Naja, fließt meine Nahrung irgendwohin ab oder ist die Krise hausgemacht? Alsodie Ernte so schlecht? Kann ich irgendwas tun oder nicht?
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
Die Ernte ist schlecht, was die Preise steigen lässt. Im Augenblick herrscht noch keine Hungersnot, aber die Teuerung fiel weit stärker aus, als es ohne das Eingreifen verschiedener Staatsoberhäupter geschehen wäre. Im Augenblick fließt aus der Pfalz mehr Getreide ab, als man importiert. Die Fischeinfuhr kann das gegenwärtig nicht auffangen, da sie deutlich zurückgegangen ist. Ein Exportverbot wäre natürlich möglich, ebenso eine Nahrungsmittelsubvention. Man weiß aber nicht, ob das eine neue Spirale von Gegenmaßnahmen auslösen würde.
- Der Lastenkran könnte als Schwerpunkt immer noch Sinn machen, um die Lebensmittelimporte und das Stapelrecht zu nutzen, @Jon? Wäre halt billig und würde mit der generellen Förderung des Flussverkehrs im Vorjahr synergieren. Ansonsten hätte ich der Errichtung eines landwirtschaftlichen Mustergutes vorgezogen, das den Startschuss für den Bildungsaustausch geben könnte und später den Weinanbau speziell.
- Balduins Beerdigung wird wohl kein eigener Schwerpunkt, gibt grad Dringenderes zu tun.
- Krönung wird aufgrund der Hungerkrise etwas bescheidener ausfallen, als die letzte, oder wenn als Schwerpunkt Beerdigung und Krönung zusammenfallen. Ich dachte aber daran, auf der Feier Geschenke auszutauschen, die man dann immer noch für den Lebensmitteleinkauf veräußern könnte, um ein Zeichen zu setzen.
Nur Jon:
Achtung Spoiler:
27. Oktober 1715: Die Mannheimer Stadtverwaltung zwingt zwei große Getreideschiffe auf dem Rhein zum Anlegen, nachdem diese das Stapelrecht missachtet hatten. Die Preise im Umland der Stadt geben daraufhin deutlich nach. Das Stapelrecht könnte sich für die Stadt dieses Jahr als besonders nutzbringend erweisen, sobald wieder mehr Nahrungsmittel auf dem Rhein nach Süden gebracht werden.
Das Stapelrecht scheint ja mein großes Glück zu sein, gerade weil der Rhein benötigt wird, um Lebensmittel in den Süden zu transportieren. Damit meine Leute nicht hungern werde ich mich aus dem Stapelrecht versorgen müssen. Gibt es da noch Nachbesserungsbedarf? Also, mehr Patroullien oder so? Falls ja, folgender Plan:
- Der Pfalzgraf lädt vertrauenswürdige Kaufmannshäuser ein, sammelt für einen gemeinsamen Fonds und versorgt sie bei Bedarf mit staatlichen Mitteln (ggf. mit Krediten im neuen Jahr), damit sie gezielt vom Stapelrecht Gebrauch machen, um die Lagerhäuser wieder mit Nahrung zu füllen und die Hungerkrise abzuwenden. Also, keine Brandenburgaktion, wo die Pfalz sich auf Kosten ihrer Nachbarn satt frisst, sondern einfach, um auf einen Stand zu kommen, mit dem alle über den Winter kommen, wobei vorausgesetzt ist, dass man auch in der Pfalz den Gürtel enger schnallen muss und nicht auf Kosten der Nachbarn im Überfluss lebt.
- Die sollen sich aber auch darum kümmern, dass überschüssige Waren sinnvoll verteilt und nicht einfach an den Meistbietenden verhökert werden. Hier kann man ja die Auslandskontakte, die Uni und den Balduinsbund nutzen, um einen Überblick zu gewinnen. Überschüssige Nahrung soll den Weg dorthin finden, wo sie gebraucht wird. Damit sollen die Nachwirkungen der Subventionen, die die Handdelsströme verzerren, gebremst werden.
