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Der Mongolensturm - Runde 17 - 1717
Abgabetermin: Dienstag, der 28. Juli um 20.00 Uhr
Allgemeines
Die Ernte des Jahres 1716 war in weiten Teilen Europas gut oder sogar sehr gut, wobei vor allem der Ostseeraum, England und die westeuropäischen Länder unerwartet hohe Erträge vermelden konnten. Die Nahrungsmittelsituation ist damit wieder stabil, während die damit einhergehenden, zum Teil auch bewusst verstärkten demographischen Veränderungen noch bestehen bleiben. Die Zukunft wird zeigen, ob sie wieder revidiert werden können, falls der politische Wille dafür bestehen sollte.
Auffällig ist, dass es den europäischen Ländern gelungen ist, Unruhen der Handwerker und Bauern weitgehend zu unterbinden, selbst wenn sie nur geringe Aktivitäten entfalteten. Zu einem gewissen Teil hängt dies wohl auch mit den Lieferungen aus dem Mongolischen Reich zusammen, das Ansehen vieler Fürsten dürfte aber ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Man kann wohl annehmen, dass Yesun I. seine „Politik der guten Nachbarschaft“ nicht zuletzt vor dem Hintergrund des zunehmenden Aufstiegs Europas betreibt und dankbar ist, dass sich kein Land des Westens mit Indern, Arabern und Berbern verbündete, als die Situation im Zweistromland noch offen war.
Es ist den Großkhanaten Dagomys, Melaka und Quito zwar gelungen, die ganz unmittelbare Bedrohung ihrer Satrapien in Westafrika und im Vorderen Orient abzuwehren, doch dabei nahm ihre Einmütigkeit offenbar Schaden. Daran hat gewiss das aufbrausende Wesen des melakianischen Monarchen einen Anteil, es dürften aber auch strukturelle Gründe dazu beitragen. Schließlich entwickeln sich die Teilreiche zunehmend eigenständig, so dass es vermutlich schwieriger werden dürfte, ihre Interessen in Einklang zu bringen, selbst wenn weiterhin eine Politik dynastischer Eheschließungen die Bindungen auf höchster familiärer Ebene stärken sollte. Andererseits ist das Ansehen Yesuns stark gewachsen, was es ihm nun ermöglichte, die übrigen Großkhane einzuladen und sie vielleicht neu auf eine gemeinsame Politik zu verpflichten.
Die Kämpfe in der Sahara eskalierten seit der zweiten Jahreshälfte deutlich und werden nun vor allem zwischen verschiedenen Berbergruppen ausgetragen, die sich entweder gegen die Zahlung von Subsidien der mongolischen Sache anschlossen oder das reiche Goldfeld in der Satrapie Mopti zu kontrollieren versuchen. Militärisch und politisch sind hier ähnlich wie in Indien drei Teilreiche involviert, was vor allem mit dem wirtschaftlichen Interesse Melakas zu tun hat, aber eine enge Abstimmung der Großkhane untereinander erfordert.
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Khanat Ungarn
Auch die zweite Exploration erwies sich als Erfolg und konnte eine Salzlagerstätte in den Ostkarpaten aufspüren. Das Bergwerk in den westlichen Karpaten wird überdies weiter ausgebaut, wobei es der Krone zugutekommt, dass der Zehnt vom Umsatz und nicht vom Gewinn erhoben wird. Dieser sehr große Unterschied dürfte aber nach dem Abschluss der Baumaßnahmen wieder geringer werden.
Die Nahrungsmittelkrise wurde weitgehend unbeschadet überstanden, und auch die aus Norddeutschland stammenden Werber blieben erfolglos, da man Leibeigenen einfach die Auswanderung verbieten kann – was der Adel fast ausnahmslos machte.
Das Ausbildungsprogramm für junge ungarische Leibeigene wird weiter fortgeführt, und in diesem Jahr kamen erstmals nur noch wenige Neuankömmlinge aus Italien. Dadurch dürfte sich die politische Freundschaft weiter festigen, da der Khan bewusst auf weitere Werbung verzichtete.
Besonderheiten:
Die starke militärische Tradition des Landes und die niedrigen Preise im eher armen Ungarn ermöglichen es dem Khan, seine Reiter für 10 S aufzubieten.
Berittene Söldnerregimenter kosten für Ungarn in Krakau 10000 S weniger als angegeben.
Ungarn erhält hohe Tribute von mehreren europäischen Staaten und einer Satrapie.
Herrschaftsgebiet: Entspricht weitgehend dem Gebietsstand Transleithaniens von 1867 (ohne Kroatien-Slawonien und Fiume)
Vasallen: Kroatien (außer der Küstenregion), Slawonien, Steiermark, Kärnten, Ostslowenien
Ungefähre Bevölkerungszahl: 3 300 000
Regionen: Buda, Cluj, Bratislava, Cisleithanien (zusammen mit Böhmen, Baiern, Schwaben und Italien)
Hauptstadt: Buda
Hauptresidenz: Buda (Landschloss 4)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Arpad V. (seit 1703, *1679)
Verstorbene Monarchen: Khan Arpad IV. (1696-1703, *1657)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
1702: Ungarisches Fest mit Reiterspielen
1703: Bau einer allgemeinbildenden Schule in Buda
1704: Bau einer Landwirtschaftsschule in Szeged
1705: Bau eines regionalen Flusshafens in Buda
1706: Bau einer Gerberei in Szeged
1707: Förderung des Brunnenbaus im ganzen Khanat
1708: „Erforschung der Berge“ mit Italien, der Kalmarer Union und der Eidgenossenschaft
1709: Verbesserung der Ernährungssicherheit im Khanat
1710: Staatliches Bauprogramm für Handwerksbetriebe und zugehörige Wohnungen
1711: Landesreise Prinzessin Erzsébets mit ihrem Gemahl Jakob von Rosegg
1712: Beginn des auf zehn Jahre angelegten Ausbildungsprogramms für Handwerker
1713: Exploration für ein mögliches Bergwerk in den Westkarpaten
1714: Vorbereitung eines Montanreviers in Oberungarn
1715: Bau eines Erzbergwerks bei Dobschau
1716: Exploration für ein mögliches Bergwerk in den Ostkarpaten
Besondere Gebäude:
Seit 1703: Allgemeinbildende Schule in Buda
Seit 1704: Landwirtschaftsschule in Szeged
Seit 1705: Flusshafen in Buda
Seit 1706: Gerberei in Szeged, 1713 deutlich vergrößert (nun 250 000 S)
Abgeschlossene Bauprojekte:
1701-1704: Mittlere Straße zwischen Buda und dem Ostufer des Balaton (20/120 Meilen), danach als einfache Straße fortgeführt (100/120 Meilen)
Offene Bauprojekte: 1715-17XX Erzbergwerk bei Dobschau (bislang wurden 750 000 S von den geplanten 1 500 000 S investiert); Anteil der Hanse: 100 000 S
Mögliches Salzbergwerk bei Șura Mică in den Ostkarpaten
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Khanat Italien (ohne Vasallen), seit 1713 als wechselseitige Handelsprivilegien fortgeführt, 1715 beendet
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen (mit Vasallen), 1715 beendet
Steuereinnahmen: 390 000 S
Tributeinnahmen: 150 000 S (Italien), 90 000 S (Satrapie Krakau-Stettin), 60 000 S (Böhmen), 60 000 S (Burgund), 30 000 S (Hessen), 30 000 S (Österreich+Tirol), 25 000 S (Brandenburg), 25 000 S (Westfalen), 15 000 S (Schwaben), 15 000 S (Pfalzgrafschaft bei Rhein)
Umsatz des Bergwerkes: 520 000 S,
Ungarischer Anteil: 456 667 S
Hanseatischer Anteil: 69 333 S
Hanseatischer Zehnt an den ungarischen Khan: 6 933 S
Gewinne des Bergwerkes: 9 000 S
Ungarischer Anteil: 7 800 S
Hanseatischer Anteil: 1 200 S
Rücklagen aus dem Vorjahr: 3 000 S
Verbliebene Einlagen der Entschädigungskasse: aufgelöst
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 13%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 350 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 385 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 5,4 (effektiv 3,9) Minghan SR, 12,9 (effektiv 3,4) Minghan LR, 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 2,1 (effektiv 2,1) Minghan LR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter DR (leicht erhöht), 0,7 (effektiv 0,7) Regimenter LI (leicht gesunken)
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe (mit dem Heimathafen Genua):
Schiffe zu Jahresbeginn 1716: 1*150 IV, 9*50 IV (in den päpstlichen Adriahäfen)
Staatliche Handelsschiffe Anfang 1716: 1*200 III (bei der NHG in der Ostsee)
Schiffe am Jahresende 1716: 1*150 IV, 9*50 IV (in den päpstlichen Adriahäfen)
Staatliche Handelsschiffe Ende 1716: 1*200 III (bei der NHG in der Ostsee)
Neubauten (in Italien): -
Schiffe zu Jahresbeginn 1717: 1*150 IV, 9*50 IV (in den päpstlichen Adriahäfen)
Staatliche Handelsschiffe Anfang 1717: 1*200 III (bei der NHG in der Ostsee)
Söldner: -
Im Felde stehende Einheiten:
Von den Aufgeboten des Landadels stehen 1,0 Minghan LR seit Jahresbeginn 1701 in der Markgrafschaft Brandenburg und 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702 im Khanat Baiern.
Seit 1706 stehen zudem 1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR in Italien
Anfang 1716 wurden wie üblich 6,0 Minghan LR im Inland aufgeboten
Verluste 1716: -
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Khanat Böhmen
Das zweite Symposion wird von der Professorenschaft anscheinend nicht als Last empfunden und ist sehr gut besucht. Allerdings zeigt sich, dass diese praktischen Fragen nicht unbedingt für alle Gelehrten leicht zu durchdringen sind, so dass allerlei wunderliche Ideen diskutiert werden, die man kaum umsetzen könnte. Dennoch gilt das Treffen als Erfolg, weil es auf diese Weise gelungen ist, das Thema stärker ins Blickfeld der Gebildeten zu rücken. So werden landwirtschaftliche Schwerpunkte in den nächsten fünf Jahren (1717-1721) außergewöhnlich effektiv sein.
