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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1201
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    17. Februar 1716: Pfalzgräfin Anna, deren Land neben Hessen am stärksten von Unruhen erschüttert wird, ruft erneut verschiedene Ständevertreter zusammen. Auch einige aus anderen Gründen bereits anwesende Kaufleute aus den rebellierenden Regionen sind eingeladen.

    Nur für die Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Achtung Spoiler:

    Die Kaufleute aus den betroffenen Gebieten raten sehr dazu, das baldige Eintreffen großer Hilfslieferungen anzukündigen, sofern das irgendwie der Realität entspricht. Es handelt sich in den meisten Fällen eindeutig um Selbsthilfe, da man auf dem Land den Eindruck gewann, die wenigen verbliebenen Nahrungsmittel auch noch zu verlieren und anders als die Bauern in Westfalen und Burgund auch nicht auf staatliche Hilfe vertrauen zu können. Die Stände scheinen Anna aber voll und ganz als Pfalzgräfin zu akzeptieren, da ihre Schwester selbst entschieden hatte, aus der Thronfolge auszuscheiden.



    18. Februar 1716: In Brandenburg beginnen Beamte des Markgrafen und örtliche Adlige mit der Öffnung der Kornspeicher, so dass man den Brotpreis auf einem erstaunlich niedrigen Niveau halten kann. Zugleich werden – zum Teil mit Hilfe der Bauern und Handwerker – größere Ankäufe von auswärtigen Kaufleuten verhindert. In Schleswig kommt es sogar mehrmals zu einer regelrechten Vertreibung hanseatischer Händler aus den Dörfern.


    19. Februar 1716: Als es ohne größere Gefahr durch Eisschollen möglich ist, lassen die bei Duisburg stationierten Ordensritter erste Kähne zu Wasser, um den „kaiserlichen Fisch“ zu seinem Bestimmungsort zu fahren. Eine bairische Ordensschwester bringt außerdem das kaiserliche Siegel an, um etwaige Verzögerungen durch Zollbeamte oder das Mannheimer Stapelrecht abzuwenden. Die schweizerischen Vorräte befinden sich noch in den Lagern und sollen direkt danach verschickt werden.

  2. #1202
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    20. Februar 1716: Die Tiroler Stände verhängen ein vollständiges Exportverbot für Getreide, Milch und Fleisch, bis sich die Situation verbessert hat. In einem Brief an den Kaiser und die übrigen Landesherren bitten sie um Verständnis für diese aus der Not geborene Maßnahme. Einige Tage später schließen sich dem dann auch die österreichischen Herzogtümer und die ungarischen Vasallen in Kärnten und der Steiermark an. Offenbar hatten sich dort auch die ungarische Thronfolgerin Zizy, ihr aus der Region stammender Mann und der ebenfalls dort anwesende italienische Kronprinz Jalpa für diese Maßnahme ausgesprochen.


    20.-26. Februar 1716: In der Südpfalz und in Hessen kommt es zu ersten Gefechten zwischen den Rebellen und Truppen der jeweiligen Landesherren, nachdem die Plünderungen sich auf weitere Gebiete ausweiteten. Offenbar bemühen sich beide Länder noch immer, eine echte Eskalation zu verhindern, die Aufstandsgebiete aber zumindest einzudämmen. Auch in den fränkischen Vasallengebieten Hessens haben sich die Unruhen ausgeweitet.


    21. Februar 1716: Ein Meldereiter des Kalifen trifft auf einem Fischerboot in Cádiz ein, wo er ein Gespräch mit dem Gouverneur erbittet, das ihm noch am selben Abend gewährt wird.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Der Gouverneur hat bislang noch nichts von indischen Truppen in Arabien gehört, wird diese Information aber nach Palermo und Dagomys weitergeben und auch den Rat des Kalifen zur Kriegspropaganda hinzufügen.

  3. #1203
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    22. Februar 1716: Papst Laurentius nimmt wie im Vorjahr am Fest der Kathedra Petri eine Ehrung der Spender für den Petersdom in Rom vor. Rückmeldungen der Legaten ergeben aber eine gewisse Spendenmüdigkeit in Europa, nachdem sich der Heilige Stuhl selbst vor allen Dingen auf die Universität konzentriert hatte. Nur aus Italien und dem Khanat Hellas gehen weiterhin in nennenswertem Umfang Geldmittel ein.


