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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1186
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    4. Dezember 1715: Am Barbaratag verweigern die Arbeiter mehrerer großer Bergwerke in den Anden ihre Einfahrt und fordern bessere Arbeitsbedingungen. Offenbar steigt dort der Druck auf die einfache Bevölkerung wegen der angespannten Finanzlage und auch wegen der Pfandherrschaft des Großkhanats Melaka, das als ortsfremd gilt und wenig beliebt ist. Kabul I. überlässt dem bewährten Berater Cihan Khan die Verhandlungen. Dieser hatte es bereits während der großen Krise von 1706 verstanden, die Region zu befrieden, ohne den Abbau des Andensilbers zu gefährden oder unnötig brutal vorzugehen.


    4.-8. Dezember 1715: Der Winterball auf dem neuen Prager Schloss wird mit großem, aber der Situation angemessenem Aufwand gefeiert und erneut mit der Ausgabe kostenloser Lebensmittel verknüpft. Obwohl viele Handwerker sich mittlerweile stark einschränken müssen, bleibt die Stimmung in der Stadt so verhältnismäßig gut.


    6. Dezember 1715: Am Nikolaustag beschenken die Klöster in vielen Ländern Kinder aus dem Umland mit kleinen Süßigkeiten und Obst. In diesem Jahr sind die Präsente ganz besonders willkommen.

  2. #1187
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    8. Dezember 1715: Zum Hochfest der Erwählung Mariens nimmt Bischof Josef von Augsburg persönlich an einem Gottesdienst nach dem inoffiziellen „bairischen Ritus“ teil, bei welchem der Zelebrant als Teil des Chores mitfeiert und nur das stille Hochgebet übernimmt.


    10. Dezember 1715: Cihan Khan trifft mit einer kleinen militärischen Eskorte im Hochland von Peru ein, wo die wichtigsten südamerikanischen Bergbaugebiete des Großkhanats Quito liegen. Er wird dort offenbar mit großen Hoffnungen empfangen, sieht man in ihm doch fast überall einen ehrlichen Vermittler. Die Bergleute erklären sich daraufhin bereit, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, solange die Verhandlungen andauern. Allerdings sollen die Schichten während dieser Zeit deutlich verkürzt werden, was der Vertraute Kabuls I. auch zusagt.


    12. Dezember 1715: Großkhan Batu V. (Melaka) erklärt sich bereit, den beiden verbündeten Teilreichen Negübeihafen und Debul zinslose Kredite zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre Flotten nicht verkleinern müssen. Das südostasiatische Großkhanat entwickelt sich so immer stärker zum Subsidiengeber für die finanziell angeschlagenen Mongolenreiche.

  3. #1188
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    21. Dezember 1715: Auf Vorschlag König Radbods findet in verschiedenen dänischen und schonischen Dörfern dieses Jahr eine Wintersonnenwendfeier statt. Diese hatte dort keine Tradition mehr, wird aber – vielleicht auch wegen des hohen Ansehens Radbods – in allen Regionen wieder eingeführt. Es ist durchaus möglich, dass sie sich zu einer Konkurrenz für das Weihnachtsfest entwickeln könnte.


    24.-25. Dezember 1715: Das Weihnachtsfest ist in Europa dieses Jahr von der Sorge um das tägliche Brot geprägt, so dass Kleriker in vielen Predigten die Tugenden der Mildtätigkeit, aber auch der Geduld und Leidensbereitschaft hervorheben. Erzbischof Konrad von Mainz sieht den Heiligen Josef in einer später sogar gedruckten Ansprache als Vorbild an: Er habe alles getan, um die Heilige Familie zu schützen, sei aber stets auf dem Weg Gottes und der Gerechtigkeit geblieben. Die Bevölkerung müsse ihren rechtmäßigen Herren und besonders dem neu gewählten Kaiser vertrauen, dass alles Nötige geschehen werde, um die Menschen zu retten. Sie selbst könnten durch fleißige Arbeit und frommes Gebet dazu beitragen, diese Bemühungen der Staatsoberhäupter Frucht tragen zu lassen. Kaiser Manas selbst nimmt im Kloster Herrenchiemsee an der Litugie teil, verzichtet aber darauf, das Evangelium zu singen. In Santiago werden vor allem die feierliche Enthüllung und der erstmalige Einsatz des großen Weihrauchfasses „Botafumeiro“ von vielen Gläubigen bewundert. Großkhan Yesun und sein Sohn und Kronprinz Putraq feiern die Heilige Nacht in einem Feldlager bei Bagdad mit ihren Soldaten, um deren Motivation zu stärken.


