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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1261
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    3. April 1717: Der Ulmer Stadtrat befasst sich als erstes Gremium der Hansestädte mit den Vorwürfen mehrerer Fürsten. Da Schwaben und Baiern dort über ein recht hohes Ansehen verfügen, wäre man – die Zustimmung des Handebürgermeisters vorausgesetzt – bereit, künftig auf die Minderung von Marktgebühren und Zöllen zu verzichten, die den beiden Nachbarn zu schaffen machen.


    4. April 1717: Mit einem feierlichen Gottesdienst beginnt die Rundreise des schottischen Königs Alasdair IV., der sein Land besser kennen lernen und der Bevölkerung persönlich begegnen möchte.


    4. April 1717: Eine Gesandtschaft des Kalifen in Dagomys wird bereits am Tag nach ihrer Ankunft von den sechs Großkhanen in Empfang genommen.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Der Wunsch nach einer Reduzierung der britischen Reparationen wird von den Herrschern der sechs Teilreiche eher skeptisch aufgenommen. Man hatte sie seinerzeit ja nicht vorwiegend zur Bestrafung der britischen Mächte eingeführt, sondern um die realen Wohlstandverluste des Großkhanats Negübeihafen teilweise auszugleichen, die durch die schottisch-englische Politik entstanden waren. Es wäre aber vielleicht denkbar, eine schnellere Zahlung mit der Minderung der Gesamtsumme zu verknüpfen?

  2. #1262
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    5.-25. April 1717: In Hannover, Groningen, Bielefeld und Enschede kommt es zu schweren Handwerkerunruhen, die sich gegen Neuankömmlinge aus dem oberdeutschen Sprachraum richten. Offenbar werden sie als fremd und als wirtschaftliche Bedrohung wahgenommen, so dass die Stadtgarden oftmals gespalten sind und nur sehr zögerlich eingreifen. Viele Familien verlassen die größeren Städte daraufhin bis Ende April wieder, was die Situation wieder ein wenig entspannt, aber einen Teil des Zuwachses an Handwerkskenntnissen zunichte zu machen droht.


    8. April 1717:
    Die Großkhane in Dagomys vereinbaren ein neues, recht komplexes Verfahren für die gegenseitige Vergabe von Subsidien und Krediten. Batu V. hatte – angeblich auch auf hellenischen Rat hin – etwas überraschend auf die verschiedenen Pfandherrschaften in den Provinzen des Großkhanats Quito verzichtet, die seine Regierung erworben hatte. Künftig werden die jeweiligen Botschafterkonferenzen eine wichtigere Rolle bei der finanziellen Unterstützung anderer Teilreiche spielen.


    8. April 1717: Mit einem Gottesdienst und einem kleinen Ritterturnier in Gent beginnt die Rundreise von Großherzogin Luise durch ganz Burgund. Die junge Großherzogin soll dabei Ständevertreter aller Regionen kennenlernen und die Provinzen in Augenschein nehmen.

  3. #1263
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    10. April 1717: Eine Gesandtschaft des Kalifen in Irland wird von Vertretern des Hochkönigs und einer Gruppe von Afrikahändlern freundlich in Empfang genommen. Angeblich soll der Befehlshaber der Gläubigen den Handel mit den freien Berbern Westafrikas als Umgehung des eigenen Goldmonopols und somit als unfreundlichen Akt betrachten, während man in Kreisen der Kaufleute die Ansicht vertritt, das Kalifat könne fremden Ländern nicht den Warenaustausch verbieten, wenn dieser nicht über das Gebiet der Meriniden oder ihrer Vasallen abgewickelt werde.


    10. April 1717: Auf Barbados wird eine bis zum Jahresende geltende Einigung erzielt, wonach der Norden und das Innere der Insel unter der Kontrolle der bäuerlichen Milizen verbleiben sollen, die auch weiterhin aus der gut gefüllten bischöflichen Kasse finanziert werden. Der päpstliche Legat hatte darauf verwiesen, dass die Mittel des Heiligen Stuhls auch dafür zur Verfügung gestellt worden seien. Im Süden mit der Hauptstadt Khansbruck behält der Adel zunächst eine führende Position und darf das Land weiterhin mit abhängigen Arbeitskräften bewirtschaften. Der zerstörte Hafen von Khansbruck soll mit Hilfe bäuerlicher Frondienste wieder für den Fernhandel zugänglich gemacht werden.


