bewachen zu lassen. Man kann auch gerne die Besitzer der Zeitungen vorladen und sie in die Neustrukturierung miteinbinden. Es ist ja keineswegs gesichert, dass sie nicht weiterdrucken dürfen, wenn die Gesetzeslage geklärt ist.

    Und im nächsten Jahr muss ich echt dagegen vorgehen, dass die Nachbarn im Reich glauben, die Pfalz ausnehmen zu können. Zuerst Westfalen mit den Handwerkern, jetzt die Hanse mit den Zeitungen. Da wirds Gegenmaßnahmen zur Abschreckung geben müssen.

    Zumindest die „Neue Westdeutsche Zeitung“ – die sich ebenfalls der von der Regierung gewünschten reißerischen Berichterstattung anschloss und Informationen des Balduinsbundes erhielt – dürfte wohl weiterarbeiten können. Die dortige Redaktion hat auch schon gezeigt, dass sie bereit ist, Anweisungen von Hofbeamten entgegenzunehmen und in Ausnahmefällen sogar Artikel direkt korrigieren zu lassen.
    Das ist allerdings falsch, ich will die Zeitungen ja explizit vom Hof entkoppeln. Auch die Strafzahlungen waren so nicht gefordert, aber ich nehme das mal, wie es kommt. Bins ja schon gewohnt.
    Geändert von Lao- Tse (28. August 2026 um 19:27 Uhr)
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  9. #204
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    So, also ich mach mal eine Bestandsaufnahme, da das Thema sich wohl doch noch ziehen wird:

    Es scheint 4 Zeitungen zu geben:

    16.-22. Januar 1717: In der Pfalz, wo Balduin I. vor etwa zwei Jahren zur Gründung weiterer Zeitungen und zur freien Meinungsäußerung aufgerufen hatte, bestehen mittlerweile vier dieser neuen Informationsquellen. Zwei davon – der „Heidelberger Kurier“ und die „Neue Westdeutsche Zeitung“ wurden gegründet, als die Regierung es ihnen ermöglichte, über verschiedene Informationsquellen Gerüchte und reißerische Geschichten zu erfahren und weiterzutragen. Beide berichten nun in ungewöhnlich sachlicher Weise und überraschend ähnlich verfassten Artikeln über den „Wormser Prozess“. Darin behaupten sie, der dortige Bischof habe seine Forderungen von 300000 S auf 410000 S erhöht. Zwei andere Zeitungen aus Mannheim und Heidelberg – die „Mannheimer Stimme“ und der „Heidelberger Bote“ – widersprechen dieser Darstellung und legen dar, dass der Bischof selbst seine Forderungen sogar reduziert habe. Bei der zweiten Summe handle es sich um Ansprüche des gesamten Domkapitels zusammen mit dem Oberhirten. Die „Stimme“ berichtet überdies, dass sie von „regierungsnahen Personen“ aufgefordert worden sei, „Stimmung“ gegen den Bischof zu machen und „strittige Passagen“ sogar dem Hof vorzulegen. Man vermutet, dass das ohne geeignetes Personal und ohne eigenen Etat gegründete pfalzgräfliche Aufsichtsgremium den Artikel aus Mannheim vorher nicht zu sehen bekam, zumal es eigentlich nur für die Vergabe von Lizenzen zuständig ist und aus Hofbeamten besteht. Leider dürfte sich die Position von Bischof und Domkapitel damit eher gefestigt haben. Schließlich scheinen besonders die äußerst reißerischen Zeitungen direkt auf Anweisung der Pfalzgräfin zu arbeiten.
    2 Bildzeitungen, zwei Investigativblätter.

