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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1246
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    28. Oktober 1716: In Dagomys beginnt das Treffen der sechs Großkhane, die sich erstmals seit dem Kuriltai von 1697 wieder alle persönlich sehen. Dort war (noch unter Putraq V.) bereits die die Teilung des Reiches beschlossen worden. Der Gastgeber Yesun I. nimmt während der Gespräche eine Art informelle Leitung wahr, wie es heißt. Am zweiten Tag finden dann die Feierlichkeiten zum Putraqstag und eine Festmesse in der Grablege der meisten Großkhane – der Erzengelabteikirche des Kartäuserkonvents – statt.


    29. Oktober 1716: Auch in fast allen Ländern Europas mit Ausnahme der britischen Inseln, Brandenburgs und Dänemarks finden ungewöhnlich viele Feierlichkeiten zum Putraqstag statt. Man darf wohl annehmen, dass dabei die Dankbarkeit vieler Menschen eine große Rolle spielt, weil die Mongolen dazu betrugen, die Lebensmittelknappheit zu lindern.


    1. November 1716: Die Herbststürme erreichen nun auch die Nord- und Ostsee, so dass die sichere Seefahrt dort endet. Im Mittelmeerraum fährt man meist noch einige Wochen aus.

  2. #1247
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    2. November 1716: In den drei nordischen Königreichen wird eine Einladung König Radbods bekannt gemacht, die Wintersonnenwende im Kreis der Familie oder der Dorfgemeinschaft zu feiern. Der Monarch geht aber nicht direkt auf den Umgang mit den Feiern im Juni ein, welche in Schweden unterbunden worden sind.


    3.-30. November 1716: Die Kämpfe in der östlichen und zentralen Sahara flammen wieder mit großer Intensität auf. Dabei gelingt es den promongolischen Stämmen allmählich, ihr Gebiet wieder weitgehend zurückzugewinnen und sogar kleinere Vorstöße in einige der grenznahen feindlichen Oasen zu unternehmen. Dadurch können auch die Söldner der beiden verbündeten Großkhanate Melaka und Quito beachtliche Gebietsgewinne im Südwesten der Satrapie Mopti erzielen.


    17. November 1716: Nach den einzelnen Provinzversammlungen kommen die Vertreter verschiedener italienischer Zünfte nun in Como zusammen, um dort weiter über die Reformideen des Khans beraten zu können.

  3. #1248
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    25. November 1716: Kalif Ahmad von Cordoba segnet trotz aller Gebete und der Behandlung durch die besten Ärzte des Landes in den frühen Morgenstunden das Zeitliche. Zuletzt hatte sich sein Zustand verschlechtert, so dass stets eine seiner Frauen oder sein Halbbruder am Krankenlager wachte. Der junge Befehlshaber der Gläubigen entschlief dann in den Armen seiner ersten Ehefrau Sumeija, nachdem er seine Kinder gesegnet und die Regentschaft für den künftigen, 1713 geborenen Kalifen an seinen Halbbruder Omar übergeben hat. Noch am selben Tag wird Ahmad nach islamischer Sitte beigesetzt, und im ganzen Land beginnt eine mehrmonatige Staatstrauer. Omar bittet seine beiden Schwägerinnen Sumeija und Subh, ebenfalls als Regentinnen mitzuwirken.


    17. Dezember 1716: Auf Wunsch des Papstes kommt im Lateranpalast ein informeller Rat aus Äbten, Adligen, Freibauern, Kommunen und Mitarbeitern der Bank vom Heiligen Geist zusammen. Dabei sind die Äbte deutlich in der Überzahl, weil viele weltliche Vertreter aus den Marken und dem Norden des Landes die winterliche Reise nach Rom scheuen. Alle Gäste werden auch das Weihnachtsfest mit dem Heiligen Vater feiern dürfen.


    24.-25. Dezember 1716: Das Weihnachtsfest steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der guten Ernte und des Wiederaufschwungs. In Nordeuropa wird an einigen Orten von Familien und Dorfgemeinschaften manchmal zusätzlich die Wintersonnenwende gefeiert, die sich aber bislang nicht flächendeckend durchgesetzt hat. Viele Predigten europäischer Bischöfe sind von Zuversicht und Dankbarkeit geprägt, einige der Oberhirten kritisieren aber auch, dass Bauern und Handwerker zu wenig Geduld und Vertrauen aufgebracht hätten. Im Kalifat ist zudem der Tod des auch bei Christen sehr angesehenen Monarchen ein wichtiges Thema.