Hierzu können auch gerne unabhängige Hofbeamte oder Experten von der Universität Lagerbestände, Rechnungen etc. prüfen, um zu vermeiden, dass die Kaufleute mehr Nahrung für die Pfalz horten, als nötig, aber ich hoffe eigentlich, Missbrauch bereits dadurch zu begrenzen, dass der Pfalzgraf selbst die Kaufleute auswählt, die an dieser Aktion beteiligt werden. Es geht hier ja auch um einen patriotischen Dienst für Heimat und Lehensherr und die Kaufleute können zwar aus dieser Krise Gewinn schlagen, haben dann aber auch mit dem vollen Zorn des Pfalzgrafen zu rechnen anstatt mit seiner Dankbarkeit, die stehen ja mit Rang und Namen dafür ein, dass sie die ihnen anvertraute Mission guten Gewissens erledigen, und sie würden ja trotzdem noch Gewinn machen, bei der Nachfrage, die es bei Getreide gibt, nur halt nicht so hohe, wie sie könnten.
Kannst du den Plan so nachvollziehen und wäre der sinnvoll umsetzbar? Wäre das nach außen hin überhaupt auf den Pfalzgrafen zurückzuverfolgen und wenn ja, auch so darzustellen, wie es angedacht ist? Also, als Rettungsmaßnahme für seine Untertanen und Verteilungsmaßnahme fürs Reich und nicht als Missbrauch des Stapel rechts und Selbstbereicherung? Oder hasst mich das halbe Reich dann grundlos?
Geändert von Lao- Tse (24. Mai 2026 um 18:20 Uhr)
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
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"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
Aber ich kann ja Mannheimer Händler anweisen, mehr einzukaufen und dafür ggf. mit Geld versorgen? Es geht ja nur darum, wer die Partner sind, die Geld bekommen und dafür meinen Vorgaben entsprechend handeln.
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
So, Entwurf der Abgabe, Spoiler wieder nur zur Übersichtlichkeit:
Achtung Spoiler:
Zitat von Jon Snow
Pfalzgrafschaft bei Rhein
Die Investitionen in die Zoll- und Hafenverwaltung am Rhein erweisen sich als besonders effektiv, weil man noch stärker als Hessen von einem einzelnen Fluss abhängt und diesen nunmehr besser für die Staatskasse nutzen kann. Dies sollte in den nächsten Jahren zu steigenden Einnahmen aus dem Handel führen.
Die Bemühungen des Pfalzgrafen, das kleine Land zu einer „Handelsdrehscheibe“ zu machen, werden allgemein anerkannt. Dabei nutzt die zusätzliche Präsenz in Frankfurt und Paris, in diesem Jahr aber anscheinend sogar noch stärker der intensive Privilegienaustausch mit mehreren Nachbarstaaten. Die Stapelrechte könnten aber an Bedeutung verlieren, wenn Deutschland und Westeuropa immer stärker in konkurrierende Handelsblöcke aufgeteilt werden, wie es gegenwärtig möglich erscheint. Die Teilnehmer am Handelssymposion vertreten überdies eher die Position, dass das freie Spiel der Käfte vorteilhafter sei.
Das Korrespondentennetzwerk kann seine Verluste etwas reduzieren, als es im Lauf des Jahres mit dem Verkauf von Handelsinformationen beginnt. Auch Klatschgeschichten werden an die pfälzischen Zeitungen und den französischen Mercure verkauft, wobei mehrfach der kaiserliche Schutzbrief als Türöffner wirkt. Man vermutet, dass in einigen Jahren sogar Gewinne möglich wären. Besonders gegenüber Hessen und Westfalen kann man dank des Vorkaufsrechtes zudem Vorteile erzielen, während die Hanseaten mit ihrer eigenen Zeitung weniger stark auf die Pfalz angewiesen sind.
In Burgund wurde Balduin I. freundlich empfangen. Besonders die kaisertreue Fraktion war von seiner Anwesenheit erfreut, doch auch die „Königstreuen“ halten ihn offenbar für einen gerechten und verlässlichen Mann, der nichts mit den Morden zu tun hat.
Kritischer entwickelten sich leider die Brotpreise, die um den Jahreswechsel herum gerade in den Handelsstädten ein europaweit nur selten übertroffenes Niveau erreicht haben und es einfachen Leuten bereits im Januar erschweren dürften, sich ausreichend zu versorgen.