    1. September 1717: Der pfälzische Landtag folgt dem Wunsch der Monarchin und erklärt alle Zeitungslizenzen zunächst für ruhend. Zudem wird mit großer Mehrheit eine hohe Geldstrafe für den Heidelberger Kurier festgelegt, die hälftig zugunsten der Stadtkasse und der Klöster mit eigener Armenspeisung vor Ort ausgezahlt werden soll. Diese Zeitung, die auf Wunsch der Regierung zu einer besonders reißerischen Berichterstattung übergegangen war, ist damit vermutlich Geschichte. Da Anna I. sehr darauf drängt, lassen sich die Stände zudem dazu bereitschlagen, auch gegen die beiden seriösen Zeitungen, die sich der von Balduin I. eingeführten freien Berichterstattung verpflichtet fühlten, mit – allerdings symbolischen – Strafzahlungen vorzugehen. „Mannheimer Stimme“ und der „Heidelberger Bote“ waren Anfang des Jahres nicht bereit gewesen, einer von der Regierung gesteuerten Kampagne Feder und Geist zu leihen, was ihnen in Teilen der Bevölkerung hohes Ansehen verlieh. Für die Zukunft ist offen, wie es mit dem einstmals recht freien Heidelberger Zeitungsmark nun weitergehen wird. Zumindest die „Neue Westdeutsche Zeitung“ – die sich ebenfalls der von der Regierung gewünschten reißerischen Berichterstattung anschloss und Informationen des Balduinsbundes erhielt – dürfte wohl weiterarbeiten können. Die dortige Redaktion hat auch schon gezeigt, dass sie bereit ist, Anweisungen von Hofbeamten entgegenzunehmen und in Ausnahmefällen sogar Artikel direkt korrigieren zu lassen.
    Eines der Klatschblätter ist pleite, kann also übernommen werden.

    Da Anna I. sehr darauf drängt, lassen sich die Stände zudem dazu bereitschlagen, auch gegen die beiden seriösen Zeitungen, die sich der von Balduin I. eingeführten freien Berichterstattung verpflichtet fühlten, mit – allerdings symbolischen – Strafzahlungen vorzugehen. „Mannheimer Stimme“ und der „Heidelberger Bote“ waren Anfang des Jahres nicht bereit gewesen, einer von der Regierung gesteuerten Kampagne Feder und Geist zu leihen, was ihnen in Teilen der Bevölkerung hohes Ansehen verlieh. Für die Zukunft ist offen, wie es mit dem einstmals recht freien Heidelberger Zeitungsmark nun weitergehen wird. Zumindest die „Neue Westdeutsche Zeitung“ – die sich ebenfalls der von der Regierung gewünschten reißerischen Berichterstattung anschloss und Informationen des Balduinsbundes erhielt – dürfte wohl weiterarbeiten können. Die dortige Redaktion hat auch schon gezeigt, dass sie bereit ist, Anweisungen von Hofbeamten entgegenzunehmen und in Ausnahmefällen sogar Artikel direkt korrigieren zu lassen.
    Da der Prozess auf dem Landtag die Zeitungen betreffend noch nicht abgeschlossen ist, wird den betroffenen Personen bis zu diesem Zeitpunkt die Ausreise verweigert. Ist denke ich relativ unkontrovers.

    Bleiben also noch drei. Eines ist ein Klatschblatt, aber relativ regierungstreu. Eines der Investigativblätter hat die Pfalzgräfin verleumdet, auch wenn die NPCs ihr scheinbar vorbehaltlos glauben, anders als beim Wormser Bischof, wo die Verleumdungen zu einem Eklat geführt haben. Eine hat sich nichts zu schulden kommen lassen, die will nach Köln umziehen.

    Nun wird es natürlich ingame anders eingepflegt werden: Die NPCs werden den Zeitungen glauben, die Strafen sind bereits ausgesprochen. Das macht es für mich alles nochmal wesentlich schwerer, aber am grundlegenden Plan ändert sich wenig.

    1.) Das bankrotte Klatschblatt kann erworben werden und nach Vorbild der Klosterbothin umgestaltet werden.

    2.) Das zweite Klatschblatt wurde im Strafmaß wesentlich milder behandelt. Warum?