Das neue Kolleg erweist sich ebenfalls als gute Idee, obgleich gläubige Studenten sich mit dem Namen schwerzutun scheinen. Auch einige Dozenten vermeiden es offenbar, diese Bezeichnung zu verwenden. Der bereits im europäischen Mittelalter übliche mehrfache Wechsel des Studienortes hat sich auch in mongolischer Zeit erhalten, so dass man auf bestehende Traditionen aufbauen kann und es Ausländern leichter macht, in Prag zu studieren.
Die Bauernkasse war in diesem Jahr sehr gut ausgelastet und konnte die Eigenständigkeit der freien Bauernschaft wie erhofft schützen. Ihre Zahl blieb so weitgehend stabil, nur ganz im Südosten kehrten offenbar einige von ihnen in den Schutz der Kirche oder des hohen Adels zurück. Außerdem waren Wegzüge freier Handwerker nach Westdeutschland zu vermelden.
Besonderheiten:
Die vergleichsweise hohen Preise in Prag und der gute innere Zusammenhalt des Landes behindern feindliche Spionagenetzwerke in hohem Maße.
Die traditionsreiche Universität zieht außergewöhnlich viele bedeutende Wissenschaftler an, was bei einer prachtvollen Hofhaltung zu ansehnlichen Synergieeffekten führt.
Viele deutsche Adlige und Bürger bewundern den böhmischen Hof und die böhmische Alma Mater, so dass sie ihre Söhne gern dort studieren lassen. Amir I. führte 1695 daher ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm ein, das bei ausreichender Finanzierung zahlreiche vielversprechende Talente nach Prag holen kann.
Herrschaftsgebiet: Böhmen, Mähren
Vasallen: Ober- und Niederösterreich
Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 700 000 (leicht gesunken)
Regionen: Prag, Cisleithanien (zusammen mit Ungarn, Baiern, Schwaben und Italien)
Hauptstadt: Prag (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Prag (Stadtschloss 3, seit 1715 Stufe 4)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Bohuslav I. (seit 1704, *1679)
Verstorbene Monarchen: Khan Amir I. (1685-1704, *1644)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einführung des „Bildungsplans II“ nach englischem Vorbild für alle Altersstufen
1702: Verknüpfung von Hof und Universität zur Förderung der Hochschulbildung
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einführung einer Kollegienverwaltung für die Bursen der Prager Universität
1705: Einrichtung zweier Botschaften in Debul und Induru
1706: Einführung von Sonntagsschulen bei den böhmischen Kirchengemeinden
1707: Förderung der böhmischen Braukunst durch eine bessere Wasserversorgung
1708: Beginn der Bauernbefreiung
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Auswertung der Indienexpedition durch mehrere Universitätssymposien
1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
1712: Gründung eines Chausseeamtes
1713: Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4 im venezianischen Stil
1714: Gründung einer „königlich privilegierten Handwerkerbank“
1715: Mathematisches Symposion in Prag
1716: Landwirtschaftliches Symposion in Prag
Besondere Gebäude:
1703: Adalberts-Kolleg in Prag (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
1704: Ludmilla-Kolleg in Prag (an der Moldau vor den Toren der Stadt)
1706: Kaiser-Benedikt-Kolleg in Prag (am südlichen Stadtrand nahe dem „Milchtor“)
1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
1713-1715: Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4
1716: Brahmagupta-Kolleg in Prag (für auswärtige Studenten)
Abgeschlossene Bauprojekte:
1712: Einfache Straße von Brünn bis zur March bei Kostice (66 Meilen)
1712: Einfache Straße von Wien bis zur Donau bei Pressburg (66 Meilen)
Offene Bauprojekte: -
Botschaften und Feste Gesandtschaften:
Seit 1705: Botschaften beim Großkhanat Debul und der Föderation von Induru (je 15 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Ungarn, 1715 ausgelaufen
Seit 1714: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (ohne Vasallen)
Steuereinnahmen: 870 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 1 480 S
Einlagen der Bauernkasse: 35 000 S
Einlagen der königlichen Handwerkerbank: 270 000 S (davon 240 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (wissenschaftlicher Fokus; mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Stipendienprogramm (Vorjahr): 30 000 S
Weitere feste Ausgaben: 4 000 S für die Verwaltung der vier Kollegien, 30 000 S für die beiden Botschaften
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 3 105 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 3 477 600 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,0 (effektiv 2,0) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter DR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Minghan DR (Pilsen), mittlerweile wieder unter dem Kommando treuer Vasallen
Söldner zur besonderen Verwendung: 1,0 Minghan LR (Pilsen) unter dem Befehl eines engen Vertrauten des Khans (Johann Wenzel von Mitrowitz)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
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Khanat Westfalen
Die Werbemaßnahmen des Khanats waren erfolgreicher als erwartet, so dass fast 60000 Menschen neu ins Land strömten, darunter wie erhofft zahlreiche Handwerker aus dem süddeutschen Raum, der Eidgenossenschaft, Böhmen und dem Norden Burgunds. Die Interessenten, die aus Hansestädten stammten, wies man hingegen nach Möglichkeit zurück, außer wenn die jeweiligen Bürgermeister ihr Einverständnis gaben.
Die Handwerkerschicht im Land wuchs dadurch deutlich an, und da man dank der Hanse in aller Regel keine Absatzprobleme hat, etablieren sich die Neubürger meist recht schnell. Einige Städte klagen zwar über das schnelle Wachstum, das hygienische Probleme und Kriminalität mit sich bringe; dahinter könnte aber auch ein allgemeines Unbehagen in Kreisen der Zünfte gegenüber der neuen Konkurrenz stehen.
Die Westfalenbank blieb weiterhin gut ausgelastet, zumal mittlerweile auch Anfragen aus den Vasallengebieten des nördlichen Niedersachsen eintreffen, wo ebenfalls einige der angeworbenen Handwerker eine neue Bleibe fanden.
Der Straßenbau geht gut voran, und auch die Privilegien scheinen in ihrer Kombination dem Land einen recht deutlichen Vorteil zu bringen.
Besonderheiten:
Dank der Erfahrungen des Khanats mit Geheimdiensten ist es den Westfalen möglich, jedes deutsche Land für 25000 S und jedes andere europäische Reich für 50000 S jährlich intensiv zu beobachten. Die Einrichtung des Geheimdienstes benötigt keinen Schwerpunkt mehr, so dass eine Infiltration jederzeit zum Jahresbeginn aufgenommen werden kann.
Die politische und wirtschaftliche Nähe zur Hanse, zum Königreich England und zu den burgundischen Ländern lässt das Khanat von den Handelsbeziehungen zwischen diesen Mächten profitieren.
Herrschaftsgebiet: Westfalen, Drenthe, Overjissel, südliches Niedersachsen,
Vasallen: Nördliches Niedersachsen, Groningen, Grafschaft Kleve
Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 280 000 (deutlich gewachsen)
Regionen: Bielefeld-Enschede, Niedersachsen-Holland (Vasallen, mit der Hanse)
Hauptstadt: Bielefeld (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Enschede (Stadtbefestigung 1, Stadtschloss 1)
Wichtige Festungen: Braunschweig (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Friedrich I. (seit 1704, *1687)
Verstorbene Monarchen: Khan Heinrich I. (1698-1704, *1651)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung von Sonntagsschulen
1702: Einrichtung von Zuchtgestüten
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einrichtung einer Geschützgießerschule in Braunschweig
1705: Einführung des „Bildungsplans 05“ nach englisch-böhmischem Vorbild
1706: Einrichtung eines Priesterseminars in Münster
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Stadt und Land nach dem Vorbild Burgunds
1708: Festlegung der Fronpflichten nach englischem Vorbild
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Bau eines Flusshafens an der Weser (bei Verden)
1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
1712: Gründung der Westfalenbank für Landwirtschaft und Handwerk
1713: Einführung des Westfalenliedes
1714: Große 500-Jahr-Jubiläumsfeier Bielefelds
1715: Ökonomisches Symposium in Bielefeld
1716: Anwerbung von Handwerkern aus den von Hungersnot gefährdeten Regionen
Besondere Institutionen:
Seit 1700: Geheimdienst in Bielefeld, im Augenblick nicht aktiv
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Geschützgießerschule 1 in Braunschweig
Seit 1706: Priesterseminar in Münster (ähnelt einer Schule 1)
Seit 1710: Flusshafen an der Weser (bei Verden)
Abgeschlossene Bauprojekte:
Seit 1712: Mittlere Straße zwischen Hannover und Braunschweig (67 Mongolische Meilen)
Offene Bauprojekte:
Seit 1713: Mittlere Straße zwischen Hannover und Bielefeld (1 380 000 S von 109 Meilen bzw. 1 635 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Markgrafschaft Brandenburg
Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Deutsche Hanse
Steuereinnahmen: 1 060 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 3 642 S, davon wurden 3 500 S für die Handgelder verwendet
Einlagen der Westfalenbank für Bauern und Handwerker: 400 000 S (davon 400 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 11%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 300 000 S (mit Abgabebonus), davon 5 000 S für ein jährliches ökonomisches Symposium
Soldkosten: 7 500 S (0,5 Minghan LR)
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: 7 000 S (Artikel im Hanseblatt)
Kredite: 10 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 11 100 S
Waffentragende Bevölkerung: 1,1 (effektiv 0,6) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,9 (effektiv 2,9) Regimenter LI (deutlich erhöht)
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI (leicht erhöht)
Geschützproduktion: Stufe IV (300 Mann, seit Anfang 1715) + Stufe III (1200 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen, 1000 Mann)
Geschütze:
Neu gebaut und Anfang 1717 verfügbar: 0,3 Regimenter FG IV (in Braunschweig)
Besondere Geschütze: aufgelöst
Schiffe zu Jahresbeginn 1716: 5*100 III, 27*50 III, 10*25 III (Vasallen)
Schiffe am Jahresende 1716: 5*100 III, 27*50 III, 10*25 III (Vasallen)
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 5*100 III, 27*50 III, 10*25 III (Vasallen)
Söldner: 2,5 Minghan LR (Lüttich), davon wurden im Februar 500 Mann in Richtung Hessen abgezogen und durch ein Aufgebot des Adels ersetzt
Im Felde stehende Einheiten: 0,5 Minghan SR
Verluste 1716: -
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Landgrafschaft Hessen
Die Unterstützung der Armenkassen kam zur rechten Zeit, so dass die Mittel vollständig für die Stabilisierung der lokalen Preise und die finanzielle Unterstützung in Not geratener Familien nutzbar gemacht und mögliche Unruhen gedämpft werden konnten. In vielen Teilen Hessens wurden Wegzüge freier Handwerker gemeldet.
