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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1216
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    12. April 1716: Der hellenische Gesandte in Melaka bittet um ein Gespräch mit dem Vater des Großkhans, dem erfahrenen und einflussreichen Jagun Khan. Es handelt sich um ein offizielles Gespräch, das aber in dessen privaten Räumlichkeiten stattfindet, so dass man nicht befürchten muss, es werde sofort etwas bei Hofe weitergetragen.

    Nur für das Khanat Hellas

    Achtung Spoiler:
    Der Botschafter bemüht sich, Jagun die Ideen und Überlegungen des Khans weiterzugeben und erntet zumindest aufmerksames Interesse. Der Vater des Monarchen lässt sich natürlich nicht auf konkrete Zusagen ein, man nimmt aber an, dass er am ehesten imstande sein wird, seinen Sohn in die gewünschte Richtung zu lenken.



    14. April 1716: Die Gespräche in Kairo zwischen mehreren Vertretern der Berberstämme in der östlichen Sahara und dem Satrapen gehen weiter, nachdem die Zustimmung Yesuns I. (Dagomys) zu weiteren Zugeständnissen eingetroffen ist. Anders als im Nigerraum geht es aber anscheinend nur um eine Erhöhung des Tributs, nicht um Landforderungen.


    17.-21. April 1715: Das böhmische Frühjahrssymposion in Prag zur Landwirtschaft ist recht gut besucht, und auch wenn die meisten Gelehrten nur wenig zu dem Thema beizutagen haben, wirkt sich doch bereits das Gefühl, dass Khan und Regierung sich um die Menschen kümmern, sehr vorteilhaft auf die Ruhe im Land aus.

  2. #1217
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    18.-24. April 1715: Die Afrikanikí Agorá in Athen ist trotz der Krise im Heiligen Land und im Hedschas recht gut besucht. Man vermutet, dass die meisten Handelshäuser nicht riskieren wollen, ihre Marktanteile und Verbindungen einzubüßen und daher lieber kleinere Verluste in Kauf nehmen.


    21. April 1716:
    Die Krönung König Ludwigs XI. mit dem heiligen Öl in Reims wird wie bereits geplant mit einer großen Armenspeisung in mehreren Städten verbunden, an der sich auch die Grafschaften unter englischer und burgundischer Oberhoheit beteiligen. So wächst das Vertrauen des Volkes im ganzen Reich deutlich an, was Revolten in naher Zukunft äußerst unwahrscheinlich werden lässt. Zudem trafen in Marseille bereits erste Getreideschiffe aus Ägypten ein.


    22. April 1716: Südlich von Bagdad kommt es wohl in Kürze zur erwarteten großen Schlacht zwischen der arabisch-indischen und der mongolischen Streitmacht. Beide Seiten haben ihre Armeen inzwischen südlich von Bagdad vereinigt, wobei die Mongolen viele Kontingente im Jemen und in Ägypten beließen, weil sie dort einen Angriff indischer Hilfstruppen fürchteten. Dadurch ist die arabisch-indische Seite zahlenmäßig weniger klar im Nachteil als erwartet. Die Mongolen können insgesamt etwas mehr als acht Tumen Reiterei in Feld führen, die Inder und Araber (zusammen mit einigen Berberstämmen) knapp sieben Tumen, was als großer Erfolg für den Kalifen Ismael ibn Muhammad und seine Strategie gilt. Der Großkhan übernimmt das Kommando im Zentrum der Schlacht, wo man die Feldgeschütze und die SI-Aufgebote platziert hat, während Kronprinz Putraq mit seinem aus Melaka eingetroffenen ältesten Sohn Sartaq den linken, östlichen Flügel anführen soll. Dort werden die erfahrenen türkischen, zentralasiatischen und südrussischen Reiter kämpfen. Auf dem rechten Flügel stehen die etwas weniger kampfkräftigen syrischen, persischen, südosteuropäischen und ostrussischen Aufgebote unter dem Kommando des Satrapen Kütschüm Khan von Kotlas, weil dort viele Eliteverbände zum Schutz der jeweiligen Heimatsatrapien zurückgeblieben sind. Auf der Gegenseite sind die indischen Hilfstruppen aus sehr kampferprobten Söldnern und Geschützregimentern im Schlachtzentrum platziert, während die ortskundigen Araber den linken, westlichen, die Berberkontingente und Söldnerminghan hingegen den rechten Flügel bilden. Auf beiden Seiten dürften neben der Reiterei jeweils gut 40-45 Regimenter Fußtruppen und Geschützbesatzungen stehen, ebenfalls mit einem leichten numerischen Vorteil der mongolischen Seite. Es könnte also vor allem auf die Kavallerie ankommen.

