10. Juni 1717: Der päpstliche Kanzleivorsteher Pater Alfred Schimmel (OFM) aus Köln stellt für die kommende Wahl des Oberhauptes der Christenheit eine Liste der lebenden Kardinäle zusammen. Sie weicht nur unwesentlich von der 1708/09 vereinbarten Verteilung ab, die für die Weltkirche gelten sollte. Aus den Großkhanaten Dagomys, Quito und Melaka und dem Khanat Italien fehlt jeweils ein Purpurträger, dessen Ernennung nach dem Tod eines Amtsvorgängers noch nicht erfolgt ist.
Anfang Juni 1717 lebende Kardinäle nach ihrer Herkunft
Großkhanat Dagomys: 34
Kurienkardinäle: 15
Großkhanat Quito: 14
Großkhanat Shikawo: 11
Großkhanat Melaka: 9
Khanat Italien: 8 (darunter der Erzbischof von Barcelona)
Königreich Frankreich: 8 (mit den südfranzösischen Vasallen)
Heiliges Römisches Reich: 6 (auf möglichst viele Reichsstände verteilt)
Spanien (Kalifat von Cordoba und Königreich Galicien): 5
Khanat Hellas: 4
Großkhanat Debul: 3
Königreich England: 3
Freie Reiche in Amerika: 3
Großkhanat Negübeihafen: 1
Kaiserreich China: 1
Freie Reiche in Indien: 1
Freie Reiche in Ostafrika: 1
Khanat Ungarn: 1
Schweizerische Eidgenossenschaft: 1
Deutscher Orden: 1 (zusätzlich zum Reich)
Herzogtum Burgund: 1 (zusätzlich zum Reich)
Königreich Schottland: 1
Irische Föderation: 1
Nordische Königreiche: 1
11.-30. Juni 1717: Im Königreich Galicien werden zahlreiche Verdächtige angezeigt und von den ausschwärmenden Söldnern des Landes zur Überprüfung in Gewahrsam genommen. In einigen Fällen tragen die potentiellen Täter dabei Verletzungen davon, was wohl mit dem Zorn der Bevölkerung über die Zerstörung so vieler religiöser Kunstwerke zu tun haben dürfte.
14. Juni 1717: Dem Vernehmen nach sollen sich einige hellenische Adlige aus dem Norden des Khanats beim Eintreffen der Todesnachricht aus Rom spontan zu einem fröhlichen Umtrunk verabredet haben. Der „Bauernfreund auf dem Papstthron“ war offenbar keineswegs überall beliebt.


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