    11. April 1717: Das Kaiserreich China gibt in Absprache mit der melakianischen Regierung bekannt, dass das chinesische Kontor in Guangzhou weiter ausgebaut und durch eine dem chinesischen Residenten unterstellte Wechselbank ergänzt werden soll. Damit könnte der Handelsanteil des Kaiserreiches im Indischen Ozean deutlich anwachsen.

  4. #1264
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    13. April 1717: Der Augsburger Bischof Josef, der als eher papstkritisch und zugleich als sehr entschiedener Anhänger des bairischen Ritus gilt, trifft in München ein und wird von Kaiser Manas freundlich in Empfang genommen.


    13.-19. April 1717: Die ungarischen Reiterspiele in Buda werden in diesem Jahr wieder unter Beteiligung zahlreicher Adliger aus dem ganzen Reich ausgetragen. Auch aus Italien ist eine kleine Delegation erschienen.


    14. April 1717: Der hessische Landgraf Shibani gibt ein Rechtsgutachten in Marburg in Auftrag, um die Position der Pfalzgräfin im Wormser Streit zu unterstützen. Es dürfte voraussichtlich bei der Landtageseröffnung im Sommer oder Herbst vorliegen.

  5. #1265
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    17. April 1717: Großfürst Barsid stellt angesichts des 10. Todestages seines Vorgängers und ersten finnischen Großfürsten dessen Memoiren in einer neuen prachtvollen Sonderausgabe vor. Als Bonus sind auch Abschriften einiger persönlicher Briefe angehängt, die in der finnischen Residenz erhalten geblieben sind. Der Druck muss aber noch erfolgen.


    19. April 1717: Der westfälische Khan Friedrich ruft nach Beginn der Unruhen Zunftvertreter seiner Residenzstadt Enschede zusammen. Dem Vernehmen nach kritisiert er, man habe ihn nicht rechtzeitig über die Entwicklung der Stimmung informiert.

    Nur für das Khanat Westfalen

    Achtung Spoiler:
    Die Zunftvertreter verleihen ihrer Zerknirschung Ausdruck, behaupten aber, dass die rasche Eskalation auch von den Einwanderern ausgegangen sei. Einige bairische Handwerker mit außergewöhnlichen Fertigkeiten hätten mit ihrem rasch erworbenen Reichtum geprahlt, obgleich man ihnen die Umgehung der Zunftvorschriften vorgehalten habe. Berater des Hofadels vertreten die Ansicht, dass man die Integration der Flüchtlinge in den größeren Städten wohl militärisch absichern müsse, wie sich nun gezeigt habe. Die Stadtgarden mit ihrem zünftischen Profil seien hierfür möglicherweise nicht zuverlässig genug. In Frankreich bestehe mittlerweile auch eine königliche Garnison für Paris.



    21. April 1717: Zwei Minghan der päpstlichen Schweizergarde überschreiten die italienische Grenze, um nach Galicien zu marschieren. Dort sollen sie zum Schutz der großen Pilgerfahrt beitragen. Die italienischen Kaufleute haben sie offenbar nach einem frühen Hinweis ihres Khans bereits erwartet, so dass ungewöhnlich viele Gebrauchsgüter in Genua lagern. Die Preise bleiben daher recht niedrig.

  6. #1266
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    23. April 1717: Die Feier des Georgstages wird in diesem Jahr im ganzen Deutschen Orden mit großer Inbrunst begangen und bewusst dazu genutzt, befreundete Adlige aus den der jeweiligen Ballei oder Kommende benachbarten Gutsherrschaften einzuladen. Besonders deutsche und schwedische Edelleute nehmen diese Gelegenheit gern an, während man in England noch eine gewisse Zurückhaltung spürt.