  3. #1218
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    23. April 1716: Als die Pfalzgräfin den Rebellen über den Bischof von Speyer eine allgemeine Amnestie zusagt, zerstreuen sich die Aufgebote relativ schnell, so dass Anfang Mai überall wieder Ruhe einkehrt. Offenbar wagten es die Anführer der Bauernhaufen nicht, dieses Zugeständnis durch ein Insistieren auf den Verzicht von Frondiensten zu riskieren.


    23.-24. April 1716: Die beiden mächtigen Armeen bei Bagdad stehen sich bislang noch stark gerüstet gegenüber, ohne sofort zum Angriff zu schreiten. Mehrere europäische Kaufleute nutzen diese Chance, um sich in eines der Lager zu begeben und Geschäfte zu tätigen.


    24.-30. April 1716: Die Aussaat profitiert in diesem Jahr von Wärme und äußerst ergiebigen Regenfällen, so dass man auf ein gutes Pflanzenwachstum hoffen darf.

  4. #1219
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    25. April 1716: Südlich des Satrapensitzes Bagdad entbrennt die bislang größte Schlacht des Jahrhunderts, als es arabischen Plänklern gelingt, die mongolische Reiterei zu einem Angriff zu verleiten. Beide Heerführer suchen die Entscheidung auf ihrem linken Flügel, wobei die Araber zunächst Kamelreiterei einsetzen, um die feindlichen Pferde zu verwirren. Die zwei mongolischen Flanken halten jedoch stand, so dass der Kampf nun voll entbrennt. Im Osten gerät das aus indischen Söldnerminghan und Berbern bestehende Kontingent schnell unter Druck und beginnt zurückzuweichen. Im Westen halten die Streitkräfte des Kotlas Khan der arabischen Attacke hingegen lange stand und greifen sogar immer wieder selbst an. Daher entscheidet sich Kalif Ismael ibn Muhammad, der den linken Flügel seiner Armee selbst in die Schlacht führt, die Reserve aus indischer Söldnerreiterei heranzuführen, um schneller voranzukommen. Dies erweist sich im Rückblick als schlachtentscheidender Fehler, da die östliche Flanke seines Heeres nun auf keine weitere Unterstützung hoffen darf und der mit großer Wucht vorandrängenden mongolischen Reiterei schließlich nicht mehr widerstehen kann. Am Nachmittag wenden sich die Berber und einige Söldner schließlich zur Flucht, ohne dass die übrige Armee zu reagieren vermag. Dadurch gelingt es dem östlichen mongolischen Flügel unter dem Kommando von Kronprinz Putraq, das Schlachtzentrum des Feindes von der Seite aus anzugreifen, was auch dort zum Zusammenbruch der Ordnung führt. Zuletzt gerät dann die arabische Reiterei zwischen die Fronten, als die mongolische Reserve aus verschiedenen Richtungen herangeführt wird. Hier sind die Verluste an Gefangenen und Gefallenen unter der Reiterei am höchsten, weil die mongolischen Verbände ihnen nun konsequent den Rückzug verwehren. Nur der Kalif selbst gelangt mit einer sehr kleinen Begleitschar durch die Linien nach Süden. Das vorwiegend aus indischen Söldnern und Geschützmannschaften bestehende Zentrum gerät fast vollständig in Gefangenschaft.