Besonderheiten:
Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.
Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
Vasallen: Erzbistum Mainz
Ungefähre Bevölkerungszahl: 850 000 (leicht gesunken)
Regionen: Heidelberg-Mannheim, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit der Eidgenossenschaft, Schwaben und Burgund)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim
1706: Einführung eines pfalzgräflichen Korrespondentennetzwerks unter kaiserlichem Schutz
1707: Rundreise des Pfalzgrafen durch die ländlichen Regionen
1708: Gründung einer Landwirtschaftsbank
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft nach englischem und westfälischem Vorbild
1711: Ritterkasse zur Unterstützung von Adelsgeschlechtern, die in Not geraten sind
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
1713: Organisation eines Bierfestes auf dem Gut der Heidelberger Adelsfamilie Wolfhausen
1714: Förderung verschiedener Zeitungen im Land
1715: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der Rheinhäfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und Zollbehörden
Abgeschlossene Bauprojekte:
Ende 1707: Mittlere Straße zwischen Heidelberg und Mannheim (20 Mongolische Meilen/ 300 000 S)
Ende 1712: Mittlere Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken (131 Mongolische Meilen/ 1 965 000 S)
Offene Bauprojekte: -
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon reicht die pfälzische Teilstrecke von Mainz bis Haidach (175 Meilen/ 175 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
Seit 1711: Einseitige Privilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 770 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 3 000 S
Einnahmen des Postdienstes: 112 000 S
Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: keine
Rücklagen der Ritternothilfe: 6 000 S
Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 430 000 S (davon 380 000 S verliehen)
Einlagen der pfalzgräflichen Landwirtschaftsbank: 430 000 S (davon 430 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
Verluste des Korrespondentennetzwerks: 42 000 S
Jährliche Kosten des Postdienstes: 175 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 11 000 S
Fällige Kredite: 1 275 000 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 1 402 500 S
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann, 1710 um 500 Mann erhöht)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
Schiffe: -
Söldner:
1,0 Minghan LR (Lüttich)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1715: -
Pfalzgrafschaft bei Rhein
Schwerpunkt: Bau eines modernen Ladekrans für den Hafen von Mannheim
Ähnlich wie Burgund vor wenigen Jahren in Antwerpen, will nun auch die Pfalzgrafschaft- ergänzend zu den Maßnahmen zur Förderung des Flussverkehrs im Vorjahr- in Mannheim einen modernen Verladekran aufstellen, um effektiver vom Stapelrecht Gebrauch zu machen. Da im kommenden Jahr größere Lebensmittellieferungen durch die Hanse und Italien erwartet werden, hofft man, dass er sich selbst in dieser angespannten Situation bereits bewähren wird.
Kostenpunkt: 50 000 S.
Nebenaktionen
- Die Kaiserkrönung in Mainz wird (dem Hungerjahr angemessen, mit etwas bescheideneren Mitteln als beim letzten mal) unterstützt. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen daher auch öffentliche Tafeln und Armenspeisungen, Geschenke unter Würdenträgern können ausgetauscht, diese jedoch auch direkt veräußert werden, um Lebensmittel für die Untergebenen zu finanzieren, der Pfalzgraf würde hier mit gutem Beispiel vorangehen (kann man sich heuer von der Organisation her vielleicht ein Bisschen wie eine Spendengala vorstellen, wo sich jeder Gast von seiner besten Seite zeigt, aber Wohltätigkeit im Vordergrund steht), auch bei den dargebotenen Speisen und Getränken werden die Köche gebeten, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, was man aus "Sparrezepten", wie sie in der Hanse und Brandenburg beworben werden, alles zubereiten kann. Den Abschluss der Feier bilden Andachten und Predigten, in denen Kaiser, Erzbischof, Pfalzgraf und die übrigen anwesenden Reichsfürsten für das Wohl des Reiches beten, diese sollen nach Möglichkeit über Reichskirche und Zeitungen im Reich verbreitet werden.