    31. Dezember 1715:
    In Europa geht ein friedliches, aber von einer Missernte geprägtes Jahr zu Ende. Es zeigte sich, dass die Staatsoberhäupter des Kontinents in Krisen unterschiedliche Strategien verfolgen, aber nur in engen Grenzen kooperieren. Neben Exportverboten und Subventionen sorgten vor allem die staatlichen Ankäufe von Getreide für Veränderungen des Nahrungsmittelhandels. Die größten Reserven liegen nun in Duisburg (wo man den „kaiserlichen Fisch“ verwahrt), am Balaton, in Berlin und in Enschede.

  4. #1189
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    1. Januar 1716: In den frühen Morgenstunden wird der im ganzen Reich beliebte Pfalzgraf Balduin I. tot in seinem Bett aufgefunden. Offenbar ist er kurz nach Mitternacht friedlich entschlafen und zum Herrn heimgekehrt. Zur Nachfolgerin dürfte seine 29jährige Tochter Anna gekürt werden, nachdem deren vier Jahre ältere Schwester Aveline den ungarischen Khan geheiratet hat und damit aus der Thronfolge ausgeschieden ist.


    2. Januar 1716: Der „östliche“ Kalif Ismael ibn Muhammad erklärt sich nach einer angeblich sehr erregten Diskussion im Wächterrat bereit, das „Land der Muwahhidun“ auf die ganze Arabische Halbinsel und auch nach Syrien, Mesopotamien, Nordafrika, Zentralasien und in den Iran auszudehnen, da diese Gebiete bereits früher zum Haus des Islam gehört hätten. Spanien und Marokko sollen zunächst unter der Herrschaft des westlichen Kalifen bleiben dürfen, bis eine Entscheidung über dessen Rechtgläubigkeit getroffen sei. Damit dürfte ein Kompromiss mit den Mongolen ausgeschlossen sein, was als Erfolg des Rechtsgelehrten ʿAbd al-Wahhāb ibn Sulaymān gilt.


    2. Januar 1716: Cihan Khan trifft im Auftrag seines Herrn, des Großkhans Kabul I. (Quito) ein Abkommen mit Vertretern der meist leibeigenen Bergleute in den Anden. Die Anerkennung der Arbeiterdelegierten als Ansprechpartner stößt aber auf Widerspruch beim Adel. Zudem verlangt der Vertreter der Pfandherrschaft, dass Rücksprache mit Batu V. (Melaka) gehalten werden solle, was Cihan Khan schließlich auch zusagt. Die Übereinkunft tritt dennoch bereits in Kraft, da man es nicht riskieren möchte, den Abbau von Gold, Silber und Edelsteinen ganz einstellen zu müssen. Da die Arbeiter Lohnerhöhungen und kürzere Arbeitszeiten erwirken konnten, dürften die Einnahmen der beiden mongolischen Teilreiche aber trotzdem leicht sinken.

  5. #1190
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    3.-31. Januar 1716: Der Januar ist in diesem Jahr schneereich und kalt, was den Transport von großen Lasten erschwert. Davon dürften vor allem die Dörfer und Städte profitieren, welche noch Getreide oder andere Lebensmittel eingelagert haben.


    4. Januar 1716: In Buda tritt ein Adelsrat aus Edelleuten bei Hofe und einigen Grundherren aus der Umgebung zusammen, die in diesem schneereichen Winter nicht weit zu reisen brauchen.