    25. April 1716: Auf Gran Canaria können die Ermittler erste Ergebnisse zum Tod des früheren Erzbischofs veröffentlichen. Demnach wurde der Oberhirte wohl wirklich zu einer Kranken in die Hafengegend gerufen, die er allerdings schon gekannt haben soll (was vielleicht auch die aufkommenden Gerüchte erklärt). Man hat auch einen kleinen Jungen aufgespürt, der diese Nachricht überbracht haben soll, die ihm anscheinend nicht verdächtig erschien. Da sich der Erzbischof während der Dämmerung auf den Weg machte, bleibt aber zunächst unklar, wie es zu seiner Entkleidung und Ermordung gekommen sein könnte. Er hatte wegen der Eile anscheinend keine Begleiter, zumal die Zahl der Geistlichen auf der Insel sehr gering ist.


    25. April 1716: In den westlichen Kantonen der Eidgenossenschaft beginnen die Prozesse gegen mögliche Teilnehmer an den Brotunruhen des Winters. Der Bundesamman hat in einem Schreiben recht strenge Strafen wie die Zwangsarbeit gefordert, aber gedrängt, möglichst auf die Todesstrafe zu verzichten.

  5. #1220
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    26.-27. April 1716: Kalif Ismael ibn Muhammad versucht auf seiner Flucht nach Süden, einige Reiterverbände zu sammeln, um eine neue Front aufbauen zu können.


    26.-30. April 1716: Nach dem vollständigen Sieg der mongolischen Seite zeigt sich, dass die Armee des Großkhans noch immer über eine beachtliche Qualität und sehr hohe Disziplin verfügt. Es gelingt Yesun I., ein Verbot zur Plünderung des Schlachtfeldes durchzusetzen, damit so viele gegnerische Reiter wie möglich gefangen genommen werden können. So möchte der Monarch vermutlich den weiteren Krieg verkürzen und vielleicht auch eine Vorstellung darüber gewinnen, wie sich die feindliche Streitmacht zusammensetze und womit sie finanziert und versorgt wurde. Erst nach dem Abschluss dieser Kampagne und dem feierlichen Begräbnis der Gefallenen beider Seiten gibt er die Walstatt für eine nach traditionellem Recht geordneten Plünderung frei. Die türkischen, zentralasiatischen und südrussischen Reiter werden derweil unter dem Kommando des Kronprinzen in die vom Feind besetzten syrischen und libanesischen Gebiete geschickt, um sie so schnell wie möglich zurückzuerobern.


    27. April 1716: Auch im Piemont beginnen erste Prozesse gegen die Rebellen. Hier hat sich der Khan nicht zu den erhofften oder erwarteten Urteilen geäußert, doch vor Ort scheint recht viel Verständnis für Brotunruhen zu herrschen, so dass man eher milde Strafen zu erwarten hat.

  6. #1221
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    1.-22. Mai 1716: Als die Nachricht über den Sieg vor Bagdad im Heiligen Land, im Libanon und in Syrien eintrifft, kommt es in vielen Städten zu Aufständen loyalistischer Handwerker und Bürger. Da die Araber fast alle Truppen in die Schlacht geführt haben, sind dort fast nur noch von den Mongolen übergelaufene Anhänger des Kalifen vor Ort, deren Kampfkraft als gering eingeschätzt wird. So gelingt es bis Anfang Mai, fast die ganze Küstenregion und alle besetzten syrischen Gebiete zurückzuerobern, zumal die Muwahhidun häufig die Flucht in den Süden antreten, um sich im Hedschas neu zu sammeln. Bis zur Monatsmitte fallen mit dem Eintreffen der mongolischen Armee dann auch die übrigen eroberten Gebiete wieder an den Großkhan. Jerusalem selbst wird von Kronprinz Putraq an der Spitze einer religiös gemischten Streitmacht (zu der auch sein Sohn Sartaq gehört) am 12. Mai ohne einen Schwertstreich besetzt.