    22. Februar 1716: Die Markgrafschaft Brandenburg beginnt mit der kostenlosen Abgabe von Getreide ans Khanat Böhmen. Obwohl die Menge begrenzt bleibt, dürfte diese Geste ihre Wirkung nicht verfehlen und den dortigen Brotpreis stabilisieren.


    22. Februar 1716: Im Mittelmeerraum und an der Ostsee beginnt die sichere Seefahrt. Die Satrapie Kairo fertigt daraufhin sofort einige Getreideschiffe ab, die in mehrere Häfen des westlichen und südlichen Europa entsandt werden sollen. Offenbar möchte Tenzin Khan rasch Hilfe leisten, ohne eine unkontrollierbare Dynamik zuzulassen.

  4. #1204
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    27. Februar 1716: Eine starke Armee der arabischen Muwahhidun erobert die syrische Stadt Homs, deren Befestigungsanlagen sich als veraltet und zu schwach bemannt erweisen. Eine der Niederlage entronnene Reiterabteilung berichtet aber auch, dass die Araber Geschütze zum Einsatz gebracht hätten.


    28. Februar 1716: Im Süden der Pfalzgrafschaft bei Rhein kommt es zu einer ersten größeren Schlacht zwischen den Rebellen und der Söldnerarmee des Landes. Dabei gelingt den Bauern mit Unterstützung einiger Handwerker die Besetzung der Rheinbrücken, was ihnen eine gewisse Kontrolle über den Flusshandel ermöglichen könnte.


    29. Februar 1716:
    Das Großherzogtum Burgund meldet die glückliche Geburt einer Tochter von Großherzogin Luise I. und gibt bekannt, dass auch die Mutter und Monarchin wohlauf sei. Aus zahlreichen Ländern Europas treffen in den Tagen, Wochen und Monaten darauf Glückwünsche ein. Das Land scheint also einiges Ansehen zurückgewonnen zu haben, das nach der Verwicklung in die Mordtaten vor den Kanaren verloren gegangen war.

  5. #1205
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    1.-31. März 1716: In weiten Teilen Europas lassen die Getreidepreise allmählich nach, als aus Ägypten Getreide in vielen Häfen eintrifft und der „kaiserliche Fisch“ im Süden des Heiligen Römischen Reich verteilt werden kann. Erste Bauernhaufen laufen daraufhin auseinander oder verkleinern sich sehr deutlich. In der Eidgenossenschaft sorgt auch das Eintreffen zusätzlicher Söldner für Sicherheit. Aus Turin und mehreren Landstädten des Piemont werden allerdings Plünderungen von Getreidetransporten gemeldet. Dennoch dürfte mittlerweile die schwierigste Phase überstanden sein.


    2. März 1716:
    Auf den Kanaren kommt es zu einem rästelhaften Todesfall: Der Inselbischof Stefan von Viterbo, dem enge Kontakte nach Rom und Galicien nachgesagt werden, wird unbekleidet und mit zahlreichen Stichverletzungen in der Nähe des Hafenviertels von Las Palmas de Gran Canaria aufgefunden. Nach einer Mitteilung des Bistums ist der Oberhirte nachts zu einem Kranken gerufen und auf dem Weg (wohl von Räubern oder Aufrührern) ermordet worden. Es gibt aber auch Gerüchte, wonach er eine Geliebte aus dem Umfeld ehemaliger Mitglieder des Rosa Schwans aufgesucht haben soll.


    2.-31. März 1716: Auf dem arabischen Kriegsschauplatz werden in mehreren Gefechten ganz offen indische Streitkräfte auf Seiten der Rebellen eingesetzt. Angeblich handelt es sich um staatliche Solddienste indischer Fürstentümer nach italienischem Vorbild. Es gilt einerseits als Überraschung, dass radikale Hindus und Muslime eng zusammenarbeiten, andererseits dürfte sich die Herausforderung für das Großkhanat Dagomys dadurch weiter vergrößern. Damit könnten sich auch für die Föderation von Induru neue Optionen ergeben.

  6. #1206
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    4. März 1716: Mit Hilfe von Agenten des Balduinsbundes und des örtlichen Klerus ist es der pfalzgräflichen Diplomatie endlich gelungen, einen direkten Gesprächskanal zu den Rebellen bei Speyer zu öffnen, um eine möglichst friedliche Lösung des Aufstandes auszuhandeln.


    7. März 1716: Ein Aufstandsversuch der Leinenweber in Bologna wird von der Stadtgarde in wenigen Stunden unterdrückt. Die übrigen Zünfte und der Klerus erwiesen sich dabei als unbeirrbar loyal, so dass die Rebellen vollständig isoliert blieben.