    24. April 1717: Die irischen Fernhandelskaufleute treten an den Hochkönig heran, um über die Forderungen des Kalifen zu sprechen.

    Nur für die Irische Föderation


    Achtung Spoiler:
    Die Kaufleute stehen der Vorstellung auch weiterhin kritisch gegenüber, dass der Goldhandel allein über das Kalifat abzulaufen habe. Die Südamerikaner hätten sich daran schon aus ganz praktischen Gründen niemals gehalten, und ihnen selbst sei es nun gelungen, eine neue, sehr vorteilhafte Route über die Küste zu öffnen, um das Gold auch nach Europa zu verschiffen. Falls politische Gründe eine Schließung dieses Handelsweges unabweislich machten, seien viele der beteiligten Kaufleute aber wohl bereit, einer Bitte des Hochkönigs Folge zu leisten.



    24. April 1717: Eine kleine Gruppe bairischer Ordensschwestern trifft in Mainz ein, wo sie mit dem Erzbischof Kontakt aufnimmt.

  7. #1267
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    28. April 1717: Der dänische Botschafter in Oslo begibt sich nach Nidaros, um dem neuen Kardinal der nordischen Länder zu gratulieren und die Glückwünsche König Radbods zu überbringen.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Kardinal Jakobus von Nidaros dankt dem Botschafter für die Glückwünsche. Ein Besuch in Kopenhagen sei allerdings erst möglich, wenn man dort die Unabhängigkeit Norwegens anerkannt habe, da die Stände des Landes dies sonst als Parteinahme gegen den König auffassen könnten. Über die Möglichkeiten einer Bauernbefreiung ergibt sich dann ein langes, intensives Gespräch zwischen den beiden Männern. Jakobus setzt hier große Hoffnungen auf Papst Laurentius und die Milde des christlichen Adels.



    30. April 1717: Der Irische Föderationsrat tritt wie vom Hochkönig gewünscht in Limerick zusammen, um über zahlreiche Fragen zu beraten. Die Reihenfolge der Themen soll vom Monarchen festgelegt werden.


    30. April 1717: Da der neue Hansebürgermeister Maximilian Simons eine Rücknahme der für viele Bereiche festgelegten Gebühren- und Zollminderungen unterstützt und die Nachbarn in Baiern und Schwaben sich ebenfalls dafür aussprechen, beschließt der Ulmer Rat, die Markt- und Zollgebühren wieder auf den gewohnten Stand zu bringen. Ob sich die Geschäfte von kleinen Kaufleuten und Handwerkern damit wieder ins Umland zurückverlagern, ist aber noch offen.

  8. #1268
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    1.-31. Mai 1717: Auf Anordnung des westfälischen Khans Friedrich I. wird die Söldnerreiterei aufgeboten, um die während der Hungerkrise neu angesiedelten Handwerker in ihre Städte zurückzuführen und dort vor Übergriffen zu schützen. 1500 Mann LI aus Kassel werden mit Hilfe eines Kredits zusätzlich angeworben, um als Garnisonstruppen in den großen Städten eingesetzt zu werden. So gelingt es tatsächlich, die Flüchtlinge im Land zu halten und den Erfolg der Werbemaßnahmen zu sichern. Nur eine sehr kleine Gruppe nordhessischer Handwerker ist offenbar in die nahe Heimat zurückgekehrt.


    2.-10. Mai 1717: Ein erstes Treffen religiöser Würdenträger mit dem Großfürsten Barsid I. von Finnland dient als Vorbild für weitere Begegnungen dieser Art im Lauf des Jahres. Der Monarch bemüht sich offenbar mit Erfolg, die Geistlichen persönlich anzusprechen und von sich zu überzeugen.


    5. Mai 1717: Die Konferenz der sechs Großkhane geht mit einem gemeinsamen Gottesdienst zu Ende, den Patriarch Karim von Sarai zelebriert. Das Treffen verlief offenbar harmonisch und äußerst konstruktiv.

  9. #1269
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    6.-31. Mai 1717: Vor Beginn der Sommerhitze kommt es nochmals zu erbitterten Kämpfen um die Oasen der Sahara. Die „östlichen“ Berberstämme setzen sich dabei meist durch, so dass die „westliche“ Allianz der Kahina sich aus mehreren Regionen zurückziehen muss.