    1.-31. Mai 1716: Eine kleine Kriegsflotte unter der Flagge des Kalifen beginnt damit, Schiffe aus Europa, China und den mongolischen Teilreichen im Roten Meer aufzubringen. Nur die indischen Handelssegler bleiben zunächst unbehelligt. Dadurch ist die Handelsverbindung nach Indien, China, Südostasien und Ostafrika für einige Wochen unterbrochen, bis die Flotte des Großkhanats Melaka die Ordnung wiederherstellen kann.


    2.-22. Mai 1716: In den ersten drei Maiwochen gelingt es verschiedenen Rebellengruppen, die restlichen Plantagen auf Barbados zu befreien. Da es dabei immer wieder zu Morden an früheren Besitzern und ihren Familien kommt, flieht der Adel größtenteils nach Khansbruck.

  7. #1222
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    4. Mai 1716: Der neue römisch-deutsche Kaiser Manas I. trifft sich mit dem Bischof von Worms, um über dessen Beschwerden gegen die Minderung seiner Ehre und derjenigen seines Domkapitels zu sprechen. Zunächst dringen keine weiteren Informationen darüber nach außen.

    Nur für das Khanat Baiern

    Achtung Spoiler:
    Der Bischof ist der Ansicht, dass Pfalzgraf Balduin seligen Angedenkens und seine Tochter Anna ihn und seine Domherren beschämt hätten, indem sie ihnen eine Klage vor einem zuständigen Gericht, also in der Hauptstadt Heidelberg, abverlangten. Ein gerechter Herrscher müsse alles tun, um die Würde des Klerus und des Adels zu schützen.



    6. Mai 1716: Ein Angriff der verschiedenen Rebellengruppen auf Khansbruck schlägt unter hohen Verlusten fehl. Offenbar gelingt es dem Adel anders als auf dem Land noch, seine zahlenmäßige Unterlegenheit durch Erfahrung und bessere Organisation wettzumachen. Allerdings dürfte es auf Dauer schwer werden, die Stadt ohne einen guten Hafen unter Kontrolle zu behalten.


    10. Mai 1716: Im Nordseeraum dürfte die Hungerkrise mittlerweile endgültig überwunden sein, nachdem ein Pfund Getreide oder eine Stiege Fisch in Hamburg und Bremen etwas günstiger sind als in der benachbarten Markgrafschaft Brandenburg. Auch in Irland und England fallen die Preise nun gelegentlich leicht unter das schottische Niveau. Man darf davon ausgehen, dass die Marktgesetze nun wieder wirken werden und Eingriffe von Beamten und Adeligen kaum mehr zu erwarten sind. Europa hat die Krise also ohne bedeutende Rückschläge überwunden.

  8. #1223
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    12. Mai 1716: Die melakianischen Unterhändler in Mopti brechen die Gespräche mit den aus der westlichen Sahara stammenden Berbergesandten ab und beenden auch die kostenlose Übergabe von Gold an die „Stämme der Kahina“. Man nimmt an, dass der Krieg damit in wenigen Tagen erneut aufflammen wird. Das Großkhanat Quito ist offenbar bereit, dem südasiatischen Teilreich in dieser Frage die Führerschaft zu überlassen.


    14.-31. Mai 1716: Gesandte des merinidischen Kalifen ziehen erneut durch die westliche Sahara, um mit den Berberstämmen über weitere Solddienste zu sprechen.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die Berberstämme gehen angesichts des bevorstehenden Krieges gegen zwei mongolische Teile nicht davon aus, dass weitere Solddienste möglich sein werden. Vielmehr dürften die bislang im Dienst des Kalifen stehenden Minghan von ihren Stämmen zum Jahreswechsel zurückgerufen werden, um sich am gemeinsamen Kampf um das Gold Burés zu beteiligen.