    3.) Die zweite Zeitung wurde lediglich zu einer symbolischen Zahlung verdonnnert. Warum hat der Landtag ihm Glauben geschenkt und bezichtigt die Pfalzgräfin einer Verschwörung zur Verleumdung des Bischofs? Das hätte man ebenfalls übernehmen können.

    Das vierte, das sich nichts zu Schulden komme hat lassen, könnte theoretisch so weiterarbeiten wie bisher, allerdings durchblicke ich die Situation nicht mehr. Ich muss erstmal klären, warum der Landtag den Vorwürfenn einer Zeitung gegen die Landesherrin Glauben schenkt.
    .
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  10. #205
    Zurück im Norden
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    1) Eine staatliche Zeitung erfordert einen Schwerpunkt. Man kann das Blatt aber übernehmen und den Schwerpunkt dann 1718 setzen.
    2) Das zweite Klatschblatt wurde gar nicht bestraft. Die Forderung der Pfalzgräfin bezog sich nur auf die beiden seriösen Zeitungen, die sie angeblich verleumdeten.
    3) Diese beiden Zeitungen wurden nur symbolisch bestraft. Anders als von der Pfalzgräfin behauptet, haben sie sie ihre Person aus der Berichterstattung ganz herausgehalten. Dennoch hat der Landtag ihrem Wunsch entsprochen, Strafen zu verhängen.

    Edit: Man kann das bankrotte Blatt weiterhin den verschiedenen Standesvertretern anbieten. Es scheint aber im Augenblick auf wenig Interesse zu stoßen.
    Geändert von Jon Snow (Gestern um 18:50 Uhr)

  11. #206
    Shiny! Avatar von Lao- Tse
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    Nur will ich gar keine staatliche Zeitung einrichten, sondern dafür sorgen, dass die Zeitungen von verantwortungsvollen Besitzern übernommen werden Sie sollen ja eben in privater Hand bleiben, der Staat sich nicht einmischen.

    Die Zeitungen sollen in privater Hand bleiben, der Staat sich nicht einmischen.

    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Anders als von der Pfalzgräfin behauptet, haben sie sie ihre Person aus der Berichterstattung ganz herausgehalten. Dennoch hat der Landtag ihrem Wunsch entsprochen, Strafen zu verhängen.
    Naja, wie man's nimmt:

    Die „Stimme“ berichtet überdies, dass sie von „regierungsnahen Personen“ aufgefordert worden sei, „Stimmung“ gegen den Bischof zu machen und „strittige Passagen“ sogar dem Hof vorzulegen.
    Der Regierung eine Verschwörung zu unterstellen, scheint also im 17. Jhd. ok gewesen zu sein, solange es die Person des Herrschers nicht betrifft. Darauf hätte ich achten müssen.

    [Edit: Man kann das bankrotte Blatt weiterhin den verschiedenen Standesvertretern anbieten. Es scheint aber im Augenblick auf wenig Interesse zu stoßen.
    Das hätte ich mir denken können.

    Gibt es denn irgendwelche anderen Möglichkeiten, eine moderne Bildzeitung oder modernen Investigativjournalismus, bei dem Autoritäten angeschwärzt und in einer allzu ehrversessenen Gesellschaft sehr bereitwillig eheverletzende Inhalte gedruckt werden, in die Ständegesellschaft einzubringen, oderbgeht da nix? Ich will halt dafür Sorgen, dass mir das Thema nicht wieder auf die Füße fliegt.
    Zitat Zitat von Windhoek Beitrag anzeigen
    Was schreibt ihr da für Unsinn?
    Zitat Zitat von Cepheus Beitrag anzeigen
    ...
    "Womit denn?"
    "Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."