    7. Mai 1717: Vier erfahrene bairische Ordensschwestern treffen in Worms ein, um sich mit dem dortigen Domkapitel unter Leitung des Bischofs zu beraten. So soll eine Konfrontation auf dem pfälzischen Landtag vermieden werden.


    9. Mai 1717: Ein Bericht des „Rates der 57“ legt nahe, dass die Scherifenfamilie Spenden für die Heiligen Stätten des Islam und Einkünfte der Hadsch zur Anwerbung von Söldnern und die Vergabe von Geschenken an Stammesscheichs genutzt hat. Dies könnte es Ismael ibn Muhammad als Kalif ermöglicht haben, hohe Geldmittel einzusetzen und viel Einfluss bei verschiedenen Gruppen in Arabien und Mesopotamien aufzubauen. Daher soll künftig weit besser kontrolliert werden ob fromme Spenden und Stiftungen für Mekka oder die Wallfahrt der Muslime ihren Bestimmungsort wirklich erreichen.

  10. #1270
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    11. Mai 1717: Der indische Maharadja Darsaka von Amravati lädt als Oberhaupt der in der Liga verbundenen Fürsten für den November zu einem großen Pferdeopfer nach Akola. Zu diesem Ereignis sind ausdrücklich auch mongolische Satrapen und europäische Botschafter willkommen.


    12. Mai 1717: In Kopenhagen treten die dänischen Stände zusammen. Auch eine Delegation der Vasallenprovinz Schonen und einzelne norwegische und schwedische Adlige sind dazu erschienen, während aus Island keine Gäste begrüßt werden können.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Die Idee sorgt für intensive Diskussionen unter den Ständevertretern. Während der Adel mit einem System gut leben könnte, das Kloster- und Adelsland ausnimmt, sorgen sich vor allem die seeländischen Vertreter, dass die Belastung sehr hoch werden könnte. Die schonischen Gäste versprechen, das Ganze auf ihrem Landtag einzubringen, während die Schweden und Norweger zunächst nur zuhören, um sich dann in ihren Ländern im Sinne König Radbods und der nordischen Einheit betätigen zu können. Fast alle von ihnen gehören den neuen Logen an.



    12. Mai 1717: Der irische Föderationstag in Limerick beschließt, angesichts der zahlreichen, wichtigen Themen zunächst für einige Monate zusammenzubleiben. So soll dem Hochkönig Gelegenheit gegeben werden, seine Position ohne Zeitdruck darzulegen. Auch die aus dem Kalifat erschienenen Gesandten werden in angemessenen Unterkünften beherbergt, damit sie für weitere Gespräche vor Ort sind.

  11. #1271
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    14. Mai 1717: Der dänische Reichstag scheint über ein kontroverses, komplexes Thema zu beraten. König Radbod Nordlandsson hält das Heft aber offenbar fest in der Hand.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Adel und Klerus verweisen auf die zahlreichen Aufgaben, die man mit Hilfe der Leibeigenen zu schultern habe. Eine Beteiligung an dem Projekt sei daher kaum zu realisieren. Die Klöster der beiden Landesteile erklären ebenfalls, es seien keine Reserven vorhanden, um neue Lasten zu übernehmen. Die in Aussicht gestellte Steuerfreiheit wird von den Freibauern dagegen mit großem Interesse aufgenommen. Sei sie wirklich für all diejenigen geplant, die sich an der Finanzierung der gemusterten Truppen beteiligten? Für eine nähere Prüfung wüsste man allgemein gern, wie viele Kämpfer der König auf diese Weise mustern möchte und woher gegebenenfalls das Land kommen soll, das die Männer erhalten sollen?


    16. Mai 1717: Eine mit umfassenden Verhandlungsvollmachten ausgestattete Delegation der sechs Großkhane trifft mit Unterstützung der Pariser Botschaft Quitos in Caen ein und bittet um eine Audienz beim englischen König.