Besonderheiten:
Der Söldnermarkt Kassel ermöglicht es dem Khan, Truppen zu einem vergünstigten Satz unter Vertrag zu nehmen. Alle Regimenter zu Fuß kosten 10000 S weniger als angegeben.
Die Messe Frankfurt und die nach der Exilierung vieler Loyalisten geschwächten Zünfte in den Städten des Khanats ermöglichen es dem Khan, in anderen deutschen Ländern jedes Jahr Handwerker durch finanzielle Anreize abzuwerben.
Die Universität Marburg mit einer sehr angesehenen juristischen Fakultät kann auf Wunsch wirksame „Gefälligkeitsgutachten“ ausstellen, um die Politik des Khans zu untermauern.
Herrschaftsgebiet: Hessen, Westthüringen, Unterfranken
Vasallen: Ostthüringen, Sachsen-Leipzig, Nordwürttemberg (etwa die Kreise KÜN, TTB, SHA)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 910 000 (leicht gesunken)
Regionen: Kassel-Frankfurt, Mitteldeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Baiern und Brandenburg)
Hauptstadt: Marburg (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Kassel (Stadtschloss 3)
Wichtige Festungen: Frankfurt (2)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Landgraf Shibani I. (seit 1704, *1667)
Verstorbene Monarchen:
Kaiser Kebek II. (1668-1701, *1619)
Landgraf Kebek III. (1701-1704, *1641)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes, Planung einer Kaiser-Kebek-Straße
1702: Umwandlung des Khanats in die Landgrafschaft Hessen
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Handelsgesandtschaften in die fünf umliegenden Länder und nach Frankreich
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Gründung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild mehrerer anderer Staaten
1707: Einführung des Kaiser-Kebek-Tages (1. Mai) zur Stärkung der Landeseinheit
1708: Gründung zweier Universitätskollegien in Marburg nach dem Vorbild Böhmens
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Einrichtung einer Kasse zur besseren Integration der angeworbenen Handwerker
1711: Aufbau neuer und Stärkung bestehender Zünfte im Land
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
1713: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der hessischen Häfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und die Handelsschiffe
1714: Handelsniederlassung (Kontor) in Prag
1715: Gründung einer allgemeinbildenden Schule in Frankfurt
1716: Ausbau der kommunalen, zünftischen und monastischen Armenunterstützung
Bisherige Rechtsgutachten:
25. 4. 1703: Feststellung, dass Italien den Landfrieden von Barcelona gebrochen habe
30. 9. 1708: Feststellung, dass die Kalmarer Union zu bestehen aufgehört habe
28. 5. 1713: Feststellung, dass die Vermietung von Truppen oder Schiffen ein Land in aller Regel zur Kriegspartei mache und dass Italien durch diese Praxis den Frieden gefährde
22. 1. 1714: Feststellung, dass Burgund nicht zur Hilfeleistung für Dänemark verpflichtet sei
Besondere Gebäude:
Seit 1709: Kaiser-Kebek-Kolleg (Juristen) und Martin-Luther Kolleg (Theologen und Mediziner) in Marburg (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
Seit 1711: Generaloberin-Hildegard-Kolleg für Studenten aus dem Reich
Seit 1714: Kontor in Prag
Seit 1715: Allgemeinbildende Schule 1 in Frankfurt
Abgeschlossene Bauprojekte: 1702-1709: Mittlere Straße (Kaiser-Kebek-Straße) zwischen Marburg und Kassel (100 Meilen/ 1 500 000 S)
Offene Bauprojekte: 1710-17XX Mittlere Straße (König-Heinrich-Straße) zwischen Marburg und Fulda (950 000 S von 90 Meilen/ 1 350 000 S)
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), die hessische Teilstrecke verläuft zwischen Frankfurt und Mainz (42 Meilen/ 42 000 S).
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
Steuereinnahmen: 670 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 22 000 S
Einlagen der Armenkassen: -
Einnahmen des Postdienstes: 185 000 S
Sonstige Einnahmen: -
Einlagen der Handwerkerbank: 400 000 S (davon 270 000 S verliehen)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S
Soldkosten: -
Entrichtete Tribute: 30 000 S (an Ungarn)
Jährliche Kosten des Postdienstes: 42 000 S
Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Kaiser-Kebek- und des Martin-Luther-Kollegs sowie des neuen Generaloberin-Hildegard-Kollegs
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: -
Kreditzinssatz: 12%
Waffentragende Bevölkerung: 0,2 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,9 (effektiv 0,9) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,4) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Regimenter LR (Kassel) zur Banditenbekämpfung
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: 0,1 Regimenter LI (Vasallen) in Unterfranken
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Khanat Baiern
Es gelingt dank des großen Einflusses der bairischen Klöster und des kaiserlichen Ansehens, die Situation im Süden Deutschlands allmählich zu beruhigen, die Nahrungsmittel recht fair zu verteilen und größere Unruhen zu vermeiden. Die Veränderung der Landesstruktur von ungebundenen Handwerkerns zu klösterlichen Hintersassen hat sich sogar beschleunigt, zumal nicht wenige ungebundene Gesellen den Weg nach Norddeutschland antraten.
Der neue Kaiser gewann deutlich an öffentlichem Format, so dass man den Thronwechsel als gelungen bezeichnen kann – erst recht, wenn man die Missernte im Jahr der Wahl berücksichtigt.
In verschiedenen Teilen des Landes waren offenbar Weber unterwegs, die Menschen mit einem besseren Leben nach Norddeutschland locken wollten und die dabei zum Teil auch Erfolg hatten. Ihre Herkunft konnte aber zunächst nicht sicher ermittelt werden.
Besonderheiten:
Das Khanat verfügt über eigene SI-Einheiten, die von den Klöstern ausgerüstet werden.
Das bairische Kunsthandwerk gilt als außergewöhnlich vielfältig und relativ krisensicher.
Die Bildung der Jugend erfolgt fast ausschließlich an lokalen Klosterschulen für Mädchen oder Knaben. Im Land können daher sehr viele Menschen lesen und schreiben.
Der künstlerisch hochstehende Hof in München zieht besonders viele kreative Kräfte aus dem deutschsprachigen Raum und in geringerem Maße auch aus ganz Europa und einigen Satrapien im Westen des Großkhanats Dagomys an
Herrschaftsgebiet: Ober- und Niederbayern, Salzburg, Schwaben, Oberpfalz, Mittelfranken
Vasallen: Oberfranken, Südwestsachsen (Plauen-Freiberg), Osttirol (Innsbruck-Hochfilzen)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 900 000 (leicht gesunken)
Regionen: München-Chiemsee, Mitteldeutschland (Vasallen-Nord, zusammen mit Brandenburg und Hessen), Cisleithanien (Vasallen-Süd, zusammen mit Italien, Schwaben, Böhmen und Ungarn)
Hauptstadt: München
Hauptresidenz: Abtei Frauenchiemsee (Klosteranlage 6)
Wichtige Festungen: Landshut (3)
Staatsoberhaupt (repräsentatives Wahlamt): Kaiser Manas I. (seit 1715, *1659)
Bairische Generaloberin (Spielfigur): Mutter Hildegard von Oberalteich (seit 1707, *1638)
Verstorbene Khane und Generaloberinnen:
Mutter Adelburga Maria (1694-1707, *1622)
Kaiser Benedikt I. (1692/1701-1715, *1645)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ratgeber für selbstbewusste Frauen
1702: Reichssynode in Herrenchiemsee
1703: Federführende Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Veröffentlichung der Märchensammlung „Zwölf Nächte“ aus dem Kloster Mallersdorf
1705: Einführung einer bairischen Hofmusik aus sakralen und weltlichen Elementen
1706: Gründung der „Kloster-Bothin“, einer religiös-politischen Sonntagszeitung
1707: Feier der „Luisenwoche“, einem lebendigen Festspiel mit Spendengalacharakter
1708: Baubeginn des „Stifts Marienhöhe“, einer luxuriösen Siedlung für wohlhabende Frauen bei München
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Erstmalige Herausgabe des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“
1711: Chiemseer Ordenstagung zur Stärkung der weiblichen Konvente im Reich
1712: Bau eines Gasthauses beim Stift Marienhöhe als Vorbild für Herbergen, die gezielt reisenden Frauen offenstehen sollen
1713: Stärkung des gemeinschaftlichen Gesanges als tragendes Element der Liturgie
1714: Besteigung des Großkönigs durch bairische Ordensschwestern
1715: Einrichtung einer großen Kunstsammlung in München
1716: Stärkung der Armenfürsorge im Winter und Frühjahr nach der Missernte
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (mit Vasallen)
Seit 1711: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen), 1716 beendet
Besondere Bauwerke:
Seit 1712: Gasthaus beim Stift Marienhöhe (100 000 S)
Offene Bauprojekte:
Stift Marienhöhe (3 993 000 S)
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon verläuft die hessische Teilstrecke von Frankfurt bis Mainz (42 Meilen/ 42 000 S), die pfälzische Teilstrecke zwischen Mainz und Haidach (175 Meilen/ 175 000 S) und die schwäbische Teilstrecke zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen/ 47 000 S); wird von den jeweiligen Reichsständen unterhalten
Steuereinnahmen: 360 000 S
Gewinne der „Kloster-Bothin“: 86 000 S
Gewinne des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: 38 000 S
Einnahmen aus dem Gemeinen Pfennig (Kaiserreich): 610 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 21 000 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 450 000 S (mit Abgabebonus)
Sonderzahlungen: -
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Verluste der „Kloster-Bothin“: -
Verluste des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: -
Fällige Kredite: -
Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 6,3 (effektiv 6,3) Regimenter SI, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI (leicht gesunken)
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner:
0,8 Minghan SR* (Krakau/München), Sicherung der Herbergsrouten außerhalb Baierns, wurden im Frühjahr zunächst bei Frankfurt zusammengezogen
Ungarische Hilfstruppen: 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
-
Markgrafschaft Brandenburg
Das Amtsgebäude für die Verwaltung der Domänenkammern wird eingerichtet. Man hält den Namen „Bürgerverwaltung“ aber für verwirrend, da sie sich stärker um den ländlichen Bereich kümmert und zu Beginn trotz der Idealvorstellungen des Markgrafen vorwiegend vom Adel getragen wird, der vor Ort vernetzt ist und über die nötigen Mittel verfügt. Man kann mittelfristig durchaus versuchen, sie möglichst mit bürgerlichen Beamten zu besetzen, benötigt dann aber einen deutlich höheren Etat. Man kann dafür übrigens auch einen Teil der Hofhaltungskosten dorthin übertragen, weil dort ja Verwaltungsaufgaben wegfallen werden. Die Einführung einer Luxusakzise ist leider nicht gelungen, weil es dafür einen Beschluss des Landtages und einen eigenen Schwerpunkt bräuchte. Man hält es aber ohnehin nicht für eine gute Idee, die Verwaltung auf diese Weise auf Einnahmen zu verweisen, die erst im Lauf des Jahres eingehen werden. Ein recht unerschrockener Hochadliger weist einmal darauf hin, dass die Krone mit Recht Pflichtbewusstsein, Unbestechlichkeit, Korrektheit und Arbeitseifer gewiss auch von einer im Aufbau befindlichen Verwaltung forderen könne, diese dann aber auch korrekt und mit Pflichtbewusstsein bezahen müsse.