    4. Januar 1716: Im Kalifat wird der langjährige Stratege Yamamoto Tsunetomo offiziell und ehrenvoll verabschiedet, nachdem er seinen Dienst beendet hat und in Kürze nach Japan zurückzukehren wird. Großkhan Kabul I. begnadigte ihn bereits im vergangenen Herbst.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Der General wäre bereit, eine Botschaft an frühere Unterstützer des Go-Murakami-Tenno zu überbringen, wenn der Kalif dies wünscht.

  6. #1191
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    6. Januar 1716: Bei einem Treffen des päpstlichen Nuntius mit Erzbischof Athenagoras von Barbados am Dreikönigstag übergibt der Diplomat des Heiligen Stuhls eine große Summe Geldes, um im Land selbst Truppen ausheben zu können. Die Sicherheitslage hatte sich zuletzt deutlich verschlechtert, nachdem auf Druck des Heiligen Stuhls alle Söldner der Zhenggouverneure abgezogen worden waren.


    6. Januar 1716: Erzbischof Konrad von Mainz schlägt vor, die Kaiserkrönung auf Anfang April festzulegen, nachdem die Fürsten den Termin zunächst offengelassen hatten.


    7.-31. Januar 1716: Auf Vorschlag mehrerer arabischer Offiziere stellt Großkhan Yesun I. eine gemischte Truppe leichter Reiterei zusammen, die in mehreren Schwadronen von jeweils gut 500-600 Mann tief ins Landesinnere der Arabischen Halbinsel vordringen und in den Oasen und Dörfern den Nachschub für die kämpfenden Truppen stören soll. Auf diese Weise will man auf mongolischer Seite vermutlich eine Entscheidungsschlacht erzwingen, da viele Aufgebote von Adel und Volk darum bitten, ihren Einsatz bald zu beenden.

  7. #1192
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    8. Januar 1716: Nachdem offiziellen Erhebungen zufolge die zweite Reisernte des Vorjahres in Südasien außerordentlich gut ausgefallen ist und auch aus Ägypten und Mesopotamien überdurchschnittliche Getreideerträge gemeldet werden, weist Großkhan Yesun I. an, die Exportrestriktionen überall wieder aufzuheben, um die Getreidepreise in Europa rasch zu senken. Die Satrapen erhalten aber den Auftrag, staatliche Großankäufe zunächst nicht zuzulassen, sondern nach Möglichkeit die gewöhnlichen Handelsströme zu schützen. Offenbar hofft Yesun, dass dies den Notleidenden am besten dienen wird.


    10. Januar 1716: Erzbischof Athenagoras von Barbados trifft sich mit Vertretern der jüngst befreiten Plantagenarbeiter, die zum Teil noch als „Schutztruppen“ ihrer jeweiligen Region agieren. Dabei sagt er zu, sie finanziell zu unterstützen, damit sie weiterhin Kämpfer zum Schutz des Landes freistellen können. Dies wäre dann eine Art inneres Söldnerwesen, im Augenblick aber noch ganz von der finanziellen Hilfe des Heiligen Stuhls getragen.


    11. Januar 1716: Bei einem Treffen der rheinischen Pfalzgräfin mit Vertretern Mannheims soll angeblich über verschiedene Wege gesprochen worden sein, das Land besser mit den nötigen Nahrungsmitteln zu versorgen.

    Nur für die Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Achtung Spoiler:
    Die junge Pfalzgröfin ernennt einige Kaufleute, denen sie besonders vertraut und überlässt ihnen die Entscheidung über die Ankäufe aus Mitteln der Kreditbank. Man wird versuchen, mit Beginn des Rheinhandels das Stapelrecht für diese Zwecke zu nutzen.

  8. #1193
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    12. Januar 1716: In Ungarn wird der kleine Adelsrat fortgeführt, nachdem die Beteiligten sich einige Zeit über Vorschläge des Khans unterhalten konnten.

