Kolumbus![]()
Irland:
Investment für die Fahrt: 1.000.000 S
Erträge der Handelsfahrt: 3.010.000 S
Ich finde das Beispiel Irland jetzt nicht so gut gewählt. Irland ist schon seit Spielbeginn und auch durch weitere Schwerpunkte auf dem Meer sehr präsent und lebte schon immer vom Handel. Ich halte das durchaus für realistisch – vorausgesetzt, es wird nur alle X bis X Runden eine solche Handelsfahrt durchgeführt, damit diese auch wirklich effektive Erträge bringen kann.
Gleiches könnte ich mir bei Hellas vorstellen, wo schon sehr viele Schwerpunkte in den Bereich des Seehandels investiert wurden. Das heißt, hier sind eben auch die notwendigen Grundlagen geschaffen worden um eine erfolgreiche Handelsfahrt durchführen zu können in ferne Länder.
Allerdings müsste eine solche Handelsfahrt auch immer auf Kosten anderer Nationen gehen. Wenn die angesteuerten Ziele ihr ganzes Geld für irische Waren ausgeben, verdrängt Irland damit unterm Strich den einen oder anderen mongolischen Großhändler oder unter umständen andere Platzhirsche vor Ort, der dann dort keine großen Gewinne mehr machen kann.
Alles hat eine Konsequenz, auch wenn sie nicht immer direkt ersichtlich ist.
Wenn ich jetzt mit Brandenburg eine Handelsfahrt nach Südamerika machen würde, könnte ich froh sein, wenn das am Ende kein Minusgeschäft wird. Es ist schlicht überhaupt keine Grundlage für eine erfolgreiche Handelsfahrt da.
Ebenso wäre eine gezielte Handelsfahrt der Hanse in der Region Nord- und Ostsee in meinen Augen sinnfrei, weil das ohnehin deren Stammbecken ist, in dem bereits ein permanenter, maximaler Warenfluss stattfindet. Mehr lässt sich dort kaum herausholen.
Für eine erfolgreiche, außergewöhnliche Handelsfahrt müssen Grundlagen für entsprechende Kontakte vorhanden sein und es muss sich um eine Zielregion handeln, die über entsprechendes Vermögen verfügt und stabil ist. Es hat aber halt auch einen faden Beigeschmack: Irgendwem tritt man damit meiner Meinung nach mit Sicherheit auf die Füße. Irgendwer konnte dann eben nicht die dicke Kohle verdienen, weil ihm die Geschäfte madig gemacht wurden.
Edit:
Vielleicht ist dieser „Button zum Gelddrucken“ irgendwo schon da – aber man muss ihn sich eben erst mühsam erspielen und aufbauen. Zudem birgt das Ganze die große Gefahr, dass es auch mal komplett schiefgeht. Stellt euch vor, ihr plant eine solche Handelsfahrt und plötzlich bricht in der Zielregion ein riesiges Chaos aus, weil dort ein Bürgerkrieg wütet und niemand mehr weiß, wer überhaupt noch der Ansprechpartner ist. Den Spaß hatte ich in DMS mal in Südamerika. Das kann also auch mächtig nach hinten losgehen!... oder Piraten versauen einen die Tour. Alles schon vorgekommen.
Geändert von PaPaBlubb (16. Juli 2026 um 00:30 Uhr)
Ich halte es nicht ansatzweise für realistisch, dass ein Land was (eh schon unrealistischer Weise) Staatseinnahmen in der Höhe einer Großmacht mit ca. 7 oder 8 Fache Bevölkerung erzielt, diese Einnahmen durch ein besonderes Augenmerk auf eine Handelsfahrt noch mal verdreifachen kann.
Muss das immer ein Nullsummenspiel sein?
Beispiel 1:
Händlerbekommt von Händler
mittelmäßige Waren, die die Wirtschaft nur ein wenig ankurbeln.
Anschließend findet Händlermithilfe einer Handelsfahrt bei Händler
heraus, dass seine Waren dort viel begehrter sind. Nachdem
und
miteinander Handel treiben, ergeht es der Wirtschaft deutlich besser, wodurch Händler
viel Profit mitnehmen kann.
Derweil wird Händlerseine mittelmäßige Ware woanders los. Für ihn ist die Umstellung kein großer Verlust.
Beispiel 2:
Du willst Supper kochen und hast nur Reis statt Nudeln zur Auswahl. Plötzlich macht in der Nähe ein Nudelverkäufer auf und deine Suppe schmeckt besser. Der Reisverkäufer bekommt dadurch weniger Geld von dir, kann aber statt dessen irgendwo anders neue Kunden gewinnen, die keinen Bock mehr auf Nudeln haben.
Ja das stimmt und Jon hat das auch schon mehrfach selbst erklärt. Kleine Länder wie Irland, Schottland, Galicien und der Großteil der HRE Länder werden durch das Ballancing über den Hebel Verwaltungseffizienz massiv bevorteilt, damit sie mit großen Ländern mithalten können. Ansonsten hätten sie nämlich nur einen Bruchteil von deren Einnahmen.
Das zieht auch schon andere Balllancing Probleme nach sich, aber ich kann die Grundüberlegung schon nachvollziehen und gerade bei Irland ist das auch kein Problem.
Trotzdem muss man gedanklich mal festhalten, dass schon das eben nichts mit Realismus zu tun hat, sondern mit Ballancing.