Die militärische Sicherung des Landes wurde mit Erfolg fortgeführt, zumal kaum Probleme mit der Missernte auftauchten, nachdem man rechtzeitig Getreide und Fisch angekauft hatte. Das zeigt sich auch darin, dass kaum Wanderarbeiter zu den großen Bauprojekten nach Finnland gingen, sondern fast alle Bauernsöhne im Land blieben.
Besonderheiten:
Die Markgrafschaft hat aufgrund eines Vertrages Albrechts III., der unter Albrecht IV. im Jahr 1702 stark abgewandelt wurde, Anspruch auf Subsidien aus der Satrapie Krakau in Höhe von 90000 S zuzüglich eines Anteils der Zolleinnahmen aus dem Handel zwischen Krakau und der Region Stettin (natürlich zu Lasten von Krakau, nicht von Finnland), der abhängig vom Handelsvolumen zwischen 10000 S und 60000 S beträgt.
Die Universität Rostock bildet besonders gute Verwaltungskräfte für den Hofdienst aus.
Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr drei Schiffe zum Normalpreis bauen lassen; Seit Anfang 1712 abgeändert in: Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr Schiffe für insgesamt 250 Mann Gesamtgröße bauen lassen, ihre Zahl spielt keine Rolle mehr.
Seit der Thronbesteigung Friedrich Augusts I. ist der Hof „spartanisch“ ausgerichtet und zieht daher deutlich mehr Männer mit militärischem Hintergrund an als üblich.
Die Markgrafschaft hat seit 1715/16 mit den Domänenkammern eine eigene, vom Hofetat unabhängige Verwaltung
Herrschaftsgebiet: Brandenburg, Mecklenburg, Schleswig, Holstein, Sachsen-Anhalt
Vasallen: Ostsachsen (Freiberg-Görlitz)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 770 000
Regionen: Schwerin-Berlin, Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit der Hanse und der Kalmarer Union), Mitteldeutschland (zusammen mit Baiern und Hessen)
Hauptstadt: Berlin
Hauptresidenz: Schwerin (Residenz 1)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Markgraf Friedrich August I. der Flinke (seit 1711, *1680)
Verstorbene Monarchen: Markgraf Albrecht IV. (1688-1711, *1651)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Vorbereitung einer Balleigründung des Deutschen Ordens als Wirtschaftsförderung
1702: Diplomatische Gesandtschaft nach Krakau
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau eines Handelspostens in Narwa
1705: Einrichtung zweier Kollegien für die Universität Rostock
1706: Einführung eines Branntweinmonopols (seit 1708/09 verpachtet)
1707: Einrichtung der „Sid-Kasse“ zur Unterstützung bedürftiger Familien
1708: Ausbau des Ostseehafens zu Wismar (von Stufe 1 auf Stufe 3)
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Einführung einer Studienkasse für vielversprechende Studenten
1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
1712: „Spartanische“ Hof- und Staatsführung
1713: Systematische Einführung des Flachsanbaus im Land
1714: Verbesserung der Flachsverarbeitung für Textilien
1715: Einführung markgräflicher Domänenkammern
1716: Bau eines Amtssitzes für die Domänenkammern in Berlin
Besondere Gebäude:
1705: „Heiliger-Großkhan-Putraq-Kolleg“ und „Kaiser-Kebek-Kolleg“ in Rostock
1706: „Mutter-Adelburga-Maria-Kolleg“ in Rostock
1707: Handelsposten (Kontor) 1 in Narwa
1716: Amtsgebäude 1 für die Domänenkammern in Berlin
Abgeschlossene Bauprojekte
Mittlere Straße zwischen Berlin und Stettin (142 Mongolische Meilen/ 2 130 000 S)
Offene Bauprojekte:
1708-17XX: Handelshafen in Wismar (Vergrößerung um zwei Stufen, 1714 schließlich auf eine Stufe Vergrößerung reduziert, 1 000 000 S/ 1 500 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Großfürstentum Finnland (mit Vasallen)
Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen (mit Vasallen)
Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (ohne Vasallen)
Seit 1715: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Königreich Dänemark (ohne Vasallen)
Steuereinnahmen: 310 000 S
Tributeinnahmen: -
Handelseinnahmen: -
Einnahmen aus dem Branntweinmonopol: 40 000 S
Subsidien aus der Satrapie Krakau: 120 000 S
Einlagen der Sid-Kasse: ausgeschöpft
Einlagen der Studienkasse: ausgeschöpft
Nicht verwendete Mittel: -
Vergebene Kredite:
200 000 S an den deutschen Orden zu 6% Zinsen, insgesamt also 212 000 S
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 180 000 S (seit 1712 „spartanische“ Ausrichtung, mit Abgabebonus trotz sehr geringer Verspätung)
Bürgerverwaltung in Berlin: 40 000 S
Aufwendungen für die Domänenkammern (Vorjahr): -
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 3 000 S Verwaltungskosten für die drei Kollegien
Ausgaben während des Jahres:
Fällige Kredite: -
Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 2,1) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,5 (effektiv 1,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II im Land (500 Mann), zusätzlich Stufe IV in Narwa (250 Mann pro Jahr)
Geschütze: -
Schiffe Anfang 1716: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Staatliche Handelsschiffe: -
Schiffe zum Jahresende 1716: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Staatliche Handelsschiffe: -
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Staatliche Handelsschiffe: -
Söldner: -
Im Land stehende Truppen verbündeter Länder: 1,0 Minghan LR aus dem Khanat Ungarn und 1,0 Minghan SR vom Deutschen Orden
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
-
Pfalzgrafschaft bei Rhein
Der Mannheimer Flusshafen dürfte durch den Bau eines Verladekrans nach burgundischem Vorbild weiter an Bedeutung gewinnen, zumal man das Stapelrecht in diesem Jahr recht gut nutzen konnte, um zusätzliche Nahrung zu niedrigen Preisen ins Land zu bringen. Es zeigte sich auch, dass der erfahrene Pfalzgraf seine jüngere Tochter sehr gut auf die Thronfolge vorbereitete, nachdem ihre ältere Schwester Aveline vor einigen Jahren den ungarischen Khan geehelicht hatte. So gelang es ihr tatsächlich, geeignete Kaufleute auszuwählen, die über (dabei allerdings leicht gesunkene) Einlagen der Handelsbank Getreide aufkauften, so dass die Situation sich allmählich stabilisierte. Bei der Verteilung wurden allerdings zu viele Akteure eingebunden, zumal die eingesetzten Universitätsprofessoren und Hofbeamten mit viel Selbstvertrauen auftraten, was einige der Kaufleute als unangemessen empfanden. Man hatte daher hin und wieder mit unnötigen Verzögerungen zu kämpfen.
Die Handelsvorrechte in Hessen, Westfalen und Schwaben erwiesen sich in diesem Jahr als recht vorteilhaft, obwohl man mit starker Konkurrenz der Hanse ringt. In Italien und der Eidgenossenschaft sanken die Handelsanteile hingegen wieder ein wenig. In Frankfurt konnten pfälzische Kaufleute überdies zusätzliche Gewinne erzielen. Einige Menschen verließen aber offenbar das Land in Richtung Norden.
Der Tod Balduins I. löst im ganzen Reich Betroffenheit aus, hatte der langjährige Pfalzgraf und Reichserztruchsess doch als besonders gütiger und beliebter Landesherr gegolten.
Besonderheiten:
Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.
Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
Vasallen: Erzbistum Mainz
Ungefähre Bevölkerungszahl: 840 000 (leicht gesunken)
Regionen: Heidelberg-Mannheim, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit der Eidgenossenschaft, Schwaben und Burgund)
Hauptstadt: Heidelberg (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Heidelberg (Stadtschloss 4)
Wichtige Festungen: Speyer (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Pfalzgräfin Anna I. (seit 1716, *1686)
Verstorbene Monarchen:
Pfalzgraf und Reichserztruchsess Balduin I. (1684-1716, *1647)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim
1706: Einführung eines pfalzgräflichen Korrespondentennetzwerks unter kaiserlichem Schutz
1707: Rundreise des Pfalzgrafen durch die ländlichen Regionen
1708: Gründung einer Landwirtschaftsbank
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft nach englischem und westfälischem Vorbild
1711: Ritterkasse zur Unterstützung von Adelsgeschlechtern, die in Not geraten sind
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
1713: Organisation eines Bierfestes auf dem Gut der Heidelberger Adelsfamilie Wolfhausen
1714: Förderung verschiedener Zeitungen im Land
1715: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der Rheinhäfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und Zollbehörden
1716: Bau eines modernen Verladekrans für den Mannheimer Hafen
Besondere Bauwerke:
1716: Moderner Verladekran im Mannheimer Flusshafen
Abgeschlossene Bauprojekte:
Ende 1707: Mittlere Straße zwischen Heidelberg und Mannheim (20 Mongolische Meilen/ 300 000 S)
Ende 1712: Mittlere Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken (131 Mongolische Meilen/ 1 965 000 S)
Offene Bauprojekte: -
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon reicht die pfälzische Teilstrecke von Mainz bis Haidach (175 Meilen/ 175 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
Seit 1711: Einseitige Privilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen), 1716 beendet
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 760 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Einnahmen des Postdienstes: 117 000 S
Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: 14 000 S
Rücklagen der Ritternothilfe: 11 000 S
Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 440 000 S (davon 350 000 S verliehen)
Einlagen der pfalzgräflichen Landwirtschaftsbank: 480 000 S (davon 480 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
Verluste des Korrespondentennetzwerks: 41 000 S
Jährliche Kosten des Postdienstes: 175 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 11 000 S
Fällige Kredite: 1 402 500 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 1 540 250 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,2) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 4,6 (effektiv 4,6) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann, 1710 um 500 Mann erhöht)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Minghan LR (Lüttich)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: 0,2 Regimenter LI (bei Speyer, Rebellen), 0,1 Minghan SR (im Süden des Landes)
-
Herzogtum Schwaben
Die Einberufung der Stände ist dank der beeindruckenden Durchsetzungskraft des Herzogs sehr effektiv und sorgt dafür, dass Schwerpunkte im Bereich der Landwirtschaft und der Versorgungssicherheit in den nächsten fünf Jahren besonders effektiv sind. Eine starke Veränderung des Erbrechts sollte aber gut vorbereitet sein, da sie auf jeden Fall einige Nebeneffekte haben dürfte. Schließlich beruht die ganze Lebensplanung von Familien einschließlich des Heiratsverhaltens nicht zuletzt auf der Weitergabe von Eigentum.