    Nur für das Khanat Ungarn

    Achtung Spoiler:
    Generell bestünde eine gewisse Bereitschaft unter einigen Anwesenden, Weideland und vor allem wenig genutzte Gebiete umzuwandeln. Sie weisen aber darauf hin, dass sie nicht für den Großteil des Reiteradels sprechen können. Zudem würde die Ernährungssicherheit des Khanats unter dem Programm eher leiden, weil die Bevölkerungszahl anwüchse und neuer, schlechterer Boden hinzukäme, der bei Missernten besonders betroffen wäre. Die Zahl der Steuerzahler und der (vielleicht militärisch einsetzbaren) Freibauern dürfte dagegen anwachsen.



    13. Januar 1716: Vertreter der Großkhanate Quito und Melaka und die „Getreuen Kämpfer der Kahina“ vereinbaren einen Waffenstillstand bis Mitte Juli. Die Eroberungen der Berber sollen teilweise geräumt werden, dafür wird aber ein Großteil der Golderträge aus Buré an sie abgeliefert. Beide Satrapen – Quasim Khan für die Satrapie und Eresik Khan für das dem südostasiatischen Teilreich verpachtete Goldfeld – wollen in dieser Zeit Rücksprache mit den Herrschern über das weitere Vorgehen halten.


    14.-16. Januar 1716: Der päpstliche Nuntius auf den Kanaren trifft mit Vertretern der drei faktischen Protektorate zusammen, die trotz der schlechten Witterungsverhältnisse auf der früheren Residenzinsel des Khanats zusammenkommen. Las Palmas den Gran Canaria hat in den letzten Jahren viel vom früheren Glanz verloren, und es scheint auch zahlreiche Fischer, Hafenarbeiter und Händler aufs Festland oder nach Amerika gezogen zu haben. Auch die Residenz, in welcher die Inselregierung untergebracht ist, wirkt weitgehend verwaist.

  9. #1194
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    17. Januar 1716: Am Gedenktag des heiligen Mönchsvaters Antonius von Ägypten ordnet Papst Laurentius ein Sonderfasten im Lateranpalast an. Jeden Mittwoch sollen einfache Menschen dort verköstigt werden, jeden Freitag alle Mitarbeiter außer den Schweizer Gardisten auf jegliche Speise außer der Eucharistie verzichten. Dabei bezeichnt er den galicischen König Fernando als Vorbild und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich in weiteren Ländern Europas Fürsten diesem Beispiel anschließen mögen.


    20. Januar 1716: Die Großkhanate Melaka und Dagomys einigen sich auf die Entsendung einer gemeinsamen Flotte ins Rote Meer, um die Häfen der Arabischen Halbinsel besser kontrollieren zu können. Hintergrund sind wohl Gerüchte, wonach die Rebellen stetigen Nachschub an Söldnern, Kriegsmaterial und Lebensmitteln über Dschidda erhalten. Die bisherigen Piratenjäger reichen offenbar nicht aus, um dies zu verhindern. Die Mongolen suchen nun nach Ansicht vieler Beobachter eine militärische Entscheidung.


    21. Januar 1716: Großkhan Tohtu V. (Shikawo) trifft sich mit den Botschaftern der östlichen Vasallenkhanate, um über mögliche Hilfen für Europa zu beraten. Hintergrund dürfte die Befürchtung sein, dass einfache, günstige Nahrungsmittel für das einfache Volk zu wenig Gewinn einbringen könnten, um in größerer Menge den Weg über den Atlantik zu finden. Hauptproblem dürfte aber sein, dass sowohl Shikawo als auch dessen Vasallen finanziell in einer eher kritischen Lage stecken und so kaum die Mittel für größere Subventionen haben dürften.

  10. #1195
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    24. Januar 1716: Die drei östlichen Kanareninseln stimmen dem päpstlichen Vorschlag zur Förderung des Fischverkaufs im Mittelmeerraum überraschend schnell zu, obwohl einige Kritiker argwöhnen, die Koalition werde den einfachen Leuten nun auch noch das tägliche Brot zu nehmen versuchen. Offenbar sehen die Regierungen der Protektorate kaum eine andere Möglichkeit als die Kollaboration mit dem Heiligen Stuhl. Der katholische Bischof Stefan von Viterbo bemühte sich außerdem, derartige Befürchtungen zu zerstreuen. Der Heilige Vater sei im Gegenteil ein Freund des einfachen Volkes, wenn es sein Brot auf ehrliche Weise verdiene.