    16.-22. Mai 1716: Großkhan Yesun I. (Dagomys) hält eine mehrtägige Botschafterkonferenz in Bagdad ab, um die übrigen Teilreiche auf eine gemeinsame Politik einzuschwören und die Konflikte zwischen Melaka, Quito und Debul auszuräumen. Sein militärischer Erfolg dürfte dieses Ansinnen deutlich erleichtern, da die Sieghaftigkeit eines Großkhans noch immer große Bedeutung für sein Ansehen beim Reichsadel der meisten Regionen hat.

  9. #1224
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    17. Mai 1716: In Lübeck findet eine Sitzung des Hansetages zur Timokratie in den Städten statt. Hansebürgermeister Baur hofft offenbar, die Räte mit einem dem Bund ähnlichen Systen zusammenzustellen und so die kommunalen Finanzen sanieren zu können.


    21. Mai 1716:
    Die Satrapie Ägypten und die freien Berber der östlichen Sahara einigen sich auf eine deutliche Erhöhung der jährlichen „Subsidien“, die sogar rückwirkend ab 1715 in Kraft treten soll. Damit ist auch ein Eingreifen mehrerer Tausend Kämpfer in den Krieg am Niger verbunden, so dass die beiden unter Druck geratenen Großkhanate Melaka und Quito bald auf zusätzliche Unterstützung erfahrener und teilweise ortskundiger Reiterminghan bei ihren Gefechten hoffen dürfen.


    22. Mai 1716: Die Botschafterkonferenz in Bagdad kommt überein, ein Treffen aller sechs Großkhane für den Herbst anzusetzen. Offenbar hatten die Herrscher einiger Teilreiche diesen Vorschlag bereits vor einigen Monaten gemacht, um ein allmähliches Auseinanderbrechen der mongolischen Welt zu vermeiden.

  10. #1225
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    24. Mai 1716: Der päpstliche Nuntius auf Barbados vermittelt einen Waffenstillstand der Kriegsparteien. Anfang Juni sollen dann Kurur Khan und Erzbischof Athenagoras in der so schwer getroffenen Hauptstadt Khansbruck zusammenkommen, um einen Kompromiss auszuarbeiten.


    27. Mai 1716: Yesun Khan (Dagomys) beginnt damit, erste Reiterminghan für ihre Verdienste auszuzeichnen und sie dann nach Hause zu entlassen. Er soll damit ein Versprechen an den Adel verschiedener Satrapien erfüllen, das er ihnen angeblich vor der Schlacht von Bagdad leistete. Zudem soll die prekäre Sicherheitslage in einigen Regionen auf diese Weise rasch wieder verbessert werden.


    31. Mai 1716:
    Angesichts der Piraterie am Roten Meer landen melakianische Streitkräfte bei Dschidda an und beginnen damit, Hafen und Stadt zu besetzen. Da die wenigen Verteidiger völlig überrascht sind und größtenteils aus ortsfremden LI-Söldnern bestehen, kommt es dabei kaum zu Gegenwehr, so dass die Monglen mehrere Schiffe festsetzen können. Als Haupterfolg gilt aber, dass den Piraten nun ihr wichtigster Versorgungshafen fehlt.

  11. #1226
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    1.-30. Juni 1716: Im Westen beginnt eine große Rundreise des päpstlichen Nuntius durch die verschiedenen Regionen Spaniens. Auf päpstliche Anordnung soll er vor allem in Lissabon und Valencia Station machen und die dortigen Bauprojekte in Augenschein nehmen.