Kostenpunkt: 100 000 S
- Pfalzgraf Balduin, der bei Jahreswechsel verstorben ist, wird in angemessenem Abstand zur Krönung im Dom zu Mainz (oder, falls dies keine Option sein sollte, stattdessen in Speyer) feierlich beigesetzt. Zu diesem Zweck soll für die pfälzische Dynastie so etwas eine Familiengruft und eine kunstvoll bemalte Nebenkapelle gestiftet werden, die in aller Bescheidenheit auf die Leistungen Balduins und seiner Familie verweisen und damit die Verbindungen zum Krönungsort und die Hingabe, mit der man stets für die Geschicke des Reiches Sorge trug, unterstreichen soll. Ein gutes Sinnbild dafür ist das pfälzische Wappen, das den Pfälzer Löwen und den Reichsadler Seite an Seite zeigt und an prominenter Stelle angebracht werden sollte. Fahrende Spielleute, "Arme Ritter" und andere alte Bekannte sind besonders eingeladen, ihrem alten Gönner noch einmal die Aufwartung zu machen.
Neben der Würdigung des Verschiedenen sollen (nach Möglichkeit) abermalige Spenden auch an die genannten Gruppen ebenso wie die Familiengruft selbst noch einmal unterstreichen, dass das Werk des langgedienten Pfalzgrafen und Erztruchsessen nicht für sich alleine stehen und mit seinem Tod enden soll, sondern von seinen Vorfahren begonnen wurde und unter den Nachfolgern seiner Dynastie fortgesetzt werden wird. Darin kann man bereits den Grundstock einer pfälzischen Identität sehen, die sich anders als etwa in Westfalen jedoch weniger um Genealogie und Länderkunde drehen, sondern vielmehr die institutionelle Rolle der Pfalz im Reichsverband sowie den Rhein selbst als sogar noch darüber hinaus bedeutsamen Dreh- und Angelpunkt des Weltgeschehens als Basis nehmen soll.
Kostenpunkt: 50 000 S
Sonstiges
- Man will die Gelegenheit nutzen, die sich durch die Feierlichkeiten bieten, und Kaiser und Erzbischof zuzusagen, sich mit 50 000 S an dem kaiserlichen Schwerpunkt zur reichsweiten Krisenbewältigung zu beteiligen. Die genaue Verwendung ist dabei natürlich dem Kaiser überlassen, der ohne Zweifel die Kirche bei der Verteilung der Mittel miteinbeziehen wird, aus Sicht der Pfalz sollen die gemeinsamen Bemühungen nur dazu beitragen, die durch die zuletzt rege pfälzische Berichterstattung vielerorts belasteten Beziehungen mit dem Klerus wieder zu normalisieren.
- Mit weiteren 50 000 S beteiligt man sich an dem Lebensmittelankauf in Italien, um im Notfall neben den Importen auf Reichsebene ein zweites Standbein zu haben.
- Die Mittel des Balduinsbundes und der Ritternothilfe werden mit je 17 000 S aufgestockt.
- Die Einlagen der Handelsbank und der Landwirtschaftsbank werden um je 50 000 S erhöht, letztere, um den von Missernten betroffenen Bauern über die Krise zu helfen.
Nur Jon:
Achtung Spoiler:
In Mannheim unterbreitet man den Vorschlag, ausgewählten Händlern über die Handelsbank kurzfristig höhere Summen zugänglich zu machen und ihnen damit bei Bedarf die Option zu geben, über das Stapelrecht die Getreidespeicher nicht nur Mannheims, sondern der Pfalz als solchen wieder mit dem Nötigsten zu füllen und damit eine sich anbahnende Hungersnot abwenden. Dies soll ausdrücklich keine Brandenburgaktion sein, wo die Pfalz sich auf Kosten ihrer Nachbarn satt frisst, sondern einfach im Bedarfsfall dafür sorgen, dass alle über den Winter kommen, wobei vorausgesetzt ist, dass man auch in der Pfalz den Gürtel enger schnallen wird müssen.
Die Kaufleute sollten sich daher auch darum kümmern, dass etwaige Überschüsse aus dem Getreidehandel sinnvoll verteilt werden. Hier kann man ja die Auslandskontakte, die Uni und den Balduinsbund nutzen, um einen Überblick zu gewinnen. Nahrung soll den Weg dorthin finden, wo sie gebraucht wird. Damit sollen die Nachwirkungen der Subventionen, die die Handdelsströme verzerren, gebremst werden.