Worum es mir aber mit dem letzten Post eigentlich ging. Es mag möglich sein, dass ein kleines Land (mit entsprechend kleinem Etat) durch Konzentration auf eine Handelsfahrt per SP seinen kleinen Etat vermehrfachen kann.
Aber das ein Land mit Einnahmen wie eine Großmacht seine Jahreseinnahmen so vermehrfachen kann liegt für mich eben nicht mehr im Rahmen des Vorstellbaren.
Deshalb ist das für mich nicht realistisch, sondern eine Entscheidung aus Ballancinggründen.
Wenn es aber eben nicht wie von Papa beschrieben bei Irland realistisch und bei anderen unrealistisch ist, sondern nur durch Ballancing entsteht, dann sollten eigentlich alle Staaten diese Möglichkeit haben.
Das Ergebnis dieser Forderung fände ich selber nicht gut, aber immer noch besser als wenn einzelne Länder so bevorzugt werden.
Ja, da stimme ich dir zu. Irland hat jetzt über 2 SPs 3 Millionen Gewinn gemacht, oder auch grob drei zusätzliche Jahresetats. Ich habe beispielsweise über 2 SPs, die auch nur auf Einnahmen (jedoch dauerhafte) abzielten, in einem Zeitraum von 10 Jahren rund 1,1 Millionen Verlust gemacht. Da stimmt das Verhältnis irgendwie nicht
Bevor noch mehr Spieler ihr schweres Leid zu klagen haben - was selbstredend immer berechtigt ist - vielleicht noch ein paar Hinweise, damit die möglichen Reformvorschläge auch umsetzbar sind.
- Das Spiel beruht im wirtschaftlichen Bereich vorwiegend auf Regionen, denen bestimmte Werte zugeordnet sind, insbesondere auch der Wohlstand diverser Bevölkerungsgruppen.
- Bei den Zoll- und Steuereinnahmen der Länder kommt es neben dem Wohlstand und seiner Verteilung auch auf die Fähigkeit des Reiches an, diesen zu besteuern oder durch Gebühren abzuschöpfen. Daher ist es keine Überraschung, wenn manche Länder im Verhältnis höhere Einnahmen erzielen als andere. Das ist auch keine extern festgelegte "Balancing-Entscheidung". Ich greife in die Zahlen überhaupt nicht ein, sondern verändere sie allenfalls aufgrund eurer Schwerpunkte und sonstigen Aktivitäten. Selbst der vor einigen Runden auf Wunsch vieler Spieler eingeführte Abgabebonus wird durch eine einmalig etwas bessere Erhebung der Abgaben erzielt, also nicht willkürlich bestimmt.
- Es gibt keinen Vorteil "kleiner Länder" (was auch immer man darunter verstehen will), aber natürlich ist eine Verwaltung bei ähnlicher Größe effektiver, wenn sie für ein kleineres Gebiet und weniger Menschen zuständig ist. Eine einzelne Stadt kann viel leichter kontrollieren, ob auf dem Markt Waren angeboten werden, die verzollt werden müssen, als beispielsweise ein riesiger Flächenstaat. So wird vielleicht auch der galicische Ländervorteil verständlicher - und weshalb die Mongolen trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten das Satrapiesystem nicht abschaffen können.
- Es gibt im Spiel keine Möglichkeit, Geld aus dem Nichts zu erschaffen. Die Iren haben bei ihren Handelsfahrten keinen Geldscheffelknopf gedrückt, und die Kanaren sind streng genommen auch nicht wegen des Zwangskredites auseinandergefallen, sondern weil der Staat zu viel Wohlstand für sich abschöpfen musste, während zugleich der neue Aufbau von Wohlstand durch die schiere Masse der Kriegsgegner und Embargoländer blockiert wurde. Das wäre mittelfristig wohl auch dann passiert, wenn das Khanat Zinsen bezahlt hätte. Ich bin übrigens ziemlich sicher, dass die meisten Länder auf diese Weise gar nicht bezwungen werden könnten, weil niemals ein so großer Teil ihres Wohlstandes vom Seehandel abhängen dürfte.
- Ich bin für alle Vorschläge offen, die grundsätzlich implementiert werden können, ohne der Willkür Tür und Tor zu öffnen. Eine konkrete Regel muss sich also über die Regionen oder die staatlichen Machtmittel abbilden lassen. Diese Möglichkeiten sind aber zum Teil recht vielfältig, ich kann allgemeine Wünsche der Spieler also unter Umständen durchaus umsetzen.
Allen Staatsoberhäuptern, die sich für Religionsfragen interessieren, sei nochmals das 1711 verfasste Traktat zur Religion in Europa des Gelehrten Christian Wolff ans Herz gelegt, das auch veröffentlich wurde.
Kurzer Einwurf hierzu: wenn es vor allem um die Steuereffizienz geht, vielleicht könnte man über Verwaltungsreformen etwas implementieren, was zumindest temporär den Zugriff des Staates auf steuern verbessert und für einen begrenzten Zeitraum auch bei gleichbleibenden hofhaltungskosten?
Deswegen meine Frage, ob man dafür einen höheren Bonus einbauen kann. Ähnlich wie der Abgabebonus nur mit mehr Auswirkung. Der Bonus baut sich mit der Zeit ab und verpufft halt, wenn man die Hofhaltung nicht anpasst. Aber für sagen wir 4 Jahre oder so hat man deutlich höhere Einnahmen.
Cordoba hat ganz schön hohe Hofhaltungskosten. Lohnt sich das bei dir?![]()
Jon verrät zu viel
*nicht wegen weiterer Kritik geißeln bitte![]()