    Nur für das Königreich England

    Achtung Spoiler:
    Die Diplomaten grüßen den englischen König freundlich und schlagen vor, über die Höhe der möglichen Abschlagszahlung zu beraten, die man im Gespräch mit dem hochgeschätzten, vertrauenswürdigen Kalifen in Aussicht gestellt habe. Natürlich müsste man hierzu den schottischen König einbeziehen.



    17. Mai 1717: In Santiago de Compostela kommt es zu einem Vorfall, als eine Gruppe junger Männer mit Hämmern in die Kathedrale eindringt und einige Heiligenfiguren zerstört, bevor Bürger der Stadt und einige Mitglieder der Stadtgarde die Vandalen überwältigen können. Die Hintergründe der Tat sind zunächst unklar.

  12. #1272
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    19. Mai 1717: Als die Männer, die in Santiago an diversen Heiligenstatuen große Schäden angerichtet haben, zur Aburteilung in die Residenz geschickt werden sollen, gelingt ihnen überraschend die Flucht. Ein erstes Verhör vor dem Stadtkommandanten hatte keine Erkenntnisse über die Hintergründe der Tat erbracht, da die Beschuldigten offenbar verstockt schwiegen.


    22. Mai 1717: Khan Bohuslav I. von Böhmen trifft in Breslau ein, wo er freundlich empfangen und den Mitarbeitern des Gouverneurs Asuk Khan vorgestellt wird. Auch ein Treffen mit dem Klerus und einigen Vertretern der Handelsgilden steht auf dem Programm. Eine mögliche Weiterreise nach Krakau wird wegen der bereits ausgeschöpften Reisekasse eher nicht befürwortet. Der Satrap wäre aber bereit, den hochgeschätzten Khan zu empfangen.


    22. Mai 1717: Der Mercure galant und das Hanseblatt beschäftigten sich ebenfalls mit den Friktionen um das Wormser Domkapitel und die Heidelberger Presse. Ähnlich wie in der Klosterbothin enthält man sich auch in den beiden anderen staatlichen Zeitungen des unabhängigen Europa einer Bewertung der Dinge.

  13. #1273
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    23. Mai 1717: König Fernando V. nimmt am Pfingsthochamt in der Kathedrale von Santiago teil. Ähnlich wie am Osterfest werden danach Almosen an das Volk verteilt. Zudem sieht der Monarch sich einige der zerstörten oder beschädigten Heiligenfiguren an. Eine prominent auf einem Seitenaltar platzierte Marienfigur aus vormongolischer Zeit und eine 1647 vom Königshaus gestiftete Kreuzigungsgruppe im nördlichen Seitenschiff mit dem Erlöser, der Gottesmutter, dem Lieblingsjünger, zwei berittenen Soldaten und den beiden Schächern galten als besonders wertvoll.


    24. Mai 1717: Bischof Burkhard von Worms und Erzbischof Konrad von Mainz wenden sich in einem Brief an Kaiser Manas, die bairische Generaloberin und die Wormser Landesherrin Pfalzgräfin Anna.

    Nur für das Khanat Baiern und die Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Achtung Spoiler:
    Die beiden Oberhirten denken, dass man den verärgerten Adel, dem die Domkapitulare zum größten Teil entstammen, mit einem Kompromiss zufriedenstellen könnte. Da die Summe dem Rang der Betroffenen entspricht und sogar eher niedrig angesetzt worden ist, wäre kaum eine Minderung zu erreichen. Man könnte aber vereinbaren, dass nur 10000 S unmittelbar ausgezahlt werden. Der Rest wäre dann als dauerhafter Kredit an die Pfalzgrafschaft zu betrachten, der sehr niedrig (etwa mit 0,5%) verzinst würde. Pfalzgräflicher Landtag, Bischof und Domkapitel könnten die Rückzahlung nur gemeinschaftlich einfordern. Die Zeitung müsste allerdings bestraft werden.



    24.-30. Mai 1717: Die Großkhane Batu V. (Melaka), Berke I. (Negübeihafen) und Ashoka I. (Debul) besuchen gemeinsam Jerusalem und Bethlehem, um dort zu beten und Stiftungen für die Grabes- und die Geburtskirche zu machen.