Die Briefpostlinie verbucht in diesem Jahr erneut höhere Einnahmen, und auch Handwerk und Handel bleiben trotz der Missernte des Vorjahres recht stabil. Offenbar ist das Land verhältnismäßig krisensicher.
Eine gewisse Unsicherheit ergab sich in den nur von wenigen, kleinen Klöstern besiedelten Gebieten im Zentrum des Landes. Hier gelang es schlechter als in Oberschwaben oder den tauberfränkischen Regionen, die kaiserlichen Hilfsleistungen an die Bedürftigen Schwabens zu verteilen. Diese Gegenden waren dann auch besonders von Wegzügen betroffen.
Besonderheiten:
Die Erfahrung der Tiroler Invasion motivierte viele Stadtbürger dazu, ihre Heimat besser zu schützen. In Schwaben haben Festungsgeschütze immer die Wirkung der nächsthöheren Technologiestufe.
Die Universität Tübingen hat eine gegenüber dem Heiligen Stuhl sehr kritische Fakultät für Theologie. Dadurch haben die württembergischen Pfarrer ein starkes Heimatgefühl und werden in Konfliktfällen häufiger die Position des Herzogs stärken.
Da viele schwäbische Bauern nur wenig Land besitzen und lange mit wechselnden Gesetzen zum Erbrecht umgehen mussten, arbeiten sie häufig zusätzlich im Auftrag reicher örtlicher Handwerker. Die Bauern tragen dadurch erheblich zur Handwerksproduktion bei.
Herzog Konrad V. hat in den nächsten 13 Jahren (1714-1726) eine außergewöhnlich hohe Durchsetzungskraft bei allen Ständen des Landes
In den nächsten fünf Jahren (1717-1721) sind Schwerpunkte im Bereich der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelversorgung besonders effektiv
Herrschaftsgebiet: Württemberg (ohne den hessischen Norden und den Kreis Konstanz)
Vasallen: Südbaden, Kreis Lindau, Vorarlberg, Westtirol (St. Anton – Völs)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 900 000 (leicht gesunken)
Regionen: Stuttgart-Urach (mit Ulm), Cisleithanien (südöstliche Vasallen, zusammen mit Italien, Ungarn, Böhmen und Baiern), Südwestdeutschland (südwestliche Vasallen, zusammen mit der Eidgenossenschaft, der Pfalzgrafschaft und Burgund)
Hauptstadt: Stuttgart
Hauptresidenz: Urach (Stadtbefestigung 2, Burgschloss 2)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Konrad V. (seit 1713, *1675)
Verstorbene Monarchen:
Herzog Ulrich I. (1684-1705, *1647)
Herzog Eberhard III. (1705-1713, *1670)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Landesreise des Herzogs durch alle Regionen Schwabens
1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einführung einer Handwerkerkasse
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Einführung eines fahrenden Richterdienstes im Auftrag des Herzogs
1707: Bau mehrerer kleiner Bibliotheken in den Landstädten des Herzogtums
1708: „Reformation“ der Leibeigenschaft
1709: Einführung von Sonntagsschulen nach westfälischem Vorbild
1710: Einführung eines fahrenden „Heilerdienstes“
1711: Kein Schwerpunkt – Stärkung der Hofverwaltung durch persönliche Anwesenheit des Königs
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
1713: Gründung eines herzoglichen Waisenhauses in Stuttgart
1714: Rundreise des neuen Herzogs Konrad V. (Vorbereitung)
1715: Rundreise des neuen Herzogs Konrad V. (Durchführung)
1716: Einberufung der Städte, um über eine bessere Getreideversorgung zu beraten
Besondere Gebäude:
Seit 1707: Kommunale Bibliotheken (15 000 S) in drei Kleinstädten des Herzogtums, 1708 durch weitere acht Bibliotheken (15 000 S) ergänzt, seit 1709 jährlich mit 35 000 S alimentiert (siehe Hofetat).
Seit 1713: Herzogliches Waisenhaus in Stuttgart (50 000 S, 25% Unterhaltskosten), seit 1715 zwei Waisenhäuser in Stuttgart und Urach (100 000 S, insgesamt 25 000 S Unterhaltskosten)
Abgeschlossene Bauprojekte:
1705/06: Mittlere Straße von Urach nach Ulm (60 Mongolische Meilen)
Offene Bauprojekte: -
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S); die schwäbische Teilstrecke verläuft zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen / 47 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (ohne Vasallen), sind 1716 nur in Italien wirksam geworden
Steuereinnahmen: 680 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Einnahmen des Postdienstes 1716: 79 000 S
Einlagen der Handwerkerkasse: 480 000 S (davon 465 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus),
Weitere laufende Ausgaben: 40 000 S für den fahrenden Richterdienst und seine Ausbildung, 20 000 S für den wandernden Heilerdienst, 10 000 S für die effektivere Gutsverwaltung der herzoglichen Liegenschaften, 35 000 S für die kleinstädtischen Bibliotheken sowie 25 000 S für die beiden herzoglichen Waisenhäuser; die Sonntagsschulen können frei bezuschusst werden
Jährliche Kosten des Postdienstes: 47 000 S
Soldkosten: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: Inlandskredit über 1 300 000 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 1 456 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 3,1 (effektiv 3,1) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter DR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1000 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Minghan LR (Pilsen)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
-
Schweizerische Eidgenossenschaft
Die neue Metallkontrolle und –auszeichnung wird eingeführt und dürfte die Nachfrage nach eidgenössischen Edelmetallen und auch nach anderen Bodenschätzen verstärken. Man muss aber wohl eine dauerhafte Finanzierung ins Auge fassen, da eine solche Aufgabe die kleine Verwaltung des Bundes überfordern würde. Damit könnte auch die Dichte der Kontrollen ungefähr festgelegt werden. Grundsätzlich wäre es auch möglich, eine eigene Währung einzuführen, da man nun einen festen Münzfuß zur Verfügung hätte. Bisher nutzte die Eidgenossenschaft anders als viele andere Länder auch im Inneren regelmäßig den mongolischen Silberdinar ohne nennenswerte eigene Prägungen.
Auch an den Grenzen bemühte man sich um eine stärkere Kontrolle einreisender Händler, blieb aber wegen der geringen Personalstärke der Bundesbeamten weitgehend erfolglos. Möglicherweise könnte man wieder etwas stärker auf den Märkten kontrollieren oder – nach dem Vorbild des Kalifats – gezielt falsche Münzen gegen echte eintauschen.
Die Nahrungsmittelkrise sorgte zwar für eine gewisse Auswanderung, konnte aber Mitte des Jahres weitgehend überwunden werden, und zwar sowohl in den Kantonen als auch im Bistum Konstanz.
Besonderheiten:
Der bedeutende Söldnermarkt des Landes untersteht der Kontrolle der Kantone. Wenn die Bundesversammlung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit ausruft, können bis zu fünf Regimenter jeder vorhandenen Waffengattung nach den üblichen Regeln rekrutiert werden.
Die Eidgenossenschaft erkennt als letztes mitteleuropäisches Land den Großkhan als ihren Oberherrn an. Sie kann daher aus Dagomys vergünstigte Kredite abrufen.
Als Gegenleistung für die Solddienste der Eidgenossen stellt der Söldnermarkt Kiew den Schweizern bis zu vier Minghan LR zum halben Preis zur Verfügung.