Hierzu könnten unabhängige Hofbeamte oder Experten von der Universität Lagerbestände, Rechnungen etc. prüfen, um zu vermeiden, dass die Kaufleute mehr Nahrung horten, als nötig, oder diese Nahrung einfach an den Meistbietenden verhökert wird, aber ich hoffe eigentlich, Missbrauch bereits dadurch einzugrenzen, dass der Pfalzgraf selbst die Kaufleute ins Vertrauen zieht. Es geht hier ja auch um einen patriotischen Dienst für Heimat und Lehensherr und die Kaufleute können zwar aus dieser Krise Gewinn schlagen, haben dann aber auch mit dem vollen Zorn des Pfalzgrafen zu rechnen anstatt mit seiner Dankbarkeit, die stehen ja mit Rang und Namen dafür ein, dass sie die ihnen anvertraute Mission guten Gewissens erledigen, und würden so oder so bei den Großeinkäufen Gewinne erzielen, bei der Nachfrage, die es bei Getreide gibt, nur vielleicht nicht so hohe, wie sie könnten.
- Die Beteiligung der eigenen Kaufleute an den Messen in Paris und Frankfurt wird abermals mit je 5000 S unterstützt, die Grundlagen dafür hat man ja schon im Vorjahr gelegt.
- Mit weiteren 5000 S unterstützt man abermals eine Delegation der Universität bei der Teilnahme an einem Symposium, diesmal in Böhmen.
- Der Kurs in Sachen Korrespondentennetzwerk und Presse wird beibehalten.
- Die einseitigen Privilegien in Baiern werden den Überlegungen des Vorjahres entsprechend aufgehoben, die aktuelle List der Privilegien umfasst somit:
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)
Kredit
Es wird ein neuer Kredit in Höhe von 1402500 S bei der Schweiz beantragt, um den fälligen Kredit in Höhe von 1402500 S abzubezahlen.
Finanzen
Einnahmen: 770 000 (Steuereinnahmen) + 112 000 (Einnahmen des Postdienstes) + 40 000 (Rücklagen) + 1402500 (Kredit aus der Schweiz) = 2324500
Ausgaben: 50 000 (Schwerpunkt) + 125 000 (Hofhaltung mit Abgabebonus) + 175 000 (Verluste des Postdienstes) + 42 000 (Verluste des Korrespondentennetzwerks) + 11 000 (Forderungen an den Balduinsbund) + 10 000 (Teilnahme an den Messen in Paris und Frankfurt) + 15 000 (Tribut an Ungarn) + 105 000 (Militärkosten) + 5000 S (Teilnahme einer Heidelberger Delegation am Symposium in Böhmen) + 17 000 (Balduinsbund) + 17 000 (Ritternothilfe) + + 50 000 (Beteiligung an italienischer Expedition zum Import von Nahrungsmitteln) + 50 000 (Beteiligung an der kaiserlichen Mildtätigkeit)+ 100 000 (Kaiserkrönung) + 50 000 (Beerdigung) + 50 000 ( Landwirtschaftsbank) + 50 000 (Handelsbank) + 1 402 500 (Kreditrückzahlung)=2324500
=> 0 Rest
@Jon: Ich müsste eigentlich aus dem Vorjahr 40 000 S Rücklagen haben, weil mir der Kaiser ja noch überschüssige Einnahmen aus dem Transportdienst gewährt hatte? Wenn ich da was übersehen habe, ändere ich es natürlich wieder.
Entschuldige die umfangreiche Abgabe, aber mit Krönung und Wechsel der Spielfigur ist einiges zusammengekommen und auf die Krise muss man auch irgendwie reagieren, dafür ist der Schwerpunkt relativ simpel.
Geändert von Lao- Tse (27. Mai 2026 um 18:47 Uhr)
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
Dachte, Männer werden in der Nachfolge bevorzugt, daher hatte ich in der Abgabe einen Neffen bedacht, den ich noch ausgearbeitet hätte. Dass es jetzt eine jüngere Schwester wird wirft ja irgendwie problematischere Fragen auf, was den Anspruch der älteren Schwester betrifft? Das verkompliziert das ganze.