    9. März 1716: Als das Wetter auch im Nordseeraum und im Atlantik zunehmend besser wird, beginnen die irischen Kaufleute mit Unterstützung staatlicher Amtsträger ihre zweite große Handelsfahrt. Diesmal wird es in den Indischen Ozean gehen, so dass einige Kriegsschiffe zumindest bis zur Nilmündung als Eskorte mitsegeln können.

  7. #1207
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    10. März 1716: In Debul beginnen angeblich diplomatische Gespräche zwischen den vor Ort präsenten mongolischen Botschaftern und den Gesandten der Föderation von Induru.


    11.-31. März 1716: Auf Wunsch des Großkhans Yesun I. werden in Damaskus, Bagdad, Täbris und den übrigen bedeutenden Städten des Nahen Ostens Gottesdienste aller dort präsenten Religionsgemeinschaften zur Aufrechterhaltung der mongolischen Friedensordnung gefeiert. Dabei gehen die loyalen Amtsträger, Rabbiner, Imame und Priester besonders auf den Wert der Freiheit des Glaubens unter der milden Herrschaft der Großkhane ein. Einige als radikal geltende christliche und altmongolische Amtsträger wurden aber offenbar von den jeweils zuständigen Autoritäten auf längere Pilgerreisen geschickt. Man vermutet, dass Yesun und Kronprinz Putraq verzweifelt bemüht sind, jeden Anklang an einen Religionskrieg zwischen Muslimen und anderen Bekenntnissen unter allen Umständen zu vermeiden.


    13. März 1716: Auf Barbados eskaliert der Konflikt zwischem dem örtlichen Adel und den Anhängern von Erzbischof Athenagoras, nachdem die einberufenen Milizionäre sich mit Zustimmung des Letzteren weigerten, entflohene Leibeigene zurückzuführen. Während Aufgebote der Edelleute sich in der Umgebung von Khansbruck sammeln, schließen sich zahlreiche Leibeigene aus dem Osten und Norden der Insel dem Erzbischof an. Dieser hat zudem Zugriff auf die recht hohen päpstlichen Mittel, was ihm die Finanzierung der bald als „Freiheitspartei“ bezeichneten Gruppen erlaubt.

  8. #1208
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    14. März 1716: Der um mehrere führende Bischöfe und Landadlige erweiterte französische Kronrat tritt in Chambord zusammen, um dem neuen König Rede und Antwort zu stehen, offene Fragen zu klären und die bevorstehende Krönung zu besprechen.


    15.-17. März 1716: Die päpstlichen Nuntien auf den Kanaren und in Sarai treffen sich mit den jeweiligen Autoritäten vor Ort, um über verschiedene Themen zu beraten.

    Nur für den Heiligen Stuhl

    Achtung Spoiler:
    Der Patriarch von Sarai verspricht, das erneute Hilfsangebot an den Großkhan zu übermitteln und bietet auch an, konkretere Vorschläge weiterzugeben, falls es sie geben sollte. Auf den Kanaren versprechen die Regierungsmitglieder, den Mord untersuchen zu lassen. Es sei allerdings nicht leicht, Todesfälle im Hafenviertel aufzuklären, wenn sich keine Zeugen melden sollten.



    17.-25. März 1716: Die Handwerkermesse im Kalifat findet in diesem Jahr zu einem frühen Zeitpunkt statt, da man angesichts der vielen anwesenden fremden Kaufleuten hofft, gute Geschäfte mit Gebrauchswaren für die kommende Handelssaison machen zu können.

  9. #1209
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    22. März 1716: Die Detusche Hanse meldet den Tod ihres ehemaligen Oberhauptes Olof Scholten, das den Bund zehn Jahre lang gelenkt hatte. Er soll in Hamburg im Kreis seiner Familie beigesetzt werden.


    24. März 1716: Auf Wunsch des Hochkönigs tritt in Limerick der irische Föderationstag zusammen.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Die wirtschaftliche Situation ist weiterhin zufriedenstellend, wenn auch Nantucket etwas an Glanz verloren hat, nachdem einige Handelssegler in Nordamerika nun andere Routen zu nehmen scheinen. Auch die Sicherheit in dieser Region hat offenbar etwas abgenommen, allerdings noch nicht in besorgniserregendem Maße. Im Hinblick auf die Brotpreise raten mehrere Äbte und Könige dazu, im Lauf der nächsten beiden Monate etwa 50000 S an Almoseniers der größeren Klöster in Stadt und Land auszuzahlen.