Herrschaftsgebiet: Schweiz, Liechtenstein, Oberelsass
Vasallen: Aostatal, Bistum Konstanz, Nordostsavoyen
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 080 000 (leicht gesunken)
Regionen: Schweiz, Südwestdeutschland (Bistum Konstanz, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und Burgund), Südfrankreich-Savoyen (südwestliche Vasallen, zusammen mit Frankreich)
Hauptstadt: Keine
Bundesstadt mit mongolischem Residenten: Bern (Stadtbefestigung I)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Bundesammann Jakob Escher (seit 1711, *1651)
Verstorbene Staatsoberhäupter:
Bundesammann Samuel Frisching (1698-1712, *1638)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Schweizerische Fest- und Wettkampfspiele (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
1703: Einrichtung des Schweizer Verwaltungsamtes (1704 zur Schule umgewidmet)
1704: Gründung der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk in Zürich
1705: Professionalisierung der Schweizerischen Fest- und Wettkampfspiele (künftig alle fünf Jahre geplant)
1706: Einrichtung einer Botschaft in Dagomys
1707: Umfassende gesamteidgenössische Bildungsreform
1708: „Erforschung der Berge“ mit Ungarn, Italien und der Kalmarer Union
1709: Literarisches Programm und „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
1710: „Rösti“ – Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion
1711: Reform der Unterrichtsmethoden in der Eidgenossenschaft
1712: Collegium Metaphysicum zum geistigen Austausch und zur Pflege der Vernunft
1713: Gründung einer Realschule in Zürich
1714: Gründung eines Instituts für Metallurgie
1715: Gründung einer Metallmanufaktur
1716: Regulierung der Metallqualität
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Verwaltungsschule in Bern
Seit 1709: „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
Seit 1714: Realschule in Zürich
Seit 1714: Institut für Metallurgie in Lugano (in der Größe einer Schule)
Seit 1715: Metallmanufaktur in Lugano (250 000 S)
Abgeschlossene Bauprojekte (1703-1713): Prachtchaussee zwischen Bern und Zürich (130 Mongolische Meilen/ 3 550 000 S)
Offene Bauprojekte (1713-17XX):
Prachtchaussee zwischen Bern und Zürich (650 000 S / 2 475 000 S)
Botschaften und Feste Gesandtschaften:
Seit 1706: Botschaft beim Großkhanat Dagomys (25 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)
Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 420 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 146 040 S
Einlagen der der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk: 450 000 S (davon 360 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 8% (aus Dagomys, reduziert)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 25 000 S (Botschaft in Dagomys)
Ausgaben während des Jahres: -
Aufgenommene Kredite (zu 8% Zinsen aus Dagomys): 29 814 714 S (mit Zinsen 31 783 891 S)
Vergebene Kredite (zu 10% Zinsen): 29 814 714 S (mit Zinsen 32 276 185 S)
Gewinne aus dem Kreditgeschäft: 492 294 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 10,5 (effektiv 10,5) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,3 Minghan (effektiv 0,3) LR, 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III
Schiffe: -
Söldner:
2,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
-
Deutsche Hanse
Die Ausstattung hanseatischer Fischer mit neuem Material geht gut voran und sorgt sogar im benachbarten Khanat Westfalen für zusätzliche Nachfrage, was den Neubürgern dort eine leichtere Integration ermöglicht. Man hofft, dass die Hanse so mittelfristig auch den bislang führenden Schotten und Norwegern stärkere Konkurrenz entgegensetzen kann. Dafür wäre eine regelmäßige Förderung voraussichtlich von großem Nutzen, da in diesen Bereichen die einmalige Ausschüttung von Geld häufig etwas weniger nachhaltige Ergebnisse erzielt.
Die Handelsprivilegien haben weiterhin einen guten Effekt, und selbst in Regionen wie dem Latium, wo sie ausgelaufen sind, bleiben die Hanseaten sehr präsent.
Besonderheiten:
Der Städtebund hat zahlreiche Handelsprivilegien im mongolischen Ostseeraum und in den drei nordischen Königreichen dauerhaft vertraglich vereinbart.
Jede Hansestadt unterhält auf eigene Kosten zwischen 0,5 und 2,5 Reg. Festungsartillerie, ab 1715 noch zwischen 0,4 und 2,5 Regimenter.
Der Bürgermeister von Lübeck bekleidet stets einen unbetitelten mongolischen Adelsrang.
Die Hanseflotte kämpft wegen ihrer besonderen Archivierung aktueller Konstruktionspläne in den nächsten zwölf Jahren (1713-1724) mit einem zusätzlichen Vorteil gegen Schiffe der Stufe III Schwedens, Dänemarks, Norwegens, des Deutschen Ordens, Englands, Burgunds, der Kanarischen Inseln sowie der Satrapien Nowgorod und Krakau, sofern die Planskizzen für 10000 S pro Land oder Satrapie auch weiterhin sicher aufbewahrt werden.
Die dauerhafte Senkung fast aller Verbrauchssteuern in den Hansestädten um 10% sorgt für eine zusätzliche Verlagerung des Kleinhandels aus den benachbarten ländlichen Regionen, zugleich aber auch für eine gewisse Finanzierungslücke in den städtischen Haushalten.
Bundesstädte: Lübeck, Hamburg, Bremen, Köln, Duisburg, Neuss, Lüttich, Metz, Aachen, Ulm
Vasallen: Hochstift Köln, Hzm Jülich, Friesland (NL), Amsterdam, Gotland, Aland, Helgoland
Ungefähre Bevölkerungszahl: 620 000 (leicht gewachsen)
Regionen: Niedersachsen-Holland (Hamburg-Bremen-Friesland-Amsterdam-Helgoland, mit den westfälischen Vasallen) Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit Brandenburg und der Kalmarer Union), Rheinland (Köln-Duisburg-Neuss-Lüttich-Aachen-Hochstift Köln-Hzm. Jülich); Ulm ist der Region Schwaben (Stuttgart-Urach) zugeordnet, Gotland und Aland sind Teil der Region Dänische Inseln-Schonen
Vorort (eine Art Bundeshauptstadt) und Sitz des Immerwährenden Hansetages: Lübeck (Stadtbefestigung 4)
Wichtige Festungen: Köln (4), Ulm (5), andere Bundesstädte (3), Aland (3), Gotland (4)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erster Hansebürgermeister Chrysostomos Baur (seit 1707, *1662)
Zurückgetretene Erste Hansebürgermeister:
Olof Scholten (1697-1707, *1631, +1722)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Jahrhundertbuch der Hanse
1702: Gründung der Hanseatischen Handelsbank
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau der „Britanic“ (800-Mann-Handelssegler III) als Prototyp der neuen Taurus-Klasse
1705: Hansetag in Ulm zur Umwandlung des Bundes in eine Art Timokratie
1706: Einstieg der Hanse in die burgundische Amerikagesellschaft CBCA
1707: Einführung des Hanseblatts, einer nichtstaatlichen Wirtschaftszeitung
1708: Neuordnung des kommunalen Feuerwehrwesens
1709: Bau eines Kontors auf Barbados für den Südamerikahandel (noch unvollendet)
1710: Milderung der bäuerlichen Lasten und Ablösung von Frondiensten (1711 dann zur Bauernbefreiung mit einer Neuverteilung des Bodens an Genossenschaften erweitert)
1711: Archivarbeit in Reval und Pori
1712: Archivierung von Konstruktionsplänen gegnerischer Schiffe
1713: Bewerbung der verschiedenen Handelsprivilegien des Bundes
1714: Dauerhafte Senkung einiger Verbrauchssteuern in den Hansestädten um 10%
1715: Einrichtung diplomatischer Vertretungen
1716: Ausrüstung hanseatischer Fischer mit neuen Gerätschaften
Angestrebte Bodenbesitzverteilung 1720: Städischer Anteil 65% (vorwiegend in Form von Genossenschaften bearbeitet), Adelsland 6%, Privatbesitz freier Ackerbürger und Bauern 10%, Kirchliche Pfründen, Klosterland und Pfarrstiftungen etc. 19%
Besondere Gebäude: -
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 in der Markgrafschaft Brandenburg (ohne Vasallen)
Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Westfalen (mit Vasallen)
Seit 1713: Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Großfürstentum Finnland
Seit 1714: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 beim Deutschen Orden, 1715 bereits wieder ausgelaufen
Seit 1715: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 beim Heiligen Stuhl, 1716 ausgelaufen
Seit 1715: Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Kalifat (mit Vasallen)
Seit 1712: Schikanen gegen das Khanat Italien und das Khanat der Kanarischen Inseln, 1713 wieder aufgehoben bzw. im kanarischen Fall durch ein Embargo ersetzt, 1714 schließlich mit dem Zusammenbruch des Khanats ausgelaufen
Botschaften und Konsulate:
Seit 1715: Botschaft in Cordoba (10 000 S)
Aktuelle Planskizzen: 9/18
Anteile am ungarischen Bergbau: 100 000 S
Offene Bauprojekte: -
Stimmenanteile auf dem Immerwährenden Hansetag zu Lübeck (1716/17):
Lübeck: 6%+8%
Hamburg: 5%+9%
Bremen: 5%+3%
Köln: 5%+13%
Duisburg: 5%+8%
Neuss: 5%+0%
Lüttich: 5%+0%
Metz: 5%+0%
Aachen: 5%+0%
Ulm: 5%+8%
Steuereinnahmen: 2 790 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 943 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 11%
Einlagen der Hanseatischen Handelsbank: 500 000 S (davon 500 000 S verliehen)
Anteil an den Überschüssen des ungarischen Bergbaus: -
Überschüsse des Hanseblattes 1716/17: 79 000 S
Hofhaltungskosten: (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Verluste des Hanseblattes: -
Zahlungen an die ungarische Krone (Bergbau): 5 733 S (noch offen)
Fällige Kredite:
Kredit über 5 870 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 6 515 700 S
Waffentragende Bevölkerung: 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI
Städtische Festungsgeschütze III: 1,1 (Köln), 0,8 (Ulm), 0,7 (Hamburg), 0,6 (Lübeck), 0,5 (Duisburg, Bremen), 0,4 (Lüttich, Metz, Neuss, Aachen)
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (4000 Mann)
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III
Schiffe Anfang 1716: 7*400 III, 3*300 III, 4*100 III, 42*50 III, 150*25 III
Schiffe zum Jahresende 1716: 7*400 III, 3*300 III, 4*100 III, 42*50 III, 150*25 III
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 7*400 III, 3*300 III, 4*100 III, 42*50 III, 150*25 III
Söldner: 1,0 Minghan LR (Kiew) zur Sicherung der Handelswege zwischen den Kommunen.
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
-
Deutscher Orden
Die neue Ordenskanzlei im „brandenburgischen“ Geist, die eine stärkere Zentralisierung und organisatorische Durchdringung der Ordensliegenschaften ermöglichen soll, geht mit einem Ortswechsel der Großmeisterresidenz nach Pommern einher. Der Orden wächst also stärker nach Deutschland hinein, wo man anders als in Schweden auch neue Balleien errichtet hat, die nun allmählich wachsen. 2100 Ritter auf deutschem Gebiet stehen mittlerweile den gut 3400 Kämpfern aus den schwedischen Balleien gegenüber. Knapp die Hälfte der Mittel für den Aufbau der Kanzlei wurde dann direkt in die Verwaltung gelenkt, die man (ebenfalls nach brandenburgischem Vobild) mittlerweile unabhängig vom Hof finanzieren kann.
Der Aufbau der Ballei bei Cottbus wird fortgeführt, und auch auf pfalzgräflichem Gebiet ist die Ballei Koblenz im Wachstum begriffen. In Duisburg wurden ebenfalls Zustiftungen von einiger Bedeutung gemacht, doch hier ist noch kein Wachstum zu verzeichnen.
Besonderheiten:
Der Orden erhält die Überschüsse aus den Balleien in Schweden, Deutschland und England.
Die berittenen Ordensaufgebote erfordern nur 10 S Handgeld, das an die Balleien fällt.
Der Orden verfügt über SI, die von den Balleien unterhalten und ausgebildet wird.