    28. Januar 1716: Als die Schneefälle in Mittel- und Westeuropa nachlassen, beginnen erste mutige Kaufleute bereits damit, auf Pferdeschlitten auszufahren und Nahrungsmittel in die Städte zu bringen. Offenbar sind die Gewinnspannen häufig so groß, dass der Aufwand sich rechnet. Bezeichnende Ausnahmen sind Westfalen und Brandenburg, wo die Preise weit niedriger geblieben sind und die Städte nicht unter Versorgungsmängeln leiden.


    1.-29. Februar 1716: Die schnellen mongolischen Angriffe auf verschiedene Dörfer, Oasen und Karawanenrouten der Arabischen Halbinsel haben offenbar großen Erfolg, so dass der Vorsitzende des Wächterrates ʿAbd al-Wahhāb ibn Sulaymān angeblich unter Druck gerät, einem Kompromissfrieden zuzustimmen. Es gelingt ihm aber Anfang März dann doch, die Vertreter der Stämme hinter sich zu scharen und die Fortsetzung des Krieges bis zum Sieg über die Ungläubigen durchzusetzen. Auch die Gegenangriffe arabischer Truppen auf die Dörfer Mesopotamiens und Syriens richten überdies erhebliche Schäden an.

  11. #1196
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    2.-27. Februar 1716: Erste Nahrungsmittelunruhen brechen im hessischen Unterfranken aus, wo die Bauern Gutshöfe in Brand stecken und Scheunen plündern, in denen Korn eingelagert wurde. In den bairischen Teilen Frankens gelingt es den Ordenskonventen noch, die Ruhe im Land aufrechtzuerhalten, einige Äbtissinnen müssen sich aber persönlich den Bauern stellen.


    3.-26. Februar 1716: Auch in der Westschweiz kommt es zu Unruhen, wobei hier vor allem die Lagerhäuser von Kaufleuten angegriffen und geplündert werden.


    4.-22. Februar 1716: Bei Bauernaufständen in den südlichen und südwestlichen Regionen der Pfalzgrafschaft attackieren die Bauern ähnlich wie in der Schweiz zunächst die Häuser und Liegenschaften von Großkaufleuten. Da sich hier auch Handwerker und Landarbeiter den rebellierenden Bauern anschließen, gelingt ihnen Mitte des Monats sogar die rasche Besetzung der Festung Speyer, die bald als Zentrum der Unruhen gilt.

  12. #1197
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    6. Februar 1716: Der westfälische Hof gibt die Geburt eines Prinzen bekannt, der auf den Namen Dieter getauft werden soll. In den Wochen darauf kommen zahlreiche Geschenke aus dem ganzen Land in Enschede an, so dass Dieter sogar eine Kutsche hat.


    7. Februar 1716: Eine überraschend große Flotte der Föderation von Induru trifft im Roten Meer ein. Da die mongolischen Kommandeure für diesen Fall keine Befehle haben und den Frieden nicht gefährden wollen, lassen sie die Schiffe passieren und in Dschidda anlegen. Es wird kurz darauf von Maharadja Rama I. und Maharadja Darsaka von Amravati bekannt gegeben, dass ein Soldvertrag nach italienischem Vorbild unterzeichnet worden sei.


    7. Februar 1716: Der mit 33 Jahren noch immer recht junge, sportliche Kalif Ahmad beginnt etwas überraschend mit einem erweiterten militärischen Training, das nicht nur wie üblich die Reitkunst und das Fechten, sondern auch den Nahkampf und die Handhabung einer Pistole umfassen und mit verschiedenen Söldnern und Vasallen betrieben werden soll.

  13. #1198
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    8. Februar 1716: Das Khanat Baiern ruft seine SR*-Söldner aus den verschiedenen Teilen des Reiches zusammen, um besser reagieren zu können. Sie sollen sich zunächst in Frankfurt sammeln.