    26. März 1716: In Cordoba findet wie bereits zum Jahreswechsel geplant ein großes Treffen des Kalifen mit den Vertretern mehrerer Handelsgilden statt, zu dem angeblich auch einige Vertreter der großen Händlerfamilien aus den Vasallengebieten geladen worden sind.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die genaue Wirkung des Goldhandelsmonopols auf konkrete Gruppen lässt sich nicht immer klar bestimmen. Nach den bisherigen Erfahrungen nimmt man an, dass besonders irische, berberische und in geringerem Maße wohl auch hellenische, südfranzösische, galicische, italienische und mongolisch-nordafrikanische Händler davon profitieren würden. Dazu müsste man natürlich noch die spanischen Kaufleute aus dem Kalifat selbst nennen. Zu besonders ertragreichen Zielen einer Handelsfahrt lässt sich so früh im Jahr leider kaum etwas Belastbares sagen. Man müsste vermutlich abwarten, wie sich die politische Lage weiter entwickeln wird.

  10. #1210
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    28. März 1716: Nach ersten Gesprächen von Stadtvertretern, Provinzdelegierten und einem Beamten des Königs beruhigt sich die Situation in Turin ein wenig. Die Rebellen bleiben zwar zunächst unter Waffen, aber ein großzügiges Amnestieangebot und die Aussicht auf eine in Kürze bevorstehende Besserung der Situation scheint zu wirken.


    28. März 1716: In Kairo treffen Gesandte der westlichen Berberstämme ein, um über eine Neuregelung der jährlichen „Geldgeschenke“ zu sprechen. Man nimmt an, dass sie ihre Chance nutzen wollen, eine Erhöhung dieser Tribute durchzusetzen, solange die Satrapie militärisch in Arabien gebunden ist. Tenzin Khan ist offenbar verhandlungsbereit, weist aber auch auf die finanziellen Schwierigkeiten aufgrund des Krieges und das Interesse der Berber an Gütern aus dem Mongolischen Reich hin.


    28. März 1716: Eine größere Reiterabteilung des Großkhanats Dagomys besiegt die noch vor Homs stehende arabische Schwadron und schließt die Stadt ein. Es ist aber zunächst unklar, ob es zu einer echten Belagerung kommen wird.

  11. #1211
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    29. März 1716: Auch in der Pfalz finden erste Gespräche zwischen den Rebellen und der Regierung Annas I. statt, die aber zunächst noch keine Entspannung bringen. Offenbar wurden sogar einige kaiserliche Transporte aufgehalten und konfisziert.

    Nur für die Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Achtung Spoiler:
    Die Verhandlungsdelegation der Rebellen weist die Forderungen nach einer Rückkehr auf die Felder und eine Auslieferung der Anführer zurück. Wenn die Pfalzgräfin mit einem Entzug der kaiserlichen Vorräte drohe, müsse man sie sogar daran erinnern, dass man selbst durchaus über Druckmittel verfüge und den Transport dieser Güter über den Rhein behindern könne. Aufgrund der Belastungen des einfachen Volkes müsse die Regierung für zwei Jahre (1716-1717 auf Gebrauchsgütersteuern und Frondienste im ganzen Land verzichten und eine vollständige Amnestie für die Revolte erlassen. Erst nach Unterzeichnung eines solchen Gesetzes werde man die Festung räumen und auf die Felder oder in die Werkstätten zurückkehren.



    31. März 1716: Herzog Konrad V. nimmt sich auf seiner Rückreise nach Urach einige Tage Zeit, um in Münsingen mit den Ständevertretern zu beraten. Schwaben bleibt anders als zwei seiner Nachbarländer weiterhin überraschend ruhig, was durchaus mit der Nähe zusammenhängen könnte, die der Monarch zuletzt symbolisch pflegte.


    31. März 1716: Einige Tage vor Beginn des Sommersemesters erfolgt die feierliche Eröffnung der neuen päpstlichen Universität mit einem Gottesdienst, mehreren Symposien und einer kostenlosen Getreideverteilung. Die Räume werden dabei vom Heiligen Vater persönlich gesegnet. Später ist überdies der Druck einer Festschrift geplant. Die Stadt nimmt trotz wirtschaftlicher Sorgen regen Anteil an den Feierlichkeiten.