Ähnlich wie Brandenburg kann der Orden seit 1716 einen eigenen Verwaltungsetat über die Ordenskanzlei ausweisen.
Herrschaftsgebiet: Vorpommern, Balleien in Schweden, Deutschland und England
Vasallen: -
Ungefähre Bevölkerungszahl: 65 000 (leicht gewachsen)
Regionen: Vorpommern (mit Stettin); die Balleien sind in ihre jeweiligen Gastländer integriert
Hauptstadt: Keine
Sitz des Hochmeisters: Stockholm (Balleifestung 1), ab 1716 Stralsund (Balleifestung 2)
Tagungsort des Generalkapitels: Uppsala (Balleifestung 4)
Wichtige Festungen: Stralsund (2), Stockholm (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochmeister Thankrad von Merseburg (seit 1715, *1676)
Ehemalige Hochmeister: Louis-Thomas von Savoyen (1699-1715, *1657, zurückgetreten)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Schulförderung/ Christliches Schulwesen
1702: Aufbau einer neuen Ballei in Wismar (Brandenburg)
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau eines Musterlandguts (mittel) auf Rügen
1705: Bau eines Handelshafens 1 in Stralsund
1706: Einrichtung eines Priesterseminars in der Ballei Linköping
1707: Bau einer Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
1708: Pfingstversammung für alle Freunde und Förderer des Ordens in Uppsala
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Aufbau einer neuen Ballei in Lyckå (Schonen-Blekinge und Småland)
1711: Einrichtung der „Bruderschaft der Feder“, eines ordenseigenen Geheimdienstes
1712: Aufbau einer neuen Ballei in Cottbus (Brandenburg)
1713: Einführung eines Außenamtes zur Stärkung der „Bruderschaft der Feder“ besonders in Schonen
1714: „Schonisches Arrangement“ zur besseren Verwaltung der eroberten Provinz
1715: Aufbau eines Hospitals in Uppsala
1716: Errichtung der Hohen Ordenskanzlei zu Stralsund
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Musterlandgut auf Rügen
Seit 1706: Priesterseminar in der Ballei Linköping (in Kooperation mit dem Heiligen Stuhl)
Seit 1707: Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
Seit 1713: Handelshafen 1 in Stralsund
Seit 1715: Hospital in Uppsala in der Größe einer Schule
Besondere Einrichtungen:
Seit 1711: „Bruderschaft der Feder“ (ein ordenseigener Geheimdienst); beobachtet seit 1712 mit 60 000 S jährlich Schonen und (zwischen 1712 und 1714) den Kalmarer Hof, 1715 nicht mehr weiter finanziert
Offene Bauprojekte: -
Handelsprivilegien und Monopole:
Keine
Steuereinnahmen (mit den Balleien): 760 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Nicht verwendete Mittel: -
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 60 000 S, davon 40 000 S für die Ordenskanzlei
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite:
Kredit in der Eidgenossenschaft über 2 729 122 S zu 10% Zinsen, insgesamt also 3 002 034 S Kredit in Brandenburg über 200 000 S zu 6% Zinsen, insgesamt also 212 000 S
Kredit im Inland zu 12% Zinsen: -
Waffentragende Bevölkerung: 6,1 (effektiv 5,1) Minghan SR (leicht gewachsen), 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 3,1 (effektiv 3,1) Regimenter SI (leicht gewachsen)
Vasallenaufgebote: -
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II (500 Mann)
Geschütze:
1,0 Regimenter Feldartillerie II in Stockholm
0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III in Stockholm
Schiffe zu Jahresbeginn 1716: 1*400 III, 8*250 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Schiffe am Jahresende 1716: 1*400 III, 8*250 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 1*400 III, 8*250 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Söldner: -
Im Felde stehende Einheiten: 1,0 Minghan SR in der Markgrafschaft Brandenburg
Verluste 1716: -
-
Großherzogtum Burgund
Die Förderung der Lebensmittelherstellung im Land wird in diesem schwierigen Winter und Frühjahr mit großer Hoffnung begonnen und im deutlich günstigeren Herbst mit viel Freude und Zuversicht fortgeführt. Ähnlich wie bei der Hanse rät man dazu, für mehrere Jahre eine gewisse Summe bereitzustellen, um einen dauerhafteren Effekt erzielen zu können, etwa in Bezug auf die Veredelung landwirtschaftlicher Produkte aus Frankreich und England oder auch im Hinblick auf die Fortentwicklung der hochstehenden flämischen Agrarkultur.
Die Unterstützung der einfachen Leute im ganzen frankophonen Raum erwies sich als sehr effektiv, was wohl auch mit dem Einfluss der französischen Krone zu tun haben dürfte. Die Mahungen und Bitten des neuen Monarchen aus Chambord verliehen den Bemühungen zusätzliches Gewicht. Zudem gelang es dank der guten und engen Zusammenarbeit aller Regierungen, unerwünschte Nebeneffekte in den Grenzprovinzen zu reduzieren.
Die einvernehmliche Auflösung des Dänemarkvertrages stieß angesichts der Vergangenheit auf ein bemerkenswert ruhiges Echo. Offenbar sind auch viele Anhänger der französischen Partei bereit, diesen Abschluss der „zerissenen Jahre“ 1713/14 mitzutragen. Da es Luise I. gelungen ist, die Handelsvorrechte zu wahren, profitierten burgundische Kaufleute dieses Jahr sogar besonders stark vom Wiederaufschwung und konnten bei einigen Gütern des täglichen Bedarfs (besonders im baltischen Kornhandel) sogar der Hanse Paroli bieten.
Große Aufmerksamkeit fanden die Ende des Jahres offengelegten Ermittlungsergebnisse zu den Morden innerhalb der Dynastie. Gerade die nichtadligen Standesvetreter stellen sich den Umgang zwischen Mitgliedern der Herrscherfamilie offenbar vier harmonischer vor. Einige frankophone Adlige weisen zudem darauf hin, dass bairische Odensschwestern eindeutig eine Mitschuld an der Eskalation der Konflikte trügen.
Besonderheiten:
Burgund verfügt über zahlreiche technische Spielereien aus dem 16. Jh., die beeindruckende Effekte hervorrufen und gegenwärtig nicht mehr gebaut werden können. Wenn man sie mit 150000 S jährlich unterhält, stärken sie das Prestige des Hauses Burgund beträchtlich (seit 1704 fester Bestandteil der Burgunder Modewoche).
Die Genter Residenz ist zu mongolischer Zeit ungewöhnlich prachtvoll ausgebaut worden.
Die Kooperation von Ländern zur See gegen Piraten unter burgundischer Leitung und in der Nähe der Küsten des Landes ist zwischen 1703 und 1722 deutlich effektiver.
Herrschaftsgebiet: Entspricht ungefähr dem Besitzstand des Hauses Burgund um 1477
Vasallen: Erzbistum Trier, Bistum Utrecht, Bistum Verdun, Bistum Toul, Bistum Cambrai
Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 000 000 (leicht gesunken)
Regionen: Flandern-Brabant-Luxemburg, Hochburgund-Lothringen, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und der Eidgenossenschaft)
Hauptstadt: Dijon (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Gent (Residenz 6)
Wichtige Festungen: Amiens (1), Breda (1), Dinant (1), Luxemburg (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Großherzogin Luise I. (seit 1714, *1687),
1714 bestand eine zeitweilige Regentschaft ihrer drei jüngeren Schwestern Isabelle (1691), Johanna (1693) und Margarete (1696) bis zur Rückkehr der Monarchin aus Indien Ende des Jahres
Verstorbene Monarchen:
Herzog und Reichserzkämmerer Johann X. (1690-1712, *1661)
Herzog Karl XII. (1712-1714, *1684)
Herzog Robert III. (Januar 1714, *1698)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ständeversammlung zu Wirtschaft und Handel
1702: Konferenz zur Bekämpfung der Piraterie im Nordseeraum und im Kanal
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Eröffnung eines Modehauses mit Modewoche in Gent
1705: Gründung der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA), 1711 zunächst aufgelöst
1706: Feier der Genter Modewoche mit zahlreichen internationalen Gästen
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Gent, Antwerpen, Breda und Brügge
1708: Förderung des Uhrmacherhandwerks
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Ausarbeitung einer „Großen Hofordnung“ als Vorbild für Europa
1711: Diplomatische Initiative zur Verbesserung des burgundischen Rufes im Ausland
1712: Bau eines modernen Verladekrans für den Hafen von Antwerpen
1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden
1714: Einrichtung eines Chausseeamtes
1715: Feier zur Rangerhöhung und Krönung der Großherzogin Luise
1716: Förderung der Lebensmittelherstellung im Land
Besondere Gebäude:
1704: Genter Modehaus in der Residenzstadt Gent
Besondere technische Gerätschaften:
1712: Moderner Verladekran im Hafen von Antwerpen
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1709 Dauerhafte Handelsprivilegien der Stufe I im Königreich Dänemark
1710-1711: Handelsprivilegien der Stufe I im Kalifat von Cordoba
Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Königreich Frankreich, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)
Embargos:
Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln, mit deren Zerfall aufgehoben
Steuereinnahmen: 1 470 000 S
Tributeinnahmen: -
Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Nicht verwendete Mittel: -
Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S, davon 20 000 S zur Förderung der Mode und der Musik bei Hofe (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 250 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite I: 1 300 000 S zu 10% Zinsen aus der Schweizerischen Eidgenossenschaft, insgesamt also 1 4100 000 S
Fällige Kredite II: Zinsloser Zwangskredit über 4 800 000 S im Inland, davon sollen weiterhin jährlich jeweils 150 000 S zurückgezahlt werden.
Waffentragende Bevölkerung: 3,7 (effektiv 1,4) Minghan SR, 1,3 (effektiv 0,9) Minghan LR, 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter LI (leicht gesunken)
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II (1500 Mann)
Geschütze: -
Besondere Geschütze: Mitte 1704 vollständig aufgelöst und wissenschaftlich untersucht
Schiffe Anfang 1716: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II
Schiffe am Jahresende 1716: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II
Söldner: -
Im Feld stehende Einheiten:
2,3 Minghan SR, 0,4 Minghan LR und 0,3 Minghan LR (Vasallen) zur Banditenbekämpfung
Verluste 1716: -
-
Königreich Frankreich
Es ist gelungen, die Getreidebörse einzurichten und sie eng mit der Wechselbank und den internationalen Märkten zu verknüpfen, die in Paris ansässig sind. Dadurch ist es der Krone möglich, zusätzliche Ankäufe zu tätigen. Allerdings verzichtete man dafür auf eine mögliche Stärkung der Monarchie durch eine klarer herausgehobene Krönung mit dem Heiligen Öl. Viele Menschen sprechen aber dennoch von einem sehr verheißungsvollen Beginn der neuen Regierung.