  4. #1249
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    1. Januar 1717: Eine Versammlung mehrerer hochrangiger Kalmar-Loyalisten in Kopenhagen sorgt für Überraschung in den nordischen Ländern, ohne dass zunächst bekannt wird, was unter der Leitung König Radbods besprochen worden ist.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Die beteiligten Personen erklären sich bereit, in ihrem Umfeld mit der Gründung von Logen zu beginnen. Die meisten Interessenten dürfte man erneut in Dänemark finden, doch auch aus Norwegen sind nicht wenige mächtige Persönlichkeiten erschienen. Die schwedische und isländische Beteiligung ist hingegen unterdurchschnittlich.



    2. Januar 1717: Der päpstliche Nuntius aus Sarai trifft in Dagomys ein, um sich in der Nähe aller sechs Großkhane aufhalten zu können. Wie erhofft erhält er Gelegenheit, sich einige Zeit mit den Herrschern der Teilreiche zu treffen, auch wenn deren Besprechungen nicht öffentlich sind.


    2. Januar 1717: Das Khanat Italien entsendet einige berittene Boten nach Katalonien und in den Süden Tirols. Sollten die südfranzösischen Vasallen die Männer nicht aufhalten, könnte bereits im Frühjahr eine Antwort aus Barcelona eintreffen. Für die Passage nach Korsika hat sich ein mutiger Fischer gemeldet, der bei günstigem Wind sein Boot gegen einen recht hohen Lohn zur Verfügung stellen wird.

  5. #1250
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    3. Januar 1717: Der päpstliche Nuntius auf Barbados versucht sich als Vermittler zwischen Adel und Bauern. Der Norden und die Mitte der Insel stehen gegenwärtig unter der recht stabilen Kontrolle ehemaliger Leibeigener, die das von ihnen in Besitz genommene Land nicht zurückgeben möchten. Erzbischof Athenagoras konnte die Bauernmilizen nicht für einen militärischen Schlag gegen die nördlichen Distrikte gewinnen. Dennoch haben die Verantwortlichen im Süden bereits mit dem Wiederaufbau des Hafens von Khansbruck begonnen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu stimulieren. Kritisch ist aber, dass bei diesem Wiederaufbau auch fronähnliche Leistungen eingefordert werden, ohne dass Athenagoras dies bislang verhinderte.


    4.-21. Januar 1717: In Shikawo findet erstmals die Übergabe der Homagiumsgelder aus den sechs Vasallenkhanaten an der nordamerikanischen Ostküste statt, die 1711/12 vereinbart worden sind. Zur selben Zeit treffen auch die Tributgesandtschaften aus Neu-Sarai und St. Ariuna ein. Die finanzielle Situation des mongolischen Teilreiches dürfte sich damit wieder deutlich verbessern. Auffällig ist, dass man auf die unterwürfige Form verzichtet, die bei europäischen Tributgesandtschaften bis 1624 üblich gewesen war. Patriarch Erasmus, in dessen Händen die Zeremonie wegen der Abwesenheit Tohtus V. liegt, begründet dies damit, dass es sich bei den Vasallen um Freunde und Verbündete handle. Allerdings bekommen auch die etwas später eintreffenden Gesandtschaften aus dem Khanat Musqueam und den Konföderierten Satrapien dieselbe Erleichterung gewährt.


    6. Januar 1717: Die schweizerische Eidgenossenschaft kündigt weitere Baumaßnahmen und den Beginn eines Münzaustauschprogramms nach dem Vorbild des Kalifats an. Zugleich soll stärker kontrolliert werden, ob in den Grenzräumen im Wert geminderte Münzen in den Bund eingeführt werden.

  6. #1251
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    7. Januar 1717: Auch die französische Krone schickt einige Meldereiter zu den Vasallen im Süden und in der Mitte des Landes. Saluzzo dürfte aber wohl erst mit der Schneeschmelze wieder erreichbar sein, sofern Italien die Männer nicht auf einer südlichen Wegstrecke passieren lässt.


    9. Januar 1717:
    In Mekka tritt der 57köpfige Scherifenrat zusammen, um über die Planung der Hadsch und die dafür nötigen Wiederaufbaumaßnahmen zu sprechen. Trotz der sehr disparaten Zusammensetzung scheint das Gremium konstruktiv zu arbeiten.


    15.-31. Januar 1717: Die zweite Januarhälfte ist ungewöhnlich warm, so dass mancherorts bereits die Schneeschmelze einsetzt. Besonders günstig entwickelt sich das Wetter in den Flusstälern von Rhein, Main und Neckar. Dies könnte nicht nur eine etwas frühere Aussaat einiger Feldfrüchte ermöglichen, sondern dürfte auch die wirtschaftliche Situation vieler Bürger verbessern, die in ihren Gärten Kleinvieh halten und Gemüse anbauen.

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