Auch wenn das nicht so gelaufen ist, wie geplant, hätte ich jetzt die Tochter mit einem Cousin oder sonstigen Verwandten aus einer Nebenlinie verheiratet, um ihren Anspruch zu stärken. Funktioniert das und lässt sich ein solcher auftreiben?
Was die Unruhen betrifft:
Achtung Spoiler:
Gibt es denn Rädelsführer, mit denen man verhandeln kann, oder sind das eher ein Haufen vereinzelter Unruherde? Gibt es konkrete Forderungen von Seiten der Aufständischen? Ich würde mich gerne mal umhören, um in Erfahrung zu bringen, was die wollen, und Leute aufzutreiben, mit denen man verhandeln kann.
Verfügbare Truppen werden in Alarmbereitschaft versetzt und halt so verteilt, dass die Unruhen bestmöglich eingegrenzt werden. Bei Gelegenheit kündigt man intern für nach Ende der Krise gleich Prämien an, damit sie nicht versucht sind, sich den Aufständischen anzuschließen. Es soll nicht direkt gegen die Aufständischen im Kergebiet vorgegangen werden, solange man sich noch Hoffnungen auf einen Verhandlungserfolg machen kann, sondern die Truppen rund um die Aufstandsherde verteilt werden, um eine Ausweitung der Ausschreitungen zu verhindern und Druck auf die Aufständischen auszuüben.
Man wendet sich auch an den Erzbischof und die sonstige Geistlichkeit und versucht, die Kirchen im Land darauf einzustimmen, gegen Unruhen und Blutvergießen zu predigen, so wie es die Klosterfrauen in Bayern machen- vielleicht kann man hier sogar Kontakt zu Bischof oder Domherr in Speyer aufnehmen, um mäßigend auf die Aufständischen einzuwirken. Parallel dazu gehen von Hofe aus Aufrufe aus, die zum Frieden gemahnen, gerade im Andenken an den kürzlich verstorbenen Pfalzgrafen Balduin, das gerade entehrt wird.
Den Kaufleuten sichert man natürlich zu, dass man Enteignungen nicht akzeptieren wird, und bietet an, gerade Getreidespeicher und andere Wertsachen gesichert unterzubringen, etwa in Heidelberg oder Mannheim. Wenn die Kapazitäten ausreichen, kann man natürlich auch so die speicher beschützen, ich mache mir aber Sorgen, dass die Truppen sich dafür zu sehr verteilen müssen und keinen Schutz garantiere können.
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
Mir soll das recht sein. Du kannst Anna also gern verheiraten. Wenn du eine Dynastie ausgearbeitet hättest, wäre diese ja auch genommen worden. Sie muss aber halt zum Zeitpunkt des Todes eines Monarchen da sein.
Mir soll das recht sein. Du kannst Anna also gern verheiraten. Wenn du eine Dynastie ausgearbeitet hättest, wäre diese ja auch genommen worden. Sie muss aber halt zum Zeitpunkt des Todes eines Monarchen da sein.
Hab gedacht, "Neffe" reicht erstmal, aber wie gesagt, ist nicht schlimm, solange man drum rum arbeiten kann. Ich hab irgendwie auch komplett übersehen, dass Doerky eine Dynastie ausgearbeitet hatte, keine Ahnung, wie das passiert ist.
Ist Annas Anspruch dadurch geschwächt, dass sie die jüngere Tochter ist, oder wird das Überspringen der älteren Tochter allgemein akzeptiert, weil das mit der Vermeidung von Personalunionen im Spiel angelegt ist?
Der Rest wird erst einmal so gemacht!
Achtung Spoiler:
Die meisten Anwesenden raten eher davon ab, ausgerechnet jetzt Getreide aus den kleinen Städten und Dörfern fortzubringen. Erstens wäre das logistisch nur schwer machbar und zweitens wären sie in Heidelberg und Mannheim bei einer Revolte ebenfalls bedroht. Auf dem Land bestünde zudem die Möglichkeit einer Ausweitung der Unruhen. Da die Söldner vielleicht nicht ausreichen werden, sollte man über eine Einberufung der Adelsaufgebote im Land nachdenken. In Speyer konnte man leider noch keinen Kontakt zu den Rebellen oder zur Kirche aufnehmen.