    1.-30. Juni 1716: Aus verschiedenen Ländern Europas und auch aus anderen Teilen der Welt treffen Glückwünsche in Dagomys ein. Viele von ihnen beziehen sich vor allem auf den nun wieder gesicherten Schutz der Heiligen Stätten, andere stellen das Geschehen vor Bagdad stärker in einen historischen Rahmen. So spricht der westfälische Khan in seinem Brief davon, dass Yesun und Putraq ihr Heer selbst angeführt hätten, wie es die Tradition Dschingis Khans und seiner Nachfolger verlange.


    1.-30. Juni 1716: Erste Rückmeldungen von Fronaufsehern, Beamten und Adligen deuten auf ein sehr gutes Wachstum der Pflanzen hin. Der Juni ist insgesamt eher mäßig warm, aber sehr regenreich.

  12. #1227
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    2. Juni 1716: Mit der Ankündigung König Radbods, die Zölle wieder auf ein gewohntes Maß zu senken, ist der Getreidehandel auch im Ostseeraum wieder angelaufen. Die sehr günstige geographische Lage Dänemarks hatte diese Maßnahme offenbar unerwartet effektiv werden lassen, so dass die Preise in Kopenhagen teilweise deutlich unter denen in Lübeck, Hamburg und den westfälischen Handelsstädten lagen.


    4. Juni 1716: Der frisch gekrönte Kaiser Manas I. trifft westlich von Würzburg wieder im Khanat Baiern ein, wo das Volk ihn begeistert in Empfang nimmt. Die Krönung ging zum Glück mit dem allmählichen Ende der Teuerung einher, was von der Bevölkerung als verheißungsvolles Zeichen gewertet wird.


    7. Juni 1716: Der „Rat der Kahina“, ein Gremium der meisten mächtigen Stammesscheichs im westlichen Sahararaum, erklärt den mongolischen Großkhanaten offiziell den Krieg und ruft alle freien Länder dazu auf, mit ihnen in den Kampf zu ziehen, das Joch der einstigen Weltenherrscher endlich abzuschütteln. Erste Kämpfe am Niger wurden bereits in den ersten Junitagen gemeldet.

  13. #1228
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    14. Juni 1716: Bei einem Dankgottesdienst feiert Papst Laurentius den Sieg der Mongolen im Heiligen Land und die Befreiung Jerusalems, verzichtet aber auf antiislamische Ausfälle oder einen Hinweis auf die Kreuzzüge. Die Kurienkardinäle sind an diesem Tag vollzählig in der Lateranbasilika versammelt, was auf die hohe Bedeutung des Sieges verweist. Immerhin dürfte Jerusalem damit wieder ein sicherer Ort für Pilger aus aller Welt sein. Der Papst bemühte sich ja bereits vor Jahren um zusätzlichen Schutz durch die Zisterzienser.


    16. Juni 1716: Kalif Ismael ibn Muhammad und der führende Muwahhidun-Rechtsgelehrte ʿAbd al-Wahhāb ibn Sulaymān kommen in Mekka überein, die Verteidigung Arabiens mit zwei verschiedenen Armeen zu organisieren. Man vermutet, dass die Konflikte zwischen beiden Männern zuletzt kaum mehr überbrückt werden konnten, zumal Ismael auf ein Kompromissangebot an die Mongolen drängte. Der Kalif soll mit einer Reiterarmee die Oasen Zentralarabiens, der Mufti hingegen den Hedschas schützen.


    17. Juni 1716: Kronprinz Putraq von Dagomys nimmt mit einer vorwiegend persischen und zentralasiatischen Streitmacht Medina ein, verzichtet aber darauf, die Stadt des Propheten persönlich zu betreten. Offiziell kommandiert er eine Reitereinheit, die im Landesinneren den Flankenschutz der Eroberer sicherstellt, aber man darf wohl davon ausgehen, dass es hauptsächlich um die Sorge vor einer zusätzlichen Radikalisierung der Muslime ging. Dazu passt auch, dass die im Hedschas operierende Armee aus Regionen stammt, in denen der Islam das Bekenntnis der überwiegenden Mehrheit von Adel und Volk darstellt. Da es als unschicklich gilt, die religiöse Gesinnung eines mongolischen Adeligen zu erfragen, kann damit am einfachsten eine muslimisch geprägte Armee aufgeboten werden.