  12. #1212
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    2. April 1716: Die Botschafter der Großkhanate Melaka, Dagomys und Debul stimmen einem sofortigen Rückzug aller Teilreiche aus dem Gebiet der Föderation von Induru zu. Damit wird die ganze Küste zwischen den zwischen den Flüssen Savitri und Vashishti wieder unter fester Herrschaft der indischen Fürsten stehen. Zugleich stimmen alle Verhandlungspartner formell darin überein, dass die Großkhanate und die Föderation nicht im Krieg gegeneinander stehen.


    2.-5. April 1716: Die Kämpfe auf Barbados weiten sich aus, als beide Seiten versuchen, Hafen und Oberstadt von Khansbruck unter ihre Kontrolle zu bringen. Da die Adelsaufgebote sich in den Gefechten zunächst durchsetzen können, verlassen die Anhänger des Erzbischofs in der Nacht zum 5. April schließlich die Inselhauptstadt. Dabei geraten aus zunächst ungeklärtem Grund mehrere Häuser am Pier in Brand, der sich rasch ausbreitet und bis zum Morgen das gesamte Hafenviertel zerstört. Dies dürfte für die „Freiheitspartei“ ein großer Vorteil sein, weil Hilfskräfte der Zheng nun für längere Zeit nicht mehr dort anlanden können.


    2.-6. April 1716: Nach einem großzügigen Amnestieangebot des Landgrafen beruhigt sich in Hessen die Situation recht schnell. Bei Frankfurt kommt es allerdings zu Gefechten mit einer radikalen Bauern- und Handwerkergruppe, die vom Söldnerminghan des Landes gemeinsam mit den bereits eingetroffenen SR*-Kontingenten des Kaisers militärisch zerstreut werden muss.

  13. #1213
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    3.-22. April 1716: Auch im Piemont und im Westen der Eidgenossenschaft beruhigt sich die Situation zunehmend, als die Nahrungsmittelpreise allmählich etwas nachgeben und es den Adligen und Klerikern vor Ort gelingt, den Menschen neue Hoffnung zuzusprechen. Damit dürften die Bauern und Handwerker bei Speyer die letzte große aufrührerische Gruppe in Europa sein. Selbst diese Rebellen sagen jedoch auf Drängen des örtlichen Bischofs zu, Lebensmitteltransporte des Kaisers über den Rhein künftig unangefochten passieren zu lassen.


    4. April 1715: In Melaka soll es zu einem heftigen Streit Batus V. mit den Botschaftern der übrigen Teilreiche gekommen sein. Besonders der Gesandte Quitos sah sich angeblich mit den Vorwürfen des aufbrausenden Monarchen konfrontiert, der dem Vernehmen nach die Befürchtung geäußert haben soll, dass man die finanzielle Kraft seines Landes ausbeute, im diplomatischen Verkehr mit den Europäern, Amerikanern und Afrikanern jedoch fast alle Forderungen akzeptiere, und seien sie noch so unverfroren.

    Nur für das Khanat Hellas

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    Die Kontaktleute des Kronprinzen in der Stadt berichten, dass Batu V. es strikt ablehnen soll, den Berbern ohne Gegenleistung Gold aus Buré zu übergeben. Auch über den von Cihan Khan für die verpfändeten Edelsteinminen in den Anden ausghandelten Kompromiss soll er äußerst verärgert gewesen sein, die Regelung aber letztlich akzeptiert haben, da man die Bergleute kaum mit ähnlich erfahrenen Männern ersetzen könnte, sollte man sie für ihren Aufruhr schwer bestrafen. Zuletzt hatte man ihm auch noch abverlangt, einem Rückzug aus dem besetzten Gebiet in Indien zuzustimmen und die Föderation von Induru dazu mit ihren angeblichen Solddiensten davonkommen zu lassen, ohne zurückzuschlagen. Sollte der melakianische Großkhan das Bündnis der Teilreiche in seinem Zorn aufkündigen, wäre besonders Dagomys in einer kritischen Situation, da es Quito und Negübeihafen dann deutlich stärker aus eigenen Mitteln finanziell unterstützen müsste.



    4.-14. April 1716: Nach mehreren Monaten des Kleinkrieges sammeln sich die Streitkräfte des arabischen Kalifats und seiner indischen Verbündeten einerseits und die mongolische Armee andererseits allmählich im Süden Mesopotamiens. Angeblich hat Kalif Ismael ibn Muhammad angesichts der Anwesenheit zahlreicher Hilfstruppen und der zunehmenden Nahrungsmittelknappheit den Wächterrat davon zu überzeugen vermocht, dass nun ein Angriff auf Bagdad erfolgversprechend und zugleich unerlässlich sei.