Dann wird natürlich darauf verzichtet, das Getreide fortzubringen.
Da ich wenig anderes machen kann, als auf die kaiserlichen Hilfslieferungen zu hoffen, würde ich trotzdem gerne mal eine Art Krisensitzung abhalten und Vertreter der Stände, gerade aus potentiell von Unruhen betroffenen Regionen, über den aktuellen Stand in Kenntis setzen. Da sollen sie auch ihre Anliegen vorbringen können, so sie denn welche haben.
Man will ihnen also mitteilen, dass der Hof auf die Kooperation mit dem Kaiser setzt, womit ihm bei einem generellen Ausfuhrverbot die Hände gebunden sind, und man dafür auf die Ankunft der Hilfslieferungen setzt, um die Lage zu beruhigen. Vielleicht hilft es, die mangelnde Initiative des Hofes zumindest zu erklären. Die Bezuschussung von Lebensmittelimporten kann ebenfalls mitgeteilt werden, auch wenn die Details des Plans erstmal nicht offengelegt werden.
Man bittet die Vertreter auch um Wünsche und Anregungen und will sie in dieser Krise mehr miteinbinden. Was erwarten sie sich vom Hof?
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."
Mit Hilfe von Agenten des Balduinsbundes und des örtlichen Klerus ist es der pfalzgräflichen Diplomatie endlich gelungen, einen direkten Gesprächskanal zu den Rebellen bei Speyer zu öffnen, um eine möglichst friedliche Lösung des Aufstandes auszuhandeln.
Achtung Spoiler:
Gut, ich habe ein Ultimatum und eine Frage zu übermitteln.
1.) Die Aufständischen werden aufgefordert, die Waffen bis zur Saat niederzulegen, die Bauern, auf ihre Felder zurückzukehren, damit die Hungerkrise nicht verlängert wird. Rädelsführer müssen ausgehändigt werden (die Besetzung von Speyer und anderen Ortschaften und der Kampf mit pfalzgräflichen Truppen dürfen nicht ungeahndet bleiben), man ist hierbei jedoch noch recht kulant (es geht eher um den symbolischen Akt, die große Menge der Aufständischen darf weitgehend straffrei heimgehen).
2.) Was braucht es, damit sie diesen Forderungen gerecht werden können? Was sind die Forderungen der Bauern? Was sind die Gründe für den Aufstand? Was wirft man der Pfalzgräfin vor?
Klar ist, wer in Rebellion verbleibt, profitiert nicht von kaiserlichen Nahrungslieferungen und die Verstärkungen, die ebenfalls kommen werden, werden die Aufstände niederschlagen. So ein gnädiges Angebot werden sie nicht noch einmal bekommen, wer sich weiterhin Gott und Herrscher widersetzt wird bestraft werden. Sie können nicht hoffen, gegen die Übermacht zu bestehen, haben jetzt aber noch die Möglichkeit, in die Gnade ihres Herrschers zurückzufinden. Die Aufstände halten die Bauern nur von der Ernte ab, blockieren den Flusshandel und damit Importe, die Aufstände werden weder die Nahrungskrise beenden noch werden die Aufständischen irgendwelche geheimen Vorräte finden, im Gegenteil werden die Kampfhandlungen dafür sorgen, dass Felder auch im kommenden Jahr unbestellt bleiben und Blut ist ein schlechter Dünger.
Geändert von Lao- Tse (21. Juni 2026 um 19:26 Uhr)
Zitat von Windhoek
Was schreibt ihr da für Unsinn?
Zitat von Cepheus
...
"Womit denn?"
"Nun, ich hätte hier einige Ausgaben der Men's Health und der Bravo. Wenn sie es damit umwickeln könnten. Ich würde anschließend gern noch eine Tube Gleitgel dazulegen und es einem Freund schenken. Xxx Yyy ist übrigens sein Name. Sie müssten ihn kennen, er hatte hier erst gestern den Dreierpack Tigertangas gekauft, der im Angebot war. Ansonsten kommt er eigentlich nur wegen der Kondome her."