  12. #207
    Beyond Mars Avatar von [VK]
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    Zitat Zitat von Lao- Tse Beitrag anzeigen

    Der Regierung eine Verschwörung zu unterstellen, scheint also im 17. Jhd. ok gewesen zu sein, solange es die Person des Herrschers nicht betrifft. Darauf hätte ich achten müssen.
    Das Prinzip heißt "Guter Zar, böse Notaren". Oder auf Deutsch auch "wenn das der Führer wüsste"

    Also du kannst davon ausgehen, dass du ebenfalls gemeint bist. Nur ist die Kritik an deinen "schlechten Beratern" deutlich einfacher als an dir.

  13. #208
    Zurück im Norden
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    Es ist halt ein wenig widersprüchlich, die exakte Ausrichtung einer Zeitung bestimmen zu wollen und wie zu Jahresbeginn sogar einzelne Artikel festlegen und von Hofbeamten korrekturlesen zu lassen und zugleich zu betonen, dass die Regierung sich ja gar nicht einmischen wolle.

    Es hat ja auch stark dazu beigetragen, dass die Pfalzgräfin in den Konflikt so direkt hineingezogen worden ist, als sie anwies, die Zeitungen sollten sich mehr einer Boulevardberichterstattung zuwenden und dafür Informationen des Geheimdienstes erhalten (was immerhin zwei von vier aktiven Blättern umsetzten).

    Eines der beiden Boulevardblätter ist jedenfalls prinzipiell handlungsfähig und könnte mit einer Lizenz wieder ins Geschäft zurückkehren. Es hat sich auch als äußerst regierungstreu erwiesen und sich sogar ohne Probleme den Korrekoren bei Hofe geöffnet. Daher spricht wenig dafür, dass man dort bewusst versuchen wird, die Monarchin in Schwierigkeiten zu bringen. Man kann die Regelung vom Jahresbeginn auch aufrechterhalten und sich kritische Artikel vorlegen lassen. Die Regierung könnte aber natürlich weiterhin von innen oder außen als mitverantwortlich angesehen werden, wenn sie Informationen des Balduinsbundes direkt an Zeitungen weitergibt. Das muss nicht passieren (und es muss noch nicht einmal bekannt werden), aber es lässt sich eben auch nicht vollständig ausschließen.
    Geändert von Jon Snow (Gestern um 20:59 Uhr)

  14. #209
    Zurück im Norden
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    Im Augenblick ist der Hof übrigens immer noch damit beschäftigt, Investoren zu finden, um wenn möglich wirklich stärker auf bestimmte Gebiete konzentrierte Zeitungen zu schaffen. Man hat auch ein Ausreiseverbot für die führenden Mitarbeiter der drei bestraften Blätter verhängt. Es muss sich nun eben noch zeigen, welche Ausrichtung als gewinnträchtig eingestuft wird und wofür man unter Umständen auch die nötigen Experten zusammenbekäme.

    Eine Wissenschaftszeitung voller ehemaliger Bildredakteure mit geringer Auflagenzahl könnte eben leicht zum Verlustgeschäft werden. Das wollen natürlich auch Kaufleute nicht, die sich mit der Universität (oder der Kirche, dem Stadtpatriziat oder einer anderen Gruppe) persönlich identifizieren.

  15. #210
    Beyond Mars Avatar von [VK]
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    Lao:
    Achtung Spoiler:

    2 Ideen:
    1) Stell den Kanarischen Khan als Franz Josef Wagner ein. Also als Kolumnist und zum Pöbeln. Ich brauch Geld für meine Restauration
    2) Such dir ein leichte Opfer. Jemand den du angreifen kannst, der sich aber nicht großartig wehren kann. Die christlichen Institutionen sind offensichtlich raus. Genauso die Deutschen. Frankreich und wohl auch Ungarn ist in Schlagreichweite. Mit Italien hast du ja gute Beziehungen. Bleiben nur die Briten, die Spanier und Don. Letzterer ist im Grunde free. Briten und Spanier wären halt ein größerer Block und imo etwas passiv. Aber die sind auch weit genug weg, dass die da nichts großartig gegen machen können und die Leute da auch wohl vieles glauben werden.

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