    9.-28. Februar 1716:
    Die junge Pfalzgräfin Anna ruft zahlreiche Vertreter der Stände in ihre Heidelberger Residenz, um über die Unruhen zu sprechen und Anweisungen zu erteilen. Die Söldner des kleinen Landes scheinen sich trotz des Winters in Richtung Speyer auf den Weg zu machen, um die Rebellen einzuschnüren und eine Ausweitung der Unruhen frühzeitig zu unterbinden.

    Nur für die Pfalzgrafschaft bei Rhein


    Achtung Spoiler:
    Die meisten Anwesenden raten eher davon ab, ausgerechnet jetzt Getreide aus den kleinen Städten und Dörfern fortzubringen. Erstens wäre das logistisch nur schwer machbar und zweitens wären sie in Heidelberg und Mannheim bei einer Revolte ebenfalls bedroht. Auf dem Land bestünde zudem die Möglichkeit einer Ausweitung der Unruhen. Da die Söldner vielleicht nicht ausreichen werden, sollte man über eine Einberufung der Adelsaufgebote im Land nachdenken. In Speyer konnte man leider noch keinen Kontakt zu den Rebellen oder zur Kirche aufnehmen.



    10. Februar 1716: Der hessische Khan Shibani ruft Ständevertreter in Kassel zusammen, um über die Situation im Land zu beraten. Zudem sendet er einen Eilboten nach München und bittet den Kaiser um die rasche Verteilung der in Duisburg eingelagerten Nahrungsmittel.

  14. #1199
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    12. Februar 1716: Der dänische Reichstag dankt König Radbod in einer Entschließung für die rasche Reaktion auf die Hungerkrise und die Erhöhung der Exportzölle. So könne verhindert werden, dass reiche Gemeinschaften wie die Hanseaten das tägliche Brot der Nordleute für sich beanspruchten.


    12. Februar 1716: Beamte der französischen Krone, des Großherzogtums Burgund und der englischen Festlandslehen beginnen mit der Subvention von Getreide in Gebieten, die von der Nahrungsmittelteuerung besonders stark betroffen sind. So soll wenn möglich ein gewisses Gleichgewicht in der Region entstehen, um Unruhen zu verhindern.


    12.-22. Februar 1716:
    In Hessen, Schwaben, Ungarn, der Eidgenossenschaft und der Pfalz erlassen lokale Grundherren und Amtsträger verschiedene Ausfuhrrestriktionen für Fisch, Getreide und andere Nahrungsmittel aus ihren Kreisen. So sollen die Unruhen wohl ein wenig eingedämmt oder ihr Übergreifen auf die eigene Region verhindert werden. Man muss aber fürchten, dass der Handel auf diese Weise noch stärker eingegrenzt wird als bisher.

  15. #1200
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    14. Februar 1716: Trotz verschneiter Wege ist das eidgenössische Söldnerminghan, das in Baiern überwinterte, an seinen Zielort aufgebrochen. Man kommt offenbar recht gut voran, wie nach Bern gemeldet wird.


    15. Februar 1716: Hansebürgermeister Baur gibt in der Zeitung des Bundes bekannt, dass aus Kapazitätsgründen dänisch-norddeutsche Routen nicht mehr auf Schmuggel überprüft werden sollen. Da außer im Fall von Embargos die Zollerhebung meist in den Häfen erfolgt, ist bislang unklar, wie sich dies auswirken wird. Hamburg und Bremen erklären jedenfalls, auch weiterhin die Ordnung des Seehandels aufrechterhalten zu wollen, was vielleicht Schiffskommandeure aus diesen beiden Städten beeinflussen könnte.


    16. Februar 1716: Die britischen Mächte geben öffentlich bekannt, dass sie Importe aus den nordostamerikanischen Khanaten finanziell bezuschussen werden. Die Rede ist von 75000 S aus England und derselben Summe aus Irland. Neben den Lieferungen aus dem Nahen und Mittleren Osten dürfte dies besonders nützlich sein, da damit unverhältnismäßig große Importmengen erwartet werden. Schließlich muss den Kaufleuten nur ein kleiner Differenzbetrag erstattet werden, damit sich der Transport rechnet.

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