  14. #1274
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    27. Mai 1717: Als eine erste Vorhut der päpstlichen Armee Santiago erreicht, können einige der dort konzentrierten königlichen Truppen aufgeboten werden, um die Männer zu suchen, die in der Kathedrale Zerstörungen angerichtet haben.

    Nur für das Königreich Galicien

    Achtung Spoiler:

    Der Erzbischof war an dem Tag selbst nicht in der Kathedrale, konnte aber an einem Verhör der Stadtgarde teilnehmen. Er hält die Männer entweder für Fanatiker oder für Agenten im Dienst mächtiger Kräfte, da sie auf keine Frage antworteten und auch keine Angst zeigten. Die Sicherheitslage war wegen der vielen Pilger aber auch prekärer als üblich.



    29. Mai 1717: Ein Bote des Münchner Nuntius übergibt einen Bericht an den Heiligen Stuhl, der für Papst Laurentius persönlich bestimmt ist.

    Nur für den Heiligen Stuhl

    Achtung Spoiler:
    Der Nuntius berichtet, dass einige deutsche Oberhirten noch immer den Lehren Quesnels und Luthers anhängen oder eine Kombination aus verschiedenen theologischen Richtungen dieser Art vertreten. Josef von Augsburg gehört eindeutig zu ihnen. Er und einige Mitstreiter hoffen offenbar, dass der bairische Ritus dabei helfen könnte, die eucharistische Frömmigkeit im Volk zu verwässern und das priesterliche Amt in seiner Bedeutung zu reduzieren. Damit würde sich vielleicht auch die Tür für eine Änderung der kirchlichen Struktur öffnen.



    1. Juni 1717: Der galicische Hof gibt die Geburt einer Tochter des Kronprinzen Fernando und damit einer Enkeltochter des Königs bekannt. Das kleine Mädchen und seine Mutter sind wohlauf. In Santiago kommt es spontan zu einer Lichterprozession der Stadtbevölkerung zum Palais, in welchem der Monarch für die Dauer seines Aufenthalts Wohnung nahm. Glückwünsche treffen auch aus dem Kalifat – der Heimat Isabellas von Soria – und den übrigen Nachbarländern ein. Eleonore von Toulouse und Xoana von Galicien eilen mit zahlreichen Geschenken und ihrer Schwägerin und ihrer kleinen Nichte.

  15. #1275
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    2. Juni 1717: Als der päpstliche Kammerdiener am frühen Morgen das Zimmer seines Herrn betritt, um ihn für die Laudes und die Frühmesse zu wecken, findet er das Oberhaupt der Christenheit leblos vor. Papst Laurentius ist in der Nacht allem Anschein nach friedlich entschlafen. Anhand seines aufgeschlagenen Breviers nimmt man an, dass der Tod des Geistlichen zwischen Komplet und Vigil eintrat. In Rom wird sofort eine allgemeine Staatstrauer angeordnet.


    5. Juni 1717: In Caen beginnen nach dem Eintreffen eines schottischen Diplomaten die von den beiden britischen Mächten gewünschten Gespräche über die Reparationszahlungen Schottlands und Englands an das Großkhanat Negübeihafen.

    Nur für die Königreiche England und Schottland

    Achtung Spoiler:
    Die Unterhändler des australischen Teilreiches wären bereit, einen Teil der Reparationen zu streichen, wenn die Zahlungen beschleunigt erfolgen. Falls die noch offenen 3 240 000 S beispielsweise bis 1725 entrichtet würden, würde man sich mit 3 000 000 S und so einer jährlichen Zahlung von 375 000 S in diesem Zeitraum (1718-1725) zufriedengeben.



    7. Juni 1717: In einem Brief an die bairische Generaloberin fassen die mit der Mission nach Mainz und Worms betrauten Ordensschwestern ihren Erfolg zusammen und stellen ihr den möglichen Kompromiss vor. Ob sie damit an die Pfalzgräfin herantreten möchte, liegt nun in ihrer Hand.

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