  14. #1214
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    6. April 1715: Der ägyptische Satrap stimmt in seinen Verhandlungen mit den „östlichen“ Berberstämmen einer Pause zu, um beiden Seiten eine Rücksprache mit der jeweiligen Heimat zu ermöglichen. Besonders Kairo benötigt sicherlich das Einverständnis aus Dagomys, damit Tenzin Khan höhere finanzielle Zusagen machen kann.


    6. April 1715: Die Kaiserkrönung in Mainz wird wegen der allgemeinen Teuerung mit einem eher geringen Aufwand gefeiert, um freiwerdende Mittel zur Senkung der Brotpreise nutzen zu können. Dennoch handelt es sich um ein sehr schönes Fest, das Mut auf eine Besserung der Situation verspricht. Manas I. kündigt nach der Krönung an, dass einige Reichsfürsten Ämter übernehmen werden, um das Reich noch besser regieren zu können. Sie sollen auf diplomatischem Wege bekannt gegeben werden.


    7. April 1715: Der bereits sehr angesehene Komponist Johann Sebastian Bach tritt in den Dienst des Genter Hofes, wo die Musik seit längerer Zeit in besonderer Weise gefördert wird. Man schreibt diesen Erfolg einerseits der langjährigen Arbeit des früheren Herzogs Johann zu, vergisst aber auch nicht, die Bemühungen Luises um Rangerhöhung und eine Steigerung des burgundischen Ansehens in Europa zu erwähnen.

  15. #1215
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    8. April 1715: Der irische Föderationsrat tritt zusammen und kann dem Hochkönig zu Beginn mitteilen, dass die Mittel zur Stabilisierung des Brotpreises bereits eingesetzt worden sind.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Die Situation im Heiligen Land ist in groben Zügen bekannt und findet bei den Iren auch viel Aufmerksamkeit. Falls eine vom Heiligen Stuhl geführte Expeditionsarmee sich dorthin auf den Weg machen sollte, darf der Hochkönig nach Meinung der Fürsten und Äbte so viele Truppen zusagen, wie nötig sein sollten. Militärisch sinnvoll könnten besonders Söldner, Schiffe oder auch die mächtigen modernen Festungsgeschütze sein, über welche die Föderation verfügt.



    8. April 1715: Die burgundische Großherzogin Luise trifft mit verschiedenen Vertretern der Stände zusammen, um ein erstes Meinungsbild zu wirtschaftlichen Fragen einzuholen.

    Nur für das Großherzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:
    Die Ständevertreter halten es nicht für eine sinnvolle Idee, Handelsprivilegien zur Stärkung eines „Wiederaufbaus“ zu vergeben – einmal ganz davon abgesehen, dass man im Fall der Pfalz nicht über ein kriegszerstörtes Land redet. Falls man konkrete Hilfe leisten wolle und dafür gerechte Gründe anführen könne, sei eine finanzielle Unterstützung oder auch eine Entsendung von Hilfstruppen weitaus nützlicher. Man darf aber wohl annehmen, dass die kaiserliche Armee ausreichen sollte, um den Bauernhaufen bei Speyer zu besiegen.



    9. April 1716: Bischof Aribert von Speyer trifft in Heidelberg ein, um der Pfalzgräfin über die Gespräche mit den Bauern vor Ort zu berichten und Vorschläge zur Beilegung der Krise zu machen.

    Nur für die Pfalzgrafschaft bei Rhein

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    Der Bischof berichtet, dass die Bauern vor Ort viel Solidarität erfahren, gerade auch aus dem Klerus und den städtischen Mittel- und Unterschichten, manchmal sogar von arrivierten Handwerksmeistern. Daher rät er eher zu einer allgemeinen Amnestie, um die Unruhe zu dämpfen. Falls die Pfalzgräfin es sich vorstellen kann, wäre vielleicht auch ein Verzicht auf Fronleistungen wenigstens für das laufende Jahr denkbar. Bislang seien die Forderungen des Bauernhaufens noch keine grundsätzliche Gefahr für die gottgewollte Ordnung, und auch die Abschaffung der Leibeigenschaft werde anders als vor einem Jahrzehnt noch nicht verlangt. Es könne daher vielleicht sinnvoll sein, die Sache rasch zu beenden, bevor daraus wieder größere Aufstände in Europa erwüchsen.

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