Königreich Frankreich
Der neue Marktteil wurde eingerichtet und konnte dank der guten Seeverbindungen und der bereits seit zwölf Jahren bestehenden Botschaft zahlreiche südamerikanische Handelsgüter anbieten. In diesem schwierigen Jahr blieb die Nachfrage aber leider begrenzt. Die neue gesamtbritische Warenmesse dürfte ebenfalls einen negativen Einfluss ausgeübt haben.
Hauptthema in diesem Jahr war aber natürlich der Tod König Heinrichs VIII. und der damit vollzogene Übergang der Krone auf eine andere kapetingische Seitenlinie. Zudem gehört Frankreich zu den Ländern mit einer besonders kritischen Nahrungsmittelsituation.
Besonderheiten:
Die französische Krone erhält jährlich 250 000 S vom Haus Burgund und 300 000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.
Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
Zusätzlicher Vasall von Mitte 1705 bis Anfang 1713: Barbados
Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000
Regionen: Frankreich-Kronland, Zentralfrankreich (Vasallengebiete Mitte), Südfrankreich-Savoyen (Vasallengebiete Süd, zusammen mit der Eidgenossenschaft); Barbados ist der Region Karibik-Ost zugeordnet
Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Ludwig XI. (seit 1715, *1682)
Verstorbene Monarchen:
König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)
König Heinrich VIII. (1702-1715, *1649)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Gründung einer staatlichen Wechselbank in Paris
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Paris und im Umland der Stadt
1708: Einrichtung des „Corps des ingénieurs des ponts et chaussées“ (Chausseeamt)
1709: Vorbereitung und Aufbruch zweier Südamerikaexpeditionen
1710: Gründung einer Schule zur Lehrerbildung
1711: Entsendung von Vertretern zur Revision von Urteilen, symbolische persönliche Rechtsprechung des Königs in ausgewählten Fällen
1712: Gründung eines französischen Geheimdienstes
1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden
1714: Auswertung und Publikation der Ergebnisse beider Südamerikaexpeditionen
1715: Einführung eines südamerikanischen Marktes bei der Käse- und Warenmesse
Besondere Institutionen:
Besondere Gebäude:
1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris
Abgeschlossene Bauprojekte:
1708-1710: Mittlere Straße zwischen Paris und Beauvais über St. Denis und Chambly (75 Mongolische bzw. Königliche Französische Meilen)
Offene Bauprojekte:
1712-17XX Festung (1) der Markgrafschaft Saluzzo (411 000 S von 1 500 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Herzogtum Burgund, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)
Embargos:
Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln, Anfang 1714 aufgehoben
Steuereinnahmen: 1 040 000 S
Einnahmen aus den Lehen: 300 000 S (E) + 250 000 S (B) + 120 000 S (Südfrankreich)
Tributeinnahmen: -
Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 47 600 S
Gewinne des Mercure Galant: 31 000 S
Weitere Einnahmen: -
Einlagen der Wechselbank Paris: 120 000 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 3 600 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 3 960 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 2,3 (effektiv 2,3) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,1) Minghan LR, 1,3 (effektiv 1,3) Regimenter LI (leicht erhöht)
Vasallenaufgebote (Süd- und Zentralfrankreich): 1,4 (effektiv 1,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit, 1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer, 1500 Mann)
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III und 0,7 Regimenter Belagerungsartillerie III, zu Jahresbeginn kamen zudem 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III (aus Italien erworben) hinzu. Diese wurden in Schonen stationiert.
Schiffe Anfang 1715:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
Schiffe zum Jahresende 1715:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
Neubauten:
Krone: -
Südfranzösische Vasallen: 10*25 III
Schiffe Anfang 1716:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 25*25 III, 1*25 II
Söldner:
1,5 Minghan SR* (Paris), 1,0 Minghan LR (Lüttich), jeweils zur Banditenbekämpfung eingesetzt
Im Feld stehende Einheiten:
1,0 Regimenter LI (Krone) und 1,0 Regimenter LI (südfranzösische Vasallen); davon standen zu Jahresbeginn 0,3 Regimenter in Lübeck, 1,7 Regimenter LI waren noch in Antwerpen; alle Truppen wurden Anfang 1715 mit einer Handgeldzahlung demobilisiert
Verluste 1715: -