Ich habe nach mehreren Monaten Pause die letzten Tage mal wieder versucht, drei Partien zu spielen. Ein paar Updates finde ich ganz gut (die Triumphe und die verbesserten Regierungen) aber diese extreme Ermüdungserscheinung nach 290h ist leider dieselbe geblieben: Jede Partie fühlt sich für mich quasi komplett gleich an.
Die Antike macht noch einigermaßen Spaß aber bei der Erkundung kommt schon ein spürbarer Bruch, da eigentlich schon zu Beginn der Erkundung klar ist, ob ich die Runde gewinne oder nicht. Es gibt auf Gottheit ganz am Anfang ein paar kritische Situation aber wenn man die übersteht, ist der Rest eigentlich nur noch ein reinen Durchgeklicke. Wenn ich Krieg vermeiden kann (bei dem ich die KI auf Gottheit einfach nur lächerlich unfair finde; mehr als in allen anderen Bereichen), ist die KI ab der Erkundung eigentlich recht chancenlos. Meinen ersten Sieg auf Gottheit habe ich sogar mit dem zum damaligen Zeitpunkt noch angeblich chancenlosen Asoka errungen (bevor sie das Wachstum der Städte besser ausbalanciert hatten).
Spätestens in der Moderne ist wirklich jeder Spielspaß verschwunden, da ich im Grunde nur noch stundenlang von einer Stadt zur nächsten springe und der Reihe nach alle relevanten Gebäude baue. Es gibt auch überhaupt nichts mehr strategisch zu überlegen, wo ich jetzt bspw. welches Haus genau hin baue, da ja alle Bauplätze schon von früheren Zeitaltern belegt sind und ich das neue Wissenschaftsgebäude einfach über das alte baue. In der Antike muss man wenigstens noch puzzeln und überlegen, wo man idealerweise welches Gebäude platziert aber das hat sich ja wie gesagt mit der Erkundung eh erledigt. Krieg ist in der Moderne häufig rein optional; ich kann es tun oder auch lassen, je nachdem, welchen Sieg ich anstreben möchte.
Mittlerweile breche ich meine Partien meistens nach der Antike, spätestens aber nach der Erkundung ab, da es einfach langweilig wird. Das ist ein Problem, das ich so in Civ VI bspw. nicht hatte. Da haben die Runden mir bis zum Ende weiterhin Spaß gemacht. Es hat sich zwar hier gegen Ende auch grausam gezogen wie Kaugummi aber es hat sich zu keinem Zeitpunkt so unendlich monoton und langweilig angefühlt wie die Moderne in Civ VII.
Am liebsten spiele ich mit Ägypten und Hatschepsut. Wenn ich beim Start Glück habe und an einem langen schiffbaren Fluss in der Wüste starte, sind die Traditionen von Ägypten in Verbindung mit den Pyramiden und der Petra ein sehr starkes Paket. Da habe ich teilweise schon zu Beginn der Erkundung das Problem, dass ich gar keinen Platz mehr für weitere Wunder oder Gebäude habe, da alles schon voll mit älteren Wundern und Gebäuden ist. Ich schaffe es auch regelmäßig, dass ich schon gegen Mitte der Antike in meiner Hauptstadt keine Gebäude mehr bauen kann, weil alles Mögliche schon gebaut ist und neue Gebäude noch nicht erforscht wurden (Ägypten ist ausgesprochen schwach bei Wissenschaft).
Bei Civ VI steht meine Uhr bei knapp unter 1.000h, bei Civ VII komme ich nicht einmal auf 300h. Allerdings entwickelt sich das Spiel kontinuierlich in kleinen Schritten in die richtige Richtung. Ich werde mit jedem Update mal wieder reinschauen und sehen, ob es sich weiter verbessert hat.


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Dazu sind die Epochenwechsel halt auch eher un-fun. Da ist die Motivation einen Cut zu machen besonders groß.