  14. #1229
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    20.-24. Juni 1716: Aus fast allen Städten und Dörfern in Dänemark und Schonen werden große regionale Sonnenwendfeiern gemeldet. Offenbar ist es König Radbod gelungen, diesen Brauch wieder überall zu verbreiten. In Schweden werden diese Feiern von den örtlichen Adligen hingegen häufig untersagt, wobei man meist den Schutz vor einem Übergreifen der Flammen auf Wald, Flur und Dörfer als Begründung heranzieht. In Norwegen feiern hingegen einzelne Dörfer mit.


    22. Juni 1716: Im Sommerpalast des Kalifen bei Grenada kommt es zu einem ersten Treffen von Prinzessin Amara und dem algerischen Hochadligen Karim von Boufarik. Beide sollen nach dem Willen des Befehlshabers der Gläubigen und der Familie Karims bald eine Ehe eingehen und dadurch die Bindung zwischen Nordafrika und den Meriniden festigen.


    25. Juni 1716: Der westfälische Khan gibt bei einem Bankett zu verstehen, dass der neue Kaiser ihn nicht zuletzt wegen seiner wirtschaftlichen Sachkenntnis mit einem neuen Amt ausgezeichnet habe. Viele Adlige und Bürger verstehen den Wink und bemühen sich, diese Rangerhöhung im Land bekannt zu machen und gebührend herauszustellen. Es fehlt dem Khanat aber an einer Zeitung, wie es sie in Baiern, Frankreich oder der Hanse gibt. Daher bleibt die Verbreitung ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

  15. #1230
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    30. Juni 1716: Ein irisches Handelsschiff trifft in Ad-Dakhla an der westafrikanischen Küste ein und nimmt eine große Goldladung auf, die vermutlich von den freien Berbern stammt. Man nimmt an, dass die Kaufleute so das Monopol des Kalifats zu umgehen versuchen.


    30. Juni 1716: Eine Vorausabteilung der mongolischen Hedschasarmee besetzt das praktisch unverteidigte Mekka und nimmt dabei den Mufti ʿAbd al-Wahhāb ibn Sulaymān gefangen. Er schien auf ein Wunder Gottes zu hoffen, das ihn und die heiligste Stadt des Islam vor Putraq und seiner „Armee der Ungläubigen“ retten würde. Der mongolische Kronprinz rückt auch in diesem Fall nicht selbst auf den Wallfahrtsort vor, sondern überlässt es frommen Muslimen aus Persien, Zentralasien und einigen Inseln des Malaiischen Archipels (die aus Dschidda in Richtung Mekka vorstießen), die Kaaba und die übrigen Stätten der Hadsch zu befreien. Die neue Kiswa stammt aus Buchara wird von mehreren anerkannten Asketen und Gelehrten aus verschiedenen Teilen der islamischen Welt um den heiligen Stein gelegt. Die Ordnung der Hadsch und der städtischen Institutionen soll nun einem Gremium übertragen werden, dessen Mitglieder ebenfalls aus allen islamisch geprägten Ländern und Provinzen zwischen Spanien und den Inseln Südostasiens entstammen und die verschiedenen Rechtstraditionen abbilden.


    4. Juli 1716: Am Festtag des Heiligen Ulrich besucht der päpstliche Nuntius das im Vorjahr neu gegründete Deutschordenshospital in Stockholm und verweist dabei auf das Vorbild dieses großen Augsburger Bischofs und Diözesanpatrons als Kämpfer für den Glauben, Beschützer seiner Herde und Mann des Gebets.

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