Besonderheiten:
Die französische Krone erhält jährlich 250 000 S vom Haus Burgund und 300 000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.
Die Krone kann an der Getreidebörse verschiedene Grundnahrungsmittel zu besonders günstigen Großhandelspreisen erwerben.
Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
Zusätzlicher Vasall von Mitte 1705 bis Anfang 1713: Barbados
Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000
Regionen: Frankreich-Kronland, Zentralfrankreich (Vasallengebiete Mitte), Südfrankreich-Savoyen (Vasallengebiete Süd, zusammen mit der Eidgenossenschaft); Barbados ist der Region Karibik-Ost zugeordnet
Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Ludwig XI. (seit 1715, *1682)
Verstorbene Monarchen:
König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)
König Heinrich VIII. (1702-1715, *1649)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Gründung einer staatlichen Wechselbank in Paris
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Paris und im Umland der Stadt
1708: Einrichtung des „Corps des ingénieurs des ponts et chaussées“ (Chausseeamt)
1709: Vorbereitung und Aufbruch zweier Südamerikaexpeditionen
1710: Gründung einer Schule zur Lehrerbildung
1711: Entsendung von Vertretern zur Revision von Urteilen, symbolische persönliche Rechtsprechung des Königs in ausgewählten Fällen
1712: Gründung eines französischen Geheimdienstes
1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden
1714: Auswertung und Publikation der Ergebnisse beider Südamerikaexpeditionen
1715: Einführung eines südamerikanischen Marktes bei der Käse- und Warenmesse
1716: Gründung einer Getreidebörse bei der staatlichen Wechselbank
Besondere Institutionen:
Seit 1712: Geheimdienst in Paris, seit 1713 mit 10 000 S auf den Kanaren und mit 15 000 S in Italien aktiv, ab 1714 nur noch mit je 2 500 S in beiden Khanaten, 1715 eingestellt
Besondere Gebäude:
Seit 1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris
Seit 1716: Feste Gesandtschaft des Kaiserreichs China in Paris
Abgeschlossene Bauprojekte:
1708-1710: Mittlere Straße zwischen Paris und Beauvais über St. Denis und Chambly (75 Mongolische bzw. Königliche Französische Meilen)
Offene Bauprojekte:
1712-17XX Festung (1) der Markgrafschaft Saluzzo (411 000 S von 1 500 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Herzogtum Burgund, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)
Embargos:
Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln, Anfang 1714 aufgehoben
Steuereinnahmen: 1 270 000 S
Einnahmen aus den Lehen: 300 000 S (E) + 250 000 S (B) + 120 000 S (Südfrankreich)
Tributeinnahmen: -
Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 18 000 S
Gewinne des Mercure Galant: 24 000 S
Weitere Einnahmen: -
Einlagen der Wechselbank Paris: 120 000 S
Einlagen der Getreidebörse: 170 000 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 4 000 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 4 400 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 2,3 (effektiv 1,3) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,1) Minghan LR, 1,3 (effektiv 1,3) Regimenter LI (leicht erhöht)
Vasallenaufgebote (Süd- und Zentralfrankreich): 1,4 (effektiv 1,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit, 1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer, 1500 Mann)
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III, 0,7 Regimenter Belagerungsartillerie III, in Schonen stehen zudem 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III zur Unterstützung der dänischen Krone
Schiffe Anfang 1716:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 25*25 III, 1*25 II
Schiffe zum Jahresende 1716:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 25*25 III, 1*25 II
Neubauten:
Krone: -
Südfranzösische Vasallen: -
Schiffe Anfang 1717:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 25*25 III, 1*25 II
Söldner:
1,5 Minghan SR* (Paris) und 1,5 Minghan LR (Lüttich) zur Banditenbekämpfung im Inland, weitere 0,5 Minghan LR (Lüttich) wurden zur Unterstützung Dänemarks entsandt.
Im Feld stehende Einheiten: 1,0 Minghan SR zur Banditen- und Aufstandsbekämpfung
Verluste 1716: -
-
Königreich England
Die bereits vor über einem Jahrzehnt begonnene Vernetzung mit anderen Universitäten – zu dieser Zeit vorwiegend mit Nordamerika – wird durch die Idee des Königs neu belebt, so dass sich recht schnell erste Interessenten auf den Weg ins Großkhanat Shikawo und in mehrere europäische Länder machen. Dabei werden die Matrikelgebühren der englischen Fakultäten von der Krone übernommen und in einigen Fällen Stipendien bezahlt. Die 80000 S reichen dabei zunächst aus, sollten aber wohl künftig etwas erhöht werden, wenn dies möglich ist. Für die ebenfalls sehr schöne Idee, einen Wissenschaftspreis zu stiften, rät man aber zu einem eigenen Schwerpunkt und zu einem separaten Etat. Auch die Zusagen von Ämtern sollte vielleicht noch überdacht werden, zumal beide Universitäten nur je vier Fakultären beherbergen, was die Zahl der lebenden Preistäger auf acht begrenzen würde.
Wirtschaftlich erlebte das Land einen Aufschwung, was vorwiegend mit dem Dubliner Markt und dem wachsenden Amerikahandel zu tun hatte. Auch die Rechtskodifikation der Frondienste dürfte im Lauf des kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Besonderheiten:
Die englische Krone erhielt die Festlandsgebiete des Angevinischen Reiches von 1154/66 auf unbeschränkte Zeit für eine Gebühr von 300000 S übertragen. Die Einnahmen aus diesem Gebiet stehen allein in der Verfügungsgewalt des Königs, dem dort nur die Landstände der einzelnen Herzogtümer und Grafschaften gegenüberstehen.
Im englischen Landesteil besteht eine gesetzlich abgesicherte Machtteilung zwischen König und Parlament. Die Krone kann zum Schutz des Landes Aufgebote von Adligen und Bürgern des Inselreiches einberufen und erhält die Handgelder dazu zusätzlich zum Etat ausbezahlt. Für alle anderen Aufgaben hat er jeweils im Herbst ein Parlament einzuberufen, das den Haushalt der Krone für das kommende Jahr bewilligt.
Die Universitäten Cambrigde und Oxford wetteifern untereinander um wissenschaftliche Meriten, was die allgemeine Forschung des Landes erheblich verbessert.
Herrschaftsgebiet: England (E), Angevinisches Reich/Festlandsbesitz der Krone (A)
Vasallen: Wales, Region Dublin
Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 410 000 (E), 8 710 000 (A, leicht gesunken)
Regionen: Südengland, Mittelengland (ungefähr das Gebiet zwischen Cheltenham und dem Humber mit Wales), Nordengland, Normandie-Maine-Bretagne, Poitou-Auvergne-Gascogne; Dublin ist der Region Irland zugeordnet
Hauptstadt: London
Hauptresidenz: Caen (Residenz 1)
Wichtige Festungen: Carlisle (2), Rouen (3), Poitiers (1), Bordeaux (1), Limoges (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Eduard VII. (seit 1712, *1665)
Verstorbene Monarchen: König Eduard VI. (1668-1712, *1637)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ausarbeitung und Einführung eines Bildungsplanes für alle englischen Schulen
1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und Irland
1704: Wissenschaftliches Austauschprogramm mit Gelehrten aus dem Großkhanat Shikawo
1705: Einrichtung der Bank of England, zunächst ohne klaren Schwerpunkt, 1706 dann mit der Förderung des Außenhandels betraut.
1706: Wissenschaftliches Symposion beider Universitäten in London
1707: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft
1708: Gründung der „jüngeren“ Tafelrunde und eines Privy Council in Caen
1709: Einführung königlicher Intendanten (A)/ vom Parlament bestellter Friedensrichter (E)
1710: Rundreise Eduards VI. durch beide Landesteile
1711: Einrichtung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild zahlreicher Länder
1712: Einführung einer Kriegs- und Handelsflotte für das Gesamtreich
1713: Gleichzeitige Tagung der Landtage in Caen und des Parlaments in London
1714: Einrichtung eines neuen Markplatzes (Stufe 2) in Rouen
1715: Einführung einer gesamtbritischen Handelsmesse in Dublin
1716: Förderung des universitären Austauschs mit Europa und anderen Erdteilen
Besondere Gebäude:
1714: Marktplatz der Stufe 2 in Rouen
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Königreich Schottland (mit Vasallen)
Steuereinnahmen (A): 1 740 000 S
Bewilligte Mittel des Parlaments (E) für 1717: 850 000 S
Tributeinnahmen: -
Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände (beide Reichsteile): -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 529 100 S, davon wurden 75 000 S für Subventionen verwendet
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Einlagen der Bank of England: 1 600 000 S (davon 1 600 000 S verliehen)
Einlagen der Handwerkerbank: 1 200 000 S (davon 1 200 000 S verliehen)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 550 000 S, davon je 25 000 S für das Privy Council und die Tafelrunde (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Entrichtete Tribute: 120 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
Weitere feste Ausgaben: 300 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen, zudem 50 000 S jährlich für die Handelsvorrechte in Schottland
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite:
5 200 000 S aus der Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 5 720 000 S
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1716: 858 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 483), 450 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1717: 1158 Anteile (Irland: 225, Schottland 225, England 225, Handelskonsortien 483), 640 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.
Waffentragende Bevölkerung E: 2,5 (effektiv 2,5) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 6,6 (effektiv 6,6) Regimenter LI
Waffentragende Bevölkerung A: 6,1 (effektiv 6,1) Minghan SR, 1,4 (effektiv 1,4) Minghan LR, 2,7 (effektiv 2,7) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,9 (effektiv 0,9) Regimenter LI (davon 0,3 in Irland und 0,6 in Wales)
Geschützproduktion: Stufe III (2000 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (2000 Mann)
Geschütze: -
Schiffe Anfang 1716: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II
Schiffe am Jahresende 1716: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II II
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1717: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II
Söldner: 4,0 Minghan LR (Lüttich), gleichmäßig auf beide Reichshälften verteilt
Im Feld stehende Einheiten: -
Verluste 1716: -
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